Beiträge von dagmar007

    Ja, Ihr Lieben,
    Kathrin hat das schön in Worte gefasst.

    Übrigens auch genau der Punkt, wo ich persönlich - gilt wieder nur für mich - keine Beziehung mit einem nassen Alkoholiker führen könnte.

    Ich habe hier Lesematerial von Alanon und war auch in meinem Heimatort 120 km entfernt in einer Gruppe. Dieses Lesematerial versucht zu beschreiben wie es möglich ist in einer Ehe/Partnerschaft mit einem nassen Trinker klar zu kommen ohne sich selber zu verlieren.

    Genau das wäre für mich nicht möglich. Denn ich sehe es so, dass ich die Stärke haben müsste in meinem Leben zu stehen ohne gefühlsmässig von den Resultaten oder dem Verhalten des trinkenden Angehörigen abhängig zu sein.
    Ich könnte es nicht - genau das ist es Doro. Deshalb musste ich (gilt nur für mich) auch gehen. Mich hat dieses auf und ab von Hoffnung und Umschlagen der Gefühlslage angesteckt. Ich habe mich sehr wohl danach gerichtet wie die Laune meines Gegenüber war.

    Da gibt es ja sinngemäß die Aussagen, das zu ändern, was ich ändern kann und das zu ertragen, was ich nicht ändern kann. Den Konsum kann ich nicht ändern .... seinen ..... nur meinen zum Suchtmittel.....

    Genau das, abhängig zu sein von der Verfassung eines anderen Menschen, ist für mich persönlich aber nicht mehr selbständiges Leben. Es wäre für mich nicht mehr autonom und selbstbestimmt. Weil eben ich die Kraft nicht für eine offene Beziehung hätte.

    Was ich übrigens, Doro, tatsächlich für einen sehr guten Vergleich halte. Denn nichts anderes ist ja die Partnerschaft mit einem Alkoholiker: keine Zweierbeziehung sondern zumindest ein Dreier. Er - Sie und der Alk. Der Weg erscheint für manche lern- und begehbar, für mich wohl aufgrund meiner Co-Anteile nicht. Genau dieses Scheißgefühl will ich nicht leben und kann ich nicht aushalten (gilt nur für mich!) Das Leben und der Alltag bieten schon genügend auf und abs für die ich selber verantwortlich bin und die mein persönliches Leben betreffen, da mag ich nicht noch auf und abs wegen meiner persönlichen Abhängigkeit zu einer anderen Person durchleben.

    Hier würde mich aber mal die Meinung derer interessieren, die den Weg aus dem Alkoholismus überstanden haben. Denn nur ihnen ist es möglich zu beurteilen wie ein Verhalten ihnen gegenüber nicht suchtfördernd, gleichzeitig aber auch nicht "erpressend" betrachtet wird. Wie gesagt, mir wäre das zuviel Überlegung um den anderen und zu wenig Autonomie für mich (weil ich einfach so nicht leben kann), dennoch wäre es für mich interessant die Sichtweise von (ehemaligen) Alkoholikern dazu zu hören.

    Lieben Gruß von Dagmar


    Lieben Gruß von Dagmar

    Es wird besser Doro, bei mir war es ebenso, alle die Punkte die Du ansprichst.

    Da ist so viel Manipulation und so viel Fremdbestimmung, dass es einen zuweilen aus den Socken haut. Zumal, es vorher nicht so ganz bewußt ankam.

    Genau Deine oder meine Versprechungen die sind es, an die wir erinnert werden um gewisse Verantwortungsgefühle wach zu halten, oder? Diese Macht über mich kam von einer inneren Eiseskälte meines Partners, die mir Angst machte und die mich spüren ließ "ihn zu verlieren" so war ich schnell wieder gefügig. Ging wohl ganz einfach, wenn ich mir das rückwirkend überlege.

    Ab dem Moment wo mir ein Mensch kalt wie eine Hundeschnautze gegenübersteht kriege ich als Gefühlsmensch Panik oder wie auch immer ich das beschreiben soll.

    Du kriegst das hin Doro, ich denke das ist nur der Anfang, verbunden mit dem Erkennen des anderen und den eigenen Mechanismen, die wir nun ausschalten wollen und von denen wir uns fragen woher kamen sie, wie können wir sie verhidnern, damit sie uns nie wieder behindern.

    lieben Gruß von Dagmar

    Genau das meine ich doch Weibi,
    Deine Hoffnung haut Dich doch nun wieder runter.
    Das ist genau das was ich damit meine: genau das reduziert Dein Wohlfühlgefühl.

    Niemand spricht von Trennung, niemand von anderen Wegen oder anderen Zeiträumen. Wenn es Dir aber gelingt bei Dir zu sein (die Hoffnung nicht zu verspüren sondern einfach die Sache abwartest, klingt leichter als es ist,ich weiß) so würde Dich sein Rückfall weniger tangieren.

    Eben diese Fixierung ist ja das, was uns schadet. oder mir persönlich schadete.

    Wäre ich auf mich fixiert und hätte meinen Stiefel gelebt, so hätte mich der Konsum meines Partners kalt gelassen.... es ist ja sein Stiefel ;)

    nun habe ich zwei passende Stiefel, in die ich wohl noch reinwachsen muss - aber es sind meine Stiefel, in meiner Schuhgröße - passend zueinander. Nicht wie in meiner Vergangenheit wo meine Schuhgröße 40/41 mit seiner 45 Schritt halten sollte oder wollte.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Schlimmer als Schläge ist der Diebstahl?

    Das zeichnet einen Menschen aus, der in seinem derzeitigen Zustand kriminell (!) ist!

    Es zeichnet einen Menschen aus, der Dich nicht achten kann - wie Elocin schon sagt - durch die Sucht gezeichnet. Moral? Ehtik? Verantwortung? Logik? Alles das gab es für meinen damaligen Lebenspartner wohl nicht mehr.

    Umso mehr ein Grund noch besser auf mich zu achten - und zwar ohne ihn. Wenn er sich in die Tiefen reißen will, dann kann er das als selbstverantwortlicher Mensch tun. Lasse ich mich aber mitreißen, dann bin ich ebenso krank wie er ... ebenso beeinflussbar von einem Gefühl, oder einer Sache, ganz weit weg von mir selber....

    Nein, liebe Verzweiflung, was im Leben kann denn schlimmer sein als bestohlen und geschlagen zu werden? Dagegen ist Einsamkeit doch ein Genuß.... wäre es zumindest für mich....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Weibi,
    Dein kreisel dreht sich unaufhörlich:
    Traurig sein, Krise,
    Hoffnung und blauer Himmel
    Rückfall und Besinnung auf sich selbst - eigene Hobbies, Interessen und alleinige Reisen....

    Kreiselchen, Kreiselchen, hoffentlich wirst Du nicht schneller.... Denn so ging es mir liebe Damenrunde, der Kreisel wurde schneller, begann zu hüpfen, die Aktionen erfolgten in schnellern Zeitabläufen und am Ende konnte ich nur noch um mein Leben "rennen" sonst hätte vielleicht der Gerichtsvollzieher den schnelleren Schritt gehabt, dank Lebenspartner, der nichts mehr auf die Reihe bekam.....

    lieben Grujjß von Dagmar
    die den verdammten Teufelskreis nur zu gut kennt

    Davon einmal abgesehen muss ich mich bei notorischem Frauenverschleiß und Gewalttätigkeit wirklich fragen, ob es "nur" am Alkohol liegt, oder ob eventuell ganz massive Persönlichkeitsstörungen zu Grunde liegen.

    Aber hallo: Frauenverschleiß und Schläge - als Feedback noch Trauer um den Verlust des Partners als Bestätigung, dass er das richtige tut? Das muss ja auf ihn wirken wie eine Aufmunterung dieses Verhalten noch zu steigern.

    In meiner ehemaligen Partnerschaft, die ungefährlicher war, waren ebenfalls starke Steigerungen zu spüren, die in Richtung Kriminalität giengen - bei Dir liebe Verzweiflung ist sie bereits erreicht durch Körperverletzung!

    Schau mal, wie soll er Achtung vor Dir oder Deiner Gesundheit haben, wenn Du es selber nicht für Dich übrig hast. Was Du nicht Wert schätzt, kann er noch viel weniger schätzen, oder?

    Ich wünsche Dir viel Kraft
    lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Damenrunde ;)

    ein Mädchen schreibt "deinen weg verfolge und mal wieder erstaunt bin, das wir offensichtlich immer in ähnlichen momenten "hochs oder tiefs" erleben oder aber über ähnliche dinge nachdenken....
    tja, wie du gesagt hast - shit happens. "

    Meint Ihr nicht, dass es möglich wäre, dass unsere nun trockenen Alkoholiker und die Co-Abhängigen fast alle eben genau diese Dinge erlebt haben? Könnt Ihr Euch nicht vorstellen, dass das der Suchtverlauf ist, von dem über diskutiert wird ob individuell oder nicht?

    Eigentlich ist komplett egal, ob Ihr bei Euren Partnern bleibt oder so wie ich mein Weg vom Partner weg führt. Alles hat wie ich in den letzten Monaten bei Euch und mir festelle - absolut keine - Folge für deren Handeln und deren Trinken!

    Ihr könnt weiterhin das Leben mit dem nassen Partner und seinen Trinkpausen teilen oder ich kann meinen ehemaligen nassen Partner meiden wie das Feuer: sie alle sind abhängig von einem Suchtmittel und weder meine klare Linie, noch Eure Zugeständnisse gegenüber dem Partner schienen
    irgentetwas an deren Verhalten zu ändern. Wohl deshalb, weil es nicht von diesen Menschen als eigener Wunsch erfolgt, sondern ein Druck von außen zu spüren ist.

    So lange es nicht von innen heraus kommt - vom Süchtigen selbst - ist so was von Jacke wie Hose was Du, ich, wir tun - es wird sich nichts ändern.

    Sorry Ladies, aber wenn Ihr schreibt von Lebensqualität, dann spüre ich in Euren letzten Beiträgen aber zuviel Trauer. Tut mir leid - ich verstehe die Trauer absolut, aber ich denke sie mit solcher Intensivität zeitgleich genannt zu nennen mit höherer Lebensqualität ist in sich schon ein Widerspruch.

    Was ich bei Euch spüre ist Hoffnung, Hoffnung, Hoffnung - und zwar Hoffnung bis zur Selbstaufgabe. Liebes Weiblein, die Frage ist doch nicht ob Trennung oder nicht, die Frage ist doch vielmehr in wie weit beeinflusst das Verhalten des einen die Verfassung des/der anderen. Und Ladies, das ist bei Euch beiden gewaltig....

    Ich wünsche Euch viel Kraft,

    lieben Gruß von Dagmar

    Du Doro, ich denke nicht, dass es sich um Selbstüberschätzung handelt (auch wenn diese Möglichkeit natürlich gegeben ist). Ich denke viel eher, dass der Angehörige davon aus geht, dass der Partner so "normal" ist wie andere Menschen auch. Somit hat er wohl heute schlechte Laune, müsste aber morgen dann doch begreifen was Sache ist. Oder eine schwere Kindheit hindert am offenen Reden oder oder oder. Ich denke, das Packer Schuld der Selbstüberschätzung muss nicht unbedingt sein.

    Und mal ehrlich: wer von uns wusste wirklich was auf den Partner und einen selber zukommt. Vermutlich keiner der beiden aus dem Paar und keiner hier im Forum. Alles beginnt ganz harmlos, schleicht und plätzlich wie ein Maulwurf wird alles umgegraben und der sauber getretene und gerade Boden hat plötzlich nur noch Unebenheiten.

    Du Doro, ich habe das letztens ganz toll erlebt, wie ein Mensch sich zurückhielt obwohl er das Recht zu platzen gehabt hätte. Zum ersten bekommt der Mensch von mir nun noch mehr Hochachtung als zuvor und zum zweiten war es für mich eine Lektion "pur" zu sehen dass es so auch geht.

    Auch ich bin früher expolodiert und habe alles persönlich genommen. Dann kam mal der Moment, wo ich mich fragte, für wie wichtig halte ich mich eigentlich selber dass ich immer denke an allem schuld zu sein. Denn auch das empfand ich als Narzissmus - egal ob gut oder schlecht, immer auf sich selber bezogen sein wollte ich nicht. So begann ich langsam (mit der Hand auf dem Mund) nichts zu sagen und zumindest in Ruhe und alleine oder mit Freunden nochmal für mich das Erlebte Revue passieren zu lassen ohne Antwort in der jeweiligen Situation.

    Auch mal zu sagen, ich muss es mir durch den Kopf gehen lassen war nicht leicht für einen Spontani wie für mich ;) Aber es war so hilfreich.

    Lieben Gruß und Gut's Nächtle wünscht
    Dagmar

    Weißt Du Doro, ich glaube, das ist aber auch ganz schwer für Psychotherapeuten das richtige zu sagen bzw. die richtigen Hinweise zu geben ohne quasi zu gängeln oder eine Richtung vorzugeben.

    Schau, als ich mitten im Schlamassel war fragte ich meine Psychotherapeutin ob sie eine Eselsbrücke wisse, an die ich mich erinnern könne um einfach nicht wieder in Muster zu fallen.

    Sie sagte nur, denken Sie an Ihre Zukunft - mit ihm haben sie Keine!

    Das war das einzige, was über ihn oder die Suchtbeziehung gesprochen wurde - ansonsten über mich als Person bzw. wie ich lebe, Ziele ect.

    In dem Moment war ich enttäuscht, aber bereits ein paar Minuten später fragte ich mich, was sie hätte mir sagen sollen? Wie hätte sie mir Stabilität geben können - denn diese muss ja von mir kommen. Wie kann sie mich stärken? Eigentlich gar nicht! Denn die Stärke und den Willen zum Leben - und eben dieser Zukunft - die müssen aus mir kommen.

    Ich als "Paradebeispiel" habe ja wirklich auch alles mitgemacht, was nicht nachahmenswert ist, Wut, Enttäuschung, manch ein hin und her gewanke, ich will nicht und eigentlich und überhaupt.... Und mal ehrlich, Alkoholismus ist eine Sache, die in Fachbüchern gut beschrieben ist, diese kenne ich in Massen - auch über Co-Abhängigkeit - aber was sich wirklich abspielen kann, dass stand in der Form und Gewalt nicht da ... auch war ich nicht in der Lage die Kombinationswirkung unserer beider Krankheiten auf die Reihe zu bekommen.

    Ich las über Alkoholismus und über Co-Alkoholismus - über Lügner und Automatismen, dass aber eine Minilüge zu einem großen Co-Knopf führt, dessen Auswirkungen überdimensional sind, auf die Idee kam ich erst als der Expartner damit drohte das "Haus abzufackeln".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebes Eigenweib ;)

    ich wünsche Dir ganz viel Kraft einfach für Dich Ruhe und Kraft zu finden. In der Lage zu sein, die Wut und die Enttäuschung in der Sucht zu suchen und weder in Deinem Mann noch in Dir.

    Liebes Weiblein, ich kann mir vorstellen, dass fast jeder Alkoholiker gerne den trockenen Weg gehen würde, dass aber die Gefahr von allen Seiten so groß ist, dass oftmals der gute Gedanke eben nicht zu Ende geführt werden kann.

    Führe aber Deine Gedanken und Deine Anfänge auf eigenen Füßen zu stehen weiter. Du hast schon an Standfestigkeit gewonnen, da wird doch festes Schuhwerk noch etwas zu Deiner Stabilität beitragen können.

    Halt dich wacker,

    lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Kathrin,
    Du darfst doch unsicher sein: Du stellst Deine früher für Dich schädlichen Verhaltensweisen auf "gesunde" um. Wandelst also um, das Wort ist passend, wobei ich jetzt "Entwicklung" genommen hätte.

    Alles was neu - gesund - ist fühlt sich aber neu und falsch an, oder? Du kennst dieses "neue" Gefühl noch nicht und es ist ungewohnt....

    Du "Korpus Delikti" ;) bist ein liebenswerter Mensch, der selbständig und gradlinig - wie auch stark - sein Leben führen kann. Innerhalb einer gewissen Phase wurdest Du geschwächt und hast Verhaltensweisen angenommen die nicht gut waren. An diesen arbeitest Du jetzt!

    Du sorgst nun also für Dich und beginnst Dich zu umsorgen, Du übernimmst Verantwortung für Dich und somit Stärke! Du lernst, wie auch jeder Mensch weiterlernen sollte um nicht zu stagnieren. Das Umfeld sieht natürlich alles als erledigt, da Deine "Bremse" nicht mehr da ist. Das Umfeld weiß aber nicht, dass Du für Dich und in Dir mehr erreichen willst und kannst.

    Dann sind wir halt unfertig, liebe Pandora - und, was ist so schlimm dabei?l Somit haben wir doch noch die Chance auf so vieles, das uns zum "fertig sein" bringt, denn nervlich fertig waren wir ja schon ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Melanie und liebe Kathrin,
    erlaubt mir bei den nächsten Zeilen provokativ zu sein ;)

    Das Umfeld sieht Euch als stark. Nicht eine-/r aus dem Umfeld sondern mehrere. Warum soll das nicht stimmen? Weil Ihr Euch selber "klein macht"? Weil Ihr jetzt gerade durch Zeiten der Trauer und Veränderung geht, in denen man/frau sich selber fragt wer man ist oder wo es hingeht? Aber Fragen über sich selber machen einen Menschen (meiner Meinung nach eher stark als schwach).

    Kann es sein, dass Ihr Euch selber nur als "schwach" bezeichnet obwohl Ihr es nicht seid?

    Ihr seid gegangen, oder? Stark!
    Ihr habt gemerkt, es stimmt etwas nicht, oder? Stark!
    Ihr versucht Euch zu hinterfragen? Stark!
    Ihr seid dabei Euer Leben neu aufzubauen? Stark!

    Ja, Ihr könnt es schaffen! Ihr werdet es schaffen - erlaubt Euch nicht von Zweifeln "dahingerafft" zu werden, die vielleicht in Situationen entstanden sind, die nichts mit wahrer Stärke oder Lebensfähigkeit zu tun haben!

    Wenn ich mich persönlich schwach fühle, dann habe ich die Möglichkeit mich in der Schwäche zu halten oder aber ein "erst recht" zu leben. Wenn meine kranke Beziehung mich in vielen Punkten geschwächt hat, so muss ich diejenige sein, die lernt nicht ich habe versagt sondern die Partnerschaft hat nicht gepasst!

    Ja, ich wurde gegen eine andere Frau ausgetauscht! Ob ich "schlechter" war, das möchte ich in Frage stellen, aber ich habe nicht mitgetrunken!

    Nun Ladies, überlegt mal, welcher Tatsache Ihr es "erlaubt" Euch schwach zu fühlen? Wer hat soviel Macht, eine Stärke, die andere Menschen spüren, vor Euch verdeckt zu halten? Aber doch hoffentlich keine Verhaltensweisen einen kranken Menschen .....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Wiki, da ich Deinen Partner nicht kenne, sondern nur meine Geschichte der alkoholischen Lebensbegleitung kann ich Dir nur sagen, wenn Deine Geschichte bei mir passiert wäre.

    Oh, er bemerkt etwas bei mir?

    Grandios hätte ich gedacht .... ich bin wieder wert genug Aufmerksamkeit zu erregen ....

    hätte ich gedacht ....

    Tatsache wäre gewesen: Knöpfchen des willigen, aber hilflosen Helfers gefunden und diesen zur sofortigen Reaktion in Betrieb gesetzt.

    Meine Sprungfedern als "hilfloser Helfer" innerhalb der Knöpfe "Automatismus" die waren fabrikneu. Kaum eine Berührung, kaum ein Wort und nahezu wie geschmiert auf Knopfdruck reagiert mein Hirn mit der Hoffnung, die ja als letztes stirbt.

    Jahrelang ging das gut, jahrelang wurde mein Helfer-Check mit Bravour bestanden und ich konnte mir die Plakate "bstanden als Co" auf die Stirn kleben.

    Eine der Sprungfedern wurde aber mangels häufiger Betätigung irgendwann mal porös, sie wurde wohl nicht gut genug geölt ;) Und ich musste mich fragen wie oft eigentlich wurde diese unsinnige Versprechung gemacht und nicht eingelöst? Wie oft war genau dieses Spiel erfolgt um nach einigen Tagen als Wiedervorführung beim Hilfloser-Helfer-Check erneut anzustehen.

    Als dieser Knopf brach, da begannen die anderen Knöpfe porös zu werden. Sie wurden überbelastet, weil einer ausgefallen war und plötzlich bekam ich keinen Stempel mehr vom Überwachungsverein.

    Lieben Gruß von Dagmar

    p.s.
    aus Deinen Erzählungen und Deinem Verhalten kriege ich bestimmt schon zig meiner Helfer-Knöpfe zusammen ;)

    Genau diese Dinge meine ich liebe Doro, man/frau dachte einmal einen Menschen zu kennen - plötzlich passieren Dinge, die man sich hätte nie gedacht - hätte man/frau - du oder ich in die Zukunft sehen können, dann wären wir zu dem Zeitpunkt nur gerannt.

    Dieses unheimliche Wesen, welchem ich lange Jahre blind vertraut hatte drohte:
    das Haus abzubrennen
    sich einen Baum oder eine Brücke zu suchen um dagegen oder runter zu knallen
    bildete sich ein, dass Fremde an seinem Fahrzeug rumschrauben würden um ihn umzubringen und und und deshalb ein Testament auf mich schreiben wollte und andere solch komischer Dinge.

    Alles also Dinge, die recht wirr sind, wundersam erscheinen und mir damals in meiner Situation das Gefühl vermittelten, der Mensch ist wirr und ich muss mich in Sicherheit bringen. Nicht ohne Gespräche mit der Polizei zu führen, denn die Vorstellung des "Haus abfackelns" fand ich ebenso unlustig wie sexuelle Übergriffe, während ich schlief.

    Dinge, die ich ihm nie nie nie zugetraut hätte - Dinge, derer er nun fähig wurde - warum auch immer - ein Feeling aber, welches mir sagte, bring Dich so schnell wie möglich in Sicherheit. Du hast das weitestgehend getan, wenn ich es richtig sehe. Du lebst nicht mehr mit ihm zusammen (wichtigster Punkt, meiner Meinung nach) und triffst Dich an neutralen Orten.

    Laß dich nicht fertig machen Doro - es reicht schon, wenn er sich selber fertig gemacht hat. Schön, daß du kein Mitleid empfindest. Du brauchst es für Dich nicht, denn Du packst nun Dein leben an. Er selber braucht auch keines, denn auch er könnte sein Leben beeinflussen.

    Das Mitleid läßt nach Doro, mit jedem Abstand und jeder neutralen Betrachtung der Handlungsweisen. Bei mir hat erst die Wut nachgelassen, dann die Trauer - gekommen ist die Erkenntnis, dass wohl einiges im Hirn schon unter Hochspannung stand und somit wohl schon in Richtung toxische Vergiftung ginge.

    Jetzt fühle ich mich unwohl wenn er an meinem Haus vorbeifährt. Aber ich weiß, ich falle nicht mehr um, empfinde kein Mitleid, keine Sehnsucht - ich frage mich oftmals waren es wirklich so viele Jahre, in denen so eine Beziehung lief und ich nicht ausbrach....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach doro,
    aus meiner Seele "er ist mir unheimlich geworden".

    Liebe doro,
    überhöre diese Warnsignale nicht, denn ich bin mir - aus eigener Erfahrung sicher - dass diese einen Ursprung haben. Vielleicht ist es der Moment, wo toxische Vergiftungen im Hirn angekommen sind und unser Schutzmechanismus anspringt. Vielleicht lässt auch nur unsere bisherige Realitätsverkennung nach, ich weiß es nicht, aber ich kenne das Gefühl "er macht mir Angst".

    Und ich muss Dir aus meiner Erfahrung sagen, das was ich spürte, merkten Einwohner des kleinen Ortes auch, beschrieben es fast ebenso und es stellten sich später noch eigenartige Erlebnisse ein (die ich nicht miterlebte) die das Gefühl der Nachbarn bestätigt hatten. Das war die Zeit in der er sich im Hause verbunkerte und alles abschottete, also ganz sicher kein normales Verhalten.

    Höre auf Deinen Body, der hat Dir was zu sagen ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Sag Kathrin, die Du ja auch dieses Gefühl hattest, kannst Du es über reale Erlebnisse bestätigen, oder blieb es beim "Gefühl".

    Weißt Du Nele,
    ich denke halt, genau das ist es: Alk ist ein paar Stiefel - andere Dinge ein anderes.

    Weißt Du, mein Weg läuft natürlich anders als Deiner weil bei mir die Trennung da ist und ganz massiv von mir mit Kontaktabbruch behandelt wurde. Einfach weil zuviel geschah: Alkoholismus ein paar Stiefel....

    Das andere Paar, welches einen Abbruch für mich zwingbar macht weil es für mich für diese latent vorhandenen Persönlichkeitszüge steht, die auch nach dem Alkoholismus noch da sein dürften:
    - Fremdgehen
    - Gewalttätigkeit
    - Wut/Agression
    - bereits nüchtern war er ein Tyrann, das wusste ich von Anfang an, dachte aber es läge daran und dortran. Deshalb sagte ich auch im Thema "Verzeihen" das gibt es für mich deshalb nicht, weil der Mensch mir egal geworden ist.

    Es gibt Dinge, die erlauben für mich eine Beziehung weiter zu führen - Alkoholismus wäre eine mit der Eigeneinsicht zur Auseinandersetzung. Die anderen Punkte sind keine Basis und da ist mir "jucke" dass der Alk der Auslöser hätte gewesen sein können.

    Deshalb aber meine ich bei Erdling waren viele dieser Züge nicht vorhanden, viele der Züge, bei denen Verzeihen schwer fällt - deshalb denke ich, er sollte ins Vorwärts sehen. Bei Menschen, die diese von mir aufgeführten Eigenschaften haben, die sollten in sich sehen und deren Partner aus Egoismus nur, nur, nur auf sich um eventuelle weitere Ausbrüche gut verdauen zu können, bzw. passend handeln können ohne sich nochmals auch nur ansatzweise verletzen zu lassen.

    Mein Vertrauen war und ist gebrochen und ich könnte mir nicht vorstellen, dass das zu ändern wäre. Muss ich mir aber auch nicht, denn Don Promillo trinkt munter mit meiner Nachfolgerin weiter :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Lütze,
    ach ist das befreiend :) auch wenn es vielleicht komisch wirkt ;)

    Ich habe früher immer viel zu lange gebraucht um meine Meinung zum Besten zu geben, wenn mir etwas stink. Dann bin ich leider unverhältnismässig geplatzt. Irgendwann habe ich das begriffen und versucht (klappt noch nciht immer) bei den Ansätzen zu reagieren. Und wie bei Dir ließ dann das Gefühl der Unzufriedenheit nach. Logisch, weil ich nicht kanalsisieren konnte was mich stört, ich wurde anders erzogen, also kann mein Gefühl nur falsch sein - also fühle ich mich unwohl...

    Zeigt doch mal klar und deutlich: wenn ich mich spüre und bei mir bin kann ich die Randbedingungen wie es mir geht selber in die Hand nehmen.

    Vielleicht ist genau das die Schwierigkeit, dieses selber aktiv werden, was manch einen Menschen in eine Sucht, egal welche, treibt. Es ist leichter zu konsumieren oder weg zudrücken als den Mut aufzubringen zu platzen und den Mund aufzumachen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hm Pandora,
    ich will mal versuchen Dir so zu antworten. Ich habe in meinem Leben immer Dinge gehabt, die mir am Herzen lagen und mich interessierten. Niemals konnte ich mich "glücklich" fühlen. Immer hatte ich noch ein "aber" - gut, meine Erziehung war auch nicht so, sich glücklich fühlen zu dürfen, weil man/frau ja immer mit dem schlimmsten rechnen müsse.

    Nun, bei mir passierte das Schlimmste, ich hatte nichts mehr. Alles war kaputt, die Existenz keine mehr. Ich habe zwar nicht aufgegeben, aber nicht mehr versucht etwas mit Gewalt zu erreichen. Dadurch vermutlich, dass ich keine Erwartungen mehr hatte, erschien alles, was auf mich zukam wie ein Geschenk. Die positiven Dinge wogen schwerer als die negativen und die negativen steckte ich weg weil ich weder Energie hatte um gegen sie anzugehen, noch welche dafür vergeuden wollte. So kam vielleicht die Einstellung "Dinge zu ändern, die ich ändern kann" und "Dinge ertragen, die ich nicht zu ändern vermag".

    Auch mich begleiten noch Ängste, Gesundheit meiner Mutter, meiner Tiere ect. aber wenn ich merke, diese Angst kommt, so nehme ich mir die Auszeit um mich in mich zurückzuziehen, die ich mir früher nicht nahm. Die Angst ließ ich früher hochkochen und steigerte mich rein. Nun versuche ich sie zu kanalisieren und dabei dann in die Ecke "Realismus" zu stecken.

    Es ist nicht einfach Pandora, weil wir uns betrachten uns bisheriges Leben und manchmal auch die Frage "war es das".Nein, das war es nicht, es kommt noch ganz viel :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, lieber Erdling,
    ich sehe das nun ewas anders als Nele.

    Du bist seit einem Jahr trocken - Du machst Dir Gedanken und sorgst dafür, dass es auch so bleibt. Natürlich war der Alkoholismus da und wurde ausgelebt. Meiner Meinung nach spielt es keine Rolle wie lange und wie extrem - es ist (Derzeit und hoffentlich auch weiterhin) vorbei.

    Zeit also nach vorne zu sehen und zwar immer die Vorsicht im Auge behalten, aber sich nicht von der Vergangenheit an die "Hacken greifen lassen".

    Meines Erachtens spielt eine ganz wesentliche Rolle wie der Weg des ehemaligen Abhängigen weiter geht. Wichtiger, als das was ich "nie verzeihen" konnte ist doch das, was er jetzt "lebt".

    Vielleicht bin ich naiv - vielleicht auch deshalb so souverän, weil meine Partnerschaft beendet ist, aber: ohne einen Neubeginn innerhalb einer Freundschaft (wo das gewesene ziemlich weit hinten steht) kann es kein "vorwärts" geben.

    Ich denke, irgendwann mal ist wirklich genug "Sühne" getan. Es lief manches schief, dumm gelaufen, es ist vorbei - und nun gilt das zukünftige.

    Weißt Du Nele, ich für mich habe die Stabiltät entwickelt, dass ich hoffen würde, die Launen des anderen würden an mir abperlen. Wenn sie das nämlich nicht tun, dann stecke ich noch immer in meinem Teufelskreis, in dem ich persönlich viel zu lange gefangen war. Genau das aber ist dann die latente Gefahr für den Alkoholiker und den Co-Abhängigen, könnte ich mir vorstellen.

    Also, lieber Erdling,
    marschier weiter :)

    Wenn ich mich so zurück erinnere (wobei vieles schon vergessen ist) so kamen einmla die theatralischen Ausschüttaktionen des Alks. Da dachte ich auch, "Junge, mit wegleeren ist es noch lange nicht getan". Aber genau das schien da im Kopf zu sein "jetzt wird alles gut - nein, ab jetzt ist alles gut"....

    lieben Gruß von Dagmar