Beiträge von dagmar007

    Liebe dicke Katze,
    nun, gute Frage, wie kann man sich an Erniedrigung erfreuen. Ich kann es auch nicht, aber andere Menschen können es.

    Und eines muss ich Dir sagen: schon als Kind fand ich es einfach nur ekelhaft wenn ein Mensch die Kontrolle über sich verlor, allerdings ging ich und sah nicht zu wie diese Menschen verhöhnt wurden. Das es aber passierte war logisch: der Schwächere ist immer der Dumme. Nur begreift das wohl ein Alkoholiker seltenst, könnte noch der Meinung sein, er/sie ist die Stimmungskanone....

    Penner Mitleid ... nie in Verbindung mit Alkohol. In Verbindung mit Arbeitslosigkeit, Problemen ect. ja - Mitleid mit einem Alkoholiker hatte ich nie - denn sie haben die Chance auszusteigen, wenn sie wollen.

    Wut, Hass oh ja, auch ich kenne das - es begleitet mich lange. Allerdings vergiftete es mich und nicht den anderen - Eigentore mag ich nicht. Je größer der Abstand wurde und desto weniger ich an den Menschen erinnert wurde und seine Handlungen, desto mehr Abstand bekam ich. Mittlerweile ist alles was Wut ect. betrifft weit, weit weg. Ich kann doch mit meinem Leben zufrieden sein, ob er es ist weiß ich nicht .... aber genau das ist ja auch nicht mein Gefühl sondern seins.

    Ich denke auch nicht, liebe dicke Katze, dass diese Gefühle bleiben. Sie kommen durch Wut, Enttäuschung und auch das Zerbrechen aller Träume. Nicht zuletzt auch die verlorene Zeit, die Probleme, die vor einem stehen und und und. Aber je mehr wir mit uns selber Freundschaft schließen, desto mehr ist uns die versagte Freundschaft der Gegenseite egal.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Karotte,
    auch in meiner Familie gibt es keinen Alkoholismus. Aber eine strenge Erziehung, Eltern (Großeltern) die keine Gefühle zeigen können und somit meine Suche nach Anerkennung. Im schlechtesten Fall nach dem bereits bekannten Muster von Menschen, die eben keine Gefühle zeigen können oder gefühlsmässig verarmt sein könnten.

    Nur mit dem Unterschied: meine Eltern waren in sich bemüht, konnten eben nicht anders - mein alkoholkranker Freund hätte wohl anders können, wäre da nicht seine Krankheit.

    Hinzu kommt die Erziehung als duldende Frau und als positiver Mensch, der stets ein gutes Beispiel und geduldig und liebenswert ist. Leider dachte auch in meiner Erziehung niemand daran dass dieses auch dazu dienen kann ausgenutzt zu werden.

    Ich selber habe ja so und so mein Problem mit dem Begriff Co-Abhängigkeit - würde da viel lieber in Sachen Beziehungssucht ect. ausweichen. Das ich letztendlich bei einem Alki gelandet bin könnte Zufall sein, zumal der Alki wohl noch narzisstisch programmiert sein dürfte. Ein "nur" Narzisst hätte auch gereicht für selbige Verhaltensweisen.

    Wer zuviel helfen muss, eigene Grenzen nicht setzen darf oder kann, der muss depressiv werden - war ich auch!!!

    Ach Karotte, und wie ich das kenne... das bei sich selber bleiben wenn die Gedanken viel zu oft zu einem anderen Menschen fliegen.... Aber betrachte Dich mal: es wird anders oder? Die Gedanken fliegen am Anfang und dann hältst Du inne und überlegst (anders als zuvor wo es nur noch ein Ziel gab "ihn"). So zumindest spielt es sich bei mir ab. Ich spüre, Achtung Bodenverlust, "Daggi an Erde - bitte Bodenberühung".... dann wird es schmerzhaft und nach ein paar Tagen bin ich wieder geerdet.

    Lieben Gruß von Daggi

    Liebe dicke Katze,
    der Gedankenansatz ist gut. Wobei ich sagen muss, ein Voyeur scheine ich nicht zu sein, da der moralische Verfall für mich etwas war, was mich anekelte und ich irgendwann nicht mehr ertragen konnt anzusehen. Eine Faszination übt es auf mich nicht aus sondern zeigt mir dass bereits das Hirnkastl seine Schläge bekommen hat. Da ich mir besseres vorstellen kann als Krankenschwester für einen Pflegefall darzustellen, war das ein Grund für mich zu rennen, rennen, rennen und die Augen zuzuhalten um keine Anblicke mitnehmen zu müssen.

    Nein, ich war kein Publikum. Stand er hier vor der Türe, so lag ich unter dem Schreibtisch um keinesfalls sehen zu müssen welch ärmliches Wesen da vor meiner Tür steht und sich vor Wut fast ein Bein ausreisst.

    Nein, mir persönlich hat jede Begegnung und jedes Telefonat geschadet. Jeglicher Kontakt hat mich zurückgeworfen und jegliches Wissen was um ihn herum passiert. Alles das hielt mich von meinen eigenen Problemen und deren Lösung ab.

    Wie ist jetzt aber nun Dein Stand?


    Lieben Gruß von Dagmar

    Du Doro,
    hast Du Dir schon mal überlegt, dass andere Dich auch deshalb bestätigen ihm zu helfen, damit sie nicht selber in die Pflicht kommen könnten???

    Was Du nämlich übernimmst müssen sie nicht tun??

    Natürlich sind wir auf helfen und unterstützen gepoolt. Erziehung, Nächstenliebe und "das was Du nicht willst, was man/frau Dir tut". Natürlich müssen wir umlernen und uns distanzieren davon Bestätigung durch andere zu erhalten. Im Zweifelsfall werden deren Bestätigungen nämlich so ausfallen, dass am Ende der Rechnung auch sie nicht draufzahlen.

    Wenn eine Schwiegermutter eine Trennung nicht will weil er es alleine nicht schafft, dann ist es erstmal die Angst um ihren Sohn (da interessierst Du als Partnerin NULL). Dann wird sie sich die Frage stellen, ob sie ihm überhaupt helfen könnte.... was sie dazu tun müsste und und und.....

    lieben Gruß von Dagmar

    Für mich selber empfand ich dieses "Wutgefühl" gegenüber dem anderen immer als sehr schlimm weil es mich selber vergiftet hat. Ich habe mich in solchen Momenten gefragt warum ich einem anderen Menschen die Macht gebe in mir Wut auszulösen.

    Ich sah für mich die Gefahr in einem solch wütenden Gefühl zu Handlungen zu neigen, die ich vor mir selber nicht verantworten kann. Irgendwann war ich mir nicht mehr sicher, ob ich aus Hilflosigkeit, Verletztheit und Trauer überhaupt noch die Kontrolle über meine Handlungen hatte.

    Nachträglich muss ich sagen: "NEIN". Zwar konnte ich dumme Handlungen meinerseits vermeiden, aber oftmals nur Millimeter vor dem Zusammenprall.

    Allerdings hätte ich im Gegensatz zu Dir nicht gewartet wie die Laune, Verfassung oder Meinung des werten Herren einen Tag später aussieht. Das heisst ja ein weiterer Punkt der Abhängigkeit. Ist er so gnädig Dich mitzunehmen?

    ...wenn er nüchtern ist .... dann folgen wieder Zeiten, in denen er nicht nüchtern ist, oder? Und immer dreht es sich um ihn, oder? Alle Handlungen werden gesteuert von seiner Verfassung oder sehe ich das falsch??

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebes Kaltblut,
    damit aufgewachsen oder in Rollenspiele "rein"gewachsen. Es lieft so: immer und immer im Kreis, immer höher, immer enger und immer dem Absturz näher, der natürlich auch immer schmerzhafter wurde weil ja die Spirale höher wurde.

    Genau das erscheint mir der Punkt zu sein, wo zwei Menschen voneinander loslassen müssen (sie könn(t)en sich ja später neu kennenerlnen. Aber raus aus dem Trott ist das A und O. Und wie soll das in einem sich täglich gleichenden Rhytmus gehen?

    Zufrieden Leben - 48 Jahre habe ich benötigt bis ich dieses Gefühl spüren konnte. Morgens durch den Garten zu gehen, bevor es an den Arbeitsplatz geht, mich an den Pflanzen zu erfreuen. Beim Heimkommen auch mal ein Gang direkt zur Hollywoodschaukel und einfach mal alles gerade sein lassen. Früher nicht denkbar!!! Nicht ständig an mir oder meiner Figur rumnörgeln, ich könnte ja etwas tun ;) Meine Farben sind anders geworden - sei es im Heim - oder sei es am Körper. Das irre ist, die Sachen hatte ich schon seit rund zwei Jahren weil sie mir gefielen, ich aber nicht die Stimmung hatte sie zu tragen. Nunmehr ist das anders....

    Zufriedenheit, lange nicht gekannt .... dabei aber doch die Grundlage eines glücklichen Lebens.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen, liebes Minchen,
    ich gehe davon aus, dass das Vertrauen Deiner Kinder wieder kommt wenn sie spüren dass Du das was Du sagst (egal was) auch in Handlungen umsetzt. Kinder spüren sehr wohl was läuft (ich weiß von einem 17 und einem 13jährigen wie sie ihren alkoholkranken Vater und seine Aktionen erlebt haben).

    Laß Dich nur mal nicht verunsichern: versuchen kann er viel, ja sogar alles - aber das Umfeld, welches darüber entscheiden muss, ist ja auch nicht dumm und unerfahren.

    Komm erst mal zu Dir selber, komme mit der Trauer klar und allen den vielen Gefühlen einer Achterbahn. Danach kannst Du alles klarer sehen. Überfordere Dich nicht! Dieses Aufwachen ist grausam .... aber es kann helfen für eine Zukunft ohne schlimme Träume.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Elocin,
    in jeder Veränderung liegt eine Chance - mindestens eine ;) Ich befürchte aber hier kommt wieder die menschliche Grundeinstellung und der eigene Tiefpunkt. Freiwillig hätte ich mein "schlimmes" Leben nicht aufgegeben. Es brach alles von alleine zusammen egal ob Job, Partnerschaft oder Wohnsitz. So, nun musste ich komplette Veränderungen annehmen - musste !!! Alles zum Besten, es ging mir nie in meinem Leben besser. Aber nur, weil das Leben alles zerstört hatte und einen Wiederaufbau notwendig machte.

    Ich habe alles verändert und das war genau die Chance - alles neu und anders angehen können, zu dürfen und zu müssen. Neue Menschen, neue Arbeit, neues Lernen und neues Leben in einem anderen Haus.

    Ich kann Dir sagen, dass mein Ex-Partner als Spiegeltrinker alles Jahre "unauffällig" war. Großeltern und Vater starben innerhalb von weniger Wochen und alles, aber auch alles an ihm war unterstes Niveau geworden.

    Ist jemand trocken, denke ich es ist ein Schritt ins kalte Wasser. Dadurch, dass aber der Kopf mitarbeitet dürfte es möglich sein, genau diese Chance wahrnehmen zu können und wie Lobanshee leben zu können. Sich darauf freuen, es annehmen und einfach das Leben wirken lassen. Dazu gehört aber meines Erachtens das Lernen der eigenen Ängste anzunehmen und mit genau diesen Ängsten zu leben und sie zu bearbeiten.

    Meine Veränderung war die Chance in ein Leben, welches zuvor Siechtum war. Dennoch: ich nahm sie nur an weil mir nichts anderes übrig blieb! Ich hätte zuvor nämlich nicht für möglich gehalten, dass ich das erreiche, wie ich jetzt lebe. Vielleicht wäre es auch nicht der Fall gewesen??? Nichts ist so schlimm, als das es nicht doch für irgendetwas gut ist. Ohne diese schlimme Zeit wäre ich nicht hier wo ich jetzt bin...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    immer und immer wieder stoße ich wenn es um meinen eigenen Selbstschutz geht auf Muster der Erziehung (auch der christlichen), die es mir mehr als schwer machen meinen gesunden Egoismus durchzusetzen.

    Was habe ich nicht alles gelernt, was das Verzeichen quasi als Grundaufgabe von mir in mein Leben bugsiert xxx ect. Jeder Sünder bedarf einer zweiten Chance und und und.

    Alles Dinge, die mir sagen wie ich mit anderen umzugehen habe, Aussagen aber, die keinesfalls vorausschicken, dass der andere ebenso sorgsam mit mir umgeht. Geht er das nämlich nicht, so kann, darf und soll ich mich vor solchen Menschen schützen. Warum nicht auch auf exotische Art und Weise (damit meine ich nicht lügen!!!). Da aber setzt meine Erziehung mir Felsbrocken in den Weg. Das stinkt mir so was von gehörig......

    Mich abzugrenzen kann bedeuten beim x-ten Versuch unangenehm zu werden und persönlich (ist entgegen meiner Erziehung niemanden zu verletzen, allerdings wurde mir nicht gesagt was ich machen soll, wenn ich beständig belagert/eingeengt fühle) zu kontern um Abstand zu bekommen.

    Laut meiner Erziehung muss ich zuverlässig sein. Ein zweiter sagt also zu mir ich soll einem dritten etwas sagen. Sage ich es nicht, so habe ich Abstand von einem Menschen, der mich einengt und "belagert" bin also egoistisch und tue Gutes für mich. Ich habe mit der Sache nichts, aber auch gar nichts zu tun, der zweite ist nur zu faul selber etwas mit dem dritten zu regeln. Aber .... meine Erziehung sagt, das macht man/frau nicht.

    Ich sag Euch was: es geht mir so auf den Senkel, dass diese guten Grundlagen des zusammen lebens von gewissen Kreaturen missbraucht werden und dabei meine eigene Moral ins Wanken gerät. Mache ich es so, wie es Herz und Moral für richtig empfinden, so gebe ich meinen Eigenschutz auf und mache mich zum Werkzeug von Belagerern oder maulfaulen Kandidaten. Verhalten ich mich so, wie es mir gut tut, habe ich nicht nur ein schlechtes Gewissen sondern frage mich wo meine Moral geblieben ist.

    Toll ....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Kiddo,
    gut schon mal, dass Du erkennst, dass Du so nicht weiterleben willst. Gut auch, dass Du Dich austauschen willst, so erfährst Du nämlich dass es vielen geht wie Dir.

    Auch was Dein schlechtes Gewissen betrifft, welches ganz sicher nicht angebracht ist. Wenn jemand ein schwaches Herz hat und keine Aufregungen ertragen kann, dann muss der Betreffende selber daran arbeiten und sein Leben so stabil wie möglich handhaben. Das scheint mir aber so nicht der Fall zu sein.

    Auch ich habe alle meine Kraft verloren. Kurz bevor das letzte Flämmchen ausging packte ich die wenigen Zündhölzer und ein paar Blätter Papier und baute mir ein neues Lagerfeuer, weit weit weg von diesem bedrohlichen Wind, der mein schwaches Feuerchen hätte ausblasen können und dürfen. Nunmehr brennt nicht nur in meinem Holzofen eine lodernde Flamme.

    Allerdings musst Du für Dich in Erfahrung bringen was Du möchtest oder nicht möchtest. Wie Du weiterleben möchtest und was Du "aushalten" kannst. Beides ist schwer: das Leben mit einem Suchtkranken wie auch die Trennung von einem Partner. Hier genau bist Du gefordert alle Eventualitäten der Zukunft, der Gegenwart und Deiner eigenen Kraft in die Waagschale zu werfen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Skybird,
    auch ich würde bratpfannenschwingen (wie könnte man diese Vorstellung vergessen ;) hier einklinken. Tja Loreen, Du machst Mut, aber mir geht es da ähnlich wie Skybird: Mehr Angst als Vaterlandsliebe.

    Einfach auch deshalb weil gerade zu Beginn auf beiden Seiten die selbigen Gewiche aufliegen sollten. Das heisst, was ich nun für mich gelernt haben zu meine, zwei Menschen müssen aktiv daran arbeiten zusammen zu kommen. Keiner darf hier das Gewicht der Waage zu sehr strapazieren und zu einseitig etwas auf die Waagschalen legen, sonst könnten wir ins alte Fahrwasser kommen. Ich empfinde das als sehr schwer. Vor allen Dingen auch deshalb, weil ich unanagenehme Dinge gerne schnell erledige. So, nun stellt sich die Frage wieso unangenehm? Nun, vielleicht ist jemand wieder nicht so, wie man/frau dachte? Oh je, schafft einer von beiden den Sprung, damit es in die Tiefe geht oder lamentieren beide nur so vor sich hin? Na, da war es doch früher einfacher: da bin ich im Notfall über das Ziel hinausgeschossen, habe mich dann so blamiert, dass ich schon selber dafür sorgte dem Betreffenden nicht mehr über den Weg zu laufen ;)

    Heute ... bähhh.... heute weiß ich solche Vorgänge benötigen Zeit, sie bedürfen Aktionen von beiden Seiten. Wenn etwas dahinter ist, dann finden diese Aktionen statt, falls nicht - dann könnte wieder der Helferlein mit seinen Aktionen unterwegs sein.

    Aber einfach Mädels, dürfte das alles nicht sein ....

    Aber, was soll's - durch müssen wir.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Pain,
    er kann sich nicht ändern weil er krank ist - aber Du kannst sehr wohl Deinen Schmerz abstellen - erstmal wird er größer, wenn Du Dich von einem suchtkranken Menschen distanzierst, aber er wird weniger. Dein Herz bibert nicht mehr jeden Tag vor Angst (aber es tut anfänglich schon noch beständig weh). Irgendwann einmal kommen dann die Glücksmomente (ohne dem Ex) irgendwann kann man/frau wieder ein eigenes Leben führen.

    Der Weg dahin ist alles andere als leicht, aber Dein Nickname sagt schon genug aus, wie wenig leicht es Dir jetzt geht. Lieber ein Ende mit Schmerzen als Schmerzen ohne Ende. Und fast sicher lässt sich sagen dass da wo ein Suchtkranker keine Veränderung wünscht auch keine eintreten kann. Das funktioniert ja zuweilen nicht einmal bei denen, die wirklich wollen die aus der Bahn geworfen wurden.

    Halt Dich wacker - es geht, schau ich hatte alles verloren - und nun soviel gewonnen: Job, neues Häuschen, neue Bekannte und die alten Freundschaften haben sich so bewährt und waren so stabil. Aber der Weg war kein leichter.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich wäre vermutlich auch ins Krankenhaus gegangen, hätte alle meine Hoffnungen in eine riesige Handtasche gepackt und vermutlich Wochen später wäre ich wieder da gestanden wie zuvor. Ohne Dir den Mut nehmen zu wollen sehe ich eben die Gefahr eines Endlosreigens, da sich ja nichts verändert hat - ausser dass zwangsweise kein oder weniger Konsum angesagt ist.

    Es zeigt mal wieder "anbandelt ist glei, aber wie kummst wieder frei".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Na, was ist denn heute wieder los? Welcher Planet schickt denn da irgendwelche komischen Strahlen ab?

    Es sieht so aus, als wäre mein Folgearbeitsvertrag geschrieben - nur habe ich ihn noch nicht erhalten, hätte ja noch zwei Monate Zeit, schön aber, dass er wohl geschrieben ist (sagte mir die zuständige Sachbearbeiterin und wunderte sich, dass ich diesen noch nicht bekommen habe).

    Dann aber war der Tag nicht mehr mein Freund:
    Einkaufen in den nächstliegenden Shop einer Kette - Hilfe das Auto des Ex an dessen Arbeitsplatz. Einkauf in schnellstmöglicher Zeit abgewickelt und etwas unwohl nach Hause (ein Aufeinandertreffen muss nun wirklich nicht sein). Toll, habe ich solche imense "Kräfte" dass der mein Unwohlgefühl spürte und gleich mal im Anschluss an meinem Haus verbei tuckern muss.....

    Nun, eigentlich hatte ich nun schon genügend Begegnungen der ungewollten Art. Es sollten jedoch noch eine (unnötige) und eine komplett überflüssige (Der Nachbar dem ich sagte er enge mich ein läutet zwar nun nicht mehr, steht aber vor der Türe mit "klopf, klopf jemand zu Hause?" Sehr ideenreich - aber wie gesagt "einengen" heisst einengen und somit "nix klopf klopf - keiner am Türöffner". Vermutlich um mir klar zu machen dass er kein Specht ist hat er dann zwei Minuten später nochmals versucht anzurufen.

    Aber toll war diese Abfolge innerhalb von nichtmal zwei Stunden nicht. Gut, ich bin froh, dass es mir gelang den Einkauf abzuwickeln (wenn auch nicht in Bestverfassung). Aber es bedeutet zukünftig lieber wieder den weiteren Weg in Kauf nehmen.

    So, dann sind wir also in der nächsten Runde des wiederkehrenden Kreislaufes. Zwar mit leicht geänderten Vorzeichen (da mein Verhalten nun doch etwas bodenständiger ist), aber schön ist das alles dennoch nicht (ausser der nun fundierten Hoffnung auf einen verlängerten Arbeitsvertrag, der schon herrlich wäre, denn ich fühle mich dort sehr wohl).

    Nun ja, dann also auf ein Neues....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, unsere lieben Grenzen, da kann ich Gotti nur sooooo Recht geben. Beim Partner, beim Kollegen, bei Menschen, die einem nahe stehen. Denn nur so wissen diese Menschen was wir wollen und können uns entgegen kommen oder es lassen!

    Ich brauche da auch öfters mehrere Anläufe bis wirklich ganz klar ist was Sache ist. Zuweilen kann ich erst beim dritten Anlauf klar machen "Mensch, Du engst mich ein, ich will das nicht.". Aber es geht, halt langsam und Schritt für Schritt.

    Das aber, liebes Julchen, die Grundvoraussetzung Dein Leben überhaupt als Deines gestalten zu können und nicht als Marionette der anderen, die noch nicht einmal etwas dafür können.

    Ich habe früher in der Beziehung immer gefragt "Kannst Du bitte" meist war mir schon klar, dass ein maulendes "jaja" kommt und dann doch nichts. Ich also selber tätig wurde, dabei natürlich auch entsprechend mein Wutspiegel stieg.... Aber auch das war mein Problem. Ich hätte gehen können weil eben ein soziales Zusammenleben nicht möglich war.

    Du aber kannst Deine Wünsche äußern, ich könnte mir sogar vorstellen, sie werden erfüllt. Aber Hellseher sind nun mal seltenst in unserem Umfeld ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Vor allen Dingen denke ich, liebe Kathrin, liebe Fuego, dass dadurch dass quasi ein "neues Leben" gestartet wurde neue Menschen in eben dieses neue Leben kommen. Eine Chance gutes der Vergangenheit zu übernehmen und schlechtes nicht mehr zu tun, dieses aber bedarf eines Sortierens, was für mich verflucht schwer ist.

    Was war schlecht? Was war gut? Warum und wie umsetzen? Oftmals halte ich dann inne und denke "einfach mal geschehen lassen" und dann aus der Situation heraus handeln. Schon alleine deshalb weil mich die Emotionen des gerade erlebten überrollen würden wenn ich alle klitzeklein analysiere.

    Je mehr die Entwicklung voran geht, desto eher verschwindet die Belastung - der Mensch - aus der Vergangenheit. Bei mir ist er noch da aber wie ein Neutrum. Eigentlich "nur" wie ein Fall einer Analyse, wo ich mir meine Beteiligung heraussuche was ich nicht gut an mir fand um es für die Zukunft zu versuchen zu eliminieren.

    Ja Fuego, die Haare ändern sich, die Kleidung ändert sich - das optische Umfeld von Wohnung und Haus mag sich ändern. Ich bin heute vor meinem Hexenhäuschen gestanden, habe mir überlegt, welche Eigenzüchtungen (wenn sie denn was werden) in die Blumentöpfe kommen. Da kamen mir die Worte der letzten Tage eines lieben Menschen in den Sinn "Du bist für alle Zufluchtsort". Bei dem Blick auf Haus und Pflanzen habe ich das gespürt, was ich zuvor nicht verstanden hatte. Gestern war ich in der Dunkelheit vor dem Haus. Rund 6 Solarleuchten in normalem weiß und drei in blau mit dem Motiv Sonne/Mond/Sterne. Ein leichtes LIcht, unauffällig, aber doch leuchtet es den Weg. Ebenfalls wurde mir gesagt "Du bist alleine, aber nie einsam". Diese Worte konnte ich erst nachvollziehen als ich mein Haus in der Dunkelheit sehen konnte.

    Diese Art von Gestaltung, dieses Warmherzige, war schon immer da - aber ich konnte es so nicht leben. A) vom Gefühl und B) vom Platz. Jetzt beginne ich auch zu verstehen, warum Spaziergänger immer so ins Innere des Hofes sehen - als ginge etwas davon aus (das könnte positiv wie negativ sein).

    Mal ehrlich Kathrin, schau Dir Dein Leben jetzt an: würde Dein Ex-Partner überhaupt noch rein passen?
    Meiner nicht......

    Lieben Gruß von Dagmar,
    die noch nicht gebügelt hat sondern zig Tomaten verzeinzelt hat.

    Das Netz fasse ich in der Beziehung nicht mehr an - mein Ex-Lover war eine Netz-Bekanntschaft. Wobei mich die Entfernung an einem Kontakt hindern würde, falls vorhanden. Ich habe damals meine Freunde und Familie 120 km hinter mir gelassen und kam mir hier vor wie in der Fremde. Hier ist es ländlich bis geht nicht mehr, ich kam aus der Stadt.

    Nunmehr, in diesem Ort ist es anders. Schon die örtliche Blaskapelle spielt Songs der Rock-Kategorie. Aber der Ort zuvor, da ging nichts .... und ich war sooooooo einsam, wollte auch nicht heimisch werden. Hier ist es anders. Ich habe schon die ersten Erdbeer- und Schnittlauchpflanzen verehrt bekommen.

    Nein Kathrin, ganz im Ernst, mir war gestern schlecht als mir das auffiel. Mein Gegenüber hätte vielleicht nie etwas unternommen wäre ich als Schaf nicht wiehernd losmarschiert. Somit wäre vielleicht für beide eine schlimme Zeit erspart worden.

    Wäre er aber in "Puschen" gekommen (Schuhe ;) so hätte er sich vielleicht an das erinnert, zukünftig in seinem Leben auch mal den allerwertesten hochgebracht.....

    Mir hat das gestern echt einen k.o. Schlag verpasst, weil es mein komplettes Handeln in Frage stellt und das wie ich derzeit noch gepoolt bin. Ich stehe also derzeit auf der Null-Linie.

    Ich denke schon es ist o.k. auf Antworten zu warten und sich darüber zu freuen, so lange das Leben noch weitergeht. Ich stand gestern auch da und fragte mich ob ich noch ganz echt bin da in Gedanken von früher und heute zu hängen und nichts zu tun. Quatsch :) 3 Maschinen gewaschen, einen Tisch lackiert, Bude gemacht, Garten gemacht, Töpfe geschrubbt (Riesengrößen ab 50 cm).

    Nein, ich denke, es muss in der Realität bleiben und in der Relation. Ich darf an jemanden oder etwas denken, darf dabei aber weder mein Essen, noch mein Tagespensum noch meine persönliche Verfassung ganz verlieren. Ich darf sie kurzzeitig auf "nachdenklich" schalten, aber mich nicht darin verlieren.

    Ich darf an andere Menschen denken und mir Gedanken darüber machen - aber sie dürfen nicht mehr mein Leben beherrschen.

    Ich darf nicht mehr unglücklich sein, wenn manche Menschen nicht zu häufig - 24 Stunden am Tag ;) in meiner Nähe sind, sondern ich darf mich darüber freuen Menschen zu kennen die Freiraum benötigen und auch geben.

    Ja, liebe Kathrin,
    irgendwie ist das als ob man/frau frisch als Teenager unterwegs wäre...... Schlimmm..........
    genau das wollte ich nie mehr !!!!!! (Habe mir auch deshalb oft überlegt die Beziehung nicht zu beenden. Nie wieder Liebeskummer wollte ich - nun ja, hatte ich ja dank der Prinzessin Alk - nie wieder erobern oder erobert werden wollte ich - alle Männer waren für mich "nur" Menschen. Ging so lange gut, bis die Gegenseite auf andere Ideen kam ;)

    Lieben Gruß von Dagmar
    (die sich aber eine Partnerschaft immer noch nicht vorstellen kann)

    Liebes Trauriges Herz,
    nein, es ist nicht "einfach gesagt" es wurde zumeist von den Schreibern mit viel Trauer, vielleicht sogar Verlust des eigenen Lebensmutes, selber durchexerziert.

    Aber auch hier gilt - und das habe ich persönlich erlebt wie ein Alkoholkranker: erst wenn man am Boden liegt und das Leben quasi vorbei scheint, dann gibt es eine Auf. In meinem Fall durch die Trennung, durch die ich begann wieder Mensch zu werden.

    Jede-/r muss für sich selber entscheiden ob er in der Lage ist eine Trennung durchzuführen und sie zu wollen. Ich wurde innerhalb der Beziehung depressiv und selber krank. Mein Leben war keinen Cent/Eurone mehr wert. Als als mein Leben nutzlos und wertlos erschien konnte ich handeln.

    Nun lebe ich: ärmlich - aber glücklich !

    Ich würde hoffen, Du findest für Dich vorher eine Lösung - egal welche - die Dir zur eigenen Zufriedenheit verhilft.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Laurina,
    als würdest Du von mir sprechen in Sachen Geduld beim handwerklichen oder Geduld mit dem "anderen". Wenn auch in meiner Familie kein Alk-Problem vorlage, so war es eine preussische Erziehung, die ebenso wenig liebevoll sein dürfte wie alkoholkranke Eltern.

    Ich sage Dir, gestern wurde mir ganz schlecht als mir auffiel, dass ich in den für mich schädlichen Beziehungen der aktive Part war. Entweder ein Bruder, eine Schwester oder ein Kumpel sagte mir dass (wobei ich vorher schon die Schwärmerei des anderen entdeckt hatte) dass derjenige zu schüchtern sei.

    Klar, als guter co ist frau ja Helfer in allen Dingen, springt über den eigenen Schatten ist ja nicht so schlimm, wenn jemand schüchtern ist blablabla....

    So, nun stehe ich in selbiger Situation.... Nur: ich will Begegnungen auf Augenhöhe. Ich will kein stark/schwach-Prinzip oder keinen schwach-/starken Kontakt der "nur" Freundschaft ist. Somit erwarte ich von der anderen Person dass auch sie über ihren Schatten springt. Wenigstens ein paar Mal. Ich habe kein Problem damit aktiver zu sein, ich habe sehr wohl Probleme damit wie in der Vergangenheit für andere die Suppe auszulöffeln und diesen ein bereits gemachtes Fundament an Freundschaft / Bekanntschaft zu liefern. Beide müssen über ihre Schatten springen, beide müssen miteinander etwas erarbeiten - nur so können auch später Probleme bearbeitet werden.

    Aber Hilfe - auf so etwas wäre ich früher nie gekommen!!!! Die Kombination dessen, dass ich es jemandem zu einfach gemacht habe, dieser gar nicht an seine Grenzen gehen musste (warum auch, habe ich Doofel ja übernommen). Wie soll so jemand später Problemen gegenüber aufgeschlossen sein, die ja von Anfang an innerhalb der Beziehung vom anderen gelöst wurden.

    Wie sollen Probleme abgearbeitet werden, bei der Einstellung "der andere macht das schon"..... Mir war schlecht, schlechter, am schlechtesten, als mir diese Folgerung aufgefallen war. War ich doch früher stolz selber auswählen zu können und nicht ausgewählt zu werden. War ich doch der Meinung all die schmachtenden Blicke müssten Liebe und Zuneigung sein. SChwärmerei, das waren sie wohl sicher, aber wäre es wirklich "Liebe" gewesen, dann wäre - irgendwann, auch nach längerem Anlauf - ein über den Schatten springen des anderen möglich gewesen.

    Ich hatte Geduld mit dem anderen, habe ihm im Notfall die Aufgabe abgenommen. Schön.... aber wohin hat mich das geführt? In Beziehungen, die nicht auf gleicher Ebene geführt wurden.

    Horror, was da so alles nachträglich rauskommt...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Looserin,
    es geht nicht um Trennung :) Es geht um Distanzierung. Bei mir war es Trennung ! Aber wichtig ist sich frei zu machen von den Forderungen des Umfeldes und die eigenen in den Fordergrund zu stellen. Erstmal das langsam zu lernen, eine (eventuelle) Trennung ist zu so einem Zeitpunkt vermutlich nicht durchführbar.

    Lieben Gruß von Dagmar