Beiträge von dagmar007

    Hallo Julchen,
    ach ich lese Dich immer wieder gerne - auch die düsteren Tage, die ich ja auch habe - einfach genau zu sehen, da steckt jemand in der Bearbeitung wie ich. Man/Frau fühlt sich nach Rückschritt und "allles schhhh...." an und doch ist es wieder eine Meile im Weiterkommen.

    Meine Mutter war sehr tonangebend und dominierend (dadurch gelang ich wohl auch in Partnerschaften, wo mein Gegenüber dominant war) und ich habe viele Jahre (bis über 40) gebraucht um Abstand zu halten und mal zu sagen Stop(p). Es ist ein Prozess über Jahre. Aber der Kontakt ist jetzt gut - nicht dass über Gefühle geredet werden kann - das wird uns wohl nie richtig gelingen. Aber sie ist eben so und hatte auch ihre Kindheit. Aber wir beide können das Beste daraus machen.

    Denn leicht haben es Eltern nie - somit bin ich als Kind auch bereit da über manches weg zu sehen, letztendlich haben meine Eltern einen Teil ihres Lebens mir gewidment.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen, liebe Koketterie,
    uups, da ähneln sich unsere Gedankengänge derzeit ganz schön. Einige neue Kontakte - aber keine Partnerschaft - sind bei mir in den letzten Monaten entstanden oder haben sich intensiviert und manche Frage wirft sich auf.

    Ich konnte gestern feststellen, dass ich sehr wohl in der Lage bin ganz überdeutlich mit Körper und Mund "nein" zu sagen wenn mit mir jemand ein Tet-a--tet (wie auch immer man das schreibt) anfangen will. Klasse, früher hätte ich es nicht so überdeutlich hingekriegt. Ein Punkt, gut, über den bin ich froh.

    Nun aber wieder zum Kernpunkt. Es gibt jemanden, man lernt ihn/sie kennen und schätzen und so etwas wie Sehnsucht tritt auf. Stinkt mir schon gehörig.... Denn mein Wunsch wäre sich einfach nur über die Gegenwart des anderen zu freuen wenn sie einfach gegeben ist. In dem Moment - ohne Gedanken zuvor an das was sein könnte oder Gedanken später was dieses oder jenes zu bedeuten hätte.

    Ein weiterer Punkt, der mich mein Leben lang begleitete bzw. jetzt in der Bearbeitung steht ist dass der Weg das Ziel ist und nicht das Ergebniss am Ziel entscheidend ist. Geduld, loslassen und wieder finden sind hier also die Faktoren. Sich Raum und Zeit geben, eventuell auch über Jahre, ohne gefangen zu sein in einem Wunschgedanken diesen einfach nur als "es wäre schön" im Raum stehen zu lassen.

    Kommunikation - Dinge, Wünsche oder Gedanken beim Namen nennen und hoffen, dass das Gegenüber auch wirklich seine Lebenseinstellung verraten kann? Die kann jetzt anders sein und anders wieder gegeben werden als er/sie diese lebt. Überraschen lassen, abwarten, einfach der Zeit ihren Lauf lassen um dabei zu bemerken, ob man selber überhaupt langfristig selber interessiert wäre.

    Das ist nämlich ein weiterer Punkt. Man(n)/(Frau lernt jemanden kennen, dieser ist zwei Monate interessant, evtl Sehnsucht?oh je, im dritten dann wird alles vielleicht purer auch ohne Beziehung. Deutlicher, ehrlicher und plötzlich bemerkt man/frau uuups doch nicht so ganz die Übereinstimmung wie anfänglich gedacht....

    In den letzten Tagen begleitet mich immer ein Gedanke: alles, was ich erzwingen will, oder wo ich Ergebnisse erwarte ist nicht gut. Ist nicht wirklich gewachsen und natürlich entstanden sondern gepresst wie Spannholz. Gerade so, als wäre der Mensch mir gegenüber eine Rohmasse Holz, die durch meine Fragen/Erwartungen/Interessen oder Ungeduld wie eine Platte Spanholz gepresst wird.

    Wenn ich dann über mein Wort "Sehnsucht" stolpere, dann stelle ich mir die Frage, nach was sehne ich mich und wie sollte ich mir das selber geben.

    In einem Fall fand ich für mich die Antwort, dass ich mich in der Gegenwart eines Menschen besonders wohl fühle. Dazu aber muss keine Beziehung an den Tag treten. Aber genau da wird es dann irgendwie "spannholzmässig" weil jeder geformt und gepresst ist von seinen Erfahrungen. Die Kommunikation ist somit immer ein gewisser Feixtanz zwischen Wahrheit und offenem Reden und dann doch wieder ein zurück ziehen um keine falschen Schlüsse - und somit gegenseitige Unsicherheiten - zuzulassen.

    Ja, liebe Koketterie. Ich selber habe ein Riesenpuzzle, von dem ich noch nicht weiß wie ich es zusammen legen soll.

    Es liegt sicherlich auch daran, dass wir nun vieles anders machen als zuvor. Mehr Erlebnisse und andere Menschen in unser Leben kommen. Alles ist neu und wir wollen ja nun besser für uns sorgen als zuvor.

    Ich hoffe, auf noch viele weitere Gedanken von Dir (und anderen?!), damit ich mein Puzzle besser zuordnen kann.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Na, na, liebe Kathrin: was lese ich denn da, wieder einen Problemfall....

    Dann pass bitte verdammt gut auf auf Dich! Ich war zu Beginn meiner ehemaligen Freundschaft so naiv zu denken, dass ich gerade auf Grund meines Verdachtes ganz schnell aussteigen kann. Eines aber hatte ich nicht bedacht: dass innerhalb von kürzester Zeit ich als ursprünglich stärkere in die schwächere und abhängigere Position bugsiert wurde.

    Bei mir wirkt Alk wie ein Stop(p)-Schild. Jemand, den ich interessant fand genoss ich bei einer kleinen Feier. Vor ihm eine Flasche "Schuss", welche ich schon die letzten 10 Jahre sehen durfte. Ich würde mal sagen, mein Abstand ist so wie vor dem Kennenlernen.

    Auffällig war für mich, dass ich bei anderen Menschen, die fester im Leben stehen und einen stabileren Hintergrund haben, damit weniger Berührungsängste habe. Ich hatte den Eindruck, ein bischen spüre ich wo und für wen eine Gefahr besteht und wo der Alk einfach alle Schaltjahre mal ins Glas kommt.

    Ich für mich wage zu bezweifeln dass ich mich in nächster Zeit - vielleicht jemals wieder - in eine Beziehung begebe. Fast jeder trinkt ab und zu Alkohol. Da ich ja den schleichenden Weg einmal erleben durfte möchte ich mir das kein zweites Mal antun.

    Ich drück Dir die Daumen für Dein Feeling und Deine Kraft!!!!!

    Lieben Gruß von Daggi

    Hey Bernd,
    ich finde es am wichtigsten, dass Du erkannt hast so kannst und willst Du nicht und brichst ab. Es ist keine Schande so etwas abzubrechen (auch wenn man/frau sich das einbildet, ging mir auch schon so als ich arbeitslos war und einen Job angeboten kam der Sklaverei der anderen gewesen wäre).

    Du scheinst Dich wieder auf die Reihe zu bekommen und das ist das Wichtigste.

    Ich weiß nicht Andi, ob die Details wirklich vorher geklärt werden, ich habe da einiges erlebt, als ich als Personaldisponentin bei einer Zeitarbeitsfirma arbeiten sollte. Meilenweit von Ehrlichkeit entfernt, sogar von den gesetzlichen Verpflichtungen eines Arbeitgebers. Aber da kommt einfach die verdammt schwere Frage in dieser wirtschaftlichen Zeit: wann kann ich nicht mehr und wann will ich nicht mehr.

    Viel Glück einfach für den nächsten Job!!!

    Lieben Gruß von Dagmar

    p.s.s ich habe es danach gut getroffen und hoffe auch, dass es so bleibt - diese Fehltritte helfen einem später noch mehr zu schätzen was man gutes hat.... wenn man(n) es denn (dann) hat....

    Wie habe ich als Co so schön gelesen, "stolpern ist keine Schande" man(n)/frau/DU sollte einfach wieder schnell auf die Beine kommen.

    Schau, drei Jahre sind ein sehr langer und toller Zeitraum. Ich glaube auf die Zeit kannst Du stolz sein und sie nun weiter fort führen (wenn Du willst!). Wobei mich auch interessieren würde wodurch dieser Fehltritt zustande kam. In guter, schlechter oder neutraler Verfassung - oder einfach aus Nachlässigkeit. War es eine bewußte Entscheidung oder ist Dir einfach, denn auch das könnte ich mir vorstellen, plötzlich aufgefallen dass Du etwas trinkst, was Du nicht wolltest?

    Lieben Gruß und toi toi toi
    auf die nächsten Jahre der Trockenheit!

    Dagmar - Co

    Liebe dicke Katze,
    schreibe ich Dir halt hier nochmal :)

    Schau, Du schreibst, Du findest es unerträglich und dennoch bleibst Du innerhalb der Lebenssituation. Du kannst von ihm nicht erwarten, dass er Dich versteht oder auf Dich zukommt oder eine Lösung zusammen mit Dir findet. Du alleine bist/wärst gefragt Besserung für Deine Lebensumstände zu erreichen.

    Was für mich unerträglich ist, muss beendet werden da ich sonst eventuell mit meinem Leben Schaden nehme. Ich bin gegangen ohne zu wissen, wie und ob ich jemals Miete zahlen kann. Auch der Umzug war ein Risiko, geschweige denn von der Einrichtung. Aber mein Leben war unerträglich geworden, also musste ich es ändern.
    Ich wollte und konnte das nicht sehen, was sich vor meinen Augen abspielte!

    Auf mich sehen konnte ich nicht im Zusammenleben mit dem damaligen Partner da ich durch seine täglich wechselnden Aktionen viel zu abgelenkt war. Einen Tag musste ich mich in Sicherheit bringen und den nächsten Formalitäten, dabei blieb keine Möglichkeit mehr nach meiner Gesundung zu sehen.

    Du fragst Dich, wo er sich befindet/liegt. Ich will es nicht wissen und mir tat es nicht gut das zu erfahren. Ich wollte nicht wissen, dass er Absturz nun wohl schneller geht. Ich will mein Leben leben und den anderen seines - unbeobachtet - leben lassen. Weder als Zuschauer, noch als Mitleidender noch als "siehst Du, ohne mir geht es bergab". Ich für meinen Teil bin einfach nur froh ausgestiegen sein zu dürfen. Bin nur froh, weitere Schritte (egal welche) nicht erleben zu müssen.

    Weißt Du, liebe dicke Katze, ich denke einfach, mein Ex lebt sein Leben und ich lebe meines. Wir haben keine Gemeinsamkeiten oder Verantwortungen für einander. Deshalb auch nicht das Recht uns gegenseitig auf dem Weg in jedermanns eigenes Leben zu verfolgen oder zu beobachten.

    Ich glaube nicht, dass ein Kranker sich wohlfühlt wenn ihm das Leben entgleitet oder er moralisch ein anderes Level erreicht. OB er es selber registriert oder nicht, sollte uns egal sein. Nein, muss es, weil es seiner Verantwortung entspricht. Ich selber habe wohl immer noch nicht geschnallt, was da innerhalb von kurzer Zeit an Verfall zu erleben war. Aber ich fand es so schrecklich, dass ich es absolut nicht erleben möchte oder davon erfahren will.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh Julchen :)
    Ich habe Elefantensupergröße und garantiert keine "Rehform" aber das ist mir wuscht. Genau wie Du hatte ich das Gefühl etwas für mich zu tun und es ging mir einfach gut dabei, habe das auch regelmässig beibehalten.

    Überhaupt komisch, gerade die Optik, wenn wir uns wieder selber treffen. So viele Kleidungsstücke hatte ich mir in den letzten Jahren gekauft, die ich nie getragen habe. Farbenfroh und etwas ausgefallen, jetzt fühle ich mich wohl darin. Während ich mich in mir nicht wohl fühlte kamen diese Klamotten gar nicht in Frage.

    Bei mir schreit auch alles "putz" mich und ich dachte ich überhör das mal. Stand früh auf und habe mich mittags einige Stunden hingelegt weil ich so groggy war. Mal sehen was ich jetzt noch an Näherei hinkriege....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ihr werdet vielleicht lachen, aber das war einer der Punkte - Enthaarung - bei dem ich merkte ich kümmere mich um mich selber.

    Genau diese optischen Effekte, versteckt hinter Jeans die juckten mich früher nicht. Nun aber wird meine xxl Größe wieder in 7/8 Jeans gepackt oder ich marschiere mal im Garten mit etwas kurzem rum. Auch wenn ich im Garten nicht gerade ein Ausflugsziel bin, so tümmelt sich doch ab und zu mal ein Menschlein (manchmal auch eines zu viel ;) hier rum. Genau an diesen Kleinigkeiten, die ich regelmässig mache fällt mir auf dass mein Leben wieder mir gehört und ich mir Gedanken darüber mache.

    Lieben Gruß von Dagmar,
    deren Rasierer manchmal schärfer ist als ihr Verstand ;)

    Liebe Ette,
    wenn ich an Neles Geschichte denke und sie für mich umsetze so wäre sie so:

    Ich wurde brav erzogen: einer trage des anderen Last. Ich hätte in dem Wunsch jemanden zu helfen auch vrsucht auf den Partner einzugehen. Als Partnerin müsste ich jedoch automatisch die Auswirkungen seines Fehlverhaltens tragen, weil ich "ja" zu ihm und seinen Sorgen gesagt habe ... und sie ja auch noch tragen wollte.

    Diese Last abzulegen bedürfte für mich sehr wohl einer Verarbeitung an mir selber. Da kann ich jetzt wieder für mich sprechen weil ich selber aktiv gelitten habe unter unverständlichen Dingen die passiert sind und nicht ins "normale" Level passen.

    Liebe Sky,
    ich fühle mich bedroht, das ist richtig - aber keinesfalls als Opfer. Wer mich früher über den Haufen fahren wollte, der könnte immer noch den Wunsch hegen. Die direkte Begnung Auto gegenüber Auto hat mir das sehr lebendig wieder gebracht.

    Ich denke, jede-/r von uns hat sein Päckchen nebst seinem Rucksack zu tragen. Wenn wir hier her kommen ist der Rucksack voll, und wir können lernen ihn zu entleeren. Aber das, was ursprünglich in ihm ist, das viele Gewicht, das kam innerhalb der Beziehung rein und verschwindet nicht so einfach auf den Wunsch im Kopf.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Das wünsch ich Dir auch, liebe Kathrin, dass Dir persönliche Begegnungen erspart bleiben. Ich war davon ausgegangen, dass das auch bei mir der Fall ist (zumal er weit weg wohnt). Ich gehe davon aus, dass es ein Zufallstreffer war, der nicht so schnell wieder kommt.

    Dennoch war klar, ab dem Moment, wo ich auf Dorf- oder Stadtfesten beruflich vertreten bin bin ich wieder vollstens im normalen Leben angekommen und somit natürlich auch einer größeren Menge an Informationen "ausgeliefert".

    Aber das war mir klar und ich bin auch ganz bewußt darauf eingegangen weil ich keine Lust habe mich zu verstecken (im Gegensatz zum sichern, das werde ich weiterhin tun).

    Lieben Gruß von Daggi

    Liebe Nele,
    das was Du schreibst, das dürfte ganz sicher eine Persönlichkeitsstörung sein, die sich in ihm entwickelt hat. Da können ganz sicher nur Fachleute helfen. Wenn er aber lieber die Flasche als Medizin nimmt, dann heisst es sicherheitshalber für Dich "ab durch die Mitte". Denn ich könnte mir vorstellen, seine Entwicklung geht noch weiter und eine Steigerung von eigenartigen Zügen wird sich ans Tageslicht bewegen.

    Sag mal Nele, hat er das schön öfters so fabriziert einfach über Wochen weg zu sein. Tage kannte ich auch, auch mal zwei oder drei am Stück. Er weiß aber dass die Beziehung beendet ist, oder?

    Lieben Gruß von Dagmar

    In diesem Monat müssten Babygänse von meinem Vermieter hier angesiedelt werden :) Bessere Wachhunde gibt es ja kaum :) Da sie als Babies kommen werde dürfte ich es schaffen mit ihnen Freundschaft zu schließen und sie als meine Wachhunde zu betrachten.

    Auch die Katzen reagieren auf ihn, allerdings erst wenn sie ihn sehen.

    Aber ich denke Du hast recht mit den äußerlichen Merkmalen. Ich denke, ich werde mal den Blockhausnachbarn und meinen Vermieter ansprechen dass wenn sie das auffallende Fahrzeug bemerken sofort die Polizei informieren.

    Ich denke, die innere Ruhe kommt dann, wenn er nicht mehr an dem Arbeitsplatz ist der nur ein paar km von hier entfernt ist bzw. ich mit dem Thema durch bin. Ich war schon gestern froh und stolz auf mich, dass ich ganz normal an seinem PKW vorbeigefahren bin und hier meinen Einkauf in Ruhe ausgeladen habe ohne Panik. Das ist schon viel für mich.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe dicke Katze,
    da dieses Wesen gewaltätig ist ist ein Umweg ganz sicher für mich der sicherste Weg. Und reden ist schon lange gegessen!

    Weißt Du, liebe dicke Katze, ich denke genau die Sexualität ist so ein Thema für sich, die Macht und Ohnmacht spiegelt. Es gibt ja helle Köpfe in der Psychologie, für die Sexualität Agression darstellt. In dem, was ich erleben musste sind die Steigerung der Alkohlmenge sowie die damit verbundene Aggression in jeglicher Richtung zigfach gesteigert worden.

    Sprich: mein Kopf muss erst mal kapieren, dass von jetzt auf nachher Gewalt täglich präsent war.

    Aber eines ist Fakt: ich bin glücklich ausgestiegen zu sein und die weiteren Steigerungen nicht mehr mit ansehen zu müssen, dennoch werde ich mich davor schützen, eventuelle Steigerungen am eigenen Leib erfahren zu müssen ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen, liebe Ette,
    genau deshalb habe ich diesen Vergleich gewählt :)

    Ich verspüre wieder eine Portion körperlicher Angst, die länger nicht mehr da war (evtl. Vorsorge für mich, kann ich noch nicht beurteilen) und ich bemerke, dass ich peux un peux alles das was geschah ins Bewußtsein lasse um es dann für mich als "akzeptiert" zu handeln und aus dem Rucksack zu entfernen.

    Für mich hat sich gezeigt, dass regelmässig wieder kleinere "Downs" kommen wenn etwas ins Bewußtsein gelangt. Verbuddeln dieser Themen geht leider nicht ;) Dann nagt es ein paar Tage um dann in die "Ablage" als "eledigt" zu verschwinden. Toll aber ist die Bearbeitung nicht....

    Viel lieber wäre mir, wenn ich es einfach wegpacken - verdrängen? - könnte. Da dem aber nicht so ist, muss ich halt langsam meinen Rucksack leeren.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Das könnte sein Doro, denn aus der Warte habe ich es nicht gesehen. Ich hatte den Eindruck, dass das forciert wurde durch ein zufälliges Treffen mit seiner letzten menschlichen Kontaktschiene hier, die mir erzählte "er ist abgestürzt und fertig, auch er sei fertig mit ihm".
    Ich habe dann gleich gesagt, ich möchte darüber nicht reden, es ist vorbei und alles erledigt, aber diese Info war halt da. Es könnten auch dumme Zufälle sein, ich weiß es nicht. Es schiebt sich gerade aber wirklich nach langer Zeit eine gewisse Angst durch. Im Sinne von: es war ja schon von sexuellen Übergriffen bis "haus abbrennen" alles dabei oder als Vorhaben ausgesprochen und je tiefer ein Mensch sinkt, desto mehr traue ich ihm zu.

    Gut Doro, das nehme ich aber tatsächlich mal als Impuls mit, denn so ganz von der Hand zu weisen ist es nicht.

    Selbst, wenn es nur ein Fakt der Bewältigung ist, der mich gerade etwas stolpern lässt, so kann Umsicht nicht schaden. Deshalb war ich ja heute wieder mit Umweg beim Einkaufen und dennoch.... komplett andere Richtung, hätte er eigentlich nichts zu suchen hier im Ort, eine Straße auf der er wohl noch nie unterwegs war, aber einmal ist immer das Erste Mal....

    Vielleicht eine logische Erklärung.

    Dank Dir,
    lieben Gruß von Dagmar

    So, nun bin ich vor rund 6 Monaten aus der Suchtbeziehung ausgestiegen. Bin in meinem neuen Leben angekommen. Ich bin mit meinem Leben zufrieden und habe akzeptiert was geschah in Sachen Alkohol ect. Es gibt keine Schuldfrage, ich bin froh aus der Beziehung gegangen zu sein und und und....

    Nicht gut tut mir über ihn informiert zu werden. Bevor eine Information aber gestoppt wird, ist schon eine Teilinformation bei mir. Ebenfalls schädlich ist für mich dass er beständig wieder hier am Haus vorbei fährt und sich heute sogar eine Begegnung auf der Straße ereignet hat. Derzeit habe ich ein unwohleres Gefühl als während der Angstzeit der Wutausbrüche....

    Woher kommt das? Eventuell, weil meine Psyche nun auch an das Theme Sexsucht heran geht? Wie oft ist ein Süchtiger nicht nur nach einem Mittelchen süchtig sondern nach mehreren?

    Fast habe ich jetzt, weil das Thema neu ins Bewußtsein dringt und somit gänzlich unverarbeitet ist, mehr Probleme nüchtern und bewußt zu erfassen dass (s)eine traurige und unglückliche Seele nach einem Kick gesucht hat. War der Kick durch den Alk nicht mehr zu erreichen, dann wurden die sexuellen Spielarten extremer. Entwickelten sich in eine Fetischrichtung und dürften sich in Richtung Gewalt hin entwickeln.

    So, was macht mir zu schaffen? Wenn ich das genau wüsste, dann hätte ich des Pudels Kern. Die Tatsache, dass das große Wort "Liebe" von dem ich mal meinte sprechen zu dürfen einefach nur eine technische Befriedigung war? Vielleicht leidet mein Ego dass ich einfach nur ein Mittel zum Kick war? Vielleicht habe ich einfach Bedenken wieder auf eine solche Liebestour reinzufallen? Habe ich doch über all die Jahre nicht geblickt was läuft. Halt, nicht blicken wollen.....

    Oder ergreift mich gerade die Panik (aufgrund der Wegkreuzungen - die ich allerdings ignoriere und auch keinen Blick verliere) dass er nach den vergangenen sexuellen Übergriffen nochmals auf die Idee der Gewalt kommt. Hmmm, eigentlich unwahrscheinlich, es gibt keinen Kontakt, aber eventuell ist bei mir die Angst deshalb so groß, weil er hier beständig auftaucht, vorbeifährt, also in meinem Ort zugegen ist.....

    Sucht nährt Sucht, habe ich so das Gefühl: eine unzufriedene Person, unreif noch und von einer Sucht vor der Reife eingeholt sucht auf mehreren Gebieten die Zufriedenheit zu erlangen. Immer mehr davon, immer kürzer die Wirkung und nie der wirkliche Kick, nie reicht es, immer soll es mehr und anders sein....

    Jetzt gerade muss ich ziemlich mit mir kämpfen um in Erfahrung zu bringen, was mich da so schafft, warum gerade jetzt und welcher Weg das nun wieder ist. Ich weiß bei mir, dass dieses "down" im Regelfall einer Bewältigung dient, nach der es wieder "up" geht, aber ich bin doch etwas erstaunt über den "Wumms" mit dem mich die Wirkung ereilt.

    In diesem Sinne, wünsche ich einen friedlichen Feiertag ohne "wwwumms"

    Dagmar

    Ja, liebe Butterweich,

    ich würde mal sagen, der Nenner heisst:
    ICH BIN FÜR MICH VERANTWORTLICH!

    Zähler gibt es ganz viele:
    Meine Autonomität
    Mein Selbstbewußtsein
    Mein Leben
    Meine Unanabhängigkeit von anderen Menschen
    ect.

    In meinem Fall war Freundschaft nicht möglich. A) weil er nach meinem Auszug ausrastete und B) weil im Prinzip alles so lief wie zuvor: er meinte über mich bestimmen zu müssen und Freundin Alk war immer zugegen.

    Davon mal abgesehen Freundschaft - nun die ist für mich Respekt, Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit (sowie manches andere mehr). Ich habe das als Partnerin eines nassen nicht bekommen, wie soll ich es als vermeintlicher Freund bekommen??

    Sie finden die Knöpfe, selbst wenn Du sie noch nicht kennst. Logisch oder? Ihr wart mal ein Paar, dabei lernt einer die Schwachstellen des anderen kennen.

    Wie gesagt bei mir gab es nur einen Kontaktstop und ich habe gerade ein unwohles Gefühl, weil er beginnt wieder meinen Weg zu kreuzen, was mir gelinde gesagt nicht gut tut....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    ein weiterer Schritt in Richtung "Outing" und so ist mein Leben stand heute auf dem Programm. Logischerweise gibt es Menschen, die uns beide kannten. Nunmehr musste ich beruflich auf einer öffentlichen Veranstaltung anwesend sein. Somit trifft man Menschen, die mit dem Expartner verbunden sind/waren und denen natürlich andere Geschichten aufgetischt wurden als die Realität. Nun zwei Menschen gab es noch, die ihm unterstützend zur Seite standen. "Gab" deshalb weil zumindest einer der beiden das nicht mehr tut.

    Hat dieser wohl einiges an Werkzeugen ausgeliehen, die er wohl nicht wieder sieht und es scheint auch noch anderes vorgefallen zu sein. Derjenige ist nämlich jemand, der nie über Dinge oder Personen sprach, die nicht anwesend sind. Der aber auf meine Frage wie es ihm ginge gleich antwortete: "Mir gut, im Gegensatz zu anderen".

    Ich musste feststellen, ich wollte keine Details aus dem Leben des Ex erfahren und habe ebenfalls festgestellt, dass ich mich sehr entfernt habe von dem Menschen, mit dem ich mal zusammen war. Der einen normalen Vornamen hat, den ich nicht mehr aussprechen will. Der Vorname gehörte zu einem Menschen, was ich am Schluss genoss war eine Maschinerie, die nicht richtig geölt war. Ich merkte dass ich diesen Namen nicht mehr verwenden möchte und auch nicht mehr über diese Person sprechen möchte.

    Es war ein nettes Gespräch, welches sich sofort in eine ganz normale Richtung bewegt hat und in welchem der Exler komplett ausgelassen wurde.

    Ich habe mich gefreut die anderen zu sehen, kurz zu quatschen, die berufliche Lage bei denen zu erfahren und deren erstaunte Gesichter wo ich nun arbeite und das schon seit Monaten ohne dass es ihnen zu Ohren gekommen war. Hihi, war auch schöner dass ich es zeigen konnte :)

    Für mich war das ein imens wichtiger Schritt dazu zu stehen dass es aus ist, es mir gut geht, ich mein Leben lebe - mich wohl fühle in meinem Leben und ein Gespräch führen kann weit weg von dem Menschen, der einmal Bindeglied war.

    Es war mir so wichtig zu sagen: Schaut, jetzt nach 10 Jahren fühle ich mich hier zu Hause. Nun, wo ich mein Leben selber in die Hand genommen habe bin ich glücklich. Das aber war schon bemerkt worden, weil derjenige mit dem ich sprach öfters an meinem Häuschen vorbeifährt.

    Ein weiterer Schritt also, dem wohl noch andere folgen werden.

    Ach ja, bei einer Feier konnte/durfte/musste ich registrieren, daß Alkohol in Verbindung mit manchen Menschen (die mir selber erzählt haben daß sie konsumieren) bei mir eine Abstandshaltung erzeugt. Nicht bei stabil wirkenden Menschen mit normaler Persönlichkeit - aber sehr wohl bei Menschen, die depressiv oder ständig missgelaunt wirken.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Weisheit,
    Du, ich für mich habe verzeihen auch gleich gesetzt mit Kontaktabbruch. Für mich bedeutet verzeihen nicht einen möglichen Neubeginn.

    Es kann oder ist für mich auch oft der Abschluss eines Themas: es war, es ist passiert - abschließendes wer, wann, was warum tat ändert nichts mehr an den Gegebenheiten. Somit stelle ich für mich fest, dass der/die Mensch(en) mir nicht gut tun und streiche sie aus meinem Umfeld.

    Verzeihen, aufarbeiten und Kontaktverlust schließen sich meiner Meinung nach nicht aus. Ich denke aber, dass Du Dich keinesfalls rechtfertigen musst wenn Du andere Wege gehst. Letztendlich ist es doch so, dass jede-/r für sich den passenden Weg finden muss und kann.

    Wut war für mich anfänglich ein Weg mich zu schützen. Irgendwann war ich dann selber soweit mit mir im Reinen, dass diese Wut nicht mehr notwendig war. Nein, sie war hinderlich für mich geworden.

    Ich kann mir aber auch vorstellen, dass Wut etwas damit zu tun hat wie man lebt und wo. Ist es in einer hektischen Großstadt, dann steckt die Unruhe an. Ich selber lebe hier seit einem starken halben Jahr in einer gemütlichen 400 Bewohner Gemeinde. Um mich herum ist grün, grüner, am Grünsten. Wenn ich ins Bett gehe höre ich den Bach und wenn es morgens raus geht höre ich neben dem Wecker Grillen und Vögel. Da passt Wut gar nicht rein ;) Bevor ich zum Arbeitsplatz fahre gehe ich erst mal noch rund 15 Minuten in den Garten und erfreue mich an meinen Pflanzen oder den Tieren im Haus. Die dürfen erst raus, wenn ich vom Arbeitsplatz zurückkomme. Wenn dann fünf Katzen sich ungestört auf dem Rücken rollen, dann ist so viel Harmonie vorhanden, dass auch hier wieder Wut so was von unpassend wäre.

    Spürst Du, auf was ich abziele: vielleicht sind nicht immer nur wir selber diejenigen die die Wut in uns spüren, sondern vielleicht gibt auch das Umfeld entsprechende Randinformationen, die beitragen.

    Die letzten zehn Jahre lebte ich mit dem alkoholkranken Freund in einer etwas kleineren Gemeinde, ziemlich schräg, ziemlich im Tal und so waren auch die Menschen.... da spürte ich öfters Wut und musste ständig spüren wie eng viele Menschen denken.

    Jetzt lebe ich frei und habe auch oft das Gefühl freien Menschen zu begegnen, da passt auch nur für mich ein freies Gefühl.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Haaaaaaaaaalt Rosita,
    lass mal Deinen allerwertesten wo er ist :)

    Es ist doch ein logisches Verhalten, dass wir erahlten wollen worum wir schon als Kinder kämpften "Liebe". Es ist auch nur logisch, die damals gelebten Muster (das für uns gekannte) wieder aufleben zu lassen.

    Aber .... wir können eine andere Zukunft lernen. Wir können lernen, Selbstliebe und Selbstachtung zu bekommen. Dadurch werden wir weniger anfällig uns von einem Mitmenschen die Selbstachtung zu holen.

    Der süchtige Partner gibt uns die traurige Chance zum Erwachen und zu uns selber zu finden. Schade, dass wir Jahre in Unwissenheit verbrachten. Aber nun kommt der erste Tag vom neuen Leben :)

    Mit viel Abstand, liebe Rosita, habe ich erkennen müssen, dass der Mensch den ich meinte zu lieben nicht der ist, den er nach aussen darstellt. Er übernahm die Forderungen der Gesellschaft - gutmütig ect. war es aber nicht. Das machte unzufrieden. Der Alk förderte einiges und meines Erachtens ist das agressive Portiönchen Mensch, welches wie ein Rumpelstilzchen vor meinem Haus Möbel auf den Boden schmiss und tobte der pure Mensch. Das war der Mensch, den ich gewählt hatte....

    ... und den ich jetzt abgewählt habe...

    Lieben Gruß von Dagmar