Hallo alle zusammen!
Vielen Dank für Eure Antworten hier und anderswo. Ich misch Euch jetzt einfach bunt durch, wenn ich immer alle zitiere und so, dann wird's so elend lang! Wird's sicher trotzdem...
Und wenn ich dann so "mische", dann krieg ich wieder ein Problem mit der Anerkennung und der Liebe und was nun was ist und was was nicht. 
Ok:
1. Anerkennung für's "Leiden an seiner Seite" - von wem jetzt? Von mir selbst, ja zuerst, weil ich etwas tue, von dem ich (irrtümlich!) finde, dass es richtig ist. Aber von anderen? Nein, die haben das nicht mitbekommen und die paar wenigen, die's wussten, von denen kam keine Anerkennung sondern eher "Spinnst Du, das mitzumachen?". Oder ist das auch Anerkennung???
2. Anerkennung für "Selbstlosigkeit" - ich weiss, dass Altruismus die raffinierteste Form von Egoismus ist. Man tut sich was Gutes, indem man anderen was Gutes tut und mit n bisschen Geschick stellt man es noch so dar, als ob es eine gewaltige Leistung sei, so altruistisch zu sein und man erntet Annerkennung nicht nur für den Altruismus, sondern auch noch für die Selbstüberwindung oder Selbstkasteiung oder was auch immer. Ist mir nicht neu. Kann ich auch. 
Aber das war nicht das, was den "Kick" brachte mit meinem Mann. Da ging es doch nicht bloss drum, dass ICH MIR was Gutes tu, indem ich mich auf ihn loslasse und mich an ihm "ab-altruisiere"! Da ging es doch auch drum, dass ER MIR was Gutes tut, WIR UNS usw. (
also nicht bloss so in DEM Sinn... huch, wie das jetzt klingt... sorry! Allgemein gesprochen, nicht nur horizontal oder so.
;))
3. Liebe und Anerkennung - ich weiss nicht, aber haben die nicht irgendwie schon was zusammen zu tun? Skybird, in Deinem Thread fragst Du mich:
Zitat von skybird
Stell Dir mal vor, Crevette, wie sich das für Dich anfühlen würde, wenn:
- er sich bei Dir entschuldigt, völlig zerknirscht
- er ab sofort aufhört zu trinken und per se auch sofort wieder zu dem Mann mutiert, in den Du Dich vor x Jahren verliebt hast
- er Dich auf Händen trägt und Dir alle Wünsche zu erfüllen bereit ist
- er eine Spontanheilung seiner Krankheit erlebt
- Du eine Spontanheilung Deiner Krankheit erlebst
...und ihr würdet Euch lieben bis ans Ende der Tage...und darüber hinaus, oder? Wenn er all dies täte, wäre das dann (neben Eurer Liebe natürlich, wie Du sicher sagen wirst) nicht auch eine oder zur Anerkennung Deiner Person? Du würdest Dich doch als Person komplett bestätigt fühlen, oder nicht? Und das dann Liebe nennen...
- dann würd ich es Liebe nennen, wenn er mich liebt und ich ihn und zwar so, wie Lilly es sagt:
Zitat von Lilly12
Man ist doch auch selbst wer, wird geliebt dafür, das man so ist, wie man nunmal ist.
- und das ist doch Anerkennung meiner (bzw. seiner) Person - oder nicht? Da fühlt man sich doch bestätigt - oder?
Wenn mich jemand liebt so wie ich bin, dann fühle ich mich in meiner Person von diesem einen Menschen bestätigt und anerkannt und das tut wunderbar gut - vor allem, wenn es ein Mensch ist, der mir viel bedeutet, den ich liebe. Weil wenn's bloss der aufdringlich-schleimige Nachbar ist, dann geht mir die Anerkennung am Hintern vorbei. (Sorry. Hab keinen solchen Nachbarn, ist nur als Beispiel gemeint! :))
Aber ums Himmels Willen das bedeutet doch nicht eine generelle Umkehr davon! Wenn mich einer so wie ich bin nicht mag, dann ist das zwar furchtbar schlimm, wenn es eben derjenige ist, den man liebt, aber nur weil dann seine Anerkennung oder Wertschätzung meiner Person fehlt heisst das doch nicht, dass ich generell "nichts wert" bin!!!
Das hab ich doch nie gemeint! Lilly, ich geb Dir absolut Recht, wenn Du schreibst:
Zitat von Lilly12
Wird man mal von jemanden nicht gemocht oder geliebt, ist man doch trotzdem "richtig" so, wie man ist, nicht weniger liebenswert für andere, nur halt für diesen speziellen Menschen halt nicht oder nicht mehr.
Deshalb stelle ich mich doch nicht selbst in Frage oder fühle mich gar grundsätzlich unliebenswert.
Ich definiere mich doch nicht darüber, ob mich einer mag oder nicht, auch wenn's mein Mann ist oder der Kaiser von China oder weiss der Geier wer!!! 
Aber wollen, dass mein Mann mich liebt, das tu ich schon! Und himmeltraurig sein, wenn er es nicht mehr tut auch. Und mir wünschen, dass er es wieder täte auch! (- und das mit dem kaputten Vertrauen, Lilly, das wäre dann nochmal eine ganz andere Frage
ich weiss...) Aber das hat doch nichts damit zu tun, dass ich glaube, ihn zum "Überleben" zu brauchen! Liebe Ette, wie Du sagst:
Zitat von Ette
Denn die Zeit, in der wir nur überleben, wenn andere Menschen für uns da sind, die liegt, weiß Gott, schon Jahrzehnte zurück.
4. Liebe... - vielleicht machen wir dazu einen eigenen Thread auf?
Liebe Karotte, Du schreibst, dass Du glaubst dass ich ihn gar nicht liebe. Klar ist da viel Gewohnheit nach so langer Zeit und ein Vertrautsein, aber schliesst das denn Liebe gleich aus? Und "besitzen wollen"... Lilly, wenn ich von meinem "eigenen" Mann spreche, dann ist "eigen" nur eine Betonung in dem Satz, kein Besitzanspruch. Aber ich glaub schon, dass man zusammengehört, wenn man zusammen ist. Ich würd auch schreiben "meine eigene Schwester" oder so, ohne, dass das ein "Besitzverhältnis" bedeuten soll. - oder mach ich da was falsch, weil ich Partnerschaft und Familie in denselben Topf werfe? So von wegen "Wahlverwandtschaft"?
argh... Fragen, Fragen, Fragen...
5. Zu lange Beiträge: warum krieg ich's nicht hin, auch mal nur was KURZES zu schreiben??? 
Ich hör auf! Und wünsche Euch allen einen wunderschönen Samstagnachmittag und feine Pasta zum Nachtessen und Sonne und was auch immer Euch für Eure geduldige Lektüre entschädigt!

Liebe Grüsse,
c.