Beiträge von dagmar007

    Ja, liebe Pandora, das kenne ich :) Es geht nicht. Vielleicht sollte es auch nicht aus dem Kopf gekickt werden sondern einfach nur als schöner Moment und schöner Kontakt in uns leben. Egal, wohin der führt.

    Allerdings, liebe Pandora - und das würde mich bei Dir interessieren - ist mir in den letzten Tagen etwas aufgefallen. Meine letzten Beziehungen waren ja (siehe Alk) mit beziehungsgestörten Menschen. Deren Brüderchen, Schwesterchen oder Kumpelchen erzählten mir immer wie diese Herren mich mögen, aber doch sooooooooo schüchtern sein.
    Ich Schaf sprang über meinen Schatten und war der aktivere von beiden. Kampflos konnten diese Herren sich also in meinen Schoß fallen lassen ohne selber über ihren Schatten zu springen. Somit haben sie es auch später nicht getan wenn es um den Bestand der Partnerschaft oder andere Probleme ging.

    Jetzt sehe ich es anders: ich bin bereit bei einem schüchternen Menschen (wo auch Brüderchen und Schwesterchen an mich herantreten, was gerade der Fall ist ;) aktiver zu sein. Will aber von seiner Seite ebenfalls sehen dass er den vorhandenen Mut zusammennimmt. Ich will nicht wieder die Verantwortung übernehmen ob etwas zu Stande kommt oder nicht. Ich will einen Kontakt auf Augenhöhe, wo beide ihre "Hemmungen" überwinden lernen. Sonst nämlich würde ein Ende so sein, wie bei meiner Alk-Beziehung. Probleme werden nicht angesprochen oder auf die Schultern desjenigen gelegt, der aktiver ist.

    Da würde mich interessieren, warst Du in Deiner letzten (den letzten) Partnerschaften ähnlich "dämlich, schäflich" wie ich oder entfällt das bei mir gewesene.

    Lieben Gruß von Dagmar

    die schon werkelt bis zum geht nicht mehr :)
    Bügeln darf ich auch noch - das heute und gestern gewaschene :) Wir haben ein sehr ähnliches Timing, wer weiß was noch alles ;)

    Du wirst Dich wundern, liebe Diana, was sich alles verändern kann wenn wir den Focus auf uns legen und beginnen - was eine harte Zeit ist, das möchte ich nicht verheimlichen - zu hinterfragen was wir wollen oder nicht wollen. Wenn wir nur uns und unsere Meinung versuchen zu erspüren und wahr zu nehmen und uns vom alkoholkranken "Gesäusel" distanzieren.

    Aber dazu ist es notwendig Farbe zu bekennen. Du bist soweit zu erkennen was in Deiner Familie läuft. Ich spüre viel Traurigkeit in Deinen Worten, fast schon "Aufgabe". Ich kann es gut nachvollziehen, denn auch mein alkoholkranker Partner hat mich über 10 Jahre in den Strudel seiner schlechten Laune und des Pessimismus gezogen.

    Aber ich wollte wieder leben, ich hatte alles verloren... Job, Wohnung ect. durch die Trennung vom Alk-Partner. Nun bin ich so arm wie nie in meinem Leben was das finanzielle betrifft und so reich an Emotionen, Gefühlen und wertvollen Menschen wie nie zuvor.

    Viel Kraft wünscht Dir Dagmar

    Liebe Antipalm,
    herzlich willkommen hier in unserem "Problemeck". Ich würde sehr hoffen, dass das Lesen unserer Geschichten Dir manch einen Aha-Moment "schenkt".

    Ich selber möchte mich überdeutlich von der Meinung von Trauerkloss distanzieren. Wenn ein Mensch "nur" xyz Euro vertrinkt, sagt das beileibe nochnichts über seinen Zustand, seine Menge oder seine körperliche Verfassung aus.

    Ich kenne Menschen, die "saufen" noch billiger und sind fertig. Ich hatte eine Leasingkraft, die ganz sicher billiger in der Beschaffung war: sie trank nämlich Spiritus mit Multivitaminsaft. Einfach weil ihr das Geld ausgegangen war. Auch sagen die Euro-Verbrauchsmengen absolut NULL darüber aus, was an anderen Orten kostenfrei konsumiert wird. Davon einmal abgesehen, werden Gehirn und Organe betroffen, Gehirnschäden nicht ausgeschlossen und da wird gemessen über "nur" Euros. Leute, so kann die Endabrechnung teuer werden für die lieben Angehörigen.

    Ich habe einen Austicker erlebt von jetzt auf nachher nach Jahren schleichenden Genusses, der geringer war als der TEURO-Verbrauch von Trauerkloss.

    Sexentzug ... ja logisch, kenne ich auch - weil der Ekel größer war bei mir. Irgendwann wurde ich dann gegen eine trinkende Partnerin ausgetauscht, die selber wohl eine Fahne hatte oder sich an seiner nicht störte. Ich danke dem lieben Gott für die Grausamkeiten, die ich damals erleben musste. Nunmehr lebe ich in Frieden ohne Ängste und ohne Fahnen in meinem Umfeld. Ekel kenne ich nicht mehr. Ekel den ich früher jeden Tag hatte. Dieses Ekel nicht mehr kennen hat sich auch in anderen Bereichen ausgewirkt. Ich habe selber meine Toilette repariert, Echsen angefasst um sie vor meinen Katzen zu retten weil mein "Ekelkonto" nunmehr unbelastet ist.

    Und Du glaubst Antipalm, Deine Kinder fühlen sich wohl in einem Gewirr von Gefühlen ihrer Eltern. Ich kann es mir nicht vorstellen....

    Denk mal nach was Du für Dich möchtest? Was Deine Kinder für ein gesundes aufwachsen benötigen und wie und mit wem das möglich wäre.

    Ich habe mich getrennt von meinem Expartner da Gefahren durch Gerichtsvollzieher, finanzielles Verausgaben, Fahren mit Alkohol, Führerscheinentzug, Arbeitsplatzverlust und ähnliches drohten. Wenn der finanzielle Aspekt für Dich wichtig ist, dann rechne mal durch was es kosten würde wenn Dein alkoholkranker Mann zum Pflegefall wird.......

    Les Dich hier ein bischen durch, dann findest Du diese Geschichten von Krankheiten und Pflegefällen.

    Viel Kraft wünscht Dir Dagmar

    Zuweilen ist ein Lernpfad auch ein Trampelpfand, ich persönlich empfinde es gerade so. Wohl beginne ich nun zu lernen, was mir gut tut, wieviel davon unschädlich ist und wann ich mich wieder erden muss und auch positiven Eindrücken entziehen muss.

    So, klasse, da kriege ich mich nun besser auf die Reihe. Womit ich überhaupt nicht umgehen kann ist die Nähe, wenn ich auf andere zugehen soll, darf, kann. Ab welchem Moment ist etwas "zuviel" und vermittelt einen falschen Eindruck? Speziell bei Menschen, denen es nicht unähnlich geht wie mir, die einfach "vorsichtig" sind ist das verdammt schwer....

    Auf der einen Seite das tun, was ich für richtig halte und mich nicht nach dem anderen zu richten und auf der anderen Seite ein Level beibehalten, welches die Zeit berücksichtigt, die für eine Entwicklung notwendig ist. Ehrlich gesagt, ich finde da meine Balance (noch) nicht. Ob es da auf der einen Seite gut ist sich einfach ganz zurück zu ziehen und einfach mal das Leben spielen zu lassen oder sich vortasten ....

    Keine Ahnung....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh Nancy,
    diese Stimmung habe ich schon seit ein paar Tagen. Vielleicht sogar angebracht: wechseln nicht sogar die Jahreszeiten? Sind Frühjahr und Herbst nicht Übergänge?

    Ich bin auf einem Lernpfad, der sich anfühlt wie ein Trampelpfad. Ich muss lernen im Umgang mit neuen Menschen, mit denen ich noch nicht vertraut bin zu lernen was die angebrachte Nähe ist. Ohne andere zu ersticken, Abstand gleichzeitig und Nähe ohne dass das Gegenüber sich belagert/links liegen gelassen fühlt. Ich kriege es nicht hin.... Was ich früher tat war nicht richtig, was und wie ich es jetzt tun soll weiß ich noch nicht.

    also, liebe Nancy, ich kann die gewünschte Kraft gut brauchen. Du siehst, wenn die Beziehung überstanden ist, dann geht es erstmal richtig los.

    Dann dachte ich: Mensch, Du hast den ganzen Tag nichts richtiges gemacht. Quatsch - Tisch gestrichen, wenn auch nicht optimal, 3 Maschinen Wäsche und und .... aber dieses Robinsongefühl streut Unzufriedenheit mit sich selber. Nun sind die Katzen drin, die Bude zu und ich mache mal eine Runde "Lonly Cowgirl".

    Und das obwohl vor ein paar Tagen jemand meinte: du bist alleine, aber nie einsam.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Kathrin. Ich habe mir da vorhin überlegt, dass das - bei mir - irgendwie mit dem "aushalten" zusammen hängt. Kann ich etwas nicht gleich erledigen, dann steht es - und sein ungewisser Ausgang - auf meiner To-Do-Liste. Ich kann kein Ergebniss erzwingen sondern muss waaaaaaarten...

    Als Teenager habe ich ein Ergebniss provuziert, lieber negativ als nichts. Ich habe das Spannungsgefühl nicht aushalten können.

    Also muss ich mich halt lernen auszuhalten ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Geniales Wetter, seit 7.00 Uhr bin ich aktiv und versuche handwerklich etwas auf die Reihe zu bringen, mit mässigem Erfolg ;)

    Ich hatte Angst vor dem Frühjahr und der sonnigen Zeit dass mich hier die Gedanken in die vergangene Partnerschaft ziehen. Dem ist nicht so, schon mal Glück gehabt. Ich verspüre gerade so ein Jonglieren zwischen Vergangenheit - vor der Suchtbeziehung - und dem jetzt. Nicht so ganz einfach. Ich habe früher einige Bands gemangt. Wenn ich deren Stücke höre dann kommt natürlich viel hoch an eigenem Erleben, Erlebnissen und so manchen Fragen für heute und morgen.

    Ich stelle fest, dass ich ganz ganz vorsichtig sein mit der Dosierung vieler Dinge/Kontakte. Immer wieder brauche ich ganz klare "Stopp"-Punkte wo es einfach Zeit wird ein Thema nicht per Gedanken zu stark zu bearbeiten.

    Bezieht sich oft auch auf das "was war früher (vor der Suchtbeziehung) wie und was ist jetzt anders" oder was wünsche ich mir an Entwicklung für mich.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh Ette,
    Mensch, dann wünsche ich Dir gute Besserung. Ich kenne das aus der Holzzeit wo es so kalt war und ich mein Holz schleifen und spalten musste. Das rechte Handgelenk im Eimer, tat immer weh - und der Schlaf ist auch nicht mehr so erholsam wie zuvor, weil ja auch hier die Hand weh tut.

    Ich wünsche Dir ganz, ganz schnelle Besserung und dass Du eine gewisse Schonung ermöglichen kannst.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    Geduld ist ja nun nicht gerade meine starke Seite. Nun habe ich gerade für mich festgestellt, dass es erstaunlich ist, wieviel Geduld ich doch hatte was das ausharren in einer schädlichen Beziehung betrifft oder die Hoffnung auf vermeintliche "Besserung".

    Wie wenig Geduld ich jedoch habe, wenn es um ganz normale Dinge geht, die sich auch "normal" entwickeln. Dinge, Vorgänge und alltägliches, das einfach seine Zeit und Entwicklung benötigt.

    Es ist wohl einfach so, wenn man/frau sich in einem Kreislauf befindet dann kommt man schwer und langsam heraus. Sind es jedoch "neue" Dinge, dann kommt eine gewisse Erwartungshaltung bzw. Erfolgsdruck hinzu. Wenn ich da an meinen Tisch denke, den ich versuche zu lackieren, da würde ich gerne die zweite Schicht anbringen, obwohl die erste noch lange nicht trocken ist.....

    Zwar habe ich mittlerweile "Ruhe" gelernt. Dennoch, oft muss ich mich besinnen, erden und mit mir Selbstgespräche führen. Es klappt dann immer ganz gut mit dem Kopf alles ganz normal zu betrachten, aber der Automatismus allem seinen Werdegang zu lassen, der ist noch nicht da.

    Und das, obwohl mir bewußt ist, dass viele Vorgänge geschehen müssen, sich setzen müssen um dann in die neue Runde zu gehen. Rund um Runde zeigt sich dann nämlich ob es überhaupt bis zur letzten Runde kommt oder der "Kampf" abgebrochen wird.

    Wie ist Euer Umgang mit Eurer eigenen Geduld?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh, wie ich das kenne, liebe Nancy. Bei mir Vorstellungsgespräche oder Schulungen, Hilfe, wo ist der Ort überhaupt, wenn mein Auto kaputt geht, Hilfe, Hilfe, Hilfe.

    Ich habe es alles auch alleine geschafft, und werde ruhiger. Aber der Weg dahin ist schrecklich! Nur Nancy, eines ist klar: Menschen, die unser Leben begleitet haben kennen diese - unsere - Schwachpunkte und Ängste und wissen sich dann wieder ins Spiel zu bringen.

    Ich kenne Deine Situation nur zu gut - muss sie zuweilen leben - hatte ja vor zwei Wochen auch eine Schulung, zu der ich mit dem Auto kommen musste. Oder wenn ich meine Mutter besuche, 120 km einfache Fahrt. Sehr hilft mir das Wissen ein oder zwei Freunde würden versuchen mir zu helfen wenn ich unterwegs stecken bleibe. Auch habe ich - auch wenn es dem Geldbeutel weh tut - wieder eine Autoclub-Mitgliedschaft gemacht. Dann weiß ich wenigstens wohin ich meine Panik schicken kann ;)

    Schau Nancy, ich bin seit 7.00 Uhr dabei einen Tisch zu streichen. Belege gerade wie man/frau es am Besten nicht macht. Ca. 10 Meter unterhalb ist ein lieber Nachbar dabei professionel ein Blockhaus aufzubauen. Kein Problem runter zu gehen und zu sagen: "Du helf mir mal, ich stelle mich zu dumm an". Ganz schnell hätte ich Hilfe! Aber ich denke Nancy, wir sollten alleine mal versuchen, was wir können. Wer weiß, vielleicht sieht mein Modell nach dem x-ten überstreichen passabler aus.

    Selbiges gilt mit dem Hochschleppen.... Ich habe mir das anders und leichter vorgestellt über die Treppen. Sprich: wenn das Teil lackiert ist muss ich ja aufpassen es nicht anstossen. Mensch, dann geht es halt über einen Tag bis ich das Ding drin habe - und die Pinsel gehen mit ins Haus ;)

    Wenn wir es dann mal geschafft haben unsere Schulten, Hände und Kreativität umzusetzen, dann dürfen wir diese (gestärkt) vielleicht auch eine andere Schulter lehnen ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Nancy, es scheint eine "niemals endende Geschichte" zu sein mit den wechselnden Launen. Durch den Alkohol natürlich noch viel schlimmer als bei Otto-Normalverbraucher.

    Denn eines will ich nie vergessen: jeder Mensch hat unterschiedliche Tagesverfassungen. Auch wenn ich persönlich auf Ausgeglichenheit (nach außen) gedrillt wurde um es andere nicht spüren zu lassen wenn es mir nicht gut geht (nur nicht auffallen ;) so kann auch bei mir der liebste Mensch den Moment auslösen "ach nee, nicht jetzt, bin geistig nicht fit" beispielsweise.

    Ja, liebe Nancy, wenn Süchtiger und Suchtmittel auseinander sind, dann geht es schneller mit der Distanz. Sag mal Nancy, ich will mal dumm fragen - bin vielleicht nicht ganz auf dem laufenden - aber hattest Du Dich nicht getrennt? Denn dann ist es ja normal dass seine Gefühle abflauen dürfen. Denn Liebe als solches war es wohl kaum.... da ja Liebe zur Flasche.

    LIeben Gruß von Dagmar

    Genial, wie es beginnt bei mir zu klingeln :)

    "Was sollen die Nachbarn denken, nur nicht auffallen" auch meine Erziehung und Generation. Auch die desjenigen, der mich auf dieses Thema brachte. Da ich sooooo gut bin im Erspüren von Feinheiten bei anderen (die diese aber für sich selber spüren müsste) bin ich dabei wenn mir bei anderen etwas auffällt genau diese Dinge bei mir selber zu hinterfragen.

    Jeder Mensch hat Glück verdient! Genau Laurina, da sind wir wieder "wie wir zu sein haben für die Nachbarn ect". Unauffällig. Genau, das was wir sind. Aber genau dazu gehört ein starkes Elternhaus oder wahrhafte Freunde, einfach Menschen die stärken. Hat das aber jemand nicht, dann ist schon das zufrieden stellen schön. Ich finde es auch nicht negativ, aber ich spüre bei diesen Worten dass viel mehr da sein kann, als Mensch sich selber erlaubt.

    Bescheidenheit und Demut sind sehr schöne Eigenschaften, aber auch noch eine weitere darf sich zu ihnen gesellen "Glückseeligkeit" wenn auch oft nur für Minuten.

    Wisst Ihr, ich war in den letzten Monaten viel zu beschäftigt mir Gedanken darüber zu machen wie ich nach außen wirkte - davon mal abgesehen war es mir einfach egal.

    Gestern bekam ich gesagt, wobei ich es nicht in solch schöne Worte binden kann:
    Du bist hier ein Zufluchtsort für alle (damit waren wohl einige Besucher gemeint) - ja, weil hier unsere Harmonie, der Tiere meiner und der von mir geschätzten Personen, zu gegen ist. Weil ich keine Wut mehr in mir spüre - weil eben das nach außen abstrahlt durch Pflanzen, durch ruhige Tiere.

    Mir wurde gesagt, ich solle bei einer Person aufpassen, wo diese ihre Hände habe? Huch - ich wurde als Frau gesehen. Hilfe, so hatte ich mich selber lange nicht mehr gesehen. Gut, seit ein paar Wochen registriere ich schon mich und mein Umfeld bzw. geschlechtsspezifische Aktionen. Aber es war nie wichtig und hat mich nie interessiert was davon nach außen dringt.

    Aber genau hier bin ich bei meiner Zufriedenheit angekommen, bei der egal ist was von außen gedacht und gespürt wird (es mich aber dennoch erfreut :) Genau weil mir das Außen egal ist scheine ich im Außen plötzlich "da" zu sein. Genau weil ich mich nicht anpasse, aber auch nicht rebelliere sondern nur mich lebe werde ich wahrgenommen. Zuvor "als wichtig waren was Nachbarn denken" wohl eher anders.....

    Als ich noch leicht zufrieden "zu stellen war" war es bequemer für mich - unauffällig und im Hintergrund. Jetzt aber, wo ich selber meine Zufriedenheit lebe ist es für mich etwas neues zu lernen wie ich diese Rolle ausfülle. Denn innerhalb von Monaten wurde ich in eine andere Position gerückt.

    Während ich als guter zufrieden gestellter Co immer jede Handlung gut überlegt habe reagiere ich spontan und frage mich dann zuweilen "huch, was machst Du jetzt hier, geplant war das aber nicht....".

    Nein geplant war es nicht, aber mein Wunsch - und es passiert ganz viel ohne dem Kopf. Das widerum ängstigt mich etwas. Wobei ich nicht kopflos bin, also kein Grund zur Beunruhigung ;) Nur, dadurch muss ich auch wieder eine ganz andere Verantwortung tragen. Da wo ich früher als graues Mäuschen untertauchen konnte weil ich ja zufrieden gestellt war sind die grauen Zeiten vorbei, zumindest heute und gestern.

    Somit bin ich zu Konsequenz und Klarheit innerhalb meines Verhaltens aufgefordert, das widerum ist als guter Co dann doch nicht ganz so einfach ;)

    Mann, mann, mann, was dabei heraus kommt, wenn ein paar Gedanken in die Möglichkeitsformen gebracht werden und dann auch noch in Bezug auf sich selber. Es ist so leicht über andere zu reden, zu urteilen oder anderen Menschen Ratschläge zu geben. Sich aber einfach nur selber beleuchten innerhalb von vielen Worten an andere ist ein vielfaches schwerer.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Na, da bin ich so richtig beruhigt :) dass Ihr meine wirren Gedanken sehr wohl verstanden habt.

    Genau das ist es nämlich der Unterschied zwischen einem in mir zufrieden sein oder einem zufrieden gestellt werden. Genau dieses mit dem Ist-Zustand zufrieden, aber sich freuen auf noch weitere mögliche Entwicklungen. Jetzt zufrieden sein aber in Erwägung ziehen, dass es das noch nicht war. Ohne verkappt immer weiter zu hangeln, schon inne zu halten aber aus der Situation heraus spüren, wo noch mehr gehen kann.

    Was es mit Co-Abhängigkeit zu tun haben könnte. Alles und nichts ;) Zufrieden stellen ist für mich von aussen zufrieden gestellt zu werden (was ich als Co ganz sicher wollte). Zufrieden sein oder werden heisst es in mir zu erarbeiten weil es aus mir kommt.

    Dieses Gespräch, dass mich zu Gedankensprüngen anregte war mit einem sehr liebenswerten, hilfsbereiten und zurückgezogenen Menschen. Ich denke oftmals in den Gesprächen, das wäre jemand, der auch Glück verdient hätte, sich glücklich zu fühlen und nicht "nur" zufrieden. Und da denke ich dann an mich. Ich war erst unzufrieden, als ich mich gelöst habe zufrieden, und nun stellen sich häufig Glücksmomente ein. Aber das ging erst als ich ein gewisses Ursprungsvertrauen entwickelt hatte und viele Ängste hinter mir gelassen hatte. Ängste wie "bin ich einem anderen auf die Füße getreten" "war ich zu vorlaut" "habe ich das alles richtig gemacht"....

    So, nun darf ich Brötchen verdienen gehen :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Aurora,
    auf diesem Wege versuche ich gerade ganz vorsichtig die ersten Schritte.

    Leicht ist es sicherlich nicht - alles neues Terraint - alles neue Schritte in noch nicht eingelaufenen Schuhen. So manche Blase begleitet einen da vermutlich die ersten km. Aber es wird besser wenn die neuen Schuhe eingelaufen sind ;)

    So vieles kommt mir bekannt vor, was Du schreibst, diese Drucksituationen, dieses Anwenden aller Macht von der Gegenseite, das eigene Gefühl der Ohnmacht bis praktisch nur noch die Flucht bleibt.

    Und dann, ja Aurora, dann hätten wir unser Leben lang flüchten können oder stehen bleiben und uns neu orientieren.

    In diesem Sinne,
    gute Schuhe für Deine nächsten km ;)
    wünscht Dagmar

    Weißt Du, liebe Karotte, für mich war und ist immer ganz wichtig, dass ich das Gefühl habe mit mir und meiner Arbeit zufrieden zu sein. Das ist nicht immer so: ein Palaktdrucker ist einer, der mit mir keine Freundschaft schließen will und oftmals bin ich gefrustet.

    Ich habe in der letzten Zeit auch so was ähnliches erlebt, wie das was Du schreibst. Kollegen aus dem handwerksbereich meinten auch "die Chefs akzeptieren den eher als mich, der nicht aus dem Rahmen fällt". Ich denke mal, manch ein Chef denkt sich seinen Teil und sagt nichts. Denn bei manchen Leuten ist "Hopfen und Malz verloren".

    Ich weiß auch nicht, liebe Karotte, ob wir immer erkennen können wie oder ob uns jemand schätzt. Es gibt eine Kollegin, die sehr, sehr kritisch und zuweilen auch ruppig mit mir umgeht. Gleichzeitig hat sie mir letztens etwas "verehrt" was altgedienten Kollegen noch nicht wiederfahren ist. Ich denke dieses "wert schätzen" wird manchmal auf eine Art gezeigt, die nicht offensichtlich sein muss, aber da ist.

    Ich denke auch, wir selber machen es uns manchmal schwerer als es ist. Wenn der Drucker mich ablehnt, von dem ich oben spreche, kann mein Abend gelaufen sein. Mein Chef sieht mich an und sagt, "wegen so einer Kleinigkeit...." Wer nun also ist mein größter Feind..... ICH - noch nicht mal der Drucker ....... ICH

    Toi toi toi wünscht Dir Daggi

    Genau das Doro, ich denke mal fast Du spürst es ähnlich wie ich - wenn ich frei interpretieren kann. Ich bin eine arme Kirchenmaus, aber zufrieden. Allerdings könnte ich für mich nicht sagen "wie oder ob man mich zufrieden stellen könnte" weil ich das selber mache.

    Ich glaube, an dem Punkt habe ich etwas gespürt. Nicht, dass Ihr mich falsch versteht, denn ich bin wirklich jemand, der unter dem Sozialniveau lebt und somit nicht mal Standard hat - dennoch glücklich und zufrieden - aber sich selber glücklich und zufrieden gestellt.

    Grundsätzlich bin ich mit dem Menschen schon einer Meinung und er lebt sich auch zurückhaltend und ohne Pomp. Finde ich toll, spricht mich an und wohl auch deshalb haben wir einen Draht weil es wohl so ist, dass Gefühle und Empfindungen da einen viel wichtigeren Stellenwert haben. Aber irgendwas hat mich an dem Satz "gerüttelt". Irgendwas sagte .... nixxx verstehn.....

    Schnell zufrieden geben Doro heisst für mich nicht viel haben wollen, wertvolles haben zu wollen. Sondern es steht für mich für "auch schwieriges erreichen zu können" es steht für mich auch dafür selber über den eigenen Schatten zu springen und etwas zu sagen, was ich mir eigentlich nicht trauen würde. Es steht für mich nicht für materielles und Wünsche sondern es steht für das was als "mehr" möglich ist. Ich kann mit jemandem zusammen leben oder kommunizieren, aber ich kann zudem versuchen gemeinsam noch harmonischer zusammen zu leben oder eine Kommunikation für beide Seiten noch offener zu gestalten. Es heisst für mich einfach nicht "anhalten" wo wir gerade sind sondern schönes, erstrebenswertes und beglückendes für möglich zu halten.

    Genau Doro, diese Kehrseite, genau das meinte ich zu spüren: für sich selber nicht mehr wünschen/einfordern. Ich versuche es am einfachen Beispiel: ich kann in einer Freundschaft offen sein aber dabei doch mein Innerstes für mich behalten. Das tiefere Verständnis dürfte aber erst dann möglich sein, wenn ich - Vertrauen vorausgesetzt - auch über innere Ängste reden kann oder innere Wünsche, auch wenn sie unrealisitsch sind, über Gefühle, die sich verworren anhören könnten und mir ein Gefühl geben mich zu blamieren. Ich meine damit einfach ich kann auf einem Punkt stehen bleiben, oder vielleicht einfach noch tiefer in mich selber gehen.

    Mann, bin ich wirr ... ob das überhaupt verständlich ist, was ich da von mir gebe.... Das hat in mir aber ganz, ganz viele Gedanken ausgelöst.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nachsatz:
    ich glaube, ich habe ein Problem mit der Forumulierung.

    Ich würde wohl für mich sagen "ich bin zufrieden" dabei gibt es für mich kein leicht oder schwer. Sondern höchsten ein ich bin "einfach zufrieden".

    Vielleicht hat mir diese Wortwahl suggeriert dass es die Bedeutung hat von "außen zufrieden(ge)stellt zu werden".

    Ein kleiner Satz, und soviele Gedanken, huch, das erschreckt mich fast....

    lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    diesen Satz "ich bin leicht zufrieden zu stellen" den hörte ich heute und der geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Wie leicht oder schwer bin ich eigentlich zufrieden zu stellen? Wie war es früher - wie ist es jetzt.

    Vielleicht hätte ich früher auch gesagt ich bin "leicht zufrieden zu stellen"? Stellte ich doch damals weniger Forderungen für mich selber auf, als mehr die dass es dem Menschen um mich herum gut geht.

    Bin ich jetzt schwerer "zufrieden zu stellen", weil ich auf mich achte? Geld habe ich weniger, kann mir keine Wünsche erfüllen und mein Leben beginnt stabil zu werden, kann aber immer noch wackeln, da ich ja nur einen befristeten Arbeitsplatz habe. Viel weniger auf der Hand, aber doch "zufriedener"....

    Was sagt ein solcher Satz den "tatsächlich" aus? Hat jemand, der "leicht" zufrieden zu stellen ist (wie ich es mir früher von mir einbildete) keinen Focus auf sich selber gelegt oder ist er/sie tatsächlich in der Lage sich durch das kleine Glück "zufrieden" machen zu lassen, wie ich es jetzt für mich empfinde.

    Eine kleine Frage, aus einem Gespräch heraus mit jemandem, der mir vor ein paar Tagen sagte Zufriedenheit bedeutet für ihn dass der Kühlschrank gefüllt sein sollte, das Haus warm ist und das Dach über dem Kopf dicht. Es muss keinesfalls das teuere Handy sein....

    Recht hat er! Aber ist das wirklich die Zufriedenheit - was ich mir vorstellen könnte - oder ist es ein "kleiner machen?". Habe ich mich und meine Wünsche früher klein gemacht oder als "unwichtig" empfunden??

    Ist ein bischen wirr, was ich schreibe, weil ich noch nicht so ganz den roten Faden habe. Aber der Satz wirbelt seit Stunden in mir. Wohl das Wort "Zufriedenheit". Bisher habe ich mir nur Gedanken gemacht über meine eigene und habe die wohl auch annähernd erreicht. Jetzt ist wohl nunmehr der Zeitpunkt gekommen, an welchem ich mein Umfeld beleuchte oder mich mit diesem auseinandersetze. Dazu war ich noch vor Monaten nicht in der Lage, da ich andere Menschen, deren Wünsche, Erwartungen und das, was oder wie sie wirklich sind, nicht wahrnehmen konnte.

    Was könnt Ihr mit der Thematik "zufrieden stellen" anfangen? Würde mich wirklich interessieren, denn irgendwie lässt mich der Satz nicht los - gleichzeitig aber auch das Gefühl selber "zufrieden zu sein", aber ganz sicher nicht auf "leichtem Wege oder einfach".....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich denke, liebe Jeniqua, auch das Vertrauen zu anderen Menschen kehrt zurück, so dass mit diesen darüber - oder andere tiefen Seiten in Dir - gesprochen werden kann.

    Meinen Freunden gegenüber habe ich nie vertuscht was geschah, am Arbeitsplatz bin ich wohl vorsichtig und Details kommen nicht zum Tragen aber ich sage sehr wohl dass ich (ich komme nicht aus der Region und werde natürlich gefragt warum und wie ich hierher komme, aufs platteste Land) eine 10 Jahres Beziehung mit einem Alkoholiker hatte.

    Mittlerweile bin ich auch soweit Menschen, die mein Herz erreicht haben und mich erst ein paar Monate kennen ansatzweise darüber zu informieren. Vorsichtig, ohne Details, aber ich habe nichts zu verstecken, es war so und andere Menschen soll(t)en vielleicht wissen warum bei mir manches anders läuft als bei anderen.

    Ja, ich weiß, was Du meinst. Gerade heute war ich wieder so froh die Kurve gekriegt zu haben in dem Bewußtsein, welcher Teufel los wäre wäre ich bis jetzt nicht gegangen und seine Kurzarbeit würde für erneute Zeit zum Trinken sorgen, während der Verdienstausfall das aber erschwert. Oh ja, und wie mir klar ist, von welchem Bömbchen ich abgesprungen bin.

    Wie klar mir ist, dass früher oder später hier ein Körper versagen wird, oder zumindest nur noch eingeschränkt funktioniert, was ich nicht mehr erleben muss. Dann nämlich hätte ich wirklich ein Moralproblem im Sinne von "Kranke lässt man nicht im Stich". So aber bin ich zuvor gegangen, als eben dieses "Krank" noch nicht so war wie es einmal sein wird.

    Aber Jeniqua - es ist keinen Tag zu früh abzuspringen und sich darüber bewußt zu werden dass man selber wertvoll ist. Dass Dein Leben und Dein Glück etwas sind, auf was Du DEIN RECHT hast. Deine Verpflichtung sollte nicht sein als Krankenschwester Deine Aufgabe zu sehen. Lebe Dich, beginne damit, auch wenn es schwer ist - es geht!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Doro,
    auch ich selber muss glaube ich von mir mir sagen immer einen Hang zur Schwere oder Melancholie gehabt zu haben, richtig glücklich über längere Zeiträume war ich nie. Gut, mein Leben war immer ein Kampf. Aber das ist es heute auch noch, aber heute lerne ich zu sehen und zu fühlen was Glück sein kann.

    Ich habe auch in Erwägung gezogen, dass genau diese Schwere - vielleicht auch Depression - mich genau in eine solche schädigende Beziehung gezogen hat. Dabei natürlich diese Gefühle noch intensiviert hat ud mich noch tiefer runter zog.

    Ich weiß verdammt genau, wovon Du sprichst und bin sehr verundert, dass eben das nicht mehr der Fall ist. Nachdenken ja, traurig sein ja, aber die Schwere die mich zuweilen runterzog, die spüre ich nicht mehr.

    Weißt Du Doro, als alles zusammenbrach und ich am Ende war, nicht mehr wollte und konnte, ich denke die Alk-Beziehung war nur ein Teil des Zusammenbruches. Eigentlich weinte und trauerte ich auch um ein Leben, welches ich nie gelebt hatte.

    Das aber können wir ändern Doro. Es geht ganz langsam, ganz bedächtig und fast ebenso schleichend wie mein persönliches Unglück der Vergangenheit.

    Lieben Gruß von Dagmar