Beiträge von dagmar007

    Hey Crevette,

    der
    Aber eigentlich sind wir jetzt seit einiger Zeit wieder bei einem Thema, bei dem wir nix zu suchen haben, oder? Bei meinem Mann.
    war gut :) Top!

    Menschen betrachten, der er jetzt ist. Das klappt nicht. Wie soll das gehen? Das tu ich doch bei keinem Menschen. Das geht doch gar nicht - ausser in dem Moment, in dem ich einen Menschen ganz neu kennenlerne. Aber ab dann ist doch sofort mehr da, als nur die Momentaufnahme!

    Warum nicht?

    Mein mir eine Freundin oder ein Kumpel nicht gut tut, weil er/sie sich verändert hat, dann beschließe ich schon aus dem Moment heraus, dass dieser Mensch mir nicht gut tut. Das muss dann nicht für alle Zeiten sein, aber zumindest würde ich in einer Zeit, in der mir jemand nicht gut tut, diesen meiden.

    Menschen ändern sich, zuweilen in so gegensätzliche Richtungen, dass sie nichts mehr verbindet - bei objektiver Betrachtung ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Holz machen, Äpfel verarbeiten auf backende Art und Weise und einfrieren, Bewerbungen schreiben und nun gleich iiigiiit bügeln.

    Mir läuft gerade die Zeit davon. Mein Freundeskreis beschäftigt mich ziemlich, was mir fast zu viel ist, weil ich noch nicht ganz bei Kräften bin und zuweilen gerne alleine wäre. Aber ich denke, es tut dennoch gut, weil sich so kein Gefühl des "alleinseins" oder einer "Minderwertigkeit" oder des "nicht gewollt werdens" einstellt.

    Heute nacht war ich mit einem Bekannten unterwegs um sein neues Künstler-Atelier, Ausstellfläche in Miniformat anzusehen. Einfach nur süß, aber ruckzuck war es 0.00 Uhr und ich war einfach nur fertig.

    So nebenbei hat er mir einen großen Fernseher mitgebracht ich habe nur ein Minimodell, bei welchem die Augen schmerzen. Hat zwar am oberen Bildschirmrand eine Macke, wo ein wenig sichtbarer Strich läuft, aber besser als mein Mini.

    Dann hatte er eine Mikrowelle, die einfach nur laut sei. Nun gut, bisher hatte ich für Mikrowelle nichts übrig. Aber wenn er sie wegwirft, so könnte ich das auch - also testen ;)

    In diesem Sinne auf ein fröhliches Bügeln :)

    Dagmar

    Aha liebe Oktavian,

    Du schreibst:
    Das wäre zu unbequem für ihn. Oder er hat Angst oder sonst etwas, was er sowieso nicht zugibt und ganz will ich ihn nicht verlieren ....

    Durch solche Gedanken habe ich mich selber verloren und meinem damaligen Parner das aufwachen unmöglich gemacht. Genau dadurch war ich an seiner Seite, habe den Anschein gewahrt und wir waren ein sich ergänzendes Paar. Dass es ein Trio war (Sucht - nass oder trocken ist meiner Meinung nach egal) war so nicht sichtbar.

    Sein harter Weg beginnt ja erst jetzt - ob er es schafft wird sich zeigen - ob Du es schaffst, ihnen seinen Weg gehen zu lassen auch ... ich befürchte nämlich, wenn nicht (unwesenlicht ob der Weg in der Sucht und somit Sackgasse endet oder Genesung) gehst Du unter.

    Viel Kraft wünscht Dir Dagmar

    Holla, hupsala, aufgewacht - ----

    Liebe Zukunftsmusik,
    das Leben alleine kann ebenso schön sein, wie das zu zweit. Hey hallo, auch wenn wir Teenager-Spätlese sind, so können wir uns das Leben schön gestalten.

    Und dieses "nicht allein sein wollen" (oder können) ist meines Erachtens ganz, ganz, ganz gefährlich. Ab dem Moment muss nämlich der Partner eine ganz schwere Rolle übernehmen: denn Sinn Deines Lebens weil Du nicht alleine sein willst.

    Nicht, dass ich das Gefühl nicht kenne! Es ist schön sich anzukuscheln. Aber genau dieses schöne Gefühl hat mich in meine Situation gebracht und dazu mein Hirn auszuschalten.

    Mal ehrlich Zukunftsmusik, ich habe eine Hand voll guter Freunde, die sich gerade ganz viel Mühe geben mich beständig abzulenken. So, dass es mir fast zuviel wird und ich mit nichts mehr zu Rande komme wie Haushalt ect. Das ist der Beginn einer Ablenkung, die irgendwann zeigt es muss nicht "der" Partner sein, der den Lebensinhalt bietet.

    Ich habe gebacken, gekocht und das Haus dekoriert - für mich für ihn. Nur warum? Denn ihm war das egal, es interessierte ihn nicht? Und ich habe quasi den Wunsch gehabt dieses gemeinsam als schön zu leben! Na so ne gequirlte ...... ich habe dem armen Kerl abverlangt etwa schön zu finden, was ihm so egal ist wie der Sack Reis in China, der umfällt (nur von dem werden noch Menschen satt). Für mich muss ich es tun, für meine Freunde, die daran ebenfalls Spass empfinden. Weil ich es gerne mache muss ich es tun, und nicht um dafür Lob zu ernten oder Bestätigung.

    Mensch, ich verstehe Dich nur zu gut - aber auch die Gefahr, die dieser Wunsch mit sich bringt....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Gibt es noch mehr für Dich an Wünschen? Ernsthafte Frage, vielleicht kommst Du so anders ans Ziel.

    Tja Ihr Lieben,
    ich denke, da gilt "des Guten in Überfluss" ist auch zuviel.

    Eine Zigarette in Ehren, ein Getränk in Ehren, aber alles, was in Übermaßen genossen wird oder dazu dienen soll Entscheidungen aus dem Weg zu gehen, das ist einfach zu viel. Siehe Internetabhängigkeit.

    Ich habe lange Jahre sehr aktiv Horoskope erstellt, auch Blindhoroskope von Menschen, die ich nicht kannte. Irgendwann stand ein junger Mann vor der Türe, der mir tausende bot die Frau seiner Träume zu verhexen.

    Auf meine Frage, ob dieses Geld nicht besser untergebracht wäre mit Blumengrüßen und Einladungen zum Essen ein striktes nein. Fazit - er selber wollte oder konnte es nicht in die Hand nehmen und wollte diese Entscheidungen einer Hexe (die ich trotz schwarzen Katzen nicht bin) übergeben. Angst also vor Eigenverantwortung. Auch hier eine Gefahr von Horoskop oder Esoterik. Einfach zu sagen, ich übergebe die Verantwortung.

    Somit ebenso eine Sucht (im schlimmsten Fall) wie jede andere und eine, die ebenso teuer werden kann.

    Weißt Du, liebe Ingrid, ich sehe da noch viel weniger die Scharlatane, die sich selber verkaufen. Ich sehe viel mehr denjenigen, der Hilfe möchte, aber inaktiv bleiben will. Angebot und Nachfrage...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Was die Nachbarn denken, liebes Einweib :)
    Na, der hat im Suff den Schlüssel verloren und die Frau schläft zu fest :) Und ... sein Schlüssel oder??? Seine Nacht im Freien, sein Wille geschehe ...

    Er wartet, Du bist genervt, irgendwann spielt es sich wieder ein und die Gefahr des ewigen Teufelskreislaufes bleibt bestehen. Mir war es schon immer zu blöde zu diskutieren um die Möglichkeit von vermeintlichen Erklärungen zu liefern. Aber die Nächte waren versaut, die Tage richtete ich im Rhytmus nach den eventuell kommenden Geschehnissen - bloss nicht nach mir.

    In diesem Sinne,
    viele gute Entscheidungen wünscht Dir Dagmar

    Hallo, liebe Jule,
    ich denke bei allem schlimmen, sollte man die Kinder nicht unterschätzen. Ich habe es bei meiner Freundin erlebt, deren 13jährige Tochter vom Vater mal abgelehnt und mal geliebt wurde.

    Eine Zeit lang nutzte sie das aus. Irgendwann begriff sie, so mit 15 oder so, dass ihr Vater ihr nicht gut tut und eigentlich unzuverlässig ist. Wenn Du Ihr etwas anderes vorlebst, einfach den ganz normalen, nicht Co-Menschen, haben die Kiddies vielleicht doch eine Chance.

    Halt Dich wacker
    lieben Gruß von Dagmar

    Schönen guten Morgen liebe Crevette,
    Du schreibst:
    Das hat mein Mann einmal gesagt, auf die Frage, was er denn jetzt machen wolle, so mit seinem Leben und in Sachen Beziehung etc.: "Auf einem tieferen Niveau konsolidieren." Mit anderen Worten: seine Ansprüche runterschrauben! Die Ansprüche an sich, an sein Leben, an seine Beziehung, einfach alles. Und den Verlust kompensiert er mit Alkohol, dann geht die Rechnung ja unterm Strich auf.

    Nicht böse sein, aber für mich ergibt sich nach meinen Erfahrungen ein anderer Schuh:

    Damit der Alkohol bleiben kann wird das Niveau heruntergeschraubt! Denn der Alk führte ihn ja wohl zu seiner Sexlady? Somit war der Alk zuvor da und ihm wichtiger als das zuvor gelebte, normale Leben.

    Du sagst, schreibst:
    das war nicht immer so. Und wenn etwas nicht immer so war, dann kann es doch auch wieder anders werden.

    Weißt Du es mit Sicherheit was nicht immer wie war oder wie es sich entwickelt hat? Ich habe es nicht gesehen, vielleicht auch nicht sehen wollen. Es kann wieder anders werden, ja, mit einer unbändigen Kraft und Einsicht desjenigen, der mal anders war. Dann aber wird er wieder anders..... Vielleicht oder sicherlich nicht wie zuvor, denn irgendwas führte ihn ja zur Medizin Alk ....

    Na, na, na Crevette - Du darfst nicht davon ausgehen, dass Dein Mann sich bei Lügen ebenso schlecht fühlt wie Lilly sich damals. Er ist er und sie ist sie! Lass es mich gemein sagen, Lilly hat sich keinen käuflichen Liebhaber gesucht....

    Hm, und noch was:
    Und ich weiss, dass mein Mann früher auch so dachte, Ideale hatte, sich Mühe gab, nicht das Einfachere, sondern das Richtige zu tun.
    Das dachte ich auch. Mittleweile ziehe ich bei meinem Expartner in Erwägung dass er eben genau das als Ideale verkaufte, von dem er der Meinung war das Umfeld wolle es so hören. Ja, auch er wollte beweisen, dass richtige zu tun. Nun, was er jetzt - mit reduzierter Hemmschwelle - an den Tag legt scheint aber wohl doch eher dem inneren Kern und dem eigenen Willen zu entsprechen. Jetzt kann er sich nämlich - dank reduzierter Hemmschwelle - ausleben.

    Oh oh Crevette, nimm ihm mal den Heiligenschein ab, denn Du ihm aufsetzt. Betrachte ihn mal "nur" als Mensch, als der Mensch, der er jetzt ist....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Olive,
    Du schreibst von Deinen Ängsten um den Partner. Auch ich hatte diese Ängste, es passiert ihm gesundheitlich etwas oder Unfall, oder von ihm verursachter Personenschaden oder oder oder...

    Es war aber keinesfalls bei mir nur Angst um ihn on Board. Sondern auch darüber, wie ich dann mit dem von ihm gemietete Haus umgehe, wie ich einen Umzug schaffen soll (schaffte ich auch so wie sich nun gezeigt hat) und wie ich dann mit seiner Familie oder gar deren Vorwürfen umgehen würde. Alles also Denkweisen, die absolut weder gesund noch richtig waren.
    Liebe Olive, wenn ich mir Deine Zeilen und meine damaligen Gedanken so durchlese, dann stelle ich fest dass das ja eigentlich der Witz in Dosen ist, und nicht mal im Sonderangebot: ein Mensch übt selbstschädigendes Verhalten aus und ich mache mir Gedanken um ihn (und um meine Zukunft...) Ich persönlich habe viel zu lange zugesehen und mich selber belastet.

    Altbekannte Situationen (er ist nicht da) lösen Ängste (Mega-Absturz) aus. So wie es eben über Jahre lief, Automatismen, die wir wohl nur über den Kopf und das Bewußtsein abstellen können.

    Du sprichst von Mega-Absturz. Ich könnte mir vorstellen, dass die meisten Alkoholiker jede Menge Mega-Abstürze haben, bis es dann irgendwann einmal zum Supergau kommt. Das was für mich nicht vorstellbar ist und für mich schon ein Gau wäre, könnte den Alkoholiker vielleicht wieder kurzzeitig auf den Boden zurückbringen, die wichtigsten Probleme beseitigen um dann wieder in den üblichen Teufelskreis zurück zu fallen.

    Mich band damals die Angst um ihn (und meine persönliche Zukunft durch seine zu erwartenden Folgen) an ihn. Logisch oder? Er ist mein Suchtmittel, fehlt er, so muss ich ja auch einen Mega-Absturz haben, oder? Mensch, ich war abhängig von dieser Person und somit diejenige, die alle seine Folgen für sich als Rucksack mitschleppte, durch eigene Entscheidung, freiwillig.

    Auch mir fällt das loslassen schwer, auch mich beschäftigt das alles viel zu viel meiner wertvollen Zeit - co eben.....

    Ich wünsche Dir viel Power
    lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Crevette,
    ach gibt es da viel zu sagen :)

    Du hast recht, ich spreche auch Personen, die mir am Herzen liegen an auf Dinge wie zu schnelles fahren oder Alk. Aber nur einmal! Allerdings wird es weder den einen noch den anderen interessieren, befürchte ich.

    Dein Ansatz in Sachen Lügen und betrügen ist gut, aber ich befürchte, ich muss da etwas anderes annehmen, was mir für mich nicht leicht fällt, aber eher zum Thema Sucht zu passen scheint.

    Ein Süchtiger (Co oder Alkoholiker) sucht im anderen eine Stütze, Ergänzung, Deckmantel oder was auch immer. So lange diese Dinge gegeben sind, solange sind Liebesschwüre wohl öfters mal an der Tagesordnung und kein aggressives Verhalten oder absonderliches gegenüber dem Helferlein zu finden. Denn das Helferlein wird ja benötigt.

    Wenn aber das Helferlein seine Rolle aufkündigt und nicht mehr alles hinnimmt, dann wird es ein Störerlein. Und was macht man mit Störenfrieden? Man jagt sie zum Teufel! Schön - so wäre das jetzt in gesunden Beziehungen, dass man/frau trauert und sich dann wieder normalisiert und evtl. eine neue Partnerschaft beginnt. Im Regelfall wohl aber nicht nahtlos.

    Ein Süchtiger - ob Co oder Alkoholiker - könnte sich ganz schnell einsam und verlassen fühlen. Er/sie könnte ganz schnell (nahtlos!!!) ganz schnell bemüht sein eben jenen Ersatz zu finden, der das zuvor gelebte Leben in Ruhe weiterhin ermöglicht. Mit Dir, Crevette, mit mir oder auch mit jeder anderen x-beliebigen Person, die Hilfe leistet und unterstützt.

    Warum wohl, liebe Crevette, laufen hier derzeit so viele Geschichten von so vielen Frauen ähnlich? Ab dem Moment, wo der Partner mit dem Alkohol konfrontiert wird ist Ersatz da.

    So, natürlich hängt das mit dem Alkohol zusammen, aber viel tiefer, für mich viel schwerer zu verarbeiten ist die Tatsache, dass ich wohl von Anfang an Mittel zum Zweck war. Wäre es nämlich anders gewesen und tatsächlich "Liebe" "Zuneigung" oder was auch immer da gewesen, dann hätte der Partner sich zumindest Gedanken gemacht und wäre nicht einfach in eine neue Beziehung gelaufen.

    Betrügen ? Charakterschwäche ? Nun, ich durfte mir sagen lassen, es läuft ja nichts im Bett. Nun, meine Antwort, dass ich nicht gerne mit Bierflaschen schmuse war nicht unbedingt der gewünschte Effekt bzw. die gewünschte Antwort. Wäre Zuneigung da, dann müsste jetzt etwas passieren ... zumindest ein Nachdenken ....

    Der einfachere Weg ist was neues zu suchen und auf zwei Hochzeiten zu tanzen um für alle Eventualitäten noch einen Ersatzplatz zu haben, oder?

    Crevette, ich hätte auch meinem Ex das aus vielen Gründen nicht zugetraut. Aber es geschah!!! Die Erotik wurde eine andere, eine Machtspiel-ähnliche, das war alles schon lange nicht mehr das, was ich als liebevoll empfand. Crevette, ich befürchte, ich für mich muss nicht sagen durch den Alkohol ist es gekommen sondern:
    Dieser Mensch hat Probleme mit sich selber, hat dazu den Alkohol als Heilmittel verwendet, dieser hat nun aber versagt und noch mehr Probleme gemacht. Liebe Crevette, diese Flucht vor Problemen, dieses lügen, war das nicht vielleicht schon vor dem Alk da? Und ist das nicht vielleicht durch den Alk jetzt genau die Person, die sich so lebt, wie es ihr (derzeit!) am liebsten und einfachsten erscheint????

    Ich weiß irgendwie nicht so ganz, wie es möglich sein soll, dass jemand der unter Dauerstrom steht diese Gefühle (die wir gerne bekommen würden) leben soll ...

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Vivien,
    ich bezeichne mich als harmoniesüchtig und für mich war es ein zusammenbrechen meiner Welt im Krieg zu gehen und meinem Ex die Polizei auf den Hals zu jagen.

    Ich habe lernen müssen, dass ich nur Wut und Agression ernten kann und das der Zustand meines Expartners ihm nur noch Wut erlaubt. Nun gut, dadurch vergiftet er sich selber - nur ich will mir dieses Gift (wenn ich es schaffe) nicht mehr geben lassen.

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dir
    Dagmar

    Hallo Ihr Lieben,
    da würde ich mich gerne Lilly anschließen. Speziell lösen auch die Worte "ich brauche Dich" so ganz komische Emotionen in mir wach: auf der einen Seite viel zu viel Belastung für den Partner, der gebraucht wird und auf der anderen Seite ebenfalls eine Machtzuweisung im Sinne von "Du kannst mit mir machen was Du willst weil ich Dich brauche". Das öffnet Tür und Tor für Grenzverletzungen. Denn ich denke, jeder Mensch testet aus, wie weit er/sie gehen kann. Und führe nicht in Versuchung ....

    So sehe ich das auch mit dem "ich will nur Dich", damit zeige ich ja dass es nicht einmal nötig ist mit mir kooperativ eine gleichberechtigte Partnerschaft zu führen. Warum auch? "Ich will nur Dich" ist ja absolut und uneingeschränkt.

    Na ja, und wenn wir das noch auf Süchtige übertragen, dann bingo: Somit kann der Kranke sich alles erlauben, weil nur er gewollt ist und man/frau ihn braucht. Wie soll derjenige nun oder nur erkennen, dass er nichts mehr im Griff hat, wenn er doch die Partnerin so genial im Griff hat und sie kontrollieren kann.

    Dieser Punkt, wenn auch unter anderen Ansagen, ist mir bei mir aufgefallen. Durch Wut/Trotz/Angst war ich im Griff des anderen. Dadurch gewann dieser andere Stärke und das Gefühl der Macht über mich. Wer Macht über mich hat, der hat zumindest noch etwas unter Kontrolle.

    Geändert hat sich das durch rigerose Kontaktsperre und einen polizeilichen Einsatz, der Grenzen gezeigt hat. Ob diese Grenzen bestehen bleiben wird sich zeigen. Wenn nicht, dann ist eben meine Konsequenz und der Besuch der Jungs in Grün gefragt. Um eben zu zeigen: ich brauche mich und meine Gesundheit und ich will mein schönes, zufriedenes Leben....

    Ach Artep, Du bist genauso in Deinen Gedanken verfangen wie ich: ist er denn jetzt Alkoholiker oder nicht? Du fragst Dich ebenso wenig wie ich "Tut er mir gut?" Denn das wäre die Frage, die für uns wichtig sein sollte.

    Ich drücke Dir die Daumen für das Gespräch, dennoch befürchte ich, auch hier wird es Dir ähnlich gehen wie vielen von uns: Hoffnungen auf Grund schöner Worte, mangelnde Taten und ein Abstürzen nachdem wir merken es ändert sich nichts....

    Viel Glück wünscht dir Dagmar

    Guten Morgen, liebe Crevette,
    na, hm, überleg, hm, irgendwie würde ich es gerne so sehen wie Du, was mir aber nicht gelingt. Du sagst, Betrug und Trennung ist durch den Alkohol (zumindest mit) herbeigeführt worden.

    Ich weiß nicht, ich wäre froh, könnte ich das so sehen. Denn das was ich nicht verstehe ist der Betrug und das heimliche Aussteigen aus der Beziehung und das Anlegen der Co-Partner als gute Planung.

    Den Alkohol und seine Begleiterscheinungen in Form von extremen Verhalten kann ich der Krankheit zuordnen und für mich sagen, gut, dass ist die Entwicklung, ein Prozess, der bei manchen Menschen so läuft.

    Ich sehe im Betrug und darin, kein sauberes Ende zu finden und Probleme nicht lösen zu wollen einen persönlichen Grundzug des Menschen. Der sicherlich durch den Alk verstärkt wird, der aber dennoch ein Grundzug ist. Vielleicht sogar die persönliche Lebensweise, die zum Alkohol geführt hat.

    Hm Crevette, in Bezug "Freunde" habe ich es für mich anders gesehen. Ich denke, der Abhängige kann auch jeden Scheiß machen, es ist nämlich seine Verantwortung. Warum sollen "Freunde" sich da einmischen. Ich denke kaum, dass sich jemand der schon unter bewußtseinsverändernden Mitteln steht, sich beeinflussen lässt.

    Ein Bekannter von uns sagte einmal zu mir: seit wann ist der denn so drauf ect. Gegenfrage von mir: Hast Du ihn schon mal drauf angesprochen? Seine logische Antwort: Nein, ich weiß wie das endet, mein Schwiegervater starb auch als Säufer, was soll ich da reden wenn er es selber nicht sehen will.
    Stimmt doch oder? Richtige Freundschaften gab es da so und so nicht, es waren Zweckgemeinschaften.

    In meinen Freundschaften sieht das etwas anders aus: da kommt Kritik, da muss ich mir dann schon überlegen, ob das was ich veranstalte richtig ist. Denn ich schätze meine Freunde und weiß, dass Gedankenanstöße und Offenheit schon immer die Grundlage dieser Freundschaften war. Aber es sind Freundschaften und keine Zweckgemeinschaften. In Freundschaften liegt einem am Wohl des anderen in Zweckgemeinschaften kann man unkritisch sein.

    So, liebe Crevette, dann bin ich mal gespannt, wie Deine Aufarbeitung läuft und was ich selber daraus auch noch lernen kann.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Renate,
    ich persönlich muss von mir sagen, ich habe eben immer in Erinnerung an schöne Tage gesagt "eigentlich..."

    Gestern sagte eine ehemalige Nachbarin zu mir: "Nur Du hast ihn anders erlebt weil er Dich brauchte". Uns und den anderen Ortsbewohnern war er schon immer aggressiv gegenüber.

    Na klar, wusste ich doch, aber ich war ja immer der Meinung, das ist nur dem oder jenem gegenüber, denn mir gegenüber war das ja nie der Fall.

    Betonung liegt auf w a r . Es ist nunmal so, dass es Menschen gibt, die gezwungen sind berechnend ihr Leben zu führen. Lassen wir einfach dahin gestellt sein warum, denn es tut nichts mehr mich zur Sache. Das ist nicht das was ich will und bereit und in der Lage zu geben, aus - basta.

    Schau, gestern morgen holte mich die Zeitungsausträgerin um 6.00 Uhr zum Kaffee aus dem Bett :) Ich mit meinem Morgengesicht und dem Struwelpeter im Gesicht, sagt sie doch ganz cool zu mir: "Du siehst gut aus (nicht den Wuschelkopf, nein, den meine ich nicht, ergänzte sie) aber Deine Haut ist ganz anders.

    Ja, ich kann wieder gehen, meine jahrelangen Hüftprobleme sind vorbei. So wie Dein Sohn feststellt, dass Du gut aussiehst und auf Tour gehen könntest. Es fällt Belastung ab und das macht sich am Körper bemerkbar. Trauer und Verarbeitung ist ein paar Stiefel. Die Gesundheit ein anderes Paar. Und letztere habe ich mir kaputt geritten. Ich habe nicht gedacht und geschaltet, aber der Körper hat reagiert. Was ich übrigens auch mit Bravour übersehen habe.

    Liebe Renate, mach Dir einen schnuckeligen Abend mit Kuscheldecke vor Buch oder Fernseher und lass es Dir einfach gut gehen !

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Alixx,
    ich denke, Du solltest versuchen es nicht als persönlichen Angriff zu sehen sondern als Hinweise etwas zu überdenken. In wie weit du übereinstimmst oder nicht ist dann Dein Gedankengang. Aber ich bin mir sicher, es will Dich niemand verletzen sondern "Dir auf die Sprünge helfen" Schau Alixx, es geht manchmal wirklich um unser Leben. Harte Worte treffen, sollen aber aufwecken, so glaube ich!

    Es gibt zuweilen Aussagen, die bekomme ich repräsentiert, mit denen kann und will ich mich nicht anfreunden weil diese einfach aus einer unterschiedlichen gegenseitigen Betrachtungseise kommen. Zuweilen möchte ich thematisch eine ganz andere Antwort, als sie mir gegeben wird. Sprich ich wollte nichts über meinen Bezug zum Ex hören sondern etwas ohne Bezug zu mir, das kommt aber innerhalb der schreibenden Form zuweilen nicht rüber.
    Das Medium Internet und schreiben ist schwerer als sich gegenüber zu sitzen. Aber ich lasse dann die Aussagen stehen, kann sie für mich überdenken und für mich als richtig oder falsch einstufen.

    Es ist Deine Entscheidung - Opferrolle - Umgangsform oder was auch immer. Wohl kann ich Dich verstehen, dennoch musst Du für Dich überdenken, ob Du dich nicht selber einer Möglichkeit beraubst....

    Ich kann Dich gut verstehen, dass will ich nicht in Frage stellen, weil gerade die Verletzlichkeit in diesem Thema auch bei mir groß ist. Aber genau da merke ich für mich wenn ich verletzt werde oder mich so fühle, das ich leider, leider, leider genau in dem Punkt an mir arbeiten muss. Ich für mich muss leider bekennen, wenn ich verletzt bin, dann hat der andere zumindest eine Nervenfaser erwischt, die bei mir noch krank ist.

    Halt Dich wacker liebe Alixx und geh Deinen Weg, pass vor allen Dingen auf dich auf!!!!

    lieben Gruß von Dagmar

    Na Crevette,
    das ist doch schon mal ein Weg, wo eine neutrale Person Dir Face to Face den einen oder anderen Tip der Selbstbetrachtung geben kann.

    Sag mal, aber ehrlich, liebe Crevette, die Freunde, die zu Deinem Mann halten, fehlen sie Dir wirklich? Ich für mich habe die Erfahrung sammeln dürfen, dass die Leute, die ich mochte und mit denen mich ehrliche Freundschaft verband meine Freunde waren und blieben während die Menschen, die auf seinem Level und seinen Lebensweisen "standen" eher bei ihm blieben. Da ich - wie vermutlich Du - Betrüger nicht mag, ist das für mich kein Verlust. Oder wie siehst Du das??

    Genau das Crevette : Betrug und Alk sind zwei paar Stiefen. In den Alk kann jeder Mensch reinrutschen, er ist eine Krankheit.

    Betrug hat etwas mit Moral und Charakter zu tun, egal ob unter oder mit Alk oder ohne. Probleme in Partnerschaften müssen bearbeitet werden - dann kann man/frau sich trennen, aber dann hat alles ein sauberes Ende. Betrug ist Feigheit - und die Möglichkeit, sich alle Türen offen zu halten.

    Bei mir übernahm es die Kasse durch Überweisung vom Hausarzt, da war aber wichtig, dass es eine Psychotherapeutin ist also mit med. Ausbildung.

    Toi toi toi
    ich bin mal gespannt, was da weiter rauskommt!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hm, tolle Frage: ich kann sagen ich habe für mich den Kontakt abgebrochen, aber ich habe keine Kinder.

    Sag mal, jetzt vielleicht eine dumme Frage, aber muss er tatsächlich auf die Kinder "losgelassen" werden? Wenn er Dich schon beschimpft, dann werden Deine Kinder doch garantiert von ihm aufgestachelt.... denke ich halt mal.....

    Ich hatte neben der "normalen" Kommunikation noch ein ganz anderes Problem. Ich habe keinen Bock mich mit jemandem alkoholisierten zu unterhalten, weil da evtl. ncihts hängen bleibt oder vergessen wird (von der Wut schweigen wir mal ganz). Mir war es aber zu mühselig mir zu überlegen oder zu riechen wann denn vielleicht die Situation zum nüchternen Reden da gewesen wäre.

    Was sagen Rechtsanwalt bzw. Verfahrenspflegerin? Gibt es da Ansätze dass alles - wenigstens jetzt in der Umstellungsphase - irgendwie so zu regeln, dass sich der Kontakt für Dich reduziert?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Butterblume,

    ich würde mal sagen ein Nicht-Co macht das klügste was er/sie kann: Land gewinnen.

    Nur wer so krank ist wie ich bleibt in Bezug zu einem Menschen, der mich selber krank macht und ins Unheil stürzen kann.

    Mir ist klar, dass man/frau sein Leben lang Eltern bleibt und das es nichts schlimmeres gibt als zu sehen wie das eigene Kinde sich verliert. Nur: Du kannst ihm nicht helfen sich wieder zu finden. Er hat sich verloren oder aufgegeben - und auch nur er kann wieder zu sich, seinen Wünschen oder seiner Persönlichkeit zurück finden (wollen).

    Traurig aber wahr....

    Du, ich habe auch weder volle noch leere Flaschen weggestellt, weder Alk gekauft noch entsorgt, weder ausgeschüttet noch aufgefüllt - aber es hat mich abgestoßen! Als Nicht-Co wäre ich wohl einfach gegangen.

    Als braver abhängiger Co hatte ich eben Hoffnung, Hoffnung, Hoffnung .... und wenn sie nicht gestorben ist die Hoffnung von anderen, dann hoffen diese noch weiter ..... ich nicht mehr....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, liebe Jule, ich glaube, wenn ich so einschlafen könnte wie er, dann ist es das kleine Glück im Tod. Wenn ich morgens und abends an seinem Grab vorbei gehe, so denke ich an ihn und schicke ein paar Gedanken an ihn. Er fehlt mir. Aber ich weiß, dass es das einzig richtige war. Und ich weiß, dass er Glück kennenlernen durfte. Viele Tiere oder Menschen haben dieses "Glück" nicht.

    Gemütlich ist es, zu meinem Glück fehlt wohl noch etwas, aber ich bastle daran :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo Almacya,
    ich für mich habe SMS und Telefon ignoriert, auch schon zu der Zeit, als ich noch mit ihm zusammen wohnte.

    Ich selber hatte keine Lust auf Lügen oder Stories, durch und mit denen versucht wird sich zu rechtfertigen. Jeglicher Kontakt brachte mich ins Grübeln und tat mir nicht gut. Jede Reaktion zeigt dem anderen dass "noch etwas da ist".

    Es war schon schlimm für mich selber zu wissen dass ich das alles nicht verarbeitet habe, aber mich dadurch noch angreifbarer zu machen und mich quasi selber "zum Fraß vorwerfen", das wollte ich dann doch nicht.

    So, so, es geht ihm schlecht ;) Woran das wohl liegen mag? War der letzte Drink schlecht ;) Entschuldige den Sarkasmus, aber wenn es Dir oder mir schlecht geht, dann müssen Du oder ich doch auch damit klar kommen oder? Haben wir Kopfweh, müssen wir eine Tablette nehmen, ins Bett oder oder oder .... aber wir selber müssen das entsprechende "Haus-"mittelchen anwenden.

    Lieben Gruß und viel "Gegenwind" von Deiner Seite wünscht

    Dagmar