Gern möchte ich meine Gedanken hierzu vom 01.09. schreiben.
Zitat
Hallo Marion,
Harte Worte, weiche Worte
Was ist das?
Eine Empfindungssache desjenigen der sie spricht oder der sie hört/ liest?
Wenn ich hier durchstöbere und Traurigkeit lese, versuche ich zu trösten – kommt es so auch an?
Wenn ich Wut lese, versuche ich zu argumentieren – kommt es so auch an?
Wenn ich Selbstmitleid lese – versuche ich darzustellen das es nichts bringt – kommt es so auch an?
Wenn ich Hilfe lese- versuche ich zu helfen – aber ich weiß nicht ob sie ankommt.
Wenn ich lese, wie der eine oder andere sich und seine Deckweise verändert hat – ich finde es gut – ich schreibe es auch – aber ich weiß nicht ob es so ankommt.
Wenn ich lese, dass mann/ frau mit allem um sich wirft und auch beleidigt – wie soll ich da reagieren? Wie kommt es an?
Ich denke, ich kann schreiben was ich möchte, ich weiß nicht ob es so wahrgenommen wird, wie ich es meine – aber ich versuche es.
Es ist auch schwierig, da der eine oder andere sich emotional auf einem anderen Punkt befindet.
Welche Worte sind die Richtigen? Ich glaube wichtiger ist auch, will jemand überhaupt lesen und verstehen? Möchte er sich auf mich, auf uns, einlassen.
Liebe Grüsse Kawi
Alles anzeigen
Ich persönlich empfinde Spedis Art und Weise als erfrischend – klare Worte, deutliche Ansage – ich verstehe ihn – ich bin aber schon trocken.
Sicherlich gibt es Menschen die noch einen Tritt brauchen, aber es gibt auch Menschen die die Hand brauchen um anzufangen zu laufen. Es gibt auch Menschen die mal einen Klaps auf die Schulter brauchen – ok es gibt auch Menschen die einen Vorschlaghammer brauchen.
Rose schreibt
Zitat
Ich hab damals mein ganzes bisheriges Leben verlassen und umgekrempelt, anders hätte ich es nicht geschafft.
Korrekt Rose, schön dass Du es geschafft hast - ging das innerhalb von 24 Stunden?
Spedi schreibt
Zitat
Und dann gibt es meine eigene Suchtgeschichte, wie ich Alkoholiker wurde, wie ich mich nass verhalten habe, und wie ich trocken wurde.
Spedi das war keine 24 Stunden- Angelegenheit, oder?
Hallo Ihr alten Hasen, wie soll ein Leben was jahrelang in die Richtung Suff ging, innerhalb von 24 Stunden eine andere Bahn bekommen?
Ich habe zum Anfang den Fehler gemacht, mh. sie muss es doch begreifen – dann habe ich mal zurück gedacht, es ging bei mir auch nicht innerhalb von Stunden, das war ein Lernprozess.
Wir haben alle mal beim Tag 0 angefangen und mussten lernen, mit unserer Sucht und oder unserem Co-Denken umzugehen. Ich musste lernen zu begreifen – das ging nicht von heute auf morgen – das war ein Lernprozess, da zu sein wo ich heute bin.
In meinem Leben gibt es in Bezug auf Alkohol nur Schwarz und Weißdenken, aber auch das musste ich erst lernen.
Aber es gibt auch andere Sachen in meinem Leben und hier habe ich gesehen wie schön Farben sein können. Und zur zufriedenen Trockenheit gibt es auch die bunten Farben, die machen mein Leben lebenswert, natürlich auch Schwarz und Weiß.
Das hat in meinen Augen weder mit Weichspülfraktion, noch mit Dünnhäutigkeit zu tun – eh hier standen wir alle mal.
Als ich damals aufgehört habe zu trinken, – Selbstwertgefühl- was ist das – Selbstbewusstsein – wo hat es sich verkrochen.
Ich wusste nicht was das sein sollte, zickig oh ja.
Mein Selbstwertgefühl, mein Selbstbewusstsein - ja heute habe ich es, ich glaube an mich – aber das war ein Lernprozess, wie sollte ich an mich glauben, es glaubt doch auch kein anderer an mich – dass ich an mich glauben musste um anderen möglich zu machen an mich zu glauben – dass musste ich lernen. Dazu musste ich aber mich, meine Gefühle und Emotionen kennenlernen.
In meinen Augen kann ich erst Dickhäutigkeit in Bezug auf meine Sucht erwerben, ich habe sie erworben, wenn ich trocken lebe und mich damit auseinander setze.
So meine Gedanken kawi