Beiträge von dagmar007

    Ja und nein, liebe Thelma,
    mal ganz ehrlich: da wo ich jetzt arbeite habe ich nicht das Gefühl dass mir Unehrlichkeit entgegengebracht wird. Somit auch vor den Krallen die Grenzen.

    In dem Samariter-Unternehmen, hähä da ist schon der Name blanke Lüge, da lief von Anfang an der Hammer und entsprechende Behörden hätten sich gefreut. Das hat alles so kommen müssen wie es damals kam: genau so und nicht anders. Einfach deshalb, weil ich von mir aus nie gegangen wäre weil mir die Oldies am Herzen lagen. Dann aber kam der unnötige Tod eines dieser Oldies und bei mir das "Aus"

    Rechtsanwalt und Arzt für alle war alles nachvollziehbar und der Versuch, mich kostengünstig los zu werden ging so was von ins Auge. Nur: so souverän konnte ich nur sein weil alles das zuvor geschehene mich stark werden ließ. Alles das hat sein müssen, damit ich beweisen konnte was dort lief und das Packet umkehren. In diesem - dortigen - Fall war es notwendig dass alles so läuft wie es lief.

    Es war auch notwendig dass der Job-Horror zusammenkommt mit dem Beziehungs-Horror. Ich hatte nichts mehr - somit auch nichts zu verlieren. Nur noch zu gewinnen.....

    Aber das war. Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    So, liebe Thelma,
    sie haben Dich genommen weil Du offen bist. Und das bist Du ja auch - Du musst nur den Mut haben, es dort auch zu sein! Oder? Mehr ist es doch nicht!

    Nix aussen hui - innen pfui - es sind einfach kleine Unsicherheiten, die manche Bereiche begleiten. Und Thelma, wir sind Teenager-Spätlese und die Jobs liegen nicht rum. Deshalb dürfen wir uns nicht verteufeln weil wir kompromissbereiter sind oder unsicherer als wir es sein möchten.

    Wir können daran arbeiten! Denn das Problem ist oft nicht der Arbeitgeber sondern wir mit den falschen Forderungen die wir an uns stellen. Da wir aber keine Maschinen sind (die auch mal Wartung brauchen) sondern Menschen können Fehler passieren. Und Fehler machen menschlich, oder?

    Das schlimme empfinde ich für mich, dass ich früher nicht in der Lage war auch unverschämte Forderungen abzulehnen vor lauter Angst um die finanzielle Existenz. Allerdings habe ich mich dann passend revanchiert :) Ich habe nach 8 Jahren Krallen gezeigt, die mir niemand zugetraut hätte :)

    Nunmehr versuche ich bereits im Vorfeld Grenzen zu setzen, bevor ich die Krallen zücken muss. Allerdings bin ich immer noch stolz auf die damaligen Krallen :) denn die haben Spuren hinterlassen :) bei denen, die nicht merkten dass sie den Grad des menschlichen verlassen haben.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Elocin,
    ich würde mal vermuten, dass dies auf der Basis bei mir geschieht dass ich mir die ursprünglichen Fragen

    Was will ich - was will ich nicht - was bin ich nicht bereit mir anzutun

    beantworte.

    Das beginnt und endet mit den Grenzen und den Werten, die ich für mich schaffe.

    Ich denke, das Bewußtsein alleine genügt keinesfalls. Habe ich das Bewußtsein, so muss ich beginnen das in die Tat umzusetzen, auch hier mit Rückschlägen fertig zu werden um dann wieder von "vorne" zu beginnen.

    War ich einmal bereit zu leiden "wie ein Hund" könnte das immer wieder der Fall sein, da ich eine Bereitschaft ja in der Vergangenheit gezeigt habe. Ich befürchte, das wird harte Arbeit und lange dauern ... vielleicht ewig.

    Gehört Leiden nicht auch zu ungesunden Beziehungen - die auch Arbeitsbeziehungen sein können.

    Grenzen verschieben wir bis zu Selbstaufgabe - genau das gilt es zu lernen. Zu erkennen wo ist die Grenze des normalen, wo vielleicht die Ausnahme-Regelung und wo gilt "No".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Sehr Ihr, Ihr Lieben,
    viel vielseitig unsere Auswirkungen auf unser Leben sind - ebenso wie bei allen anderen Suchtkranken greifen diese Grundzüge auf viele, vielleicht gar auf fast alle, Lebensbereiche.

    Mit diesem Wissen aber ist es sehr wohl möglich, wie Du schon schreibst, liebe Kathrin, selber Grenzen zu setzen. Davon mal abgesehen dürfte das auch im Interesse des Arbeitgebers sein (so verrückt es klingt) eventuell müssen wir ja auch Kunden oder Lieferanten Grenzen setzen....

    In diesem Sinne: Happy Weekend

    Dagmar

    Liebe Dzan,
    er kann vielleicht in gewissen Momenten Deiner Logik folgen, aber ab dem Moment wo die Sucht - sein Stoffwechsel im Körper - eine andere Handlungsweise diktiert ist er selber "hilflos". Erst mit Hilfe von Fachleuten könnte er da raus!

    Weißt Du, ich hörte oft "Darüber haben wir uns auch gestern am Stammtisch unterhalten, wir sind eh alle Alkoholiker" Witze darüber reißen ist einfach - wenn man sich dann noch in richtiger Runde befindet, so kann man sich selber glücklich reden.

    Wenn man/frau selber begreift was passiert, dann könnte auch der Frust des begreifens alles noch schwerer machen, oder?

    Ich habe meinen Partner nicht vor die Wahl gestellt. Zum ersten hätte ich, wenn, eine von ihm frei getroffene Entscheidung gewünscht und zum zweiten war mir irgendwann mal klar, dass er weder begreifen kann noch will was passiert. Er blendete gewisse Erlebnisse aus. Das kann ich nicht verhindern - aber ich kann für mich verhindern dabei anwesend sein zu müssen oder eventuell Konsequenzen tragen zu müssen.

    Co-Abhängigkeit.... Hast Du sie? Habe ich sie? Ich meine ja, meine Psychotherapeutin meint bei mir nein. Mir ist es egal ob ich dieses so "genannte Ding" habe oder nicht. Es ging mir schlecht, ich habe nicht mehr gut für mich selber sorgen können und bin in einer schädlichen Beziehung geblieben. Das ist für mich gefährlich uns muss geändert werden. So geändert, dass auch die anderen Lebensbereich, in welchen in mich eventuell selber unter Erfolgsdruck stelle um alles "richtig zu machen" davon profitieren.

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dir
    Dagmar

    Vielleicht denke ich auch falsch Julchen. Aber in meinen Jobs war ich immer mit Herz und Seele dabei - das aber öffnete Tür und Tor für ausnützen. Ich habe es ja quasi selber angeboten weil ich den Schreibtisch leer haben wollte, der immer voller wurde. Ich hatte quasi Angst, alles nicht mehr zu schaffen, somit war es bei meinem letzten Job so, dass ich offiziell nicht anwesend war - ausgestempelt und umsonst gearbeitet....

    Schön dumm, aber ich wollte ja den Job behalten, in meinem Alter.... blablabla ... Was einmal funktioniert, das wird zwangsläufig ausgenutzt wenn ich keine Grenzen setze.

    Probieren, liebes Julchen, kann man/frau immer. Aber bei sich selber bleiben und sich nicht in den Kreislauf und das Hamsterrad treiben lassen. Also ich selber muss da auch aufpassen! Und zwar wie ein Schießhund!!!

    Weder will ich in mich gesetztes Vertrauen noch Erwartungen nicht erfüllen. Aber... die Erwartungen kenne ich nicht, kann ich aber locker hineinfantasieren. Ich will ja niemanden enttäuschen ;) ja, ja, da klingelt der kleine Co an der Tür, aber ich bin heute nicht zuhause ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    am Sichersten geht man mit Sicherheit in Sachen selber backen voran. Ich selber mag ja geschmacklich keinen Alkohol und lasse ihn grundsätzlich weg.

    Problematisch ist es im Bereich der Aromen habe ich vor kurzem erfahren. Im Grundzustand sind sogar im Zitronenaroma Alkoholstoffe enthalten. Diese würden beim Backen verschwinden, aber ....

    Rumrosinen ersetze ich beispielsweise auch durch getrocknete Aprikosen.

    In Sachen Sauerteig frage ich mal nach...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich war reichlich geschockt, als ich (aufgrund einer Steuerfrage) erfuhr dass Zitronenarome fürs Backen mit Alkohol versetzt ist.

    Eine Frage bei unserem Chefbäcker ergab wohl dass beim Backvorgang sämtlicher Alkohol verschwindet und es somit für Alkoholiker ungefährlich sei, aber die Augen gingen mir dennoch über....

    Wusste das jemand von Euch? Für mich war das nämlich komplett neu.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich glaube Julchen,
    das ist normal.

    Auch ich denke noch täglich - allerdings ohne jegliche Emotionen - an den Ex. Vermutlich ist es mir leider noch nicht möglich alle die Jahre als ungeschehen zu betrachten.

    Bei mir muss ich ganz klar sagen, dass mir Kontakt nicht gut tut. Ich diesen deshalb abgebrochen habe. Auch die SMS letztes Wochenende tat mir nicht gut. Brachte zwar keine Gefühle irgendwelcher Art vorbei, aber wieder eine gewisse Anwesenheit.

    Genau diese Kompromisse, liebes Julchen, glaube ich haben Kraft gekostet und sind an unsere Persönlichkeit gegangen. Was macht man/frau nicht alles des lieben Friedens willen - und ballt gleichzeitig die Faust in der Tasche ;) So zumindest ging es mir.

    Mir geht es wie Dir, ich genieße meine Krimis ohne Stänkerei. Mein Haushalt, den ich führen kann wie ich mag - einrichten wie ich will und einfach mich selber so zu ordnen wie es mir richtig erscheint.

    Komischerweise etwas, was wir wohl schon immer konnten, aber als Kompromiss veränderten, oder? Ich habe viel weniger Zeit für mich als früher (einfach weil ich jetzt wieder Spaß am Haushalt habe, weil ich wieder gerne koche und backe und weil die Holzgeschichte mir auch Spaß macht) aber ich bin in mir nicht nur ausgeglichen, sondern auch zufrieden - das war etwas, das hatte ich ewig nicht - vielleicht sogar noch nie...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Mein Welpenschutz am Arbeitsplatz ist vorbei. Im Prinzip bin ich froh darüber weil sich das immer so angefühlt hat, als ob das kein Dauerzustand ist.

    Es ist viel an Arbeit und ich muss jetzt aufpassen dass ich nicht (wieder) für mich das Gefühl entwickle perfekt sein zu müssen. Denn dann würde wieder der Teufelskreis beginnen: etwas falsch gemacht, sich selber aus den Augen verlieren und im Kreis herum drehen. Denn der Wunsch nach "richtig machen" ist ja immer noch in mir drin.

    Das sind nun die Bereiche, die sehr wohl mit Co zu tun haben, ohne im ersten Moment klar ins Gewicht zu fallen (so empfinde ich es). Denn es hängt mit Kontrolle und dem Wunsch nach Perfektionismus zusammen. Vielleicht sogar mit dem Wunsch nach Kontrolle, was denken andere wenn einem ein Fehler passiert?

    Das ist genau das, was mir klar war, dass nur durch das Ende einer Partnerschaft diese im Leben eingeschliffenen Gedanken und Gefühle auch in anderen Lebensbereichen umgelernt werden müssen.

    An mich stellt niemand die Anforderung alles richtig zu machen, also sollte ich das auch nicht!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Dzan,
    Erdling sagt es wohl so klar, wie es klarer nicht geht: am Anfang ....

    Auch ich habe es so erlebt, dass ich das Feierabendbier nicht verpönen wollte, weil ich der Meinung war eine nicht neutrale Einstellung zum Alkohol zu haben. Es war ja nur ... und überhaupt, wenn der andere nur lieb und nett ist ... aber ...

    Ich habe erleben müssen dass sich dieses lieb und nett verwandelt. Ich hätte mir nie vorstellen können welche Veränderungen sich im Laufe der Zeit abspielen. Diese Veränderungen kommen schleichend und als Partner habe ich beispielsweise nicht einmal die Veränderungen - weil eben schleichend - registriert. Überlege für Dich, ob Du in diesem Fahrwasser bist oder darein kommen könntest.

    Es wird nämlich zunehmend schwerer sich aus einem solchen Strudel zu befreien. Die wenigsten sind soweit wie Erdling, die schon in "jungen Jahren" kapieren dass etwas falsch läuft und es selbständig verändern und angehen.

    Ich las hier von Menschen, die es geschafft haben: die aus eigenem Willen dem Alk die rote Karte gezeigt haben. Und ich hoffte, dachte - und täuschte mich natürlich - dass auch mein Ex-Partner erkennt dass er bereits am Abgrund steht. Meiner Meinung nach .... das entspricht aber nicht seiner Meinung! Er hat das Recht sich für das Trinken zu entscheiden und ich das Recht mich für mein Leben zu entscheiden wenn ich nicht Nr. 3 nach Alkohol oder mittlerweile Nr. 4 (nachdem er eine neue Mittrinkerin als Freundin gewonnen hat) zu sein.

    Dazu aber muss ich mir im Klaren sein was ich will, kann und was zu Lasten meiner Person geht. Ich selber hatte mich nämlich in den Jahren verloren, ziemlich abgeschottet und in meine Arbeit verrannt, dadurch musste - konnte und wollte ich nicht sehen, was sich um mich herum abspielte.

    Auch habe ich begreifen müssen ich kenne weder die Konsummengen des Alkohols, geschweige denn die körperlichen Auswirkungen, ganz zu schweigen vom Ändern der moralischen Grundeinstellungen. Ich für meinen Teil war blind, bin es teilweise immer noch (ohne es zu wollen, aber die wirklichen Steigerungen des Alkkonsums) sind für mich nicht nachvollziehbar weil ich grundsätzlich Logik voraussetze. Dieses ist aber bei einer Suchtkrankheit nicht möglich.

    Da auch ich mit der Sucht Co-Abhängigkeit ausgestattet bin war es mir selber ja auch nicht möglich logisch zu denken und zu handeln was die Beziehung betrifft. Sonst nämlich wäre ich gerannt was das Zeug hält, hätte meine Seele in Sicherheit gebracht und meine damalige psychische Stärke schnell stabilisiert.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich als co freue mich über jeden Menschen, der es schafft seiner Sucht - egal welcher! - gegenüberzutreten um sie abzulegen. Diese Menschen sind stark.

    Diese Stärke wird für mich nicht geschmälert durch Schutzmechanismen, die sich die einen oder anderen aufbauen. Ich weiß nun persönlich auch nicht ob ich es besser finde wenn jemand stark ist und in Gegenwart von Alkohol keine Gefahr empfindet. Ich sehe darin einfach die Gefahr in einem müden Moment, in einer Affekthandlung oder ähnlichem zuzugreifen.

    Aber wie gesagt: stark ist in meinen Augen jede-/r der sagt "No" egal mit welchen Krücken, Stützen oder Vorsichtsmaßnahmen. Deshalb, liebe Yvonne, empfinde ich Dich nämlich sehr wohl als stark: du hast gesagt "No"!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich befürchte, liebe Maddison, das kann Dir derzeit noch niemand sagen wie der Stand Deines Mannes ist, bleiben wird oder ob sich Jetzt-/Früher Situationen überschneiden oder abwechseln und wenn ja in welcher Prozentigkeit.

    Ich selber habe während meiner Arbeit im Pflegeheim solche Fälle erlebt, die sich kaum im hier und jetzt befunden haben. Aber das lässt sich nicht verallgemeinern. Jedoch ist der Gang der Krankheit ziemlich "allgemein" und gleich - ähnlich wohl der Alkoholikerkariere.

    Damals fand ich es hart, dass die Kinder nicht willens waren die Vormundschaft zu übernehmen, konnte es aber dahingehend verstehen, dass Eltern und Kinder sich oft nicht grün sind - die Auswirkungen der Alkoholsucht konnte ich damals nicht erfassen. Sehr wohl aber den Zustand der betreffenden Personen.

    Ich verstehe sehr wohl Dein Festhalten am finanziellen, denke aber Du solltest Dir fachmännischen - anwaltschaftlichen - Rat holen. Korsakow endet sehr oft in Pflegeheimen, die kostenaufwendig sind - somit auch an Euer eingemachtes gehen. Selbst wenn Ehepaare geschieden sind, so wird eine Teilverantwortung bleiben - das aber kann Dir nur ein Rechtsanwalt richtig sagen, durchrechnen und erklären.

    Meines Erachtens kommt noch erschwerend hinzu, dass es schon schwer ist wenn ein Alkoholiker die Entscheidung trifft nicht mehr zu trinken. Jemand mit Korsakow dürfte aber noch viel weniger in der Lage sein Entscheidungen zu treffen. Auch ist mir nicht klar, ob die gesundheitliche Situation überhaupt "Entzug" ect. erlaubt. Also ganz viele Fragen, wo Du (meiner Meinung nach) fachliche Hilfe benötigst und sehr offene Ärzte.

    Hier gibt es nun ein ganz breites Spektrum, welches sich auftun kann und vielleicht ist es gut, wenn Du vom Fachmann medizinisch wie auch juristisch aufgeklärt wirst.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Pandora,
    da scheinen wir ähnlich zu empfinden.

    Ich persönlich sehe auch noch einen ganz anderen Punkt als mehr als wichtig - der allerdings nur für mich persönlich gilt!
    Ich sehe keinen Grund mich zu "verstecken". Ich bin ich, habe meine Geschichte und die Personen, die ich in Verbindung mit Alk erlebt habe, die können nicht identifiziert werden.

    Ich stehe zu dem was passierte, was ich mitspielte und aus dem ich nun ausgestiegen bin. Für mich ist das ähnlich wie Alkoholiker, die ganz offen mit ihrer Erkrankung umgehen. Solche lernte ich nämlich in meinen ersten Berufsjahren in der Großindustrie kennen. Diese Menschen bewirkten in mir schon als Teenager, als ich NULL Zugang zu dem Thema hatte, einen Riesenrespekt. Da standen nämlich Menschen, die ganz offen über ihr Thema sprachen, was war - wie sie jetzt leben und was sie sich vorstellen.

    Nicht immer waren es Menschen, die ich schon sehr eng kannte, oft ergab es sich nur im "nebenbei". Aber dennoch kam soviel Offenheit und Direktheit, dass ich das auch für mich so leben möchte. Das durfte ich auch im Arbeitsleben durch eine ehemalige Heroinabhängige erfahren, die absolut unten war, also ganz unten auch im Sinne von Kriminalität. Auch sie sprach offen - lebte mit ihren Problemen und zog sich in keinen geschützten Bereich zurück.

    Obwohl ich das selbstverständlich respektiere und akzeptiere, aber für mich persönlich gilt der Weg des "ich bin das und so" und dazu kann ich stehen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich denke, liebe Jacky, verzeihen kann man/frau dann wenn man für sich selber lebt, verantwortet und glücklich ist. Dann nämlich ist es wohl nicht mehr nötig die eigenen Gefühle mit dem anderen in Verbindung zu bringen.

    In meinem Fall ist die Beziehung beendet und ein Verzeihen in dem Sinne ist nicht notwendig. In meinem Fall genügt ein "es ist mir egal" und "es berühert mich nicht mehr was war". Mein Leben interessiert mich nunmehr nur noch am dem jetzigen Moment. Und diesbezüglich was mir die Zukunft serviert.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Doro,
    ich finde es mutig und hoffnungsvoll, dass Du diesen mutigen Schritt gewagt hast.

    Allerdings könnte ich mir vorstellen (nach meinen nicht ganz unähnlichen Erfahrungen) dass er darauf bestehen wird wieder ins Haus zu kommen und andere Machtproben liefert.

    Da würde mir einfallen einen Rechtsanwalt für Familienrecht zu befragen da bei Euch Kinder im Spiel sind, die wohl auch ein Recht haben in der gewohnten Atmosphäre groß zu werden (könnte ich mir vorstellen).

    In meinem Fall war es so dass ich gehen musste (auch wenn er mir anbot dieses gemietete Haus, welches eine Schrotthütte war, zu behalten) um für mich Sicherheit zu erlangen, meine Gesundheit zu schützen und zur Ruhe zu kommen um meine Psyche wieder auf annähernd normal zu bringen.

    Auch ich habe am Anfang die Situationen gehabt, dass ich zig Mal Anrufe wegdrückte, nach einigen Wochen aber doch dran ging in der Hoffnung, alles sauber und ohne Hass über die Bühne bekommen zu können. IN meinem Fall war das ein Irrglauben.

    Auch meine alkoholbekanntschaft war noch nie selber umgezogen sondern immer zu jemanden gezogen. Es scheint ein Chaos zu sein, ganz zu schweigen dass die Umzugstermine bisher nicht eingehalten wurden. Aber genau darin können die Chancen liegen für Menschen, die ihr Leben nicht managen können, oder? Genau hier könnten sie erkennen es krankt und sie benötigen Hilfe. Genau hier war es für mich wichtig mich auszuklinken. Mir wurde vorgeworfen dass ich ausgezogen sei und ihn in dem schon Jahre vor unserer Beziehung von ihm angemieteten Haus alleine gelassen zu haben. Nun gut, er hatte eine neue Freundin, also ist es doch nur mehr als sinnvoll, dass ich den gemeinsamen Wohnsitz verlasse. Alle Handlungen die finanzielle Probleme brachten waren durch eigene Aktionen ausgelöst worden und müssen nun eben auch durch alleinige Aktionen gelöst werden. Auch für mich war der Weggang nicht leicht und ich stand vor manigfachen Problemen, nebst Arbeitslosigkeit. Also nichts --- ärmer als eine Kirchenmaus. Nur noch ausgestattet mit meinem Leben und einer schwachen Psyche.

    Nun lebe ich in einem kleinen Häuschen im Grünen, in einem freundlicheren Ort, ohne ständigen LKW's die am Schlafzimmer vorbei fahren und den Boden beben lassen. Ich habe einen Arbeitsplatz und meine Psyche kommt zu Kräften. Sehr langsam, mit vielen Terrorangriffen, gegen die ich aber immer stärker werde.

    Auch ich wollte - wie Du - am Haus festhalten wegen meiner Tiere und weil ich Angst hatte neu zu starten. Genau dieser Start ermöglicht mir aber einen Neustart - meinen Neustart!

    Ich wünsche Dir sehr viel Kraft,
    Du hast sie - ich wünsche mir, dass Du Dich nicht unterkriegen lässt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Und nun muss ich leider für mich ganz doof antworten: auch ich selber bleibe solchen Veranstaltungen zumeist fern. Ich persönlich finde es unanagenehm wenn Menschen torkelnd durch die Räume fallen oder am nächsten Tag nicht mehr wissen, was sie zuvor gesprochen haben.

    Selbst dann, wenn mein Freundeskreis, mit dem ich dort bin, normal ist - so lässt es sich nicht vermeiden vom einen oder anderen stärker alkoholisierten angesprochen zu werden, was mich abstößt.

    Auch ich habe früher - wenn auch ganz selten - mal ein Glas getrunken. Aber ich brauchte es nicht, es brachte mir nichts und auch ich bleibe Örtlichkeiten fern, an denen ich zu sehr die Auswirkungen sehen muss.

    Lieben Gruß von Dagmar

    p.s. ich kenne noch ebenso denkende, die auch nie alkoholkrank waren, die aber ebenso das Gefühl haben sie fühlen sich dort nicht wohl. Zu mir sagte mal jemand "um das zu ertragen müsste ich ja selber saufen".

    Hallo, liebe Merlina,
    hm, bei mir als Co, die keinen Alkohol mag, haben Besucher selbiges Problem ;) Da ich selber keinen Alk mag habe ich im Regelfall keinen im Hause (auf einem Grillfest ect. könnte ich mal meinem Besuch zu liebe etwas besorgen, könnte es aber auch vergessen, und zwar ohne bösen Willen.

    Das betrifft bei mir Familie wie Freunde. Damit hatte bisher nur eine Person ein Problem (ein Alkoholiker dem ich sagen musste, sorry, alkfreie Zone). Was er außerhalb meines Hauses trinkt ist seine Sache - aber im Haus, das will ich nicht.

    Hat es mit Erinnerungen zu tun? Hat es damit zu tun, das ich den Geruch nicht toll finde? Nur damit, dass ich selber nicht gewöhnt Alk im Hause zu haben? Ich weiß es nicht. Aber ich denke, wer ein Problem hat einen Abend ohne Alk klarzukommen, der könnte wirklich eines haben....

    Ich bin starker Raucher, besuche auch Nichtraucher und gehe dann zum Rauchen raus. Einfach weil es für mich logisch ist dass der Rauch in der Bude unerwünscht ist.

    Es zeigt aber Merlina, auch diverse Fragen wie Alk bei Festen oder nicht, wie tief dieses Getränk involviert ist. Wie wichtig es zu sein scheint anzustoßen ect.

    Lieben Gruß von Dagmar