Liebe dicke Katze,
nun, gute Frage, wie kann man sich an Erniedrigung erfreuen. Ich kann es auch nicht, aber andere Menschen können es.
Und eines muss ich Dir sagen: schon als Kind fand ich es einfach nur ekelhaft wenn ein Mensch die Kontrolle über sich verlor, allerdings ging ich und sah nicht zu wie diese Menschen verhöhnt wurden. Das es aber passierte war logisch: der Schwächere ist immer der Dumme. Nur begreift das wohl ein Alkoholiker seltenst, könnte noch der Meinung sein, er/sie ist die Stimmungskanone....
Penner Mitleid ... nie in Verbindung mit Alkohol. In Verbindung mit Arbeitslosigkeit, Problemen ect. ja - Mitleid mit einem Alkoholiker hatte ich nie - denn sie haben die Chance auszusteigen, wenn sie wollen.
Wut, Hass oh ja, auch ich kenne das - es begleitet mich lange. Allerdings vergiftete es mich und nicht den anderen - Eigentore mag ich nicht. Je größer der Abstand wurde und desto weniger ich an den Menschen erinnert wurde und seine Handlungen, desto mehr Abstand bekam ich. Mittlerweile ist alles was Wut ect. betrifft weit, weit weg. Ich kann doch mit meinem Leben zufrieden sein, ob er es ist weiß ich nicht .... aber genau das ist ja auch nicht mein Gefühl sondern seins.
Ich denke auch nicht, liebe dicke Katze, dass diese Gefühle bleiben. Sie kommen durch Wut, Enttäuschung und auch das Zerbrechen aller Träume. Nicht zuletzt auch die verlorene Zeit, die Probleme, die vor einem stehen und und und. Aber je mehr wir mit uns selber Freundschaft schließen, desto mehr ist uns die versagte Freundschaft der Gegenseite egal.
Lieben Gruß von Dagmar