Beiträge von Papi

    Hallo Riverdance,

    das mit der LVA stimmt. Das mit den 5 Abenden nicht. Ich kenne persönlich eine Fachärztin für Suchtkrankheiten. Die hat mir voriges Jahr schon erzählt, dass früher wohl mal so war. Heute sagt sie wörtlich:"... sind die Einrichtungen schon froh, wenn die Patienten aufrecht zur Tür reinkommen." Meine Meinung: er schindet Zeit!!!

    Bezüglich Deiner aufkeimenden Hoffnungen, versuch dochmal anders darüber nachzudenken:
    Erst muss er eine Therapie erfolgreich abgeschlossen haben. Nicht die Hoffnung, dass er eine Macht. Erst zeigen, dass es ihm ernst ist. Bis er das tut (wirklich tut, nicht davon redet), hast Du überhaupt keinen Grund für nur einen Funken von Hoffnung. Hat er es dann getan, schau erstmal ob Du mit dem Menschen, der da hinten rauskommt, noch leben willst (und ob er noch mit Dir will). Ich hab hier irgendwo mal gelesen, dass nur wenige nach der Therapie noch zusammen sind. Um nicht alle Hoffnungen zu zerstören: Der Schwager von einer Kollegin ist trocken und noch mit seiner Frau zusammen und beide jetzt sehr glücklich.

    Also mal wieder tolle Ratschläge zum Thema keine Hoffnungen von einem der sie auch nicht loslässt.

    Papi

    Hallo Riverdance,

    danke der Nachfrage. War eine Weile nicht hier. Hatte auf Arbeit ziemlich viel zu tun. Zu Hause ist das Chatten so eine Sache.

    Bis gestern hätte ich geschrieben: Keine besonderen Vorkommnisse. Eine anderthalbe Woche hatten wir ein fast normales Familienleben. Und schon war sie wieder da die Hoffnung. Wenn ich meine Tochter dann mit ihr rumtoben sehe, die beiden aus vollem Herzen lachen, spielen und basteln, dann hab ich die Tränen in den Augen. Denke dann wieder: Du kannst dem Kind ja die Mami nicht wegnehmen.

    Aber wie gesagt, das war gestern. Unsere Maus kam gestern von einem Campingkurzurlaub mit ihrer Cousine. Zur Begrüßung hat die Mami gedacht, trinkt sie mal einen! Ich hab wieder gedacht ich spinne. Sie liebt ihre Tochter, hat Sie 3 Tage nicht gesehen und trinkt genau dann wieder, wenn sie wieder nach Hause kommt.

    Am Sonntag wollen wir in den Urlaub fahren. Ich hab ihr heute morgen gesagt Alkohol oder Urlaub (Meine Maus hatte übrigens von sich aus die gleiche Idee). Dann fahre ich eben mit meiner Tochter allein. Sie war wütend und hat die Tür hinter mir zugeschlagen. Die Maus ist heute und morgen zum nächsten Kurzurlaub bei Oma und Opa. Bin gespannt, was mich heute abend erwartet. Einsicht oder eine wütende Betrunkene?
    Ich muss diesmal konsequent bleiben!!

    Also keine Fortschritte von meiner Seite. Macht mich nicht gerade stolz auf mich.

    Papi

    Sorry Bienchen,

    aber Deine Mutter ist wohl nicht der richtige Ratgeber. Soweit ich verstanden habe, hat sie ihrem Mann auch keine Grenzen gesetzt. Er hat seinen Tiefpunkt selbst gefunden. Die beiden haben das unheimliche Glück, dass Dein Papa zu den 20% gehört, die es schaffen.

    Wahrscheinlich ist auch deshalb bei Dir die Hoffnung so wahnsinnig groß. Wir Co's haben immer wieder Hoffnung, aber mit Deiner Vorgeschichte Du wahrscheinlich ganz besonders.

    Dass Du ihn liebst, ist klar. Der Hinweis Deiner Mutter allerdings in der Form nicht hilfreich. Sieh es mal so: Wenn Du ihn liebst, willst Du sicher, dass er seine Krankheit überwindet. Dass er kann aber nur, wenn Du ihn nicht auffängst. Hilfe durch Nichthilfe!

    Papi

    Zieh Dich zurück! Das heißt nicht, dass Du ihn nicht liebst (und das wird er Dir einreden). Du musst es tun, weil Du ihn liebst. Scheint unlogisch, ist aber so. Wenn ihn das aus seinem Teufelskreis herausholt, wird er Dir das später danken. Dann habt Ihr vielleicht eine zweite Chance.

    Jetzt umzukippen hat mit Liebe nichts zu tun!!!!
    Keine Zweifel, Du tust das Richtige!!!

    Hallo Riverdance,

    bin voll bei Dagmar und Skybird.

    Er ist dran. Erst zeigen, dass er durchhält. Dann entscheidest Du, ob Du mit dem Mann der er dann ist (die meisten ändern sich in der Therapie radikal) nochmal von vorne anfangen willst.

    Zum Thema Hoffnung. Es gab mal eine Karrikatur in einer Zeitung. Da hat einer den Weihnachtsmann interviewt. "Was sagen sie als Experte zum Thema enttäuschte Erwartungen?" Wir Co's sind wohl auch Experten zu dieser Thematik. Deshalb weiß ich nicht, ob Hoffnungen so gut sind. Vielleicht muß das Motto eher lauten "Das beste hoffen, mit dem schlimmsten rechnen!"

    Bleib stark. Du hast Vorsprung. Behalte ihn, baue ihn aus.

    Papi

    Hallo Riverdance,

    klingt gut. Er hat nichts fehlinterpretiert (wegen der Arztfahrt). Er scheint verstanden zu haben. Man hast Du's gut. Aber Du hast ja im Gegensatz zu mir den ersten Schritt auch schon gemacht.

    Ist es wirklich Überlegenheit die Du fühlst? Ist es nicht eher Erleichterung, dass Du bei der Bewältigung Deiner Co-Abhängigkeit weiter bist als er bei seiner Abhängigkeit? Überlegenheit klingt so negativ! Erleichterung und Stolz auf Dich!?

    Auf jeden Fall freue ich mich für Dich. Das klingt alles viel optimistischer als noch vor einigen Tagen.

    Papi

    Hallo Bienchen,

    ich hab dreimal angefangen, Dir das hier zu schreiben. Ich hab es jedesmal wieder verworfen. Und ich schreibe es Dir jetzt doch.
    Vorweg: Es sind nur meine Gedanken. Deine Geschichte berührt mich deswegen so sehr, weil ich viele Parallelen zu mir sehe. Ich würde Dich halt gern beschützen wollen; auch wenn ich weiß, dass das nicht geht.

    Du hast vor einiger Zeit geschrieben:

    Zitat

    Nach der furchtbar langen Singlezeit von 30 Jahren bin ich endlich mit dem Mann zusammen, auf den ich schon vor 5 Jahren ein Auge geworfen habe. Damals fand er mich „nett“, aber mehr nicht.

    Und gestern schreibst Du, dass er sich ein Leben ohne Alk nicht vorstellen kann.

    Meine Gedanken nach dem ersten Zitat waren schon: Seine Frau hat Ihn fallen lassen. Er hat sich umgedreht und da warst Du. Der Ersatz. Mit dem gestern geschriebenen erhärten sich diese Gedanken. Speedy hat mal geschrieben, dass immer der Alk die Nr. 1 ist. So dass ich mich frage: Liebt er Dich wirklich? Ich kenn ihn nicht, sehe das ganze stark durch die Brille meiner Beziehung. Habe aber das Gefühl, dass er Dich (vielleicht sogar unbewußt) ausnutzt. Crevette hat schon geschrieben, dass es mit Alkohol kein Happy End geben wird. Aus meiner Sicht brauchst dringend eine Plan B. Wie willst Du Dein Leben, wenn er nicht aufhört zu trinken. Und Bienchen mit seiner Äußerung gestern wird dieser Plan B leider um einiges wahrscheinlicher.

    Ich will hier nicht immer der Miesepeter sein. Wie gern würde ich Dir alles in Rosarot malen. Die Realität ist leider nicht so schön.

    Bienchen mach Dir Deinen Plan für Dein Leben. Wenn er trocken ist und Dich liebt (und Du es noch möchtest) kann er gern dazustoßen.

    Ich drück Dir ganz wahnsinnig die Daumen.
    Papi

    Hallo Ihr,

    muß mir heute mal wieder meinen Frust von der Seele schreiben. Das Wochenende war durchwachsen. Auf der einen Seite war ich mit meiner Tochter Freitag auf einer Betriebsfeier und Samstag auf einem Kindergeburtstag. Wir waren wieder allein unterwegs. Beide feiern waren sehr schön. Wir konnten beide abschalten. Abends holte uns die Realität wieder ein. Meine Partnerin wieder mal wütend (kommt Gott sei Dank nicht oft vor). Sonntag - als ob nichts gewesen wäre. Sie im Haus, ich im Garten, Kind beim Nachbar spielen. Mit Partnerschaft hat das nichts mehr zu tun. Jeder macht seins. Hat wahrscheinlich nicht mal was mit Co-Abhängigkeit zu tun. Normale Paare leben sich auch immer weiter auseinander und es dauert wahrscheinlich auch lange, bis sie sich eingestehen, dass es so nicht weiter geht.

    Jedenfalls merke ich, dass ich momentan in ein Loch falle. Die SHG war enttäuschend. Der Termin beim Kindertherapeuten dauert mindestens noch 6 Wochen. Es geht nichts vorwärts. Ich hab mir jetzt überlegt, ihr einen Brief zu schreiben und mir alles von der Seele zu schreiben. Dann ist es raus und ich kann es nicht mehr zurücknehmen.

    Hat einer von Euch Erfahrung mit einem eigenen Therapeuten. Ich glaube ich brauche selbst einen. Bin froh, dass es dieses Forum gibt.

    Papi

    Hallo Bienchen,

    freue mich Dich zu hören (lesen). Du fühlst Dich gut und das ist wichtig.

    Es ist in meinen Augen auch nicht inkonsequent. Du hast gezeigt, dass Du die Situation so nicht akzeptierst. Jetzt muß sich zeigen, ob das für ihn reicht.

    Ich drücke Euch die Daumen.

    Papi

    Hallo Skybird,

    genau deswegen hatte ich begonnen mit "ich hoffe Dich misszuverstehen". Hab ich ja dann wohl auch!? Ich war mir bewußt, dass meine Antwort sehr provokativ war. Sollte Sie auch. Ich war mich nicht bewußt womöglich jemand verletzt zu haben. Das wollte ich nicht.

    Mir ging es nur um eines: Ich hatte den Eindruck, dass Riverdance momentan emotional sehr mit sich kämpft. Ich habe einfach befürchtet, dass die Darstellung ihres Partners als traurigen ungeliebten Menschen sie zum Umfallen bringt. Darum habe ich versucht mal ganz krass die Gegenposition einzunehmen. Ich wollte damit niemandem auf den Schlips treten, weder Dir Riverdance noch Deinem Partner.

    Riverdance, es war nicht meine Absicht für Verwirrung zu sorgen. Botschaft sollte sein: Bleib auf Deinem Weg. Er ist richtig. Du bist richtig! Ja, fahr ihn zum Arzt. Wie Du das für jeden anderen Freund auch tun würdest. Ich verspreche mich zukünftig klarer auszudrücken.

    Skybird, mit Deiner Erläuterung dazu. Ja, ich habe Dich missverstanden. Gott sei Dank. Mir ging es genau darum, was er in eine normale Fahrt zum Arzt hineininterpretieren könnte. Klare Ansagen!

    Ich hoffe, die Erläuterungen sorgen für Richtigstellung meiner Gedanken von heute morgen und ich komme von der Liste der zu steinigenden wieder runter. Mir gefällts hier bei euch nämlich ziemlich gut und würde gern noch bleiben.

    Hallo Riverdance, hallo Skybird,

    Dein Beitrag (Skybird) erschreckt mich ein wenig. Ich hoffe ihn misszuverstehen.

    Ist es nicht genau der Fehler den wir Co's gerne so drauf haben: Verständnis bis zum Erbrechen! Sky, Du versuchst Dich in ihn zu versetzen, versuchst als Nichtalkoholiker nachzuvollziehen, was er fühlen möge. Das ist - so glaube ich - ein Unding. In irgendeinem Thread ging es mal darum, ob Alkoholiker lieben können. Ich weiß es nicht, zweifle es aber an.
    Es gibt auch eine andere Interpretation seines Verhaltens: "Jemand der sich immer um mich gekümmert hat, auf dem ich rumhacken konnte wie ich wollte, ist aufgestanden und hat klar "NEIN" zu mir gesagt. Es kann doch nicht sein, dass ich meine Macht über ihn verloren habe. Das macht mich wütend. Mal sehen ob ich es noch drauf habe. Vielleicht fährt sie mich zum Arzt. Dann ist mein Einfluß doch noch nicht verflossen."

    Ich sehe in seinem Verhalten keine "unerfüllte Liebe". Wir Co's basteln es uns so zurecht, weil die Welt so viel schöner wäre. Es ist ein Hilfeschrei und ich muss eilen und ihn erretten. NEIN!!!!

    Ich habe kein Problem damit, dass Du ihn zum Arzt fährst. Wenn mich ein Kollege bitten würde, würde ich es auch tun. Ich weiß nur nicht, was er hineininterpretiert.

    Also sieh jetzt bloß nicht den unglücklich Verliebten in ihm, sondern das was er ist: Ein alkoholkranker Mann, dem Du durch - in Liebe loslassen - am besten hilfst.

    (Das mit den Zitaten bekomme ich noch immer nicht hin. Hoffe, ich habe keine Urheberrechte verletzt.)

    Riverdance, Dir alles Gute. Viel Kraft. Dein Weg ist richtig.

    Papi

    Hallo Riverdance,

    falls Du ein Geschäft findest, dass Egoismus verkauft, frag bitte gleich, ob sie auch Entschlossenheit und Mut haben. Dann sag mir bitte bescheid.

    Sorry, Du merkst schon, so doll gehts mir heute auch nicht.

    Ich will eigentlich nur Bezug nehmen auf das "Auto fahren lassen". Deine Frage habe ich mir auch schon oft gestellt. Wirklich zu einem Ergebnis bin ich nicht gekommen. Ich hab vor über zwei Jahren sogar die Ausfahrt mit meinem Auto blockiert. Nach einstündigem Volllabern und auf mich einprügeln (bin nicht klein und zierlich, stecke das körperlich schon weg, seh es aber nicht ein) bin ich zur Seite gefahren. Nach mehreren Stunden klingelte dann die Polizei. Mit über 4 Promille gegen einen Baum.

    Verantwortung für sie hab ich nicht. Wenn sie sich und ihr Auto kaputt fährt, ist das nur ihre Entscheidung. Was aber, wenn andere unschuldige in Mitleidenschaft gezogen werden. Als Co hat man zwar rechtlich keine Verantwortung aber was ist moralisch. Wenn sie in einem Zustand Auto fährt, indem sie nicht mal mehr das Schlüsselloch der Haustür trifft und dann womöglich ein Nachbarkind zu Schaden kommt, was dann?? Also verstecke ich die Autoschlüssel doch. Co-abhängiges Verhalten oder Verantwortungsbewußtsein?? Ich hab keine Ahnung.

    Dass Du aus dem Haus raus mußt glaube ich auch. Ohne räumliche Trennung (mehr als 10 Meter), keine emotionale.

    Übrigens mal losheulen schadet nicht. Nicht vor den Kindern aber wenn Du für Dich bist, kann man das ruhig mal rauslassen. Geht übrigens gut zu Musik von Loreena Mc Kenneth.

    Riverdance, sei stark. Für Dir vor Augen, dass Du schon viel weiter bist als viele hier (incl. mir). Du bist schon gestartet, noch nicht im Ziel aber schon mal losgelaufen. Will sagen, Du hast den Mut und die Kraft, daran ändern auch gelegentliche Tränen nichts.

    Papi

    Hallo alle zusammen,

    wie gesagt, gestern war das erste mal SHG. Kann momentan noch nicht sagen, was ich empfinde. Klar hilft es, offen über die Dinge zu sprechen. Aber was mir gefehlt hat, war eine gewisse Aufbruchstimmung. Ich hatte mehr das Gefühl eines "sich-in-die-Situation-ergeben". Der zweite Punkt der mich verwunderte: Die Gruppe ist wohl schon lange zusammen. Trotzdem fehlten aus meiner Sicht einige grundlegende Erkenntnisse zur Sucht. Co-abhängige Verhaltensweisen, auf die man hier im Forum schonungslos hingewiesen wird, waren dort normal und wurden den anderen Gruppenteilnehmern mit Kopfnicken hingenommen. Das "Ich bin doch für meinen Partner verantwortlich!" war allgegenwärtig.
    Ich meine das in keiner Weise herablassend oder geringschätzend. Ich habe ja an meiner Situation auch noch nichts verändert. Womöglich stehe ich in 10 Jahren auch da und habe die Situation einfach akzeptiert. Die Vorstellung macht mir Angst.

    Wenn ich meine momentane Gefühlswelt beschreiben soll, fällt mir nur ein: Verzweiflung!!!

    Warum schaffe ich es nicht, obwohl mir rational alles klar ist, ich die entsprechende Schlußfolgerung gezogen habe, diese endlich in Taten umzusetzen. Ich will endlich. Kann man seinen Tiefpunkt als Co aktiv herbeiführen? Wenn ja, wie?

    Also heute geht's mir richtig sch... Sorry, will Euch nicht runterziehen. Muß erstmal arbeiten. Bis später!

    Papi

    Hallo Summer,

    habe schon vorgebaut mit Anwalt und Beratungsstellen, die auch vor Gericht gehört werden. Hab jetzt auch Kontakt zu einem anderen Berater (im JA). Ich weiß, dass ich im Falle eines Kampfes jede Unterstützung von offizieller Seite brauchen kann.

    Dank für den Hinweis auf den Thread. Hab schon mal angefangen zu lesen (und wie beim Krimi schon mal zum Ende geschaut). Ich beneide Stoffel und will auch bald soweit sein. Ihr werdet schon sehen.

    Als ich angefangen hab zu lesen, dachte ich, warum schickt Sie mir diesen Thread? Ich will doch gar nicht mehr mit meiner Partnerin weitermachen. Dann mußte ich an die Thera meiner Partnerin zurückdenken. Damals hab ich genau gefühlt, was Stoffel gefühlt hat. Ich fand den Therapeuten unmöglich und hab gedacht, warum jetzt wo alles gut werden könnte. Ich hab wie ein Schloßhund mich jeden Abend in den Schlaf geweint und wollte die Beziehung um jeden Preis halten. Das was dort über den Kontrollverlust seitens des Co-Abhängigen steht, ist absolut richtig. Wollte ich damals auch nicht wahr haben. Bei uns hat das Partnergespräch auch nicht stattgefunden. Sie hat den Therapeuten gesagt, ich hätte es abgelehnt. Soviel zu Erlichkeit ggü. dem Therapeuten.
    Viele Parallelen also. Ich werde gespannt weiterlesen - auch wenn ich das Ende kenne.

    Wisst Ihr was ich erschreckend finde? Damals ist für mich eine Welt zusammengebrochen, weil Sie einen anderen Kerl hatte. Heute denke ich: Wär sie doch bloß zu ihm gegangen.

    Morgen ist erste SHG. Man bin ich aufgeregt. Freue mich aber auch, weil ich merke, wie gut mir das Schreiben hier tut.

    Schöne Grüße
    Papi

    Hallo Ihr,

    auch wenn das hier nicht so rüber gekommen ist, ich hab schon einiges unternommen um Vorbereitungen zu treffen.

    Nach verwirrenden Aussagen einiger Anwälte ("als Vater hat man keine Chance" bis hin zu "ich hatte bis jetzt für jeden Vater Erfolg") hab ich mich von einem Fachanwalt für Familienrecht beraten lassen. Seit dem weiß ich, dass meine Chancen gut stehen.

    Ich war beim Jugendamt (keine große Hilfe), bei verschiedenen Suchtberatungsstellen, ich hab Unterstützung seitens der KiTa.

    Hab meine Tochter jetzt zur Therapie angemeldet, bin übermorgen das erste Mal in einer SHG.

    Was fehlt, ist der letzte Schritt, die letzte Konsequenz. Wie die heißt, weiß ich. Aber dann muß man eben die Aussprache suchen.

    Jenny, Pro Familia ist noch ein guter Tipp. Danke!

    Tini sorry, war schon wieder raus aus dem Forum (oder ich hab das Forum nicht richtig geschlossen, bin kein PC-Profi).

    Ich halt Euch auf jedenfall auf dem laufenden. Ich will den Druck, den ich mir gerade aufbaue in gar keinem Fall abbrechen lassen.

    Danke an Euch!

    Mein lieber Schwan, heute bekomme ich`s aber dick!

    Recht herzlichen Dank dafür. Genau das hab ich mir versprochen. So hab ich auch mit dem Rauchen aufgehört. Möglichst vielen erzählen, das erhöht den Druck. Hat funktioniert, rauche seit 5 Jahren nicht mehr.

    Die Medaille gabs fürs Laufen (ca. 600 m Geländelauf).

    Ich glaube mir gehts gar nicht mehr darum, meine Partnerin zu retten. Ganz ehrlich?! Ich glaube ich bin einfach zu feige. Ich hab wohl nur Angst vor dem klärenden Gespräch.

    Ich hab keine Angst vor dem Leben danach. Ich glaub, ich komme gut mit meiner Tochter allein klar. Mußten wir ja während der Langzeittherapie schon. Wenn ich mir dieses Leben vorstelle ist es weit aus besser, als das jetzige. Also Zukunftsangst würde ich mal ausschließen. Ich freue mich auf den Tag, an dem ich Euch hier schreibe: "Ich habs getan!" Ich denke wirklich, dass mir nur vor dem Gespräch bange ist.

    Ich finde es immer wieder erschütternd, wie klar die Gedanken werden, wenn man hier schreibt. Wie klar wird, dass es nur einen Schlüssel gibt: MICH! Könnt Ihr Euch vorstellen wie sehr ich mich gerade selbst anko...?
    Meine Tochter und ich leiden, weil ich ein Weichei bin.

    Der Druck nimmt zu. Gott sei Dank!

    Hallo PapaMUC,

    ein Hallo auch von mir. Bin in der gleichen Situation. Hab den Schritt auch noch nicht geschafft. Wofür mir hier übrigens ziemlich die Hammelbeine lang gezogen werden. Aber das ist gut! Weiter so!

    Ich hab allerdings schon einen Familienrecht-Fachanwalt gesprochen. Tipp: Such Dir einen! Vor ein oder zwei Jahren sind nämlich die Rechte der Väter gstärkt worden. Deine zitierte Weisheit ist definitiv überholt. Ich kann aber Deine Angst verstehen, die Kinder zu verlieren. Deshalb nochmal: Hol Dir anwaltlichen Rat!!

    Übrigens den Vorwurf der "Kinderschändung" hab ich auch schon zu hören bekommen (als meine Partnerin betrunken war). Meine kleine Tochter war zum Einschlafen in mein Bett gekrochen um sich ein wenig geborgen zu fühlen. Kurz - aber nur ganz kurz - stieg da die Angst in mir auf. Das sind Vorwürfe einer Alkoholkranken, die damit von sich ablenken will. Die sind nicht ernst zu nehmen.

    Sicherheit auf der Seite bringt Dir eine Rechtsberatung, wichtig Familienrecht! Wie lukida schreibt, geh auch zum Jugendamt.

    Ich drück Dir die Daumen!

    Hallo Ihr beiden,

    ich hab ein paar Tage nicht reingeschaut. Hab wohl versehentlich meine Benachrichtigung gelöscht.

    Alles beim Alten. Letztes Wochenende waren meine Tochter und ich faktisch allein. Meine Partnerin war nur körperlich anwesend. Aber wenigstens gab es keinen Krach.

    Am Sonnabend hat meine Tochter ihre erste Medaille gewonnen. War stolz wie Oscar. Wollte sie natürlich gern ihrer Mami zeigen. Immer wieder hat sie mich gefragt, ob die Mami wach sei. War sie aber nicht. Ich finde das wahnsinnig traurig. Sie verpasst die für ihr Kind wichtigen Stationen (z.B. auch das in der KITA einstudierte Muttertagsprogramm, Geburtstag usw.). Und wie traurig muss erst das Kind sein.

    Leider habe ich es wieder nicht geschafft, die letzten drei Tage der Nüchternheit zu nutzen, um mit ihr zusprechen. Hier anderen tolle Ratschläge zu geben, erscheint mir viel leichter als für sich selbst Konsequenzen zu ziehen. Diese Erkenntnis macht mich wütend auf mich selbst.

    Am Mittwoch ist das erste Mal Selbsthilfegruppe. Mal sehen wie mir das hilft. Hoffentlich aber nicht nur Balsam für die Seele.

    Was bleibt ist aber der Austausch hier im Forum. Seit ich hier lese und schreibe ist das Thema immer präsent. Ich verdränge es nicht mehr. Vielleicht erreiche ich ja so schnell meinen Tiefpunkt.

    Euch allen ein schönes Wochenende

    Hallo Mami, habe gerade hier Deine Geschichte gelesen.

    Ich habe den Eindruck, dass Dein Mann Dich total einschüchtert. Frauenhaus war auch sofort mein Gedanke. Hier wurde schon viel geschrieben, was ich nicht wiederholen möchte.

    Nur drei Gedanken:

    Du haftest nur für Schulden aus Verträgen, die Du mit unterschrieben hast. Der Gesetzliche Güterstand ist vielmehr Gütertrennung als Gütergemeinschaft. Für Schulden aus der Zeit vor Eurer Beziehung haftest Du garnicht. Mach Dich mal schlau.

    Er sagt, dass er Dir die Kinder wegnimmt. Das ist soweit weg von der Realität wie nur geht. Bei mir trinkt meine Partnerin und ich habe es ganz schwer, das Kind zu mir zu holen. Was denkt er denn, welcher Richter Ihm die Kinder gibt.

    Wenn er Deine Beiträge hier liest, sollte er merken, dass diese Ihn belasten und nicht Dich.


    Er hat es irgendwie geschafft, Dich voll im Griff zu haben. Alle Ängste die Du hast müsste er haben.

    Hol Dich und Deine Kinder da raus. Sei stark. Er hat nur die große Klappe und nichts aber auch garnichts in der Hand gegen Dich. Alles Bluff damit Du stillhältst. Hol Dir Hilfe beim JA

    Hallo Tihaso,

    danke für Deine Worte. Das Thema Kinder mit Alkoholikern allein lasse ist ganz ... mir fällt gar kein Wort ein, was das annähernd beschreibt. Mir wird heiß und kalt bei dem Gedanken.

    Ist übrigens auch ein Thema für Dich Bienchen, falls Du liest, in Bezug auf Deine "Stieftochter".

    Ich gehe voll arbeiten. Eine meiner täglichen Sorgen ist es abzusichern, wie meine Tochter versorgt ist. Gott sei Dank helfen die Großeltern.

    Ich habe ganz konkret eine Situation vor Augen: Ich komme gegen 19:00 Uhr nach Hause. Meine Partnerin schläft fast bewußtlos. Meine Tochter liegt auf Ihrem Bauch, die Augen weit aufgerissen. Ich hebe Sie runter und frage sie warum und wie lange sie da liegt. Mama hätte kuscheln wollen, dann ist sie eingeschlafen. Sie hätte sich nicht bewegt, damit Mami nicht wach wird. Sie lag da zwei Stunden!!!!!!! Kann sich irgendjemand vorstellen, wie lange zwei Stunden in einer solchen Situation sind.

    Und während ich das schreibe, frag ich mich wieder einmal: Warum beende ich es nicht endlich????

    Wie schon gesagt. SHG und Psychoth. sind angegangen. Wenigstens kleine Schritte.