hallo nathalie,
du findest es also unmenschlich und nicht liebevoll deinen vater vor sich hinleben zu lassen, ich kann dir sagen, mir ging mit meinem dad genauso wie dir mit deinem, auch ich bin immer gerannt hab alles aber auch alles für ihn gemacht und erledigt, am schluß hab ich ihm sogar seinen verschissenen (entschuldige die deutliche ausdruckform) Hintern geputzt, weißt du eigentlich was unmenschlich heißt??????
unmenschlich heißt für mich kinder in die welt zu setzten und zusehn wie sie leiden, jeden tag heulen und schreien und bitten und nicht darauf einzugehn. und ich kann dir sagen, erst wenn er ganz am ende ist, wird die maschinerie mit krankenhaus und sozialdienst anfangen sich zu bewegen, diesen weg zu verlängern, ist jetzt deine aufgabe. du kannst dich täglich so wie ich aufreiben in der sorge um ihn, oder aber du akzeptierts endlich das es sein weg ist, den er GEHEN WILL.
mein dad lebt jetzt im pflegeheim, ist nicht mehr ganz richtig im kopf, jetzt kümmer ich mich weiter um ihn, meinst du ich wollte diesen weg gehn? also wach auf, kümmer dich erstmal um dich, wenn es bei ihm dann soweit kommen sollte das er gar nicht mehr funktioniert, wird er auch seine konsequenzen daraus tragen müssen.
und dein vater geht seinen weg ob du ihn loslässt oder nicht, du verlängerst sein leiden nur, verhindern kannst du es nicht.
tut mir echt leid, das ich so schroff geschrieben habe, aber vielleicht nützt es ja das du aufwachst. keiner von uns kindern hier möchte seine eltern gerne freiwillig sterben sehn, aber wir haben gelernt, mit unserer hilfe machen wir alles nur noch schlimmer und ziehn die ganze sache raus. hast du selbstbewusstsein? bist du eine wo an sich denkt? fühlst du dich geliebt? wo stehst du in deinem leben und wo möchtest du hin? fange an dich solche fragen zu stellen....
lg und viel kraft loreen