Beiträge von dagmar007

    Hoffnung - ein schmaler Pfad, der leicht brechen kann, aber auch einer, der hier und dort miteinander verbinden kann.

    Ich fände es schön, wenn die Hoffnung separiert werden könnte.

    Ich sehe die Hoffnung auf die Weiterführung einer Beziehung als etwas anderes als die Hoffnung, dass ein Suchtkranker "irgendwann" doch den Absprung bekommt.

    Für jeden Menschen würde ich hoffen, dass er den Absprung aus der Sucht schafft, denn jedes Menschenleben ist mehr wert als ein verflixtes Supermarktprodukt.

    Für mich selber würde ich niemals auf die Weiterführung der vergangenen Beziehung hoffen weil ich mir nicht vorstellen kann dass zwei so grundunterschiedliche Persönlichkeiten suchtfrei zueinander finden könn(t)en.

    Lassen wir die Hoffnung doch wirklich als letztes sterben, und sei es nur deshalb weil ein Leben (zumindest mal eins!) davon betroffen ist.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Genau das was Du schilderst, lieber Erdling kenne ich auch: das verbeissen in ein Problem und dabei sich zu verrennen. Dein Kollege hat es genau richtig gemacht: gesagt - heute nicht, es geht gerade nicht weiter. Ohne Wut zu entwickeln, ohne es erzwingen zu wollen sagte er sich wohl "morgen neuer Versuch".

    Eben dieses blinde suchen, arbeiten, hasten und dabei noch manches zu verdrehen war meine Spezialseite.

    Ich bin mir noch nicht sicher, lieber Erdling, ob das bei mir so gelingen wird es zu verinnerlichen. Aber ich merke über diesen "alten Herd" dass da so was in mir wohnt. Und ich musste über das letzte halbe Jahr für mich lernen, dass mein zwanghafter Weg mehr zerstörte als mir half.

    Der Horror kam obwohl ich gegen ihn arbeite - Wunder traten ein, obwohl ich nicht an diese Art von Wunder glaube. Alles also anders, als ich es hätte meine "herbeiführen" zu können. Natürlich kann ich auf meine Ziele zuarbeiten, muss das sogar um nicht ziellos zu sein. Nur würde ich mir für mich wünschen dann auch einfach zu sagen "schluss" jetzt finde ich die Lösung nicht.

    Mir war das total fremd, lieber Erdling, dass dieses Thema tatsächlich in der Psychologie behandelt wird bzw. als Lebensstil gelebt wird, denn eigentlich wirkte es auf mich etwas verrückt.... aber beruhigend....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Na, das ist ja cool Erdling. Da sind wir mir und meinem Thema sehr nahe. Zumal ich vor rund einem Jahr einen Burnout hatte. Ich hoffe mal, dass ich jetzt dabei bin für mich eine mir angemessene Geschwindigkeit zu finden, die nicht mehr vom Umfeld (Arbeitgeber ect.) diktiert wird.

    Ja, liebe Karotte, es ist wirklich ein Ritual und dieses Feuer hat etwas von Urgewalt oder Naturkraft, mir als Feuerzeichen dient das vielleicht einfach etwas zur Besinnung, ich kann es nicht genau erklären. Es war auch ein Zufall, dass mir das aufgefallen ist in den letzten Wochen.

    Als ich dann aber ausgesprochen hatte: mit dem anderen Ofen geht es schneller, aber ich will mit Holz das Wasser wärmen, da war es schon raus. Ich bin also Umstandskrämer geworden um für mich selber zur Ruhe zu kommen. Was ich nicht als negativ empfinde.

    Wobei die ersten Zeilen zum Thema, lieber Erdling, schon komisch waren - so quasi als Aussteiger und ganz anders als ich zuvor war. Sollte es mir tatsächlich gelingen mich nicht mehr hetzen zu lassen, was ich 47 Jahre lang tat???

    Na, dann bin ich einfach mal gespannt auf die Weiterentwicklung.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Auf diese Frage oder Thematik hat mich Ingrid heute nochmals vertieft gebracht, da ich gestern auch schon einen "eigenartigen" Aha-Effekt hatte.

    Ich selber bin die Ungeduld in Person, nicht in der Lage und mit der Geduld ausgestattet eine Bedienungsanleitung durch zu lesen, oder einfach den Dingen ihren Lauf zu lassen.

    Oder sagen wir besser, so war ich...

    Ich musste innerhalb der Suchtbeziehung begreifen dass ich keinesfalls alles im Griff habe oder kontrollieren kann. Ich musste begreifen, dass ich weder auf die Lieferzeit meiner Möbel Einfluß habe, noch auf das Ende meiner Trauer. Ich habe also akzeptiert dass es Dinge im Leben gibt, auf die ich NULL Einfluss habe.

    Nun habe ich im Haus einen ultramodernen Backofen - Heißluft, Cerankochfeld und alle Schnickeschnacke, die man sich vorstellen kann. Aber auch einen alten Beistellofen, der mit Holz warm wird. Ich liebe die Wärme von Holz, das Feuer und die Gemütlichkeit, die dadurch verbreitet werden, auch wenn es ewig dauert bis Teewassser fertig ist oder die Pizza endlich bei 200 Grad in den Ofen kann. Sollte das dann mal geschafft sein, dann kann ich noch arbeiten um die Temperatur zu halten ....

    Viel Aufwand, sehr zeitaufwendig und plötzlich bin ich in der Lage die Geduld aufzubringen. Der Magen knurrt und dennoch bin ich willens zu warten bis der Holzofen bereit ist und gehe nicht den schnellen Weg des modernen Ofens. Die Faszination des Holzofens und die Bereitschaft mich auf ihn einzulassen haben sich bei mir als Therapiemittel dargestellt. Mir ist aufgefallen, dass mit dem hantieren vom Feuer (was ja nicht immer so spielt, wie ich es gerne hätte) eine Veränderung mit mir passiert.

    Ich hatte auch im Haus zuvor Holzbeheizung - Holz ist also nichts neues. Aber der Umgang mit dem Holz und der Holzfeuerung, der wird nun von mir selber gesteuert, nebst dem Hacken von Spänchen, dem Stapeln des Holzes, des Einkaufs und des Schürens und allem was damit zusammenhängt.

    Hier nun bin ich selber verantwortlich, habe alles zur Hand und besorgt was ich benötige und gehe mit Liebe an die Sache, früher war es ein "muss"....

    Mein Therapiemittel ist also ein absolut unübliches.

    Wie sieht es bei Euch aus in Sachen Geduld, abwarten können, den Dingen ihren Lauf zu lassen? Seid Ihr eher Menschen, die etwas verzwingen wollen? Das würde mich übrigens aus der Sicht von stofflicher wie von nichtstofflicher Seite interessieren. Speziell deshalb, weil ich mir selber früher durch meine Ungeduld mein größter Feind war. Ich wollte partout etwas - egal was - erzwingen und habe mir dadurch mein Leben schwer gemacht und mich selber unter Druck gesetzt.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebes Tennishaserl,
    ich habe monatelang nicht weinen können. Als mein geliebter xxl starb durfte ich mir erlauben zu weinen, da fühlte ich mich so. Viele der Tränen werden auch für mein Leid geflossen sein, dafür dass ich so viel Trauer empfand, die ich nie gelebt habe.

    Aber es musste wohl ein anderer Anlaß sein, denn innerhalb der Beziehung hatte ich schon zuviel geweint, da war am Ende keine Tränenflüssigkeit mehr übrig.

    Ja, liebes Tennishaserl, es ist ein Weg der Schritt für Schritt geht, hier erkennt man/frau etwas, da begreift man/frau etwas. Da zieht man/frau Bilanz was man/frau will oder nicht will. Vom Kopf geht es dann erstmal langsam zu den Handlungen und kommt irgendwann im Herz an. Bis dann aber die richtige Loslösung erfolgt, ist das dann noch eine Portion Schritte, zumindest bei mir.

    Weißt Du Tennishaserl, es ist ja auch die einzige Chance wenn man/frau meint zu lieben die Verantwortung wieder jedem Partner selber zu übergeben. War irgendwann mal wirklich mehr als eine krankhafte Suchtbeziehung, dann kann daran gearbeitet werden. Bleibt aber einer der Partner stecken, dann passiert das, was bei nicht Suchkranken auch passieren kann: sie entwickeln sich in gegensätzliche Richtungen und trennen sich.

    Eigentlich ganz einfach ....
    wenn es für mich nicht so schwer wäre ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Stopppppppppppp
    Ich sehe das nicht als Rückschritt - ganz im Gegenteil!!!!

    Wenn Du jetzt weißt, dass Du Eintönigkeit nicht brauchen kannst, dann stellst Du sie ab (machst Du doch schon!) Wenn Du spürst, Du brauchst etwas "unruhigers" um Dich, dann kannst Du Dir das ja einverleiben. Eben vielleicht nicht unbedingt über einen Suchtkranken Partner ;)

    Als kleines Beispiel aus meinem verrückten Leben, welches wohl auch so gestrickt war: 8 Jahre war ich in einer für mich schädlichen Partnerschaft ständig mit Überraschungen konfrontiert. Stress pur - hoch und runter - aber nie Gleichklang.

    Zuviel für meine Nerven.
    Nun habe ich einen Nachbarn, der keinen Alkohol zu sich nimmt, ein zuverlässiger Freund ist, aber ebenso wie ein verrücktes Huhn gestern beispielsweise mit Hobbymaterial vor der Türe stand und sagte: "So nun wird historischer Weihnachtsschmuck gemacht, gegossen habe ich schon, wir müssen noch mit Fäden versorgen und polieren."

    Also schnell eine Pizza aus dem Gefrierschrank geholt, natürlich eine selbst gemachte und im Holzofen zubereitet. Mit Tee, der wohl 30 Minuten braucht, bis mal das Wasser kocht .... Sprich: mein Holzofen ist ebenso unberechenbar wie mein Nachbar. Beide tun mir aber gutes, schädeigen mich nicht und sorgen für "Abwechslung".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Ingrid,
    meiner Meinung nach hat nicht alles erkennen und nicht alle Muster etwas mit Rückfall zu tun. Sie müssen einfach nur in unser "normales" Leben integriert werden und für uns förderlich eingesetzt werden, oder?

    Guten Morgen liebe Ingrid,

    hihi
    merkst Du was ?

    längeren Nachdenken kam ich drauf, dass Gleichbleibendes mich tierisch nervt und langweilt. Ich brauche Abwechslung.

    Vielleicht, weil Du die von früher einfach gewöhnt warst, aus den etwas unruhigen Zeiten, in welcher Du oder ich in einer co-abhängigen, und somit unberechenbaren, Beziehung lebten?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Artep,
    alle Deine Fragen haben auch mich zu Boden geworfen und ganz schön klein gehalten.

    Ich für mich muss Deine Fragen anders "aufbröseln".

    Bevor mein Ex-Partner mich kannte hatte er schon mit dem Alkohol geflirtet und diesen als Freundin angenommen (lange Jahre lang ob als Medizin, Suchtmittel, nur missbräuchlich oder abhängig kann ich nicht sagen). In die Liebesbeziehung Expartner und Alkohol bin ich eingedrungen, so quasi als Seitensprung. Die "Liebe" und das "Brauchen" wurden aber bereits vom Alkohol als Sehnsuchtsstoff erfüllt.

    Der wunderbare, liebenswerte Mensch, von dem Du sprichst, den auch ich hatte, der war es so lange, wie ich ihm seine Freundin Alkohol gelassen hatte. Solange ich mich nicht einmischte in diese liebevolle Beziehung, die so sanft nach mehr und mehr verlangte.

    Du fragst, warum eine Familie blind sein kann. Da gibt es tausend Gründe:
    - was nicht sein darf kann nicht sein
    - das bischen Alkohol, die Freundin gönnt ihm einfach nichts
    - er hat gerade eben eine schwere Phase
    - in unserer Familie ist niemand abhängig
    --- hier könnten wir ohne Ende weiterschreiben

    Natürlich wäre es Liebe, dass der Partner einem nicht egal ist, aber dieser Partner von dem Du sprichst, der hat seine Liebe im Alkohol schon gefunden. Ich habe diese Liebelei gestört, wollte sie verhindern, war ein Störenfried.

    Diese Geschichte von "Gefühle nicht zeigen können" die habe ich bis zur Vergasung gehört und fand sie eins ums andere Mal schaler. Denn ich stelle in Frage, ob es überhaupt möglich ist bei, durch und mit Alkoholgenuß Gefühle zu spüren. Was ich nicht spüre, darüber kann ich auch nicht reden, davon mal abgesehen ist es unbequem in sich selber hineinzuhören. Es könnte schmerzlich werden.

    Diese rosarote Brille ist doch logisch. Für mich ist es verzeihbar, dass ich nicht gesehen habe wie tief die Abhängigkeit wirklich ist. Es gab keinen Grund mir zu zeigen, dass ich nur die Nr. 2 bin. Es gab aber genügend Gründe sich mit Nr. 1, dem Alkohol zu amüsieren, und es gab jede Menge Möglichkeiten: anfänglich in Gesellschaft, später alleine als Belohnung für "harte Arbeit", als Feierabendbier, als Formel-1-Startbier und und und

    Diese Brille kommt bei mir vermehrt gerade bei Gesprächen wieder ans Tageslicht (deshalb bei mir Kontaktabbruch). Schöne Worte, vielleicht sogar wirklich gedacht, aber im Reallife nicht umsetzbar weil Worte schwächer sind als Suchtdruck.

    Alle Deine Gefühle, Trauer, Sehnsucht kenne ich nur zu gut, sie haben mich fast gelähmt, einfach weil ich nicht verstehen konnte was sich von heute auf morgen zuspitze und ganz, ganz extrem, gewalttätig und asozial wurde. Schleichend, innerhalb von 8 Jahren fuhr der Zug "Alkoholiker" in meinen Bahnhof ein. Ich habe die rechtzeitige Abfahrt verpasst und bin in den falschen Zug eingestiegen....

    Mein alkoholkranker Expartner fährt in seinem Zug weiter, den er vor Jahren bestiegen hat wo sein Endbahnhof liegen wird lässt sich nur vermuten....

    Halt Dich wacker und versuche zu akzeptieren - so schwer das auch ist - Sucht ist nicht erklärbar. Die Verhaltensweisen daraus noch viel weniger....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, lieber Nachwuchsoptimist,
    auch ich als co möchte mal ein paar Zeilen schreiben, weil ich Deine Ausführungen interessant finde und hoffe, dass Du es weiterhin so mit Bravour schaffst Dich für DICH zu entscheiden!

    Vielleicht bist Du schon weiter in Sachen Erkenntnis, als es Dir selber klar ist? Vielleicht ist deshalb die Beziehung gerade schwer für Dich. Im co-Bereich wird oft geschrieben wie schwer es ist, wenn ein Alkoholiker trocken wird und sich selber findet. Dadurch muss eine Beziehung wohl neu geschaffen werden.

    Du bist auf diesem Wege, wenn Du willst, dann hältst Du ihn auch durch - die Kraft scheinst Du zu haben. Die Fragen in Bezug auf Deine Partnerschaft sind nur zu verständlich. Es scheint nämlich so zu sein, dass Du eine Entwicklung durchmachst, während Deine Partnerin dieser nicht folgen kann bzw. einfach andere Wertigkeiten hat.

    Du schreibst von Deiner Kippe. Ich finde es sehr schön, dass Dir das bewußt ist, dadurch behältst Du alles im Auge (wenn Du willst) ich finde es noch schöner, dass Du den Schritt gewagt hast in eine Trockenheit.

    Ich persönlich fände es schön, wenn Du weiterhin ein alkoholfreier Mensch bleiben würdest, der Gedanken, Gefühle, Hoffnungen und Fragen stellen kann. Ich fände es schön, wenn Du Dich nicht entscheiden würdest für eine Fremdsteuerung, die vielleicht irgendwann einmal alles menschliche aus Dir vertreiben könnte.

    Jeder Mensch ist wertvoll, es ist schade um jeden Menschen, der sich über, durch und mit dem Alkohol verliert!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Genau davor, liebe Ingrid, hätte ich Panik "dass es mich erwischt" so wie das bei Amy wohl der Fall ist. Genau ab dem Moment wo mich ein Mensch so faszinieren würde, da wüsste ich für mich (jetzt und heute) dass ich noch nicht in der Lage wäre ohne Suchtstrukturen zu leben. Ich selber habe meine alte Beziehung noch nicht verarbeitet, wenn also mit Anrufen ect. zu rechnen ist, so wäre es für ich nicht möglich neutral und ohne Vergangenheit mit dem neuen Partner auf einer Ebene zu sein. Gerade so, als wäre da noch etwas anderes im Weg. Da wo, quasi vorher der Alkohol war, hätte ich nun Angst in einer Beziehung eine noch nicht verwundene Beziehung einzubauen.

    Auf der anderen Seite bietet eine neue, gesunde, Beziehung natürlich auch Chancen. Zumal man/frau nicht zu sehr in alter Trauer gefangen bleibt.

    Auch ich finde es gut, wie die Therapeutin vorgeht. Meine hat ein anderes System, welches mich zuweilen verunsichert, weil da nämlich nichts kommt oder wenig. Aber ich denke mal, sie sieht ihre Aufgabe darin, dass ich meine Entscheidungen finde und sie wohl erst dann mal Fragen einwerfen würde, wenn es selbstschädigend für mich selber auslaufen sollte.

    Amy's Beispiel mit ihrer halbjährlichen (wenn ich es richtig in Erinnerung habe) Beziehung und ihr rangehen zeigt mir wie wichtig es ist frühzeitig Hilfe zu suchen und mit sich kritisch umzugehen. Denn ich stelle fest, Dir Amy, fällt das Abstand und Abschied nehmen leichter als mir.

    Einfach klasse Amy, dass Du DIch heraus bewegt hast aus dieser Spirale.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebes Tennishaserl,
    Familie und Freunde :) das ist ganz schön viel und toll. Ich habe es in meiner Trennungszeit bemerkt, wie wichtig dieser Halt sein kann. Vor allen Dingen hatte ich Angst vor diesem oder jenen, bei guten Freunden, von denen man/frau weiß, sie sind mit Rat und Tat zur Seite wird eine solche Belastung nur halb so schwer.

    Ist die Familie auch an der Seite, so gibt es die emotionale Unterstützung und das Gefühl "gerne gesehen zu sein". Somit schon als Mensch etwas wert zu sein, geliebt und geschätzt zu sein.

    Ich für mich empfand das als ganz große Starthilfe. Auch die Beruhigung die durch ehrliche Freunde ausgeübt wird. Diese Menschen sind neutraler und in der Lage etwas aus einer Abstandshaltung zu betrachten, was mir persönlich nicht immer gelingt.

    Es ist schon eigenartig etwas mitverfolgen zu müssen, können, dürfen, was einem früher mal ein Lebensbestandteil war und einen nun überhaupt nicht mehr interessieren darf. Aber das ist eben der Part "Verantwortung". Diese Kaltschnäutzigkeit, von der Du sprichst, ich denke, die ist zu einem gewissen Teil Logik, zu einem anderen tatsächlich der Punkt jeder ist selbstverantwortlich und vielleicht auch zu einem Teil Schutzmechanismus. Alles aber wohl Dinge, die wir eben derzeit benötigen.

    Halt Dich wacker,
    lieben Gruß von Dagmar

    Ja, lieber Erlon,
    bei mir war das der Reset-Knopf

    "Darf ich Dich in den Arm nehmen"
    "Nimmst Du mich in den Arm"

    Diese Spielchen haben bei mir einige Monate gewirkt. Natürlich zu meinem eigenen Nachteil - denn alles damit verbundene war einfach nur Unsinn.

    Klasse, dass Du separat wohnst, dann hast Du Deine eigene Rückzugszone und kannst wieder zur Ruhe kommen. Ich habe den Fehler für mich gemacht, da ich schon als Kind immer die Fehler bei mir suchte, mich auf die Schuldzuweisungen einzulassen. Dadurch habe ich meine reales Bild ziemlich verschwommen gesehen. Ich habe mir viele Schuhe angezogen, die zu klein oder zu groß waren, bis ich mal auf die Idee kam mir die passenden Schuhe zu kaufen.

    Die aber muss ich noch einlaufen.

    Lieben Gruß und weiterhin viel Kraft wünscht
    Dagmar

    Ich würde mal vermuten, liebes Tennishaserl, dass Du Dich genau richtig verhältst! Respekt!!!

    Gut das die Anwälte nach Deiner Sicherung sehen, seine Einsicht ist nicht da, dazu scheint er zu krank und noch zu wenig am Ende zu sein. Aber Du hast schmerzhaft sehen müssen, was noch alles hätte auf Dich zukommen können würdet Ihr noch zusammenleben. Dann nämlich wärst Du noch viel näher an den Geschehnissen dran.

    Deine Geschichte zu lesen macht mir wieder klar, wie schnell alles mögliche passieren kann und wie schnell man/frau überrollt werden kann durch die Sucht. Dein Mann hat ja eine Firma und muss Kunden besuchen. Nun, ohne Führerschein nicht ganz so einfach .... aber nun gut, er escheint es nicht erkennen zu wollen, dafür sind Deine Augen umso geschärfter. Klasse!!!

    Genau zum richtigen Zeitpunkt ist Dir der Absprung geglückt :)

    Die gedankliche Festigung braucht bei mir auch noch lange, aber ein Anfang ist getan :) Den Rest dürfen wir nicht aus den Augen verlieren und müssen daran arbeiten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Artep,
    ich kenne diese Trauer, die Du empfindest, weil ich in ebensolcher Situation war.

    Für mich habe ich begreifen müssen, dass es wohl das Beste war, auch wenn es weh tat ohne Ende. Ich wurde unbequem weil ich dem Trinken nicht mehr zusah und offen - nicht heimlich - meine Meinung sagte.

    Ich für mich muss es so sehen, dass ich hinderlich war, was den Alkoholgenuß betrifft. Ja, ich war ein Objekt, welches ausgetauscht wurde. Ein Objekt, welches seinen Sinn- und Zweck nicht mehr erfüllte. Ich denke schon, dass den "Liebesbekundungen" zum Zeitpunkt der Aussprache zu glauben war, allerdings "geliebt als Helferlein". Liebe als solches, Gefühl, Nachempfinden, Mitempfinden, Verantwortung dürfte in den Klauen der Sucht nicht mehr richtig möglich sein.

    Ach du, ich bin zwei Jahre jünger als du und ebenso naiv gewesen. Auch ich war verliebt und und und. Schau, viele Alkoholiker machen nicht sichtbar was mit ihnen los ist. Wie also soll Familie oder Freunde begreifen was los ist. Mir wurde auch immer gesagt "er hat nur drei Bier getrunken" Nun, das waren eben die sichtbaren.

    Weißt Du Artep, das loslassen gelingt mir auch noch nicht so richtig - und auch mich überholt zu weilen der eine oder andere sehr traurige Gedanken. Wenn ich aber ganz, ganz ehrlich bin, dann hat sich durch die Steigerung des Alkohols meine Lebensqualität verschlechtert und meine alltägliche Angst vergrößert. Mir ging es nicht gut, ich hatte Angst. Diese wollte ich auch im nichts in der Welt zurück!!!

    Aber der Mensch, den ich meinte zu lieben ist einer anderen Person gewichen und ich wurde ausgetauscht. Eigentlich ein passendes - wenn auch trauriges Spiel:
    er wurde anders
    ich wurde anders
    - als Paar passen wir nicht mehr.

    Ich wünsche dir ganz, ganz viel Kraft,

    lieben Gruß von Dagmar

    In mir bewegt sich etwas, aber ich kann es überhaupt nicht ein- oder zuordnen, zu unterschiedlich sind die Gefühle.

    Positiv zu vermerken: ich bin ein etwas ängstlicher Autofahrer. Ich habe immer ältere Autos und hatte auch schon Motorschaden ect. Also immer etwas Angst "wenn etwas passiert". Nunmehr bin ich wieder in einen Automobilclub eingetreten um dann zumindest zu wissen, "wo ich meine Panik ausleben kann" ;) Mit diesem Bewußtsein fällt mir das Autofahren viel leichter, auch über längere Strecken und ich scheine hier wieder bodeständiger zu werden.

    Gestern hatte ich ein Vorstellungsgespräch an einem Ort, an dem ich nie alleine sondern immer mit dem Expartner war. Es tat erst einmal sehr weh, es war einfach das Bewußtsein hier waren "wir" des öfteren. Zu diesem komischen Gefühl mischte sich dann aber eine Frage und "wie" waren wir hier???? Die Antwort war nicht so toll... Einkaufen, wenn irgendwie etwas zugekleistert werden sollte, wenn eine Wunde notdürftig verbunden werden sollte.....

    Ich fühle mich so ein bischen wie bei heftigem Seegang. Ich weiß gar nicht so recht, was be- oder verarbeiten kann oder will. Am allerliebsten würde ich alles vergessen was war - wie ein abgeschlossenes Kapitel - das aber gelingt mir (noch) nicht. Hin- und her gerissen zwischen dem Bewußtsein Dein Weg ist nun ein ganz anderer - in anderem Umfeld, mit für mich wertvollen Menschen und einer besseren Selbstversorgung.

    Dennoch noch gefangen in den Schuldzuweisungen, die an meine Adresse gerichtet waren oder sind. Verbunden auch hier mit dem Bewußtsein, dass es mir selber schon schwer genug fällt mich klar zu beleuchten und ohne Suchtmittel zu leben. Dieses Co-verhalten, diese Harmoniesucht, doch alles zu einem guten Ende zu bringen, diese "Machtlosigkeit" endlich ganz aufzunehmen über das Gefühl und nicht nur über den Kopf. Dieses Wissen, ich vergeude viel zu viel Zeit mit diesen so unnützen Gedanken und es dann doch zu tun :(

    Auf der einen Seite würde ich gerne einfach rauswachsen aus der Geschichte (wo mein Freundeskreis und der Haushalt durch Beschäftigung gehörig beitragen ;) auf der anderen Seite möchte ich eine Entwicklung leben, dass ich nicht wieder Muster aufbaue, die für mich gefährlich sind - besser gesagt, die vorhandenen abbauen.

    Vielleicht ist das der Moment, sich selber in Frage zu stellen?

    Ich spüre, dass mein Gesamtbefinden und die Optik - Kleidung - in eine konstantere beständigere, Dagmar-eigene, Richtung gehen. Ich spüre aber auch, dass da noch eine Wehmut ist, die in meinem Leben nichts mehr zu suchen hat. Bitte nicht falsch verstehen: keine Wehmut nach dem Partner, keine Wehmut nach Zweisamkeit - einfach ein Gefühl jetzt nicht einfach bei NULL anfangen zu können....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, lieber Deenoerder,
    Deine Geschichte ist alles andere als schön und belastend bis zum Siedepunkt.

    Für mich war die Lügerei ein furchtbares Problem. Vor allen Dingen erscheint es für mich jetzt so, als habe das in mir bewirkt dass ich meiner eigenen Wahrnehmung nicht mehr trauen konnte. So oft Lapalien oder Dinge, die gar keine Rolle spielten. Dieses "ich muss mal kurz weg" das sind Dinge, die mir im Nachhinein noch schlimmer aufstoßen als in der Situation selber, wo ich schon innerlich die Fäuste ballte. Wie lange hat es gedauert bis mir auffiel, dass die Frage "brauchen wir was vom einkaufen" keinesfalls dem Einkaufen diente sondern einfach dazu noch anderes als Sprit auf das Laufband der Kasse legen zu können. Dieses ständige in Zweifel ziehen ob Wahrheit oder nicht - dieses Wissen des nicht vertrauens, hat mich sehr schwer belastet.

    Was Du schreibst mit den Vorhaltungen und Schuldzuweisungen geht für mich in eine ähnliche Richtung. Klar, irgendwann war ich in der Lage zu begreifen dass diese Schuld beim anderen zu suchen reine Verteidigung ist. Bis dahin aber zog ich mir diese viel zu großen Schuhe an. Wie lange habe ich für mich gebraucht - und schaffe es noch immer nicht so ganz - zu begreifen: der Betreffende ist zu krank um sich seiner Beteiligung zu stellen.

    Trost, Rücksichtnahme und Rückhalt - also die volle Co-Erwartung, oder? Sei da für mich, schütze mich und trage meine Verantwortung. Was ich so traurig an Deiner Geschichte finde ist die Tatsache, dass eine Möglichkeit der Therapie ins Haus steht, aber scheinbar von ihrer Seite noch gar nicht realisiert wurde was wirklich läuft.

    Ich kann da nur versuchen an mich selber zu denken, da ich auch erst aufgewacht bin als ich Schaden genommen habe und das beim Suchtkranken auch hoffen. Aber es scheint so gut zu gelingen die Schuld auf andere zu verlagern um sich dadurch selber nicht betrachten zu müssen. Vielleicht auch Mechanismen, die ein Leben lang praktiziert wurden, die nicht einmal mehr bewußt sind.

    Weißt Du Deenoerder, oft habe ich mich gefragt, Therapie, Krankheitseinsicht oder was auch immer - aber welche Vorschädigungen wurden schon durch den Missbrauch am Hirn bewirkt, dass es überhaupt noch möglich ist (selbst mit dem Willen) alles das zu ändern und neu zu lernen?

    Es gab ein paar Punkte, da habe ich vorbehaltlos vertraut weil lt. Worten für uns beide selbe Moralvorstellungen galten. Ob das jemals der Fall war weiß ich nicht - denn nur durch den Alk werden die sich ja wohl kaum verändert haben.

    Ich für mich stelle in Frage, ob ich jemals wieder eine Beziehung führen kann, in der in Vertrauen - ebenso vorbehaltlos - geben kann. Davon abgesehen, dass Partnerschaft das letzte ist, was ich mir derzeit vorstellen könnte, habe ich derzeit das Gefühl dass ich dazu nicht einmal mehr in langer Zeit fähig sein werde.

    Da gibt es zum einen die Angst wieder in ein co-abhängiges Muster verstrickt zu werden und es ebenso wenig zu bemerken wie in der Vergangenheit und zum zweiten die noch lange nicht ver- und bearbeiteten Dinge, von denen ich nicht weiß ob ich in der Lage bin sie irgendwann "nur als Erfahrung" verbuchen zu können.

    Du gehst meines Erachtens klasse mit den Lügen um, es wirkt so, als würde bei Dir der Verstand arbeiten können, was bei mir lange nicht der Fall war. Ich wurde gefühlsmässig verletzt und war lange, eigentlich bis zum Ende der Beziehung, gar nicht in der Lage die Lügen zu erkennen. Wie kommst Du gefühlsmässig mit dem klar, was da gerade um Dich herum läuft? Wie kannst Du schlafen oder Dich einfach als Mensch fühlen wenn Du dieses schlimme Krankheitsbild immer sehen musst? Ich war da total von den Socken, weil ich einfach nicht glauben konnte was ich sah. Ich dachte wirklich lange Zeit ich bin einfach nur in einem schlechten Horrorfilm, das kann doch alles gar nicht wahr sein.

    Ich denke da sehr an Elocins Worte: "Jetzt komme ich gern nach Hause denn ich fühle mich dort wohl und alles ist so wie ich es möchte."
    Ich selber konnte nicht damit umgehen immer wieder neue Geschehnisse miterleben zu dürfen. Ich bin nicht flexibel genug um mich von einer Laune auf die andere einzustellen. Ich war auch nicht in der Lage mich abzugrenzen von den Dingen wie leere Flaschen rumstehen lassen, Geschirr nicht weg zu räumen, Wäsche über Wochen nicht einzuräumen ect. Obwohl das Dinge sind, die mich nichts angehen, weil jeder für sich selber zuständig ist, so machte es mich rasend. Darüber geredet habe ich nicht mehr, weil es keinen Sinn hatte, aber es hat mich belastet.

    Jetzt nunmehr kann ich nur mir selber auf die Füße treten wenn mir etwas im Weg rumliegt. Manchmal sehr, sehr ungewohnt. Ich frage mich nämlich auch, ob ich nicht oft bei dieser Schlamperei des Partners meine inneren Wutgefühle ausgelebt habe? Habe ich es vielleicht ebenso gemacht wie ein Suchtabhängiger? Andere dafür verantwortlich gemacht dass es mir nicht gut geht weil eben Unordnung und so???

    Ein heftiger Weg - wenn ich mir Deine Geschichte durchlese, dann finde ich sie sehr, sehr belastend. Ich wünsche Dir alle denkbare Kraft, dass Du für Dich so stark bleiben kannst und Deinen Weg gehen kannst.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Zukunftsmusik,
    sagen wir mal, ich will mir die Lizenz zum glücklichsein bzw. werden erarbeiten ;)

    Oh, ich denke es gibt kein "albern" wenn es darum geht, was einem Spaß macht. Ein Anfang oder eine Möglichkeit wäre auf dem Lande vielleicht einfach mal ein Bauernhof mit Reitmöglichkeit oder oder oder.... Einfach nicht aus den Augen verlieren und sich mal kundig machen.

    Ja, durch den Alltag, Beruf und alle anderen Aktionen verlernen wir es auf uns und in uns zu hören. Das, das, das erledigen und dann ist auch schon Zeit für die Falle um dem morgendlichen Arbeitstag stand zu halten. Da bleibt das Spiel aus, weil Bügeln, Spülen und einkaufen die Zeit zum Spielen belegt.

    Dennoch gibt es Möglichkeiten wieder zu versuchen es zu lernen. Ich stelle bei mir fest, seit ich mich wieder alleine versorge ist das Zeitverhältnis anders. Mein Dreck, meine Wäsche und mein Bügeln kann ich mir anders einteilen als es zuvor der Fall war. Meine Art für mich einzukaufen ist anders als wenn ich quasi jemanden anderen "betütteln" möchte.

    Das mit dem kraftlosen ist oft so, denke ich. Ich hatte einen kompletten Zusammenbruch, das war dann wohl mein Grund zu gehen, am Boden zusammengebrochen, gerade mal mit der Kraft aufzustehen - nicht aber zum laufen und vorwärtsbewegen. Diese Kraft muss ich für mich erst langsam wieder aufbauen. Sie ist noch lange nicht da. Aber es wird besser.

    Klasse, dass Du dich gestern so wacker halten konntest! Tragisch natürlich, dass eine Sucht die andere ersetzt. In dem Fall muss ich sagen, klasse, dass er noch so naiv war es Dir zu sagen. Denn gerade auf Drogen oder Medis kommt man schlecht, sprich sie zu bemerken.

    Ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Kraft. Wie wird es bei Dir weitergehen? Ihr lebt noch zusammen, aber mir ist entgangen ob Du ausziehen möchtest oder ob Du weiterhin diese WG am Leben halten möchtest?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Renate,
    solche Träume hatte ich in der letzten Trennungsphase, kurz vor dem Umzug.

    Anfänglich wurden mit Auto und Handy geklaut (Auto steht für Weiterentwicklung und Telefon für Kontakt/KOmmunikation) Nacht für Nacht selbiger Mist. Irgendwann einmal habe ich es dann selber wiederfinden können, was geklaut wurde, nach dem Umzug kam der Traum nicht wieder.

    Logisch: Mein Auto steht für meine Weiterentwicklung. Ist es geklaut, so bleibe ich stehen.

    Mein Handy steht für meine Kommunikationsfähigkeit, durch seine Abmeldung von Telefon/Internet war ich abgekapselt von der Außenwelt. Ich selber habe mich ebenfalls zurückgezogen gehabt.

    Liebe Renate, ich habe die Träume schon als Teenager zu meinen Freunden gemacht und mir durch sie Lösung mancher Fragen erbeten. Übrigens auch immer bekommen!

    Diese Träume mit Handy und Auto, die habe ich mir nicht gewünscht, aber sie gedeutet. Hab mal keine Angst, auch Deine Träume verschwinden.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Hoffnungsvoll,
    schön, dass Dein Partner in der Lage zu sein scheint offen über Gefühle oder Promille zu reden.

    Ich kenne leider keinen Alkoholiker dem das gelang. All jene, die ich kenne, die es geschafft haben, die sagten mir sie logen auf biegen und brechen. Schön, dass es bei Dir anders zu sein scheint.

    Dann wünsche ich Dir die Kraft, diesen körperlichen, seelischen, finanziellen Druck gut aushalten zu können. Vor allen Dingen wünsche ich Dir, dass Du Deine Stärke behältst, denn es scheint so, als wärst Du bereit für zwei Menschen die Kraft, die Stärke und die Verantwortung tragen zu können. Mir persönlich wurde das zuviel und ein Burnout war die Folge.

    Viel Kraft wünscht Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    auch mir warf sich die Frage auf, ob es vielleicht eine versehentliche Doppel-Anmeldung war, deshalb sehr, sehr ähnlicher Inhalt und selbige Hintergrundmeinung von zwei Personen.

    Entschuldigung
    Dies könnte, ohne böse Absicht zu unterstellen, eine ganze (möglicherweise zu rettende Beziehung/Familie) ins Unglück stürzen!

    Ich soll das nun also so verstehen, dass vielleicht, vielleicht, vielleicht im Sonderfall das weggehen eines Partners verhindert dass ein bereits kranker Mensch, der bereits krank ist und zwangsläufig andere in seinen Kreislauf einbezieht, vollends abstürzt und die Beziehung kaputt ist oder geht?
    Soll das nun eine Schuldzuweisung an den verlassenden Angehörigen sein??? Soll das der Hinweis sein, kämpfe um den Alkohol und sei gelassen wenn es nicht funktioniert?

    Ach ja:
    Hilfe suchende Partner saugen alle Ratschläge wie ein trockener Schwamm auf, sind zumeist sehr labil und beeinflussbar!

    Und jemand labiler soll die Kraft haben eine Beziehung zu beenden? Also mich hast es Kraft, Kraft, Kraft gekostet aus der Beziehung rauszugehen. Ich kenne keinen labilen Menschen, der in der Lage wäre durch "aufstachelei" eine Beziehung zu beenden um dann auch noch konsequent zu bleiben.

    Es geht ja wohl nicht darum, wer wann seinen persönlichen Tiefpunkt erreicht hat, sondern wer wann handelt.

    Ich verstehe das Statement so, dass der Alkohol angenommen wird und einfach ein Begleiter der Partnerschaft ist, egal was passiert, oder sagen wir mal "fast". Das ist für mich persönlich ein Schönfärbecharakter, der bringt weder mich noch einen Partner oder Freund der alkoholkrank ist weiter.

    Hat der "Kranke" sein Leben im Griff ist ja alles bestens, dann kommt er ja auch klar ohne Partner. Hat der/die "Kranke" das Leben nicht mehr im Griff, so muss er das ja auch erfahren. Wie denn ohne "Fallenlassen"? Durch Reden???

    Lieben Gruß von Dagmar,
    die sich gerne informieren lässt, aber ernsthafte Bedenken hat gegen den Gedanken des "Lebens mit Alkohol"