Beiträge von dagmar007

    Weißt Du liebe Andrea,
    das schlimmste ist, dass die Co-Abhängigkeit alle die Kraft nimmt, die mann/frau benötigen würde um aus dem Teufelskreis auszubrechen.

    Alles was Du schilderst ist sauschlimm. Das Problem ist leider es wird nicht besser werden, Deine Kräfte aber immer mehr schwinden. Ich weiß auch wirklich nicht was ich Dir raten könnte. Ich weiß, was für mich in der Situation wichtig war - aber ich hatte noch die Kraft dafür und habe es umgesetzt. Nunmehr bin ich einfach nur glücklich in meinem Hexenhaus und werde auch die finanziellen Belastungen lösen.

    Aber genau die Kraft scheinst Du Dir selber abverlangt zu haben indem Du Dich vor ihm schützt, dich mit ihm streitest und alle Energie (die du doch so für dich brauchen würdest) ihm spendierst, damit er sich wieder an Dir "auskotzt".

    Das Problem scheint mir zu sein liebe Andrea, Du bist kraftlos, aber nur Veränderungen könnten dir Frieden geben - diese aber benötigen Kraft....

    Ich wünsche Dir, dass Kraft und Energie zu Dir zurückkommen mögen, dass Du die Ärmel hochkrämpelst und versuchst Dir selber so viel Kraft wie möglich anzueigenen und so wenig Power wie möglich unnütz vergeudest.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Guten Morgen, liebe INgrid,
    siehst Du, und schon wieder stimmt es im Falle Deines Chefs - einmal hattet Ihr im Arbeitsverhältnis miteinander zu tun - nun zum zweiten Mal vor Gericht.

    Eine Freundin erklärte es mir am Lapidarbeispiel: eine Verkäuferin einer Ladenkette mochte sie überhaupt nicht - war in einem fremden Ort und wer war dort, eben jene Verkäuferin...

    So, angelehnt an Dein Leben:
    Viele, viele Jahre her, da traf ich einen Ex - einen mit dem ich nicht schön umgegangen war, was mich all die Jahre belastet hatte! Dieses Treffen war der Grund mich bei ihm zu entschuldigen. Brieflich, weil ich anders den Mum nicht hatte. Allerdings haben wir später darüber gesprochen. Es war nichts mehr unausgesprochen und dieser liebe Mensch, mit dem ich unlieb umgegangen bin konnte erfahren dass es mir leid tat. Ich konnte erfahren dass er mir nicht böse war und es so schön war "um Vergebung zu bitten".

    Ich persönlich glaube daran, dass wenn es noch unausgesprochenes gibt und beide Menschen sich auf Augenhöhe mit Respekt begegnen können, so werden sie dieses Thema bearbeiten und auf eine verzeihende Ebene bringen können.

    Ich glaube aber gleichzeitig, dass ebenfalls immer wieder die "Versuchung" erscheint in Form von Ex-Partnern (da denke ich an Dich) mit denen die Beziehung scheitert. Die Versuchung in meinem Fall könnte dann da zu finden sein, dass mein Co-Herz sagt, es muss doch Harmonie entstehen können, ich hatte den jenigen doch mal gerne, es muss doch gehen.....
    Hopala, merkst Du was ?

    Wie auch immer, ich bin mir auch sicher, dass mein Ex mir noch über den Weg laufen wird - was dann passiert, ob es weiter exkaliert kann ich nicht sagen. Vielleicht passiert es auch nicht weil wir dann zu weit voneinander entfernt sind. Soll es sein, dann wird einmal über den Geschehnissen eine wilde Blumenwiesen wachsen, zumindest für mich!

    Lieben Gruß von Dagmar

    die gestern wie üblich: mutig anfing zu backen, nach Stunden sich fragte "warum eigentlich die Mühen bis geht nicht mehr" um dann im nächsten Jahr wieder backend da zu stehen.... ähem, vielleicht schon dieser Tage ButterS fehlen noch....

    Liebe Smile,
    wie gesagt, bei mir kam das auch erst wieder nach ca. 4 Monaten - obwohl die Steroanlage das erste war, was ich mir gekauft hatte. Aber sie machte mich damals nervös. Vielleicht konnte ich auch fröhliches nicht hören, ich weiss es nicht - aber jetzt läuft die Dudel täglich.

    Bei mir persönlich zeigten Tiefs immer eine Weiterentwiklung an. Im Tief kam mir zumeist etwas zu Bewußtsein, was im Anschluss eine langfristige Verhaltensänderung bewirkte.

    Auch ich konnte mit der Art die mir entgegengebracht wurde nicht umgehen: Hass, Wut, Überheblichkeit, Arroganz - die ganze Liste. Sein Problem - seine Vergiftung - damit musste ich lernen klar zu kommen und es annehmen. Es ist seine Laune, die kann ich nicht ändern. Aber es dauerte Monate, bis ich runter kam von meiner Enttäuschungswolke 3566....

    Ich wünsche Dir viele Schäfchenwolken auf hellblauem Himmel :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Ingrid,
    mir kommen tausend Blitzgedanken durch den Kopf, wenn ich Dich gerade so lese. Manche davon sind weit weg von "gut und böse" ich will dennoch so bescheuert sein und sie hier einfach mal einstellen, auch wenn sie absolut jeglicher Logik entbehren.

    Dir begegnen Deine Ex?
    Mann/Frau begegnet sich im Leben immer Zweimal. Ob diese Herren Dir begegnen um Dein neuer Partner zu werden oder weil es vielleicht noch ungeklärtes gibt.

    Bei dem jetzt aktiven fand ich hart was Du über das Ende schriebst. In dem Alter wäre ich damit nicht klargekommen. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass seine Anziehung auf Dich nicht mit seinem unrühmlichen Abschied vor vielen Jahren zusammenhängt.

    Ingrid, ich hatte Angst wie Du um mein Herz. Habe mir vielleicht bewußt Partner rausgesucht, die Schwächen hatten. Habe ich das etwa getan um sie "im Griff zu haben".... ich weiß es nicht, aber der Gedanke begleitet mich....

    Oh ja Ingrid, machen wir es wie ein stofflich Abhängiger: der flüchtet in die Sucht und ich - wir - nein, das geht eh nicht gut, aber abwarten wollen wir nicht. Du glaubst nicht, wie oft ich mich hier bei Dir selber treffe. Hatte ich doch Angst wie ein Alkoholkranker verlassen zu werden und habe entweder selber verlassen oder tausend Argumente gefunden warum die Beziehung nicht gut gehen kann. Aber Zeit, oder Geduld, nein, die hatte ich niemals - Hopp oder Topp - war das mein Verderben?

    Also liebe Ingrid, mach Dir einen schönen Nachmittag mit dem Töchterchen - genieße Euch und Dich - es ist auch ohne "Liebe" schön im Leben. Denn die allgegenwärtige Liebe gibt es auch für uns partnerlose .... vielleicht ist sie ehrlicher, purer, weniger zu berechnen aber glückseliger...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Lieber Holzpantoffel,
    ich für mich musste feststellen, dass ich in meiner ersten Trennungs-/Trauerzeit nur den anderen nicht loslassen konnte und meinte der Schmerz "bringt mich um".

    Durch NULL-Kontakt bzw. Agressionshandlungen seinerseits bekam ich immer mehr Abstand. Immer mehr Dinge bekamen plötzlich einen Zusammenhang, den ich in meiner Trauerzeit nicht sehen konnte.

    So vieles gesagte war ein Lügengerüst, welches mit der Zeit, meinem Abstand und der Wiederkehr des Realitätssinnes zusammenbrach. Vertrauen? Ich wüsste nicht, ob ich das könnte - für mich stellt sich die Frage jedoch nicht, dass es bereits schon lange eine Nachfolgerin für mich gibt und keinerlei Krankheitseinsicht vorhanden ist.

    Die Frage ist wohl jene: wenn ein co-abhängiger Partner zu sich selber beginnt zu finden, ob er/sie noch in der Lage wäre in eine früher kranke Beziehung zurückzukehren?

    Würde sich ein gesundender Co-Abhängiger überhaupt belasten wollen mit dem Trockenwerdungsprozess des Alkoholikers? Ich für meinen Teil habe noch so viel mit mir und meiner Entwicklung zu tun, mich würde das zurückwerfen....

    Davon einmal abgesehen benötigt vielleicht auch der Alkoholabhängige Abstand um sich selber "hallo" zu sagen. Mechanismen, Wohnorte und Lokalitäten aus der alten "Suchtzeit" könn(t)en schnell allen Erfolg zu nichte machen....

    Die Hoffnung, lieber Holzpantoffel, muss ja auch nicht sterben. Man/Frau sollte wohl nie die Hoffnung aufgeben dass ein Mensch gesundet. Es ist nur die Frage, in wie weit das mit unserem persönlichen Glück zusammenhängt.

    Ich darf für den anderen die Gesundung wünschen. Das aber, sollte keine Verbindung zu meinem Leben haben - zu meinem persönlichen Glück.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Ingrid,
    wo bleibt denn Dein "Packerl" Geduld?

    Ich sage Dir ganz ehrlich, auch ich habe ganz ganz ernsthafte Bedenken, aus ganz vielen unterschiedlichen Gründen, die nur zweitrangig mit Alk zu tun haben. Dennoch: ist es nicht zu früh überhaupt schon diesen oder jenen Stempel herauszuholen.

    Weißt Du Ingrid, ob es der Stempel Alkoholkrank ist oder einfach die Tatsache, dass er nach Alk riecht oder einfach "nur" hie und da besäuselt heimkommt. Wie fühlst Du Dich bei der Vorstellung? Hier geht es ja nicht darum sich zu fragen was er (vielleicht) ist sondern wie Du Dich fühlst bei der Vorstellung ihn an einer Weihnachtsfeier zu wissen, während er an ganz anderes denkt.

    Mir gefielen die Schilderungen, die Dir übermittelt wurden, gegen die Ehefrau auch nicht. Aber nun gut, das kann ich alles nicht beurteilen, aber da klingelt bei mir das Warnsystem "armer, unverstandener Mann" (gibt es genauso oft bei den Frauen).
    Ich will nicht hören warum dies oder jenes schief lief, ich will das jemand mit mir zusammen (wenn er als Partner in Frage kommt) vorwärts blickt ohne Verbitterung auf das gestern und den Expartner und ohne Pläne mich als Nachfolger nahtlos zu integrieren.

    Ehrlichkeit Ingrid??? Ich habe etwas anderes erlebt in meinem Leben..... Ich hatte das Bauchgefühl der Junge trinkt, habe ihn darauf angesprochen und plötzlich wurde das Problemchen angesprochen und in einen "chen" Zustand gebracht. Als NULL-Ahnung Mensch in Sachen Alkoholismus wurde ich gut beruhigt. Ja, ich gewann das Gefühl er ist offen.

    Kluger, ganz kluger Spielzug, der mein Helferlein so richtig wach machte.

    Paß doch einfach nur auf Dich auf und erlaube Dir etwas Geduld. Ich spüre an Dir selbiges wie ich auch auslebte: den Druck nicht aushalten zu können bis es eine Entscheidung gibt. Zu denken nur "jetzt" kann es eine Klärung geben. Ich hatte vielleicht einfach Angst dass eine Zeitspanne dazwischen gegen das spricht was ich jetzt will. Keine Geduld und keine Belastbarkeit hatte ich. Ich konnte also Schmerz oder Nichterfüllung meiner Wünsche nicht ertragen. Dadurch habe ich persönlich manche Entscheidung getroffen, die sehr schädlich für mich war..... vor lauter Liebeshunger ....

    Viel Kraft wünscht Dir Dagmar

    Ach Smile,
    glaubst Du etwa von mir ging das von heute auf morgen? Mir ging es die ersten beiden Monate so was von schlecht - zwar habe ich die glücklichen Dinge gesehen, aber gleichzeitig meine Trauer stündlich gespürt.

    Übrigens bin ich persönlich der Meinung, eines schließt das andere nicht aus: ich bin glücklich, mir geht es gut und ich fühle mich wohl. Es gibt kleine Mankos oder Dinge, die mich traurig machen, dennoch: sie zerstören das Grundgefühl von Glück oder wohlfühlen nicht.

    Dieses herzlose tat auch mir immer weh. Aber .... ich habe für mich die Meinung entwickelt, dass "er" nun genügend Probleme mit sich selber haben dürfte und da kein Platz bleibt für Herz oder Gefühl. Ich empfand es ja schon immer so, dass er selber kein Gefühl mehr spüren konnte, kein eigenes Glück, keine Trauer - es war da aber ohne Emotionen. Psychische Störung? Vom Alk geschaffen? Ich weiß es nicht und nunmehr will ich es auch nicht mehr unbedingt wissen. Das nämlich ist sein Leben und hat mit meinem nichts mehr zu tun. Traurigkeit ... hm, bei mir wird sie immer weniger und weicht der Realität, die geschah.

    Schau Smile, es hat jetzt 4 Monate gedauert, bis ich wieder so weit bin wie vor der Beziehung um morgens meinen Radio anzustellen. Ich war die letzten vielen Jahre viel zu nervös um das zu betreiben, was 36 Jahre zuvor Standard war.

    Nun habe ich den "Standard" wieder, aber auch das - diese Kleinigkeit - brauchte seine Zeit. Wichtig ist meiner Meinung nach nur alles bewußt zu tun. Ob trauern, freuen oder das Alltagserleben. Dabei lässt sich nämlich manches hinterfragen und beantworten.

    Laß Dich also nicht unterkriegen und gebe Dir die Zeit, die Du benötigst - ich habe sie mir auch genommen :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Einsam,
    bilde ich es mir ein, oder bist Du in den letzten Stunden etwas stärker und "gesetzter" geworden. Nur ein kurzer Satz oben, aber er zeigt mir dass Du nicht versteckst. Vielleicht bilde ich es mir ein, aber es wirkt gerade so, als hättest Du nach dem ersten Gefühlszusammenbruch gerade wieder Kraft getankt und Festigkeit gewonnen.

    Ich würde mich freuen, wenn ich mich nicht irre. Mir geht es dabei nicht um ob es sinnvoll ist oder nicht Wohnorte zu veröffentlichen, aber ich empfand aus der Antwort subtil etwas viel gestärkteres als in den letzten Tagen. Eine klare Aussage ohne hüh und hot.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    liebe Smile, habe Dich ein paar Tage nicht gelesen,
    alles im grünen Bereich?

    Mir geht es klasse, Power fehlt mir noch ein bischen, aber ansonsten hat mein Holzofen Plätzchen gezaubert, ich meine Bude soweit durchgeschrubbt und bin noch dabei, dass soweit im Januar alles auf der Reihe ist wenn ich wieder arbeiten gehe.

    Meine Mum hatte einen stillen Herzinfarkt, was mir schon Angst macht. Nun muss sie für 2 1/2 Tage am 23 ins Krankenhaus. Nun fahre ich sie eben nächste Woche besuchen und ein paar Tage nach Weihnachten, wenn sie wieder zu Hause ist. Hat sie dann mehr davon, als wenn ich nur zum Weihnachtstag komme.

    So, jetzt ist mein Teewasser aufgebrüht, die Duftlichter brennen und ich kann mich auf meinen Wichtelchat einstellen. Habe gerade mein Wichtelpacket aufgepackt: tolle Dusch und Schaumbäder. In meinem Katzenforum wird kurz vor Weihnachten gewichtelt und zur Auflösung und zum raten von wem was ist trifft man sich dann im Chat.

    Lieben Gruß von einer gewesenen Schneelandschaft

    Dagmar

    Liebe Einsam,
    ich musste für mich leider erkennen, dass ich absolut nicht erfasst hatte, wie riskant die Situation für mich geworden war.

    Agression, Wut und Gewalttätigkeiten nahmen in einer extremen Art und Weise zu und ich kapierte nicht was abging. Zig Bücher über Alkoholismus gelesen, und dennoch hatte ich nichts kapiert wie es scheint.

    Problem war bei mir, als dann Sätze anfingen "ich brenne das Haus ab" da wusste ich dann nämlich nicht so genau was ich tun soll, da ich nicht als Grillwürstchen enden wollte.

    Ich habe prinzipiell Montagnachts bei Freunden übernachtet, weil er da extrem gewaltätig war. Aber ich fand es übel auswandern zu müssen und so fasste ich für mich den Entschluss mir trotz Arbeitslosigkeit und Zwiebelledergeldbeutel (wenn man reinsieht muss man weinen) und keinen Reserven einen Umzug zu riskieren. Ich habe es keinen Tag bereut.

    Heute nunmehr frage ich mich, was aus mir geworden wäre wenn ich nicht gegangen wäre. Jetzt ist Winter, die Strassen rund um das ehemalige Haus sind aufgerissen - Frostgefahr - drei Häuser vor dem unsrigen ist bereits Zusammenbruchgefahr und an einen Umzug ist seit November nicht mehr zu denken, da die Straße ausgekoffert wird. Ich danke meinen Schutzengel nebst allen guten Einflüssen, dass ich im August gegangen bin.

    Übrigens, ich dachte, mein Ex beweist nun dem Umfeld wie toll er ist und wie gut er sich im Griff hat und wenigstens nach außen hin den Alk lässt. Irrtum...... Gefangen war er gleich .... aber wie kommt er wieder frei?????

    Er ist krank und Du solltest Dich Deinen Wünschen und Hoffnungen nähern um dann zu überlegen, wie Du Deinen Wünschen langsam Schritt für Schritt näher kommen kannst. Nur mit dem Wunsch, dass er trocken wird, das müsste von ihm kommen - da kannst Du nicht mitwirken.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Ingrid,
    wo bleibt Dein Zutrauen zu Dir und Deinem Bauchgefühl? Hast Du mittlerweile etwas Geduld erlernen können - ich noch nicht viel, aber ein bisserl, das würde vielleicht auch schon helfen, indem Du einfach mal beobachtest.

    uuüps zwei Löwen - na denn: gut gebrüllt Löwe ;)

    Schau, wer außer dem Betroffenen kann beurteilen ob diese Dritte Person ein Trinker ist. Nur du kannst für Dich sagen ob Du mit den Vereinsaktivitäten klar kommst.

    Ich selber dachte es mal - hatte früher schon Freunde unter Bikern. Allerdings: mein Ex wurde wichtigtuerisch unter Alk und somit ging mir das bald auf den Zeiger. Obwohl es dort ganz andere Menschen gab, die ich mochte. Aber sein Verhalten zeigte mir mit ihm zusammen dort aufzutauchen ist nicht gut für meine Psyche.

    Gibt Dir und dem Knaben aus dem "Männersport" einfach Zeit. Mein erstes Gefühl war zumindest: na, braucht der böse Junge jemanden, der auf ihn aufpasst, weil er jetzt ruhig werden sollte, so alterstechnisch.....

    Check es einfach ab - gib Dir die Zeit - gib sie ihm und spüre ob Du Dich wohlfühlst. Aber erlaube auch Dir Dein Bauchgefühl zu spüren.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    mein "Hilfe" Thema. Ich würde hoffen, dass ich mich nicht so schnell verliebe und sehe im Moment auch keine Gefahr. Ich persönlich habe noch große Bedenken, dass ich nicht gleich blicken würde wenn jemand einen Helfer braucht und ich eine solche Stelle einnehmen soll.

    Tja, Toleranz gegenüber Alkohol.

    Ich muss mittlerweile sagen, ich habe keine! Bei meinem Ex dachte ich lange nicht dass er Alkoholiker ist und lange Zeit war er auch verhaltensunauffällig. Dennoch: die Fahne störte mich. Sie störte mich auch an seinen Vorgängern. Ich mag über den Kopf das Gefühl nicht, dass gerade an Vereinsabenden konsumiert wird, weil es eine gewisse Regelmässigkeit hat.

    Ich vermute, ich hätte kein Problem, wäre es mal im Sommer ein Weizen, aber mal würde bei mir tatsächlich bedeuten alle vier Wochen mal, vielleicht würde ich dann Tolernaz entwickeln, aber derzeit ist mein Stand (und der war es schon zuvor auch bei Unauffälligkeiten) mich stört der Geruch von Alk, egal in welcher Menge oder welcher Duftvariante.

    Mein Haus ist alkfrei, mit einer Freundin habe ich auf den neuen Job mit Kaffee angestoßen, weil ich Sekt und Alk nicht mag. Was andere tun ist deren Sache und stört mich nicht - jemand, der neben mir einschläft (auch nur mit der Fahne von 1 Pils) wäre für mich eine Belästigung. Somit ist das Thema Beziehung auch für mich vom Tisch, denn jeder kann tun und lassen was er/sie will und mir wäre es zu mühsam zu hinterfragen wer wann welcher Genußtrinker ist.

    Auch mir geht es wie Malone: ich hätte es spüren und riechen müssen. Aber ich wollte ja nicht intolerant sein, er fuhr mit dem Zug, gefährdete also mit dem Auto niemanden als ich die Fahne roch. Nein, ich hielt ihn noch für sehr verantwortungsvoll weil er es so erscheinen ließ, dass er keinen Alk trinkt wenn er fährt. War aber nie so .... das merkte ich erst als wir zusammen wohnten.

    Ja, Malone, man findet jamenden toll und bei mir kam noch eine Überheblichkeit dazu: ich fühlte dass er ein Problem haben könnte und bildete mir ein, dann in jedem Fall die Reißleine ziehen zu können! Einbildung ist auch eine Bildung! Wer gerissen hat war nicht ich.....

    Alleine trinken, ist soweit ich denken kann ein Alarmzwichen - für mich persönlich auch das gemusste Gesellschaftstrinken, wenn es nur vom Alk durchzogen wird. Ich denke nachträglich die schlimmste Phase war erreicht als mein Ex Tag für Tag in seinem Keller war um Autos zu reparieren. Am Anfang reparierte er wohl neben dem schlucken wirklich noch .... am Ende dann wohl nicht mehr, denn Resultate sah ich keine mehr.

    Liebe Ingrid, ich wünsche Dir viel Glück und das Du eine gute Wahl getroffen hast. Und alles wirklich mit Sicherheit betrachten kannst. Mach es bitte nicht so wie ich, die dachte sich in Sicherheit wiegen zu können. Ich denke mit dem Wissen, es eben nicht so falsch zu machen wie ich, ist vielleicht ein gewisser zustätzlicher Schutz gegeben, denn ich wünsche Dir einen verständigen Lover, der wirklich mehr geben kann als er zu nehmen wünscht.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Welches Problem mit Dir selber hast Du eigentlich Einsam999? Es geht nicht darum, wer wann was schafft, sondern es geht darum zu beginnen sich selber etwas wert zu sein.

    Es ist für mich persönlich uninteressant, ob andere Jahre oder Tage brauchen und wie lange ich brauche. Wichtig war für mich zu wissen was ich will - mir Gedanken zu machen, wie ich es erreichen kann um dann Schritt für Schritt zu beginnen Im Zeittempo meiner Wahl und auf meinem von mir gewünschten Weg MEINE WÜNSCHE in die Tat umzusetzen.

    Du sprichst von Deinem Alter und Arbeitslosigkeit: kann ich mithalten - ebenso alt und habe sehr suchen müssen! Ich habe Blind-/Initiativbewerbungen losgeschickt bis zum geht nicht mehr.

    Eine von diesen hat "gezündet". Die Bezahlung ist mickrig unter Existenzminimum! Und? Mietbeihilfe ist etwas anderes als Hartz 4. Es wird für mich ein Existenzkampf, aber für ein Leben in dem ich glücklich bin.

    Weißt Du Einsam, es geht hier darum dass Du Kraft bekommst. Dazu musst Du es aber wollen und selber die Ärmel hochkrämpeln! Du musst Dir für Dich im Klaren sein wie Du leben willst, wo Du leben willst und mit welchen Rahmenbedingungen. Immer aber gilt: Du kannst nur Deine Ziele und Wünsche versuchen zu erreichen wenn Du weißt was DU willsst. Den Partner wirst Du nicht ändern können, damit es Dir mit und bei ihm besser geht. Er ist krank und damit schlichtweg überfordert.

    Viel Kraft wünscht Dir Dagmar

    Melinas Thread, den ich gerade "missbraucht" habe beginnt ja auch damit ;)

    In diesem Sinne, lieben Gruß von Dagmar

    Ja Melinak,
    da kann ich Dir nur beipflichten: Hilfe erbitten, diese annehmen und daran reifen. Je mehr wir uns bieten lassen, desto mehr sinkt das Selbstwertfgefühl, desto schwächer werden wir und es droht die Gefahr, dass wir nach dem Hinfallen liegen bleiben.

    Oftmals kennen Bekannte oder Freunde die Auswirkungen vom Alkohol nicht - ich kannte sie ja selber nicht, obwohl ich massig Fachliteratur gelesen hatte. Polizeibeamte wissen in der Regel sehr gut was der Alk verursachen kann und sind oft eine Stütze.

    Aber eines ist auch Fakt: sie werden helfen, sie wollen auch oft helfen - aber sie müssen einfach spüren, dass der/die Betreffende sich auch selber helfen möchte und aus dem Kreislauf heraus will!

    Ich wurde bei einem Gespräch bei der Polizei recht genau durchleuchtet, was ich weder merkte noch begriff. Die Frau, die als Nachbarin und Zeugin beim Gespräch dabei war sagte mir später es waren klare Fragen ob ich weiß was ich will oder später wieder umfalle und quasi dann auf "war nicht so schlimm" mache.

    In diesem Sinne:
    Ärmel hoch - und eigenes Leben in Angriff nehmen.

    Dagmar

    Liebe Melinak,
    Du fragst "ruhig bleiben....woher schöpfe ich die kraft um ruhig zu bleiben?"

    In Deinem Fall ist es nicht einfach, weil immer wieder Kinder für die Triangelkommunikation verwendet werden. Er sagt den Kiddies etwas und sagt es evtl. nur, damit diese Worte Dich erreichen. Er kann Dich durch und mit den Kindern unter Druck setzen. Wenn es keine anderen Dinge mehr gibt, dann kommt eben eine "Unpünktlichkeit" oder sonst was.

    Ich für mich hatte Probleme mit der geballten Wut, dem Hass und der Agression klar zu kommen, die mir vom Ex entgegenbrannten.

    Ruhe konnte ich für mich nur dadurch gewinnen, dass ich feststellte er vergiftet sich selber mit seiner Wut. Ruhe gab mir das Gefühl, so sehr er mich auch getreten hat, er konnte mir nicht das Kreuz brechen: ich lebe nun glücklich und zufrieden (bin noch traurig über das wie die Beziehung endete und das überhaupt und so weiter und so fort) aber dieses Glück in mir selber will ich leben und behalten. Ich gebe ihm nicht mehr die Macht, mir die Tage oder Stunden zu versauen.

    Ich will diese Ohnmacht nicht mehr, in welcher ich war als ich mit ihm zusammen war und zusammen lebte. Damals gab ich ihm die Macht mir Unruhe zu geben und mich aus der Ruhe zu bringen. Das will ich nicht mehr. Und wenn es nur aus Bockigkeit ist, ich will ruhig bleiben, auch wenn er tobend vor der Türe steht. Diskussionen kann ich früher wie heute vergessen, da so und so immer die anderen schuld sind. Da ich das weiß, führe ich keine Gespräche und keine Diskussionen (was mit Kindern fast unmöglich ist). Ich denke, da ist wirklich die einzige Chance sich abzugrenzen und zu sagen Du siehst es so, ich sehe es anders und damit Ende der Fahnenstange.

    Mein Ex spürte durch meine Angst dass er immer noch Macht hat und mich in Angst und Schrecken versetzen kann - irgendwann rief ich die Polizei, es war ein Megaeinsatz seit dem ist Ruhe.

    Eventuell spürt Deiner wenn Du mit den Kindern gehst dass es Dir unwohl ist. Allerdings weiß ich da auch nicht, wie man die Verhaltensweisen so verändern kann, dass er einfach übertölpelt ist weil sein Regieplan nicht mehr aufgeht und Du Dich anders verhältst.

    Letztendlich ist das eine Frage Deiner Kraft, wie Du am Besten damit umgehst.

    Als es bei uns noch nicht ganz so verhärtet war und ich am richten meines Hexenhauses war, da wollte er mir diktieren was er hier im Haus machen wolle, weil er ja "Angst um mich hätte" Geschichte vom Pferd, er wollte seinen Einfluss nicht verlieren. Da bemerkte ich wie froh ich bin diesem Einfluss entfliehen zu können, diesem diktieren, was ich wo und wie zu machen habe. Ich sah in ruhig an und teilte ihm mit: ich weiß nicht ob ich will, dass Du hier im Hause solche Aufgaben tätigst, vielleicht stelle ich in 6 Wochen fest dass Du mir nicht gut tust.

    Alleine der Gedanke an das Gefühl wieder überrollt zu werden, gab mir zukünftig die Ruhe ihm anders gegenüber zu stehen. Zu wissen, dass ich das im Leben nicht mehr will und nun nicht mehr muss.

    viel Kraft auf Deinem Weg zur Ruhe wünscht Dir Dagmar

    Liebe Einsam 999,

    für mich brach eine Welt zusammen, als ich nicht nur den Job durch Rationalisierungsmassnahmen verlore sondern mein Ex von jetzt auf nachher komplett abstürzte. Mein Leben war im Eimer - ausser meinem spärlichen Leben (und auch das war nicht sicher durch Aussagen wie "ich brenne das Haus ab").

    Um Macht zu beweisen kündigte er Telefon und Internetanschluss, und das zu einer Zeit, wo das Haus in dem Kuhkaff von Mauern umzingelt war wegen Abbrucharbeiten. Ich war isoliert. Das zeigte mir dass es keinen Respekt und keine Würde gibt, die ich bekomme.

    Ich hatte nichts mehr und alles verloren - was gab es jetzt noch wirklich in den Sand zu setzen? Nun gab es für mich die Frage will ich mich weiterhin meiner Trauer hingeben oder will ich versuchen zu leben? Will ich weiterhin meine Gefühle und meine Gesundheit davon abhängig machen, wie der Expartner drauf ist und wie hoch sein Konsum ist?

    Oder besinne ich mich meiner selbst und starte? Ich habe mich für einen Neustart entschieden, denn schlimmer hätte es nicht kommen können, als es zuvor war - schon gemessen an der gesundheitlichen Situation.

    Es kostete Mut, ich hatte Angst ohne Ende, Trauer und Schmerz, fühlte mich alleine und verlassen und am Arsch der Welt. Wegen ihm hatte ich Familie und Freunde 120 km von mir entfernt gelassen.

    Heute, 4 Monate später,
    bin ich vielleicht so weit zu sagen, "schön, dass ich hierher gezogen bin".

    Ich habe ein wunderschönes Häuschen, nette Vermieter, die Menschen hier im Ort sind offen und entgegenkommend, ich lebe frei im Grünen, weit und breit alleine, dennoch aber die Hauptstraße 50 m entfernt. Ein Brunnen vor dem Haus - meine Tiere, die sich wohlfühlen.

    Und ab 7.1. wieder einen Job. Einen, der toll sein dürfte, in dem ich aber unter dem Existenzminimum verdiene? Und?! Dann muss ich eben versuchen irgendwie durchzukommen, evtl. Wohngeld beantragen und und und. Aber ich lebe und fühle mich glücklich. Ich bin arm wie eine Kirchenmaus und reich am Glück noch zu leben, und nun für mich Glück leben zu können.

    Ich erfreue mich an meinen Freundschaften, die erst jetzt so intensiv wurden weil ich um Hilfe bat und sie mir gegeben wurde. Vieles waren am Anfang oberflächliche Kontakte, die jetzt zu wahren Freundschaften wurden. Aber ich musste sagen "Bitte hilf mir".

    Ich freue mich an den Müllmännern, die so lieb waren meine Marke nicht abzureissen und ich sie mehrfach verwenden konnte. Sie haben mir so geholfen. Über ein Trinkgeld haben die sich ebenso gefreut wie ich mich über die Marke - beide Seiten also hatten eine kleine Freude.

    Ich erfreue mich an meinem Holzofen, in dem mein Weihnachtsgebäck gebacken wird. Mein Bad ist ausserhalb der Wohnung und kalt. Und dennoch: ich freue mich darüber, dass ich mein eigenes Bad habe, welches ich so wieder antreffe wie ich es verlassen habe.

    Meine Gesundheit ist komplett wieder hergestellt, meine Power noch nicht, aber das wird noch kommen. Darüber bin ich glücklich.

    Ob man an Gott oder Gutes glaubt - ob man an Schutzengel glaubt oder nicht.... alle waren für mich da als ich den ersten Schritt ging - einen Schritt von dem ich nicht wusste ob ich ihn schaffe. Schutzengel mussten bei mir wohl Sonderschichten gefahren sein. Ich will Dir was sagen, liebe Einsam: das letzte Jahr war der Horror! Dennoch im Gegenzug kam soviel Glück und Hilfe von außen, wie ich es in 46 Lebensjahren noch nicht erlebt hatte.

    Dazu war notwendig zu sagen:
    Ich will leben - Ich will an meinem Glück arbeiten und ich benötige Hilfe.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass die Kraft durch die Geburt des Enkels Dir die Power gibt für Dich ein neues Leben aufzubauen, in welchem auch der kleine Erdenbürger geschützt bei Dir sein darf.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Melinak,
    wenn ich mir Deine Frage so richtig überlege, dann glaube ich in meinem Fall hätte ich eher fragen müssen, warum drehe ICH mich im Kreis?

    Mein ehemaliger alkoholkranker Partner war krank, süchtig, abhängig und somit nicht mehr Herr seiner Sinne bzw. in der Lage sein Leben selbstbestimmt zu steuern.

    ICH hoffte, es wird besser, ich ließ mich beschwichtigen und ich wollte vieles nicht sehen. Also drehte ich mich im Kreis - denn er war und ist "krank" und hat keine Krankheitseinsicht.

    Du schreibst es so treffend "du erlebst selbiges Schauspiel immer wieder" Ich damals auch und deshalb drehte ich mich im Kreis; denn ich war unzufrieden mit der Situation und nicht er.

    Stress, Unzufriedenheit, Rache, verletztes Ego? So viele Dinge, liebe Melinia, die das von Dir beschriebene Verhalten auslösen können. Was ich mir bei manchen Menschen vorstellen kann ist dass deren Ego einen gehörigen Schlag abbekommt ist wenn der Partner geht, sein Leben ohne die Hilfe des Ex aufbaut und dann im Besten Fall noch zufrieden ist.

    Ich selber habe Aggression ohne Ende erlebt und musste die Polizei zu Hilfe rufen. Ich gehe in meinem Fall von mehreren Dingen aus.

    a) Hielt er es nicht für möglich, dass ich wirklich gehe
    b) ist dadurch auch das Umfeld bestätigt worden, denn das war schon länger klüger als ich
    c) muss er nun für sich selber sorgen und Verantwortung tragen
    d) wenn jemand sich für wichtig und unersetzbar hielt und dann nicht mehr gefragt wird oder "gebraucht" so wird evtl. das Selbstwertgefühl herabgesetzt.

    Terror pur erntete ich aus dieser Selbständigkeit - aber es ist sein Gift, welches er verspritzt und sich innerlich selber vergiftet.

    Ich wünsche Dir viel Kraft diesen Angriffen Deine innere Ruhe entgegen setzen zu können.

    LIeben Gruß von Dagmar

    Leider fällt mir das auch über die Jahre auf: auch, dass Agressionen und Wut während dieser Zeit extremer werden. Durch private und berufliche Kontakte zu Polizei und Feuerwehr weiß ich, dass in dieser Zeit die meiste häusliche Gewalt zu finden ist, die schlimmsten Gewalttaten und die meiste Unzufriedenheit.

    Mir geht es wie Dir: es ist für mich eine Zeit der Ruhe und Besinnung in mich selber. Ich genieße die Gerüche von gebackenen Plätzchen, Mandarinien oder Orangen und meinen Holzofen. Duftöl vermittelt noch wohlige Wärme. Meine Katzen liegen vor dem Ofen und ich muss jonglierend sehen wie ich an ihnen vorbei komme.

    Ich bin glücklich, dass mein neuer Job zum 7.1. beginnt, somit kann ich diese Tage im wohligen Heim verbringen und mich an meiner Rasselbande freuen. Einziger Wehmutspunkt: meine Mutter, 75 hatte einen stillen Herzinfarkt, ich habe Angst um sie und die werte Telekom hat dauerhafte Störungen bei ihrem Anschluss. Wenn jetzt etwas passieren sollte kann sie keine Hilfe holen. Ich wohne zu weit entfernt...

    Lieben Gruß und schöne Adventstage wünscht Dagmar

    Guten Morgen Ette,
    das ist verdammt hart (stelle ich mir vor) wenn alle diese Vorwärtschritte plötzlich unterbrochen werden durch den Rückwärtsgang. Das was Du schreibst, alles wiederholt sich und die Enge im eigenen Herzen zu spüren, war genau das, was mir zeigte was meine ungesunde Beziehung in mir bewirkt. Ich stelle es mir grausam vor zu spüren wie das Herz enger wird und der Verstand sich gleich real einschaltet und sagt "stop)p) das kennst Du". Klar kannst Du nun viel, viel besser damit umgehen und Dich schützen, aber ich bilde mir ein ein Schmerz ist da wenn einem einem Rückfall offensichtlich wird.

    Vielleicht, liebe Ette, kriegt er sich wieder und startet wieder neu durch. Du schreibst von trockenen Jahren. Ich würde hoffen, dass er diese nicht "vergessen" hat und einfach die Kraft hat zu sagen "neuer Start". Ich denke auch das hinfallen weniger das Problem ist als dann nicht wieder aufzustehen und liegen zu bleiben.

    Ja Ette, die Verteidigungsmechanismen werden leider wohl bei einem Fall auch gleich wieder aktiviert. Das ist ein Ding, mit dem ich noch immer Probleme habe einfach deshalb weil es so wünschenswert wäre über Missstimmungen zu reden ohne durch Vorwürfe versuchen das Thema zu verändern. Aber das scheint nicht allen Menschen zu gelingen.

    Wenn ich das bei Dir so lese mit den Vorwürfen des Partners, da fällt mir dann immer auf, dass ich selbstkritisch war und meine Fehler akzeptieren konnte und musste, das dieses Annehmen meiner schlechten Seite bei uns aber nur dazu führte, dass dieses Thema ausgeschlachtet wurde. Leider zog ich mir immer meine Minusseiten rein und als gutes Helferlein war das natürlich die Legitimation, dass das Gegenstück sich menschlich unfair verhielt.

    Ich denke genau diese Vorwürfe, diese Unterstellungen, treffen am meisten und es bedarf wirklich jahrelanger Arbeit an sich selber das neutral sehen zu können.

    Gut, dass Du Deinen Weg straigth weiter gegangen bist, räumlich getrennt lebst und auf Dich konzentriert sein kannst. Schlimm, was passiert, aber Du bist so gefestigt (denke ich) dass Du dennoch bei Dir bleiben kannst und Dich in und mit Dir wohl fühlst.

    Viel Kraft wünscht Dir
    Dagmar

    Hallo Ihr Lieben, hallo, liebe Crevette,
    da könnte Karotte Recht haben.

    Auch stelle ich fest, dass jeder Psychotherapeut anders arbeitet. Meine Psychotherapeutin fragt im Prinzip "nur" was los war und wie ich damit umgehe. Da gibt es nicht viel im Sinne von "in meinem Kern rühren oder aufwecken".

    Als ich sie damals fragte - das war das einzige Mal, dass eine Art "Tip" dabei war, welche Eselsbrücke ich mir gegen den Schmerz bauen könnte meinte Sie: "Ihre Zukunft, den mit ihm haben sie keine". Das aber war das einzige Thema, welches so überdeutlich im Raum stand.

    Ich bekam gesagt, dass mein Rufen der Polizei richtig und gut war - ich spürte Respekt von ihr für diese Handlung - weil es wichtig sei Grenzen zu setzen. Selbiges gilt übrigens auch für meine Arbeitssuche und das was zuvor am Arbeitsplatz lief. Ich denke zuweilen, dass wenn Therapeuten merken man hat selber seinen Weg werden sie einen auch auf diesem wandeln lassen. Egal nun, ob der Weg "richtig" ist oder aber eben einfach "verfahren" - oder vielleicht auch wirklich nicht die Art von Handlungsbedarf, die ein Therapeut geben kann.

    Ich denke, liebe Crevette, Du kommst mit Dir und Deinem Weg gut zu Rande. Das wichtigste ist ja dass man/frau mit sich selber gut zurecht kommt und sich annimmt. Und eben lernt Grenzen zu setzen (auch für den eigenen Schmerz),

    Crevette schreibt: Und heute mal n bisschen mehr, weil mich die dahinterliegende Problematik interessiert: wie wichtig man sich selber ist oder sich selber nimmt. Hab das heute im Job grad wieder einmal sensationell gut illustriert bekommen. Verflixt heikles Ding...."

    Dieses sich selber wichtig sein, abgrenzen und zu spüren was tut mir gut und was nicht. Worauf sollte ich mich lieber nicht einlassen, weil es ein anderer will, ich aber nicht so fühle ist wohl ein Lernweg. Leider weiß ich nun nicht, auf was unsere Crevette genau abzielte, somit muss ich ein bischen "rumeiern".

    Lieben Gruß von Dagmar
    aus einem verschneiten Hexenhaus