Beiträge von dagmar007

    Ich kenne das "Modell" aus dem Bekanntenkreis des Ex, dass nach Extremzeiten einfach mal vier Wochen Pause eingelegt werden. Natürlich haben die Konsumenten den Eindruck "es im Griff zu haben" denn es ging ja vier Wochen ohne.

    Da der Alkgenuß ganz "normal" ist wird natürlich nach dieser Pause sofort ins alte Muster zurückgefalen bis zur nächsten Pause. Vielleicht wird die dann kürzer.....

    Ich persönlich denke, als Co, dass es sehr schwer ist zu erkennen, dass man als Konsument dieses Zeug "braucht". Vieles passiert ja aus Automatismen (Feierabendbier ect.) Es wird ohne dem Bewußtsein konsumiert dass Alkohol ins Blut kommt.

    Nun gut, ich als Co machte mir vor, dass es nicht so bedrohlich ist wie es scheint und schon "irgendwann mal gut wird" und der Alkoholkranke macht sich selbiges in Bezug auf seinen Konsum vor....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Gesche,
    zum Teil erkannte mein Umfeld, sofern das Möglich ist, den Spiegeltrinker besser als ich. Andere merkten es nicht, hatten aber den Aha-Effekt als ich darüber sprach.
    Im Freundeskreis habe ich damit kein Problem.

    Aber....
    Als ich auszog, die Beziehung beendete und einen neuen Arbeitsplatz fand, da "dachte" ich die letzten 10 Jahre einfach verdrängen zu können. Pustekuchen: es entwickelte sich ein Kontakt zu einem Menschen, wo selbst wenn ich vor diesem Kontakt flüchten wollte, immer wieder Querverbindungen auftauchen. Am Anfang wollte ich "türmen" weil dieser Mensch eben meinen Ex kennt und ich auf keinen Fall das zum Thema haben möchte.

    Dieser neue Kontakt weiß nichts davon und ich werde einen Teufel tun ihn darauf anzusprechen. Sollte der Kontakt sich intensivieren werde ich nicht umhin kommen. Mir zueigte sich da aber der Unterschied: Menschen die mich kennen und ihr Urteil über mich gebildet haben, die dürfen gleich die Wahrheit erfahren. Bei "noch-Fremden" fühle ich mich nicht wohl, wenn sie wissen "der" war das.

    Ja Gesche: es können wieder so viele Lebensgeister in uns geweckt werden wenn wir uns entschließen unser - dein - mein Leben selber zu leben. Ein Leben, welches bei mir eine Symbiose zum Expartner war. Leider umfasst diese "Symbiose" auch Gefühle. Wenn diese jetzt nur negativ sind, dann bekomme auch ich das negative ab und lebe es. Genau das ist etwas, dass ich auf keinen Fall mehr möchte. Somit ist es für mich ein heftiger Lerneweg, der sich nicht nur auf Partnerschaften bezieht.

    Ich muss nämlich auch bei lockeren Kontakten ab und zu mal abbrechen wenn mir Menschen gut tun. Schweren Herzens zwar, aber nie mehr die Gefahr einer Abhängigkeit. Ist wohl so ähnlich wie bei einem Alkoholiker: dieser muss sein Suchtmittel meiden - ich dieses Zufriedenheitsgefühl wenn es nicht aus mir selber kommt.

    Ja Gesche, das Leben bekommt ganz andere Facetten und Farben. Neue Menschen und Erlebnisse. Bei mir musste allerdings erst ein Totalzusammenbruch vorausgehen. Dadurch hatte ich alles verloren - es gab nichts mehr, was ich hätte verlieren können - somit habe ich ein neues Leben "geschenkt" bekommen.

    Wie ich das bei Dir lese kommst Du mit Deiner Situation gut klar und bist Dir bewußt über all die Traurigkeit und die Gefühle, die überwunden werden müssen, bevor es wirklich "aufwärts" geht. Der Vorgang des Verarbeitens wird auch bei mir noch länger dauern - aber er behindert nicht mein neues, glückliches Leben, wenn auch ohne Mäuschen ;) als arme Kirchenmaus :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Schade, lieber Ossiman :)
    erzähl ruhig weiter,

    ich finde den Gedanken ein Buch zu schreiben nicht schlecht :) Ich habe eines von einem ehemaligen Trinker, der sich hauptsächlich auf die körperlichen Geschehnisse einlässt. Ich finde es genial, wie dieser Mensch über sich selber sprechen kann. Der Leser - also ich - spürt die Glaubwürdigkeit und kann sich leichter mit dem Thema Sucht auseinandersetzen.

    Mir fiel es irre schwer, hatte ich doch noch nicht einmal einen Rausch, so wusste - u nd weiss - ich nicht, wie entlastend Alkohol oder eine Droge sein kann. Was Persönlichkeitsveränderung ist, habe ich erst begriffen, als mir gedroht wurde "das Haus abzufackeln". Was ich sehr hilfreich finde an Deinen Schilderungen ist einfach die Tatsache, dass Sucht allmächtig ist.

    Somit kann ich als Angehöriger dieser nur entgegentreten wenn ich mich stärke, Abstand suche und ganz arg auf meine Grenzen achte, damit ich eben nicht ohnmächtig gegenüber der Allmacht Droge stehe.

    Wenn ich richtig schätze, dann hast Du mit Ende 30 geschnallt, dass es so nicht weitergeht. Warst Du im Job auffällig? Wie hat der Arbeitgeber reagiert auf Therapie bzw. Rückfall? Kam von dort eine Stärkung für Dich und Loyalität (finde ich nämlich toll, wenn ein Arbeitgeber sagt Sucht ist keine Schande, wenn Du was dagegen tust, dann unterstützen wir Dich).

    Lieben Gruß von Dagmar

    Wohngeld bekomme ich liebe Karotte, halt in Verbindung mit einer Papierflut :)

    Aber mal ganz ehrlich: den Kommentar wer sich was wert ist der verdient gut, na ja, denn kann man wohl in diesen Zeiten der Wirtschaftskrise vergessen.

    Ich gebe Dir absolut recht, für die von Dir beschriebene Tätigkeit muss man/frau wirklich eine Begeisterung oder Interesse haben, würde mir auch nicht liegen. Dennoch bin ich grundsätzlich der Meinung, es gibt keine schlechten Tätigkeiten sondern nur eine unpassende Einstellung zur entsprechenden Arbeit.
    Wir alle sind wie ein Uhrwerk: einer braucht den anderen. Und wenn der teure Chef selber die Papierkörbe leeren muss, bleibt wenig Zeit für innovatives oder Ergebnisse, die in Talern reinkommen.

    Karottchen, wir haben es in der Hand, ob wir es aushalten oder leben - und ich bin mal so vermessen zu sagen, dass das nicht so viel mit dem Geld zu tun hat. Ich lebe unter dem Existenzminimum - Fakt - vielleicht aber glücklicher als manch ein "Reicher". Aber das Glück und die Zufriedenheit muss ich in mir und meinem Umfeld (welches vom Geld unabhängig ist) finden.

    Das Häusel könnte man mir unter Hartz4 absprechen und verlangen in eine ich glaube 40 qm Wohnung zu ziehen. Möglich ist alles - kein muss, aber möglich. Nein Karottchen, solange ich noch meinen "grauen" Schopf selber aus dem Morast ziehen kann, so werde ich das tun. Wenn ich mich aus einer Alkbeziehung reißen konnte, so werde ich doch wohl im normalen Leben bestehen können.... auch als arme Kirchenmaus :)

    Lieben Gruß von Daggi

    Ach liebe Karotte, ich verstehe Dich so gut und würde Dir gerne etwas Kraft schicken, dass Du für Dich die Wut in die Ecke werfen kannst gegen "Ausbeutung" ect und einfach nur versuchst zu leben. Diese Wut, die Unzufriedenheit (ich kenne sie doch) verlangen uns so viel Kraft ab und treiben uns im dümmsten Fall wieder in falsche Arme.

    Bei mir hing die Situation Arbeitsplatz/Beziehung immer miteinander zusammen. War ich am Arbeitsplatz unzufrieden, so hätte ich gerne diese fehlende Zufriedenheit über eine Beziehung erreicht, damit wenigstens "irgendwas" im Leben stimmt.

    Nach dem Chaos und Ende der Partnerschaft in der Arbeitslosigkeit hatte ich nichts. Dann kam das Häuschen - Glück zog ein - ein Glück das ich behalten wollte, im Notfall auch für wenig Geld, im Notfall sogar dafür nur die Miete zahlen zu können, wie ich hätte leben sollen, das wusste ich nicht - aber ich wusste dass ich es wollte. Ich wollte das Häuschen behalten und nicht über Hartz 4 vorgeschrieben bekommen wo ich dann wie leben darf.

    Die ersten Wochen in meinem Job waren auch nicht so wie sie jetzt sind, das hat sich langsam ergeben und ich hoffe es bleibt so. Ich kam mir auch dumm vor, selber nach der Toilette fragen zu müssen ect. NIchts wurde mir im sozialen Bereich erklärt - wobei ich selber es immer so handhabte dass dies bei einem neuen Mitarbeiter immer das erste war. Aber nicht jeder ist erfahren damit, was ein "neuer" noch nicht weiß, gerne wüsste und was eine "Einstiegshilfe" wäre.

    Schau Karotte, Du sprichst von zwei Wochen - das ist doch auch schon ein Unter-Druck-Setzen oder? Lass es doch einfach laufen.... Ich weiß wie es ist wenn man sich beschissen fühlt!!! Ich weiß aber auch, dass sich das oft erst mit den Wochen gibt.

    Mal eine ganz dumme Frage, die sich eh niemand beantworten kann..... Wie wärst Du wohl in den Job eingestiegen wenn es "ihn" nicht geben würde. Du wärst solo und hättest keine Gedanken an irgendeinen Ex oder Partner. Wie wäre ein solcher Einstieg gewesen wenn Du wirklich "frei" gewesen wärst..... Vielleicht anders....

    Wir wissen es nicht, liebe Karotte, können es auch somit nicht beantworten. Aber ich stelle bei mir fest, je weiter die ehemalige Beziehung verschwindet, desto offener nehme ich das LEben - auch mit negativen Aspekten - an und mache das mir mögliche Beste daraus.

    Also liebes Karottchen,
    morgen ist der erste Tag vom Rest Deiner Zukunft im neuen Job.

    Weißt Du, Du bist in Gedanken so bei ihm, der Therapie, die anders laufen könnte und und und. Ruhe täte Dir gut, Sonnenstrahlen für Dich und nicht die Überlegung, was mit ihm ist. Es geht mich nichts an, Ratschläge sollte ich auch nicht geben, denn jeder ist wie er ist. Aber irgendwie sehe ich halt mich und würde einfach gerne schreien"halt, Du gehst in Richtung Sumpf".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebes Julchen,
    Du machst das alles schon ganz richtig :) Wenn der gnädige Herr meint Hartz 4 wäre so schön und anstrebenswert, dann zeigt dass nur wie froh Du sein kannst ihn hinter Dir lassen zu dürfen. Es gibt nämlich Menschen, die täten viel dafür gar nicht erst Harzt4 werden zu müssen.

    So Julchen, jetzt mal Butter bei die Fische: ich war arbeitslos, mein Lover hatte noch einen Job, aber durch den Alkmissbrauch könnte sich das auch schnell wandeln. So, um wieder Boden unter den Füßen zu bekommen (auch mit Hartz4) muss man/frau sich gehörig bewegen. Du kannst es, ich kann es - aber können es noch die Menschen, die von der Sucht am Schlawittel gepackt werden?

    Spätestens jetzt ist nämlich Eigensicherung gefragt! Auch ohne Gewalt und Agression - rein was das finanzielle Überleben betrifft.

    Mach Dich nicht selber zu einem "Ich würde mich als ruhigen, zurückgezogenen Couchpotato"

    Auch ich lebe sehr gerne zurückgezogen. Gleichzeitig gibt es Menschen und Zeiten, da freue ich mich über die - richtigen - Menschen. Es gibt einige, und die dürfen dann auch ganz sicher mit Dir oder mir die Couch teilen. Mit diesen Leuten gehen wir dann auch mal unter die Leute. Das muss keinesfalls oft sein. Das muss dann sein, wenn der andere oder Du Interesse daran hast und es Dir gut geht.

    Es geht nichts über die eigene Couch, auf deren Tisch nur die Dinge stehen, die wir selber auf- und abräumen. Es geht nichts über eine Couch, unter der bzw. hinter der (ich weiß wovon ich rede, leider) keine Flaschen stehen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Wenn Du wirklich weg gehen möchtest, dann wirst Du das auch - auch alleine - gelang mir auch, wenn ich wollte :)

    Mir ging es auch so wie Julchen, lieber Ossimann,
    gerade deshalb danke für einen solch schonungslosen, offenen, Bericht.

    Genau eine solche Schilderung macht mir als (ehemaliger) Angehöriger einfach klar, dass ich überhaupt nichts mit der Sucht zu tun habe sondern diese ein rollendes Fass ist, welches zu Berge rollt. Immer schneller, immer brutaler mit immer mehr Kraft und Geschwindigkeit.

    Schade nur, dass im Regelfall wir als Angehörige die Hoffnung als letztes aufgeben wollen und somit genau in diesen Situationen noch an den Seiten des Partners bleiben und somit sein zwangsläufiges Erwachen verhindern.

    Sag Ossimann, wie ging es bei Dir weiter? Du bist nun lange trocken, wie war der Weg dahin. Wo der Start, wie die Entwicklung der damaligen Zukunft. Wie kamst Du dahin, wo Du jetzt bist?

    Lieben Gruß von Dagmar
    Co

    Liebe Karotte,
    ich mache mir gerade ein bischen Gedanken um Dich, weil ich an meine Vergangenheit denke.

    Weißt du, was den Weg in meine Alk-Beziehung geöffnet hat? Unzufriedenheit im Job - das Gefühl dort nicht gut aufgehoben zu sein - da wäre es doch so schön gewesen, wäre ich bei einem Partner gut behütet....

    Liebe Karotte, ich wurde hinterher geteert und gefedert.

    Setzt Du Dich im Job vielleicht selber unter Druck und stehst so unter Strom? Würde es Dir gelingen, einfach nur Dir selber zu vertrauen und "einfach" mal abchecken was wird? Meine ersten Tagen waren auch nicht so, wie sie jetzt sind - ich wurde auch gecheckt, was nicht immer ganz einfach war.

    Wie gut ich Dich verstehe ahnst Du nicht, liebe Möhre, weil ich eben diese Gefühle (Geld ect.) nur zu gut kenne. Aber ich habe für mich lernen dürfen dass auch meine Einstellung zu allem ganz wesentlich zur Entwicklung beiträgt. Einfach deshalb, wenn ich in mir versuche zu ruhen und mich nicht aus der Ruhe bringen lasse, so versucht es auch das Umfeld nicht.

    Groggy bin ich auch noch heute :) Das dürfen wir auch sein, wir tun ja etwas :)

    Stell mal Dein Rübenkraut auf und strecke es der Sonne entgegen, lass Dich nicht verbrennen sondern Deine "Frucht" gedeihen. Noch im verborgenen (Erdreich) bald aber als Zierde für einen leckeren Rohkostsalat :)

    Lieben Gruß von Daggi

    Liebe Erika,
    auch ich kenne dieses unangenehme, bevormundende, Verhalten, wenn mir diktiert werden sollte wie ich mein Leben zu führen habe. Die Wortwahl "du musst" die kam recht häufig und ich hätte jedesmal "auf die Sau rauskönnen". Denn außer Sterben muss ich nichts!

    Genau dieses Verhalten hatte mich schon lange vor der Alkoholhochphase wahnsinnig gemacht und stand meines Erachtens für eine Eigenschaft des Menschen, die nichts mit dem Alkohol zu tun hat, die aber durch ihn noch extremer wurde.

    In meinem Fall war es vom Ex ein Verhalten, absolut identisch mit dem seines Vaters. Boahhhh.... Die Herren der Familie sagten also "spring" und warteten darauf, dass die weibliche Seite Sprungposition einnnimmt.

    Verhaltensweisen, von denen ich mich frage, ob die sich überhaupt ändern würden. Ich spüre subtil so zwischen den Zeilen dass Du Dich ganz gut mit Deinem Leben - und den Kindern - arrangiert hast und das was vom Partner rüberkommt eher eine Einschneidung in Euer Leben ist.

    So erkläre ich mir auch ein bischen Dein Gefühl, dass Du Dich nicht wohlfühlst. Ich empfinde es mehr, als er für Dich eine Belastung ist als das was er sagt. Aber hier kann ich mich täuschen. Gespräche nur aus Pflichtgefühl.....

    Ich würde mal sagen, es so sagen wie Du es hier definiert hast. Nicht mehr und nicht weniger. Du willst und Du willst nicht - ganz einfach ;)
    Wenn er kapiert "gut", wenn nicht, dann ist es sein Problem. Ich habe den Eindruck, Du kommst sehr gut mit allem klar! (ausser vielleicht mit seiner Art ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Gesche,
    vielen Dank für Deine guten Wünsche, ich hoffe auch mal, dass ich dann eine andere Basis habe oder finde. Ich denke aber schon, weil es auffällig ist, wie anders die Leute mit mir - und ich mit ihnen - umgehe.

    Schau, Dein Mann verweigert die Aussprache weil Du "bekloppt" bist. Das ist viel einfacher und weniger entlarvend als wenn das tatsächliche Thema wirklich auf den Tisch kommt. Wer weiß, vielleicht ahnt er schon dass sein Trinkverhalten nicht normal ist? Aber sich das ganze bewußt anzuhören bedarf einer gewissen Einsicht, die nicht alle Abhängigen haben.

    Gesche, mach Dich frei vom "wenn ich mich anders verhalten hätte". Wir alle sind nicht fehlerfrei und Beziehungen sind nicht leicht zu führen. Es gibt aber tausend andere Wege mit Problemen fertig zu werden, die nicht Alk oder Sucht heißen.

    Für mich bedeutet dir Flucht in Alk oder Drogen, also Substanzen, immer dass diese als Selbstmedikation eingesetzt werden. Vielleicht nicht am Anfang, aber irgendwann verspürt der Trinkende wohl Erleichterung oder Wohlfühlgefühl. Ab da wird das Suchtmittel (wie bei uns) der Begleiter. Vielleicht will der Trinkende (wie wir) beweisen dass er/sie noch alles im Griff hat?

    Ich dachte auch, ich werde nicht fertig mit der Veränderung der Person, die ich einmal als liebenswert empfunden hatte. Der Mensch mit Geduld und Entgegenkommen gegenüber anderen Menschen wurde eine tickende Zeitbombe. Er wurde immer aggressiver und unzufriedener. Wie auch ich Gesche, in seiner Nähe, es steckte nämlich an.

    Viel zu spät - aber noch so schnell, dass ich meine ureigenen Hobbies und Vorlieben hatte - bin ich ausgestiegen. Ich konnte meine Interessen mitnehmen, die Dinge, die mir etwas bedeuten: Garten, Botanik, Tiere, Freunde und viele Kleinigkeiten.

    Genau diese Dinge konnte mein Expartner nicht mehr empfinden. Erst lange nach dem Ende der Beziehung habe ich registgriert dass es bei ihm "Glück" nicht sichtbar gab. Er war sich wohl selber nicht grün, oder der Stoffwechsel spielte verrückt, oder oder oder.... Ganz viele Möglichkeiten - aber für mich dadurch nur ein: rennen, was das Zeug hält, bevor ich ähnlich missgestimmt werde.

    Mein Hausarzt sagte mal, es sind so und so immer die anderen schuld. Die sozialen Kontakte waren bei mir andere als bei meinem Expartner, gemeinsame Freunde gab es nicht. Während es sich bei ihm eben auch um Menschen handelte, die mal gerne ein Gläschen tranken, so ist natürlich auch logisch, dass sich der Freundeskreis immer mehr voneinander weg entwickelt, der Süchtige oftmals (gilt auch für uns Co) in der Einsamkeit gefangen ist und sich selber isoliert.

    Ja, der Verfall ist entsetzlich anzusehen! Aber es geht uns nichts an! Es ist die Entscheidung des Trinkenden zu sagen ich will den Alk und die damit verbundenen Änderungen der Person. Genau wie wir sagen können ich will die Beziehung nicht mehr, die sich so verändert hat. Wir - wie auch der Trinkende - sind verpflichtet Verantwortung nur für uns selber zu tragen. Schwer einzusehen, denn Menschen sind eine Solidargemeinschaft und sollten sich helfen - wohl kommen wir auch deshalb so schwer aus unserer Rolle heraus.....

    Aber ich muss mich vor die Gesellschaft stellen und meine Energien erhalten, um der Gesellschaft dann etwas zukommen lassen zu können. Die Suchtbeziehung hat meine Ladestation ganz schön geschwächt ;)

    Schau Gesche, ich bin raus aus der Beziehung, dennoch bewegen mich manche Gedanken und Fragen, dazu waren 10 Jahre eine zu lange Zeit um einfach einen Cut zu machen.

    Aber ich sehe was jetzt mein Leben ist, ich sehe meine veränderte Optik, meine farbenfrohe Kleidung und meine Psyche, die langsam ruhiger wird. Angstgefühl weichen (denn auch die waren sehr ausgeprägt, von Jahr zu Jahr mehr, vielleicht auch hier eine gegenseitige Steigerung der Ängste).

    Verarbeiten, liebe Gesche, können wir das wohl alles nur mit Zeit und dem Bewußtsein, wir sind weder schuld, noch hätten wir etwas ändern können.

    Liebe Gesche, ich dachte damals mein Leben ist vorbei und es viel mir alles andere als leicht in und an den Neustart zu gehen. Aber jetzt bemerke ich - mit fast 50 - das Leben beginnt erst.

    Halt Dich wacker,

    lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Cynthia,
    ich entnehme Deinen Zeilen, dass Du ebenso wenig informiert bist wie ich es war.

    Ja, auch mein Ex ging täglich arbeiten, er stand sogar auf (dass das einfach nur die Tatsache war, dass der Körper nach Alk schrie war für mich erst später vorstellbar).

    Hast Du nicht den Vorfall in der Oper geschildert? Ist da nicht ein aggressives Potential vorhanden? Schreibst Du nicht hier, weil Dich das Thema beschäftigt? Du bist doch nicht zufällig in einem Alkoholikerforum gelandet oder?

    Ich jedenfalls nicht! Auch ich wurde - in gewissen Zeiten - auf Händen getragen, was mich nicht davor schützte ganz derb auf den Boden der Tatsachen zu knallen.

    Wenn Du Deine Antworten nicht von Deinem Partner bekommen kannst, von wem sonst? Jeder Mensch ist individuell, jede Sucht oder jeder Konsum ist individuelle - am Anfang - irgendwann aber (wenn ein gewisses Stadium erreicht ist) scheint überall selbiges zu passieren (nämlich genau das was Gotti schreibt!)

    Ist er süchtig? Schlägt er über die Stränge?
    Lass es mal als Frage stehen, denn das könnte nur er beantworten (falls er die Wahrheit spricht).

    Wie fühlst Du Dich dabei? Wie stellst Du Dir Eure Zukunft vor? Wie ist Dein Freundeskreis strukturiert? Wie Deine Hobbies? GIbt es gemeinsame Interessen?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Gesche,
    nichts ist verworren, habe ich den Eindruck. Viele von uns erleb(t)en selbiges wie Du. Zehn oder zwanzig Jahre sind nicht einfach weg - ich kann sie mir zumindest nicht "wegsaufen", also muss ich sie ver- oder bearbeiten, wie Du wohl auch.

    Weißt Du Gesche, ich kann nunmehr nicht mehr beurteilen, was oder ob alles oder ein Teil Lüge war. Es spielt in meinem Leben heute keine Rolle mehr - ich hoffe auch, dass es keine Verletzungen gibt in und an mir, unter denen später mal ein anderer Mensch leiden muss. Aber das kann ich noch nicht beurteilen.

    Deine Fragen er, der Alk oder Du - die würde ich ganz anders beantworten. Ich würde einfach sagen, die Kombination passt nicht! Jeder Mensch für sich ist o.k., das Konsumgut Alk mag auch o.k. sein (wenn auch nicht für mich) aber in Eurer (meiner) Kombination ging es schief. Nicht mehr und nicht weniger. Schuldfrage unwichtig! Deine Zukunft und Deine Wünsche empfinde ich als wichtig!!!

    Ich habe das geniale Glück, meine Wohnsituation und die meiner Katzen genial verbessert zu haben. Ich lebe nun im Grünen und meine Botanik (die auch Dir wichtig ist) kann blühen und grünen. Ich bin ziemlich alleine in meinem Hexenhaus. 50 m weiter lebt der erste Nachbar. Drumherum gibt es ältere leere Häuser, bei einem - gegenüber - wird ein Blockhaus gebaut. Also Menschen da, aber nicht unmittelbar.

    Das hat sehr viel zu meinem Glück beigetragen. Jede Pflanze, die erblüht, jedes glückliche Toben der Tiere gibt mir etwas. Vielleicht wäre Dir ein Umzug möglich, auch wenn es ein schlimmer Aufwand ist?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Herzlichen Glückwunsch:-)
    Ich bin ähnlich aktiv: seit 6.30 Uhr im Freien, Bambus umtopfen, Holz rein, Asche raus, Erdbeeren in Erdbeertopf und und und.

    Herrlich - ja, liebe Kathrin: ein solches Leben gibt es auch. Ich denke es immer wieder. Beispielsweise gestern führte ich ein nettes Gespräch mit dem Nachbarn hier, der auf dem Grundstück eine Blockhütte baut. Einfach nette und liebe Leute kreuzen derzeit meinen Weg, die es früher nicht gegeben hätte. A) hatte ich mich isoliert und b) wäre ich nicht frei für neue, andere, Menschen gewesen.

    Meine Holywoodschaukel ist draussen, Relaxliege und Liegestuhl auch, Garten umgegraben - und zuweilen frage ich mich ob ich einen Schuss habe: denn eigentlich würde ich auch gerne nur einen ruhigen machen. Aber genau hier sehe ich die Entwicklung in und um mich (so wie bei Dir).

    Ich bin nicht die Megahausfrau, somit bei mir weniger Frühjahresputz als einfach dies oder das.... aber jede Umgestaltung oder Reinigung ist für mich ein Zeichen für "neues" oder "geändertes".

    Lieben Gruß von Dagmar

    p.s. die laute Musik habe ich auch - jahrzehntelang konnte ich sie nicht ertragen :) Alles ZEichen, dasss wir wieder ruhiger werden, oder :)

    Liebe Cynthia,
    ich habe versucht zuerst mal mich zu befragen wie ich mich in der Situation fühle.

    Die Kriterien für Alkoholsucht oder Missbrauch die gibt es natürlich. Aber .... wer heute ein Gesellschaftstrinker ist kann morgen zum Problemtrinker werden und übermorgen die "Bude abfackeln" wollen. Das nämlich habe ich erlebt.

    Somit war gar nicht interessant ist er Alki oder wird er es oder oder oder. Es war wichtig wie ich mich fühle. Ich fühlte mich schlecht, es wurde schlechter mit dem Fortschreiten des Alkoholkonsums.

    Wie fühlst Du Dich? Was willst Du selber? Wie fühlt es sich an "Misstrauen" zu empfinden?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Gesche,
    Deine Fragen haben mich in meiner Situation auch lange begleitet. 10 Jahre Freundschaft alles nur Lüge?

    Ich für mich habe akzeptiert dass wir beide uns in andere Richtungen entwickelt haben. Ich habe akzeptiert dass für ihn der Genuß von Alkohol Lebensfreude (?) und Wunsch ist, was ich persönlich so nicht nachvollziehen kann.

    Mit den Jahren gab es immer mehr Alltagsprobleme weil wir Dinge (aufräumen, einkaufen, Finanzen) anders sahen. Alles Dinge, die ich akzeptieren musste. Auch die Tatsache, dass die von mir einmal gespürte "Liebe" nur noch Gewohnheit war. Wir konnten uns nicht mehr finden ... war es der Alk? War es er oder war es ich???

    Meine Aufgabe sah ich erst mal darin überhaupt mich zu finden, denn ich war verloren gegangen und weder optisch, noch gefühlsmässig noch im Alltag diejenige, die ich zuvor war und jetzt wieder beginne zu sein.

    Die Zeit, die Kaltblut anspricht, ist ein ganz wichtiger Faktor. Ich brauchte - und brauche noch - zum verarbeiten Zeit und viele Gedanken, aber das ist nicht schlimm. Ich bin gegangen, habe mein Leben aufgebaut und empfinde immer mehr Glück in meinem Leben, da müssen nun eben die Schatten der Vergangenheit auch noch aufgearbeitet werden - um Platz zu lassen für die Sonne der Zukunft. Die Schatten müssen weichen, damit das neue, unbekannte, seinen Raum finden kann.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Butterweich,
    dieses "alleinsein" kann sehr schön sein. Natürlich gibt es immer schwere Momente, wir haben auch viel zu verarbeiten.

    Aber es kann sich eine innere Ruhe einstellen, die mich beispielsweise im Umfeld ganz anders wirken ließ. Dieses Umfeld strahlte auch ganz anders zurück und plötzlich habe ich doch fast so etwas wie beständiges Glück um mich herum.

    Finanzielle Probleme - vor kurzem sah es aus, als könne ich so mit meinem Minigehalt nicht überleben, auch die sind derzeit eliminiert. Ich habe einen neuen Job, der irre Spaß macht mit tollen Menschen und ich freue mich über jeden Tag, an dem die Wirtschaftskrise mir erlaubt dort arbeiten zu gehen.

    Jeden Tag habe ich das Bewußtsein als Teenager-Spätlese einen Job angeboten! bekommen zu haben während andere in Kurzarbeit geschickt werden.

    Leider kann ich viel reden, das kann noch nicht bei dir ankommen (wäre es bei mir auch nicht) weil so viel zu regeln ist und das Herz noch weh tut. Aber vertraue in Dich und sehe alles das schöne was um uns herum ist, das ist ein Grund nicht aufzugeben und Du wirst sehen, es wird sich lohnen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Sadness,
    ich war früher auch mal der große Helfer.

    Vor rund 20 Jahren war ich dann schon soweit dem anderen zu sagen "Spür Dich und Dein Gefühl in der Situation". Ein noch weiterer, langer Lernweg, lag noch vor mir.

    Hilfe zur Selbsthilfe - jederzeit und gerne. Solange ich mich dabei "wohl fühle" und nicht überrannt werde. Denn genau diese Gefahr besteht, als Helferlein wunderbar überrollt zu werden.

    "Gehen" ist für mich Stärke! Denn gehen heisst auch wiederkommen zu können, was für mich auch Stärke ist". Früher war ich dazu nicht in der Lage, heute kann ich sagen "Cut - ich muss nachdenken" um dabei zu fühlen, wie ich mich in der jeweiligen Situation fühle.

    Loslassen - früher unmöglich: weder am Arbeitsplatz wo ich ausgebeutet wurdne (aus Angst vor der Zukunft) noch innerhalb von Partnerschaften, die mir nicht gut taten. Ganz zu schweigen von "Freundschaften" die mir von anderen aufs Auge gedrückt wurden und ich mich nicht daraus zurückziehen konnte, weil "man/frau das nicht macht".

    In diesem Sinne,
    weiterhin auf dich sehen, wie Du es tust, und es wird sich selber in Dir richten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Cynthia,
    ich kann mich nur Linde anschließen und sagen "befrag Dich". Du bist hier und scheinst selber etwas Probleme mit seinem Verhalten zu haben, somit ist es vielleicht sinnvoll für Dich selber erst einmal Inventur zu machen.

    Davon einmal abgesehen halte ich persönlich die Kombination von Alkohol und Antidepressiva für ausgesprochen gefährlich. Zumal ja wohl eine Grunderkrankung (Depression) vorliegt und der Alk noch als Selbstmedikation eingesetzt wird.

    Wie sehen wir - ich - das? Jeder hat seine eigene Geschichte erlebt, bei jedem war der Verlauf anders. Ich hatte einen Gesellschaftstrinker an meiner Seite, der nach rund 10 Jahren austickte und von "Bude abbrennen" bis zum Fremdgehen und sexuellen Übergriffen alles im Repertoire hatte. Die wenigsten Alkoholiker werden so reagieren - aber ich hatte eben diese lebensbedrohliche Situation.

    Schau auf Dich und Dein Leben, fühl Dich darin zu Hause, egal, ob es einen Partner gibt oder nicht, ich denke, damit wärst Du am stabilsten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Mustasch,
    ich freue mich über Deine Beteiligung.

    Ja, diese Angst vor Nähe ist etwas komisches, wie ich es empfinde, weil ich früher wohl eher Partner mit meiner Nähe erdrückte und das gar nicht so spürte.

    Einfach weil Nähe (Offenheit) etwas anderes ist als Nähe (den anderen nicht loszulassen um ihn keinesfalls zu "verlieren"). Wer aber nicht frei gehen kann, der kann auch nicht aus freien Stücken wieder kommen.

    Aber das alles sind Dinge, die ich erst jetzt spüre - auch am eigenen Laibe - und umsetzen kann. Erst jetzt bin ich in der Lage dieses "wieder kommen" wert zu schätzen. Jetzt bin ich in der Lage einen Gesprächspartner los zu lassen auch wenn der Stand des Gespräches unterschiedlicher ist als er nicht hätte sein können. Soll es ein, dann wird wieder angeknpft, wenn nicht, dann passt es nicht.

    Situationen, die ich früher nicht kannte, weil meine Partner als auch ich immer ein Ergebnis haben wollten. Abwarten, mal darüber schlafen gab es nicht.

    Erst jetzt kann ich wertschätzen, wie schön es ist - gerade nach Trotzaktionen oder ähnlichem - wieder an den Endpunkt zurück zu kehren. Auch das Gefühl, wenn ein "kleiner Trotzkopf", der mich noch gestern stehen ließ weil ihm meine Aussage nicht behagte, heute freudestrahlend auf mich zukommt und versucht wieder eine Basis aufzubauen.

    Heute ist das kein Problem. Er ist trotzig - darf es sein - schätze ich ihn, dann ist es vergessen. Und das heisst dann auch vergessen, nicht wie früher ewig mit Groll im Magen an das denken, was ich mir als "angetan" empfand.

    So, und da sind wir wieder bei der Nähe (die ich noch nicht komplett aufbauen kann). Nur durchs gehen und wieder kommen Und da sind wir wieder bei der "Isolation" über die Du so toll geschrieben hast.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Kathrin,
    bei manchem, was ich lese würde ich am liebsten den Schreiber schütteln und sagen "weißt du, was Du Dir antust" Es ist aber wohl so, dass jeder selber den Weg daraus finden muss.

    Was mich eigentlich immer wieder erstaunt, dass ich nie versucht habe wegen dem Alk Zinober zu machen. Ichhabe zwar mal deutlich gesagt, Du hast eh nur einen Kopf für Dein .... aber ich habe mich nie auf "ich liebe Dich" und "höre auf" Diskussionen eingelassen.

    Dennoch aber lief meine Geschichte ebenso erfolglos wie bspw. Deine. In der Konsequenz, egal, ob ein Angehöriger etwas sagt oder nicht - auf Druck von aussen ändert sich nichts.

    Warum geht es nicht von heute auf morgen :) Ehrlich gesagt, liebe Kathrin, ich bin mir nicht sicher, ob ich es verkraftet hätte, wenn diese Eindrücke und "Hallo-wach"-Momente alle aufeinmal gekommen wären.

    Auch mein Lernweg geht langsam und über diverse Stadien. Ich merke auch immer wieder, jede neue Jahreszeit bringt neue (auch senitmentale) Gefühle oder Erinnerungen. Selbst wenn mein Weg gerade bleiben wird, so ist die Gefühlsbasis darum herum mal stabiler und mal weniger stabil.

    Dennoch: all der Horror hat mich reifen lassen - und in diesem Fall mal positiv, was sich auch auf andere Bereich auswirkt. Ist ein Mensch komisch oder egoistisch, dann suche ich nicht mehr die weiche Seite, die ich zuvor in Menschen implementierte. Ich nehme das gesagte und warte ab ob es mit dem getanen übereinstimmt. Ob der vermittelte Eindruck richtig ist oder ob er einem Wunschdenken des Aussagenden entspricht.

    Menschen kamen mir näher, faszinierten mich und gleichzeitig hatten sie Facetten, von denen ich wusste, so passt diese Facette nicht zu mir. Früher hätte ich einfach mein Packerl Hoffnungen geschürt und hätte an das Gute im Menschen geglaubt.

    Nunmehr kann ein solcher Kontakt sich reduzieren, auflösen oder einfach in Wartehaltung bleiben - das wäre mir früher nicht möglich gewesen.

    Aber eines merke ich, liebe Kathrin, mein Humor ist beim Thema Sucht verloren gegangen. Mir sagte jemand im Flax (es ging um seine nächtlichen Arbeitszeiten) na er hielte sich mit Koks wach. Du, also ich war erst mal geplättet..... Dabei kenne ich den vermeintlichen Humor der Bäckergesellen.... und doch .... bis heute weiß ich nicht, was ich von dem Kommentar zu halten habe und dieser vielleicht dumme Witz hat etwas Abstand in den sich aufbauenden Kontakt gebracht.

    Wie Du siehst: Schritt für Schritt - alles auf eimal wäre wohl zu heftig.

    Lieben Gruß von Dagmar