Beiträge von dagmar007

    Ja, liebe Skybird,
    ein Jahr ... vor einem Jahr begann bei mir der Horror ... Und man/frau du oder ich blickt zurück. Es ist so, als erkennt man/frau sich oft nicht selber oder?

    Manchmal bin ich bei mir in meinem Leben und muss mich fragen ob ich mich kneifen muss oder soll.

    In den letzten Tagen war ich ganz "zerstreut" weil mir gesagt wurde: "Mein Bruder findet es unmöglich, dass Du so belagert wirst". Nun gut, diese Belagerung in dem Fall ist lieb gemeint, weil mir der Vermieter ein Rosenbeet richten will, welches ich eigentlich nicht wollte - nun aber doch sehr gerne annehme :) Somit ist er natürlich tattäglich da aber er stört mich nicht und nervt auch nicht, er arbeitet halt.

    Nur: dieses Sorgen machen um mich, das kenne ich so nicht. Dieses darauf achten, was um mich herum geschieht. Dann meinte sie noch, "wir denken jeden Abend an Dich". War ganz komisch.... Zum ersten, weil ich innerhalb meiner Familie dieses Gefühl nie hatte dass "die"(wir) an mich denken oder sich Gedanken um meinen "Schutz" machen. Vom Daddy der beiden bekam ich noch Schnittlauch zum einpflanzen. So ganz ungewöhnlich für mich dieses "umsorgen".

    Ja die Stimmungen in uns und um uns herum. Gerade unsere Tiere, die reagieren ja wohl sofort. Gerade jetzt, komischerweise während ich dieses familiäre "Kümmern" registriere, sind zum ersten Mal alle meine fünf Stubentiger zusammen gelegen. Irgendwie muss da doch etwas in der Luft schwirren. Energie, Kraft, Harmonie oder einfaches "loslassen vom Negativen". Erklären kann ich mir diese vielen Dinge nicht und ehrlich gesagt, ich habe doch (je besser es mir geht) immer mehr Angst, dass ich träume.

    Ja, Ihr Lieben, vor rund 12 Monaten wusste ich nicht mehr ob oder wie ich mit meinem Leben klar kommen soll .... Nur, das mit Rauchen liebe Skybird, steht bei mir schon auf der Wunschliste, heute schaffe ich es noch nicht ... aber ich weiß, dass ich es wenn ich etwas stabiler bin auch noch in Angriff nehmen werde. Denn auch das bin ich mir schuldig. Mich zu trennen von meiner Position "Sklave eines Glimmstengels" zu sein.

    Schön zu wissen, dass Du es geschafft hast, ich habe noch (derzeit) Angst davor....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Und sie geht weiter, diese Arbeit, da die Co-Abhängigkeit ja alles Bereiche des Lebens betreffen kann. Sei es die Hilfestellung, die ich anbieten möchte oder aber Gefühle, die ich von außen verspüre und es gewohnt bin mich als Anlass für solche zu nehmen.

    Meinem Arbeitgeber ist ein größerer Kundenauftrag auf Eis gelegt worden, 3 Arbeitsplätze dürfte das betreffen - rein kalkulatorisch. Mir also gleich das Gesicht runtergefallen, betriebswirtschaftliche Überlegungen um zu versuchen an anderer Stelle dieses Manko reinzuholen. Soweit so gut und o.k., aber genau nur bis hier. Hier bin ich mit meinem Ansatz zufrieden, weil er sinnvoll und wirtschaftlich notwendig ist, aber ich kann nicht die Verantwortung für solche Ein- oder Ausnahmen tragen (was auch niemand verlangt!). Also ein Punkt, der Achtsamkeit verlangt!

    Eine weitere Eigenschaft sehr sehr feinfühlig auf die Stimmungen von mir nahe stehenden Menschen zu reagieren. Ist also jemand angespannter als sonst und es kommen belastende Punkte, so neige ich dazu meine Existenz, meine Arbeit oder meine Person in Frage zu stellen.... Blödsinn, so wichtig bin ich nämlich nicht :) Aber auch hier gilt es für mich "innehalten" beruhigen und wieder Bodenkontakt bekommen.

    Kontakte überhaupt,
    ein Thema, welches nun erst zu Wertigkeit kommt. Ich hatte alle die Monate genug zu tun mich in Sicherheit zu bringen und mein Leben aufzubauen. War evtl. nach außen hin ziemlich abgekehrt. Es könnte jedoch sein, dass ich mein Gefühl der Abkehr auf andere projeziert habe.

    Aufgefallen dadurch dass jemand seit längerer Zeit mir bekannt ist und als angenehm aufgefallen ist. Ich jedoch das Gefühl hatte, er wäre unsicher mir gegenüber. Deutlicher und netter kann man(n)/frau Fürsorge bzw. Interesse aber nicht zeigen, als es hier der Fall ist. Wenn ich nachträglich versuche mich zu reflektieren, dann frage ich mich, ob dieses Verhalten nicht schon das letzte halbe Jahr sehr auf Entgegenkommen gerichtet war nur ich es nicht sehen konnte. Es gab vom ersten Tag an Hilfsangebote, die ich nie angenommen habe. Das kann nämlich auch wirken wie Distanzierung von mir aus. Ich war der Meinung, ich muss meine Dinge alleine schaffen, der andere kann das Gefühl haben, ich will alleine gelassen werden.

    Augenkontakt auf gleicher Höhe und körperliche Distanz, überwiegend im Bereich der Herren der Schöpfung. Ich habe im letzten halben Jahr Menschen kennengelernt, die meinem Herz schon etwas "näher" gerückt sind. Wenn ich mich beobachte und zurückdenke, so bin ich erst jetzt in der Lage diesem Menschen "richtig" gegenüber zu stehen, also in greifbarer Nähe. Zuvor hielt ich immer einen körperlichen Abstand ein, der ein zufälliges Berühren unmöglich gemacht hätte. Es scheint so zu sein, da auch die Gegenseite anders und sehr spontan reagiert, dass ich zuvor selber Barieren aufgebaut habe, körperlicherweise. Wie ich mich kenne, sind das verschränkte Arme ect. Aufgefallen ist es mir nicht, dass ich mich so verhalten habe. Es hätte aber meinem damaligen, ängstlichen, Gefühl entsprochen. Somit würde sich auch die Spontanität der Mitmenschen erklären, die nun noch offener wird.

    Ich selber muss also nicht nur stark auf Reize von außen regieren, auch fälschlich, sondern auch noch überdeutlich körperlich selber reagieren um somit dem anderen (unbewußt und auch falsche) Signale senden. Diese könnten Unsicherheit und Angst oder Zwiespältigkeit entsprechen.

    So ganz genau habe ich das Puzzle noch nicht zusammen setzen können. Auffällig ist jedoch, dass ich immer wieder versuche Dinge in Zweifel zu stellen, die mir gesagt werden bzw. meine mich verhört zu haben oder Theorien aufzustellen, die so unnötig sind wie ein Kropf. Daran heißt es zu arbeiten.

    Mittlerweile hat mein Mut gereicht dort einzukaufen, wo der Exlover arbeitet(e). Davor hatte ich große Angst und habe auch Umwege in Kauf genommen. Am Freitag wollte ich sehen ob ich es schaffe (ich hätte mir auch erlaubt weiterzufahren, aber ich wollte den Ansatz wagen).

    Es geht mir jedoch nicht ausgesprochen gut während dieser Tage dieser Erkenntnisse. Das jedoch scheint bei mir nicht unüblich zu sein, das kenne ich ja aus den letzten Monaten. Jeder Veränderung oder Besserund oder Erkenntnis gehen unklare Gefühle voraus, die mich etwas aus der Bahn werfen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Crevette,
    mich hätte auch interessiert, wie Du Dich fühlst.

    Aber irgendwie interpretiere ich dass Du schon immer noch am Expartner hängst, die Situation bei ihm aber gleich bliebt und Du Dich derzeit mit der Situation arrangiert hast.

    Mir persönlich hat mein Abstand wahnsinnig viel gebracht und ich spüre keinerlei Sehnsuchtsgefühle nach der Zeit der Beziehung oder dem Expartner, nichteinmal wenn er das Wunder der Trockenheit vollziehen könnte.... was er wohl niemals vor haben wird.....

    Lass mal was von Dir hören.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Muppilein,

    ein "o.k., war im Suff" gab es für mich nie. Denn es kann ja irgendwie nicht sein, dass da alles erlaubt ist.

    Mal ganz erhlich, helfen scheinst Du Deiner Freundin nicht zu können, weil sie Dich nicht (mehr) verstehen kann. Sie müsste dann nämlich vor sich selber eingestehen, dass sie ein Problem hat.

    Ich habe mittlerweile gelernt mich von solchen Menschen zu distanzieren. Eventuell kannst Du den Kontakt zu den Kindern dennoch beibehalten. Ich würde an Deiner Stelle die beiden Dinge (zwangsläufig) voneinander trennen - Dich und Deine Gesundheit, psychisch wie körperlich, aber immer oben an stellen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Erdbeernase,

    Du kannst selber noch nicht erkennen wie stark Du bist :)

    Was ist das für eine Stärke zu gehen? Das ist geradliniger als ich es war. Was ist das für ein Rückrat kein Wort mehr zu sprechen weil einem Kind Unrecht widerfuhr? Genial und stark und wahrlich beschützend, so wie Eltern sein sollen.

    Ich bin meinem aggressiven Ex aus dem Weg gegangen, habe im Notfall die Polizei geholt. Auch deshalb KOntkatkvermeidung wenn alles eskaliert und entsprechende juristische Schritte Not tun, so muss klar sein, dass der Kontakt nicht von beiden Seiten gepflegt werden will.

    Jeder muss für sich sehen, wie standhaft er/sie bleiben kann. Mir hat jeder Kontakt nur Ärger gebracht und die erhoffte Einsicht, nun die kam nie....

    Viel Glück !
    ---- und Du schafftst es!!!!

    Dagmar

    Ja, liebe Doro,
    wie sind wir doch gezeichnet davon "gut sein zu wollen". Geht mir nicht anders: das Bedürfniss alles in Frieden zu regeln ect. Harmoniesucht wurde mir mal dazu gesagt.

    Schuldig? Schuldig bin ich einem Menschen das, was er mir gibt (aber auch nur wenn ich es geben will, aber rein moralisch gesehen).

    Ganz sicher bin ich niemandem schuldig einen Neustart um den anderen zu starten um selber dabei immer schlechtere Startpositionen zu erhalten.

    Ja, Doro, die meisten werfen eine Beziehung zu schnell hin! Aber ... wenn man/frau über Probleme reden kann und Herr seiner Sinne, des Respektes und der Wertschätzung für andere ist, so können Probleme gelöst werden. Meiner Meinung nach nicht mit einem kranken Menschen der nicht Herr seiner Entscheidungen ist (selbst wenn er/sie wollte).

    Wieso hast Du ihn angelogen?
    Du hast den Menschen damals in einem Blickwinkel gesehen, mit dem Du hättest mit ihm alt werden können (war auch genau mein Gedanke in meiner Partnerschaft). Nunmehr hat sich Dein Blickwinkel verändert/vergrößert und die Aussicht ist anders geworden.

    So einfach .... und doch so schwer....

    Den Leistungsgedanken Doro, den werden wir vielleicht noch unser Leben mit uns tragen. Das merke ich derzeit ganz deutlich - vor allem die Erwartungen die von anderen gestellt werden und wo unsere "Verpflichtung" rufen könnte genau diese Forderungen zu erfüllen!!!

    Nein Doro, so machen wir uns das Leben schwer.

    Der stalkende Scheunenmieter/Nachbar ist auch der Meinung, dass meine Verpflichtung wäre mich bei ihm rückzumelden. Tat ich nicht - er rief an und sagte er würde den Kontakt zu mir abbrechen. Schön, dann wären wir einer Meinung gewesen. Dennoch steht das Telefon seither nicht still. Von Wut über Frohe Ostern bis jetzt hin zu "ich habe für Dich Rattanmöbel und Körbe (die ich sehr liebe)".

    Nein Doro, verpflichtet sind wir uns selber gegenüber - uns vor schlimmen zu schützen und diejenigen, die wir schätzen!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ein todtrauriges Thema: auch ich war schon versucht mich wegzubeamen um den ganzen Horror zu entgehen. Ich habe es nicht getan, aber das wohl nur der Verantwortung gegenüber meinen Tieren zu verdanken und meinem Freundeskreis, der mich geschüttelt hätte.

    Wohl wären mir die Mittel egal gewesen - einfach nur nichts mehr mitbekommen. Den Kummer "wegbeamen". Vielleicht genau das, was auch ein Suchtkranker im fortgeschrittenen Zustand macht.

    Was Du ansprichst liebe Caro, denke ich sooft wenn ich Beiträge über Liebe und ich-kann-nicht-gehen-Problematiken lese. Ich denke uns Co's ist die geballte Gefahr nicht bewußt und die Zeitbombe zu hören, dazu sind wir schon zu taub....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich vermute, liebe Krista, Dein Gefühl kennen auch viele von uns.

    Ja, auch innerhalb meiner Beziehung wurde es immer schwieriger, unerträglich und aggressiver. Ja, vielleicht fällt der Expartner auf die Nase oder in die Gosse, allerdings besser er fällt es alleine als er nimmt mich mit.

    Nur eine Rechtsberatung kann Dir helfen in Sachen wie Unterhalt, aber da dürfte es Möglichkeiten geben sich zu schützen. Besser vielleicht, als davor dass Hab und Gut verpielt oder versoffen wird. Sorry, für die Ausdrucksweise, aber ich war in der Gefahr....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Zwetschke,
    in meiner Naivität und dem Wunsch "sich gütlich zu trennen" habe ich meine neue Adresse verraten. So dämlich wäre ich kein zweites Mal.

    Vom Auszugstag im August 08 bis zum Februar 09 stand er vor der Tür - hat Müll abgeladen, getobt oder einfach nur Präsenz gezeigt.

    Ich würde mir das zukünftig ersparen, weil meine Angst mich dazu trieb auch bei jeder Fahrt die er an meinem Häuschen vorbei machte in Panik geriet. Also ich habe gelernt.

    Ich habe auch die Polizei holfen dürfen, die wirklich klasse war. Hätte ich aber meine dumme Klappe gehalten, dann wäre ich vielleicht früher zur Ruhe gekommen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Katie,
    ich denke, es wird wohl 20 Jahre her sein, da hatte ich mich vielleicht ähnlich gefühlt wie Du: gespürt mir fehlte etwas, was ich nicht bekomme - aber auch gewußt, es sollte von mir kommen und dass ich mich nicht so annehme wie ich bin.

    Damals habe ich die Puppe, die als Kleinkind meine Lieblingspuppe war (gelb von der Sonne und nach über 40 Jahren fast selber hinüber) neu eingekleidet ;) Ich habe etwas "äußerliches" für das Innere Kind getan. Diese Puppe hat leider während der Alkbeziehung ihren Platz gewechselt :( vielleicht habe ich genau dabei mein inneres Kind wieder verloren?

    Nun sitzt sie wieder da wie vor 10 Jahren, nun zeigt mir jeder unbewußte Blick auf sie "achte auf Dich". Es kann auch zu Selbstgesprächen führen - warum nicht .... Mir hat dieses "sehen" geholfen.

    Der Rest kam im letzten Jahr durch Mitmentschen und eine Lebenssituation, die von "am Boden" sich entwickelt hat zu leben. Mit Hilfe von lieben Menschen um mich herum, die gegeben haben ohne zu fordern. Keine Tauschgeschäfte: mir kam einfach offene Zuneigung entgegen.

    Ich zog um aus einem Ort im Tal. Ebenso wie der Ort im Tal war, so waren auch die Menschen etwas in sich verzogen. Ich kam mit allen klar, aber es gab keine Herzenzwärme. Zumindest spürte ich keine.

    Nun wohne ich gerade mal 10 km entfernt. Ein großflächiger Ort - viel grün um mich herum: Garten, Quelle, und Menschen, die auf mich Fremden mit offenen Armen zukamen. Nicht nur sinnbildlich: wirklich die Hand geben, hallo "wenn ich bei irgendwas helfen kann, fragen sie nur". Das ist nun ein halbes Jahr her. Der Kontakt war eher still, eher zurückgezogen, aber dennoch da und scheint sich nun zu entwickeln.

    Jetzt winken wir uns und beide Seiten empfinden nur Freude sich zu sehen: nicht mehr und nicht weniger. Es gibt Unterhaltungen, die nunmehr langsam in eine tiefere Richtung gehen.

    Entwickelt durch Vertrauen - mir hat das Leben alles genommen, aber noch viel mehr gegeben, in diesem letzen Jahr wo ich am Boden war. Es gab nichts mehr zu verlieren. Also hätte ich aufgeben müssen oder ein Urvertrauen entwickeln. Ich war so verzweifelt, dass sich wohl das Urvertrauen einstellte.

    Dadurch wirkte ich wohl auf mein Umfeld einfach positiv. mir kam so viel schönes entgegen, das wiederum mein verzweifelt entwickeltes Urvertrauen bestätigte.

    Es ist ein Kreisel, an dessen Geschwindigkeit und Kraft ich selber drehen darf. Vieles musste ich erst lernen zu sehen. Ich habe früher nicht die Augen eines Menschen blinken sehen können, der Freude empfand mich zu sehen (ich spreche nicht von Sexualität!!!) Ich habe früher nicht gespürt wie sich Kontakte langsam und vorsichtig entwickeln können. Ich war früher nicht in der Lage meine Grenzen einzufordern - ebenso wenig wie ich in der Lage war sie anderen zu geben.

    Heute weiß ich, dass das Verhalten von xyz, welches auf mich wie Rückzug wirkte, nichts mit mir zu tun hat sondern mit eigener Unsicherheit. Im Gegensatz zu früher habe ich das so gelassen wie es ist ohne mich irgendwo mit den Launen oder der Zurückgezogenheit in Verbindung zu bringen. Nunmehr stellt sich heraus, dass sich da etwas Vertrauen entwickeln musste. Früher hätte ich es nicht geschafft. Weil ich Gefühle einer Zurückweisung empfunden hätte.

    Diese spüre ich nicht mehr - ich lebe mich anders: wenn ich jemanden mag, zeige ich ihm das, egal, wie der jenige zu mir steht. Ich will kein Tauschgeschäft sondern mich leben und ausdrücken. Mich ínteressiert keine Kosten- Nutzenrechnung mehr. Seitdem habe ich eine schöne Bilanz :)

    Ich drücke Dir die Daumen lieb Katje, dass es Dir gelingt Vertrauen zu finden, Zuneigung zu spüren und es auch selber geben kannst. Dieses geben ist sehr, sehr schön. Liebe Katje, ich werde irgendwann mal demnächst 49 Jahre alt - Teenagerspätlese.

    Ich darf jetzt Momente erleben, die so etwas von Glück sind, dass es einfach nur ein warmes Herz gibt. Einfach nur genau ein solches Lächeln "Hallo Du, schön Dich zu sehen" erfahren oder zu geben - egal ... es ist einfach nur schön.

    Lass Dein Herz sehen, wenn die Augen damit Probleme haben ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Eine interessante Frage picanha,
    vor der ich mich ein bischen scheue zu beantworten weil ich da schon wieder in meine/seine Vergangenheit rutsche.

    Laß es mich so erklären: es gab keine gemeinsamen Freunde, weil unsere Auswahlkriterien unterschiedlich war. Während beim einen das gesellige Trinken Entspannung war so wollte ich Gespräche und mehr als "Prost".

    Ich wage zu behaupten, dass in meinem (allerdings Extrem-)Fall keine Freundschaften mehr zu finden waren da die Agression und die Bereitschaft zur Kriminalität zum damaligen Zeitpunkt steigerungsfähig waren. Was jetzt bei "ihm" ist kann ich nicht sagen.

    Aber
    ich kann sagen, meine Freunde blieben mir erhalten und ich habe nach der Trennung viele weitere wertvolle Menschen kennengelernt, zu denen ich mir einen Kontakt mit einem verhaltensauffälligen Partner nicht erlauben würde. Schon alleine um diese Menschen (die mir wertvoll sind) zu schützen.

    Diesen Nichtkontakt hätte ich jedoch unbewußt durchgezogen. Ich hätte diese Leute nie näher kennengelernt weil ich mich bei "normalen" Menschen außerhalb meines Freundeskreises (also bei neuen Menschen) zurückzog.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Schade eigentlich Karsten,
    wobei Dein Einwand verständlich ist.

    Denn wenn ich mir überlege, als ich hier "reingepoltert" bin war mein Leben kein Leben und hing an einem dünnen Seil. Es ist da schon ermunternt nachzulesen, wie andere langsam den Weg zu sich selber finden - auch mit allen Rückschlägen....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Das mit den Eltern sehe ich auch so Ette. Ich wurde preussisch streng und recht "lieblos" erzogen. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Liebe nicht da ist oder war sondern dass sie nicht zum Ausdruck gebracht werden konnte. Letztendlich kann ich mir vorstellen, dass Eltern ebenso darunter leiden wie Kinder.

    Und wir können das auch als Erwachsene noch lernen. Gewiss, die Elternliebe, die können wir nicht mehr auf diese Art und Weise erlangen, wie es ein Kind hätte gebraucht.

    Aber das tägliche Leben bietet so viele liebevolle Momente und Begegnungen mit Menschen. Manch ein Blick in die Augen von einigen wenigen Menschen zeigt "sie mögen Dich ohne etwas zu wollen" Und genau diese Blicke muss man/frau annehmen können, sich daran erfreuen und im Fall von gegenseitiger Sympathie erwidern. Ohne Sinn und Zweck - einfach nur im jetzt eines "Wohl-Fühl-Momentes".

    Oft frage ich mich, ob ich vor 20 Jahren auch solche Blicke schon registriert habe. Ob ich damals iin der Lage war diese Freundlichkeit mir gegenüber wahrzunehmen, diese Wertschätzung. Dadurch, dass meine Auswahl an Kontaktpersonen anders war (also nicht die Warmlaufzeit gegeben war wie derzeit) denke ich fast ich habe wertvolle Menschen übersehen.

    Genau das hat mein inneres Kind damals nicht spüren können. Es wollte wie ein kleiner Trotzkopf "Liebe haben" dabei konnte ich sie nicht einmal geben (wie auch, wenn ich nicht kenne was ich wünsche, so kann ich es nicht geben, sondern nur erkämpfen oder klammern).

    Ebenso wenig wie ich positves erspüren konnte konnte ich einengendes abstellen. Das waren ja alles Mechanismen (Erfolgsdruck ect.) die eingeimpft worden waren. Mit dem Bewußtsein darüber geht es aber Schrittchen für Schrittchen.

    In den letzten Wochen habe ich mich aus einem einengenden Kontakt zurückgezogen und andere, mir gut tuende, begonnen. Ohne Ziel, ohne Zweck, einfach nur aus Sympathie heraus. Konstante Entwicklungen im negativen wie positiven Sinne habe ich nunmehr erspürt, was früher von mir verdrängt wurde.

    Dabei heisst es für mich auch dieses Rückzugsdenken welches ich als Kind, welches "nie aufzufallen hat" und immer so auszusehen hat, dass niemand sagt "was würden die Nachbarn sagen" hatte überwinden muss. In der Realität heisst es bei mir beispielsweise meinen Rückzugswunsch nochmals zu überdenken und mich zu fragen ob dieser oder jener Mensch, der gerade auf einen Kontakt hin zu mir zuarbeitet, nicht vielleicht eine nette Unterbrechung des Tages wäre.

    Heute lebte ich dieses Spielchen durch, bin gegen meine eigenen Rückzugsgedanken vorgegangen und hatte ein ganz liebes Gespräch.

    Früher zog sich mein "Kind" zurück vor Angst vor Ablehnung. Dann lieber selber gehen, als abgelehnt werden. Pustekuchen: Was ist denn eine Ablehnung? Dass, das der andere vielleicht gerade eine andere Verfassung hat als ich? Na und! Vielleicht ist der Kontakt morgen anders?

    Entweder, ich schätze den anderen und bin willens ihm das zu zeigen (egal, wie etwaige Reaktionen sind) oder aber ich mache wie in meiner Suchtbeziehung ein "Tauschgeschäft". Derzeitig habe ich das Glück "Gegenseitigkeit" leben zu dürfen. Und manches Mal hat das wirklich Monate gedauert, bis ein fremder Mensch in meinen näheren Kreis gerückt ist.

    Es ist schön das sehen zu können, wovon es viel ind er Welt gibt, was eine kranke und gekränkte Seele nicht sehen kann - konnte.

    Lieben Gruß von Dagmar

    damit fing doch mal alles an.

    Ich finde es immer ein bischen schade, wenn alte Beiträge geschlossen werden und statt dessen neue eröffnet werden. Dann kann ich nicht nachvollziehen was war, was sich entwickelt hat und wie jemand auf den aktuellen Stand kam.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo liebe Gesche,
    ich hatte einen wunderbaren "hallo-wach-Moment" beim Lesen Deiner Zeilen. Betreffend meiner Angst vor neuen Kontakten bzw. meiner Vergangenheit. Es ist doch wohl so, dass mich da noch immer etwas begleitet, was mit der alten Beziehung zusammen hing, die absolut nicht gesund war. Manch einer sagte mir das .... Oft unterstellte ich diesen Leuten dass sie das nicht für mich sagten sondern für sich, um ihren "Saufkumpel" nicht zu verlieren. Unterstellt von mir - ganz einfach etwas in den Mund geschoben.

    Deine Zeilen erinnerten mich nämlich an etwas: es gibt einen "bösen Buben" den ich dennoch schätze, weil er mir gegenüber nie bös war und wir auch keinen nahen Bezug haben. Der sagte mal: geh ganz schnell, der lässt Dich eh nur alleine.

    Wenn so ein "böser Bube" schon ganz genau blickt was Sache ist, was ist dann erst mit anderne Menschen, die klarer sehen.

    Ich glaube tatsächlich Gesche, ich hatte Angst, dass ich in eine Schublade gelegt werde, wie ich es ursprünglich mit diesem Menschen auch tat (dass, was Du nicht willst, dass man Dir tut, ja ja liebe Dagmar .....)

    Dabei hast Du so Recht! Wenn ich hier etwas "implementiere" so verhalte ich mich komisch und somit muss der anderen ja denken bei der piepts.
    Es ist ein vorsichtiger Kontakt, der noch keinesfalls in Richtung einer Beziehung läuft , aber einer von dem einfach zu spüren ist, dass er gewünscht ist und nicht immer so ganz reibungslos funktioniert. Gleichzeitig aber (und genau das finde ich sehr schön) sich immer wieder ein anknüpfen ergibt. Ich habe gelernt dass nichts heute oder morgen geschehen muss - wenn überhaupt. Ich habe dadurch gelernt den Moment zu genießen - egal was vorher war oder nachher kommt. Einfach nur ein nettes Gespräch - aus - basta....

    Deine Flucht in andere Arme, die kann ich mehr als gut nachvollziehen. Ich denke, so lief mein Leben früher. Probleme im Job - vielleicht macht es eine neue Liebe wett..... Irrglaube .... Aber wohl erst jetzt kann ich es umsetzen.
    Das was Du schreibst, dass Ihr nun damit nicht umgehen könnt, dass kann ich mir nur zu gut vorstellen: auf der einen Seite Nähe - auf der anderen Seite aber "Hilfe, ich will mich nicht verbrennen".....

    Ja, liebe Leser, es liegt noch manches vor uns :)

    Und Doro muss ich so Recht geben: egal, was von außen kommt es beeinflusst. Und sei es nur dadurch, dass an die Zeit gedacht wird. Somit wirft es einen zurück.

    Diese Verantwortung, die wir übernommen haben, liebe Doro, für die wird es Zeit sie abzugeben. Was mich betrifft auch im Kontakt zu anderen Menschen, die mir nicht gut tun. Beginnen zu spüren, was wir wollen oder nicht und auch lernen "no" zu sagen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ein super treffender Beitrag von Butterweich über das, was wir suchten - nicht fanden - und doch "endlich" unserer selbst geliebt werden wollen.

    Ich stelle fest, dass was mir Menschen "verwehrt" haben, geben wir andere Menschen. So bin ich derzeit in der Lage ein paar meiner Mankos wieder aufzuarbeiten. Ohne, dass diese Menschen etwas wissen von dem, was sich hinter mir verbirgt.

    Alles das, was war tat grenzenlos weh - hat uns eventuell in Situationen bugsiert, die unser Leben in Gefahr brachten. Aber es ermöglicht uns eine andere Sichtweise: eine die in vollem Bewußtsein registrieren lässt wenn wir geschätzt werden (allerdings ist wohl auch das noch ein Weg, der zuweilen erlernt werden muss).

    Ich habe "saubere" Traumatas im letzten Jahr mitbekommen (auch vom werten Arbeitgeber, der Kündigungsmobbing betrieb weil er sich nicht mehr finanzieren konnte). Wie schön ist es aber, gegen diese negativen Emotionen anzugehen und zu spüren: es gibt auch ganz andere Menschen, nicht nur solche, die "ausnutzen".

    Mensch Leute, ein schiefer Blick von einem Menschen brachte mich früher gleich in die Position: "Was habe ich getan?". Mittlerweile weiß ich dass Menschen sich manchmal begegnen und das Timing nicht passt - das aber hat nichts mit mir zu tun. Wenn sich dann Blicke treffen im Sinne von "hier stimmt gerade etwas nicht". Dann ist es für mich schön zu beobachten dass ich damit nun ganz anders umgehen kann.

    Die Kerben sind tief der Co-Abhängigkeit; was eine Beziehung betrifft, so hätte ich noch Angst davor. Berechtigterweise: denn ich war mir zu Ostern nicht sicher wie gut oder schlecht ich diese Tage herum bekomme, weil da einfach vor einem Jahr das Drama begann.

    Es ist noch etwas zurück geblieben. Es gibt noch so manches zu verarbeiten, aber es gibt Menschen (die ich sehen will und jetzt auch kann) die mir - ohne es zu wissen - auf diesem Wege helfen.

    Ich muss nur eines lernen: Vertrauen ...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Elli,
    ich denke sogar mal, dass Du sehr nahe am Thema bist - übrigens komplett selber Gedankengang wie bei mir als Co : mir fehlt etwas und das möchte ich gerne einem Partner übergeben, dieses Manko zu füllen.

    Denkfehler: der Partner ist nicht nur überfordert sondern ich selber bin dadurch keinen Meter weiter weil die Zufriedenheit ja nun von ihm abhing.

    Komischerweise kommt man/frau aber erst sehr spät darauf. Und genau zu solchen Zeitpunkten (neue Beziehung) hat mein damaliger Freund auch Trinkpausen eingelegt "jetzt wird ja alles besser ;-)" Und schon haben wir den Teufelskreis: weder Co noch Abhängiger ruhen in sich sondern suchen und suchen im anderen. Da sie nicht finden werden beide Seiten unzufrieden und somit der "Druck" größer.

    Ich denke auch, deshalb ist der Absprung so schwer. Der Alk war Problemlöser wie auch der Partner als Problemlöser erwünscht wurde. Das Aufgeben dieses Gedanken heisst Machtlosigkeit eingestehen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    oh Liebe Co-Abhängige,
    ich lese Mitleid und Hass und sehe die Gefahr, dass Du Dir mit solchen Gefühlen selber Dein Leben vergiftest.

    Genau das was Dir passierte habe ich immer vor Augen gehabt: ein Alkoholiker, der zum Pflegefall wird. Ein Grund, ein zusätzlicher, der mir das Gehen diktiert hat.

    Sag, wäre es nicht besser statt sich Gedanken um seine Therapie zu machen nach Dir selber zu sehen und zu achten. Dich gut pflegen lassen, dass Du nicht selber irgendwann am "Krückstock" gehst. Vielleicht Dir überlegen, ob das wirklich alles ist, was Du noch in Deinem Leben vor hast: Pflegerin sein.....

    Gerade auch die Vorsorgevollmacht ist ein Thema: ich fand es gut, wenn Angehörige (ich habe jahrelang in einem Pflegeheim gearbeitet) diese Aufgabe nicht übernommen haben sondern ein Betreuer, der das hauptberuflich macht. Es sind sehr viele Gefühle und Emotionen - aber auch schlimme Vorwürfe zuweilen - mit dieser Tätigkeit verbunden, das geht an die Substanz.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Lieber kleiner Fisch,
    Bernd schrieb da was interessantes "Diese Entscheidung weiter zu Trinken (ob öffentlich oder heimlich) habe ich ganz allein getroffen. Also werde ich alle anderen Entscheidungen die noch auf mich zukommen selbst Entscheiden..."

    Eben dieses Gefühl hatte ich auch bei alltäglichen Dingen oder wenn Gerichtsvollzieher vor dem Hause standen oder bereits das Level einer Strafanzeige erfüllt war. Ich wage zu bezweifeln, dass Scham der Grund der Geheimhaltung war sondern einfach "ich mache mein Ding". Ist grundsätzlich o.k., aber innerhalb einer Partnerschaft nicht so ganz einfach.

    Ich denke, lieber kleiner Fisch, Du musst Dir für Dich überlegen wie groß die Belastung durch Deinen Partner ist und wieviel Du "ertragen" kannst. Das grausame an der Sucht ist ja dass sie nicht stehen bleibt sondern an Volumen und Auswirkungen zunimmt.

    Das was ich anfänglich als zwei Flaschen Bier am Tag gut ertragen konnte endete im absoluten Chaos und fügte meiner Seele Schaden zu.

    Davon mal abgesehen, kleiner Fisch, ich habe dadurch, dass ich in der Partnerschaft geblieben bin meinem Partner nach außen einen Deckmantel gegeben. Dadurch habe ich verhindert dass er aufwachen muss zu einem Zeitpunkt, wo er es vielleicht "selber" noch hätte blicken können.

    Ich denke, der Zeitpunkt, an dem ich ging war schon begleitet von toxischen Vergiftungen, Filmrissen, Gewalttätigkeiten und vielen anderen Dingen mehr.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und die Möglichichkeit für Dich zur Ruhe zu kommen um Dir für Dich - unabhängig vom Partner - die Fragen zu stellen "was will ich und was will ich nicht". Die nächste Frage wäre dann, ist es mit diesem Partner realisierbar oder nicht.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Und wie gut ich Fuego verstehe, mit dem Heraufbeschwören!!!

    Auch ich persönlich hatte immer das Gefühl, dass das Gegenstück sehr wohl spürt (wie auch immer) wenn ich mich intensiv mit ihm beschäftige.

    Wochenlang hatte ich meine Ruhe - nahm allen Mut zusammen um im separat angemieteten Garten Pflanzen auszubuddeln und schwupps..... er erschien hier.

    Ich denke auch, da ist etwas dran.

    Liebe Fuego, da gibt es glaube ich nur eines: ganz wenig an diese Dinge und Menschen denken, die uns nicht gut taten. "Die" kriegen unsere Energie nicht, die brauchen wir selber :)

    Nicht desto Trotz noch einen wunderschönen Montag und lieben Dank für Deine Osterwünsche :)

    Daggi