Beiträge von dagmar007

    Hey Ette,
    das mit den Schandtaten ist so eine Sache für sich.

    Ich bin nunmal Co und kann/konnte nicht feststellen, was mir gut tut und was nicht - war also gefangen in den Mustern. Nur über die "Schandtaten" konnte ich begreifen, dass da etwas anders laufen könnte als in normalen Verhaltensweisen und Menschen! Und selbst da war ich mir - Co-abhängig halt - nicht sicher ob ich eventuell selber etwas falsch verstanden habe, fehlinterpretiert, Ursache zu sein oder oder oder.

    Ich für mich muss ganz klar sagen nur über die "Schandtaten" habe ich die Gefahren begriffen, die sich für mich aufzeigen. Der nächste Weg war dann mich von diesem Verhalten zu distanzieren, jegliche Beteiligung von mir weg zu nehmen um sie dem Aktiven wieder zu übergeben. Aber nur über das Artikulieren der Schandtaten - somit nämlich öffentlich machen und sich selber diesen Dingen stellen - ist es mir gelungen den Absprung zu schaffen.

    In Hass und Wut hängen zu bleiben, nun das ist nur kräftezehrend und unnütz, aber um so weit zu kommen dauert wohl oftmals sehr, sehr lang. Wäre ich "normal" so wäre ich wohl schon früher aus einer krankmachenden Beziehung ausgestiegen, nur durch die ständige Konfrontation und dem Lernen die Augen überhaupt aufzumachen für Schandtaten konnte ich ansatzweise begreifen welcher Film läuft.

    Aber auch nur ansatzweise .... denn so manches ist noch nicht bei mir angekommen.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Tja, so ist das, verflixt noch mal mit der Sucht ;)

    ***Warum..... ? *** weil Sucht ein großer Faktor ist, der das Leben massgeblich beeinflusst, er ist in diesem Sog, wie es aussieht.

    Warum geht es nicht bei mir, das er sich ein Alk- und Drogen oder überhaupt Suchtfreies Leben aufbauen kann?
    ***wohl geht das auf Dauer weder bei Dir, bei mir noch bei jemandem anderen. Liebe kann nicht die Sucht ersetzen. Evtl. kurzfristig, weil wieder Hoffnung aufkeimt, weil es so aussieht, als habe sich die Welt geändert, vielleicht weil diese Welt nun nach Perspektiven aussieht. Was aber ist, wenn der erste Druck wieder kommt, der erste Stress oder die ersten Automatismen wieder laufen? Glaubst Du wirklich bei anderen Partnerinnen wird das anders für Deinen Lover?

    ***Wieso muss er um sein überleben kämpfen, so wie du es ausgedrückt hast und deshalb die Andere nehmen, um damit aufhören zu können. ***
    Vielleicht ein neuer Versuch, vielleicht ein neuer Kick, ich war zu anstrengend weil ich klar sagte ich sehe mir nicht an was der Alk aus Dir macht. Die Aufzählung, nebst Potenzproblemen dürfte wohl noch den Rest ausgemacht haben, dass ich als Partnerin nicht mehr akzeptabel bin da mein Deckmäntelchen nicht mehr schließt.

    ***Oder ist es einfach nur mangelnde Liebe mir gegenüber? ****
    Über Liebe, Zuneigung, Verantwortung würde ich innerhalb eines Suchtstadiums, aber auch eines trockenen Trinkers, der Probleme mit der Bewältigung hat, nicht sprechen. Ich denke, erstmal muss ein Süchtiger vorsichtig lernen sich zu fühlen, zu erfahren und überhaupt Gefühle zuordnen kennen. Das ging ja vermutlich über Jahre nur über und durch einen Wattebausch.

    ***Oder red ich mir da nur was ein und im Endeffekt, endet es bei ihr genauso und bei jeder anderen weil es einfach nur Eindeutig an ihm liegt.*** Na was meinst Du???

    ***Mir sind so die Emotionen übergekocht und ich wollte ihm meine Schmerzen zeigen und hab auf ihn eingeschlagen, geschlagen und geschrien und hab ihn aus der Tür gestumpt. Heute ist meine Hand und mein Arm blau, so sehr war das, gestern hab ich das gar nicht gemerkt. ***
    Nun gut, sind Dir halt die Gäule durchgegangen! Menschlich! Schämen? Nein, das warst Du pur! So quasi: raus aus meinem Leben.

    ***das ich Angst habe, das das wirklich die Realität ist. Das ich nicht ganz dicht bin und er das Richtige tut. Das die Andere wirklich besser für ihn ist.
    Das meine ganze Theorien, die Co-Abhängigkeit, die psychologische Suche nach Erklärungen auch nur einfach Manöver sind, um eine Erklärung zu finden um weiter zu hoffen das sich was ändert, aber es ja auch einfach die Tatsache sein könnte
    das er mich nicht liebt und wir nicht zusammen passen. ***

    Ich befürchte, Dein Lover wird im Moment nicht einmal sich selber Liebe geben können, wie soll er dann Dir das zukommen lassen? Wie willst Du Dich selber wertschätzen, wenn Du Deine Wertschätzung von ihm abhängig machst? Liebe Verflixt, hallo, mir geht es wie Dir - ich weiß wovon ich rede! Ich kenne den Schmerz des verlassen werdens. Aber ich war schon zuvor alleine, nur will ich das ungern wahrhaben, weil die körperliche Nähe / Anwesenheit noch da war. Wie oft habe ich gezittert, gebibbert und Angst gehabt was passiert? Wie bedroht war meine Existenz durch allerlei Dinge die er trieb?

    Ich für mich denke, daß mein Ex-Partner krank ist, ich bin mir nicht sicher ob er morgen noch weiß was er heute tat: Ich selber werde mich auch aufgrund diverser Gegebenheiten später versuchen mit der Opferschutzstelle der Polizei in Verbindung zu setzen. Ich habe keine Lust zu verstecken was passiert bzw. passiert ist, ich will keine Anzeigen oder ähnliches, aber ich will für mich Informationen wie ich mich schützen kann, wie genaue Abläufe sind ect. ect.

    Die andere, liebe Verflixt, ist halb so wichtig wie es uns jetzt durch die Trauer erscheint. In meinem Fall kann ich nur sagen: es haben sich zwei Menschen getroffen, die sich gegenseitig "verdient" haben. Sollen sie glücklich werden! Ich versuche es auf meine Art und Weise :)

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Verflixt,
    auch ich wache oft morgens auf - oder stehe abends im Grünen und frage ich mich ob das alles real ist. Weder gut noch schlecht das Gefühl dabei. Aber ich lebe hier alleine und es gibt ihn nicht mehr. Ich weiß dann nicht was ich fühlen soll. Ich freue mich über mein Haus und mein Leben hier, aber seinen Part, den kann ich nicht in Worte oder Gefühle packen. Also weder in Wut, noch Enttäuschung noch Trauer noch Sehnsucht.

    Schau, wie soll es möglich sein eine Beziehung zu führen, die funktionieren soll wenn ein Suchtmittel alle Gefühle vergräbt. Wohl nicht nur Gefühle sondern auch Entscheidungen, die zum Alltag und zum Überleben beitragen müssen. Da ist ja eine Fremdbestimmung dabei, eine Ehe von dreien quasi.

    Gehen - zurückkommen - wieder gehen. Spiele, weil wir (vielleicht auch der Partner) nicht loslassen können, aber auch keine Änderungen auf die Reihe bekommen. Auch wenn ich alles logisch erfassen kann, es wohl auch real lebe, ist es nicht immer einfach damit klar zu kommen, aber für mich persönlich der einzige Weg.

    lieben Gruß und viel Kraft wünscht Dir
    Dagmar

    Ach meine Liebe, den Narzissten bekommst Du auch geboten - zumindest dann, wenn das, was als Symptom dazugehört in meinem Fall gezählt wird. Ja, liebe Chamrnida, genau dieses Haus und alles was geschah, die Dinge, die ich für mich jetzt anders lebe, mich beginne zu erholen, die möchte ich nicht in Gefahr bringen.

    Ich denke, das schlimmste was mir passieren kann ist dass die Möbel ausgelagert werden und ich zu den Kosten verdonnert werde. Nun gut, dann muss ich eben finanziell bluten und alles entsorgen lassen - gegen Geld, welches ich nicht habe. Aber für meinen Frieden.

    Ich persönlich denke dass er nicht Herr seiner Sinne ist - je nach eigener Verfassung entscheidet und seine Hilflosigkeit nur so ausdrücken kann. Ich muss einfach lernen für mich das Verhalten zu finden welches mir gut tut und muss lernen mich meinen Ängsten zu stellen, was jedoch nicht gleichbedeutend ist mit nach "der Pfeife des anderen zu springen".

    Natürlich kann ich nachvollziehen, dass die Waffen eines Menschen, der die Miete nicht mehr zahlen kann und zunehmend in Schwierigkeiten kommt anders sind als ich es mir wünschen könnte. Nur habe ich wirklich bei dieser Geschichte das ganz subtile Gefühl hier Putzfrau spielen zu sollen um Verantwortung zu übernehmen, was ich all die Jahre tat. Der Haushalt war meine Sache, leider zwar, aber war halt meine. Was liegt also näher, als diesen Part auch jetzt an mich zu übertragen?

    Natürlich tut er mir irgendwo leid nun die sperrigen Couchen und einen blauen Schrank (den ich sehr gerne hätte weilich ihn liebevoll in blau gepackt habe) am Hals zu haben. Aber ich wollte die Dinge vor dem Auszug, da hieß es es ist alles zu sperrig, das kriegst Du nicht aus dem Haus. So, nun habe ich Couchen gekauft, was meinem Geldbeutel schon weh tat - aber mein Herz erfreuen wird wenn sie dann man endlich da sind.... - und nun fällt auf dass bei einem Umzug diese Dinge ja entsorgt werden müssen und nun soll ich doch wieder in die Pflicht genommen werden.

    Während mir noch vor Wochen Angst gemacht wurde indem mir angedroht wurde die Sachen vors Haus zu werfen ist nun die Aufforderung da "hol es ab". Na was nu?

    Klar, ich hätte alles gerne vom Hals, auch weil natürlich diese Dinge quasi seine Anrufe (die ich nun auch bei unterdrückter Telefonnummer nicht beantworten werde) berechtigen. Ich könnte auch sagen, dadurch weiß ich dass er mich regelmässig anruft, was jedoch nicht (!) in meinem Interesse ist. Aber Ausputzer zu spielen noch viel weniger. Ich will fair sein, aber auch mir selber gegenüber - und ich fühle mich überfahren. Will das richtige tun, mich aber weder einer psychischen noch physischen Gefahr aussetzen. Will auch keine Freunde in dieses Haus schicken, ich will einfach diesen Drohungen gegenüber stehen ohne meiner eigenen Angst, wie das geht, nun, das weiß ich noch nicht....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nach einmal schlafen - jetzt in einem normalen Bett :) Juhuu geht es mir auch schon besser.

    Ich bin für mich auch weiterhin auf dem Standpunkt ich gehe nicht mehr hin - ich hole mir die Sachen nicht - und auch nicht den Müll, den er loswerden möchte. Wenn er meint bei meiner Mutter (75 !) anrufen zu müssen um dadurch Druck zu erzeugen, so zeigt das nur wenig Respekt er vor Dritten hat, die nichts mit dieser Sache zu tun haben.

    Ich würde die Sachen packen und vor die Türe stellen oder entsorgen - aber nicht über Wochen drohen, Drohungen nicht wahrmachen und dann auch noch Dritte einbeziehen (was nun mehrfach geschah).

    Verdammt ich muss es lernen auch so jemandem gegenüber zu stehen (wenn es passieren sollte) auch dann den Kopf oben zu halten und den Blick gerade. Ich kann mir nämlich vorstellen, dass er mehr Angst hat als ich ;) Auch muss mir klar sein, dass dieses ständige Drohen und nicht in die Tat umsetzen und das Verändern von Drohungen auf seinen Problemen basiert, die er sich geschaffen hat. Ich war lange Zeit Putzfrau, und werde das nun nicht mehr für ihn tun..... denn genau das ist doch die Übersetzung dieser einfachen kleinen Geschichte oder?

    Lieben Gruß von Dagmar

    danke fürs zuhören :-), lesen und schreiben

    Jetzt habe ich nach Vaans Worten besser die Möglichkeit meine Gedanken in Worte zu fassen.

    Wenn ich verletzt bin und ankratzbar und eine Meinung vertrete, die so typisch co daher gebracht ist, so erkenne ich im Regelfall erst etwas später was ich für einen Stuss von mir gegeben habe. Später heisst, wenn Ruhe eingekehrt ist und ich alles mit Abstand betrachten kann. Ist aber bereits zuvor eine erhitzte Diskussion am Laufen, so kann ich mich vom ursprünglichen entfernen und mich quasi über die Diskussion aus dem Thema retten.

    Vielleicht dumm erklärt, aber weil wir mitten drin stehen erkennen wir in dem Moment wo wir Rückschritte machen, diese vielleicht nicht. Natürlich tut es weh dann damit konfrontiert zu werden dass wir wieder die Scheuklappen auf haben.

    Ich glaube bei der Bundeswehr ist es so, dass nach einem Vorfall, der zur Beschwerde führen soll, erstmal 24 Stunden vergehen müssen, bevor es zu Papier gebracht wird. Finde ich gut : nach einem Mal schlafen sieht manches anders aus.

    Was mich persönlich immer am weitesten zurück geworfen hat war die Tatsache - co, ich weiß - beurteile ich das überhaupt richtig. Und genau da wird es schwierig: Ratschläge geben kann niemand, auf den Weg muss man/frau selber kommen, das aber geht aufgewühlt sehr, sehr schwer.

    Es ist ganz wichtig auf Verhalten aufmerksam zu machen welches Mustern, Automatismen und Co-Verhalten entspricht, nur schade, wenn es eskaliert - denn ich denke mal, das wünscht sich keine Seite. Ich kann mich auch an ein paar Interpretationen zu meinem Verhalten erinnern, von denen ich auch jetzt noch, nach massivem Abstand sagen muss: absolut falsch interpretiert. Dennoch, darüber nachzudenken war es wert.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Nein Crevette,
    ich will dort nicht mehr hin - und will auch keinem Freund das zumuten - ich will das Haus nicht mehr sehen und mit allem dem nichts mehr zu tun haben. Zu viel ist geschehen, an das ich nicht mehr erinnert werden will.

    Und Crevette, mein Wunsch wäre dass er die Konsequenzen aus seinen Handlungen trägt: das ist nunmal dass ich die Sachen nicht holen durfte weil er die Schlüssel wollte. Nun sind die Sachen bei ihm - was damals wohl ein Machtbeweis war - und nun würde er sie gerne entsorgt haben weil er das Haus verlassen muss.

    Eigentlich will ich meine Ruhe, hätte ich die Garantie, würde ich vielleicht alles abholen, aber genau daran glaube ich nicht. Seit ich weg bin versucht er mir gegenüber Agressionen und Wut zu versenden, ich sehe es wie Elocin - ja es sind Fotos, sie werden fehlen, aber ich ertrage weder Haus, noch Person noch die Erinnerung an die Person die jetzt wutentbrannt vor sich hin tobt.

    Die Sachen in den Müll zu stecken wäre ja Arbeit, genau das scheint ihn zu überfordern. Couchen aus dem zweiten Stock in einem Haus, welches über keine Treppe mehr verfügt. Alle die Sachen hatte er sich zuvor nicht überlegt, weil es ihn ja nicht betraf. Diese Umbauarbeiten mussten ihn nicht beeindrucken, deshalb hat er sich nicht damit beschäftigt. Erst jetzt, wo er merkt er muss das Haus verlassen.

    Bei seiner letzten Aktion hat er mir Dinge aus der Vorratskammer hingeschmissen, hallo, das waren Dinge, wie Zwiebeln, die er eben nicht verbraucht hat. Verschrumpelte Äpfel, die wir eben beide vergessen hatten zu essen. Sprich statt sie in den Mülleimer zu werfen - für den ich ja für das ganze Jahr die Gebühr ebenso gezahlt habe - ist es eben einfach mir die Sachen zu Demonstrationszwecken vor die Türe zu werfen.

    Ich denke, es geht weder um die Couchen, die Äpfel noch um diese Dinge, denn darüber könnte man normal reden. Jeder Anruf beginnt mit einer wütenden Stimme am anderen Ende. Ich bin mir auch ehrlich gesagt überhaupt nicht sicher ob er die ganzen Dinge die vor dem Umzug passiert sind noch weiß, ob er überhaupt noch seine Aussagen kennt und die Handlungen die daraus resultieren mussten weil ich ja die Schlüssel abgeben musste.

    Ich habe das Gefühl hier geht es um Angst machen - um Stärke zu beweisen - um sich durchzusetzen. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, ich weiß nur dass ich nicht glaube dass durch eine Abholung Ruhe einkehren würde. Vielleicht tue ich ihm Unrecht - vielleicht /und das ist meine Angst/ benehme ich mich wie ein kleines, ängstliches Kind. Wohl bin ich es auch ....

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ja, ein Teil meiner Möbel ist da - aber ebenso übel wie der Ablauf war bis mal endlich was da ist so übel waren die Transporteure, die aufgebaut haben. So was ist mir noch nicht begegnet. Aber nun gut, vergessen wir es, ich habe die einfach aufbauen lassen (was ich teuer zahlen durfte) und später umgestellt. Das war mein letzter Einkauf dort - schöne Möbel, aber Abwicklung, Aufbau ect. eine Frechheit. Nur habe ich keinen Bock auf Beschwerden, das ist mir einfach nur zu nervenaufreibend. Nicht mehr dort kaufen und entsprechend weiterepfehlen.

    Aber über meine Auswahl freue ich mich :)

    So, jetzt benötige ich wirklich Eure Hilfe.

    Ich konnte den Anrufen fernbleiben aber heute hat er seine Telefonnummer unterdrückt und ich hatte ihn am anderen Ende. Er nahm mir ja die Schlüssel ab obwohl ich noch Miete bezahlt hatte und verhinderte dass ich meine restlichen Sachen hole. Eine Lieferung brachte er vorbei (er hatte alles angedroht) aber dann verging ihm die Lust.

    So, und nun muss er aus dem Haus und die Dinge, die ich ursprünglich nicht mitnehmen musste, die will er selbstverständlich weg haben. Nur ehrlich gesagt, als ich sie brauchte hat er Macht beweisen wollen indem er sie mir nicht gab.

    Nun habe ich die Dinge abgeschrieben, auch wenn es schwer fällt Fotoalben ect., und nun soll ich sie holen weil es ihm jetzt im Weg ist da er ausziehen müsse.

    Ich will diesen Menschen nicht mehr sehen, habe ihm auch gesagt so wie er mit mir spricht spreche ich nicht mit ihm und habe aufgelegt. Natürlich hat er dann meine Mutter in das Spiel eingebunden.

    Aber für mich würde ich gerne entscheiden dass ich die Sachen dort stehen lasse wo sie stehen. Ich will keine Begegnungen mehr haben die eskalieren können. Auf der einen Seite denke ich, Mensch, kannst Du nicht machen, auf der anderen Seite frage ich mich tatsächlich ob ich springen soll weil wieder Drohungen im Raum stehen.

    Ich weiß dass Ihr nicht gerne Ratschläge gebt, weil ja jeder seine eigenen Entscheidungen treffen soll. Nun, meine wäre die Sachen nicht zu holen und abzuwarten. Auf der anderen Seite frage ich mich würden dann die Drohungen aufhören? Vermutlich nicht, schätze ich mal....

    Wie würdet Ihr Euch in der Situation verhalten? Ich will ihn nicht sehen und eigentlich will ich nicht mal mehr die Dinge, weil sie bei ihm waren ....ich will da auch niemanden hinsenden. Ich will einfach das er die Konsequenzen dessen trägt was er verursacht hat.

    Ich steh da jetzt wirklich etwas rum wie ein ?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach je, noch habe ich mich nicht gelöst aus der Abhängigkeit, noch kämpfe ich ebenso wie Ihr. Ich bleibe meinem Suchtmittel fern, aber "geheilt" bin ich noch lange nicht.

    Narzissmus - nun es gibt einige Punkte
    - keine Freude empfinden - Neid - gefühllos besser gesagt, es werden keine Gefühle nach aussen gelassen ect.

    spöter weitrer, mpbel kommen

    Tja, liebe Verflixt,
    ich lerne noch damit umzugehen, geschafft habe ich es noch nicht alles zu bewältigen, aber ich arbeite daran :)

    Dagmar,

    ***wie hast du das ertragen?***
    Ich wollte leben - also musste ich es ertragen. Ich habe vor 8 Jahren gewält - heute musste ich wieder wählen, anders als damals .... Was damals richtig schien, ist es heute nicht mehr.... es schadet mir, tut mir weh und einfach nicht gut.

    ** wie hast du dich abgeschottet? **
    Gute Frage, hat nicht funktioniert als wir im selben Haus wohnten. Alkoholisiert gabe es sexuelle Übergriffe, allerdings (bis dato) keine Gewalttaten. Er macht zwar Terror seit meinem Umzug, ich gehe jedoch nicht ans Handy und lebe nun alleine, in Frieden.

    ** Wie hast du es geschafft damit zu leben, das er sich den Ersatz nimmt. **
    Wer von einer Beziehung in die nächste flüchtet sucht nicht den selbständigen Partner sondern ein Hilfsmittel. So was kann und will ich so und so nicht sein. Es tut weh, nein, es tat weh, derzeit bin ich am bearbeiten. Ich wage zu bezweifeln, dass diese Beziehung auf Dauer anders wird als unserige. Für mein Leben habe ich die Chance vielleicht einmal eine glückliche Partnerschaft zu führen.
    Er hat sich entschieden: für Alk und neue Partnerin, seine Wahl, seine Gesundheit und sein Leben!

    * wie komm ich da weg, rational ja, aber emotional? *
    trauern, akzeptieren und (über-)leben wollen. Sich selber annehmen wie man/frau ist und in die Zukunft versuchen zu sehen. In DEINE Zukunft, die auch ohne ihm sein könnte. Wichtig ist DEIN Weg, ob mit oder ohne ihm kommt danach.

    Viel Kraft wünscht uns allen
    Dagmar

    So Verflixt, die Wut ist nun ein bischen abgeflacht - hoffe ich - und Du kannst beginnen Dich für Dich zu interessieren.

    Ich habe oft genug gehört "ich weiss nicht was ich will" als er sich überlegen sollte ob er meinen Ersatz oder mich an seiner Seite haben will. Nun gut, da er es nicht wusste - so wusste ich für mich was ich wollte! Das nämlich nicht!

    Unbequem wurde ich als ich sagte ich sehe mir nicht an was der Alk aus Dir macht. Nun gut, etwas zu ändern wäre hart gewesen. Zu hart, also wird ein Ersatz gesucht! O.k. seine Entscheidung!

    Er spielt nicht, er kämpft - auf seine Art - um sein Überleben. Zumindest habe ich es innerhalb meiner Partnerschaft so gesehen. Wir können den anderen die Augen nicht öffnen - aber versuchen unsere offen zu halten und sie zu schützen, vor zuviel "Blendlicht"

    Lieben Gruß von Dagmar

    Sehr gut komme ich mit dem Alleinsein klar, viel besser, als ich gedacht hätte.

    Na ja, diese Seelenverwandtschaft dachte ich auch zu haben, und auf einem Schlag änderte sich das - nun ja schleichend angefangen hatte der Alk bereits über die Jahre, aber durch den Tod von Großeltern und Vater innerhalb weniger Wochen schien der Narzisst erwacht zu sein, der Moral und alles andere - aber auch Interessen ect. - vergessen hatte.

    Es war ein Mensch, mit dem ich zusammen lebte, der nicht mehr derjenige war, für den ich mich entschieden hatte. Seine Veränderungen bewirkten in mir auch Nachdenken, dadurch konnte ich ihm sagen was ich bereit bin hinzunehmen und was nicht, beispielsweise den Alk oder Gefühlskälte nicht mehr. Dadurch widerum war ich nicht mehr die Partnerin, für die er sich mal entschieden hatte.

    Unsere Richtungen haben sich geändert - voneinander weg! Der Alk war ein Punkt - aber nur einer von manchen anderen.

    Wäre das ohne Alk nicht geschehen? Oder später? oder oder oder? Ich kann es nicht sagen. Was ich aber weiß ist die Tatsache, dass dieser Mensch nicht über sich und seine Wünsche und Erwartungen reden konnte. Ich selber bin kein Hellseher und somit ist es nahezu unmöglich eine beidseitig befriedigende Partnerschaft zu führen.

    Eigenbrötler - genau das richtige Wort. Leider....Aber auch hier trifft mich eine Teilschuld, weil mich der ständige Alk, der bei allen Aktivitäten dabei war, anekelte. Davon mal abgsehen war ich nicht stolz mit einem wankenden Partner unterwegs zu sein (was ja für Dich alles nicht mehr gilt). Ich selber habe nie gebeten dass er den Alkohol lässt sondern nur mitgeteilt, dass er sich mal Gedanken um seinen Konsum machen sollte. Tat er nicht! Ich sagte am Schluß nur dass ich nicht mehr bereit bin mir anzusehen welch eine Person er nunmehr geworden ist. Das war sein aus an mich!

    o.k., damit muss ich leben - und ich denke, es wird mir gelingen. Ich muss noch be- und verarbeiten, weil innerhalb von wenigen Monaten alles auf den Kopf gestellt wurde was er mal als Werte oder Hobbies lebte. Nichts mehr war das - die Person war ausgewechselt, sorry, das stecke ich nicht innerhalb von Monaten weg.

    Aber es zeigt "wir, die wir jetzt sind" sind nicht diejenigen, die sich vor 8 Jahren "füreinander entschieden" hatten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Liebe Oktavian,
    ich denke, jahrzehntelange Automatismen und Gefühle sind auch nach einem Entzug noch da. Auch Therapien müssen später im anderen Umfeld umgesetzt werden. Das gelernte muss verinnerlicht werden.

    Oftmals greifen wohl Alkoholiker gerade wegen Depressionen oder Leere zu ihrer Medizin und dem folgenden Suchtmittel.

    Hier erhielt ich den Tip aufgrund des Verhalten meines Ex mich mit dem Thema Narzissmus auseinanderzusetzen. Nun, das scheint (leider für ihn) ein Volltreffer zu sein! Ich für meinen Teil werde das nicht erfahren, aber es macht für mich erklärbar warum sein Verhalten leer wirkte. Warum keine Freude gezeigt werden konnte, vielleicht sogar nicht empfunden werden konnte.

    Ich befürchte, oftmals wird die Sucht behandelt, wenn aber psychische Krankheiten dahinter stehen, so werden diese oftmals nicht entdeckt - zumal sie im Keim ähnlich sind der Auswirkungen eines Alkoholkranken (ich lasse mich gerne korrigieren, ich bin Laie und keine Fachkraft).

    Ja, der Alkohol und seine Folgen belastete meine damalige Partnerschaft und er machte Angst vor dem was noch geschehen wird. Aber er war nicht das einzige Problem. Noch so vieles gab es, was zwischenmenschlich nicht vereinbar war, so vieles, was neben dem Alkohol belastend war.

    Ich denke, Abstinenz alleine ist es nicht. Wie wir Co's uns selber finden müssen und mit uns selber alleine klar kommen müssen und für unser Glück selber verantwortlich sind, so müssen das auch Süchtige nach Therapien lernen. Ein schwerer Weg für alle. Vermutlich kann aber dann nur jeder Partner seinen alleinigen Weg finden, die dann eventuell später einen gemeinsamen Weg ergeben können.

    Lieben Gruß von Dagmar

    So Ihr Lieben,
    meine Möbel sind natürlich noch nicht da - wie ja zu erwarten :( statt dessen sind aber fast auf allen Außenfenstern Blumenkästen mit Chrysanthemen. Hallo, bei mir lebt die Pflanzenwelt und auch ich fühle mich ganz wohl - dürft Ihr alle sehen, die an meinem Hexenhaus vorbeifahren.

    Heute habe ich Erdbeeren gepflanzt und wie all morgendlich Holz ins Haus geholt und Wasser vom Brunnen.

    Es geht mir gut und ich komme sehr gut alleine klar. Natürlich gibt es noch Momente der Trauer, die vor allen Dingen daran hängen wie dreckig diese 8 Jahre zu Ende gehen, aber wenn es denn so sein soll, dann kann ich nichts daran ändern. Anrufe und E-Mails werden ignoriert. Ich meide Kontakt, versuche auch Begegnungen beim Einkauf ect. zu verhindern. Ich habe weder Kontakt noch Informationen, klar, ich würde schon gerne Mäuschen spielen, das gebe ich unbedarft zu .... da ich aber eher Elefanten-Konfektion trage ist das auch nicht realisierbar.

    Übrigens krapseln an meinem Fenster mit roten Chrysanthemen einige Marienkäfer rum. Früher hat man mir gesagt Marienkäfer würden Glück bringen. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass die Kerlchen auf meinem Fenster 7 Punkte haben und mir Glück bescheren.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Oh ja, die Traurigkeit ist eine andere als zuvor, sie ist nicht mehr belastend oder körperlich spürbar. Diese Trauer, die ich jetzt spüre ist die Bearbeitung und auch die Tatsache, dass ich viele Dinge nicht sehen konnte (wohl weil alles zu viel war) die nun wieder stückchenweise als Erinnerungen zurück kommen.

    Weißt Du Oktavian, ich habe lange gedacht, ohne Alk gäbe es die Probleme nicht. Da habe ich persönlich in meinem Fall auf jeden Fall falsch gedacht. Mein Gegenstück konnte keine Freude zeigen, dafür klappte es mit der Wut umso besser. Klar, durch den Alk war alles verstärkt, aber es war und ist ja alles in ihm drin.

    Vielleicht hat er wegen einer inneren Leere oder Unzufriedenheit zur Flasche gegriffen, ich kann es nicht beurteilen. Aber ich hasste zum Beispiel das Probleme nicht ausgetragen oder besprochen wurden sondern dass geflüchtet wurde, ich konnte das fast nicht aushalten alleine zu hause zu sitzen und Probleme nicht lösen zu können. Er war aber ein Runnaway - würde sich das ändern wenn er trocken wäre?? Ich befürchte nein! Würde sich nach einer Therapie und Einsichtigkeit etwas ändern? viel... vielleicht ....
    Aber Automatismen, die über Jahrzehnte hinweg betrieben wurden, wie lange benötigen die wohl um umgedacht zu werden?

    Jede-/r muss auch für sich selber entscheiden ob wirklich eine Trennung tragbar ist, für mich wäre ein zusammenleben nicht mehr denkbar gewesen, so tief war die Angst was noch alles passieren könne.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Es ist an der Zeit das er geht? Ob er das wohl tut? Wäre ja eigentlich von ihm unklug, oder? Vielleicht aber ist er so freundlich und streckt wirklich die Segel und geht.

    Ich für mich bin sehr froh, dass ich ausgezogen bin - obwohl ich seit 2 Monaten immer noch auf einer BAUSTELLE lebe. Aber es ist mein Haus, in welchem nicht unsere Geschichte gelebt wurde. Hier gab es für mich keine Verletzungen, keine bange Warterei ob oder wie jemand nach Hause kommt.

    Schütze Dein Kind und erspar ihm eine Zukunft als Co-Abhängige, bitte!

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ach Merliy,
    wichtig war für mich mich selber in Sicherheit zu bringen und zur Ruhe kommen zu können. Auch ich bin aufs platteste Land gerade mal 320 Einwohner wegen "ihm" gezogen. Ich kam aus einer Großstadt, die ersten zwei Jahre waren hier mehr als die Hölle.

    Aber es half mir alles nichts, entweder mit untergehen oder versuchen sich selber - egal wie - auf die Reihe zu bekommen. Mich muss keiner verstehen, sondern nur ich mich selber - weil ich nämlich leben will - überleben und vielleicht irgendwann einmal glücklich und zufrieden. Was hilft es mir, wenn die anderen meinen mich zu verstehen, wie es in mir aussieht, weiß so und so nur ich und verkraften muss ich alles auch alleine, aber ich muss eben!

    Viele werden trinken um Hemmungen zu verlieren, das ist ja das Problem. Nicht weil es gerade mal schmeckt an einem heissen Nachmittag, sondern weil es als Medikament eingesetzt wird. Als Gehhilfe, als Krücke, in unserem heutigen Leben brauchen wir für Alltag, Beruf und Finanzielles aber immer mehr Gehhilfen ... evtl. auch mehr Alk???

    Lieber gott, oft denke ich immer noch ich war nur in einem Alptraum, es kann doch alles nicht sein, was innerhalb von nur 4 Monaten an Steigerung der Extreme an den Tag trat. Aber die Dinge sind geschehen. Vielleicht, ja vielleicht (auch wenn ich persönlich das nicht glaube) kann ein Alkoholiker sich an einem anderen Ort mit ganz anderen Leuten (sofern nicht ebenfalls dem Alkohol zugeneigt) ein neues Leben aufbauen. Aber was macht derjenige mit seinen Verdrängungsmechanismen, welches Gehhilfe wird es dann sein, wenn der Alkohol vermeintlich weg ist? Denn die Probleme und Hemmungen sind ja nicht zeitgleich weg, oder?

    Lieben Gruß von Dagmar

    Es hat sich vieles geregelt. Er versucht zu drohen aber ich gehe nicht ans Handy und vermeide allen Kontakt. Ich ignoriere, dass er hier am Haus vorbeifährt und versuche mit mir und meinen Gefühlen klar zu kommen.

    Liebe - was kann noch Liebe sein, wenn wir nicht wertgeschätzt oder gar verletzt werden? Ist es nicht oft der Wunsch, dass ein Traum vom erfüllten Leben als Familie sich erfüllt. Ist es nicht vielleicht dass wir nicht erkennen können oder wollen dass all unsere Hoffnungen vergebens waren? Ist es nicht vielleicht die Angst vor dem Alleinsein, die uns an Partner bindet, die uns nachweislich nicht gut tun?

    Für mich war egal, ob es Liebe oder Egoismus ist, ob er mir fehlt oder ich damit schwer klar komme. Denn eines war logisch: es wird schlimmer - ich habe noch niemanden kennengelernt, der es alleine schafft und das ohne Krankheitsbewußtsein. Die Agression wurde größer, die Probleme evtl auch, weiß ich nicht habe ja keinen Kontakt mehr.

    Irgendwann einmal wären aus den sexuellen Übergriffen Gewalttaten geworden. Der Alkohol erlaubt kein logisches Denken mehr, zumindest zuweilen - wer sagt mir denn, dass nicht genau in einem solchen Moment etwas passiert? Wer fällt dann wie und warum die Treppen runter ??? Wer verletzt sich???

    Schöne Momente, klar gab es die, sonst wäre es ja keine Paarbeziehung geworden. Aber ich finde bei mir mehr Misstimmungen unter uns und mehr unterschiedlichkeiten als Gemeinsamkeiten. Ich habe noch sehr mit der Trauer zu tun, keine Frage, aber noch hatte ich damit zu tun zu sehen wie sich ein Mensch verändert.

    Es war für mich grausam zuzusehen was sich entwickelt hat und ich möchte nicht wissen, was noch die Steigerungsmöglichkeiten sein könnten.

    Lieben Gruß von Dagmar

    Ich liebe die Direktheit unseres Kaltblutes, wenn er uns Leidende mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt :)

    Um Gottes Himmels Willen, was passiert mit dem Kind?! Hilfe !!!! Wir Erwachsenen können uns notfalls wehren, ja geraten in diese Situation, aus der wir uns selber wieder befreien könnten aber keine 4jährigen Kinder. Ein Kind sollte keine Angst spüren müssen, die ein Leben lang prägt.

    Oh je, oh je, oh je, so traurig ich auch noch immer in meiner Situation bin, so arg ich auch manchmal kämpfen muss mit mir - so froh bin ich gegangen zu sein. Wenn ich Geschichten lese, die dann mit Gewalt weitergehen, so schockt mich das ohne Ende.

    Sag Fernanda, wie soll das für Euch weitergehen? Wie lange darf er Dich noch schlagen oder versehentlich mal die Kleine erwischen, die sich schützend vor Dich stellt? Er tut Dir GEWALT an !!!! Du bist mehr wert als als Punchingball Deinen Dienst zu tun. Glaubst Du der Schmerz der Trennung/Auszug (es muss ja keine endgültige Trennung sein) ist größer als körperlicher Schmerz??? Ist Dir Dein Leben etwas wert????

    Viel Kraft wünscht Dir
    Dagmar