Hallo Medicus,
erst als ich mir sicher war, dass ich Alkoholikerin bin, konnte ich etwas unternehmen. Da ich vorher gar nicht wußte, dass ich krank bin, stellte sich die Frage auch nicht. Ich trank "einfach". Bis zu dem Zeitpunkt halt, an dem ich mir sicher war. Dem gingen 3 Wochen intensiven Nachdenkens voraus.
Zitat von Medicus
Aber ich denke mir dann auch, dass ihr wohl alle nicht gleich beim ersten Versuch trocken geworden seit, oder?
Alle sicher nicht. Bei mir ist es jedoch (bisher) so: Am 17.05. hörte ich erstmals auf zu saufen und dabei ist es bis heute geblieben.
Zitat von Medicus
Vielleicht gehoert diese Erfahrung des Rueckschritts ja dazu ...
Ich will es nicht erleben, denn ich weiß nicht, ob ich so schnell wieder aufstehen könnte.
Dein Suchtgedächnis merkt vielleicht langsam, dass es Dir ernst ist. Da wird des böse, gemein und immens hinterhältig
! Vielleicht auch mit der Frage "Bin ich überhaupt Alkoholiker ?" Antwortest Du mit "Nein" hätte es gewonnen. Willst Du das ? Wenn nicht, arbeite dagegen ! Pah, das wär doch gelacht, wenn so ein blödes Suchtgedächnis uns einfach so rumkriegen würde, oder ?
Ich merke jetzt nach gut 6 Monaten, wie das Gedächnis deutlich leiser geworden ist. Das heißt aber leider nicht, dass es nicht trotzdem aus dem Hinterhalt einfach zuschlagen kann. Vorsicht ist wohl immer geboten.
Lieben Gruß
Biene