Beiträge von dagmar007

    Hallo, lilebe Malola,

    mir tat es gut die Wahrheit zu sagen, auch wenn das wohl innerhalb der Familie nach der endgültigen Trennung kam.

    Da mein Ex Spiegeltrinker war war es nicht so ganz einfach für andere, die ihn nur ab und zu sahen, mir das so "abzunehmen". Aber für mich persönlich war es ganz wichtig es so zu sagen wie es war und mich nicht beirren zu lassen. Viel zu viel hatte ich mich selber durch den Wind gebracht ob ich mich vielleicht täusche, vielleicht nur ein Vorurteil gegen den Konsum von Alk habe oder alles einfach zu bitter sehe. Viel zu lange hatte ich mir eintrichtern lassen, "es sei ja alles nicht so schlimm".

    Wobei ich glaube, ein solches Outing braucht seine Zeit. Einfach weil man/frau erst mal selber verarbeiten muss was geschah. Bei mir dauerte das sehr lange. Viel zu viel hatte ich verbannt aus den Gedanken und Erinnerungen. Viel zu viel wollte ich nicht wahrhaben weil es weh tat und mir zeigte wie wenig ich um mich selber besorgt war und wie sehr ich mich aus dem normalen Leben zurück gezogen hatte.

    Ich selber hatte mich während der kranken Beziehung ziemlich verloren und negativ verändert, war missmutig und mutlos geworden. Das aber zuzugeben bedurfte für mich persönlich der Erkenntnis, dass der Alkoholismus von ihm mich sehr wohl krank machte weil ich nicht für mich selber sorgen wollte.

    Es dauert seine Zeit, und nichts muss für immer sein! Es ist nie unmögilch, dass jemand seinen Weg findet der dann doch wieder in eine Partnerschaft mündet - diese sollte dann aber für niemanden von beiden einschneidend oder so persönlichkeitsverändernd sein, wie es bei mir war.

    liebenGruß von Dagmar

    Liebe Rosita,
    auch ich wurde nie in den Arm genommen. Meine Eltern konnten keine Gefühle zeigen - ihnen wurde es wohl auch nie gezeigt. Dafür kann keiner etwas.

    Aber wir sind in der Lage uns ein Gefühl des Wohlfühlens zu verschaffen - außerhalb der Partnerschaft, außerhalb von Elternverpflichtungen ect.

    Wir können uns eine Massage gönnen, ein Haustier einziehen lassen (von diesen lässt sich sehr viel lernen. Ich habe mich jahrelang um Streuner gekümmert - erlebt, wie traumatisierte Tiere ihre Vertrauen zu mir fanden - mit und durch sie durfte ich lernen). Wir können uns selber so viel gutes tun, was von keinem anderen Menschen abhängig ist. Und meines Erachtens ist es so, erst wenn wir diese Fürsorge für uns selber gelernt haben sollten, könnten wir evtl. in der Lage sein eine für beide Seiten schöne Partnerschaft zu leben.

    Mein Heim kann ich mir persönlich so einrichten, dass ich mich zu hause fühle. Vor der Beziehung war ich zu hause und nun bin ich es auch wieder. Innerhalb der Beziehung war ich in einem Haus, in welchem schlechte Stimmung, lieblosigkeit für den Haushalt und sein Inventar bestand. Mein Problem, dass ich dort wohnen blieb. Meine Dummheit nicht zu mir zu sagen "was willst Du - wie willst Du leben und wann fängst du damit an".

    Irgendwann habe ich mir die Frage gestellt und angefangen mein Leben zu leben, mein Heim einzurichten. Ich lebe ein verdammt schweres Leben mit Holz spalten, schleifen, Wasser aus dem Brunnen ect. pp. Es ist schwer, macht müde - aber es ist ein wohliges Heim..... das nimmt mir niemand ... nichteinmal die Kraftlosigkeit, die ich abends habe.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Absolut richtig lieber Erdling,
    da habe ich zu nachlässig geschrieben: richtig hätte es heissen sollen (positiv) konsequent und (negativ hartherzig). Die positive Auswirkung der konsequenten Erziehung, dürfte natürlich unter der hartherzigen Zugabe eine besondere Nuance erhalten haben.

    Das was Du sagst ist schon genau das, was ich empfinde. Keinesfalls soll es ein Garant dafür sein, dass im Leben alles geradlinig läuft. Aber habe ich mir am Ofen die Finger verbrannt werde ich vorsichtiger, habe ich mir beim Holzhacken einen Spreisel gezogen weil ich mal wieder ohne Handschuhe aktiv war, so dürfte ich daraus lernen.

    Wenn ich aber immer jemanden habe, der meine Blessuren beschönigt oder wegredet, so lerne ich nichts daraus. Ich selber merke mir meinen Schmerz - auch deshalb, weil ich meine Arbeit selber machen muss und sie nicht an andere übertragen kann.

    Aber genau das ist es! Ich habe damals, "Ansehen und Vermieter oh je" meinen Ex vor der Beugehaft bewahrt, weil er mal wieder seine Rechnungen nicht bezahlt hatte. Ich habe in jedem Fall das Falscheste getan. Eventuell wäre es eine einschneidende Erfahrung geworden, die er für die Zukunft gerne ausgeschaltet hätte und vielleicht schneller auf Mahnungen reagiert hätte.

    Mir hat finanziell niemand geholfen, ich musste selber alles richtig stellen, somit war bei mir nie der Gerichtsvollzieher. Mein Ex-Partner ist im Notfall ans gemeinsame Mietkonto gegangen, wenn da nichts mehr ging zu Mami und Papi. Wären wir hier alle konsequent gewesen, dann wäre doch vielleicht manch eine Folgeerscheinung zu Tage getreten und ein anderes Bewußtsein möglich gewesen.

    Fakt ist, ich habe im Leben alles selber ausbaden müssen, bin sehr vorsichtig geworden (ja, manchmal ängstlich) somit aber auch viel vorausschauender.

    Leider habe ich während der Zeit der Partnerschaft bemerkt, dass mir diese Umsicht auch ein bischen reduzierter wurde, fast so, als hätte ich bei weiteren 10 Jahren mich in seine "Leckm-mich-am-A...."-Position angepasst.

    In meinem Fall hätte es dann bedeutet die Grundlage von 10 Jahren Erziehung, hätte ich selber innerhalb 20 Jahre schlechtem Lebensstil "selber umerzogen".

    Ich glaube auch nicht, dass diese Konsequenz für Sucht verantwortlich ist. Aber dafür, ein verantwortliches Leben zu führen. Denn manch einer, der kein Alkoholiker ist, ist ein ganz übler Zeitgenosse - übler als jeder Alkoholiker es wohl sein könnte.....

    Nur glaube ich, bei miesen Menschen ist eh alles verloren - ein Alkoholiker ist nicht mies sondern krank. Durch Inkonsequenz nehme ich ihm als Angehörige/r die Chance zu lernen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ein Thema, welches mich sehr beschäftigt hat und zwar nicht nur während der Zeit meiner Suchtbeziehung.

    Damals hat es geraume Zeit gedauert bis ich in allen Lebensbereichen konsequent wurde. Ich bot meinem Ex-Partner immer wieder die eine oder andere Möglichkeiten, dass ich selber Konsequenzen verhindern konnte. Für ihn und für mich! Er selber wurde selten mit Konsequenzen konfrontiert und im Nofall holten Mami und Papi ihn aus der Patsche. Somit keine Konsequenz - kein Lernweg und vielleicht dadurch auch keine Konsequenz sich der Sucht zu stellen. Aber auch keine Konsequenz was die eigene Verantwortlichkeit für den eigenen Alltag betrifft.

    Nun, Konsequenz betrifft aber nicht nur Suchtcharaktere. Die beiden männlichen Homossapiens (schreibt man/frau das so? Na ja, die beiden sind vielleicht eh eine Unterart und eine falsche Schreibweise vielleicht sogar treffend ;) Wohl haben auch diese Menschen niemals Konsequenzen erleben müssen, sonst nämlich hätten meine Handlungsweise und meine klaren Worte ihnen klar gemacht, dass es bei mir für jetzt und alle Zeiten aus ist mit "freundlich". Dennoch wackeln die zwei Strohpuppen immer wieder hier an und versuchen da anzuknüpfen, wo sie es gerne hätten. Sie übersehen ganz geflissentlich meine Aussagen und Ablehnungen ihrer Person. Die Realität wird also klar verkannt! Ob hier Süchte vorliegen weiß ich nicht und interessiert mich nicht, aber auch hier ist wohl das Selbstbild etwas anders als das Umfeld (wie ich mittlerweile erfahren habe) diese Menschen sieht.

    Ich selber wurde sehr konsequent, vielleicht sogar hartherzig erzogen. Mir gegenüber war ich auch immer konsequent und fordernd. Nunmehr beginne ich in der Lage zu sein, das wirklich auszuleben und auch mein Umfeld meine Konsequenz spüren zu lassen, die natürlich auch meine eigenen Folgen mit sich bringt.

    Mir warf sich die Frage auf, wären Menschen (egal ob süchtig oder nicht) konsequent erzogen worden, wären sie früher bereit gewesen sich selber zu betrachten? Hätten diese Menschen durch die Partner klare Konsequenzen erfahren, hätten sie dann ihr Leben anders betrachtet, gelebt oder verbessert?

    Mich würde Eure Meinung dazu brennend interessieren.

    Lieben Gruß von Dagmar

    So ging es mir auch Empty, leer gefühlt, müde gewesen und schwere Gedanken. Morgens aufwachen und sich sagen "Das kann alles nicht sein, das muss ein schlechter Alptraum sein".

    Die Kraflosigkeit und Schlafnachholbedarf haben recht lange gehalten. Logisch, 10 Jahre war ich ständig auf "Hab-Acht-Stellung" und nie entspannt. Der Körper holte sich dann im Moment der Ruhe alles was ich ihm über die Jahre vorenthalten hatte.

    Es ist noch ein Stück, einen Riesenschritt hast Du bereits gemacht! Ich musste feststellen, jeder Kontakt warf mich zurück. Mein Aufwärts begann erst nach vier bis 8 Wochen und Ruhe kehrte erst nach Monaten ein.

    Das Gefühl von Glück durfte ich aber immer zwischendurch mal spüren, von der ersten Woche an....

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht
    Dagmar

    na ... ob er da wohl die Wahrheit gesprochen hat....
    ihm wurde abgeraten.... so so so.....

    Aber klar doch, es kann alles mögliche und unmögliche gesagt worden sein. Ja, ich sehe es sehr wohl so, dass Du Dich hast einlullen lassen. Nicht nur das, Du merkst dass es Dir stinkt und machst Deine Entscheidung nicht rückgängig.

    Denn auch das wäre ein gehbarer Weg: zu sagen, ich habe es mir überlegt. Ich will es nicht!

    Nun ja, vielleicht funktioniert es bei Euch mit den "klaren Regeln". Die Daumen drücke ich Euch, es hat ja nicht jeder einen solchen Schlamssel wie ich damals um sich herum....

    Es verzögert sich nur um ein paar Wochen.... sorry, Du beruhigst Dich meiner Meinung nach nicht sondern belügst Dich.

    Sorry, nicht böse sein, aber was ist für ihn nun anders als vor drei Monaten oder vor 6 Monaten???

    Lieben Gruß von Dagmar

    ****unterschrieben***** den Beitrag von Nemesis*****

    Auch ich halte es für einen Weg sich selber zwar zu beschweren, wie schwer alles ist, aber sich dann immer noch in die Sicherheitszone zurückzuziehen im Sinne von "sollen erst mal die handeln, denen es vermeintlich schlechter geht"....

    Blaubärs Äußerung jedoch sehe ich in einem ganz anderen Licht, denn Job ect. sind Dinge, die das Leben bestimmen, finanzieren und am Laufen halten. Dass Jobs nicht vom Himmel fallen wissen wir alle und somit hat Blaubär in meinen Augen das "Recht" in einem solchen Fall solche Vergleiche zu ziehen.

    Blaubär kann derzeit in der jetzigen Situation nicht so sehr viel tun - ein Angehöriger sehr wohl!!!!

    Auch kriege ich ganz dicke Backen, wenn ich lese, wer alles (Arzt, Krankenhaus, Suchtberatung ect.) den armen Leidenden gerade jetzt im Stich gelassen hat, wo er doch gerade jetzt aussteigen will....

    Hallo, will er/sie es wirklich, so bin ich mir sicher, dass es Überbrückungshilfen gibt bis zum Zeitpunkt der Entgiftung - im Notfall über den Hausarzt! Nehmt es mir nicht übel, aber als Angehöriger wieder einmal andere dafür verantwortlich zu machen, dass nicht gerade jetzt sofort geholfen wird finde ich nahezu unverschämt.
    ... und das am Besten dann, .... wenn es vor ein paar Tagen "noch nicht so schlimm war"....

    Ob Alkoholiker oder Angehöriger: entweder ich bin mir wichtig und betrachte mich in meinem Wunsch mich zu verändern ohne Vergleichsmenschen an meiner Seite, oder ich lasse es am Besten....

    HEY - ich will kein Co mehr sein, egal wie wenig oder stark ich es jemals war. ER oder SIE will kein Alkoholiker mehr sein, egal wieviel oder wie wenig wie oft er/sie getrunken hat und wie fertig der Körper ist oder mit oder ohne Job .....

    Ich kann das nicht, ich kann jenes nicht, er ist schlimmer dran, sie ist asozialer, und was weiß ich für Vergleiche jeder Mensch immer ziehen kann. Es wird immer "andere" geben, denen es besser oder schlechter geht! ICH will MEINE Situationen ändern, das spielen die "Besseren" oder "Schlechteren" absolut keine Rolle.... sollte ich es ernst meinen....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hm Seerose,
    ich denke nicht, dass es uns auf der Stirn geschrieben steht "ich bin der dumme Helfer". Mir passierte folgendes: neu umgezogen, viele neue Leute kennengelernt, darunter zwei nervige Deppen, die ständig vor meiner Türe standen, Avancen machten oder oder oder. Weder Charme, noch Intelligenz, noch viel Herzlichkeit oder sonstwas einfach Menschen, mit denen ich von mir aus niemals Kontakt haben würde.

    So, ich fragte mich, sende ich falsche Signale aus? Denn ich lerne ja auch ganz andere Menschen kennen, die positiv sind.

    Dann fiel bei mir der Groschen: diese beiden Exemplare kommen von meinem Vermieter. Einem hat er die Scheune vermietet, der andere ist dessen Kumpel der meinte ich tauge als Seitensprung für ihn.

    Meine Stirn hat nichts an Information zu bieten, aber diese einfachen Geschöpfe suchen eben da Kontakt wo er möglich ist. Durch den Vermieter, kamen sie auf mein Grundstück, und einfallslos wie sie sind bin ich halt Ansprechpartner geworden.

    Ich glaube nicht Seerose, dass jeder Mensch, den wir anziehen süchtig ist. Vielleicht aber gibt es Charakterzüge (der Lonly Wolf) oder oder oder, die allen ein bischen angehaftet sind. Nun liegt es an uns, eine gesunde Vorauswahl zu treffen.

    Ich selber bin noch nicht bereit für eine Partnerschaft, da ich mich noch zu sehr auf das Gegenüber konzentriere - somit ist eine autonome Beziehung (noch) nicht möglich.

    Davon mal abgesehen haben diese beiden Blindnieten, die hier auftauchten gehörig erschreckt. Ich denke nämlich mal, mir fehlt noch etwas an Selbstfindung. Sonst nämlich würden sich diese Kreaturen solche Aktionen nicht trauen, wie sie es tun.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Karotte,
    ich denke, Deine Gefühle ansatzweise zu kennen. Auch mir ging es nicht viel anders, wenn auch ich keine Beziehung eingegangen war.

    Mir war für mich selber aufgefallen, dass einige Menschen, die mir nahe standen ein Hochgefühl bringen konnten, eine Abwesenheit mich jedoch traurig machte. Das zeigt mir ganz klar und deutlich, dass ich persönlich noch nicht in der Lage bin eine autonome Beziehung zu führen. Für mich hat das bedeutet, diese Menschen waren wir wichtiger als ich selber, war in meinen Augen für mich ein Schritt zurück.

    Ich selber suche nunmehr die Nähe keines dieser Menschen mehr (auch wenn ich es schade finde, weil es immer nette und aufbauende Gespräche waren). Solange ich aber durch einen anderen Menschen langfristig in Gedanken belegt werde, so lange bin ich noch nicht weit genug mich auf eine intensivere Beziehung einzulassen. Vielleicht leider, vielleicht gut so, kann ich selber (noch) nicht sagen.

    Am Besten für mich sorgen und am meisten Kraft hatte ich, wenn diese Menschen mal zwei Wochen nicht um mich waren und ich gezwungen war mich auf mich zu konzentrieren.... Gefällt mir nicht, ist aber so und somit muss ich damit für mich meinen Lehrweg noch lange weiter gehen.


    ...oder sind es bei mir nicht die Richtigen, sondern diejenigen, die ebenso unpassend sind wie die zuvor geführte Beziehung??? .... sind es vielleicht genau diese Menschen (wenn auch nicht Alkoholiker), die genau in das Suchtschema passen???
    Da ich für mich das nicht weiß: Abstaaaaaaaaaaaand...........

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe traurige Maus,
    ich bin mir sicher, meine Geschichte hätte so geendet, wie der Stand bei Deiner derzeit ist, hätte ich nicht unter aggressiven und drohenden Attacken zu leiden gehabt.

    Liebes Mäuschen, so traurig und schwer nun auch alles für Dich ist, fange an Dich selber wert zu schätzen. Du bist mehr als eine Krankenschwester! Du hast das Recht auf ein Leben - und nicht nur ein Recht zu pflegen.

    Einer seiner Ex-Kumpels fragte mich mal, warum ich mir das antäte. Meine Antwort war "eigentlich ist er ja kein schlechter Kerl" Komisch nur, dass "eigentlich" an sich schon als Verneinung des nun gesagten steht.

    Ich kenne den Druck unter dem Du stehst, die Angst, die Panik und die Frage, wenn ihm was passiert ist, wie geht dann alles weiter.....

    Nun, ich habe das irgendwann nicht mehr aushalten können ständig unter Strom zu stehen. Nicht wissen was als nächstes passiert. Ich war arbeitslos, partnerlos und somit auch wohnungslos. Ich hatte gnadenlose Angst die Beine nicht mehr auf den Boden zu bekommen. Aber noch mehr Angst hatte ich, dass er im Suff etwas anstellt entweder ins Gefängnis muss, dauerhaft geschädigt bleibt oder oder oder. Diese Folgen wären nämlich für mich noch viel, viel gravierender gewesen als mein Neustart mit nichts.

    Ich weiß nicht, ob Du wie ich, regelmässig Besuch vom Gerichtsvollzieher hattest (natürlich wegen ihm) oder nette Beamte in Grün kennen gelernt hast (auch nicht wegen mir selber). Es war mir soooo zu viel. Ich habe mich quasi versteckt, auf meine Möbel Kaufscheine und Quittungen geklebt und hatte immer wieder die Angst nach Hause zu kommen und vor einer vom Gerichtsvollzieher zwangsgeöffneten Türe zu stehen.

    Ich denke, liebe traurige Maus, es wird Zeit, dass Du Dich in den Fordergrund stellst.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Natürlich ist es auch ein Schutz, liebes Julchen, quasi ein "selber den Weg diktieren". Aber glaub mir, Du oder ich - oder egal wer - dürfte schon irgendwann das passende Gegenstück finden und dann auch hoffentlich erkennen ;)

    Im letzten halben Jahr sind mir drei Männer begegnet, die meiner Meinung nach das Herz an der richtigen Stelle haben, intelligent sind oder andere Eigenschaften auf sich vereinigen. Alles Menschen, in deren Gegenwart ich mich wohl fühlte und wo eine Basis aufgebaut wurde.

    Aber ... und das ist für mich der springende Punkt: innerhalb dieser Entwicklungen war ich sehr auf den anderen fixiert. Ich beschäftigte mich zu sehr mit seiner Persönlichkeit und zu wenig mit meiner. Das heisst für mich ganz klar, eine autonome Partnerschaft könnte ich noch nicht leben. Es würde die Gefahr bestehen, dass ich den anderen einenge oder mich einengen lasse (weil ich so wie zuweilen Sehnsucht nach einem liebevollen Partner habe), es nicht einmal merke und ruckizucki wieder im selben Schema bin.

    Es schützt mich nicht einen Partner zu wählen, der keiner Sucht nachgeht sondern ich muss mich selber einigermaßen von meinem Suchtmittel Mensch distanzieren können. Es scheint derzeit noch nicht der Fall zu sein.

    Und ... Julchen .... ich kenne meine Muster. Es gab spezielle Zeiten, da war ich ansprechbar für Partnerschaften (Tod eines geliebten Tieres, Unzufriedenheit am Arbeitsplatz). Diese Dinge können immer wieder in mein Leben treten - und genau diese Zeiten muss ich überstehen ohne mir eine "Ersatzbefriedigung" zu suchen.

    Es ist so ein ganz feiner Grad zwischen meiner Zufriedenheit, wie ich sie herstelle (drei Blumensträuße diese Woche, obwohl ich eine arme Kirchenmaus bin ;) und wie ich mich wirklich lebe. Dazu gehört so viel mehr als ohne dem nassen Partner zu sein. Soviel mehr als Geld und Job. Da sind die Abgrenzungen zu Menschen, von denen ich mich belästigt fühle. Da ist der Abstand zu Menschen, zu denen ich eigentlich keinen haben möchte. Da ist das notwendige "Erden" welches ich zuweilen nicht möchte, weil ich lieber auf meinen Wolken schweben würde. Aber ich hatte bereits einen tiefen Sturz von Wolke 7. Bitte keinen weiteren mehr.

    Es ist idylische, liebes Julchen, aber auch harte Arbeit. Es ist ein bewußtes Tun aller dieser Dinge, herausgerissen aus dem üblichen Alltagsprozeß. Es ist ein ständigen "zwingen" zu mir selber bzw. für mich selber. Ähnelt wohl so ein bischen einer Suchttherapie, die auf einem Bauernhof stattfindet.

    Der Garten ist eigentlich viel zu viel, mit den ganzen anderen Dingen, aber mir geben diese Pflanzen enorm viel Kraft, die da ans Tageslicht kommen. Viele von ihnen sind so ein kleiner Schub für mich. So ein Vorleben, wie stark sie sind und was ich auch sein kann und darf.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Weißt Du Mieken,
    ich denke es ist gar nicht so wichtig, wie das passende Wort ist für den Zustand und die Beziehung zum Alk. Eher dürfte entscheidend sein, was durch den Alk mit dem Menschen geschieht. Oder durch das Suchtmittel mit dem Menschen. Denn ich denke Sucht ist Sucht, egal ob stoffgebunden oder nicht.

    Das was Du, liebe Mieken, über Dich schreibst finde ich an meinem Expartner in genau diesem Ablauf.

    Aber im Prinzip auch in mir - nur war mein Suchtmittel der Partner.

    "Ich habe Gründe gesucht und mein Leben so ausgerichtet um entschuldigt trinken zu können.", so schreibst Du : diesen Satz kann ich für mich ummünzen: Ich habe Gründe gesucht und mein Leben so ausgerichtet um in der Beziehung zu bleiben und uns beide unglücklich zu machen.

    Eigentlich ist die Bezeichnung einerlei. Wenn etwas schadet - egal was - sollte es aus unserem Leben "eliminiert" werden. Sind wir dazu nicht in der Lage, dann stimmt mit uns etwas nicht. Wir sorgen nicht gut genug für uns selber.

    Nur bei Dir (du hattest darauf gewartet dass Dich jemand ansprach) war eine innere Bereitschaft da etwas zu ändern. Mein Gegenstück hat ebenso wie Du sie benennst (jedes Deine Worte hätte von ihm sein können) Gründe für sein Trinken gefunden und dafür, warum es normal ist - nein, sogar zwangsläufig erforderlich ;)

    Lese ich bei Euch - oder lebe ich mein Leben: der Konsenz ist immer der selbe. Immer erst dann wenn wir selber das Gefühl haben ganz unten zu sein, das Leben so nicht weiter leben zu wollen, beginnen wir etwas zu ändern. Erst dann, wen das Leben fast zerbricht, sind wir bereit es zu schützen. Erst dann, wenn wir drohen alles zu verlieren, oder es bereits haben, kommt in manchen von uns (wenn auch nicht in allen!) ein Überlebenstrieb zum Vorschein.

    In uns selber - nicht durch das Umfeld! Wobei mir meine Freunde sehr, sehr geholfen haben auf meinem Weg zu bleiben, aber einschlagen musste ich ihn ganz alleine....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh Rote Lampe,
    da sprichst Du mir so aus dem Herzen.

    Egal, ob Jobwechsel, geografische Veränderung oder oder oder vielleicht sogar das Meiden des Suchtmittels - alles das genügt nicht.

    In uns drinnen muss etwas reifen. In uns selber muss das Bewußtsein keimen dürfen dass so vieles nicht selbstverständlich ist, das so vieles eine Bereicherung sein kann. Wir selber müssen dieses Gefühl in uns selber spüren "etwas schönes" zu haben, zu bekommen oder zu sehen.

    Ich selber kann Job, Wohnort oder Arbeitsplatz und Arbeitskollegen wechseln - aber wenn meine Seele nicht "mit umzieht" oder eine andere Sichtweise bekommt, so gibt es eben an einem neuen Ort die alte Unzufriedenheit.

    Leicht und doch schwer ... leicht, weil es so viele Dinge gibt, die mich erfreuen können, die mir geschenkt werden. Schwer, weil es vieles gibt, was ich nicht kann (handwerklich oder technisch und mir finanzielle Möglichkeiten einer Änderung fehlen). Übereinstimmung und Frieden also zu finden zwischen dem was derzeit möglich ist und dem was (noch) nicht möglich ist. Im Hier und jetzt zu leben, so wie es eben ist, und dennoch daran zu arbeiten, dass die Wünsche realisiert werden können: morgen oder übermorgen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Vier Wochen sind vergangen seit der letzten Begegnung und ich denke, eine gewisse Ruhe kehrt ein und ich hoffe, dass es nun endlich mal der letzte Sichtkontakt war. Die Nachbarfamilie mir gegenüber weiß Bescheid und würde im Falle eines Auftauchen seines Fahrzeuges die Polizei informieren. Ich denke nicht, dass das der Fall sein wird und er wieder auftaucht, aber mir erschien es ein persönlicher Schritt zu sein mit den Nachbarn darüber zu reden, die Situation offen dar zu legen und auch zu sagen "hier bin ich hilflos" und benötige evtl. Eure Hilfe.

    Die Arbeit ist viel mehr geworden weil eine Kollegin nicht mehr im Hause ist. Es war sehr eigenartig, als klar war sie kommt nicht wieder. Ich mochte sie und hätte gerne zukünftig mit ihr weiter zusammen gearbeitet. Aber es war eine Entscheidung, die für beide Seiten sein musste, auch wenn ich persönlich diese bedauere. Ich hoffe nun, dass es jemand wird, der in unser Team und Haus passt, der als nächstes kommt.

    Der Garten kostet viel Zeit und Kraft zumal ich das ehemalige Mühlengelände, auf dem noch Mühlsteine liegen, mit Kürbissen bepflanze und Stockrosen und Sonnenblumen und und und

    Ich habe festgestellt, dass Stalker und Holzdepp eine Ablenkung waren und es mir besser geht wenn sie nicht da sind (ich meide jeglichen Kontakt und öffne ihnen nicht die Türe wenn sie da stehen) ich aber gleichzeitig gezwungen bin mir mehr Gedanken über mich zu machen.

    Auch habe ich den Eindruck für mich persönlich dass es gut ist jeglichen Kontakt der in potentiellen Flirten/Begeistern für einen anderen liegen kann auszuschalten. Ist diese Möglichkeit eingeschaltet, so bin ich zu sehr bei der anderen Person und kümmere mich zu wenig um mich selber. Ich lenke mich quasi ab und lege den Kernpunkt auf den anderen (der Co halt :(

    Es ist also lange noch nicht soweit bin eine Partnerschaft einzugehen.

    Zu schaffen machen mir die Widrigkeiten des Alltages, die mit den Dingen verbunden sind, von denen ich keine Ahnung habe: Technik und Handwerk.

    Meine Katzenlady hat den Receiver runtergeschmissen und nichts ging mehr. Glücklicherweise habe ich nach drei Stunden dann doch hinbekommen, das wackelige Kabel wieder zu kontakten. Aber meine Stimmung war mehr als gereizt, ich war hilflos.

    Mein Bett, wohl neu, aber wie alle Produkte dieses Lieferanten mit Mängeln behaftet müsste reklamiert werden. Bringt aber in diesem Haus nichts, weil in Sachen Reparatur nichts geht oder wieder nur Schmuh zu finden ist. Auch hier kann ich nicht mit Holzlatten umgehen, bzw. habe nicht einmal eine Säge. Der Kauf von allem diesem Kleinkrust ist aber bei meinen finanziellen Mitteln nicht möglich.

    Alles steht auf einer To-Do-Liste, wenn mal wieder ein Treffen mit den Freunden ist, die diese Arbeiten beherrschen. Ich will aber niemanden her zitieren wegen dieser Dinge, die ich provisorisch beheben konnte. Diejenigen, die in der Nähe wohnen und mir helfen würden, die möchte ich nicht ansprechen, weil sie genau in die Rubrik "Flirt" fallen. Somit der Weg Hilfestellung/mehr Kontakt/Focusierung auf den anderen wieder zu Tage treten würde.

    Auch die Holzhackerei, also nicht kleine Spatel, sondern größere Holzstücke mit schwerem Hackebeil, ist nicht einfach. Der Lebensstil, Brunnen, Holzofen ect. den ich aus finanziellen Gründen leben muss kostet viel Zeit und Kraft. Gibt mir zwar Zufriedenheit und Glück, ist aber nicht einfach und zuweilen schwer.

    Allerdings: nicht schwerer als die Zeit zuvor!!!! Ich würde einfach gerne mal ohne Druck und tausend Dinge oder Formulare die anstehen vor mich hin leben dürfen. Das aber ist derzeit nicht möglich. Es ist alle meine Kraft gefordert. Ich bin nicht überfordert, aber gefordert.

    Mein Leben ist schön und ich bin glücklich, aber es ist nicht einfach zu führen.

    Ich denke, das eben ist nun der nächste Punkt in der Bearbeitung der "Abhängigkeit" von einem anderen oder von anderen Hilfeleistungen oder einfach im Packet "geben und nehmen von Hilfeleistungen" "erkennen der eigenen Ohnmacht". Das aber nicht am Objekt "Suchtpartner" sondern innerhalb des eigenen Lebens.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen, lieber Harry,
    ich fand Deine Zeilen für mich persönlich sehr interessant und aufschlussreich.

    Als in meiner Beziehung der Alk zum Chef wurde habe ich mir erstmalig richtige Gedanken gemacht über die Veränderungen an meinem ehemaligen Gegenüber.

    Mir ist damals aufgefallen - obwohl ich nicht wusste, ob ich das wirklich so ist - dass ich bei ihm niemals Glück oder Zufriedenheit entdecken konnte. All die kleinen Dinge, die mich persönlich erfreuen konnten, stolz machten oder einfach ein gutes Gefühl in mir bewirkten, die konnte ich beim Gegenüber nie entdecken.

    Da, wo ich mich freue günstig etwas erstanden zu haben, da wo mich eine Pflanze erfreute, da wo meine Hobbies etwas besonderes an den Tag brachten, da spürte ich nur beim Expartner ein erlahmendes Interesse an allem.

    Zufriedenheit - das relaxte zurück lehnen und einfach im "jetzt" sein, ich glaube, das habe ich bei ihm nie erlebt. Gut, er ist nass - er war damals nass, in so fern wird es zu Dir schon viele Unterschiede geben, der Du jetzt trocken lebst. Aber es scheint so zu sein, wenn unsere Gifte weg sind, dann ist alles ganz anders, irgendwie leerer - weil wir selber vielleicht dieses "Loch" noch nicht auffüllen konnten oder wollten.

    Im Nachhinein fand ich es entsetzlich, dass nur die Wut und Agression ausgelebt wurde bei meinem Expartner und keine positiven Gefühle. Noch schlimmer fand ich, dass ich selber auf dem Besten Weg war auch meine Glücksgefühle zu verlieren. Ich habe es nicht einmal bemerkt. Vermutlich, weil die Unzufriedenheit, die über uns beiden lastete, fast keinen Platz mehr ließ für die schönen und anderen Momente im Leben.

    Ich denke, Glück und Zufriedenheit müssen oft erst einmal gelernt werden. Zu sehen, zu spüren und wahrnehmen. Vielleicht ist einfach durch unsere Fixierung auf Süchte Alk oder den Partner ist egal, das Gesichtsfeld eingeengt worden und Gefühle auf einen Punkt focusiert.

    Ich merke das übrigens auch jetzt, 1/2 Jahr nach der Trennung in der ich mich bewußt entscheide alleine zu bleiben und keinen Partner in meinem Leben zu haben um mich auf diesen zu konzentrieren. Die Punkte sich selber zu pflegen und zu hegen, für sich selber die Mühe machen sich zu bekochen ect. alles das ist bei mir eher der Fall, wenn ich mit mir alleine bin und nicht abgelenkt durch ein Suchtmittel. Aber .... dieser Gleichklang hat auch den Begleiteffekt eines Gefühls als ob etwas "fehlt" oder "anders ist". Obwohl ich weiß, was das ist fühlt sich mein Leben anders an. Nicht mehr abgelenkt, keine Chance mehr mich selber auszutricksen. Alles hinterfragen zu müssen oder zu dürfen. Wenn ich mies gelaunt bin mich zu fragen warum? Wodurch ausgelöst und wie lösbar. Dinge, die ich innerhalb der abhängigen Beziehung ausblenden konnte weil es so viele andere Probleme gab.

    Lieben Gruß von Dagmar für Deinen langen Weg mit den vielen Kapiteln, die hoffentlich in schönen Goldlettern geschrieben werden dürfen, zukünftig ;)

    Ja liebe Gotti,
    das ist schon alles mein Horror. Zumal wir seit 25 Jahren immer wieder am restaurieren sind. Da aber einfach der Kieferknochen zurückgeht hält er die Zähne nicht mehr und bald geht gar nichts mehr....
    Nur: ändern kann ich es nicht (nicht mehr, evtl. Rauchen früher nicht anfangen hätte evtl. geholfen). Müssig also zu hoffen, das wird nichts mehr ich muss einfach damit klar kommen morgens einen Zahn mehr beim Zähneputzen zu verlieren.....

    Einfach ist alles nicht Gotti, aber dennoch: es macht zwar müde aber nicht unzufrieden. Das aber war ich früher. Danke für den Kräftewunsch. Ich hoffe einfach mal und gönne mir deshalb gleich mal ein Schaumbad, dann lasse ich die Arbeit liegen und gehe in die Sonne; bevor es gewittern soll.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Danke, liebe Weitsicht,
    für Dein wunderschönes Kompliment :)

    Auch in meinem Elternhaus wurde über Gefühle nicht gesprochen. Vermutlich haben auch meine Eltern, Nachkriegskinder, darunter gelitten. Zwangsläufig gaben sie es weiter.

    Während ich schlecht in der Auswahl meiner männlichen Partner war, so war meine Auswahl an Freundinnen immer toll. Lebenslange Freundschaften oft in denen wir über alles sprechen konnten. Hier konnte ich lernen über mich zu sprechen Gefühle, sich zu entschuldigen oder oder oder.

    Auch positive und liebenswerte Männer lernte ich kennen, während ich Partnerschaften einging mit Menschen, die eher gefühlskalt/gefühlkrank/süchtig waren. Nunmehr ein Weg das anders zu lernen. Eine Partnerschaft kommt zwar derzeit noch nicht in Frage, aber sehr wohl ist die Auswahl wichtig, wer in meinen Wesenskern dringen darf und wer nicht.

    Weißt Du, liebe Weitsicht, die Selbstlüge ist etwas ganz schlimmes - oftmals durch die Familie (ohne bösen Willen) eingeimpft. Du musst gut in der Schule sein, Du musst perfekt sein, was sagen die Nachbarn ect. pp.

    Das wahre Mensch sein, bleibt dabei auf der Strecke. Jedoch am meisten für diejenigen, die genau das fordern. Genau diejenigen, für die wichtig ist was die Nachbarn sagen, die jochen sich unter. Wir haben, wenn wir das merken, die Chance etwas anders zu machen. Uns dagegen zu bewegen, zu lernen um erst gegen und dann mit dem Strom zu schwimmen. Nicht im Sinne von anpassen, sondern die Bewegung des Wassers (was gibt es stärkeres als Wasser? So weich und doch so stark dass es Felsen sprengen kann) sich zu eigen machen.

    Ich bin zufrieden, mir geht es gut, aber leicht ist mein Leben nicht. Vielleicht aber sind das genau die Dinge, die Glück sein können und dürfen. Ich mag mich müde fühlen, ausgepowert oder auch mal von Schwachheit überfallen, aber ich fühle mich nicht negativ, ich fühle keine Wut oder Enttäuschung. Das ist für mich das kleine Glück. dieses erfreuen an meinen Tieren, dem wachsen im Garten, dem mühevoll gehackten Holz. Klar, das Handgelenk ist wieder im Eimer, aber es ist etwas geschafft. Selber geschafft....

    Lieben Gruß und happy weekend wünscht
    Dagmar

    Ach liebes Julchen,
    die Durchhänger gibt es bei mir auch immer wieder. Gerade auch wenn körperlich eine größere Schwächung da ist, dann kommt die Psyche auch dazu, logisch.

    Wobei ich mir das erlaube. Dann aber schon zu mir sagen"Stop(p) Mädel, jetzt reichts" Dann stelle ich mir kleinere Aufgaben und verlange von mir diese zu erfüllen.

    Ich war vier Wochen sehr angeschlagen und kraftlos - nun kommt wieder langsam etwas Power. Weißt Du Julchen, wir müssen auch bedenken wenn wir einen Durchhänger haben, dann kann das auch wirklich an viel Arbeit liegen. Ich habe täglich 150 liter Wasser vom Brunnen in den Garten geschleppt, sind ja doch ein paar Zig meter. Wir vergessen so oft dass wir auch Kraft für den Alltag brauchen und Durchhänger ganz normal sind.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja Julchen, das Holz wäre originell gewesen, hätte er die Dumme Anfass-Masche gelassen. In dem Fall hätte er wenigstens das Siegel Originell und geistreich erhalten. Somit aber ist er nur der Holzdepp.... mit Stroh im Hirn ....

    Sorry Empty, aber wem nicht zu raten ist, dem ist auch nicht zu helfen! Wenn Du immer noch nicht aufgewacht bist und noch immer nicht die Augen aufmachen kannst und Dich bewußt dieser tickenden Zeitbombe aussetzt dann frage ich mich schon was Du Dir wert bist! Scheinbar nichts, denn Du erlaubst ihn Dir "drohender weise" die Macht über Dein Leben zu geben.

    Auch ich hatte ein ähnliches gewalttätiges Modell - wobei mir gegenüber nie eine solche Drohung ausgestoßen wurde sondern nur im Sinne von Haus abbrennen und sich selber das Leben nehmen.

    Nun gut, sein Leben, seine Sache - aber mein Leben, das ist das einzige was ich habe. Das nimmt mir keiner ausser ich selber oder der Sensenmann wenn die Zeit gekommen ist.

    Du willst stark beleiben? Für weitere Drohungen? Nein Empty, sorry, aber ich kann und WILL DICH nicht verstehen. Du schreibst grauenvolles und bist nicht bereit Dich aus der Gefahrenzone zu entfernen. Gerade so, als willst Du in der Situation bleiben.

    Dir werden tausend Gründe einfallen, warum Du nicht gehen kannst. Wenn Dir der eine - Dein Leben - nicht Grund genug ist zu gehen (auch ohne einem Euro) dann kann Dir niemand helfen. Wenn Dir selber Dein Leben nichts wert ist, wie soll dann irgendjemandem anderen Dein Leben etwas wert sein?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Mel odie,
    ich war auch mal in jungen Jahren so ein Wesen, welches meinte helfen zu müssen ....

    Mittlerweile sehe ich es anders: Hilfe zur Selbsthilfe. Wenn ein Mensch unglücklich stürzt helfe ich, bei einem Alkoholiker, der im Suff ist würde ich es nicht tun. Sorry, er hat sich das selber angetan.... Arzt oder Krankenwagen holen ist o.k., aber nicht unauffällig die Auswirkungen eines unsachgemässen Handels überdecken.

    Tiere sind schutzlos, die können sich nicht selber helfen. Aber Menschen sehr wohl. Wenn diese nämlich beginnen, sich selber zu helfen, dann können Fachleute oder Mitmenschen die Hilfe zur Selbsthilfe geben.

    Gut, herzensgut, ausgenützt werden und selber ohne Kraft dastehen, wenn man/frau sie braucht ist wenig sinnvoll, oder?

    Nur wenn ich stark bin kann ich denjenigen helfen, die sich selber helfen wollen und ihnen "mit"helfen.

    LIeben Gruß von Dagmar