Beiträge von Tina

    Hallo Francine,
    danke, dass Du Dich gemeldet hast.

    Auch wenn Du gerade wieder trinkst, bist Du doch einen Schritt weitergekommen. Du schreibst, dass Du es wohl nicht alleine schaffst und diese Erkenntnis ist an sich einfach schon Gold wert ! Nur mit ihr bist Du überhaupt bereit, Hilfe zu holen und anzunehmen. Nur mit ihr kannst Du erstmalig einen anderen Weg ausprobieren.

    Du wünscht Dir so sehr "es" zu schaffen ? Dann stehst Du nun also an einer Kreuzung. Wohin willst Du ? Welcher Weg passt für Dich gerade ? Der mit oder der ohne Alkohol ? Es ist Deine Entscheidung. Nur Deine !

    Solltest Du Dich für den Weg ohne Alkohol entscheiden, sollte der sich für Dich jetzt richtig anfühlen, dann dreh Deinen Körper doch zunächst erstmal nur in diese Richtung und prüfe dabei Dein Proviant:

    Was brauchst Du für diesen Weg ? Welcher Arzt könnte Dir beispielsweise helfen. Wirklich helfen meine ich, nicht nur Sprüche klopfen. Wer ist sonst noch da, der Dir Unterstützung geben kann ? Wie sieht es mit Suchtberatung, Familie und Freunde aus usw. usw. Welche Vorkehrungen kannst Du treffen, damit Du die kommenden 24 Stunden auf dem Weg bleiben kannst ? Erstmal nur die, die nächsten kommen später.

    Francine, Du bist hier genau richtig ! Ich würde mich freuen, weiter von Dir zu lesen.

    Grüße
    Tina

    Hallo Francine !

    :shock: Was ist los ?

    Ich habe gerade mit Interesse die Beiträge des heutigen Tages gelesen und mich gefreut, dass es bei Dir nun anscheinend richtig los geht. Auch auf Karstens Frage hast Du geantwortet, alles gut.

    Und dann ? Was ist passiert ? Heute Abend dann so aggressiv ? Meine Vermutung wäre, dass Du heute Abend getrunken hast. Ist das so ? Wenn ja, dann laß uns mal bis morgen warten und dann weitersehen. Wie wäre das ? Ich werde Karsten bitten, mit dem Löschen noch zu warten. OK ? Wenn Du es aber morgen auch noch möchtest, sage bitte noch mal Bescheid.

    Dieses "nie mehr" trinken dürfen hat auch mir übrigens Angst gemacht. Mir hat das Denken in 24 Stunden anfangs gut geholfen. HEUTE trinke ich nicht. Was morgen ist, entscheide ich dann.

    Grüße
    Tina

    Hallo Francine,

    ich habe meist jeden zweiten Tag getrunken. Fast immer nur Bier, selten mal Wein, nichts Hochprozentigeres. Dabei habe ich durchaus weiter funktioniert, sprich gearbeitet, Kinder versorgt usw. Die "Schwierigkeit" lag im Kontrollverlust: Einmal angefangen, gab es kein Ende mehr. So ging es immer und immer wieder.

    Als ich mir endlich eingestehen konnte, dass ich Alkoholikerin bin und ich damit aufhören wollte, ging ich zum Arzt. Wenn ich ehrlich sein soll, ging ich vor allem, weil es mir hier geraten wurde und weil ich Angst vor einem kalten Entzug bekommen hatte. Hier im Forum findest Du Hinweise, was so ein kalter Entzug heißen kann.

    Fakt war jedenfalls, dass ich durchaus körperliche Entzugserscheinungen hatte, obwohl ich dch "nur" jeden zweiten Tag betrunken war. Der Körper gewöhnt sich einfach an den Konsum, er stellt sich darauf ein. Wenn nun nichts mehr kommt, fängt er an zu meckern und rührt sich. Ist doch logisch.

    Die Aussage Deines Internisten finde ich mehr wie fragwürdig. Leider sind nicht alle Ärzte Fachleute in Bezug auf Alkohol. Suchtmediziner kann auch nur heißen, dass er substituieren darf, was nicht jedem Arzt gestattet ist.

    Eine Trinkpause einlegen zu können, heißt noch lange nicht, dass Du keine Alkoholikerin bist. Der Kontrollverlust, von dem Du ja auch schreibst, ist da in meinen Augen ein viel gravierenderes Merkmal.

    Ich rede ja nicht von einem stationären Aufenthalt in einer Klinik. Wie wäre es einfach mit einem Besuch beim Hausarzt ? Der kann Dich kurz durchchecken, Blutwerte nehmen und "ganz nebenbei" die körperliche Entgiftung begleiten. Wissen muss er es eh, da bei künftigen Medikamentenverschreibungen schließlich z.B. auch darauf geachtet werden muss, dass die Medizin nicht in Alkohol gelöst ist.

    Grüße
    Tina

    Hallo Francine !

    Herzlich willkommen hier im Forum. Einen ersten, guten Schritt hast Du jetzt unternommen, indem Du Dich mit Leuten austauschen willst, die auch einmal in einer Situation wie Deiner waren.

    Sag, warst Du beim Arzt ? Das ist ein sehr wichtiger nächster Schritt, denn eine Entgiftung ist für den Körper ein echter Kraftakt, den er nicht mal eben im Vorbeigehen hinbekommt.

    Grüße
    Tina

    Ich nochmal, denn ich möchte gerne was richtig stellen:

    Die bessere Alternative zum Ausguss ist der Absender. Alkohol zurück an Versender. Wenn Du weißt, dass es aus der Nachbarschaft kommt, wird sich auch ermitteln lassen, welcher Nachbar das war. Dann weiß derjenige auch sofort für´s nächste Jahr Bescheid. So habe ich es gemacht und es hat funktioniert.

    Grüße
    Tina

    Hallo Bernd !

    Zitat von Bernd G

    ich gehe gleich zu Besuch und dann sind die wieder da wo sie hingehören , nicht bei mir.

    Willst Du den Alkohol weiterverschenken ? Versteh ich das richtig ? Ist es nicht ein wenig makaber, wenn ein trockener Alkoholiker Alkohol verschenkt ? Ich ließe das sein. Egal wie teuer das Zeug womöglich war, es käme in den Ausguss und nirgendwo anders hin. Wie es in den Ausguss käme, ist dabei ungeklärt. Sicher durch eine andere Hand als meine, vermutlich durch die meines Mannes. Ja, sehr wahrscheinlich sogar, denn es ist mir schon zuwider die Flaschen in die Hand zu nehmen.

    Wie wäre es mit einem netten Hinweis an der Tür für´s nächste Jahr "Bin Alkoholiker und möchte trocken bleiben". Wetten, dass dann keiner mehr ne Pulle vor die Tür stellt :wink:.

    Grüße und frohe Weihnachten !
    Tina

    Hallo Rattenschwanz,

    ich habe jetzt mal geschaut, aber so schnell keinen Beitrag gefunden, in dem steht "Du willst ja gar nie aufhören". Woher hast du das ? Es wurde die Frage an ihn gestellt, das ja, aber festgestellt im Sinne von unterstellt, hat es doch niemand. Warum auch ?

    Hartmut hat aber recht, in dem er sagt, dass Du das besser in KenntethN Thread thematisieren könntest.

    Hier soll es ja um Dich gehen. Daher: Wie geht es Dir denn heute ?

    Grüße
    Tina

    Hallo Kenneth,

    ich kann ehrlich gesagt ein Stück weit verstehen, wenn Deine Fallmanagerin immer wieder vom leidigen Thema "Alkohol" anfängt, denn besoffen kannst Du leider tatsächlich keinen Job ausüben. Insofern macht sie ihren Job sogar recht gut, da sie nicht nachläßt genau den Punkt anzusprechen, um den es tatsächlich geht. Natürlich ist nicht für alles der Alkohol verantwortlich, aber er trägt einen gehörigen Beitrag daran, dass Du keinen Job findest und auch nichts dafür tun kannst, um diesen Zustand zu ändern.

    Hast Du denn mal offen mit ihr geredet ? Weiß sie, dass Du Alkoholiker bist oder vermutet sie es nur ? Wie wäre es, wenn Du ihr Deine Pläne darlegst ? Ich könnte mir ja vorstellen, dass nach einer qualifizierten Entgiftung auch eine Kostenübernahme weitergehender, passender Hilfen wie der Brücke"drin sitzt". Erstmal wirst Du dafür nur vermutlich quasi in Vorleistung gehen müssen, sprich entgiften. Könnte ich mir jedenfalls vorstellen :wink:.

    Ist die SHG bei Dir vor Ort eine für Alkoholiker ? Wenn ja, dann geh doch einfach mal hin. Wer hindert Dich daran ? Wenn sie sich allerdings schwerpunktmäßig z.B. um Abhängigkeiten von illegalen Drogen kümmert, könnte es tatsächlich nicht passen. Aber informiere Dich doch einfach direkt dort.

    Zuallererst würde ich aber tatsächlich mit dem Hausarzt reden. Er kann Dir die Einweisung in eine Klinik zu Entgiftung ausstellen und Du bist einen gewaltigen Schritt weiter. Es lohnt sich, glaub mal !

    Grüße
    Tina

    Hallo ReinerF,

    wenn für die Gesundheitssorge die Betreuung angeordnet wird, kann der Betreuer dafür sorgen, dass Deine Frau in ein Krankenhaus gehen muss. Vom Trinken kann er sie aber dadurch nicht abhalten. Auch kann er nicht verhindern, dass sie in einer stat. Maßnahme wieder rausgeschmissen wird, weil sie rückfällig ist.

    Welche Wünsche verbindest Du also mit einer Betreuung für Deine Frau ?

    Wäre diese rechtliche Änderung die Allheillösung für Alkoholismus, würden vermutlich schon die Krankenkassen regelmäßig einen entsprechenden Antrag bei Gericht stellen.

    Die einzige, die ihr Leben ändern kann, ist Deine Frau selber. Du selber mußt Dich dagegen vor allem um Dich kümmern. Sie kannst Du nicht retten. Dich schon.

    Damit wäre ich übrigens auch beim Punkt: Bitte äußere Dich hier nicht über das Leben Deiner Frau, sondern sei für Dich hier !

    Wie geht es Dir ?

    Grüße
    Tina

    Hallo Duffy !

    Herzlich willkommen hier im offenen Forum. Der Bereich ist schon richtig hier. Wo wolltest Du denn hin ? :wink:

    Der Anfang ist getan und dazu gratuliere ich Dir von Herzen. Hast Du eine Idee, welche Veränderungen Dir konkret in den nächsten Tagen helfen könnten ?

    Grüße
    Tina

    Hallo Step,

    wer gewinnt denn in dem Spiel der Aufmerksamkeit: Das Büro oder die Tochter ?

    Ich kann Stress durchaus einige Zeit aushalten und gerade im Moment ist es bei mir auch sehr eng. Gesund ist das aber nicht, ganz und gar nicht und ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht früher sogar trank, um "wieder runter zu kommen" nach einem anstrengenden Tag. Wenn ich so viel geschafft hatte, durfte ich mich doch auch dafür belohnen ...

    Interessant ist dabei auch, dass die Arbeit an Deiner Trockenheit, sprich die Besuche hier, als erstes unter dem Stress leiden. Sie werden weniger, sind später, manchmal vielleicht gar nicht ...

    Was ich sagen will: Pass auf Dich auf. Auszeiten, auch wenn sie nur kurz sind, sind wichtig !

    Grüße
    Tina

    Hallo Rattenschwanz,

    ja, es ist wahrlich schön, wenn einen der eigene Spiegel endlich wieder mag.

    Das persönliche Selbstwertgefühl wächst mit jedem nüchternen Tag.

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag !

    Grüße
    Tina

    Hallo Tian,

    Zitat

    Den Aufzug stoppen wenn er nicht mehr weiter nach unten geht bzw. den Aufzug stoppen wenn er in der Mitte steht und nach unten führt ist schon ein Unterschied.

    Bei jedem hier war noch Platz, denn unten ist der Tod und da war definitiv noch keiner von uns. Aber wenn Du den sozialen Abstieg so unterscheiden willst, stand auch bei mir der Aufzug noch irgendwo in der Mitte.

    Das heißt nichts anderes, als das ich sowohl Mann, als auch Kinder, Führerschein, gefülltes Bankkonto, Wohnung und Job noch hatte. Glück gehabt, sag ich mal, denn ich bin mir sicher, wo ich gelandet wäre, wenn ich den Absprung nicht rechtzeitig hinbekommen hätte. Unter der Brücke - alles eine Frage der Zeit.
    Auch körperlich habe ich keinerlei Beeinträchtigungen behalten. Nochmal Glück gehabt.

    Trotzdem bin ich genauso Alkoholikerin wie jede und jeder andere hier und das ich seit über 6 Jahren rückfallfrei leben kann, hat viel mit der Einhaltung der Grundbausteinen zu tun. Auch heute ist mein Haus weiterhin alkoholfrei und es gibt keinen Grund, dies zu ändern.

    Ich finde es übrigens gut, dass Du Deinen Freund nicht retten können willst, sondern Deinen Fokus auf Dich legst. Du kannst ihm ja einfach vom Forum berichten und andere Hilfsmöglichkeiten aufzeigen.

    Grüße
    Tina

    Hallo zusammen !

    Zitat von garcia

    Das ist mein 1-Tages-Urlaub.

    Frank, dass hört sich soo gut an. So achtsam. Ja, die Freitage sind wichtig, auch für mich.

    Jürgen, an dieser Stelle sende ich Dir nachträglich einen herzlichen Glückwunsch zu Deinem freitäglichen Geburtstag.

    Danke auch an Euch NNGNeo, Eni und Elly ! Ich lasse Eure Beiträge so stehen, sie sprechen für sich.

    Schon häufiger habe ich jetzt gelesen, dass reale SHG-Treffen freitags stattfinden. Das wird ganz sicher kein Zufall sein und es wird durch das bestätigt, was Ihr hier schreibt.

    Nun denn, bis zum nächsten Freitag dauert es jetzt erstmal wieder einige Tage. Morgen ist zunächst der Montag dran. Auch er ist ein wichtiger Tag in Bezug auf Alkoholismus - er war immer nur negativ behaftet, da verkatert zur Arbeit, wochenendlliche Filmrisse, die es zu verarbeiten galt usw. usw.

    Heute wünsche ich Euch einen wunderschönen und klaren Wochenstart in eine gute Woche ! 8):D

    Grüße
    Tina

    Hallo !

    Zitat von Kaleu

    Tatsache ist - es gibt nur jetzt und ich bin immer nur hier

    Tatsache ist aber auch, dass es immer auch ein Morgen gibt. Aber selbst wenn Du recht hast, ist das Hier und Jetzt freitags ein anderes Hier und Jetzt als mittwochs. Ich strukturiere meine Tage durchaus unterschiedlich und wie vermutlich jeder hier, unterliege ich gewissen äußeren Zwängen, die meine Struktur zeitweilig prägen. Mittwochs mehr, wie freitags.

    Zitat von Kaleu

    Freiheit und Freizeit ist im Kopf, nicht im Kalender

    Nur im Kopf ? Mir ist es in der Realität lieber, als in der Phantasie. Daher die Unterschiede zwischen einzelnen Wochentagen. Schade für Dich, wenn es Dir nicht so geht.

    Zitat von Ghiuirgean

    Der 13. eines Monats fällt am häufigsten auf einen Freitag

    Dies hat leider Null mit dem Thema hier zu tun. Was also soll der Beitrag ?

    Derartige Wortverdrehungen, wie sie hier jetzt wieder laufen, erachte ich jedoch auch als absolut überflüssig. Mich interessiert nach wie vor meine Frage und die lautete, ob der Freitag für Euch eine besondere Bedeutung hat !?

    Grüße
    Tina