Beiträge von live2008

    Hi Partymix,

    Herzlich Willkommen auch von mir!

    Ich will dir etwas erzählen.
    Ich habe auch (vor 2-3 Jahren) so wie du jetzt zu meinen Freunden gesagt, dass ich die Trinkerei nicht normal wäre. Viele lachten mich aus.
    Die lauten Überlegung, ob ich Alkoholikerin wäre, wurden ignoriert, ausgelacht und da kam immer: "Komm hör auf, du bist doch keine Alkoholikerin, wir trinken doch auch."

    Mein Rat: mit den Menschen, die in deinem Umfeld trinken, wirst du kein Gespräch über das Thema Alkoholismus finden können. Ob Problem oder nicht, das musst du selbst entscheiden.
    Ich habe irgenwann mal aufgehört darüber zu reden, damit ich nicht hören musste: "du bist doch keine Alkoholikerin".
    Ich trank aber weiter und stürzte von Tag zu Tag weiter ab.
    Bei meiner Engiftung im Nov.08 im KH hatte ich viel Zeit nachzudenken.
    Und weißt du was? Mir ist klar geworden, das waren keine Freunde. Keiner von den hat mich unterstützt, mir geholfen. Niemand. Zum Schluss war ich alleine.
    Ich habe die Kontakte abgebrochen, rede mit vielen nicht mehr.
    Und es fehlt nicht einmal. Wenigstens ersparre ich mir heute die Erzählungen wer was wo und wieviel getrunken hat. Interessiert mich nicht.

    Wg deinem Schwiegervater: harte Nuss die Situation aber da können dir bestimmt andere Forenteilnehmer hier einen Rat geben, ich hätte jetzt Null Ahnung wie ich mich verhalten sollte.

    Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft
    live2008

    Hallo Backmaus, hallo Mandy,

    danke euch für eure Worte.

    @Backmaus: ich versuche immer positiv zu denken, lebe oft nach dem Motto: Gedanken werden wahr! Es wird alles gut gehen, dass weiß ich, nur etwas Angst überflutet mich schon ab und zu. Heute früh wars ganz schlimm. Ich wurde wach und hatte diese komische Bauchschmerzen, die durch Angst entstehen. Diese Angstgedanken, die man nicht drehen kann. Oje, war das schlimm. Glücklicherweise musste ich heute nicht so früh arbeiten also packte mich zurück ins Bett und redete mir ein, dass ich müüüüüde bin bis ich wieder eingeschlafen bin. Gegen 10.00 wurde ich wieder wach und die Angst war weg. Den Tag habe ich gut überstanden. Morgen fange ich langsam zu packen.
    @Mandy: wg deine Frage , was das für eine OP ist...offener Bereich....hm , ich sage nur kurz: Frauengeschichten!

    Ich wünsche euch eine gute Nacht und süße Träume
    live2008

    Hallo meine Lieben,

    ich muss euch etwas erzählen, was mich am WE zum riesen Nachdenken gebracht hat.

    Ich war mit vielen Freunden, mit denen ich studiere übers WE weggefahren. Wir hatten die Möglichkeit zusätzlich zu lernen. Vom Freitag zu Samstag war ich sehr müde, ich und meine Freundin sind schlafen gegangen und am Samstagabend wars genau so. Fertig, müde waren wir kurz vor Mitternacht im tiefsten Schlaf.
    Andere dagegen waren nach dem ansterengenden Lerntag unterwegs gewesen.
    Und am Sonntag sollten wir zurückfahren.

    So viele "Leichen" habe ich schon lange nicht gesehen. Kaputt, Kopfschmerzen, Übelkeit, schlechte Laune usw.
    Geschichten würden erzählt wer wieviel getrunken hat, wer hat sich auf der Straße übergeben, wer kann sich an garn nichts mehr erinnern.
    Schon alleine vom Hören würde mir schlecht aber wir saßen im Auto Richtung Berlin zusammen und ungewollte musste ich mir die Alkgeschichten anhören.
    Wow, war ich froh und glücklich, dass es mir gut geht. Ich war nüchtern, ausgeschlafen und gut gelaunt. Als die "Leichen" nicht mehr redeten, hatte ich etwas Zeit nachzudenken.
    Da kamen die Erinnerungen hoch, die schlechten Erinnerungen, wo ich auch wie die anderen früher getrunken habe und am nächsten Tag kaputt war.
    Dieses ecklige Übelkeitsgefühl, Kopfschmerzen, der faule Magen, das ganze einfach...brrrrr...dachte ich und freute mich noch mehr, dass ich nicht trinke.
    Einerseits war ich erstmal sauer, dass ich mit dem Thema saufen konfrontiert wurde, es ging auch nicht nicht zuzuhören, weil ich sonst aussteuigen musste und die Autobahn zu Fuss weiter gehen musste.
    Anderseits ging es mir gut zuzuhören, wie die sich qwählen und ich nicht, weil mich das gestärkt hat. Gestärkt in den Gedanken, dass ich mich gut entschieden haben, sich vom Alk zu trennen.
    In dieser Beziehung bin ich als Single besser aufgehoben.

    Das Leben ist so schön ohne Bier, ohne Wein etc.
    Das Leben ist so schön, wenn man sich an alles erinnern kann.
    Das Leben ist so schön, wenn man morgens aufsteht und fit für den Tag ist.

    Dieses Leben ist schön und es ist MEINS!

    LG
    live2008

    Hallo zusammen,

    @Lobanshee: danke für die Tipps. Jetzt werde ich mir kein Kopf ersmal darüber zerrbrechen. In 2 Wochen muss ich operiert werden, danach kümmere ich mich um das Übergewicht. Gesundheit geht jetzt vor der Figur.

    Caro : danke. Ich hoffe wg diese Kopfklarheit und dann einfach abnehmen.

    So aber noch etwas habe ich zu berichten!

    Und zwar jeder trinkende Alkoholiker holt sich jeden Tag Nachschub und bezahlt dafür Geld.
    Ich habe seit über 4 Monaten das Geld einfach gesparrt.

    2 Flaschen Wein je 4,00 Euro am Tag sind 8,00 Euro mal 30 Tage mal 4 Monate = 960 Euro !!!

    Vorgestern habe ich meine "alkoholfreie Spardose" geplündert und heute sitzte ich hier und schreibe an euch am geilsten Laptop der Welt, der mir jetzt gehört.
    Hätte ich weiter gesoffen, hätte ich meine Gesundheit und mein Leben ruiniert und diesen schönen Laptop versoffen.
    Jeden Tag wenn ich ihm anmachen werde, werde ich daran danken von welchem Geld ich mir ihm gekauft habe und ich werde einfach nur stolz auf mich sein.
    Das Sparen geht weiter: großes, neues Plasma wird in ein paar Monaten gekauft und das für das gesparte nicht versoffene Kohle.

    Also: vielleicht gefählt jemandem von euch die Idee mit "alkoholfreier Spardose". Na dann nichts wie jeden Abend Geld reinwerfen und nach einiger Zeit sich einfach etwas kaufen oder in den Urlaub fliegen oder Wellnes Wochenende buchen oder spenden oder oder oder.

    Ich grüße euch alle
    live2008

    Hallo Carimalina,

    Herzlich Willkommen hier im Forum.

    Nicht jeder hier kann im Vorstellungsbereich lesen also wäre es nett von dir, wenn du es hier nochmal schreiben würdest.

    Wg Klinikaufenthalt kann ich mich nicht äußerna aber wg dem Job.
    Mein Rat: kündige nicht voreilig. Das kannst du immer noch während oder nach der Therapie machen. Ohne Job sieht die Welt etwas grauer aus und ich kenne dein Problem im Hotel alleine und dann Flasche Wein. Aber es geht auch ohne.

    Ich war schon 7 Mal in 4 Monaten in verschiedenen Hotels, zu diversen Veranstalltungen und Schulungen.
    Und ich habe nichts getrunken, und es ging mir gut.
    Ich hatte anfangs auch Gedanken alles zu schmeißen aber ich habe es nicht getan und ich bereue es nicht.
    Ganz im Gegenteil-ohne Alkohol macht der Job noch mehr Spass.

    Liebe Grüße
    live2008

    Hallo Pia, Backmaus, Yvonne und Caro,

    ich danke euch für die netten und lieben Worte.

    Caro : wie es mir heute geht?
    Die Antwort könnte kurz sein: FANTASTISCH.

    Ich habe endlich das Gefühl, dass sich im meinem Leben nicht mehr um eine Trinkpause handelt.

    Früher habe ich öffters NICHTS getrunken, mal kürzer mal länger aber damals habe ich offiziel nicht getrunken dafür im Kopf weiter.
    Früher konnte ich einfach nicht aufhören an das Alk zu denken.
    Jetzt ist es anders, jetzt fühle ich mich anders.

    Jeden Abend vor dem Einschlafen bedanke ich mich beim Gott für den schönen Tag ohne Alkohol.

    Das Leben ist schöner geworden, natürlich gibts weiterhin Probleme aber mit klarem Kopf kann man alles lösen.

    Zusammenfassung und alle Vorteile meines jetziges trockenes Leben:
    -mit meinem Sohn habe ich super Kontakt
    -zu Hause herrscht Ruhe und Zufriedenheit
    -ich entwickle mich beruflich nach vorne
    -ich weiß jeden Abend was ich am Tag gemacht hat
    -ich habe keine Ängste, Depressionen etc.
    -ich zittere nicht
    -diese Unruhigkeit ist weg, der ständige Druck und Gedanken an Nachschub
    -mein Geldbeutel ist voller, weil ich kein Cent fürs Alk investiere
    -ich schlafe sehr gut
    -ich fahre Auto und mache mir keine Sorgen, ob da vielleich ein Restalkohol im Blut ist
    -ich kann meine Emotionen besser kontrolieren
    -ich bin ruhiger geworden
    -mir macht einfach alles mehr Spass

    Klar gibts Momente wo ich ausraste, sauer bin aber wer ist das nicht wenn eine Mahnung im Briefkasten ist oder etwas einfach nicht so gelaufen ist wie man es sich erhofft hat. Aber diese Momente gehören zum Leben dazu.

    Es gibt NUR ein Nachteil:
    -ich habe zugenommen und das fast 8 kg.
    Und es ist so schwer für mich wieder abzunehmen.
    Sport kann ich jetzt und in den nächsten Monaten nicht treiben( es stehet eine OP vor det Tür bei mir, ich gehe im April ins KH) und ich kann einfach nicht aufs Essen verziehten.
    Aber egal: lieber etwas dicker, daführ gesünder und trocken.
    Ich würde jeden für Tipps dankbar, wie ich ohne Bewegung trotzdem den Weg finden, wie ich meine schlanke Linie wieder erreichen kann.

    Was mich noch belastet: ich habe ein Nullbockphase aufs Lernen. Keine Ahnung wieso. Ich arbeite wahrscheinlich zu viel, da bleibt wenig Zeit und Energie übrig.
    Ich werde vor Ostern im Krankenhaus etwas nachholen, lesen, lernen und mir ein paar Gedanken machen wie ich alles besser organizieren soll.

    So jetzt muss ich aber los, Termine und Geschäfte warten.
    Ich wünsche euch allen einen schönen Tag und viel Kraft auf dem Weg ohne unseren alten Freund Alk.
    live2008

    Hallo alle zusammen,

    heute beginnt der 1.Tag des 5. Monats OHNE.
    wow! ich bin so glücklich und weiß offen gesagt nicht, wie schnell diese vier Monate vergangen sind.
    Aber eins ist klar: das Leben jetzt ist besser, besser, besser!

    Liebe Grüße und an alle Frauen: ALLES GUTE ZUM FRAUENTAG!
    live2008

    Hallo Cora,

    wenn es mir so be...en geht dann versuche ich meine Gedanken in die andre Richtung zu lenken.
    Es ist nicht leicht aber es funktioniert.

    Und als Anfang ist es gut nur damit anzufangen, sich zu bedanken.
    Ob du dich bei Gott, bei Universum oder bei jemandem anderen bedankst-das ist egal.
    Wenn du dich bedankst, dann lenkst du deine Gedanken in die positive Richtung, denn alles wofür du dich bedankst ist einfach positiv.

    Ich mache es so:
    abends kurz vor dem Einschlafen bedanke ich mich für den schönen TROCKENEN Tag
    und jeden Tag bedandke ich ich für alles was mir passiert, weil ich gerade weiß was passiert.
    Ich bin nicht betrunken also kann ich atmen, leben,arbeiten, lachen, essen, spazierengehen, einkaufen, Auto fahren, Buch lesen, kochen... ich bin gesund, mein Blutdruck ist ok, meine Hände zittern nicht (na gut-habe zu viel Speck aber na und?Hauptsache gesund!).

    Versuche es und es wird dir besser gehen.

    Du bist über 1 Jahr trocken, du hast es geschafft!!!, du hast einen tollen Freund und und und...und du bist ein wundervoller Mensch.

    Ich wünsche dir einen schönen Tag und viele positiven Gedanken.
    live2008

    Hallo Hartmut,

    na klar habe ich mich belohnt! Mit einem super Essen!
    Die Kalorien waren mir egal.

    Übrigens: mit dem Minibar ausräumen war auch mein Gedanke aber nur ein Augenblick.
    Ich hatte echt keine Angst und deshalb habe ich keine Gedanken mehr darüber verschwendet.
    Ich war da, habe ein Blick reingeworfen und das wars. Das Minibar hat für mich nicht existiert, es war unwichtig. Ich hatte eine Flasche HohesC dabei und Süssigkeiten hihihi.

    Es ist einfach so schön! einzuschlafen und aufzuwachen voll nüchtern, ohne Kater, ohne Kopfschmerzen, ohne zu zittern. Es ist schön und ich will es nicht aufgeben und auf keinem Fall verlieren.

    Ich bin glücklich.

    LG
    live2008

    Hallo alle zusammen, ich grüße euch ganz herzlich gleich zu Beginn,

    ich bin oberglücklich und das will ich euch kurz erzählen.

    Letzte Woche sind mir folgende Sachen passiert:

    1. am Donnerstag wendetet sich meine berufliche und finanzielle Situation. Ich wusste schon seit ein paar Wochen wie ich die 3.000 Euro fürs Jugendamt umgehen soll aber es fehlte an einem neuen richtigen Start. Alles entwickelte sich so zum positiven und man könnte sagen: "die Tür hat sich geöffnet" und jetzt steht mir nicht mehr in Weg. Schwer hier im offenen Details zu schreiben aber vielleich sage ich nur: der Tag war für mich wie ein sechser im Lotto.
    Was hätte ich früher getan: na klar getrunken, feiern, anstossen auf das Glück.
    Erste Probe überstanden.

    2. Dann Donnerstag am späten Nachmittag:ich wurde entäuscht, genervt und aus der Reserve gelockt. Man-ich habe vor Wut gekocht.
    Was hätte ich früher getan: na klar getrunken, um Stress abzureagieren
    Zweite Probe überstanden.

    3.Dann fuhr ich nach Bayern. Wochenende in einem Golf&Spa 5 Sterne Hotel. Tolles Zimmer und ich war da auf einmal ganz alleine in einer nicht alkoholfreien Umgebung. Gegnüber meines Bettes befand ich ein voll gefühltes Minibar. Ooopppss, dachte ich mir. Ich machte das Minibar auf, werfte kurzen Blick und machte es wieder zu.
    Was hätte ich früher getan: na klar getrunken und beim Auschecken hohe Rechnung bezahlt.
    Dritte Probe überstanden.

    Jeden Abend seit längere Zeit wenn ich das Licht ausache und im Bett liege bedanke ich mich für den Tag, für den Tag ohne Alkohol.

    Ich bin glücklich und dankbar, dass ich in diesen drei Situationen nicht zu Alkohol gegriffen habe.
    Tolles Leben und ich will es so behalten.
    Ich will nicht zurück-es lohnt sich nicht.

    Alk kann soll einfach bleiben: auf der Tanke, im Supermarkt oder in der Minibr. Ich nehme ihm nicht mit auf die Reise durch mein Leben.
    Nicht mehr.

    Ich wünsche euch einen tollen Start in die Woche.

    Und an alle die noch zweifen oder Angst haben: Leute macht Schluß, trennt euch, reicht Scheidung ein, wirft den Schwein Alk aus eurer Wochung, aus euren Leben raus. Weg mit ihm. Er soll abhauen.

    live2008

    Hallo Susanne,

    eine Frage.
    Du hast im anderen Thread geschrieben:

    Zitat

    überlegt doch mal! Wenn ich Psychologe wäre, wäre dieses Forum für mich das gefundene Fressen, um ein Buch daraus zu machen mit vielen Fallbespielen, die angeblich real gewesen sind.

    Wozu? Wieso? schreibst du das?

    Es gibt bestimmt sehr viele, die neu auf dem Weg ins trocken Leben sind.
    Es gibt bestimmt sehr viele, die ersmal hier nur lesen und noch nicht sicher sind sich anzumelden.

    Du kannst manipuliern. Toll! Aber es gibt da draußen viele, die es nicht können und die vor allem unsicher, voller Angst, Panik sind und wenn die so etwas lesen, dann können sie sich abgeschreckt fühlen.

    Wenn du Psychologin wärest, würdest du so ein Satz hier schreiben?

    Noch etwas: "angeblich real".
    Was heißt das bitte?
    Damit fühle ich mich angegriffen. Denkst du, ich z.B. hätte mir meine Geschichte ausgedacht und zum Spass hier reingeschrieben?

    live2008

    Hallo

    misselli , Andi, Oliver und Doro
    Ich danke euch ganz herzlich für eure Ratschläge.

    Ich hatte wenig Zeit mir Gedanken darüber zu machen.
    Ich war nur mit dem Lernen beschäftigt.
    Aber es hat sich gelohnt.
    Alles bestanden!!! Und wieder ein Semester und ein Schritt Richtung mein Ziel geschafft.

    Anderes Ziel und zwar TROCKENES LEBEN habe ich nicht aus den Augen verloren.
    Ich werde nächste Woche zu meinem Arzt gehen und mit ihm reden und zusätzlich mir eine andere Beratungstelle suchen.
    Eine Therapie will ich unbedingt machen auch wenn nur ambulant.

    Ich schicke allen liebe Grüße
    live2008

    Hallo Doro,

    ok. Ich fange von vorne an:

    diese Beratungsstelle habe ich letztes Jahr im August das erste Mal betreten und landete gleich bei "diesen" Therapeuten. Beim ersten Termin gab er mir eine Adresse von DRK KH in Berlin mit dem Namen vom Stationarzt an dem ich mich wenden soll, wenn ich wieder trinke. Ich wollte nicht trinken und es war irgendwie unheimlich, das er gleich zum Anfang des Gesprächs sich so um mein Rückfall kümmerte.
    Ich hatte jede Woche Termin bei ihm bis Oktober kam und ich da nicht wieder ging wg meines Rückfalls.
    Im KH (nicht dem was er mir damlas vorgeschlagen hat) haben sich verschidene SHGs vorgestellt sowie meine Beratungsstelle. Da kam eine junge nette Frau, mit der habe ich gesprochen, sie machte gleich einen Termin nach meiner Entlassung fest.
    Ich ging hin, wir redeteten über meine Situation und über Therapiemöglichkeiten. Beim zweiten Termin erklärte sie mir genauer wie alles aussieht und noch genauer wie die ambulante aussieht.
    Sie meinte, die ambulante leitet Herr...., der auch zuständige Therapeut ist aber derzeit in Urlaub und wir können erst kein Termin mit ihm ausmachen. Ich sagte ihr schon damals, ich mag ihm nicht besonders...hm...keine Reaktion.
    Ohne dritten Termin ging ich nach Hause mit dem Angebot die Orientierungsgruppe zu besuchen(die ist immer so voll, wenn man ca.15 Min früher kommt ist man so zu sagen zu spät und man wird nach Hause geschickt.)
    Den ganzen Dezember besuchte ich eine SHG, die ich mir selber gesucht habe und von der Beratungsstelle meldete sich keiner. Also schrieb ich nach Weihnachten eine E-Mail Lange Rede kurzer Sinn.
    Ich hatte den ersten Termin mit dem Herrn.....
    Er sagte, Alkoholismus ist ein Rückfallkrankheit und es ist ganz natürlich, dass ich Rückfall gebaut habe und er konnte sich das schon fast denken.
    Er meinte, ich solle einen Opfer bringen , wenn ich Therapie machen will, ich muss auf etwas veziechten.
    Ich fing an zu weinen wg Kind, Arbeit (bin selbständig-wenn ich nicht arbeite habe ich keinen Cent) und meinem Studium (bin auch nicht mehr 20 , dass ich es jetzt so abrechen kann).
    Obwohl er wusste, wieviel schlechte Erfahrungen ich mit Jugenamt hatte und er schlug einen Termin vor.
    Ich solle Pflegefmilie suchen und nach Motzen fahren.
    Ich sagte: Nein-kein Jugendamt, keine Pflegefamilie.
    (Über Möglichkeiten mit meinem Sohn Therapie in Motzen zu machen, habe ich mich selbst informiert. Ich musste den Therapeut aufklären, dass da nur Kinder bis 12 mitkommen können. Dann meinte er : teilstationär. na gut sagte ich , aber wovon sollten wir 3 Monate leben? Hmmmm...sagte er und meinte, ich solle eine Woche nachdenken und vereinbarte einen neuen Termin. Bei dem zweiten Termin erzählte er wieder von der Rückfallkrankheit und das ich bei nächsten Mal (was so oder so eintreten wird) einen Tagebuch meines Rückfalls führen solte.
    Ich saß da und glaubte einfach nicht was ich höre.
    Diese Worte waren wie eine Verurteilung.
    Er saagte, er würde keine ambulante Therapie für mich beantragen, weil ich wenig Zeit habe und die Termine nicht!!! einhalten werde. Ich soll erstmal regelmäßig zur Orientierungsgruppe kommen damit er sieht, dass ich zuverlässig bin. In ca. 2 Monaten können wir über das Thema: ambulante Therapie wieder reden.
    Die Orientierungsgruppe ist Dienstags zw. 13.30-15.00. letzte Woche konnte ich nicht, musste mich auf das Seminar in Köln auf den weg machen.
    Heute??? Tja, ich weiss nicht.
    Ich mag diesen Therapeuten nicht und er ist der einzige, der diese ambulante macht.
    Seine Art, wie er redet und sitzt, das was er micr voraussagt:"Sie werden rückfällig" das gefällt mir nicht.
    Ich bin in die Beratungsstelle gegeangen, um mir Hilfe zu holen und um einen Rückfall zu vermeiden und nicht, weil ich hören wollte: ich werde rückfällig.

    Was soll ich jetzt tun?
    Meine Vorurteile wegstellen und heute zur Orientierungsgruppe gehen, danachach aber eine Therapie anfangen mit einem Therapeuten, den ich nicht so besonders mag oder soll ich nach anderen Möglichkeiten suchen??

    Was meinst du Doro?
    Was mein ihr lieben Forummitglieder?

    Könntet ihr mir einen Rat geben???

    Ich wäre euch sehr dankbar.

    LG
    live2008

    Hallo alle zusammen,

    ich wollte euch von meinen letzten 4 Tagen erzählen.

    Vor ca. 1 Monat bekam ich eine Einladung zum 3-tägigen Seminar in Köln.

    Und das ist der Bericht:
    3 Tage im Hotel-kein Alkohol.

    Ich beobachtete aber die anderen und sah mich in den wieder.
    Schulung bis späten Nachmittag, dann alle zusammen gehen essen. Und da wird erstmal richtig Alkohol bestellt. Danach wird bis späten Abend gesoffen.
    Frühs beim Frühstück wurden die Geschichten erzählt, wer was und wieviel getrunken hat.
    Ich dachte nur, dass ich glücklich bin, dass ich nicht dazu gehörte
    Erste Abend: wir waren in abgelegem Hotel, ich hatte Hunger und bin mitgekommen. Schnell mein Essen runtergefuttert und sich verabschiedet.
    Zweiter Abend: überhaupt nicht mitgekommen sondern auf Zimmer und schlafen gegangen.
    Dritte Abend: Big Mäc und Fernseh geschaut.
    Bei der Abreise merkte ich , dass ich mit den meisten Teilnehmer nicht per "Du" bin.
    Ist ja auch gut so. Beim Saufen verliert man viel Respekt.

    Ich bin stolz auf mich.
    Ich war in der Höle des Löwen und ich bin heil da raus gekommen. Und ich verspürte keinen Saufdruck sondern eine Freude, dass ich alkoholfrei bin.
    Das einziege worüber ich mir Gedanken immer auf dem Zimmer machte , war mein "kleines" Übergewicht, den ich seit dem ich nicht trinke habe.
    Aber es wird langsam wärmer und gestern zu Hause habe ich gleich meine Joggingschuhe aus dem Schrank rausgeholt.
    Also: jetzt ist Abnehmen angesagt.

    Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich euch.
    live2008

    Hallo zusammen,

    Bopunty schrieb:

    Zitat

    Klasse Diskussion

    Finde ich auch.

    Und da ich seit dem ich die Fragen hier schrieb und danach so viele Zurückmeldungen erhielt, dachte und beschäftigte mich auch mit dem Thema Vergebung. Vor allem auch mit der Selbstvergebung.

    Dabei bin ich auf einen Artikel in einer Zeitschrift gestossen: Die Kunst des Vergebens. Toller Artikel mit einem Buch Tipp.
    Um keine Werbung hier zu betreiben nenne ich euch nur den Autor: Colin C.Tipping.
    So das Buch werde ich mir kaufen.

    Ich schicke euch allen liebe Grüße und verabschiede mich erstmal für ein paar Tage (ich fahre weg und werde kein Internetzugang haben).

    Bis dahin
    live2008

    Hallo

    Frozen hat geschrieben:

    Zitat

    Man tut sich damit im Grunde selber was an, und vielleicht ist es das, live. Vielleicht solltest Du Dir selber verzeihen, hast das noch nicht getan?!

    Das ist eine tolle Zusammenfassung aller Gedanken hier und ich denke nicht nur auf mich bezogen, weil es bestimmt jede Menge Personen hier gibt, die mit der Vergangenheit noch nicht abgeschlossen haben.

    Ich versuche es, jeden Tag an heute zu denken und die Vergangenheit hinter mir zu lassen.

    Aber was soll ich den bei der Therapie machen?, da wird doch in der Vergangenheit doch gewühlt.
    Soll ich damit abschliessen? oder mich der Vergangenheit stellen?analiesieren??usw.

    LG
    live2008

    Hallo zusammen,

    ich habe gefragt, jetzt werde ich befragt.

    OK. Ich werde versuchen.

    @Bopunty: was sehr schwer ist, ist diese Frage zu konkretiesieren.
    Ich schätze konkretisieren wäre nicht mehr allgemeine Fragestellung sondern eher auf mich bezogen.
    Hartmut : wie ich mit der "anderen" Vergangenheit umgehe?

    Ich denke, da müsste ich genauer beschreiben, was mir durch den Kopf ging als ich diesen Thread eröffnet hatte.
    Ich bin zur Zeit sehr nachdenklich, nur veruche ich jeden Tag meine negativen Gedanken zu entkommen indem ich einfach positiv denke.
    Und die Vergangenheit aber nicht nur die nasse Vergangenheit ist negativ-und diese belastet mich. Ich weiss nicht wieso, diese Vergangenheit ist einfach da und lässt mich nicht in Ruhe.
    Ich bin glücklich mit dem was ich jetzt habe, was ich heute habe aber und da komme ich auf die Frage von Hartmut.
    Schuldgefühle.Kritik.Bestraffung.Schläge.Angst. So wurde ich erzogen.So lebte ich.So war ich unglücklich. Und so habe ich angefangen zu trinken, um einfach vor der Vergangenheit für einen Moment zu fliehen.
    Wenn mir damals jemand gesagt hätte, du könntest davon süchug werden, würde ich auf diese Person hören? Nein, bestimmt nicht.
    Wieso hatte ich immer Angst ws die anderen sagen?was die anderen denken? Wieso stelle ich die Fragen erst jetzt?
    Bestimmt ist es besser jetzt oder nie.

    Sagt mir bitte, ist es Ok, dass ich mich mit diesen Fragen beschäftige? jetzt? ist es zu früh? oder ist es gut?
    soll man lieber die Vergangenheit hinter sich lassen oder diese bearbeiten? sich damit auseinander setzten?
    soll ich nachdenken, wieso ich süchig geworden bin? oder es einfach hinnehmen ohne Fragen zu stellen?

    Was ist richtig? Fragen oder schweigen.