Beiträge von dagmar007

    Danke, liebe Kathrin :)

    Mir ist so über die Monate einfach aufgefallen, dass ich so konzentriert darauf war dass ich meine Trennung schaffe und mir das Traurig sein verbieten wollte, dass es einfach nicht so in mein Gefühlsleben passte.

    Und da kam mir dann die Frage warum denn das eine das andere ausschließen muss. Es gibt vielleicht eine Teilmenge, die eben diese Trauer erlaubt. Sie gehört nämlich auch zu uns. Das verarbeiten ist, denke ich, nämlich ganz wichtig. Das erleben und durchleben der Trauer. Denn ist das nicht genau einer der Punkte, denen ein Alkoholiker entgenen möchte. Sich oder Schmerz zu empfinden?

    Ich für mich lasse den Schmerz als meinen Schmerz und meine Trauer stehen und akzeptiere sie als meine Begleiter. Gleichzeitig aber auch das Glück und die schönen Dinge, die mir das Leben serviert. Durch diese Handlungsweise verliert meine persönliche Trauer immer mehr an Schrecken, gewinne ich immer mehr Freude und komme letztendlich zu mir selber in purer Form.

    Ich war stark genug zu gehen, ich war stark genug den Partner loszulassen und seiner Verantwortung zu überlassen. Ich wäre nicht stark genug so zu tun, als wäre das alles leicht, als wäre er mir egal oder als würde mich das nicht berühern. Aber ich bin stark genug, diese Trauer zu bewältigen!

    Wie IHR AUCH!

    LIeben Gruß von Dagmar

    Ich befürchte, liebe Dagmar, rund um die Sucht herum baut sich ein Lügenwirrwarr auf, von dem wohl irgendwann einmal niemand mehr weiß, was nun stimmt oder was nicht. Der eine Kumpel muss für eine Ausrede her halten, der andere Familienangehörige soll das gesagt oder getan haben, keiner weiss am Ende was noch richtig oder was falsch ist.

    Dein Ex scheint ähnlich wie meiner ganz gerne zweispurig zu fahren, um immer einen Co als Reserve zu haben. Ob das wirklich alles Berechnung und Bösartigkeit ist? Ich denke , ein Zeichen der Krankheit, die es nötig macht, alle Vorkehrungen zu treffen um von jemandem beschützt zu werden (was gewisse Süchtige nicht mehr können) um gleichzeitig noch einen Ankerplatz zu haben. Ich denke, diese Wesen haben Angst ohne Ende, dass sie irgendwann alleine da stehen. Diese Angst sorgt für Handlungen, kann ich mir vorstellen, die jenseits aller Logik sind. Das Lügen gehört zwangsläufig dazu.

    Bitterkeit und Wut hemmt uns selber am meisten, sie muss aber wohl erstmal sein um sich selber zu sortieren. Vielleicht ist sie sogar nötig, um alles ans Tageslicht zubringen, was da gelaufen ist.

    Ich lese bei Dir die Hobbies lesen, Geschichte, Politik. Hattet Ihr noch Gemeinsamkeiten? Ich frage deshalb, weil mir so arg auffällt wenn ich abends meine Krimis ansehe oder Polittalk, dass ich grundsätzlich die Krise bei seinen Sendungen - und er bei meinen bekam. Schon da waren wir anders. Somit waren also auch die wenigen gemeinsamen Stunden vor der Kiste, die der Entspannung dienen sollten immer für den einen oder anderen Frust.

    Ich persönlich denke, ich habe meinen Ex-Partner nie gekannt. Ich glaube weiterhin, er hat um zu gefallen alle die Jahre das mitgemacht, was ich eben wollte - im Gegenzug für die Deckung seiner Sucht. Als das langsam bröckelte kamen seine Wut und Aggression ans Tageslicht, die er bestimmt schon viel länger hatte. Ich denke, wir kannten uns nicht wirklich .... und werden uns auch nicht mehr kennenlernen....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Dann pas bitte ganz doll auf Dich auf liebes Julchen. Ich möchte Dir keine Angst machen, denn ich weiss, wie schwer eine Trennung ist. Auch ich kämpfe jetzt noch zuweilen mit Trauer obwohl ich glücklich bin.

    Dein Leben kann wieder zu DEINEM werden, ich würde Dir so wünschen, dass Du es schaffst stark zu bleiben um Dir die Gefahren vom Leib zu halten, die eine solche Aktion mit sich bringen kann.

    Lieben Gruß von Dagmar

    auch hier möchte ich mich Skybird anschließen. Auch deshalb, weil das was ich erlebte extrem war und nicht absehbar. Von jetzt auf nachher wurde von einem friedlichen Trinker auf aggressiven Wutbengel umeschaltet, der das Haus abbrennen wollte, der sexuelle Übergriffe startete und und und. Dinge, die nicht im Vorfeld ausgeschlossen werden, sich aber auch nicht einstellen müssen. Wenn er weg ist, ist er weg. Am Besten ohne Schlüssel.....

    Sein Schlaf, seine Gesundheit, sein Rausch. Ich meinte übrigens professionelle Hilfe, nach der "nächsten" Entgiftung bzw. Therapie, nicht im aktuellen Trinkstadium....

    Julchen pass auf Dich auf, auf Deine Sicherheit und Deine Person. Du bsit es wert gut mit Dir umzugehen und kein Spielball zu sein!

    Halt Dich wacker

    lieben Gruß von Dagmar

    Ist das denn die Möglichkeit - alle Altersgruppen von Suchtkranken sind vertreten, vermutlich alle Berufe und dennoch scheint es gewisse Ähnlichkeiten zu geben, die fast schon zum weinen sind.

    Diese Keller, die von innen verschlossen werden damit kein ungebetener Gast das mitbekommt. Ach Mensch Julchen, das kenne ich ohne Ende.

    Jetzt heißt es für Dich aber ganz, ganz dolle gut überlegen. Das Problem ist nämlich, wenn ein Angehöriger inkonsequent ist, dann macht er/sie sich zum Werkzeug. Leider sagt Skybird da die Wahrheit. Einfach wird es nun nämlich nicht sein beständig in der Entscheidung zu bleiben.

    Wenn es was werden soll Julchen, dann kann er etwas dafür tun.

    Ich habe meinem damals gesagt, wenn Du irgendwann einmal fachmännische Hilfe in Anspruch nimmst und etwas gegen Deine Krankheit tust, können wir über uns sprechen. Es ist keine Schande alkoholkrank zu sein, aber sehr wohl nichts dagegen zu tun.
    Ich weiß nicht, ob wir dann noch miteinander klar kommen würden, meinte ich, das würdest Du dann ja sehen können ....

    Nun gut, bei meinem Ex wird diese Entscheidung nicht fallen und wir werden uns nicht wieder auf freundschaftlicher Basis treffen. Vielleicht ist es bei Euch anders.

    Viel Kraft und Stärke wünscht Dir
    Dagmar

    Ach Ihr Lieben,
    was spricht dagegen verletzlich zu sein? Was spricht dagegen traurig zu sein? Wäre es nicht schlimmer, wenn Menschen - mit denen man/frau Freud und Leid teilte als "egal" einkategorisiert würden?

    Ich bin für mich ganz stark der Meinung dass Trauer ein Ding ist - das eigene Leben und die Selbstverantwortung ein anderes. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass mein persönliches Glück sehr wohl möglich ist, obwohl eine Kammer meines Herzens Trauer in sich trägt.

    Haben wir denn nicht auch viel geschaffen wenn es uns gelingt diese Trauer zu akzeptieren? Haben wir nicht dennoch viel geschaffen auch wenn zuweilen ein "Rückfall" droht? Ach Thea, natürlich bist Du verletzlich, aber ist das nicht menschlich?

    Natürlich tut es weh und immer weher, lieber Hope, je mehr man darüber nachdenkt. Aber: es tat auch weh was in den gemeinsamen Zeiten passierte. Ja, jetzt tut es weh .... aber gesundheitlichen Schaden und Probleme zu befürchten hatten wir eventuell vor der Trennung/Kontaktstop, oder?

    Das was wir jetzt spüren ist Trauer. Sie ist in Gedanken erfassbar und lebbar. Was zuvor war (zumindest bei mir) war nicht realisierbar und auch nicht berechenbar: die Angst, was der Alkohol heute wieder für Aktionen hervorkitzelt. Geht es heute nur aggressiv zur Sache, wird die Bude angezündet, oder gibt es einen Unfall mit xxx Promille.

    Trauer ist alles andere als schön - aber wissen, was es ist, warum es ist und können sie leben. Ich für meinen Teil konnte das was vor der Trauer war, nicht mehr leben - und hätte es vielleicht auch nicht mehr lange überlebt....

    Viel Kraft wünscht Euch
    Dagmar

    So, so, liebe Dagmar, da haben wir doch wieder etwas gemeinsam. Leider kann ich mir dazu den Hintergrund auch nicht ganz genau erklären, aber vielleicht "trapst" hier mal jemand rein, der uns Licht ins Dunkel bringen kann.

    Auch mein Ex hat geheimgehalten was gelaufen ist. Nach seinem Seitensprung habe ich die Beziehung beendet und war so frei, dass in seinem Bekanntenkreis kund zu tun "nur, dass er wohl bei seiner neuen telef. erreichbar wäre" Hä.... was .... wie.... neue.....

    Erstaunlicherweise war er stinksauer, dass ich das überhaupt gesagt habe. Mir stellte sich dann die Frage ob er sich überhaupt im Klaren war, dass dieser Seitensprung zum Ende der Beziehung geführt hatte und ich diese beendet hatte.... Ich fragte mich, ob er überhaupt verstanden hat was abgelaufen war und dass die Beziehung beendet war.

    Und ich fragte mich, ob es vielleicht so war, dass er die Tatsache, dass die Beziehung zu Ende war nicht für voll genommen hat. Ich hatte bereits einmal die Beziehung für einige Wochen beendet um sie dann wieder aufzunehmen.

    Ein Punkt wo ich mich frage, ob die damalige mangelnde Konsequenz mich eventuell für die Folgezeit unglaubwürdig gemacht hatte. Ob es tatsächlich so war, dass dieser Mensch - in dem Fall Alkoholiker - alleine durch eine einmalige ! (zumindest einmalige mir bewusste) Inkonsequenz das ganze Geschehniss ausgeblendet hat.

    Ja, liebe Dagmar, leider können die Menschen, die der Dreh- und Angelpunkt sind, manchmal einfach ersetzt werden. Aber sind wir mal ehrlich zu uns: noch haben wir die Chance auf ein glückliches Leben der Teenager-Spätlese. Du und ich wir starten beruflich neu und gehen nochmal auf unser Ziel los.

    Was wäre in 10 Jahren, hätte es erst dann geknallt? Dann hätten wir vielleicht glücklich noch eine Lebenserwartung von 20 Jahren und keine Kraft mehr uns aus dem Sumpf zu ziehen.

    Es ist alles schlimm und grausam, aber wohl eher für die Gegenseite, die gerade beginnt sich um Kopf, Kragen und Gesundheit zu saufen. Natürlich nehmen diese "klugen" Worte nicht den Schmerz. Aber wenn wir ehrlich in uns sehen und die Realität versuchen zu sehen (die ungeschminkte, auch mit den Facetten, die ich beispielsweise unbewusst ausblende) dann spüre ich wieder die Belastung in der damaligen Zeit und die "Schwerelosigkeit" die ich im Gegensatz dazu jetzt habe.

    Ich spüre so viel zurückkommen - Nein, mehr noch: es bildet sich mehr aus .... Meine Mutter war und ist eine sehr strenge Person. Es gab nie ein Gespräch über Gefühle oder Berührungen.

    Nunmehr war sie im Krankenhaus und ich hatte Angst weil es eine Herzsache war, bei einer Frau mit 75 Jahren..... Es ging gut, wohl ist medikamentös vorzugehen, der Eingriff ging auch gut.

    Zum ersten Mal konnte ich Ihr sagen: "Das ist mein schönstes Weihnachtsgeschenk". Zum ersten Mal war ich in der Lage in dieser sachlichen Beziehung, in der es nie Gefühle gab ihr zu sagen wie froh ich darüber bin. Einen Tag vor dem Eingriff war ich auch noch in der Lage ihr zu sagen, dass ich sie nicht verlieren möchte.
    Nachdem sie es (unbewußt) mir als Kind sehr schwer gemacht hatte und mein Selbstbewußtsein (ohne es zu wollen) auf den Boden geknallt und zertreten hat ist das eine imense Entwicklung für mich, derer ich mich nicht für fähig gehalten hätte.

    Diese, meine, Veränderung hat nichts mit Alkoholkrankheit zu tun - ist aber durch sie entstanden. Über den Kopf konnte ich schon lange verzeihen, aber sprechen, ausdrücken und es leben - dieses Verzeihen auch mir selber und anderen gegenüber - das war mir bisher nicht gelungen.

    Alles diese traurige, schwere und belastende hat mir eine Weiterentwicklung ermöglicht, die wohl nur aus der Trauer heraus entstehen konnte. Vielleicht sind das die Dinge, die mein Leben auf lange Sicht ganz anders bewerten und es mir erlauben es ganz anders zu leben als es bisher der Fall war.

    Nein, ich werde bestimmt nicht "Hier" schreien, wenn ungesunde Beziehung zum "Lagerräum-Preis" verscherbelt werden um mich weiter zu entwickeln, keine Angst :) Aber ich denke auch diese persönlichen und eigenen Entwicklungen haben etwas für sich.

    In diesem Sinne:
    Nichts ist so schlecht, als dass es nicht doch für etwas gut wäre ....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Keine Angst, liebe Namensvetterin,
    liebe Dagmar,

    zuerst kommt Ostern :) Ich bin mir sicher, dass Du die Frühlingsboten gerne ins Haus lässt und ein paar lustige Dinge an Dekoration Dich erfreuen lässt.

    Von meiner Weihnachtsbäckerei habe ich bereits eine Portion Eier ausgeblasen, da ich als Single-Haushalt ja nicht gerade den Ultra-Eier-Verbrauch habe, mir aber zu Ostern immer wieder das eine oder andere einfallen lasse. Im letzten Jahr habe ich Marmorkuchen in Ostereiern gebacken :)

    Das schönste Weihnachtsgeschenk habe ich schon: Meine Mutter war seit gestern im Krankenhaus wegen Herzproblemen. Sie hat den Eingriff gut verkraftet und es dürfte wohl mit einer Medi-Umstellung getan sein. Ich hoffe es von ganzem Herzen. Nicht, dass ich sie auch noch verliere. Das wäre mir jetzt zu viel, nach allem dem Horror.

    Meine Öfen geben schöne Wärme und meine 5 Tiger liegen in der Nähe. Nr. 6 turnt noch draussen rum. Ich habe ihn heute bei seinen Jagdmanövern Schritt für Schritt nebst Beute (igitt) fotografieren können. Auch nicht gerade häufig eine Bilderfolge von solchen Dingen machen zu können.

    Morgen bin ich bei einer lieben Freundin zum Mittagessen eingeladen, worauf ich mich freue. Ebenso aber auch darauf wieder zuhause zu sein und diese Tage für mich zu haben. Ich mache hier im Haus noch das eine oder andere, da in zwei Wochen ja der Arbeitstrott wieder beginnen darf. So wie bei Dir ja auch :) Bei mir wird es geldlich viel spartanischer - unter Existenzminimum - weil nur 20 Stunden die Woche - aber immer noch besser als Hartz4 ;)

    Schau, liebe Dagmar: wie bei Dir auch mein erstes Weihnachten alleine. Bei mir wie bei Dir wird der Ex wohl auch bei seiner neuen sitzen....

    Aber liebe Dagmar, fragt die andere Dagmar ;) war es bei Dir im letzten Jahr wirklich so, wie Du es Dir erwünscht hättest? Bei mir nämlich nicht, denn auch da ging es wieder in die Räucherkammer zum trinken (und noch nicht einmal da hatte ich geschnallt was läuft). Schau, ich spüre schon auch so ein paar Zieher im Herzen, aber ich spüre auch etwas anderes: Wehmut ja, aber keinen Schmerz mehr. Und mit ihm hatte ich viel Schmerz weil er für mich nicht erreichbar war.

    Ich glaube, wir haben das einzig richtige gemacht, bilde ich mir ein, wenn ich mich jetzt spüre und mich daran erinnere, was ich zuvor spürte. Ja, mein Weihnachten ist dieses Jahr anders - aber nicht schlechter.

    Sein Weihnachten ist ebenso wie alle die Jahre zuvor, nur eben in anderer Besetzung ;) Meine Nachfolgerin bzw. deren Familie ;) also einfach nur selbiges Spiel mit anderen Laienschauspielern, die bei Bedarf umgesetzt werden. Seine Lösung, ist o.k. wäre für mich nicht o.k. weil ich dadurch nur eine Wiederholung hätte von "Tea for Two" wie es seit zig Jahren zu Silvester im 3., glaube ich, Jahr für Jahr wiederholt wird.

    Ich denke, wir entwickeln uns auch genau dadurch weiter, dass wir diese Zeit durchgehen, dass wir in uns und hinter uns sehen und uns auf das freuen, was vor uns steht.

    Halt Dich wacker!
    Es gelingt Dir!!!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebes Julchen,
    bereits gegen Ende der Beziehung musste ich begreifen dass es keinen Sinn hat etwas zu erzwingen.

    Alles wurde dann immer extremer, eskalierte innerhalb von weniger Monate bis zum geht nicht mehr.

    Ich persönlich habe das alles nicht mehr ausgehalten. Davon mal abgesehen, war es so, dass es ständig Autofahrten unter Alkohol gab. Mir wurde alles zu gefährlich. Nachdem ich ihm damals sagte ich sehe mir seinen alkoholischen Verfall nicht an suchte er sich eine Nachfolgerin für mich. Allerdings wurder der Alkoholkonsum während der Zeit noch extremer, sexuelle Übergriffe (trotz Trennung und seiner neuen) Drohungen das gemietete Haus abzubrennen und so weiter und so fort....

    Ich für mich habe während der Beziehung viel Kraft verloren und auch das hören auch mich und meinen Körper. Für mich war klar, mein Leben muss anders werden. Da spielte noch keine Rolle ob mit ihm (falls er eine Krankheitseinsicht bekommt) oder alleine.

    Ich wusste nur ich muss raus in ein selbstbestimmtes Leben - in meine Wohnräume, bei denen ich die Türe schließen kann.

    Manche Partner wachen auf - manche nicht (mein Exemplar nicht). Ich drücke Dir die Daumen Julchen: zu allererst aber für Dich, dass Du Kraft zurück gewinnen kannst und einfach nur für Dich Bilanz ziehen kannst was Du willst und was nicht.

    Dadurch wird Dein weiterer Weg klarer, seiner, den geht er so und so wie sein Körper und seine Sucht es ihm diktieren - Du aber kannst wählen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Floh,
    schön, dass Ihr Euch Mühe gebt, toll, dass es nicht nur Menschen gibt, die darüber hinweg sehen was passiert.

    Ich habe leider immer wieder erleben müssen, dass sich wenn so Themen wie Alkoholmissbrauch im Raume stehen gleich eine Gruppe findet, die sich über das Thema amüsiert bzw. immer die Beispiele des Betrunkenen auf der Parkbank angebracht werden.

    Letztendlich scheint es so zu sein, dass der Alkohol verbindet und leider zeigt sich das auch bei manchen Suchtkranken in der Auswahl der Bekanntschaften.

    Vielleicht kann Euer Kumpel sich irgendwann mal dran erinnern dass Ihr bereit seid ihm zu helfen, zu einem Zeitpunkt, zu dem er selber keine Lust mehr hat sich mit gleichgesinnten "glücklich" zu reden.

    Ich würde es ihm wünschen. Euch gebührt mein Respekt ihn darauf anzusprechen und eventuell Konsequenzen zu ziehen. Würde nämlich das Umfeld eines alkoholgefährdeten es immer so machen, wäre bei manch einem die Chance zum aufwachen gegeben.

    Lieben Gruß und schöne Feiertage wünscht Dagmar
    co-Abhängige

    Da sagst Du viel wahres liebes Kaltblut.

    Gerade der innere Aufschrei "nein, so ist das nicht" aber halt, warum reagiere ich jetzt so? Ist es doch so? Bin immer ich gemeint? Nicht unbedingt, denn so wichtig bin ich gar nicht - davon mal abgesehen, dass sehe ich anders, aber es lohnt sich nicht immer über alles und jedes zu diskutieren. Eine Meinung stehen lassen, auch wenn man dieser nicht zustimmen kann.

    Das verrückte scheint ja zu sein, erst wenn wir das Leben zulassen und es so annehmen, wie es sich uns präsentiert, dann scheinen sich Türen zu öffnen. Erst dann gehen die Geheimtüren auf, die wir doch zuvor so verbissen gesucht hatten. Natürlich bisher ohne Erfolg, weil wir mit Gewalt versucht hatten, diese Türen zu öffnen.

    Wobei ich, liebes Kaltblut, eine gewisse Wehmut und Trauer sehr wohl noch in mir spüre, trotz allen den vielen schönen Dingen, die nun in mein Leben getreten sind, die ich oft nicht kannte.

    Aber auch das ist wohl eine Stimmung, die zum Leben und zum annehmen des Lebens gehört.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Melina,
    grundsätzlich galt es auch bei mir - dennoch wurde ich hie und da schwach. Und dann kam während der Schwäche der Ekel.....

    Ich finde es ein aufrechtes Verhalten, welches Du gezeigt hast und vor allen Dingen (da hast Du mir viel voraus gehabt) den Schutz Deiner Person!

    Weißt Du Melina, ich habe Zärtlichkeiten gesucht - besser gesagt Gefühl - aber das konnte bei uns ja schon gar nicht mehr gelebt werden. Zu weit war ich entfernt von ihm, zu nah er am Alkohol und wir beide schon lange kein Paar mehr.

    Dennoch ist es einfach traurig, was da am Ende da steht wenn Krankheiten oder den Alltag alles erschweren.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Skybird,
    gleich heute morgen habe ich in jedem meiner Zimmer die Duftöllampen angezündet. Überall ein anderer Geruch: in der Küche Weihnachtsgebäck, im Wohnzimmer Vanille und hier Weihnachtliches.

    Meine Duftlampen stelle ich mal ein, sind von mir fotografiert und meine, somit also kein Urherberproblem, denke ich mal..


    Mittlerweile habe ich mehr an Duftölen, das Foto ist ca. 2 Wochen alt, noch vor dem letzten Einkauf :)

    Es geht mir gut, dennoch wäre es gelogen zu sagen ich habe alles verarbeitet, vergessen oder bin in gewissen Momenten nicht mehr traurig wie und was geschah. Dennoch: Trauer ist ein paar Stiefel. Meine Zufriedenheit und mein eigenes inneres Glück ein anderes. Ich denke sehr wohl, dass diese beiden Dinge nicht unmittelbar miteinander verbunden sein müssen.


    So, wie meine Katzen einen Teil der Ruhe leben können, so hatte auch ich damit begonnen. Dadurch vielleicht kam eines zum anderen. Auch wenn ich immer noch Existenzängste in meinem Lichtermeer habe, so habe ich doch auch viel Glück, Wärme und ein zuhause in dem ich glücklich bin.

    Noch nie hatte ich soviel Holz im Haus wie jetzt. Damit zum Kerzenlicht auch noch die Wärme kommt. Briketts, Eierkohlen, Kiefernholz, Buche, Spachtel zum anzünden, alles ist in Übermengen da.

    In diesem Sinne wünsche ich Euch frohe Feiertage und genießt jede der freien Stunden für Euch.

    lieben Gruß von Dagmar

    edit elocin: bitte im Offenenbereich keine Bilder einstellen, danke

    Auch ich möchte Euch eine schöne Weihnacht wünschen, Tage, die Euch gehören, Gefühle, die sich als gut spüren lassen. Alle negativen Gefühle mögen Euch - nicht nur über Weihnachten - ganz fern sein, damit sie Euch (und mich selber ;) nicht daran hindern selber glücklich zu sein.

    Habt viele schöne Stunden.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Sag, liebes Julchen,
    muss eine räumliche Trennung gleich mit der endgültigen Trennung zu tun haben? Ich denke mal, Dein Mann verlangt etwas viel von Dir mit dem entweder oder....

    Leider war ich als Co ebenso drauf: entweder jetzt reden oder nie.... So im Sinne, was ich nicht gleich belastendes erledigen kann, das bringt mich um.

    Was Du schreibst über die sorglosere Zeit, als er in Therapie war kann ich sehr gut nachvollziehen. Einfach weil die Unruhe fehlt, das urplötzliche was passieren kann oder könnte.

    Nicht zu vergessen ist die Heimtücke von diesem elenden Gift, welches immer wieder durch Gerüche, Situationen oder Orte als Suchtgedächtnis zurück kommt. Sprich: selbst wenn jemand absolut trocken bleiben will ist es immer noch verdammt schwer, denke ich.

    Somit benötigt der Partner eines trockenen Alkoholikers vermutlich mehr Kraft und Neutralität, als in einer anderen Partnerschaft. Hier gilt es die eigene Batterie so gut wie möglich zu nutzen.

    Viel Kraft wünscht dir Dagmar

    Ja, Ihr Lieben,
    ich befürchte, genau da zieht sich unser rotes Seil durch die ganze Geschichte.

    Ich denke, jede-/r von uns spürt, dass es keine innigliche Verbundenheit ist, die vom anderen kommt. So ein Ansatz ist da, aber einfach nicht der "Kick" dessen was Geborgenheit ist oder sein könnte. Somit wollte ich einfach dieses Krönchen doch noch unbedingt bekommen. Einfach dieses Gefühl - einen Kick ? - haben?

    Logisch dürfte auch die Folgerung sein: wenn ich etwas möchte, bin ich bereit dafür zu geben. Ich möchte Zärtlichkeit, also gebe ich eventuell das übersehen von Schmerzen, Fehlverhalten, Unzuverlässigkeit und so weiter und so fort.

    Da ich somit inkonsequent bin bin ich nicht glaubwürdig, und Respekt in meine Richtung ist nicht mehr zu erwarten. Natürlich wäre es für mich einmal interessant zu erfahren, wenn es mir gelungen sein sollte ganz bei mir zu sein (was noch eine Menge Arbeit ist) ob ich dann wirklich noch Zärtlichkeit oder Liebesbeweise von anderen benötige?

    Ich selber bin mit mir noch nicht einig oder zufrieden, weil ich denke, genau dieser Zärtlichkeitswunsch blockiert mich persönlich und die Wahrnehmung der Realität. Ich habe immer noch etwas Trauer in mir, die absolut nicht berechtigt ist, wenn ich dem entgegenstelle was so alles passierte an respektlosem.
    Ich bedauere, dass ich noch nicht soweit bin alles gefühllos sehen zu dürfen. Ich persönlich vermute nämlich für mich, dass erst dann, wenn ich in der Lage bin eine realistische Betrachtung durchzuführen die Trauer beendet werden kann.

    Alles nicht so einfach, wenn man/frau es doppelt nimmt ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Charmenida,
    das ist ja das traurige - und ich selber bin ja auch nicht in der Lage eine solche Beziehung zu führen. Davon mal abgesehen, ist es verdammt schwer den heutigen Existenzängsten und dem Stress gegenüberzustehen, diese zu verkraften und noch darauf zu achten, die Liebe zu pflegen.

    Nur: wenn zwei sich bemühen, die beide erwachsen in einer Beziehung stehen, kann man einen Karren - der im Dreck steckt - auch wieder versuchen gemeinsam rauszuziehen. Wenn nur einer zieht, so kann der nur ziehen, aber nicht lenken und der Karren rutscht immer tiefer in die Erde.

    Ach ja Charmenida, ist alles verdammt schwer. Auch das ganze Bewußtsein rund um die Beziehung. Vor allen Dingen hatte ich ein großes Problem damit fertig zu werden, dass ich ruckizucki ausgestauscht wurde. Schlimmerweise war es ja gar keine funktionierende Beziehung, um die ich trauerte - sondern der Wunsch nach dem, was hätte sein können. Ich bin quasi einem "aufgesessen" der wohl über Kontaktmärkte seine Co's sucht.....

    Und ich war so blind und habe so viel nicht gesehen, weil ich es einfach als normal voraussetzte über Probleme zu reden, wenn die auftreten. Nun ja, sagen wir lieber, ich versuchte drüber zu reden und hoffte die Gegenseite täte das auch ....

    Ich werde meinem Ego mal den Aufallschritt beibringen, dass mir das nie wieder passiert ;)

    Halt Dich wacker und lass es Dir verdammt gut gehen über die Feiertage, lass sie dem dienen, dass wir zur Ruhe kommen. Ich melde mich dieser Tage so und so wieder bei Dir ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Cora,
    ganz, ganz viel Respekt vor Deiner Entscheidung einfach noch etwas zu warten mit der Entscheidung.

    Ich selber hätte derzeit gar keinen Mut mich in Sachen Liebe zu bedingen, da ich zu wenig Vertrauen in meine eigenen Auswahlkriterien als co habe.

    Ich hätte vor 8 Jahren die Bedenken umsetzen sollen, die Du jetzt aussprichst und nach denen Du handelst, da hätten zwei Menschen weniger leiden müssen.

    Wenn Du demnächst doch eine Entscheidung treffen solltest, dann weißt Du, dass Du es Dir nicht einfach gemacht hast und alle Seiten der Medaille - nebst dem Rand - betrachtet hast.

    Lieben Gruß und schöne Feiertage wünscht Dagmar
    co

    Ach Ingrid,
    Männer sind wertvoll und liebenswürdig - zumindest viele von ihnen :)

    Aber ich für mich möchte einen Mann erst dann als Mann, männlich, "begehrenswert" betrachten wenn ich selber ganz sicher weiß, dass ich den armen Kerl nicht überfordere weil ich eine kranke Zuneigung lebe.

    Ich habe keine Ahnung, ob das irgendwann mal der Fall ist, aber eines musste ich für mich registrieren: ich war anfällig für Schmeichelein und Amouren wenn es mir schlecht ging, Job, Auto desolat oder Bewährungsproben, von denen ich Bedenken hatte sie nicht zu bestehen.

    Vereinfacht gesagt: hatte ich Angst war ich einer Schulter angetan, an die ich mich lehnen konnte. Leider war ich aber in solchen Momenten nicht klar genug, die Standhaftigkeit dieser Schulter gebührend zu prüfen.
    Letztendlich habe ich mir bei diesen Versuchen dann meine Schulter ausgekugelt.....

    Ich wünscht Dir alles, alles Liebe mit Deiner Schulter und hoffe von ganzem Herzen, dass sie so stabil ist, wie Du es benötigst.

    In diesem Sinne, liebe Ingrid, genieß Dein Liebe, Deine Liebe (vor allen Dingen auch die zu dir) hab ein paar schöne Feiertage und lasst es Euch gut gehen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Charmenida,
    ja und nein ... ich sehe die Frage schon in allen Beziehungen aber Du sagst es so schön:

    Ist es nicht vielmehr so, dass das Ego, gerade wenn es um so zwischenmenschliches, wie Intimitäten geht, immer irgendwie dann einen Knacks bekommt, wenn es nicht befriedigt wird und wenn es gestreichelt wird, es sich eben gut anfühlt?

    Denn das dürfte ja der springende Punkt sein: wäre ich fürsorglich mir selber gegenüber, dann wäre mein Ego so stabil, dass ich feststellen würde etwas tut mir nicht gut, ich würde die Realität nicht wegen ein paar netter Tätschler abstellen und mich einer eigenen "Ist-nicht-so-schlimm-Geschichte" unterwerfen.

    Ich persönlich bin ganz, ganz vorsichtig mit der Zuweisung des Wortes Co-Abhängig. Auf mich brachen Bombardemos von Leuten ein "Sie doch nicht" aber egal ob co-abhängig, beziehungsabhängig, romanzensüchtig oder einfach nur in einer schädlichen Beziehung steckend: es ist keine gesunde Beziehung, die von Respekt, gegenseitiger Achtung und Zuneigung getragen wird, in der Gefühle wie verletztes Ego, Wut oder Rache resultieren.

    Ich glaube allerdings auch, dass es nur ein paar Promill Beziehungen gibt, die wirklich erwachsene, verantwortliche und stabile Beziehungen gibt. Meine gehörte nicht dazu...

    Lieben Gruß von Dagmar