Hallo Ihr LIeben,
ich möchte mich Hartmut anschließen. Ich selber empfand - egal ob gebend oder nehmend - Schuldzuweisungen immer als bequemen Weg selber nichts ändern zu müssen und sich selber nicht beleuchten zu müssen.
Nach heutigem Stand frage ich mich, was ist passiert, wie komme ich damit klar und wie will ich zukünftig mit der Situation umgehen, daraus basiert dann mein folgendes Verhalten.
Egal, wer "schuld" ist an der Ursprungssituation - das Gegenüber muss sich keinesfalls den Schuldschuh anziehen. Ich selber verteile diese Schuhe auch nicht mehr weil ich nur an mir etwas ändern kann und nicht am anderen. Erspüre ich ein für mich schädliches Verhalten vom Gegenüber, so werde ich versuchen demjenigen fern zu bleiben. Wer schuld hat ist unwesentlich, wenn mir etwas nicht gut tut. Entweder ich erkenne meine Eigenanteile und kann sie abstellen oder es ist einfach nur schädlich und somit nicht gut für mich.
Ich muss aber sagen, ich kenne das Thema nicht mehr. Seit mein Leben sich mehr mit mir und meinen Macken beschäftigt hatte ich keine Schuldzuweisungen mehr an andere - die vom Ex an mich gerichteten schicke ich zurück an seine Sucht. Das was ich mit mir ausmache mündet in Handlungen, mit denen ich einverstanden sind und die ein Level für mich und meine Mitmenschen bieten kann.
Lieben Gruß von Dagmar