Beiträge von Papi

    Hallo Tanja,

    einen Grund zur Freude hast Du doch schon: Er macht eine Therapie! Viele gehen diesen Schritt nicht.

    Dennoch glaube ich, dass Deine Frage ein Ergebnis Deiner Co-Abhängigkeit ist.

    Ab wann kannst Du Dich freuen?? Wenn Du morgens aufwachst und die Sonne scheint! Wenn Dir ein süßer Kerl auf der Straße nachschaut! Wenn Du bei Kerzenschein ein Vollbad genießt! Es gibt Tausend Möglichkeiten sich zu freuen; OHNE IHN.
    Will damit sagen Tanja, mach Dein Glücklichsein nicht von seinem Gesundheitszustand abhängig. Das ist wahrscheinlich das aller, aller schwerste für uns Angehörige.

    Nochwas zur Ernüchterung: Soweit ich gehört habe, liegt die Rückfallquote im ersten Jahr nach Therapie bei ca. 70%. Also das was Du gern von uns hören willst - in xxx Tagen ist's geschafft - kommt nicht.

    Darum gehts aber gar nicht! Er hat seinen ersten Schritt gemacht. Ich wünsche ihm viel Kraft und dass er trocken bleibt. Tanja jetzt mach Du Deinen ersten Schritt. Ziehe Freude aus anderen Dingen des Lebens.

    Ich wünsche Dir viel Spaß dabei. Die Welt ist schön! Entdecke sie für Dich!

    Papi

    Hallo PapaMUC,

    erstmal ein "herzliches Willkommen" nach Deinem Urlaub. Dass ich Deine Beiträge sehr genau mitverfolge kannst Du Dir ja sicher vorstellen.

    Genau das ist mein absolutes Horrorszenario. Ich versuche zu fühlen, wie es den Kindern gehen muss. Scheiße, da bekomme ich richtig Wut im Bauch.

    Versuch jetzt dringend Beweise für ihre Alkoholsucht zu sammeln. Deine Frau ist gerade dabei, alles zu zerstören. Wichtig sind jetzt nur die Kinder. Ein Einsehen hat sie nicht, von Umkehr kann keine Rede sein. Also wird sie wieder trinken. Dann muß das JA hin.

    PapaMUC ich fühle mit Dir. Du weißt, dass hier einige sind, die in der gleichen Situation sind und zumindest moralisch (anders können wir leider nicht) voll hinter Dir stehen.

    Drücke Dir alle Daumen!! Du brauchst jetzt ganz viel Kraft.

    Papi

    Hi Bienchen,

    schön Dich zu lesen. Nein einfach ist es sicher nicht. Wenn Du die räumliche Trennung vollzogen hast, ist die emotionale ja nicht automatisch mit erledigt.
    Die dauert wahrscheinlich viel länger. Wenn Du Dich emotional befreien willst, halte ich ständigen Kontakt allerdings für extrem gefährlich. Ich glaube nicht, dass man sich befreien kann, wenn man sich ständig sieht.
    Also wenn Du Dich befreien willst, stelle den Kontakt ein.
    Das sein Gesäusel nichts ernsthaft zu bedeuten hat hast Du ja schon erkannt. Mach Dir das immer wieder klar. Jeder hört gern: Ich brauche Dich! Du fehlst mir! (Co's hören das besonders gern). Deshalb ist Kontakt für Dich derzeit absolut Gift, weil Du dann in Deine alten Verhaltensmuster zurückfällst.

    Also Bienchen, Schritt für Schritt. Dein Weg stimmt. Er ist aber steinig und noch nicht zu Ende. Drück Dir die Daumen!

    Papi

    Hi Prof. Schroeder,

    auch von mir eine herzliches "Hallo hier im Forum". Der erste Schritt ist damit gemacht.

    Jetzt kommt der aller, aller schwerste: Die Erkenntnis, dass es nicht Dein Einflußbereich ist, ob er trinkt oder nicht!!! Es liegt nicht daran, ob Du zu Hause bist oder nicht. Es ist unwichtig, ob er morgens oder abends trinkt. Du willst jetzt Dein Verhalten so ändern, dass sich bei ihm was bewegt. Merkst Du, wie irre sich das anhört?
    Es gibt nur einen Weg, wo eine Verhaltensweise deinerseits etwas bewirkt: KONSEQUENZ!!!
    Konkret: Ich dulde dein Trinken nicht länger. Wenn Du nicht innerhalb der nächsten zwei Wochen etwas unternimmst, wird aus unserem Umzug mein Auszug!!

    Das klingt unheimlich hart. Ich hab auch überhaupt keine Ahnung, ob Du im tiefsten Inneren schon soweit bist diesen Schritt zu gehen. Jeder muß in seinem eigenen Tempo vorwärtskommen. Aber eines weiß ich, wenn Du es nicht tust, wird es immer schlimmer. Mit Inkonsequenz weiß er bald, dass er Dich sicher hat. Dann tut sich garnichts mehr.

    Versuchs mal so zu sehen: Nur mit Konsequenz schaffst Du für ihn den Rahmen, die Notwendigkeit sich aus dieser Sch.... herauszuziehen. Mit gepolstertem Umfeld hat er keine Chance. Ohne Konsequenz nimmst Du ihm jede Chance trocken zu werden.

    Prof. Schroeder es wird ein schwerer Weg. Wir wollen versuchen, ihn Dir mit Ratschlägen zu verkürzen. Wünsch Dir alle Kraft der Welt.

    Papi

    Hy Vergissmeinnicht,

    Ich gaube schon, dass sie unser Kind will (und wenn es nur ist, um mich zu treffen). Sorgerecht haben wir beide. Das soll auch so bleiben. Mir geht es ums Aufenthaltsbestimmungsrecht. Kind würde wohl befragt, allerdings geht das in die Urteilsfindung wohl nicht oder kaum ein (ist mit 6 noch zu klein).

    Ich muß hier vielleicht nochmal klarstellen, dass es mir nicht darum geht, der Mutter das Kind oder umgekehrt zu nehmen. Im Idealfall erziehen wir sie gemeinsam, wenn sie es schafft trocken zu werden und zu bleiben. Ich will nur die Möglichkeit und die notwendigen rechtlichen Mittel haben, um schützend eingreifen zu können.

    Also, wenn Ihr da draußen irgend etwas zum Thema beisteuern könnt - BITTE tut es!

    Papi

    Update

    Hatte gestern besagtes Gespräch bei der Suchtberatung. Gespräch war offen und interessant. Ergebnis allerdings: Verwirrung auf der ganzen Linie. Mein Ziel war ein klarer Fahrplan, der alle Eventualitäten ausschließt und zu 100% zu dem Ergebnis führt: Mausi und ich haben unser Leben wieder! Definitiv und ohne wenn und aber.

    Und das scheint nicht garantiert!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Horrorszenario aus meiner Sicht: Anhörung/Verhandlung vorm Familiengericht mit dem Ergebnis, dass ihr eine Langzeittherapie aufgedrückt wird (man versucht dem Kind die Mutter zu erhalten). Die macht sie alibihalber. Danach wird ihr das Kind zugesprochen. Ist nicht unwahrscheinlich!!! Wenn sie dann rückfällig werden sollte, treibe ich mich bis Mausi 18 wird auf dem Gericht rum.

    Hat jemand von Euch Erfahrungen in der Richtung?

    Nachdem ich das gestern so gehört habe, frage ich mich ernsthaft, ob einer solchen Rechtssprechung auch nur die geringste Ahnung in Bezug auf die Krankheit zugrunde liegt. Deren Meinung scheint ja zu sein, Langzeittherapie machen und dann GESUND sein. Dass ein Alkoholiker niemals gesund sein wird, scheint hier völlig ausgeblendet zu werden. Wer kann bei einer Rückfallquote von 80% im ersten Jahr verantworten, dem trockenen Alkoholiker das Kind anzuvertrauen. Ich werde wahnsinnig bei dem Gedanken.

    Ihr schreibt mir: Hol sie da raus! Und wenn ich das tue, muß ich damit rechnen, dass in einem Jahr meine Maus ihrer Mutter zugesprochen wird. Ich hab meiner Tochter versprechen müssen, sie nie im Stich zu lassen. Genau das wäre dann aber Fall!!!

    So klar mir mein Weg bis gestern erschien, so neblig und wirr ist er heute. Hol mir jetzt einen Termin beim Vormundschaftsgericht direkt. Hoffe, die machen auch Rechtsberatung.

    Wenn sich von Euch jemand auskennt: Ich brauch hier dringend Hilfe!!

    Papi

    Hallo FMK,

    scheint ja heißher zu gehen bei Euch. Ich glaub für Dich und Deinen Sohn ist es fünf vor zwölf. Vergiß alles Finanzielle, vergiß DIEDA, vergiß Deine Wut. Tief durchatmen. 90% Kopf und max. 10% Herz.

    1. Bring den kleinen zur Ruhe. Hol ihn da raus. Neben dem Alkohol noch der Trennungsstreit!? Gibt es brauchbare Lösungen über Großeltern?
    2. Kinderpsychologe anmelden.
    3. Kita ansprechen. Hab Dir hierzu bei mir eine Antwort geschrieben.
    4. JA. Auch hier eine Antwort bei mir.
    5. RA - Dazu wäre es aber gut, wenn vorher beim JA schon was gelaufen ist. Einstweilige Anordnung über Aufenthaltsbestimmungsrecht anstreben.

    Sei stark.
    Papi

    Hy Bienchen,

    Klasse gemacht!!!

    Du siehst es auch, ein Alkie reagiert nie, wie man es erwartet bzw. erhofft. Ihm bleibt zu wünschen, dass er aufwacht, bevor alles zu spät ist (gesundheitlich meine ich).

    Aber hier geht es ja um Dich!! Blumen kaufen ist eine gute Idee. Gardinen hast Du ja schon, hihi. Also Frust in Kaufrausch ersticken und Leben geniesen. Bienchen jetzt fängt das Leben für Dich nochmal an. Alles Gute und herzlichen Glückwunsch.

    Der Schmerz wird noch eine Weile bleiben. Aber es wird bestimmt besser. Wenn Dir mal nicht so doll ist, hast Du ja uns hier. Kannst natürlich auch schreiben, wenns Dir gut geht.

    Ich freu mich für Dich!

    Papi

    Hallo Totes Herz,

    spontane Idee:

    Kriegst Du diese treffenden Punkte in Bezug auf den Alkie auch für den Co hin? Damit könntest Du einen neuen Thread im Co-Bereich anfangen.

    Ich finde diese Art der Problembewältigung nämlich viel wirkungsvoller. Jeder Stich ein Treffer. Verpackt in etwas Komik. Auch glaube, dass kann Augen öffnen.

    Schönes Wochenende

    Papi

    Hy Amy,

    auch dieses "unbedingt wissen wollen ob und wieviel er getrunken hat" ist typisches Co-Verhalten. Und es ist ..........absolut nutzlos!!!!!!!!!!!!!!!! Ich hab früher Striche auf die Etiketten gemacht, um den Stand zu kontrollieren. Heute lach ich darüber.

    Überleg mal genau, was es Dir genau bringt, zu wissen ob er gestern oder heute das letzte Mal was getrunken hat. Nichts!

    Er ist nasser Alkoholiker! Das war er gestern und ist er heute.

    Du wirst sehen mit der Zeit lichtet sich der Nebel und Dein Blick wird glasklar und messerscharf, auch wenn derzeit alles noch etwas verschwommen erscheint.

    schönes Wochenende!

    Papi

    Hi Riverdance,

    dass Du so traurig klingst, gefällt mir überhaupt nicht. Sonst hab ich Deine Beiträge genutzt, um mich aufzubauen. Allerdings ist es dann auch nur gerecht, wenn ich versuche Dich aufzubauen.

    So sehr ich aber nachdenke, mir fällt nicht wirklich was ein. Ich fühle Dir aber nach, wie es Dir geht. Dass die Kinder keine Rücksicht auf die Gemütsverfassung von uns Eltern nehmen ist klar. Ist auch nicht ihre Aufgabe. Das wir uns das manchmal wünschen würden ist menschlich.

    Wenn Du momentan so sehr herzlastig bist, versuch doch mal die Verstandseite wieder etwas aufzupeppeln. Führ Dir mal vor Augen, wieviel Du in den drei Monaten schon geschafft hast. Schreib es auf und lies es mit Stolz!!! Wenn Du das dreimal gelesen hast, nimm den nächsten Zettel und schreib die nächsten Schritte auf. Ich glaube es könnte Dir helfen, mal einzuordnen, wo Du auf Deinem Weg stehst und wohin er weiter geht. Das schafft Orientierung. Ich glaube die verlieren wir hin und wieder mal. Und dann kommt dieses Gefühl der Hilflosigkeit.

    Ich wünsch Dir ein schönes Wochenende zum Krafttanken!
    Papi

    Hi Amy,

    klar, Du musst in Deinem Tempo voran. Wenn Du noch Zeit brauchst, um das für Dich zu verinnerlichen, ist das o.k. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut.

    Bleib nur auf der Spur! Halte Dir alle Daumen die ich hab!

    Papi

    Hallo Amy,

    hab gerade mal bei Dir etwas rumgelesen. Hier im Co-Bereich bist Du goldrichtig. Erstens sind hier die Leute mit den gleichen Erfahrungen, die vielleicht dazu beitragen können, dass Dir ein Licht aufgeht. Und zweitens, sei nicht böse auf mich, das was Du hier schreibst gehört ins Lehrbuch für Coabhängige und solche, die es werden wollen. Nicht falsch verstehen, ich schreibe das nicht von oben herab sondern aus der Mitte heraus. Mit anderen Worten: mir gehts genauso. Bin aus dem Teufelskreis auch noch nicht raus (nehme aber gerade mächtig Anlauf).

    Amy, wie oft hast Du schon mit Ihm gesprochen?? Wie oft hat er Dir was versprochen? Wie oft hat er das versprochene gehalten??? Merkst Du was?

    Wenn...., aber dann .... Diesen Satzbau muß ein Co erfunden haben. DU: Wenn es diesmal nichts wird, dann bin ich konsequent? ER: Entschuldige Schatzi, war blöd von mir! DU: Na Gut, aber wenn du wieder trinkst, dann bin ich konsequent. ER: Ich versprechs! - Nochmal, merkst Du was??

    Das sind keine ernsthaften Entschuldigungen von ihm. Das ist der krampfhafte Versuch, den Status Quo zu erhalten. Er macht das nicht absichtlich. Gehört zur Krankheit. Alles was er Dir im nassen Zustand (auch zwei Tage nichts getrunken ist noch immer nass) sagt, kannst Du vergessen. Du schreibst: wenn sich das ändert, gehst Du. Es hat sich doch noch garnichts verbessert. Er war gestern betrunken. Er ist so aktiv, dass es aktiver nicht geht.

    Amy bitte wach auf!!! Akzeptiere die Situation!! Er ist Alkoholiker. Du kannst ihm nicht helfen. Sag ihm, dass Du das Trinken nicht akzeptieren kannst und geh.

    Hy Bienchen,

    schön das Du wieder da bist.

    Du versuchst aber immer noch, durch Deine Verhaltensweisen ihn zu ändern.

    Du sollst nicht ausziehen, damit er es merkt. Du sollst ausziehen, damit Du Dein Leben wieder Leben kannst. Wenn dies der Anlass für ihn ist umzukehren, umso besser. Tut aber nichts zur Sache. Mädel Du bist dran zu leben. Hast es verdient. Hol Dein Zeug und Neuanfang. Und bei allem was Du tust: Willst Du das??? Oder willst Du das damit andere ....Dir dankbar sind?? ... Dich bewundern??? ... glücklich sind??

    Und ja nimm alles mit! Schon damit Du keinen Grund mehr haben wirst nochmal dahin zurückzugehen.

    Du bist noch jung. Finde DEINEN Weg.

    Papi

    Klasse jetzt hab ich mit Unterbrechungen eine Stunde geschrieben und nun bin ich aus dem System geflogen. Also von vorn:

    Hallo an alle Danke für Eure Antworten.

    Dinchen - vielen lieben Dank für Deine Wünsche. Ich kann allen Zuspruch gebrauchen den ich bekommen kann.

    Vergissmeinnicht - zu dem Spießer steh ich. Ist aber schon interessant, wie Wünsche und Erwartungen kleiner werden, wenn man solches hier mitmacht. Früher sollte es die 15-Meter-Segelyacht in der Karibik sein, heute reicht ein schöner Feierabend in Familie und ohne Streß zum Glück.

    Punkterl - auch an Dich herzlichen Dank. Von betroffenen Kindern (Dinchen, Danke auch Jenny) bzw. einer Mutter solche Worte quasi aus erster Hand zu lesen erschrickt mich immer wieder. Aber genau diese Worte kann ich mir immer wieder vor Augen führen, wenn ich umzukippen drohe.

    FMK - Meine Erfahrung mit dem JA sind so schlecht nicht. Nach meinem ersten Besuch vor mehr als einem Jahr war mein Gefühl wie das Deine. Wenn es konkret wird, sind sie aber da. Wenn die einen konkreten Fall brauchen, dann verschaff ihnen einen. Wenn die Erzieherin in der KiTa Verhaltensauffälligkeiten bemerkt, ist sie VERPFLICHTET das ans JA zu melden. Und schon ist Dein Fall sehr konkret. Zweite Möglichkeit: Siehe gestern abend. Wenn es eskaliert, ruf die Polizei. Ist Deine Frau nicht in der Lage ihre Aufsichtspflicht wahrzunehmen holen die deinen Sohn raus und informieren das JA. Zweiter konkreter Fall. Erkundige Dich aber bitte vorher, wohin Dein Sohn kommt. Bei 3-jährigen bin ich mir nicht sicher, ob Du ihn dann einfach abholen kannst.
    Mit den beiden Fällen sollst Du mal sehen, wie das JA arbeitet.

    Mein nächster Schritt/Termin ist Mo. Haltet mir alle die Daumen, dass ich standhaft bleibe.

    Papi

    So und nun schnell weg, bevor es wieder abstürzt.

    Hallo Totes Herz,

    bin gerade mehr zufällig über Deinen Thread gestolpert.

    Mit Deinem Sarkasmus solltest Du ne Comedyshow eröffnen. Deine Wortwahl ist spitz und sowas von treffend. Ich habe selten über dieses Sch....thema so herzlich lachen können. Werde noch alles lesen. Ich hoffe es öffnet mir noch die restlichen Augen, um endlich meine Tochter aus dem Sumpf zu holen.

    Tu mir aber einen Gefallen. Verfall nicht in Verbitterung. Das könnte man bei Deinen Beiträgen leicht annehmen. Wut verarbeiten - ja. Verbitterte alte Jungfer - nein. (ja ich hab gelesen, dass Du erst 25 bist und hab auch gelesen, dass Du Mann hast und Kind erwartest. Alles Gute für Euch) Also bleib spitz und zynisch. Aber pass auf Dein Herz auf, dass nicht eines Tages im bildlichen Sinne tot ist.

    Papi

    Hallo Punkterl,

    Dich aufbauen?! Los gehts!

    Erstens: Du mutlos? Du hast einen Anwaltstermin. Nach 25 Jahren! Wenn das kein Mut ist, was dann??
    Ich scheue mich noch vor dem Anruf.
    Zweitens: Mit Deiner Entscheidung verschaffst Du ihm die einzige Chance, die er hat. Dreh es rum: Wie könntest Du es mit Deinem Gewissen vereinbaren, ihm die einzige Chance zu nehmen?
    Drittens: Der Selbstmord. Auch auf die Gefahr hin, dass ich hier eine Lawine lostrete. Er wird es nicht tun!!! Die Androhung von Selbstmord oder der Selbstmordversuch sind in aller Regel nur Versuche, Dich zu manipulieren. Maximal könnte man noch einen Hilfeschrei hineininterpretieren. Ich habs durch:
    ihr Anruf: Stehe auf dem Balkon. wollte Dir nur Tschüß sagen. Mein Anruf Feuerwehr, Polizei. Aufmarsch von ca. 25 Beamten mit Sprungtuch und allem was dazugehört. Und die Gute völlig betrunken im Bett.
    Wenn Du auf diese Anspielungen nicht reagierst, hört er auf Dir mit Selbstmord zu drohen.
    In einem Punkt kann ich Dich nicht aufbauen. Die Angst was noch kommt. Die zwei, drei Monate der Trennung werden sicherlich heftig. Mal Dir doch einfach aus, wie es danach sein wird. Wenn Du das Bild fest im Kopf hast, dann ist vielleicht Licht am Ende des Tunnels.

    Dein Weg passt. Kopf hoch!

    Drück Dir die Daumen

    Papi

    Hy Jenny,

    jetzt hier nochmal.

    Du kannst mir glauben, dass das Gespräch beim JA schon hart war. Vieles von dem was Du mir hier schon geschrieben hast, kam dort auch zur Sprache. Eben auch das mein Verhalten (nichts zu tun) auch nicht dazu beiträgt, das Kindeswohl herzustellen. Er hat mir auch unmissverständlich auf den Kopf zugesagt, dass ich an Verhaltensauffälligkeiten/Traumas bei Mausi eine Aktie habe. Eben durch mein Nichtstun.

    Ich hab das was Du mir geschrieben hast definitiv verstanden und rational verarbeitet. Emotional???
    Ich will das jetzt schaffen. Ich hätte allerdings halt gern jemanden der hinter mir steht. Und immer wenn ich einen Rückzieher machen will, müsste der mir in den Hintern treten. Ich hab nur keine Ahnung, wer das übernehmen sollte bzw. könnte.

    Ich bin also fest entschlossen aber weit weg davon, vor Selbstbewußtsein zu strotzen.

    Papi