Beiträge von kawi

    Ich kann Dich verstehen, steck nicht den Kopf in den Sand, wenn er nicht so reagiert wie Du es Dir wünscht.
    Ich war schon 4 Jahre trocken wo wir beide zusammen kamen, also ich hatte dieses Eingestehen hinter mir und gehe auch heute noch sehr offen damit um.

    Ich drück Dich und wünsch Dir Glück - vlt. ist es ja auch der Richtige.
    Schreib mal wie es ging.

    LG kawi

    Hallo Chaosimleben,

    natürlich gab es Fragen - er hatte vorher noch nie eine Alkoholikerin als Freundin auch haben es nicht alle seine damaligen Freunde verstanden.
    Er hat sich viel mit der Alkoholsucht auseinandergesetzt , viel gefragt , nicht nur mich sondern auch andere trockene Alkoholiker und auch mit den Co-Abhängigen. Er begleitet mich auch zu meinen Ehemaligentreffen - aus der LZT.
    Es ist wichtig für ihn, wie aber eben auch für mich.

    Er sagte mal, dass meine klare Ansage ihn beeindruckt hat und dass war für ihn das auschlaggebende entweder ganz oder garnicht.

    Letztes Wochenende hat die Freundin meines Schwiegerpaps ihn gefragt sie kann doch irgendwann mal wieder trinken - er sagte zu ihr nein, es ist wie eine chronische Krankheit, setz es gleich mit einem Diabetiker - nur das er die Chance hat zu spritzen, wenn er sich falsch ernährt hat hat. Bei ihr wäre ein Schluck - ein Schritt in Richtung Grab.
    Da sagte sie da hast Du aber viel Verantwortung, da sagte er - nein, es ist ihr Leben, aber ich teile es mit ihr und ich fühl mich gut dabei. (und ich wurde rot und er bekamm einen Kuss von mir und ein Danke)

    Ich denke nicht das er heute Zweifel hat.

    LG kawi

    Hallo Chaosimleben,
    mh ich habe zu ihm gesagt, bevor er etwas trinken wollte gib mir mal schnell einen Kuss (es war der erste), weil Du etwas trinkst, dann möchte ich für heute keinen mehr.
    Er hat mächtig verdattert geschaut (wir haben uns lange darüber unterhalten), aber er hat seitdem nie in meiner Gegenwart getrunken.

    Als wir zusammenzogen, war klar es ist eine alkoholfreie Wohnung - verboten habe ich es ihm nie - aber gesagt, wenn Du etwas trinkst, habe bitte Verständnis, dass ich dann für die Nacht ins andere Zimmer ziehe (was ich bis dato noch nie machen durfte) und Alkohol trinkt er nun auch schon seit einigen Jahren nicht mehr.

    Unsere Hochzeit haben wir ebenfalls alkoholfrei gefeiert mit allen unseren Gäste.

    Ich kann hier nur positives berichten. Es ist ja nicht nur das ich mich "Oute" (ich mag dieses Wort nicht) sondern ich treffe damit für mich Vorsorge, es geht ja schliesslich um mein Leben.

    LG kawi

    Wie und was können Co´s und Alkoholiker voneinander lernen?

    Ich habe hier sehr viel mitgenommen.

    Bis zum Eintritt in dieses Forum habe ich mich nicht der Co-Seite beschäftigt – ich kannte nicht wirklich die großen Gedanken die dahinter stehen. Ich habe auch nie gesehen, dass ich in einer ähnlichen Situation steckte.

    Ich denke schon dass Co- Abhängige und auch der Alkoholiker sehr ähnlich sind – so mein gelesenes hier.
    Es geht um das Ausleben einer „Schwäche“, sich auf den Partner oder auf den Suff zu fixieren. Der Umgang damit ist unterschiedlich.

    Außer in meinen Wahrnehmungen lief mir der Alkohol nie hinterher, ich konnte eine Biege machen, wobei der Süchtige sehr wohl seinem Co-Partner hinter her rennt und auch die Knöpfe bewusst bedienen kann.

    Diese Verzweiflung, sich selbst abzugrenzen zu können – ich denke die habe ich erlebt als Alkoholikerin und auch in der damaligen Beziehung.
    Das weg getrunkene Selbstwertgefühl und auch dass „verlorenen gegangene“ in der Beziehung – beides musste ich mir zurück erarbeiten.

    Aber ich bin auch der Meinung, wenn der Schalter im Kopf klickt, können beide ihren Weg gehen.

    Als ich meinen Weg gefunden habe, war für mich wichtig diesen ohne Kompromisse weiter zugehen – am Ziel…, mh aber es wird immer besser.

    Ich weiß heute ich kann für mich entscheiden und in einer Partnerschaft ist für mich gegenseitiger Respekt, das Reden – als mich vor ihn zustellen und für ihn zudenken. – gemeinsam miteinander leben, genießen - jeder ist eine eigne Persönlichkeit und hat seine Wünsche und Bedürfnisse und die müssen respektiert werden.

    kawi - Alkoholikerin, trocken

    Du hast mal geschrieben, noch garnicht so lange her

    Zitat

    Tja, ich war auch so wie du heute, ich war sturr und selbstsicher.
    Diese Einstellung war falsch.
    Diese Einstellung hat mich immer wieder zum Rückfall gebracht.

    Und wie sieht es heute aus? Live weiss alles, live kann alles - live wirds schon richten?

    Hallo live,
    Deine Kinder haben auch Probleme, so wie Du schreibst, der eine rebelliert und ist agressiv und der andere übernimmt für Dich Verantwortung - was ist daran gesund?
    Um Hilfe bitten, ist sehr schwer.
    Da ist es einfacher andere für Dich verantwortlich zu machen.

    So wie ich Dich lese, bist dabei gerade wieder Gründe zu suchen, statt Wege zu finden.
    So wie Spedi schreibt

    Zitat

    Eine LZT kann ein gutes Hilfsmittel für Menschen sein, die in allen "offenen" Angeboten immer wieder mit den dadurch -naturgemäß- entstehenden Doppel- und Dreifachbelastungen (Sucht, Familie, Arbeitsplatz) nicht "klar kamen".

    kann ich für mich unterstreichen. Die Mehrfachbelastung war für mich nur mit einer LZT machbar und ich habe von dort viel mitgenommen, aber ich wollte auch die Hilfe annehmen.

    Aber solange wie Du es für Dich als Qual siehst, ist es egal, Du wirst auch weiterhin andere Prioritäten finden.

    So meine Gedanken. kawi

    Hallo live,
    das Jugendamt kann nichts dafür das Du süchtig bist.

    Ich verstehe nicht warum Du die stantinäre LZT ablehnst.
    Das Dein Sohn nicht mitkommen kann, es gibt Pflegefamilien.... und das es Dir das Herz bricht, sicher tut es weh, aber wäre es nicht schlimmer wieder umzufallen, gerade für Deine Kinder?

    kawi

    Hallo Spedi,

    Du hast Recht, auf wenn ich anfänglich nicht immer mit Deinem rauhen Art nicht zu Recht kamm, aber es ist wie es ist.

    Jemanden vor dem Rücklfall zu bewahren, geht nicht es ist jedem seine eigene Entscheidung, obwohl ich für mich in Frage stelle, ob es wirklich ein Rückfall oder eine Trinkpause oder auch nur ein Wichtigmachen ist.

    Ich gebe Dir auch Recht,

    Zitat

    Zitat:

    das glaube ich leider eher nicht.

    Um wirklich trocken leben zu wollen, brauchte ich meinen Tiefpunkt und ich weis ich kann keinen vor seinem persönlichen Tiefpunkt bewahren, es muss halt so sein.

    VG kawi

    Hallo Thelma.

    Zitat

    Ich zieh mir den Schuh an.


    und dass das nicht mehr passiert, deswegen bist Du doch hier?

    Ich bin trocknene Alkoholikerin und war ebenfalls mit einem süchtigen Partner zusammen. Ich kann Dich sehr gut verstehen, mir ging es ähnlich so, ich war der Meinung es wird über mich geredet, ich bin für alles verantwortlich, gerade wenn es ihm schlecht ging, aber das wurde von Mieken nicht in den Raum gestellt.

    Zitat

    Jetzt kommt, krass gesagt, wieder so ein Alkie daher und macht mich wieder für seinen Saufdruck verantwortlich.

    Nein Du bist die Jenige die sich dafür verantwortlich macht, kein anderer!! Mh?

    Für mich war/ ist wichtig zu wissen, nur ich bin für mich verantwortlich, ich kann nicht für andere verantwortlich sein, wenn ich nicht selbst es möchte.

    VG kawi

    Guten Abend Günter,

    ich denke ich kann Dich verstehen, zu wissen das ich selbst bestimme und nicht der Alk, ja das ist auch Freiheit.
    Ich weiss nicht ob ich es Dir schon mal schrieb. In meiner LTZ hat bei mir das Lied "Freisein" von S. Setlur ein bleibenden Eindruck hinterlassen.

    Liebe Grüsse und eine gute Nacht kawi

    Zitat

    Du hast andere verletzt, Du hast andere belogen - so wie Du auch selbst schreibst - warum sollen sie der Meinung sein, dass Du es diesmal ernst meinst?


    Ich weiss es nicht, ob Du es heute ernst und auch ehrlich meinst!!!!!!!!!!!!!

    Tabletten und Alk????