Beiträge von dagmar007

    Ach Karottchen :)

    Warum meinst Du Autorität ausstrahlen zu müssen? Ich hatte Chefs, die hatten zwar Macht ihres Amtes Autorität, aber keinesfalls meine Achtung - somit hatten die recht wenig (außer Macht) von ihrer Autorität.

    Ich hatte auch Chefs (in der selben Firma) die hatten meine Achtung (zusätzlich zur Autorität) die konnten auf mich bauen weil meine Achtung auch Respekt und uneingeschränkte Loyalität bedeutete.

    Kann es sein, dass Du Dir das Leben gerade selber schwer machst ;)

    Ein lieber Kollege, der von sich selber sagt er ist von sich überzeugt fragte mich heute wie es mir geht. Meine Antwort, die ich gagig meinte "schlechten Leuten geht es immer gut". Er meinte, Du weißt doch, Du musst dich immer positiv sehen und von Dir überzeugt sein.
    Darauf hin meinte ich "Ach weißt Du, Du bist doch schon so von Dir überzeugt, da dachte ich, ich bringe das Gegenstück, damit wir uns auch weiterhin so gut verstehen :)

    Hihi der Blick war Gold wert :)

    Glaub mir, das macht sich von alleine weil Du Dich darauf freust - und genau das spüren die Menschen dort dann auch. Zu mir sagte letztens einer der Azubis "Komisch, ich sehe Dich erst jetzt so regelmässig" Musste ich ihm antworten, "logisch, ich arbeite erst seit zwei Monaten hier ;-" ähhhh (stackste er) ich dachte, du bist schon ewig hier, aber ich hätte Dich eben nie gesehen :)

    Fand ich als tolles Kompliment - nämlich nicht als "neuer" dazustheen sondern integriert zu sein.
    Heute habe ich dem Knäblein übrigens ganz kurz am Backofen geholfen (erst wollte er mich fragen, traute sich dann nicht, dann hackte ich nach, also Handschuhe gesucht zwecks warmem Ofen und kurz in der Backstube angefasst :) Hat Spaß gemacht und ganz sicher nicht geschadet, wenn eine von "oben" der Verwaltung also auch mal am Ofen steht.

    Lieben Gruß von Dagmar,
    die weiß, dass es bei Dir genauso gut läuft!!!!

    Hey Lillith,
    zur Überbrückung könntest Du ihr auch die Pille geben lassen (wobei die als Empfängnisverhütung nicht sicher ist!) Allerdings denke ich mal, bevor die lautstärkenreduzierend wirkt, war der OP-Tisch dran.

    Mit 5 Monaten können die Ladies bereits trächtig werden. Ich habe die Mädels hier im Schnitt mit 7 Monaten kastrieren lassen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nimm's Dir nicht zu Herzen, liebe Kathrin, es gibt sehr viele nette Männer, die irgendwann vielleicht auch einmal der richtige Partner sein können :)

    So hat es eben einfach nicht sollen sein. Bist Du schon soweit Dich auf eine neue Partnerschaft einzulassen. Ich frage deshalb, weil ich es zwar kenne jemanden interessant zu finden, sollte es aber mal ans "eingemachte" gehen müssen, ich denke mal, da würden ich schneller rennen als mir mit meiner Figur jemand zutrauen würde.

    Nicht aus Angst sondern einfach weil ich persönlich mich noch nicht in der Lage sehe Gefühle klar zu erkennen. Die Gefühle, die ich derzeit erspüren darf, sind anders und fremdartig - gute Gefühle - aber fremd und somit für mich nicht einschätzbar.

    Liebeskummer.... hm, wie gesagt, Menschen interessant empfinden kann ich auch, mich über deren Gegenwart freuen auch, wenn ich dann aber denke, was könnte alles sein, dann spüre ich nur den Gedanken "hauptsache, dem Menschen geht es gut" egal, ob ich etwas damit zu tun habe oder nicht. Für mich fremde Gedanken, denn früher hätte "Interesse" bei mir automatisch bedeutet einen Weg oder ein Fernziel damit zu verbinden. Das ist nicht mehr der Fall, woran das liegt, oder ob es vielleicht nur Feigheit ist, das kann ich derzeit überhaupt nicht beurteilen.

    Aber genau das zuvor angesprochene "abhängig" machen von einer Person, ist eine Sache, mit der ich mich extrem beschäftigt habe. Das muss sich nämlich nicht auf einen Partner beziehen. Einfach: jemand tut mir gut, ich suche seine Nähe .... Was ist aber, wenn ich diese Person plötzlich wegdenke? Hätte ich da wieder das schmerzhafte Gefühl einer Co - auch ohne Beziehung???

    Ich denke, alles zwischenmenschliche ist sehr schwer in der ersten Zeit nach einer schädigenden Beziehung.

    Ich drück Dir die Daumen, dass es Dir weiterhin gut geht und Du Dich gut "erden" kannst.

    LIeben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Karotte,
    wenn es mein Ego zuließe, und mich diese Person nicht zu sehr belastet, dann würde ich sie einfach in den Hintergrund stellen. Habe ich wenig Kontakt zu einem solchen Menschen, würde ich versuchen ihn so wenig wie möglich in mein Leben - und somit meine Verfassung - kommen zu lassen.

    Ich für mich reagiere nicht mehr sofort auf abkanzeln oder Dinge, die mir komisch erscheinen. Wie oft reagiert sich jemand an mir ab, ohne das ich etwas damit zu tun habe. Wie oft reagiert jemand komisch mir gegenüber, aber nicht aus Ablehnung, sondern weil er/sie unbeholfen ist.

    Auch habe ich bei mir persönlich das Gefühl, dass ich mich (da ja nun außerhalb meiner Suchtbeziehung) gefühlsmässig anders angesprochen fühle. Ist etwas schwer zu erklären. Es scheint mir so zu sein, als würde ich Sympathie und Antipathie verstärkt spüren (wie real diese Dinge dann wirklich sind, kann ich natürlich nicht sagen). Ich bilde mir ein, durch die freigewordenen Gefühle (die sonst in einer kranken Beziehung hoplladiehopp spielten) kann ich nun besser bündeln. Komischerweise damit aber besser umgehen. Nachvollziehbar ist das nicht für mich! Das gilt bei mir besonders am neuen Arbeitsplatz. Viele neue Menschen um mich herum, ich neu, bange Frage: "wie kommen wir miteinander klar" (Bezieht auch Deinen Vermittler ein, weil er ja auch etwas damit zu tun hat).

    Halt Dich wacker und laß Dir von einem so kleinen Licht nicht die Freude auf den neuen Job vermiesen. Vielleicht hat den Menschen nur Deine Freude und Emotionen gestört, die er selber schon lange nicht mehr empfindet in seinem Job.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Egal, was Deine Mutter macht, ich finde es schön, dass sie in der Lage ist sich aufgrund Deiner Erlebnisse Gedanken zu machen. Ob sie nun die Kraft hat oder nicht, ist etwas anderes. Aber vom Unverständnis heraus hat sie über den Weg des zuhörens zumindest Deinen roten Faden verfolgen können.

    Weißt Du Julchen, oft denke ich, das kann gar nicht mein Leben sein, in dem ich jetzt der "Hauptdarsteller" bin. Auch wenn es mir finanziell sehr bescheiden geht, so ist dennoch in meinem Leben alles soweit o.k. (kleinere Sorgen Auto ect. die hat man/frau halt) aber ich freue mich schlafen zu gehen, ich freue mich beim aufstehen über die Sonne, die durchs Haus kommt (wenn ich mal wach bin ;) Es ist alles so anders als zuvor. Nicht mehr dieses schwere, ständig depremierende. Angefangen damit, dass ich mein Haus in der (Un-)Ordnung wieder betrete wie ich es verlassen habe bis dahin, dass nun nur ich alleine entscheiden kann, wer Zutritt zu meinem Haus hat und wer nicht. Nur ich entscheide wie ich mich heute fühle - und wenn ich einen nachdenklichen Tag haben möchte, dann kann ich das ... so wie ich will ohne gestört zu werden.

    So muss es sich anfühlen, wenn man / frau beginnt bei sich selber anzukommmen. Allerdings bin ich mir auch der Gefahren bewußt, die da nun auf mich warten und eines kann ich mir nicht erlauben - eine Überheblichkeit - es geschafft zu haben alleine klar zu kommen.

    Ich weiß nunmehr, dass das Gefühl des Wohlfühlens nicht nur von Alkoholikern herbeigeführt werden kann sondern auch von anderen Menschen, die mir gut tun. Somit ist meine Aufgabe, diese Menschen nicht als Suchtmittel zu verwenden damit es mir gut geht. Wie beim Alkoholiker bin ich derzeit immer wieder dabei mich zu erden dadurch, dass ich mich immer wieder aus gewissen Situationen zurückziehe. Denn ich spüre wie latent die Gefahr ist das "Wohlfühlgefühl" so lange und so oft wie möglich haben zu wollen.

    Genau so aber fing meine Suchtbeziehung an. Genau das aber muss ich nun anders steuern und ich hoffe allezeit das Gefühl behalten zu dürfen wenn es Zeit ist, mich zu erden.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach, liebe Karotte,
    ich dachte auch, ich würde mich ewig verlaufen in unseren großen Räumlichkeiten, niemals die Menschen alle mit Namen kennen und überhaupt...

    Ach herrje, aus täglich 4 Stunden werden nun 6. Das Haus ist mir geläufig und ich bin diejenige aus dem Büro, die ständig unterwegs ist und auch für andere holt u nd weg bringt. Ich fühle mich wohl in meiner Haut, dort wohl, ich mag die Leute und somit mache ich auch gerne die Aufgaben, die andere nur nerven.

    Von unserer Etage kann man in die Backstube blicken, wenn man/frau gewisse Tätigkeiten erledigt. Ich stand da oben sah runter und dachte "Mensch, da ist niemand, den Du nicht "ab kannst" Niemand, bei dem Du ein komisches Gefühl hättest, wenn er/sie genau jetzt nach oben sieht und Deinen Blick bemerkt.

    Ach Karotte, wenn Du ein gutes Gefühl hast, so ist das einfach nur schön. Für mich ist der Arbeitsplatz, den ich jetzt habe, derzeit eine der besten Therapieplätze - durch die tollen Menschen, die es dort gibt.

    Ich wünsche Dir eine ebensolche, liebenswürde, Arbeitsfamilie, wie ich sie habe - und hoffentlich behalten darf.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Na, liebes Julchen :) Vielleicht läuft es zu rund :)

    Ich würde dieses Gefühl von Dir lieber als "ungewohnt" bezeichnen, dann kann ich besser antworten, denn mir geht es ungewohnt, aber ich denke, bei mir läuft alles sehr rund.

    Ungewöhnlich rund - ungewöhnlich harmonisch und ungewöhnlich anders. Wenn ich überlege, dann hat mich früher oftmals Eifersucht begleitet (nicht unbedingt in Beziehungen, sondern was meine persönliche Wertigkeit betrifft) scheint nicht mehr da zu sein, oder zumindest verschwindend gering.

    Alle meine Handlungen waren früher mit "hoffentlich-Zielen" verbunden ist nicht mehr. Heute leben - so gut wie möglich - so harmonisch wie möglich - Endziel? Nicht unglücklich sein.... nicht mehr und nicht weniger....

    Ich hätte auch so viel mehr, was ich machen wollte, auch mir gelingt es nicht. Ist eben so! Wenn ich nun mir gehören darf, dann gehe ich mit mir anders um und habe einfach weniger Zeit für Arbeit. Schlechtes Gewissen habe ich keines, eher bin ich enttäuscht, weil die Dinge, die ich noch hätte machen wollen machen mir Spaß, aber ich habe halt nicht mehr die Power dazu.

    Auch ich frage mich was passiert nun. Aber ich warte nicht auf Katastrophen. Bei mir scheint es so gelaufen zu sein (vielleicht habe ich Glück und es geht so weiter) je weniger ich vom Leben erhofft habe, desto mehr habe ich bekommen. Je weniger ich von Menschen erwartet habe, desto reicher haben sie mich durch ihr Verhalten beschenkt. Je weniger ich per Ehrgeiz erreichen möchte, desto mehr gelingt mir.

    Ja, liebes Julchen, es könnte noch sehr spannend werden, was auf uns zukommt :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Co./Co. auch ich durfte schon jemandem sagen und zeigen wann er was versendet hat. Nein danke, dass ist vielleicht nicht unbedingt das, was ich unter offener, ehrlicher und respektvoller Kommunikation verstehe - das ist das, was ich als "Krank" bezeichne.

    Etwas, das uns als Angehörige noch kränker macht, weil wir ja nur zu gerne diesen Worten glauben. In der suchtkranken Beziehung mit meinem Partner hatte ich den Eindruck, dass er a) selber nicht weiß was er will und b) je nachdem, wie die Situation und die Menschen der jeweiligen Situation entsprechen er sich verhält.

    Ich persönlich habe erst mal akzeptieren müssen, dass der uralte Spruch "Kinder und Besoffene sagen die Wahrheit" so nicht stimmt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja Julchen: und zwar um zu überleben, um das schreckliche nicht wahrhaben zu wollen, weil die Seele es vielleicht nicht verkraftet.

    Ich denke persönlich (auch aufgrund der Art des Todes) des Vaters meines Ex, dass auch dieser Alkoholiker war ... alles so im gesetzten Rahmen, bis dann die Diabetes und diverses andere kam.

    Die Angehörigen wollen es nicht wahrhaben, der Alkoholiker ist doch der von der Parkbank. Nein, es gibt doch immer wieder Zeiten ohne Alkohohl. Es kann nicht sein, was nicht sein darf.

    Verdrängung um selber nicht kaputt zu gehen. Julchen, ich selber war in der Hammerzeit kurz davor mein Leben weg zu schmeißen weil alles zu viel war, alle die Aktionen des Alkoholkranken ect. Ich sah zu dem Zeitpunkt keine Möglichkeit mich schnell Gewalt und Druck zu entziehen. Wer still hält, der kommt oft nicht in meine Drucksituation dadurch, weil er/sie stillhält und somit zum Helfer für den Abhängigen wird. Oftmals wird der Helfer dann behalten. Denn solange ich Helfer war gab es für mich keine Brutalität und Agression, während es im Umfeld mit Nachbarn, Passanten ect. sehr wohl schon Schlägereien meines Ex gab. Ich wurde nicht angefasst, denn ich war ja der Deckmantel.

    Julchen, wenn ein Kranker schon so tief drin sitzt, dass er keine Lust mehr darauf hat ein anderes Leben zu "testen" dann will er nicht und schafft es auch nicht. Ich denke, bei vielen sind die Grundvoraussetzungen schon so pesimistischer Grund- und Lebenseinstellung, dass es nicht klappen kann.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Stephan,
    als Co geht es mir nicht anders als einem Alkoholiker: schädliche Mechanismen, die durchbrochen werden müssen - schlimmer noch: erst erkannt, dann durchbrochen und neue Verhaltensweisen.

    Ich war immer jemand, der alle Aufgaben sofort erledigt hat. Das mache ich meistens, erlaube mir aber nun auch mal einen Faulenzia-Tag.

    Es gibt auch Zeiten, da habe ich keine Lust und würde gerne aufschieben, zuweilen packe ich Dinge dann doch an, noch mehr und noch mehr - letztendlich bin ich dann stolz, dass es sogar mehr wurde als ich mir auf meine "heimliche To-Do-Liste" geschrieben habe.

    Immer erwachsen aus einer Portion Wohlfühlgefühl und dass es mir gut geht. Eine Last ist von mir gewichen, ich habe die Chance, mein Leben neu in die Hände zu nehmen und anders zu steuern als zuvor. Diese Chance ist ein schönes Gefühl :)

    Das was Du erzählst aus der nassen Zeit mit dem Verschieben und verschieben, habe ich bei meinem Expartner ebenfalls erlebt und denke, es ist tatsächlich sehr, sehr schwer dieses Muster zu verändern und zu durchbrechen, einfach weil es jahrelang "gut" ging.

    Aber ging es am "Schluss" auch noch gut? Kann vielleicht die Erinnerung an manch ein Chaos helfen, dass Du die Strukturen anders setzt. Gute Anfänge bringst Du ja schon mit :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Und wie Du mir aus dem Herzen sprichst liebe Karotte, erlebe ich das alles doch gerade pur, purer geht es wohl nicht. Am liebsten würde ich dieses - so dauerhafte und länger andauernde - Gefühl festhalten vor lauter "Angst" das ist wieder vorbei.

    Dieses gegenseitige Wechselspiel von Wertschätzung, durch welches zwei Gesprächspartner gegenseitig Stärke erhalten. Mehrer Menschen, die sich achten, übereinander freuen und auch mit offenem Blick gegenseitig die Anwesenheit registrieren.

    Früher mal habe ich mich durch Leistung definiert, definieren müssen. Die Leistung ist wohl immer noch da, aber auch eine persönliche Wertschätzung andere Menschen, die mir ein freies Gefühl gibt - ein ungehetztes. Ein Gefühl, dass vom anderen nichts erwartet wird - ich gebe aber mehr als gehetzt, weil dadurch Kreativität und ein gutes Gefühl über meiner Arbeit stehen - so ist diese dann auch "gut".

    Ausnahmen wie die, von der Doro spricht gibt es wohl bei uns allen. Aber genau das habe ich nun lernen dürfen: hier liegt die Ausnahme! Und niemand ist unnütz, sondern kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen ;)

    Deshalb erfreue ich mich an anderen Menschen, die mir - und ich ihnen - gut tue. Ich pflanze draussen meine Samen, habe heute meine Palmen rausgestellt und freue mich auf ein Wochenende bei milden Temperaturen - mit meinen Tieren - vielleicht mit meinem Tisch den ich lackiere - vielleicht, vielleicht, vielleicht .... auf jeden Fall Zeit, Glück und Dinge die ich mir gönne ...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Zuweilen komme ich mir vor, wie ein Ein-Tages-Kücken, welches gerade zum ersten Mal die Welt sieht. So viel verhändert sich und so viel bekommt ganz andere Betrachtungsweisen - heute - ob es so bleibt, das kann ich nicht sagen, aber all' der Horror, der im letzten Jahr abgelaufen ist hat mir in der jetzigen Situation so etwas von Frieden mitgegeben, dass ich zuweilen selber nicht begreife was passiert.

    Gestern stand ich in der Mittagspause im Außenbereich der Backstube, von dort klang ein Song von Runrig, die ich sehr liebe, blauer Himmel, ein Mäusebusard oder Falke oberhalb der Mühle und ein Gefühl, welches ich schon lange nicht mehr verspürte. Leute um mich herum, die ich schätze, ein Umfeld, in welchem ich mich geborgen und sicher fühle.

    Keine Erwartungen, keine (fast keine) Ängste aber einfach Erfüllungen und positive Geschehnisse. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich Menschen visuell wahrgenommen habe auch in Körpergröße, mich dabei aber oft getäuscht habe. So quasi ein erster Eindruck, der falsch war. Der erste Blick will ja alles wahrnehmen. Gerade die Herren in meinem Arbeitsbereich, die habe ich in den Momenten, wo ich sie unsicher erlebt habe als kleiner eingestuft, als sie in der Realität waren. Das aber konnte ich erst sehen, als ich sie näher kennenlernte und die Optik nicht mehr interessant war sondern das "Gesagte" oder "Getane". Während ich im ersten Augenblick den ganzen Menschen visuell wahrnahm interessieren mich nunmehr nur noch die Augen und deren Ausdruck. Ich würde mal vermuten, dass ich zuvor nicht den "Mut gehabt" hätte mit diesen Menschen im Gespräch in "puren" Augenkontakt zu gehen.

    Ich habe etwas sehr schönes gelesen, was davon sprach wenn man/frau selber sich wohl und glücklich fühlt, so würde das abstrahlen, das Gegenüber spürt dieses und reagiert in jedem Fall .... und sei es nur, dass die Montagslaune in Dienstagslaune verändert wird ;)

    Genau das darf ich derzeit erleben und hoffe mal, dass mein Empfinden sich das bewahren kann und auch weiterhin solche Menschen um mich herum sind, die genau das spiegeln. Wir können uns wohl also gegenseitig etwas geben. Ein Gefühl, welches es schon ewig nicht mehr in der ausgepräten Form gegeben hat. Viel zu sehr war ich durch die negative Grundeinstellung des Ex-Partners angesteckt und selber in negativen Gefühlen gefangen.

    Dadurch, dass ich mich abgrenzen konnte von einem flüchtigen Bekannten, der es zwar gut meinte, aber mich total eingrenzte und beschränkte fühle ich mich doppelt gut: auf der einen Seite konnte ich sagen "stop" ich will alleine sein und auf der anderen Seite bin ich wohl mittlerweile auch in der Lage Menschen die ich schätze dieses zu sagen und mich entsprechend zu verhalten.

    Schöne Erfahrungen, prägende, und hoffentlich bleibende.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Jetzt geht die "Arbeit" erst richtig los.

    Gibt es angenehme Menschen in meinem Leben, dann muss ich lernen diesen nur einen Randbereich einzuräumen um mir keinesfalls Fixierungen zu erlauben. Immer schön in meine Mitte kommen, ächz ist das schwer. Ich habe mir heute sogar schweren Herzens eine kleine Feier entgehen lassen um genau zu sagen "stop" um mich nicht zu verfangen. Es geht mir gut in gewissen Kreisen und deshalb dürfen diese nicht mein Zentrum sein.

    Noch nicht - sollte ich mal in der Lage sein, richtig gefestigt zu sein, warum nicht. Aber derzeit geht alles in die richtige Richtung aber wackelig.

    Zum positiven kommt das negative: ich muss lernen, Menschen, die mir nicht gut tun wirklich aus meinem Leben komplett auszuschließen und nicht aus Mitleid wieder "kurzzeitig" hereinzuholen um dann von diesen "überrannt" zu werden.

    Dieses konsequente ist viel, viel schwerer als ich dachte. Gerade auch sich selber positives nicht zu erlauben in den Bedenken sich in Gefahr zu begeben. Aber ich weiß, dass das sein musste. Ich spüre diese Fixierung auf bestimmte Menschen, die ich nicht will und die für niemanden gut ist, also Sicherheitsabstand.

    Statt also liebe Menschen zu genießen war ich wie geplant einkaufen, was ich nicht gerne tue, habe mir aber zwei Rosensträuße genehmigt und neue (günstige Bezüge) für die Balkonmöbel. Die kommen in den nächsten Tagen (und wenn es nur stundenweise ist) raus - ebenfalls die Auflagen der Holywoodschaukel. Ein Grillkorb ist nun ebenfalls mein eigen. Ich bin froh, das erledigt zu haben, obwohl diese Entscheidung schon in mir nagt....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Ich38,
    nein, ein Taffes Kerlchen wirst du nicht sein, aber auf dem Besten Weg zur Taffen Frau. Es kommt wieder :) Auch wenn es Dir gerade schwer fällt Dir das vorzustellen.

    Meine Story ist der Deinen nicht unähnlich, ich war zuvor auch lange Jahre alleine, verlore mich in der Suchtbeziehung, bin ausgezogen und wurde wieder ich selber. Natürich tat es weh, natürich hatte auch ich Polizei da (auch ich wohne alleine auf einem größeren Grundstück und auch den Polizeibeamten war nicht so ganz wohl in dem Wissen).

    Ganz wichtig ist der Kontakt mit der Polizei und sei es nur zur Information. Handy und Telefon in der Nähe und das Wissen, es geht vorbei, auch wenn es seine Zeit dauert.

    Der Schock und die Angst lähmen - als ob man in einem Horrorfilm wäre, und das alles gar nicht sein könne.

    Halt Dich wacker, glaub mir, dass durchhalten ist es wert !

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich persönlich würde es nicht. Schon alleine deshalb, weil er jetzt erst mal mit sich selber beschäftigt sein dürfte. Ich sehe dann eine (bereits beendete) Beziehungskiste eher als Problem an. Davon mal abgesehen ist die Frage, ob er Dir gegenüber derzeit den Wunsch hat Dich zu sehen.

    Ich würde vermuten, er kann sich bei Dir melden wenn er will und sollte er das tun, dann könnt Ihr Euch gemeinsam vielleicht über eine gemeinsame Annäherung unterhalten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Elona,
    herzlich willkommen in unserem Forum. Es erscheint mir allerdings so, als wäre es fast nicht möglich Dir zu "helfen".

    Deine Geschichte ist eigentlich klar (und dadurch nicht vom Alkohol berühert,meine ich)

    Du trennst Dich vom Ex
    Er will Dich zurück - Du gehst zurück und schiebst xyz ab

    xyz findet seinen Weg, beschließt wie er sein Leben weiterführen möchte - und zwar nicht mit Dir. Traurig und schmerzlich, aber ich befürchte, er hat seine Entscheidung getroffen und das musst Du akzeptieren.

    Auch wenn Dir etwas bewußt geworden ist, so Deinem Expartner auch. Ich befürchte, dieses Leid des Liebeskummers musst Du irgendwie überstehen. Einfach weil es seine Entscheidung war - egal ob trocken oder nass: jeder Mensch hat das Recht auf seine Entscheidung.

    Du hast sie getrofffen als Du eine Auszeit wolltest, er hat es akzeptiert und während dieser Auszeit sein (eventuelles) neues Glück gefunden.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Rosita,
    was hat Deine Verhaltensänderung mit einer Veränderung von ihm zu tun? Er kann sich ebenso verhalten wie jetzt - auch wenn Du nicht da wärst oder Du zur Mrs. Europa gekürt werden würdest. Das muss alles nichts mit ihm zu tun haben.

    "Er" wird immer das tun, worauf er Lust hat oder was ihm die Sucht diktiert - zumindest solange er im Zustand des Konsums ist und Du davon ausgehst, dass er abhängig ist.

    Was hat Deine Arbeit an Dir mit seiner Trockenheit zu tun? Ihr seid zwei selbständige Menschen, könntet es sein, sagen wir mal so.....

    Es geht hier nicht um Fortschritte oder darum, wie lange jemand für welche Entscheidung benötigt. Denn jede Entscheidung (die bewußt getroffen wird) ist o.k. Sondern mir persönlich ging es bspw. umd die Aussage "glücklich mit einem nassen Alkoholiker". Das ist für mich ein selber glücklich reden und in Illusionen schweben. Eine gefährliche Sache, denn Sucht ist unberechenbar.

    Davon mal abgesehen, Deine Zeilen sind so auf Deinen Partner fixiert, dass vermutlich Deine Gemütsverfassung von seinen Launen abhängt. War bei mir auch, deshalb stellten sich mit der Zeit Depressionen ein.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh Sunny,
    Du hast so vieles selber geschafft, hast Dein Leben wieder zu einem Leben gemacht und kannst stolz auf Dich sein!

    Es sollte nun so wichtig sein, dass Du Deine Stärke behalten kannst und nicht noch hinuntergerissen wirst. Ich denke mal, der Suchtdruck ist schon übel genug da hält man/frau dem Beziehungsstress nicht Stand.

    Ich kann Dir nur ganz viel Kraft wünschen, dass Du mit Deiner Gesundheit stabil bleibst. Was Deinen Partner betrifft mag ich gar nichts sagen weil ich einfach Angst bekomme dass der Druck der Beziehung Deinen tollen Weg durchkreuzt.

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dagmar

    Wisst Ihr, mich schockt es halt auch deshalb, weil so doch dem Alkoholiker die Chance genommen wird aufzuwachen. Wir haben doch auch selber - auch wenn wir Co sind eine gewisse Verantwortung. Zumindest wenn wir uns mit dem Thema auseinandersetzen, dann bemerken wir doch die Zusammenhänge.

    Mensch Leute, hätte ich früher geblickt was Sache ist, dann hätte ich meine wenige Hilfe eingestellt, weil diese immer noch zu viel war. Diese kleinen dummen Sachen von mir (einkaufen weil ich es brauchte, aber ihn dadurch dennoch unterstützte weil das Deckmäntelchen aufrecht und stabil hielt.

    Hätte ich verstanden was Sucht bedeuten kann, dann wäre ich vielleicht zu einem Zeitpunkt gegangen wo mein Ex überhaupt noch geblickt hätte was abläuft. Zu einem Zeitpunkt vielleicht, wo er sich noch keine Straftaten erlaubt hatte.

    Die Beziehung hätte sich sicherlich nicht wieder eingekriegt - aber er wäre vielleicht aufgewacht bevor er eine Riesenliste von Einträgen in seiner polizeilichen Akte hat. Nein, nicht jeder wird kriminell - aber bei jedem besteht in der Situation die große Chance .... siehe Fahrerflucht ect.

    Verflixt nochmal, hätte ich jemals begriffen, was Sucht für Auswirkunen hat, dann hätte ich mich geschützt und nicht noch ihn - unbewußt gedeckt - Sucht hat den Menschen im Griff und lässt nichts mehr - oder nicht viel - von der Grundpersönlichkeit übrig.....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Rosita,
    Du schreibst

    ....."Meine zweite Ehe möchte ich allerdings so schnell nicht aufgeben, da ich weiß, dass viele Frauen recht froh mit nassen Männern zusammenleben.".....

    Und da falle ich fast vom Glauben ab...... Aber nun gut, ich lasse mich als intolerant schimpfen aber mich hat das geschockt ohne Ende....

    Lieben Gruß von Dagmar