Vier Wochen sind vergangen seit der letzten Begegnung und ich denke, eine gewisse Ruhe kehrt ein und ich hoffe, dass es nun endlich mal der letzte Sichtkontakt war. Die Nachbarfamilie mir gegenüber weiß Bescheid und würde im Falle eines Auftauchen seines Fahrzeuges die Polizei informieren. Ich denke nicht, dass das der Fall sein wird und er wieder auftaucht, aber mir erschien es ein persönlicher Schritt zu sein mit den Nachbarn darüber zu reden, die Situation offen dar zu legen und auch zu sagen "hier bin ich hilflos" und benötige evtl. Eure Hilfe.
Die Arbeit ist viel mehr geworden weil eine Kollegin nicht mehr im Hause ist. Es war sehr eigenartig, als klar war sie kommt nicht wieder. Ich mochte sie und hätte gerne zukünftig mit ihr weiter zusammen gearbeitet. Aber es war eine Entscheidung, die für beide Seiten sein musste, auch wenn ich persönlich diese bedauere. Ich hoffe nun, dass es jemand wird, der in unser Team und Haus passt, der als nächstes kommt.
Der Garten kostet viel Zeit und Kraft zumal ich das ehemalige Mühlengelände, auf dem noch Mühlsteine liegen, mit Kürbissen bepflanze und Stockrosen und Sonnenblumen und und und
Ich habe festgestellt, dass Stalker und Holzdepp eine Ablenkung waren und es mir besser geht wenn sie nicht da sind (ich meide jeglichen Kontakt und öffne ihnen nicht die Türe wenn sie da stehen) ich aber gleichzeitig gezwungen bin mir mehr Gedanken über mich zu machen.
Auch habe ich den Eindruck für mich persönlich dass es gut ist jeglichen Kontakt der in potentiellen Flirten/Begeistern für einen anderen liegen kann auszuschalten. Ist diese Möglichkeit eingeschaltet, so bin ich zu sehr bei der anderen Person und kümmere mich zu wenig um mich selber. Ich lenke mich quasi ab und lege den Kernpunkt auf den anderen (der Co halt 
Es ist also lange noch nicht soweit bin eine Partnerschaft einzugehen.
Zu schaffen machen mir die Widrigkeiten des Alltages, die mit den Dingen verbunden sind, von denen ich keine Ahnung habe: Technik und Handwerk.
Meine Katzenlady hat den Receiver runtergeschmissen und nichts ging mehr. Glücklicherweise habe ich nach drei Stunden dann doch hinbekommen, das wackelige Kabel wieder zu kontakten. Aber meine Stimmung war mehr als gereizt, ich war hilflos.
Mein Bett, wohl neu, aber wie alle Produkte dieses Lieferanten mit Mängeln behaftet müsste reklamiert werden. Bringt aber in diesem Haus nichts, weil in Sachen Reparatur nichts geht oder wieder nur Schmuh zu finden ist. Auch hier kann ich nicht mit Holzlatten umgehen, bzw. habe nicht einmal eine Säge. Der Kauf von allem diesem Kleinkrust ist aber bei meinen finanziellen Mitteln nicht möglich.
Alles steht auf einer To-Do-Liste, wenn mal wieder ein Treffen mit den Freunden ist, die diese Arbeiten beherrschen. Ich will aber niemanden her zitieren wegen dieser Dinge, die ich provisorisch beheben konnte. Diejenigen, die in der Nähe wohnen und mir helfen würden, die möchte ich nicht ansprechen, weil sie genau in die Rubrik "Flirt" fallen. Somit der Weg Hilfestellung/mehr Kontakt/Focusierung auf den anderen wieder zu Tage treten würde.
Auch die Holzhackerei, also nicht kleine Spatel, sondern größere Holzstücke mit schwerem Hackebeil, ist nicht einfach. Der Lebensstil, Brunnen, Holzofen ect. den ich aus finanziellen Gründen leben muss kostet viel Zeit und Kraft. Gibt mir zwar Zufriedenheit und Glück, ist aber nicht einfach und zuweilen schwer.
Allerdings: nicht schwerer als die Zeit zuvor!!!! Ich würde einfach gerne mal ohne Druck und tausend Dinge oder Formulare die anstehen vor mich hin leben dürfen. Das aber ist derzeit nicht möglich. Es ist alle meine Kraft gefordert. Ich bin nicht überfordert, aber gefordert.
Mein Leben ist schön und ich bin glücklich, aber es ist nicht einfach zu führen.
Ich denke, das eben ist nun der nächste Punkt in der Bearbeitung der "Abhängigkeit" von einem anderen oder von anderen Hilfeleistungen oder einfach im Packet "geben und nehmen von Hilfeleistungen" "erkennen der eigenen Ohnmacht". Das aber nicht am Objekt "Suchtpartner" sondern innerhalb des eigenen Lebens.
Lieben Gruß von Dagmar