Hallo Ihr Lieben,
danke fürs "hochholen" und nicht vergessen 
Ich habe gerade schon eine heftige, harte Zeit, in der ich stecke - sie ist nicht schlecht, aber schwer...
Da sind zum einen mal die Krankheiten/Erkältungen/Gastritis meiner Tiger, die mir sehr viel Angst machten. Ich habe ziemlich an Nerven eingebüsst, weil jeder von ihnen mal kränkelte als es so saukalt war, bis das aber wieder gesund ist und ich mich "sicher" fühle, das dauert noch.
Dann hausintern: es entstand bei mir ein unerklärbarer hoher Wasserverbrauch. Stadt war hier ect. pp. Fakt ist der Wasserkasten ist nicht o.k. und lässt viel zu viel Wasser durch die Rohre - was aber nicht sichtbar ist.
Dinge, die wohl in der Klärung sind, aber viel Geld kosten und meine Kraft.
Last not least ... und das ist das womit ich derzeit am schwersten trage... sind so die normalen menschlichen Gesetze, denen man sich unterwirft wenn mal urplötzlich in einer sehr lebendigen Gemeinschaft ist. Plötzlich erscheint am Rande das Thema Alkoholismus, gott sei Dank bei nun trockenen, die einem die Probleme des "heute" schildern. Trocken und alleine - weil das vorher nicht mehr lebbar ist, auch nicht gewollt, aber plötzlich verbunden mit "Einsamkeit".
Hier erlebe ich gerade pur wie schwer es ist wenn jemand sich von seinem Gift gelöst hat, welches ihm alle Hemmungen und Probleme nahm, diesen nun klar stellen möchte, es aber schwer ist. Da sind dann die Dinge, die von unseren nun trockenen Alkoholikern angesprochen werden. Da ist wenn ich einen Kuchen für alle backe die Thematik ich nehme keinen Alk zum backen (kein Problem, mag ich eh nicht). Da ist die Weihnachtsfeier für mich mit Cola kein Problem, aber ich sehe halt auch wie andere betrachtet werden, die sich in den Augen anderer "ausschließen". Es ist ein verdammt schwerer Weg, den ich hier nicht bei einem Partner begleite, sondern bei jemandem neutraleren....
Dann... mein Hauptschwerpunkt.... ich habe mich mit jemandem angefreundet (allerdings nur in dem Rahmen dort, private Treffen sollten wir uns noch vorbehalten aufgrund unserer beiderseitigen alten Verletzungen). Alles schön, alles gut, alles immer offener und ehrlicher.... Könnte alles gut sein...
Wenn nicht von einem der Chefs dort eine Betonung auf den Kontakt mit mir bestehen würde. Ein netter Mensch, keine Frage, aber das ist etwas viel, was da auf mich zubröckelt an sehr vielen intimen, verdammt intimen, Details. Ich kam mir gestern vor als wäre ich eine Gummipuppe, an der zwei Menschen ziehen. Der eine ganz verhalten und vorsichtig zupfend, der andere mit Schwung.
Ich möchte das hier nicht so deutlich ausführen, aber es ist nicht ein bischen Kontakt sondern schon verbunden mit extrem viel Nähe und Aktionen.
In sich nichts schlechtes oder negatives, aber viel für mich und einfach "neu" hier quasi so einen Mittelpunkt darzustellen. Es ist so ein bischen ein "Duell der Besten", bei dem ich so mittendrin stehe als derjenige um dessen Aufmerksamkeit und Zuwendung es geht.
Alle meine Verhaltensweisen die als Teenie schon gelebt wurden, nun neu überdacht wurden, kommen als Aufgaben auf mich zu:
Bei Mathearbeiten bin ich früher mit meinem Nebensitzer eine Treppe hoch, rechts, bis wir erfahren habe Mathearbeit - und sind links wieder runter und zu ihm nach Hause. Heute schreibe ich meine Tests auch wenn ich weiß, ich habe keine Ahnung, ich stehe es durch.
Früher bannten sich Beziehungen an, ich hatte keine Geduld und kein Selbstwertgefühl. Somit habe ich den Kontakt, der Herz und Bauch berührt weggeschoben als "ist eh nicht gut" und habe mich erobern lassen von dem "nächsten" der besser kämpfen konnte...
Da bin ich jetzt aktiv dabei mit dieser Situation umzugehen, kann also noch kein Resultat vermelden sondern nur den "Kriegszustand in mir".
Alles ganz logische Vorgänge:
Das Leben wiederholt sich in seinen Begegnungen und Geschehnissen. Früher habe ich vieles falsch entschieden - veranlasst durch Muster meiner Kindheit - heute bin ich gefordert es anders, verantwortlicher für mich selber, zu bewältigen und das ist Herausforderung pur.
Lieben Gruß von Daggi