Hallo an alle!
Ich habe mich lange nicht mehr gemeldet, weil ich LEIDER einen Rückfall hatte.
Aber diesmal würde die Überschrift "Traurige Geschichte"nicht mehr ausreichen. Ich habe ein Horror erlebt!
Der große Sohn war abgehauen, der kleine in die Ferien gefahren und auf einmal war ich hier ganz alleine. Ein paar Tage ging das aber eines Abends aus Einsamkeit habe ich meinen alten Freund eingeladen-den Wein. Und dann ging es los. Eine Flasche dann schlafen, aufstehen neue holen austrinken wieder schlafen. Dazu hatte ich solche Stimmung, dass ich eigentlich nur weinen wollte, ich aß gar nichts. Eines Tages hatt es angefangen mir alles weh zu tun, ich wußte nicht mehr weiter. Ich musste mich ständig übergeben, dachte ich sterbe langsam hier in der Wohnung. Ich bin nicht ans Telefone gegangen. Und als ich schon dachte es ist das Ende klingelte es an der Tür und da stand mein große Sohn. Er hat mich in den Arm genommen, sagte mir dass er mich über alles liebt. Ich habe geweint vor Glück aber es ging mir körperlich so schlimm, dass mein Sohn mich geboten hat ins Krankenhaus zu fahren. Das taten wir.
Und jetzt fängt super große Traurige Geschichte. In der ersten Hilfe wurde ich erstmal versorgt und war einverstanden zu bleiben. Weisst ihr was die mit mir gemacht haben? Ich wurde in die geschlossen Psychiatrie rübergefahren. Die erste Nacht ging es mir sehr schlecht, so dass ich nur froh war, dass ich unter ärztlichen Oput bin. Am nächsten Tag realiesierte ich erst wo ich bin. Da waren echt nur Irren. Kein normale Mensch. Türen, Fenster geschlossen. Die Krankenschwestern wollten nicht mal mit mir reden und jedes mal, wo ich mich beklagt habe, dass es mir schlecht geht habe ich xxx bekommen. Ich wollte gehen aber der Artz meinte, dass er einen Richter informieren würde und die werden mir die Kinder weg nehmen.Zum Glück dürfte ich Besuch empfangen. Als mein Sohn gesehen hat wo ich bin, sagte er, ich solle nicht auf die Gerede von dem Arzt hören sondern schnell auf eigenen Wunsch weg.Am dritten Tag endlich kam der Oberarzt. Ich habe ihm gesagt, dass ich Alkoholproblem habe aber auf dieser Station werde ich verrückt. Ich bin zweite mal geboren als ich denHimmel sah.
Am nächsten Tag früh um 8.00 war ich beim Arzt. Er hat mir eine Beratungsstelle empfohlen. Ich war schon da.Das erste Gespräch war toll. Und heute begann meine ambulante Therapie. Zusätzlich soll ich noch eine Selbsthilfegruppe suchen.
Ich bin noch nie wie jetzt so entschlossen nie wieder zu trinken. Ich werde erstmal nicht arbeiten sondern sich nur um mich kümmern.
Am meistens macht es mich glücklich, dass meine Familie wieder komplett ist. Und die Tatsache, dass mein Sohn zu mir steht-zur einer Mutter, die Alkoholikerin ist. Er hat mir durch die letzte Woche so viel Liebe geschenkt und bewiesen. Das bedeutet mir sehr viel.
Ich mache mich auf die Reise. Reise in die Trockenheit.
Seit 27.07.2008 trocken und so soll es bleiben.
LG
live2008
edit summerdream: bitte keine medikamente nennen - thx