Genau so, liebe Oktavian, habe ich meine Co-Abhängigkeit ausgelebt. Ich habe ihn beschützt, um für mich Schaden zu vermeiden und dadurch dafür gesorgt, dass seine "Lebensunfähigkeit" nicht auffällt.
Genau so vermitteln wir diesen Menschen das Gefühl sie haben alles im Griff. Hat er doch nach Deinem "Händchenhalten" wieder alles geregelt, oder? Meinst Du tatsächlich, ihm ist bewußt, dass Du geholfen hast? Nein, wieder erfolgreich eine Anforderung, die das Leben stellt, gemeistert.
Genau das war der Punkt, warum ich ausziehen musste: wenn man/frau zusammenlebt, so sind Mietzahlunge, Strom und der Besuch des Schornsteinfegers wichtig. Einer muss es erledigen, im Regelfall der Co-Abhängige. Der Süchtige selber hat die Jokerkarte, weil ihm alles abgenommen wird.
Ich lebe nun alleine, trinke mit "meinem" Schornsteinfeger Kaffee und bespreche wie ich in meinem Heim meinen Wunschoffen stellen kann. Die nicht abgelesenen Stromuhren, die nicht durchgeführte Kaminreinigung des Hauses zuvor muss mich nicht mehr beeindrucken, da steht nun ein anderer Mensch in der Verantwortung.
Genau so ist es - ein Leben mit einem Suchtkranken kann teuer werden. Muss nicht, aber kann, der Gerichtsvollzieher juhu, angenehm, sehen wir uns schon wieder - habe ich massig erlebt. die KFZ-Steuer, "Ach schönen guten Tag, ist es wieder einmal soweit?". Schön und wieder Zeit die Co-Abhängigkeit auszuleben .... muss doch das Auto den Betreffenden zum Arbeitsplatz bringen. Gut, das tat ich nicht, aber es wäre noch eine Möglichkeit gewesen ![]()
Weißt du, was ich mir überlegt habe: immer alkoholisiert im Auto unterwegs passiert ein Unfall. Die Versicherung lehnt die Zahlung ab, weil ja alkoholisiert, der Arbeitgeber muss kündigen weil ja der Betreffende nicht mehr zum Arbeitsplatz kommen kann. Dann aber wohne ich in dem Haus und wer kommt für Miete ect auf????
Oder ganz anderer Fall: Sturz durch Alkohol, böse Verletzung, längere Krankheit, Aufenthalt zu Hause und .....
Lieben Gruß von Dagmar