Auch für mich persönlich sind und waren alle Statements wichtig. Ich konnte mir aus allen meine Meinung bilden und mir überlegen was für mich tragbar ist oder nicht.
Wer kommt ... wer geht ... nun immer eine Sache für mich. Ich halte es für mich in Foren so, dass ich mich beteilige wenn ich Lust und Zeit habe, aber auch mal Wochen oder Monate inaktiv bin (auch in meinem eigenen, recht gut besuchten). Wenn aber große Reden zum Abschied in einem x-beliebigen Forum geschwungen werden, dann habe ich eher den Eindruck einer "ich will nicht mehr Laune". Egal, mit wem oder was .... Einfach "bääähhh". Allen Menschen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.
Ein Punkt aber, ist eben in dieser Geschichte nicht ganz von der Hand zu weisen - nämlich genau die Eigentümlichkeit von uns Co's das Leben des/der anderen zu managen und dabei das eigene zu verlieren. Das kann natürlich dann auch dabei heraus kommen ...
Aber auch da gilt wieder: jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.
Coabhängigkeit - eine tolle Sache: hört sich an wie Liebe - sieht auch so aus und könnte etwas anderes sein...
Mir persönlich war heute aufgefallen, dass der Expartner und ich bis fast vor Ende regelnmässig händchenhaltend ect da saßen. Lieb oder? Wie man sich so festhält um nicht die Kontrolle zu verlieren 
Eigentlich, ja eigentlich ist "er" ja garnicht so, nur wenn er getrunken hat und überhaupt nur bei anderen endet es im Sumpf oder
Wirklich aber war ein durch den Alkohol veränderter Mensch sehr wohl so. Mensch, wenn ich mir jetzt überlege, wie ich gegängelt habe, dass er mal einen Part an Hausarbeit übernimmt. War das vor Jahren mal geschehen, da ja, dann war er ja wirklich nicht so schlimm, er hat ja irgendwann das getan, worum ich bat. Ja! Hat er : um seinen Frieden zu haben und keinesfalls weil einsichtig war, dass ein Haushalt ab und zu wenigstens mal notdürftig versorgt werden muss.
Genau da aber heißt es Hilfe beginnt bei mir und nicht bei anderen: weder beim Alkoholkranken noch bei anderen Menschen und in deren Leben. Ratschläge oder Worte sind für mich dahingehend "anders" weil jeder alles sagen kann und doch selber etwas ganz anderes tun als der eigene Ratschlag doch war.
Na, und da können sich doch wir Co-Abhängige wie auch die Alkoholiker gegenseitig den Ball zu spielen wenn bei anderen das Manko gesehen wird und bei einem selber nichts gesehen oder verändert wird. Aber auch das trifft nur den/die Betreffenden selber.
Meine Worte waren immer: meine Aktionen zu meiner Zeit und dann wenn ich dafür reif bin. So war es und so habe ich es durchgezogen. Schritt für Schritt - für manche zu langsam - aber eben so wie ich es mir erlaubte und konnte.
Wer stehen bleibt und sich im Kreis dreht und eben keine Schrittchen aus dem Kreis heraus macht, der trifft sich letztendlich nur selber. Wie oft lese ich: "ich will mich aber nicht trennen" Ist o.k. weil das jeder für sich entscheiden muss.
Wenn sich nun natürlich mehrere Personen treffen, die nichts ändern sondern weiterhin in ihrem Trott gefangen bleiben ist das für diese Leute tragisch, nicht für diejenigen, denen ein Rat gegeben wird. Treffen sich mehrere, die sich gegenseitig glücklich reden, so ist es deren Problem und erinnert mich zuweilen an eine Massenhypnose 
Ich konnte meinen persönlichen Verfall bemerken, das verlieren meiner Lebenskräfte und durfte mein Leben wieder in meine Hände nehmen. Es geht mir gut dabei! Auch mir geht es zuweilen wie Nancy, dass ich denke, ich schaffe das alles nicht, auch ich bin manchmal mutlos oder fühle mich einsam. Aber diese Einsamkeit ist keine schlimme und keine der Ratlosigkeit - sondern eine Einsamkeit der Ratsuche.
Lieben Gruß von Dagmar