Beiträge von dagmar007

    Lieber Underground
    (nun verstehe ich auch Deinen Nick),
    ich kann Mr. Hardcore nur recht geben. Ehrlich gesagt, Deine letzte Aussage "Polytox" und die komplette Drogenküche sind mir nicht aus dem Kopf.

    Himmel, Hergott und alle Heiligen - dagegen ist ein Alkoholiker "harmlos". Mein Gott, da darf kein Kind in die Nähe eines solchen aktiven süchtigen. Zum ersten wird es ihn nur selten interessieren - zum zweiten wird er vermutlich dann lieb sein, wenn mal wieder ein Gutachten oder ein Prozeß ins Haus steht (dann nämlich braucht er die Fassade einer bestehenden -guten?- Beziehung für eine positive Sozialprognose.

    Mädchen, wenn er etwas - egal was - braucht, dann vergißt er Zeit, Raum, Verantwortung, Moral und alles andere.... Koks, Himmel .....

    Hast Du Dich schonmal mit einem wirklich praktizierenden Arzt unterhalten der mit diesen Leuten arbeitet, beispielsweise dem Arzt einer Methadonpraxis? Hast Du Dich schonmal mit einer wirklich guten (damit meine ich deutlichen und nicht schonenden) Beratungsstelle auseinander gesetzt???

    Hallo.... den Konsum bei polytoxen Menschen kann kein Außenstehender mit Sicherheit verneinen. Woher weißt Du, dass er (während Du schläfst) nicht auf dem WC, welches normalerweise abgeschlossen ist, eine Runde snieft???

    Woher willst Du wissen, welche derzeitigen Tablettchen sich in der Jacke befinden, oder vielleicht in der Zigarettenbox, oder im dümmsten Fall als "Blombe" im Mund (Blombe ist nicht der reparierte Zahn sondern ein Teil, gefüllt mit Stoff, welches im Notfall (Polizeieingriff) geschluckt werden kann.

    Du wunderst Dich über die Zeiten der Sendepause? Nun, so ist es eben wenn Drogen konsumiert werden, ganz einfach. Da gibt es keine Zeit, keinen Raum, keine Verantwortung und keinen Mitmenschen, da gibt es nur den Druck und die Szene.

    Sag mal, bist Du Dir bewußt, dass solche Menschen - egal wo sie sind - immer wieder auf ihre Händler stoßen (im Supermarkt das Schnapsregal ist noch das harmloseste). Keine Fahrt mit der U-Bahn ist möglich ohne Kleindealern zu begegnen. Wobei das was Du über Deinen Partner schreibst, das lohnt sich schon an Abnahme, so jemanden fixt man auch mal kostenfrei an, auf Spesen sozusagen....

    Ich denke mal, meine Worte können Dir nicht gefallen und vielleicht wirst Du manches in Frage stellen. Ich kann auch hier nicht für jeden drogenabhängigen/polytoxen Menschen sprechen, ich kann aber davon sprechen, was mir diese Menschen selber erzählten und was mir ein Methadonarzt in vielen Stunden erzählt hat.

    Sorry, selbst auf die Gefahr, dass ich nun eines auf die Rübe bekomme wegen Vorurteilen: aber ich kenne nur einen Fall, der es geschafft hat! Die anderen werden vom Arzt als "Gesoxe" tituliert, dem man/frau aus dem Weg gehen muss, die bescheissen und lügen wenn sie den Mund aufmachen und die statt eigenem Urin Hundeurin abgeben, damit keine Drogen nachgewiesen werden können.

    Unterhalte Dich mit einem Arzt oder Drogenberater der wirklich an der Front ist, sie werden Dir die Augen öffnen .... aber nur, wenn Du dazu bereit bist ....

    Mensch Mädchen, ich glaube, Du bist Dir über die Gefahren echt nicht bewußt, das anfixen steht ja nur am Schluss, weißt Du was in den Kreisen abgeht??? Wie konsumiert wird??? Wie man/frau sich gegenseitig in den Dreck zieht??? Wer wen für was (Beschaffung) wie benutzt.....

    Boaahhhahah,
    ich versuche nichts mehr zu schreiben weil ich weiß ich treffe Dich sicherlich sehr mit meinen Worten, aber ich wünsche Dir nicht, dass Du wirklich selber erleben musst wie die weiteren Schritte für Dich aussehen könnten wenn Du an der Beziehung wie sie jetzt ist festhältst.....

    Mensch Mädel, willst Du Besuch von den Jungs in Grün weil Du als Freundin bekannt ist und er mal wieder ein krummes Ding drehte???? Willst Du einen Hausdurchsuchungsbefehlt weil er mal Zigaretten geklaut hat???? Mensch...........

    Sorry,
    aber es musste raus....

    lieben Gruß von Dagmar

    Oh je, Polytox,
    ich kannte Menschen, die Polytox waren, Therapien durchgezogen haben und total unterschiedlichen Erfolg hatten.

    Diejenigen, die Erfolg hatten, waren aber weiß Gott weder bösartig, aggressiv noch in der Art veranlagt von der Du schreibst.

    Du bist Dir im klaren, wie schwer es für einen polytoxen Menschen ist - selbst für den Fall, dass er / sie bereit wäre etwas tun zu wollen - "sauber" zu bleiben.

    Nein, sie sind nicht die typischen Alkoholiker, sie nehmen nämlich was sie kriegen können (zumindest diejenigen, die ich kannte). Ja, sie sind lieb, weil sie ganz genau wissen, sie benötigen ein Hilfsmittel zum Leben, heute Alk, morgen Heroin, wenn das nicht geht Methadon und noch nen Schuß Koks, weil das Methadon nicht dröhnt....

    Ich kenne die Konsumierungsarten Deines ´Partners nicht, bist Du Dir aber über Deine (Gesundheits-)Gefahren bewußt, die da latent um Dich herum schweben. Angefangen oftmals von Hepatitis bis hin zu jeder Menge anderer Mögichkeiten - nebst Konsumierung in Deinen vier Wänden.....

    Oh Mann, Koks, was ich erlebt habe bei jemanden: erst größenwahnsinnig nen Supermarkt (dakelhaft weil nur Kaugummis konsumiert) überfallen, beim Eintreffen der Polizei kauernd auf dem Boden liegend und nicht mehr "wissend" was los war.... Na ja, der Richter wusste es schon "Money zur Beschaffung".....

    Au Mann, hier weiß ich wovon ich spreche und frage Dich - auch wenn Du es nicht hören willst - ob Du es selber auch weisst.....

    Fragender Gruß von Dagmar

    Weißt Du, liebe Ette,
    nichts gegen liebevolle Beziehungen wenn alles stimmt, aber diese entwicklen sich dann auch so wie sie vom Himmel fallen :)

    Und wenn mir eben der Himmel, pardon "Traum"prinz, nicht auf den Kopf fällt, dann halt nicht ;)

    Denn, wenn ich ehrlich bin, dann hatte ich oft Angst vor dem Leben und ein Partner sollte mich "beschützen". Nunmehr versuche ich das selber - zumindest aber anders - und die "Notwendigkeit" eines Partners ist nicht mehr gegeben. Wie gesagt, nichts gegen die aus dem Himmel fallenden glücklichen Zufälle.... aber auch ohne diesen Zufall bin ich glücklich.

    Eigentlich ... ja eigentlich .... bin ich jetzt - trotz aller finanzieller Probleme - zum ersten Mal glücklich bei und mit mir. Ja, und eigentlich möchte ich das nicht mehr (ver-)missen, somit lebe ich mein zufriedenes Leben.

    Abhängigkeiten Ette, die werden uns ein Leben lang begleiten, und sei es nur im Job. Aber wir können damit umgehen und sie auf unser Level bringen. Vor allen Dingen entscheiden, ab wann eine Abhängigkeit schädigend für uns wird.

    Lieben Gruß von "Gartenfrau" zu "Gartenfrau"
    Dagmar

    Genau das ist es Julchen. Früher habe ich funktioniert und funktioniert und getan wovon ich der Meinung war, dass ich es zu erfüllen habe. Heute lasse ich auch - aber mit schlechtem Gewissen, weil ich weiß, diese Dinge drücken zeittechnisch (bspw. Steuererklärung der Selbständigkeit) und dennoch.... es war hier so kalt, dass nichts ging, und nun sind erst mal andere Dinge (für mich?) wichtig .... wie meine Osterkarten an liebe Menschen.

    In diesem Sinne, liebes Julchen "Happy Weekend" für mich gleich mit der Badewanne, später mit einer Pizza, TV und tausenden von Samen, die nun in Beutelchen müssen :)

    Lieben Gruß von Daggi

    Liebe Monty,
    diese Frage ist auch mehr als berechtigt, oder? Würdest du Dein Wohl über andere stellen, dann wäre der Pappenheimer nicht mehr in DEINE Bude gekommen.

    Ich persönlich habe auch nicht verstanden, warum Du ihn informiert hast über die Anzeige bzw. Verhandlung. Darüber wird er persönlich von richterlicher Stelle informiert. War es das schlechte Gewissen oder ein gewisser Wunsch nach Kontakt? Die Hoffnung auf Besserung?

    Viele Polizisten sind sehr, sehr helle, konnte ich auch feststellen, als ich eine Bedrohung mir gegenüber nicht zur Anzeige aber zur Meldung gebracht habe. Mir wäre die Fragestellung nicht mal aufgefallen, aber einer Bekannten.

    Logisch oder! Wir rufen die Polizei um Hilfe, die bemühen sich teilweise sehr und was machen oftmals Angehörige? Vergessen Schläge und alles - die Bemühungen der Beamten waren nur für die Katz uns Berichtschreiben - und ein paar Monate später kommt der nächste Anruf.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    mal wieder Zeit für ein Resümee.

    Ja, liebe Gotti, so anstrengend mein Reich auch ist, es macht mich glücklich, und manchmal sehr müde ;) Das mit dem Badezimmer war allerdings sehr, sehr hart, da führt nichts daran vorbei.

    Gerade bin ich dabei Osterkarten zu machen :)
    Ich habe Samen von den eigenen Sommerpflanzen trocknen lassen und da bekommt nun meine Familie ein laminiertes A4 Blatt, Pflanzanleitung, Bild und ein Samentütchen, teilweise nebst Dünger ;) So richtig angehängt an die Karte zur passenden Pflanzbeschreibung.
    Ringelblumen, Stockrosen, normale Malven, Speise und Zierkürbisse sowie ein Hängebambus, der eigentlich Flechtstraußengras heisst und für Golfrasen verwendet wird ;) im Handel aber sehr teuer als Hängebambus verkauft wird.

    Zufrieden bin ich mit vielen Änderungen und Ansichtsweisen.

    Unzufrieden bin ich darüber, dass ich in Sachen Nahrung nicht mehr gut und umsichtig genug für mich sorge (es war so quasi der Anfang mir Gutes zu tun und passierte konzentriert - weil ja recht einfach - und je besser es mir ging, desto eher schliff das), muss also wieder geändert werden.

    Ich hatte mich darauf eingestellt, dass mein Arbeitsvertrag nicht verlängert wird und war der Meinung, dass mir dieses Jacke wie Hose wird und ich sehr gut damit klarkomme.

    Dem war nicht so: als ich nämlich erfuhr dieser Vertrag wird um 6 weitere Monate verlängert war ich wesentlich aktiver und es ging mir besser. Somit hätte ich es also nicht ganz so einfach verkraftet. Gefällt mir nicht, auch wenn es logisch und klar ist.

    Nicht gefällt mir, dass ich einige Dinge nicht auf die Reihe bekomm wie Auto verschrotten ect. Verbunden mit viel Aufwand und Dingen, die mir fremd sind. Nun gut, ich habe Hilfe meines KFZ-lers, der demnächst mein altes Vehikel dem Schrotthöcker mitgibt, aber dennoch: Schlamperei von mir weil der Karren nun schon lange dasteht.
    A a a a ber: ich bin bereit mich nicht mehr durch Dinge verrückt zu machen, die mir nicht behagen und die ich selber schwer oder nicht lösen kann.

    Schön, mein Garten beginnt zu leben und ich bin mal wieder am Unkraut "rupfen". Die ersten paar Hundert Frühlingszwiebeln kommen aus der Erde und insgesamt sollten ja dann mal rund 2.500 mal kurz "hallo" sagen.

    Ich bin nun dabei mir Gedanken über Sommerstauden ect. zu machen.

    Somit also alles im grünen Bereich :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    grundsätzlich mag ich weder Tratschtanten noch Gaffer und gehe solchen und ähnlichen Kategorien aus dem Weg.

    Nur: wo Rauch ist, ist auch Feuer.

    Das worüber diese Homosapiens sich tratschend unterhalten, das dürfte auch Otto-Normalverbraucher auffallen, der eben nicht darüber tratscht und sich nur seinen Teil denkt. Jeder möge vor der eigenen Haustüre kehren ob Gaffer oder Tratscher....

    Ich werde jedoch nie vergessen wie eine Nachbarin, die ich nicht in diese Kategorie einstelle, zu mir nach dem Ende der Alk-Beziehung sagte "wir (die Familie, vielleicht auch das Dorf?) haben nie verstanden, wie Du es so lange bei ihm aushältst.

    Diese Frage war sehr, sehr, berechtigt - diesen Menschen war nur aufgefallen wovor ich die Augen verschloss.

    Genau hier greifen Kossis Worte: Ehrlichkeit! Die Meinung der anderen akzeptieren, im Raum stehen lassen und keine Rechtfertigung für notwendig erachten.

    "Allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann" ich für meinen Teil auch nicht will! Ich muss in meinen Spiegel sehen können und bin nicht mehr willens die Meinung anderer als Gradmesser für meine eigene Verfassung machen zu lassen.

    Nein, ich habe kein dickes Fell - ganz sicher nicht. Aber gelernt, dass nur die Dinge, die ich von mir aus entscheide "gut gehen". Alles, was von anderen angestoßen wird oder mir als Meinung präsentiert wird kann ich nicht annehmen ohne dass es zu Komplikationen kommt.

    (Dummes Beispiel: meine Freundin überredete mich aus finanziellen Gründen die Autoversicherung zu wechseln, grundsätzlich hatte sie recht, ich fühlte mich zu dem Zeitpunkt überfordert und hätte es lassen sollen! Nichts ging glatt, die Versicherung vergaße die Meldung beim LRA, mir drohte die Stillegung und meine % stimmen noch immer nicht. Ich hätte mich auf meinen Bauch verlassen sollen und darauf dass mir dieser Ärger derzeit zu viel ist...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebes Sternchen,
    welches vielleicht irgendwann hoffnungsvoll und nicht mehr traurig ist,

    mein Start war (als ich noch Hoffnung hatte mein Ex erkennt sich und sein Problem) autonom zu leben. Mein Leben zu leben, meine Hobbies (ich habe viele und meine Katzen :) zu leben, ich habe mich auf mich konzentriert (auch auf Schmerz und Trauer) aber eben nur auf mich. Er war eine Randerscheinung.

    Randerscheinung deshalb, weil nicht klar war ob er jemals trocken wird oder es bleiben wird. Wenn es nicht der Fall ist, so muss ich mein Leben ganz alleine auf die Reihe bringen um mich selber nicht zu verlieren, in Gefahr zu begeben und einfach total von seinen Problemen überrannt zu werden.

    Es gab anfänglich noch Freizeitaktivitäten. Während dieser tat er auch so als ob er wenig konsumieren würde (während sein Depot an leeren Flaschen und Dosen anwuchs :(

    So, jetzt begann wohl eine Veränderung in ihm, weil er merkte ich spure nicht und seine vermeintliche Sicherheit ist in Gefahr. IN meinem Fall jedoch führte das nicht zur Trockenheit des Partners. Nein, er begab sich auf die Suche nach einer besseren "toleranteren" Partnerin als ich es war.

    Dafür danke ich dem lieben Gott jeden Tag aufs Neue. Ich selber wäre nämlich nicht gegangen sondern ebenso wie Du Tag für Tag mit neuer Hoffnung aufgestanden. Diese Hoffnung kann begründet sein, vielleicht bei Dir! Bei mir nicht!!!

    Alle die Dinge, die geschehen waren in seinen Exzessen, die habe ich erst viel später auf- und bearbeitet. Durch die weitere Nassheit habe ich einen kranken Menschen in Erinnerung, dessen Leben mich fast um meines gebracht hätte.....

    Fakt ist: Du DU DU - DU bist wichtig, DICH zu finden, ein Leben zu realisieren in welchem er keine Hauptrolle spielt (das ist Deine Rolle).

    Das heißt für mich auch nicht uneingeschränkt für ihn da sein - dass heisst für mich ihn auch selber gehen (im Notfall auch hinfallen) lassen.

    Das Gespräch bei der Diakonie - der Verlauf ist traurig, wobei es aber wirklich so ist Sternchen, von dort können nur Worte, Gedanken und Anregungen kommen (wie von uns hier) finden musst Du Deinen Weg, ihn gehen und aufstehen wenn Du fällst....

    Sehr schwer alles, ich war ja auch hin und her geworfen aber ich wollte leben - wieder Glück spüren ohne der ständigen Angst was passiert nun wieder. Ich wollte nicht mehr wie eine Mutter nach ihrem Kücken kontrollieren, wollte nicht mehr gezwungen sein die Post zu kontrollieren ob ein Haftbefehl (ja, soweit hatte sich das im Laufe der Jahre gesteigert) oder eine Pfändig vorliegt die mich zwingt mein weniges Hab und Gut zu sichern.

    Meine Katzen waren der Grund zu gehen - ihr Leben war für mich wichtig - sie spürten nämlich im Laufe der Jahre was abging und mussten leiden. Sie wurden sogar unsauber und pinkelten nur in sein Bett..... Aua, was war da wohl in meiner Abwesenheit vorgefallen.....

    Ich wünsche Dir viel Kraft, egal, wie Du für Dich entscheidest und lebst. Jeder Weg ist schwer ....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebes trauriges Sternchen,
    beim Lesen Deiner Postings kommen mir so einige Gedanken in den Kopf.

    Irgendwie erscheint mir das tatsächlich wie ein Film in der Widerholungsschleife, was Du erzählst. Er lebt im "Schwebe-Zustand" und Du auch.

    Er ist da und Du fühlst Dich beruhigt. Du willst ihn nicht rauswerfen, weil er ja gerade neu starten will. Du willst so nicht weitermachen, dennoch läuft alles in der Widerholungsschleife. Grundsätzlich kein Problem, nur musst Du Dir einfach darüber im Klaren sein, dass große Änderungen nur erfolgen können, wenn eine Seite damit beginnt.

    Natürlich kann das in die Hosen gehen und die Beziehung brechen!

    Mir kam so der Gedanke: wenn Sternchen nichts verändern will oder kann - wie soll es da ein Alkohlabhängiger tun? Ich habe für mich in Anspruch genommen erst mich zu verändern um dann zu hoffen (in meinem Fall vergebens) das die Partnerseite mitzieht. Ich für mich fand einfach durch "vorleben" kann ich Akzente setzen.

    Ja, liebes Sternchen - wie heißt das: co-abhängigkeit, Beziehungssucht oder ist es einfach nur die Kompromissbereitschaft, die in einer Beziehung gelebt werden muss? Keine Ahnung! Auch meine Psychotherapeutin befand mich nicht als co-abhängig..... aber ich emfpfand mich unglücklich und wollte das (egal wie es heisst und was es ist) verändern. Mir war einfach wurscht welche Punkte der Krankheit Co auf mich zutreffen, ob ich sie habe oder bin oder oder oder.... ich wollte einfach nur leben und glücklich werden.

    In meinem Fall bedeutete es meine großen Veränderungen - denen keine von partnerseite folgte und somit die Beziehung endete. Aber mit dem Resultat, dass ich lebe und Glück empfinde.

    Du leidest mit ihm, weil der arme Kerl Mist gebaut hat, ein schlechtes Gewissen hat und und und.... Nun, das ist sein Leid - seine Möglichkeit es zu ändern und Deine Möglichkeit Dich von seinem Leben zu distanzieren und ihm zu erlauben selber wieder Verantwortung zu tragen.

    Lieben Gruß von Dagmar


    p.s. wenn Du von vorneherein einen Rückfall beim alkkranken Partner annimmst, dann erlaubst Du diesen vielleicht auch Dir. Somit beginnt ihr "neu" mit der Prämisse ein Rückfall ist drin und dennoch geht es genauso weiter wie zuvor.... Oder??

    Hallo, liebes Julchen,
    ist wie bei den Kiddies ;) das "erste Mal" ist das schwerste ... und dann - kuck mal, ach nee, sieh mal da - klappt alles und macht sogar noch Spaß.... während Stunden zuvor der A.... auf Grundeis ging :)

    So, Julchen hat den Hintern gehoben, das Eis hat gehalten und bald gibt es tolles Gebäck :)

    Lieben Gruß von Daggi

    Hallo, liebes trauriges Sternchen,

    nun, Co-abhängig ist nun eine Bezeichnung für ein Verhalten, vielleicht damit das "Ding" einen Namen hat. Und ob jeder dieses "Ding" in sich trägt der mit einem Süchtigen zusammen ist, dass lasse ich dahingestellt.

    Beantworte Dir doch einfach folgende Fragen:

    Wer bleibt in einer Beziehung, in der es einem/einer schlecht geht?
    Wer hält an einer Beziehung fest, die mit Problemen behaftet sein kann (Fahren mit Alk, Finanzielle Probleme, Psychische Labilität ect. pp)
    Wer stellt den anderen Menschen vor sich und beginnt sich selber zu verlieren?
    Wer sorgt erst für die Bedürfnisse des Partners, bevor er/sie sich selber "durchsetzt".
    Wer richtet sich nach dem Partner und stellt eigene Wünsche immer hinten an....
    Wer schafft es - gerade frisch am Anfang der Trockenheit - dieses auf-und-ab der Ängste um den alkoholkranken Partner einfach "hinzunehmen" statt sich selber zurückzuziehen und einfach mal (jeder für sich) sein Leben lebt um dann (vielleicht) wieder eine gemeinsame Zukunft zu haben?

    Wohl jemand der Verlustangst hat und den anderen behalten will, was auch immer der Preis dafür ist.

    Verhalten sich gesunde Menschen mit Selbstliebe so?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hm, kann es mir nicht verkneifen ein paar ´Zeilen zu Monty's Posting in die Cyberwelten zu schicken, da ich es keinesfalls als Rückfall empfinde wenn Gefühle ans Tageslicht kommen.

    Träume vom Expartner sind für mich kein Rückfall sondern die Bearbeitung dessen, was im Unterbewußtsein noch quält.

    Lieben Gruß von Dagmar

    *Wortgekrümel, ich weiß, aber das Rückfall stört mich hier leider - nur meine persönliche Meinung"

    Siehst Du,
    dieses kleine Lächeln ist schon der Anfang einer etwas "gelösteren" Stimmung.

    Ich denke, auf 10 Menschen, die Dich auf Grund von Ehrlichkeit und Eingestehen von Schwäche höher achten kommt immer mal "einer", der das ausnützt.

    Aber mal ehrlich: der ausnützende schadet sich selber und die 10 anderen, die Ehrlichkeit achten, können viel mehr wert sein. Muster sind in unserem Kopf und müssen dort aber nicht bleiben. Natürlich dauert es seine Zeit sie zu "verscheuchen", aber diese Zeit müssen wir uns eben nehmen.

    Dir auch noch einen schönen Sonntagabend,
    mit schönen Träumen und weiten Schwingen für die nächste Woche :)

    Ich habe mal vor unserer Backstube eine Pause gemacht. Leckerer Geruch von frisch gebackenem, Wälder, Bäume, ein toller Song im Radio und ein Raubvogel mit weiten Schwingen. So roch, sah und fühlte sich für mich Freiheit an.... Das gab mir ein Gefühl, als würde ich nichts lieber tun als mir seine "Schwingen" anzulegen und los zu fliegen.

    Dieses Gefühl wünsche ich Dir!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach fliegender Stern,
    Schwäche macht uns stark.... Es ist doch Stärke wenn wir "Schwäche" gestehen können. Dadurch können wir Hilfestellungen zulassen oder aber einfach nur eine Leistung/Entscheidung auf einen Zeitpunkt setzen, zu dem wir stärker oder entscheidungssicherer sind.

    Diese Vergangenheit könnte auch deshalb schwer sein (so geht es mir), dass ich jetzt so vieles anders deute und einfach wahnsinnig war die Augen so lange wie ein Vogel Strauß zu verschließen. Das kommt immer wieder hoch - quasi die Dinge jetzt mit "normalen" Augen sehen zu können um festzustellen, "Mädel - also ich - Du warst blind, taub und gehbehindert gleichzeitig".

    Aber diese Behinderung hat mich weiter gebracht. Denn es ist tatsächlich so, dass mein Leben als kleine Wühlmaus (Kirchenmäuse wären reicher ;) erstmals auch ein Leben mit vielen Freudens- und Friedensmomenten darstellt.

    Vieles ist schwer, zuweilen ein Existenzkampf pur - und dennoch: ich nehme meine Existenz war und erfreue mich an ihr .... früher funktionierte ich nur.

    Keine Angst, lieber fliegender Stern,
    auch Deine Schwingen kannst Du bald ausbreiten ;) oder soll ich sagen Engelsflügel ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Lieber fliegender Stern,
    auch ich fühle mich oft überfordert oder überlastet. Ich habe noch ein Auto zum verschrotten, die Steuer ect. pp. Alles in einer kalten Bude, in der sich die Steuer nicht bearbeiten lässt. Zuweilen denke ich "mensch, ich schaff das nie". Fühle mich unfähig, schwach ect. pp.

    Aber dürfen wir uns denn nicht schwach fühlen? Dürfen wir nicht das Gefühl haben, wir sind überfordert? Ich denke ja! Solange wir es dann doch noch - eventuell später - auf die Reihe bekommen.

    Für mich war eines ganz wichtig: ja, ich fühle mich schwach - ja, ich schaffe das jetzt nicht und NEIN - deshalb wünsche ich mir nicht den Ex zurück oder suche mir einen "Neuen" damit ich die Last nicht alleine tragen kann.

    Auch meine Gedanken sind oft in der Vergangenheit - jedoch nicht mehr beängstigend sondern erkennend und bereinigend. Ich kann 10 Jahre nicht wegwischen und vergessen, es gab vieles, was passiert ist was dramenmässig lief und mich beschäftigt. Besser, es beschäftigt mich und ich ver- und bearbeite als ich verdränge und es überholt mich dann doch - dann aber zum falschen Zeitpunkt.

    Mein Leben? Nun, ganz ehrlich: das wird erst jetzt ein Leben - auch wenn ich nur noch einen Bruchteil vor mir und das meiste hinter mir habe....

    Erklären ... das wird weniger, wenn Du erkannt hast Du willst das nicht mehr, dann wird es später mal in Mark und Bein fließen und Du wirst Dich nicht mehr erklären .... nur noch vor Dir selber, falls nötig....

    Erlauben wir uns doch Tränen, Traurigkeit und Zerbrechlichkeit, denn nur wo diese Gefühle sind können auch Freude, Glück und Stärke zu finden sein (meiner unmassgeblichen Meinung nach....)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Anesa,
    ich hatte so vor 15 Jahre diese Gefühle auch. Mittlerweile bin ich glücklich alleine, habe gute Freunde, aber fühle mir sehr, sehr wohl alleine mit mir und meinen Tieren.

    Um genau zu sein: ich brauche es sogar lange alleine zu sein....

    Ich liebe meinen Garten, die Tiere und und und - das gibt mir so viel, dass ich niemanden brauche, der diese Freude teilt. Davon mal abgesehen, du schreibst so schön von Euren unterschiedlichen Interessen. War bei uns auch so, deshalb hat meinen damaligen Partner das eh nicht interessiert und somit war ich so und so alleine ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach, liebes Julchen,
    mir geht es sehr ähnlich Deiner Schilderung :)

    Ich kämpfe mich durch mein Leben ohne jeglichen Bezug zum Alkohol oder einer abhängigen Beziehung. Dennoch kreist nahezu täglich früheres Geschehen durch meinen Kopf.

    Erst war ich sehr, sehr erschrocken .... dann aber konnte ich bemerken dass es nur neutrale Gedanken sind, die mich gefühlsmässig nicht berühern. Es sind Dinge die durch mein Gehirn gehen - durch mein Ratio. Auch den Kontaktversuch per SMS habe ich ignoriert und somit betrachte ich diese Gedanken als Abschluss, der eben lange dauert. Denn mit jedem Gedanken an die unglückliche Partnerschaft lerne ich auch über mein Verhalten und meine (damals) naive Sichtweise.

    Super, Deine Fahrradlösung :) so habt ihr beide etwas davon.

    Ja Julchen, auch ich denke oft daran wie schwierig ich mich durchwursteln muss. Mein Arbeitsvertrag endet Ende März und nur durch die Buschtrommeln weiß ich dass er wohl verlängert werden wird. Dennoch: irgendwie werde ich wohl (über-)leben. Mehr leben als über - denn schon das Gehalt von 800 Euro reicht nicht, was Arbeitslosengeld wäre, das könnt Ihr Euch ja vorstellen.

    Aber .... jetzt lebe ich - zuvor vegetierte ich :)

    Also, liebes Julchen, lass uns auf den Sonnenstrahlen "reiten", die nächste Woche vorbeifliegen sollen ;)

    Lieben Gruß von Daggi

    Guten Morgen, lieber Andreas,
    es ist tatsächlich so, dass mir Deine Zeilen und Gedanken ganz gehörig helfen manches auf die Reihe zu bringen was ich innerhalb der (seit 1 1/2 Jahren beendeten) Partnerschaft nicht kapieren konnte.

    Ich hörte oft in Gesprächen "ich weiß nicht was ich will" Trauer/Wut ect. konnten nicht in Worte gepackt werden und die "einfach" Frage nach dem "wie fühlst Du dich" konnte nicht beantwortet werden.

    Kapieren konnte ich es nie weil ich selber ja für mich spüre es geht mir schlecht (selbst wenn ich nicht weiß warum) oder mich macht etwas wütend oder bedrückt. Ich spüre es, ich spüre den Auslöser und habe das Glück darüber sprechen zu können.

    Genau dieses "nicht darüber sprechen können" machte mich in der Beziehung damals fast wahnsinnig. Es verhindert ja eine Kommunikation und ein tatsächliches miteinander umgehen.

    Ich fiel aus allen Wolken als durch den Tod des Vaters des Ex plötzlich dieser komplett abstürzte. Nunmehr etwas besser klar als zuvor: Trauer nicht spüren können - nicht umsetzen können was genau in sich passiert und maßloses reinkippen um vielleicht zu vergessen, verdrängen ect.

    Ich finde es klasse, dass Du dieses Punkte im Rahmen einer Therapie angehst. Ich denke nämlich, da kannst Du ganz schnell vieles auf die Reihe bringen. Verstehen zumindest - mit dem Umsetzen, das könnte natürlich dauern. Aber wenn Du spürst was in dir passiert und wann das passiert und wie es sich anfühlt kannst du zum "Pudels Kern" vordringen.

    Das mit den Problemen verdrängen ist für mich sehr gut nachvollziehbar. Wer hat den Wunsch nicht einmal allen "Mist" abzuschütteln? Früher habe ich an allen Problemen sofort herumgedocktert - mittlerweile lege ich sie auch mal auf die Seite. Ich musste also genau das Gegenteil von Dir lernen, nämlich den Problemen nicht zu viel Raum in meinem Leben zu geben und sie dadurch noch größer zu machen und allmächtig über mein Leben.

    Wie fühlt sich das nun für Dich an Gefühle zu haben? Verwirrend oder? Wie fühlt sich Freude an? Wie fühlt sich positives für Dich an? Ein schöner Moment - ein schöner Anblick - etwas interessantes, was Dich fasziniert ... wie reagiert da Dein Körper??? Würde mich schon interessieren.

    Ich selber bin ein Gefühlspacket ohne gleichen - schon immer gewesen. Gefühle spüre ich extrem (was nicht gut ist, wenn es um Trauer ect. geht) und bin ein Emotionspacket. Ich weiß also gar nicht mehr, wie das ist wenn diese Gefühle erst langsam zum Vorschein kommen und "neu" sind.

    Lieben Gruß von Dagmar
    die das Gefühl hat, dass Du auf einem sehr geraden Weg bist :)

    Es wird ein Ende haben, aber eventuell brauchst Du noch Kraft.

    Ich habe die Hilfe einer Psychotherapeutin in Anspruch genommen. Einfach, weil das Verhalten so extrem war dass ich nicht mehr in der Lage war abzuschalten. Auch der Hausarzt kann eine wertvolle Hilfe sein. Eigentlich alle die Menschen, denen wir vertrauen, die neutral sind und uns wieder auf den Boden holen - zuweilen auch mit harten Worten!

    Ich hoffe, bei Dir geht es weniger heftig zu als bei mir. Mein Ex empfand zum Vater eine Art Haßliebe und stürzte im Sinkflug ab als dieser plötzlich starb. Ab da war alles an normalem Verhalten vorbei. Das was bisher tägliches Spiegeltrinken war wurde massloses "schütten". Somit klarer Kontrollverlust mit einigen heftigen Aktionen. Einfach aus der Tatsache heraus, dass das Selbstwertgefühl wohl so und so (viell. auf Grund des starken Vaters, dem nie genügt werden konnte) nicht groß war und im Alk nahe an den Größenwahn kam.....

    Es wird Montag, versuche Dich innerlich zu stärken, ein schönes Bad, ein schöner Film, die Türe zu (wenn möglich) - unnötige Streitereien müssen nicht sein, die kosten Deine Kraft ect. pp.

    Halt Dich wacker

    lieben Gruß von Dagmar

    Lieber Nebelmond,
    schön, dass Du für Dich Sonne siehst und der Nebel sich auflöst indem Du weisst was Du willst und was Du auf keinen Fall willst.

    Ich kenne das, was Du unter Vater-/Sohn-Beziehung bzw. unter Paarbeziehung schreibst wohl selber ganz gut ;)

    Ich lebe nun wie eine Wühlmaus - Kirchenmäuse wären reicher. Ich lebe mit Arbeit ärmlicher als andere unter Hartz 4 - und ich kämpfe ums überleben weil ich leben will und gerne lebe.

    Zuvor war das nicht der Fall. Ich hatte mehr Mäuschen aber das Leben an der Seite meines Partners habe ich mir zur Qual gemacht.

    Klasse, dass Du Deinen Weg einschlägst und sagst "ich will". Denn so kannst Du es auch erreichen :)

    Toi toi toi wünscht Dagmar