Beiträge von Tina

    Hallo Lori,

    schön, dass Du Dich gemeldet hast !

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    Ich kam und komme mir aber heute noch so dumm vor,denn es gibt so viele Menschen die richtig krank sind und Hilfe brauchen.Ich denke für mich dann meine Ärztin braucht die Zeit für andere mehr.(falsches denken)

    Ein Stück weit kann ich Deine Gedanken sogar nachvollziehen. Krank ist "man" halt nur, wenn man mit Fieber im Bett liegt oder so ähnlich, nicht wahr ? Stimmt aber nicht! Mir selber fällt es auch sehr schwer für mich zu akzeptieren, dass ich krank bin. Da muß ich wohl noch einen langen Weg gehen - einen Rückfall als Beweis für meine Krankheit möchte ich dabei aber nicht erleben. Die vielen Gedanken an den Alkohol reichen da schon.

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    Sie hat mir die Angst genommen und sehr geholfen

    So positiv, wie Du Deine Ärztin beschreibst: Wieso sollte sie Dir jetzt nicht auch wieder helfen können ?

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    Nun, jetzte bin ich mal wieder in einer Sackgasse und komme alleine nicht da raus

    Gibt es da nicht einen Spruch von wegen der Erkenntnis und dem ersten Weg zur Besserung ? Was ich damit sagen will: Du weißt, dass Du alleine aus Deiner Sackgasse nicht rauskommst, das ist wichtig. Jetzt hast Du das ganze Wochenende Zeit, Dir zu überlegen, wie es weitergehen soll, was Du unternehmen möchtest, damit es Dir wieder besser geht. Nimm Dir diese Zeit !

    Mir hat es unendlich viel geholfen, hier im Forum zu lesen ! Am Liebsten hätte ich das den ganzen Tag getan (noch immer). Die Erfahrungen der anderen zeigen mir einen Weg auf, der für mich auch begehbar sein könnte.

    Ich habe Montag mein Erstgespräch bei der Suchtberatung. Das macht mich schon ganz schön nervös, aber ich will auf jeden Fall dorthin und zudem weiter die Hilfe hier in Anspruch nehmen. Die Angst vor einem Rückfall ist einfach zu groß.

    Liebe Grüße
    Biene

    Guten Morgen Lori,

    ich habe mir gerade nochmal meine Antworten an Dich durchgelesen: Sorry, ich wollte Dich nicht bedrängen ! :oops:

    Ich war erst diesen Montag zum allerersten Mal beim Arzt wg. meiner Alkoholkrankheit (Du siehst also, Du bist schon viel weiter wie ich) und es ist mir unendlich schwer gefallen. Ich habe nur geheult, ein Gespräch war quasi nicht möglich. Aber trotzdem ging es mir danach besser. Der Arzt war zum Glück sehr ruhig und frei von Vorwürfen. Dienstag war ich dann nochmal da und dieser Gang fiel mir schon leichter. Ich habe bemerkt, dass ich ohne Hilfe nicht aus dem Sumpf, in dem ich gerade stecke, herauskomme und diese Erkenntnis tut unendlich weh.

    Es wäre schön, wenn Du erzählst, wie es Dir heute geht.

    Liebe Grüße
    Biene

    Biene hier noch mal !

    Bitte gehe morgen zum Arzt. Sie weiß doch Bescheid. Wem mußt Du beweisen, dass Du es jetzt sofort total stark bist ? Deiner Ärztin wohl bestimmt nicht !

    Ich bin mir übrigens sicher: Es wird der Moment kommen, in dem Du anderen hier helfen kannst (Vielleicht schneller, als Du denkst), aber jetzt kümmere Dich erstmal nur um Dich, das ist wichtiger.

    Liebe Grüße
    Biene

    Hallo Lori,
    ich kann natürlich nur von mir und teilweise von meinen direkten Kollegen reden (Es gibt leider immer wieder welche, die sich extrem daneben benehmen): Aber: Keiner hat das Recht Dich nieder zu machen !!! Wirklich keiner ! Wenn Dir Dein Ansprechpartner wirklich so heftig kommt, wehre Dich ! Es ist Dein gutes Recht ! Allerdings wäre es viel, viel besser, wenn es halbwegs funtkinieren würde. Dabei könnte es wirklich hilfreich sein, wenn Du mit offenen Karten spielst ! Nimm Dir vielleicht eine Freundin, Deine Tochter oder wen auch immer mit, dann bist Du nicht so alleine. Du kannst Dir auch bei der Suchtberatung Hilfe holen, die dann mit zum Amt gehen.

    Erstmal solltest Du aber wirklich dringend direkt morgen zum Arzt gehen. Lass Dich krank schreiben.


    Liebe Grüße
    Bien

    Hi Lori,
    Nochmal zum Thema "Amtsarzt" Da musst Du wirklich nur hin, wenn Du sagst, dass Du nicht Vollzeit arbeiten kannst. Hintergrund dabei ist einfach, dass die Büroleute nicht beurteilen können, wie viel jemand arbeiten kann, da sie ja keine Ärzte sind. Aber auch eine "Untersuchung" beim Amtsarzt ist nicht so schlimm, wie Du ihn Dir vielleicht vorstellst. Die meisten, die dort waren, haben mir zumindest gesagt: Der hat ja gar nichts gemacht, nur ein paar Fragen gestellt. Wenn Du alledem aus dem Weg gehen willst, geh einfach zu Deinem Hausarzt und lass Dich krank schreiben (einige Wochen "hält das", sprich, Du wirst in Punkto Arbeit in Ruhe gelassen) <- Das klappt nur bei Harzt IV, beim Arbeitsamt ist das was anderes, da kann ich aber nicht mitreden.

    Das Amt ist aber vermutlich im Moment Dein geringstes Problem:

    Ich wünsche Dir 24 weitere trockene Stunden !

    Liebe Grüße
    Biene

    Hallo Lori,
    vielleicht kann ich Dir ja ein wenig die Angst vorm"Amt" nehmen.

    Also:
    Vermutlich werden sie Dich fragen, warum Du so lange krank warst, vielleicht auch, was Du hattest. Wichtig ist"für die" dabei aber immer nur die Frage, ob Du arbeitsfähig bist oder nicht. Nicht mehr oder weniger ! Diese Frage wird im Zweifel immer durch einen Amtsarzt geklärt, was heißen soll: Wenn Du arbeitsfähig bist, ist alles o.k., bist Du es nicht, gehst Du dort zur Untersuchung und der Amtsarzt sagt dann "Lori kann soundsoviele Stunden am Tag diese oder jene Arbeit ausüben" Daran hält sich dann auch "Dein Mensch vom Amt". Schließlich ist er selber kein Arzt.

    Damit kommt noch ein wichtiger Punkt: Es ist sicher hilfreich zu wissen, ob jemand Alkoholiker ist oder nicht (Du könntest damit evtl. verhindern, dass Dir z.B. ein Job in einer Brauerei angeboten wird). Aber es liegt AUSSCHLIESSLICH an Dir, ob Du es erzählst oder nicht.
    Das hat dann sicher auch damit zu tun, wer Dir gegenübersitzt. Ist es immer der gleiche, zu dem man ein kleines Vertrauensverhältnis aufbauen kann oder wechselt es ständig. Es ist leider überall unterschiedlich geregelt.

    Aber vor allem: Dort arbeiten auch nur Menschen, nicht vergessen. Ich auch und ich habe erst vor 4 Tagen aufgehört zu trinken. Da bist Du schon viel weiter !

    Liebe Grüße
    Biene

    Hallo !

    Es wurden Infos von den "Neuen" gewünscht, deshalb hier mein Beitrag.
    Mich interessiert das Thema zudem brennend, da Outing hochaktuell für mich ist. Deshalb hier meine bisherigen, sehr wenigen Erfahrungen und die Hoffnung auf Ratschläge:

    Dieses Wochenende habe ich meinem Vater am Telefon (er wohnt weiter weg) erzählt, dass ich alkoholkrank bin und entsprechende Hilfe in Anspruch nehmen muss und werde. Seine Reaktion: " Ich hätte ja gedacht, dass Du DAS alleine schaffst" Er hat mich damit unheimlich verletzt. Ich hätte mehr Verständnis erwartet. Seitdem herrscht Funkstille. Ich habe nichts mehr von ihm gehört und selber auch nicht mehr angerufen.

    Mein Mann und eine sehr, sehr gute Freundin dagegen waren froh, dass ich endlich selber drauf gekommen bin und etwas unternehmen will.

    Das Gespräch im Büro steht mir noch bevor und ist sicher unabwendbar: Mein direkter Kollege hatte heute seinen ersten Arbeitstag nach seinem Urlaub und ich melde mich krank. Üblicherweise rufen wir uns in solchen Fällen zumindest kurz an, klären das wichtigste ab und erzählen uns auch WARUM WIR NICHT KOMMEN KÖNNEN. Ich habe nicht angerufen, denn ich wollte ihn nicht anlügen, war aber auch noch nicht in der Lage, ihm die Wahrheit (die er vermutlich eh schon lange kennt) zu erzählen.

    Wichtig ist dabei sicher zu wissen, dass ich erst ganz am Anfang stehe, seit gerademal 3 Tagen keinen Alkohol mehr trinke und vom Arzt vor allem wg. meiner derzeitigen katastrophalen psychischen Verfassung in der Entgiftung krank geschrieben wurde.

    Liebe Grüße
    Biene