Beiträge von dagmar007

    Das mit der Veranstaltung des Preisskats ist ein sehr gutes Beispiel. Vor allen Dingen zeigt es - in diesem Fall - dass es am Ende nur Gewinner gibt.

    Ich selber sehe es mittlerweile so, dass jeder Verlierer ein Gewinner und jeder (geglaubte) Gewinner ein Verlierer sein kann. Verloren/Gewonnen im ersten Moment - auf lange Sicht eventuell sieht das anders aus. Weg aus dem Schwarz/Weiß-Denken sondern Dinge geschehen lassen, sich damit arangieren um dann in die gewünschte Zielrichtung zu arbeiten! Ohne brachiale Gewalt - ohne Druck - mit eigener Geschwindigkeit.

    Für mich selber war der Grundsatz mit der Frage entscheidend: was will ich für mich und was bin ich nicht bereit zu leben?!

    Dann kam die Suche nach einem neuen Domiziel - meinem neuen Heim, gestaltet nach meinen kleinen finanziellen Möglichkeiten und Wünschen.

    Belohnen - backen - kochen - dekorieren - gestalten - Unkraut hacken - Holz holen - Asche entleeren (zwar kein Sport, aber körperliche Aktionen)

    Helle Farben (auch wenn ich mich grau fühle, so stecken mich die Farben an) und meine Lieblingsdüfte, damit mein Kummer verduftet :)

    Mich über jeden Menschen freuen, den ich neu kennenlerne. Meinen Optiker, den netten Schornsteinfeger von heute morgen oder den netten Nachbarn, der mir beim Schrank-Aufbau geholfen hat und dem ich jetzt zeige wie er seine Homepage selber basteln kann.

    Bei mir persönlich war neben dem direkten persönlichen Kontaktabbruch ebenfalls wichtig das einzige gemeinsame Kontaktpersönchen zu meiden, da hier eine Triangelkommunikation aufgebaut wurde, die mir nicht gut tat.

    Zeit Zeit Zeit denn nur sie heilt Wunden bzw. lässt langsam die Kräfte und Neutralität zurück kommen. Nein Ladies :) das heisst keinesfalls abwarten und verharren, es bedeutet für mich sich selber die Zeit zu geben mit der geänderten Situation klar zu kommen und sich in ihr wohl zu fühlen.

    In meinem persönlichen Fall war noch wichtig realistisch alle Hilfsmöglichkeiten überdenken.

    Selbsthilfegruppe gibt es in der Nähe keine
    aber Psychotherapeutin
    Rechtsanwalt/Polizei sind zuweilen Gesprächspartner, die objektiv in Gewaltsituationen gute Ansprechpartner sind. Vertuschen ist ebenso wenig angesagt wie mein persönliches Gefühl "so etwas hat nicht zu sein, dass man/frau dem anderen die Polizei auf den Hals hetzt". Da, wo Grenzen verletzt oder strafbare Handlungen vorliegen ist es für das eigene Ego in meinem Fall wichtig gewesen diese Grenzen durch neutrale Institutionen vertreten zu wissen.

    In diesem Sinne
    Dagmar

    Weißt Du liebe Vergissmeinicht, ich habe die Erfahrung sammeln müssen, dass manche sensibilisiert werden und vielleicht durch solche Gespräche einen "Sprung" machen können, während andere sich dann gegenseitig beruhigen im Sinne von "das gilt nur für andere, nicht für uns".

    Dadurch, dass mir mein Führerschein teuer und wert ist trinke ich nichts, auch nicht dann, wenn ich könnte. Somit bin ich natürlich schon mal "out of" wenn es um solche Gespräche geht. Sprich "weil Du nichts trinkst gönnst Du anderen nichts, die paar Bier am Abend" (Ich spreche nicht aus Partnerschaften!!!!!!!) Der Alk ist einfach salonfein und somit wächst oft ein Kind schon auf mit dem "üblichen" Anstoßen von Sekt auf frohe Ereignisse, mit dem Feierabendbierchen oder dem Schlummertrunk. Das sehen Kinder aus dem Elternhaus und übernehmen es im schlechtesten Fall.

    Gerade das, was ich bei Kiddies in meinem ehemaligen Kaff erlebt habe ist zum heulen und legt schon eine Basis fest, die alles andere als "kindgerecht" ist.

    Lieben Gruß von Dagmar die hofft, dass viel hängengeblieben ist bei denjenigen, die Dir zuhören durften.

    Danke für die guten Wünsche, es muss sich nun erstmal zeigen, ob diese Aussagen auch wirklich den Tatsachen entsprechen, denn ich habe da schon eine Menge erlebt ;) Wenn nicht, Pech gehabt - wenn doch: schön. Ich denke mal, irgendwann mal Ende November wird "man" sich sehen und versuchen die Details zu besprechen.

    Ich habe wohl noch einiges am Laufen, aber als Teenagerspätlese in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation ist es nicht so ganz "easy" - wenn auch noch lange nicht aussichtslos.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach verflixt, ich für mich musste erst einmal wieder lernen Zeit zu haben für meine Interessen, die ich gott sei Dank schon immer hatte. Ich durfte erst einmal wieder erfahren wie es ist ins Bett zu gehen wann ich will und wann ich aufstehen will und das nicht mehr von äußeren Geschehnissen abhängig machen.

    Es dauert seine Zeit, bis das Bewußtsein da ist oder umgesetzt werden kann. Gerade was Interessen betrifft, so finde ich diese am Besten wenn ich frei und relaxt bin. Somit hast Du noch viel Zeit vor Dir wo Dir vieles einfallen wird, was Dich interessieren wird - und auf Dauer vielleicht sogar faszinieren.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich muss Dir leider verdammt recht geben, liebe Corby, auch die Tiere merken - speziell sogar - sehr dass etwas nicht stimmt. Ich habe das in Bezug auf Alk und auf härtere Drogen erlebt. Die Tiere mochten die Menschen wenn sie klar waren, war ein Suchtmittel konsumiert, konnte die liebste Katze fauchen.

    Bei meinen Tieren ging es später soweit, dass sie grundsätzlich ins Bett des Suchtkranken gepinkelt haben. So ... Kinder haben ja auch zuweilen das Problem des einnässens, gerade bei Problemen.
    Ich gehe auch davon aus, dass Tiere und Kinder sehr viel subtiles spüren - da sie ja auf Gefühle angewiesen sind weil Worte ja oft nicht zu verstehen sind.

    Liebes Bienchen, alles nicht einfach, was nun vor Deiner Türe steht, aber es ist zu schaffen denke ich bzw. hoffe ich. Für mich war es ganz entsetzlich zu bemerken dass ich kontrollierte. Ich kontrollierte wegen meiner Sicherheit - zu wenig Stoff Entzungsverhalten - zu viel übergriffig. Ich hatte also Angst um mich und mein Leben und wurde das, was ich am meisten im Leben hasse: kontrollierend.

    Durch diese Kontrolle war ich noch mehr gebunden an den Menschen, ich stellte mir nun vor, auf was ich mich einstellen müsse. Dieses kontrollieren war selbstverständlich nur gegeben in der Phase des Zusammenlebens, nun weiß ich es nicht und es interessiert mich nicht. Aber es hatte mich damals tierisch belastet.

    Viel Kraft wünscht Dir Dagmar

    Mir geht es gut, und ich versuche meinen Weg für mich zu gehen.

    Ich kenne noch eine weitere Begründung zum Thema "Co-Abhängigkeit". Diese geht nicht davon aus, dass es zwangsläufig eine Krankheit ist, die man/frau schon seit Kindheit hatte und die nur durch den Partner sichtbar wurde. Sondern es wird davon ausgegangen, dass dieses Co-Verhalten ein Schutzmechanismus/falsches Verhalten von Seiten des Angehörigen ist, der sich entwickelt hat aufgrund von irrationalen Geschehnissen von Seitens der Süchtigen.

    Nach diesem Schema kann ich für mich sagen, wenn ich ein Schutzverhalten gelernt habe, so muss ich dieses nun umpolen für meine persönliche, eigentständige, Sicherheit.

    Für meine Sicherheit kann die örtliche Polizei tun, was sie bei Ihrem letzten Einsatz mit Bravour getätigt hat.

    Trotz Arbeitslosigkeit bin ich nicht hilflos und kann mir dennoch über das Amtsgericht einen Beratungstermin bei einem Rechtsanwalt - quasi mit Kostenübernahme durch das Sozialamt - genehmigen lassen.

    Mit diesem wird in den nächsten Tagen besprochen ob bei der Staatsanwaltschaft auf Grund von Nachstellung einev Antrag gibt auf "Fernhalten"/"Annäherungsverbot.

    Mit einem Freund bin ich dabei das an angelieferten Schäden zu beseitigen, bzw. welche Möbel noch als solche zu verwenden sind, zu sichten und den Rest zu entsorgen.

    Desweiteren habe ich heute ein - eventuell ernstzunehmendes Jobangebot - für eine Onlinetätigkeit in Form einer Anstellung (versicherungspflichtig) zu erhalten. Da wird sich aber erst noch zeigen ob das ein Angebot ist, welches hieb- stich- und zahlungsfest ist. Es geht nicht um Millionen, sondern um das Gehalt einer Teilzeitkraft, die so ihr Hexenhäuschen finanzieren kann. Dadurch, dass ich das Auto nicht benötigen würde für die Fahrt zum Arbeitsplatz könnte das Gehalt dann geringer sein als sonst üblich. Das wird sich einfach noch abzeichnen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Salue Hartmut,
    eine sehr gute Frage, über die ich mir als Betroffene Co schon mehr als einen Gedanken gemacht habe.

    Hilfestellung ist wohl auch eine Frage der Chemie zwischen zwei Schreibenden. Ich habe definitiv keine Probleme mit Kritik und kann sie mir auch hier anhören, selbst wenn sie mir nicht gefällt und ich eventuell im ersten Moment "bockig" werden könnte.

    In nur einem Fall jedoch habe ich den Eindruck, mir soll von einer Person deren Denkweise mit Gewalt vermittelt werden. Freie Interpretationen, die aber jenseits von gut und böse sind geben mir dann das Feeling "ach lass es doch, es lohnt nicht die Mühe einer Antwort - welche dann noch als Rechtfertigung interpretiert werden könnte.

    Ich sage Dir ganz ehrlich, in dem Fall (von welchem ich spreche) war auffällig dass Postings fast nur auf meine Threads kamen ansonsten viel "Stille im See" der Antwortenden. Mag Zufall sein - mag persönliche Animosität sein. Aber in diesem einen Fall entsteht bei mir genau das Gefühl, welches in meiner abhängigen Beziehung bei mir entstand: "es will Dir jemand seinen Willen aufzwängen und Du fühlst Dich dadurch sehr unwohl." Bei diesen Postings spüre ich genau selbiges, wie wenn ein ehmaliger Partner meinte zu wissen, "dass ich körperliche Gewalt erhalten wolle". Es wurde über mich entschieden und eine Einordnung vorgenommen.

    Selbiger Inhalt durch andere Personen in einem anderen Ton und Stil vermittelt würden ankommen und von mir als Hilfestellung benutzt werden.

    Ich denke einfach Hilfestellung ist immer gut in Form von Fragestellung. Dadurch ermöglicht man/frau der anderen Seite selber auf die Mankos zu kommen. Lilly und Spedi machen das beispielsweise überdeutlich und klar, aber immer so, dass ich für mich Bilanz ziehen kann ob der andere "vielleicht den richtigen Nerv getroffen hat". In solchen Fällen hilft mir Kritik als Hilfestellung.

    Mir hat die Beteiligung hier sehr geholfen in Sachen Selbsthilfe, jedoch war auch ein Aspekt dabei "nie so werden zu wollen zu viel - und dadurch auch viel falsches - in andere interpretieren zu wollen und sich selber für alleswissend zu halten."

    Lieben Gruß von Dagmar

    Lieber Peter,
    für mich gilt das was Du schreibst dass eine räumliche Trennung, zumindest in meinem Fall zuallererst mal nötig war um mein Leben zu schützen.

    Alles andere kommt dann, wenn mein Leben sicher sein sollte, was noch einige Zeit dauern wird. Das hindert mich nicht daran, nach meinem Tempo, auf meine Art und Weise das Thema für mich zu erarbeiten bzw. zu verarbeiten.

    Ich persönlich würde vermutlich bei Kontakt mit dem Suchtmittel meiner Sucht lange Zeit in Co-abhängige Muster zurückfallen. Diese nämlich, fallen mir persönlich erst jetzt nach der Trennung langsam auf. Wie gesagt: mein Weg, meine Art der Bewältigung und das innerhalb meines Zeitrahmens, den ich für meine Geschichte benötige - dazu gehört in meinem Fall auch Kontaktabbruch.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hey Liebe Lilly,
    Beantwortung hier um den anderen Thread nicht zu zerstören:

    Sieh Du lieber zu, ob Du evtl. therapeutische Hilfe zusätzlich in Anspruch nehmen könntest gegen Deine noch vorhandenen Angstzustände, ehe sie sich zur Neurose auswächst. Auch hierbei sollte man sich nicht scheuen, um Hilfe zu bitten, wenn man es allein nicht mehr schafft, sie zu überwinden. Hilfe zu suchen ist keine Schwäche, sondern eine STÄRKE !!

    Ich bin schon seit Oktober letzten Jahres in Therapie, meine Trennung war im Mai diesen Jahres - somit also schon recht lange in guten Händen :)

    Nun ja, die Angst ist ja leider real weil er hier vor der Türe steht und Randale schlägt. Allerdings habe ich da auch schon mehrfach Kontakt mit der Polizei gehabt.

    Pflicht auf Alk hinzuweisen bedeutet nicht mich mit demjenigen abzugeben, sondern ich wurde schon mehrfach von alkoholisierten Menschen angesprochen, was ich für unanagenehm empfand, auch hier werde ich weiterhin sagen dass ich in einem solchen Zustand keinen Kontakt wünsche. Das hatte ich auch in meinem Bekannten-/Kumpelkreis früher so gehandhabt. Einer ist aufgewacht - nicht durch meine Worte - aber durch Führerscheinverlust ect. ihm halfen zusätzlich (so sagte er) klare und deutliche Worte.
    Co- Verhalten oder nicht, bei Menschen, die mir etwas bedeuten werde ich diese Aussage auch weiterhin treffen - kein Gespräch unter Alk.

    Lieben Gruß von Dagmar

    und danke für die Erklärungen, die informativ waren :)

    Hallo Ihr Lieben,
    ich glaube, bei mir im Kopf hat es gerade geklingelt, aber Ihr müsst mir sagen, ob ich da richtig denke. Drauf gekommen bin ich durch den Beitrag zu Mely "hoffentlich hört er nicht auf zu trinken".

    1)Hört ein Trinker - ohne ärztliche Hilfe auf - so können Delir, Krampfanfälle ect. auftreten.
    2)Trinkt ein Trinker weiter, so macht er Körper und Umfeld kaputt.
    3)Als Co-Abhängiger übe ich in beiden Fällen evtl. meine Co-Eigenschaften aus.

    Nur, bei Krankheitseinsicht und ärztlicher Hilfe, am besten wohl noch Therapie, ist es möglich, dass ich den Kranken nicht durch meine Co-Anteile vor der Realität verdecke, Ärzte und Therapeuten ohne meine Gegenwart an die Substanz des Betroffenen kommen und eventuell eine dauerhafte Lösung vermitteln.

    Auch sagt mein Klingeln, da werde ich bestimmt wieder von einigen zerrissen ;)
    Als Co muss ich ja quasi auch eine räumliche Trennung durchführen da ich
    a) bei Delir und Zusammenbrüchen nicht helfen kann sondern selber psychisch Schaden nehme
    b) ich bei einem Trinker co-abhängig bleibe und weiteren seelischen Schaden nehme
    und c) nur bei eben dieser Therapie- und Krankheitseinsicht kann eine Chance bestehen, aber auch nur dann, wenn ich als Co weit, weit weg bin vom Süchtigen, damit dieser seinen Weg findet - für sich und nicht für ein Paar.

    Ich weiß nicht, ob es bei mir richtig geklingelt hat. Wenn ja, dann ist es schon übel, dass es erst klingelt, wenn man/frau gegangen ist, beginnt Abstand zu finden und sich mit dem Ende arrangiert hat. Wenn also - wie beim Alkoholiker - der Suchtdruck und der Druck selber zu stark geworden ist.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nach nunmehr zwei Monaten Trennung, Auszug und Kontaktabbruch (soweit möglich) scheint die Suchtspirale weiter zu werden. Es scheint gerade so, als wären diese zwei Monate die absolute Enge und das Ende der Spirale gewesen (so hoffe ich), die jetzt etwas weiter wird und mir auch eine weitere Sicht erlaubt.

    Gestern rief ein Nachbarsjunge an und erzählte mir wie hässlich meine Nachfolgerin wäre. Es tat mir so gut, weil ich weiß, dass der Kleine das gesagt hat weil er mich mag (eine objektive Aussage war das sicherlich nicht). Der Kleene rief abends dann gleich nochmal an um mir zu erzählen dass im Bad eine Kerze brenne .... Nun ein Schelm, der an anderes als an "romantische Verführung" denkt.

    Kurz tat es weh - dann aber kam diese nächste Spiralenwindung, die nun offener und weiter zu sein scheint: wollte ich tauschen? Nein ich wollte nicht! Nein ich wollte keine Erotik mit Fahne (der Teenie hatte mir auch erzählt dass die Bierflasche beim Meeting der beiden dabei war, hatte er gesehen). Nein, ich wollte nicht wieder das Gefühl haben Objekt zu sein. Die beiden wollten sich - sie haben sich und ich beginne meinen Frieden zu erarbeiten.

    Auf mich persönlich wirkt es so:

    Enge Suchtspirale - nur Schmerz, Hilflosigkeit und Ausweglosigkeit

    Langsam weiter werdene Spriale:
    Immer noch Schmerz, aber auch die Möglichkeit mich selber zu spüren. Langsam die Chance zu relektieren was in der Beziehung geschah und die zugehörige Schädlichkeit/Frustration für mich

    Noch ein langer Weg - ich spüre noch immer etwas Trauer, ich möchte nichts schön reden! Aber es gelingt mir eine andere Betrachtungsweise. Nämlich eine, die langsam auf mich gerichtet wird.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Sag, liebe Lilly, wie meinst Du das mit dem "zerstörerisch"?

    Was mir gleich als Gedanke kam war die Tatsache dass ich beispielsweise meine Co-Abhängigkeit immer mehr entwickelte (zerstörerisch, ja - nämlich gegen mich selber), dass meine Nerven immer weniger wurden und meine Gesundheit ziemlich litt. (Allerdings ist dieses zerstörerische ja von mir zugelassen worden).

    Mir kommen dann noch die Gedanken, was zerstörerisch sind: Lügen, Gewalt, Handlungsweisen die unsozial sind. Ich finde es brutal ehrlich - aber hilfreich für Menschen wie für mich - wenn Du eine solche Aussage triffst, denn es bringt mich immer wieder schnell in die Realität.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Das Buch fand ich so was von super - alles leicht nachvollziehbar, amüsant zu lesen und definitv eine Beschreibung wie der Körper funktioniert, bzw. warum nicht mehr.

    Sarkastisch, ironisch ist eh mein Stil - somit gleich mitten "ins Hirn". Und weißt Du, liebe Karotte (ich weiß nun nicht, wie lange Dein Partner mit Alkohol hantiert) aber ich für meinen Teil kann mir vorstellen, wenn jemand mal über 25 Jahre täglich konsumiert, was da irgendwann der Körper sagen muss.

    Notarzt - Hausarzt - sollten ja schon Alarmzeichen sein, aber diese scheiß Sucht, bei der genügt das oftmals noch nicht.... Ich merke gerade auch über das Krankheitsbewußtsein dass ich diesen Nervenkrieg gar nicht durchgehalten hätte. Es war schon insgesamt schlimm bevor ich das Durchknallen erlebt habe, aber da war es nur der tägliche Spiegel, der mich anekelte - das Verhalten war aggressiv, aber es waren nur selten Vollräusche.

    Gerade ich selber habe die medizinische Seite nicht kapiert - auch die Ausraster nicht - ich wollte wohl nicht kapieren, dass nach 25 Jahren Alk einfach einiges am Hirn abgestorben sein muß. Ganz zu schweigen, was wohl Nervenbahnen ect. sagen würden.

    Wie auch immer Karotte, wenn man/frau mit sich selber (versucht) in Frieden zu leben ist schon viel erreicht und die Unruhe dürfte einen Partner - wie Dich - nur noch halb so erreichen.

    Lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dir Dagmar

    Ja, liebe Karotte,
    nichts ist so schlecht, als dass "es" nicht doch für etwas gut wäre :)

    Ja, liebe Karotte, auch wenn ich noch einen meilenweiten Weg vor mir habe, so habe ich doch mittlerweile passenderes Schuhwerk an.

    Dieses "selber machen" zeigt eben einfach auch ein produktives Ergebnis. Man/frau sieht dass er/sie etwas geschaffen hat. Mir geht es ebenso - jedes Ding mit Hand und Fuß (aber nun kein Mensch :) erfreut mich wenn ich etwas daran schaffen konnte.

    Das mit dem "in allem positives sehen" werde ich schon noch üben müssen, denn meine Begeisterung für verstopfte Toiletten oder lahmliegende Autobatterien hält sich derzeit wirklich noch in Grenzen ;)

    Aber wer weiß, kommt Zeit, kommt vielleicht auch - irgendwann - Ruhe...

    Aufjeden Fall für mich heute eine Pizza aus dem Holzofen :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Katrine,
    gib Dir die Chance durch die Krankheit zu wachsen. Erst durch diesen Thread wurde mir bewußt, dass es bei mir nach vielen Jahren Probleme jetzt besser wird (Ausnahme: es gibt Terror).

    Auch ich hatte jahrlang böse Probleme - sogar schon vor dieser Beziehung. Gib Dir selber einfach die Zeit Dich zu entwickeln, dadurch gibst Du Deinem Körper auch die Chance von dem "ganzen Scheiß" loszulassen ;)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Menschen, die von Sucht wenig Ahnung haben dürften sich oft so verhalten. Genau das hat unsere Gesellschaft so krank gemacht: der sozial anerkannte Alk bei jeder netten Geselligkeit.

    Während der Penner als asozial bezeichnet wird ist das bei demjenigen, dessen Umfeld ja ach so normal erscheint nicht denkbar, dass es sich um einen Alkoholiker handelt. Und bei einer Frau .....

    Ich denke, es geht sehr vielen so - wie es bei mir war kann ich Dir nicht sagen, da mein Ex als unangenehm im Ort aufgefallen war und somit war ich so und so außen vor. Nachdem was er für Stories erzählt könnte es anders sein, aber ich kann es nicht ändern.

    Ich denke mal, den Leuten geht es zu gut, wenn sie sich das Maul über andere verreißen können. Schön für jeden, der das Problem nicht in der Familie hat.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach liebe Gwendolyn,
    Du hast doch das Laub geschafft - dann Ärmel hoch und auf zu Dir selber. Vorwürfe über die eigene Naivität werfen uns zurück, bei mir erhöhen sie die Wut auf alle Beteiligten und es ist sowas von destruktiv (bei mir).

    Nun gut, kurzes Glück, kurze Hoffnung und deftiger Aufprall - alles das, was ich über Monate erlebt habe und was mir die Kraft genommen hat. Alles, was ich nicht mehr willens war für mich als mein Leben zu nennen.

    Tja, Dein Kind zeigt Dir wo es lang geht, oder :)

    Kennst du den Spruch: der Schuster hat die schlechtesten Schuhe? Ich denke, nicht nur Alkoholiker machen bei sich selber zuhause alles am Schluss. Mich hatte das auch immer genervt, aber ich denke, daran war nicht der Alk schuld. Das kenne ich auch bei Freunden, die keinen Tropfen trinken :)

    Auf geht es zu Dir - wo oder wie würdest Du Dich wohlfühlen? Nun aber bitte nicht, wenn er aufhört zu trinken, denn dass Du das vermutlich nicht beeinflussen kannst dürfte Dir klar sein oder klar werden. Fang bei Dir an Dich auf die Reihe zu bekommen, vielleicht sprichst Du mit Deinem Kind dass ihr gemeinsam stärker seid und jeder von Euch merkt wie sehr er dem anderen helfen kann. Ein Kind muss beschützt werden, egal, wie alt es ist. Einfach, damit Du wahrhaft und glaubwürdig bleiben kannst.

    Ich wünsche Dir viel Kraft,
    lieben Gruß von Dagmar

    Staubsaugen und unbedingt immer die Beutel wegwerfen. Hier sind die Sauger mit den guten alten Beuteln am allerbesten. Den Beutel nicht im Haus lagern - weg mit nach draussen.

    Solltet Ihr Menschen befallen werden, was ich nicht hoffe, gibt es rezeptrei in der Apotheke eine weißliche Milch, die dann gegen den Juckreiz hilft, den Namen darf ich hier nicht benennen. In der Apotheke weiß man dann aber Bescheid, dieses Mittel wird auch gegen Graßmilben eingesetzt.

    Kriegst Du hin, liebe Sternschnuppe, brauchst halt Geduld und musst jetzt so richtig penetrant sein, gegen diese Biester. Das arme Kätzchen, dem dürfte dann auch "gehörig das Fell jucken".

    Lieben Gruß von Dagmar

    Hallo, liebe Sternschnuppe,
    gleich mal zu den unfreundlichen Flöhen. Hatte ich GottseiDank noch nie - wenn bei mir von den Katzenmütter die Babies gebracht wurden, gab es sofort für die nächsten drei Tage ein Spray und das hat immer gereicht - niemals haben sich diese Mistviecher vermehrt obwohl es im Katzenasyl Teppich, viel Stoff und noch mehr Tiere gab.

    Also, es gibt die Flohkämme, es gibt die Sprays, der Tierarzt kann letztendlich auch nicht mehr machen, aber ein Besuch ist sinnvoll.

    Sollte tatsächlich die Wohnung befallen sein, was ganz selten der Fall ist weil diese Mistviecher Wirte benötigen. Dann gibt es ein Produkt, welches "Fogger" heisst. Eine Dose, die einmal betätigt für 60 qm Wohnfläche reicht und quasi alles ein- und ausnnebelt. Habe ich auch immer zur Sicherheit im Hause, aber noch nie benötigt.

    UUUUUUUUUUps, die Flöhe sind schon da - schitt.

    Betten raushängen - Textilien raushängen - oft genügt das. Kaninchen und Katze dann demnächst - und natürilch die Zweibeiner - ausquartieren und einen Fogger seine Dienste tun lassen. Gibt es im Regelfall beim Tierarzt.

    Tischplatten und Toiletten - Autos und schwere Möbel, nicht alles schaffen wir alleine - aber wir können den Ansatz bilden und auch andere um Hilfe fragen (letzteres fällt mir übrigens teilweise schwer).

    Sind die Ex-Partner glücklicher? Ich kann es nicht sagen - es wird anders für sie sein, aber ob unbedingt unglücklich - wohl eher unzufrieden. Aber nun gut das sind Wortspielereien ;) Irgendwie beginne ich erleichtert zu sein alle die Dinge nicht mehr mitbekommen zu müssen und vor allen Dingen auch die körperlichen Erscheinungsbilder nicht mehr betrachten zu müssen. Noch lange bin ich nicht bei mir - noch manches Mal denke ich das kann nicht sein, dass dieser Mensch nun so ist, aber es ist einfach so.

    Das mit dem Katerchen ist mir eigentlich erst gestern aufgefallen, als er mich wieder von weitem besuchte. Ich war einfach nur froh dass es ihm gut geht und das wars. Früher konnte ich ihn (den Kater!) nicht gehen lassen. Ich spürte er will raus, aber meine "Liebe" zu ihm wollte ich nicht aufgeben.

    So, ich habe ihn immer noch lieb und würde mich freuen wenn er wieder auf einen Besuch vorbeikommt - der Kater! - aber wenn er frei sein will, so will ich ihm nicht im Wege stehen. Ich habe nicht das Recht Kater oder Mensch vorzuschreiben wie sie sich wohl zu fühlen haben.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach je, Ihr Lieben, was soll ich da sagen?
    Diese Hoffnung, die Ihr zwei oder vier oder mehr Tage habt, die dann wieder zerschlagen wird, dieser Krug ging an mir vorbei.
    Ich habe immer nur mitgeteilt, dass "er" meiner Meinung nach ein Alkoholproblem habe, aber dadurch, dass der Ex-Partner es anders sah habe ich weder Diskussionen zu dem Thema geführt, noch kam es jemals zu Versprechungen von ihm das aufzuhören, eine Therapie zu machen oder oder oder. Ich habe nur die üblichen Bluffs erlebt wie Bier ausleeren ect.

    Die zwei Bier, von denen gesprochen werden, sind vermutlich das erste und das letzte - die zwischendurch entsprachen dem traurigen Automatismus.

    Ich habe auch immer große Bedenken, wenn Kinder im Spiel sind. Ich für mich bin für mich selber verantwortlich oder dafür, wenn ich in einer kranken Beziehung stecke, aber diese kleinen Menschlein wurden nicht gefragt ob sie geboren werden wollen. Ein krankes Umfeld macht auch Kinder krank, die erwachsen dann vielleicht solche Fehler machen wie ich.

    Warum er es nicht kapiert, liebes Bienchen. Vielleicht deshalb, weil der Alk und andere Drogen eine objektive Betrachtungsweise nicht möglich machen? Vielleicht weil er, selbst wenn er wollte, nicht aufhören kann zu konsumieren weil der Stoffwechsel bereits angesprungen ist und das Teufelszeug "braucht".

    Aufgebaut? Liebes Bienchen, sei mir nicht böse, aber unter allen den Dingen, die Ihr aufgebaut habt ist auch seine Sucht! Auch die ist auf der Haben-Seite in der Buchführung Eurer Beziehung.

    Ich denke nicht, dass es so einfach möglich ist zu sagen "Hör auf" und er sich auf alle die schönen Dinge besinnt, die Ihr habt und einfach das Trinken lässt. Du hoffst vielleicht innerlich dass das Baby dafür sorgt? Eventuell aber ist das für ihn Stress und noch mehr ungewohntes /zusätzlich zum Suchtdruck, den er vielleicht hat/ ob es dann besser wird?

    Wünschen würde ich es Dir, aber glauben kann ich es nicht. Einfach deshalb, weil nur ein aufhören mit Trinken ja nicht die Automatisment auflöst.

    Viel Kraft wünscht Dir Dagmar