Liebe lacerta!
Was ich bei der Reaktion Deiner Freunde so stossend fand, ist, dass so wenig Einfühlungsvermögen daraus spricht. Also ich weiss schon, was die anderen meinen, wenn sie Dir sagen, dass Dir Deine Freunde helfen wollen mit ihrer Aussage "schau nach vorne!". Das stimmt ja auch. Aber die Art und Weise ist wirklich nicht schön.
Statt dass sie anerkennen, dass der Verlust des Gartens für Dich schlimm ist - auch wenn sie das nicht nachvollziehen können - stellen sie Dich ein bisschen so hin, als ob Du nicht nur ein dämliches Hobby gehabt hättest, sondern auch noch zu dumm bist, zu merken, dass es Dir ohne besser geht.
Und das Vergelichen von 30x im Leben umgezogen sein (vielleicht ja freiwillig? gerne? dahin, wo er wohnen wollte?) mit dem Gezwungen-sein, einen Ort zu verlassen, den man nie verlassen wollte... finde ich nicht sehr nett. Umso weniger, wenn es noch kombiniert wird mit einem "nimm Dir ein Beispiel an mir" wenn es doch um zwei so extrem verschiedene Situationen geht!
Böse haben sie es sicher nicht gemeint, oder? Aber ich habe das Gefühl, dass die Thematik schon reichlich überfordern kann. Und dass es eben für jemanden, der nie etwas mit Alkohol- und Co-Abhängigkeit zu tun hatte unglaublich schwer ist, nachvollziehen zu können, was das alles impliziert. ![]()
Aber lass Dich von solchen "Kleinigkeiten" (sind es nicht wirklich, ich weiss, sie machen weh und verunsicheren einen sehr... aber trotzdem!) nicht von der sonnigen Stimmung ablenken!
Und schau genau hin, dann findest Du jeden Tag nicht bloss 3 sondern sicher 30 Dinge, für die Du Danke sagen kannst! Oder 300, wenn Du anfängst, auch für's Ein- und Ausatmen, für's uneingeschränkte Bewegungsvermögen, für das saubere Wasser aus dem Wasserhahn und all die anderen selbstverständlichen Dinge, die da so für Dich da sind dankbar zu sein! ![]()
Ganz herzliche Grüsse,
c.