Beiträge von Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    Wieder ist eine Woche wie im Fluge vergangen - ich schreibe momentan hier nicht soviel, denn im realen Leben gibt es genug Herausforderungen.
    Manche sind sehr kräftezehrend und ich bin froh, dass es mir immer besser gelingt, mir danach die nötigen Ruhepausen zu gönnen und tatsächlich auch mal NICHTS zu tun.

    Vorgestern hatte ich eine Situation, die mich unheimlich nervte. Jemand im Privaten versuchte, mich durch Kontrolle und subtile Vorwürfe in eine Rechtfertigungsrolle zu drängen. Da ich diese Muster nur allzu gut aus meiner früheren Ehe kenne, habe ich ohne weitere Diskussionen diese Verbindung sofort und sehr radikal gekappt.

    Ich bin sehr froh, dass ich mittlerweile genug Selbstfürsorge entwickeln
    kann, um schon in einem sehr frühen Stadium zu erkennen, ob solche Kontakte im zwischenmenschlichen Bereich mir guttun. Dies liest sich vordergründig vielleicht ziemlich brutal, aber wenn ich mir so ein wenig wertschätzendes Verhalten schon zu Beginn gefallen lasse, gehe ich letztlich wenig wertschätzend mit mir selbst um. Wohin dies führte, möchte ich mir nicht noch einmal antun...

    Obwohl ich diese Entscheidung ohne wenn und aber getroffen habe, spürte ich gestern noch Ärger und Empörung in meinem Innersten. Ich habe dann später das schöne Wetter ausgenutzt und bin zu einem kleinen Teich in meinem Lieblingspark gefahren. Dort habe ich mich in die Sonne ans Ufer gesetzt und gemerkt, dass mich das Plätschern der Fontäne im See und das leichte Kräuseln des Wassers durch den Wind ganz allmählich beruhigten.

    Heute kommt es mir vor, als wären die Gefühle von Wut und Ärger (deren Ursache ich in der Meditation auch herausgefunden habe) ganz allmählich vom Wasser fortgetragen.

    Diese heilsame Naturmeditation hat mich wieder geerdet - sie ist unbezahlbar und hat mich doch überhaupt nichts gekostet.

    Wir müssen nicht immer viel Geld investieren, damit es uns gutgeht.

    Ein schönes Wochenende und herzliche Grüße,
    Samsara

    Moin, liebe Katja,

    Zitat

    Ich weiß dass der Druck immer nach relativ kurzer Zeit nachlässt. Ich lenke mich ab, habe in meiner neuen Wohnung immer viel zu pusseln....... oder rufe (wenn es arg fies ist und nicht weggehen will) meine SHG an.

    Damit hast Du ja schon recht gute *Werkzeuge* in der Tasche, um dem aufkommenden Druck zu begegnen. Mit der Zeit wird er weniger, aber zunächst einmal lassen sich die alten eingeschliffenen Muster auf unseren *Festplatten* nicht so einfach ausschleifen. Deshalb ist in Deinem Fall zum Feierabend hin immer besondere Achtsamkeit geboten.

    Jeden Tag gegen den Druck an*kämpfen* liest sich für mich sehr kräftezehrend. Mir hat es geholfen, den Druck als etwas anzunehmen, das auch wieder weggeht. So nach dem Motto: *Ach, du meldest dich auch schon wieder...Du brauchst dir aber keine Mühe mehr zu machen, ich komme auch sehr gut ohne dich aus* registrieren, dass Druck da ist und Dich wieder dem zuwenden, was Du gerade tust.

    Viel Spaß beim Marathonanfeuern (an Sonnenbrandgefahr in HH glaube ich heute eher nicht :lol: )

    Beste Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    heute war ich mit einer Freundin in den Bärlauchgebieten in der Eifel unterwegs. Wir hatten eine reiche Ernte, die ich gleich auch noch verarbeiten werde.

    Zunächst genehmige ich mir aber einen leckeren Kaffee, der gerade neben mir steht und freue mich, dass der Tag heiter-sonnig (allerdings mit einer kühlen Brise) war.

    Die Wartezeit auf meine Freundin am Hauptbahnhof verkürzte ich mir im Laden der internationalen Presse. Im Gesundheitsbereich schlug ich ein Magazin auf und las dort den Artikel über *analoges Leben*.

    Ich las nichts grundsätzlich Neues, aber ein sehr anschauliches inneres Bild habe ich daraus für mich mitgenommen:

    Viele Menschen sitzen ihre Zeit in einem Gefängnis des Perfektionismus ab. In diesem engen Käfig steht das Hamsterrad. Während sie sich fleißig in ihrem Hamsterrad bewegen, sind sie so abgelenkt, dass sie ihr Gefängnis nicht wahrnehmen :roll:
    Wenn sie versuchen, aus dem Hamsterrad auszusteigen, werden sie mit den tatsächlichen Gegebenheiten konfrontiert, was vielen sehr unangenehm ist. Sie müssten nämlich über den Sinn ihres Tuns nachdenken..... Da vielen Menschen dies zu unangenehm ist, steigen sie wieder in ihr Hamsterrad und machen weiter wie bisher :(

    Ich bin sehr froh und dankbar, dass ich aus der *Und-täglich-grüßt-das-Murmeltier-Kiste* aussteigen konnte. Es ist sicher nicht immer angenehm, sich den Gegebenheiten der Realität nüchtern zu stellen, aber es hat mein Leben positiv verändert.

    Das Bild gefällt mir sehr gut :D

    Schönen Abend,
    Samsara

    Hallo Wolfgang,

    5 Jahre und 5 Monate sind schon eine lange Zeit, in der Du unterwegs bist.

    Doch hört sich Dein Beitrag aus jeder Zeile nach Kampf an :roll:

    Ich bin auch schon einige Jahre unterwegs und gebe zu, dass der Weg manchmal alles andere als leicht ist.

    Da gilt es, Steine aus dem Weg zu räumen und sich Situationen zu stellen, die mich früher eher zum Weglaufen veranlasst hätten. Doch liegt für mich in all dem die Chance zum Weiterwachsen und mich weiter zu entwickeln. Ich bekomme dadurch ein immer besseres Gefühl dafür, was mir guttut und dass mich Menschen mögen, gerade weil ich konsequent meinen Weg gehe, selbst wenn dies nicht allen passt.

    Wenn Du aufhörst, mit der Faust in der Tasche unterwegs zu sein, wird auch für Dich der Weg in eine zufriedene Trockenkeit Wirklichkeit werden.

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    danke Liesele und Tocco für Eure Rückmeldungen!

    Ich stimme Euch zu, dass es wichtig ist, unsere Anteile an den jeweiligen Situationen zu erkennen. Um daraus zu lernen und es bei ähnlichen Situationen im JETZT anders zu machen.

    Es gibt immer 2 Seiten der Medaille, denn es immer jemand da, der macht und jemand, der es mit sich machen lässt. Wenn wir uns dies immer wieder vergegenwärtigen, haben wir einen wichtigen Schlüssel in der Hand und können gegensteuern.

    Diese Woche war für mich ziemlich anstrengend und ich musste mich einigen schwierigen Situationen stellen.

    Ich bin grundsätzlich gerne für andere da, nehme Anteil und helfe, wenn ich kann. Im Gegensatz zu früher schaue ich aber auch sehr genau auf die Beweggründe für mein Handeln und wie es mir in diesen Situationen geht. Heute kann ich mich deswegen besser abgrenzen und das hat viel mit Selbstliebe zu tun.

    Damit mir die Gründe für mein Handeln bewusst sind, sind Fragen wie *wieviel tue ich für andere und wieviel tue ich für mich selbst in meinem Leben? Wie gut sorge ich für mein eigenes inneres und äußeres Wohl wichtig?*.
    Solche Gedankengänge kann ich immer wunderbar auf einem langen Spaziergang entwickeln. Überlegungen wie *wenn ich für andere tätig bin, wie fühle ich mich dabei? Erfüllt mich das wirklich mit großer Freude und geht es mir gut dabei? Erfüllt mich das Beschenken anderer oder mein Engagement selbst mit Freude oder tue ich es ‚um...zu’? Verbinde ich es mit Erwartungen?* können hilfreich sein. Dadurch erkenne ich leichter, ob ich etwas tue, um XYZ zu erreichen oder weil ich genau das gerade tun will und weil es mich mit Freude erfüllt.

    Der Mensch, der für sich selbst gut sorgt, ist auch für die ein Segen, für die er da ist. Er wirkt durch sein Vorbild und verursacht bei seinen Mitmenschen keine Schuldgefühle.

    Ich wünsche uns allen ein angenehmes und zufriedenes Wochenende! 8)

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo Liesele,

    nun komme ich Dich auch mal besuchen, denn ich möchte gerne etwas mehr über die *frühe* Besucherin meines Threads *Schatten und Licht* erfahren :)

    Du bist ja schon lange hier im Forum angemeldet und hast Dich -wenn ich richtig gelesen habe- aus einer destruktiven Beziehung gelöst.

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass mit dem Loslassen einer solchen Beziehung die co-abhängigen Denkmuster nicht einfach wie durch Zauberhand verschwinden.

    Auch ohne Beziehung zu einem Alkoholiker können sie sich in vielfältiger Hinsicht weiter in unserem Denken und Handeln niederschlagen und da finde ich es wichtig, mir dieser Zusammenhänge bewusst zu sein.

    Ich kann mir vorstellen, dass es hier für Viele hilfreich sein könnte, zu sehen, wie Du Deinen Weg gegangen bist und wie Du heute mit den Herausforderungen des Lebens umgehst.

    Obwohl ich auch schon seit einigen Jahren unterwegs bin, hilft mir das Schreiben und Reflektieren sowie das Feedback anderer Wegbegleiter immer noch sehr.

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter;

    Danke, liesele für Deinen Besuch!

    Die Wanderung am Sonntag hat mir gutgetan und es war richtig befreiend, mal wieder ohne dicke Mehrfachschichten an Klamotten unterwegs zu sein - auch die Bänke luden wieder zu einer angenehmeren Rast als im Winter ein.

    Schön zu sehen und zu riechen, wie jetzt alles zu Blatt und Blüte aufbricht, umschwirrt von ersten Schmetterlingen und fleißigen Bienchen. Ich bin also dem Frühling in seiner ganzen Vielfalt begegnet, auch wenn uns die Sonne erst nachmittags die Ehre ihres Erscheinens gegeben hat.

    ************
    Mich hat der Artikel, den ich beim Friseur gelesen habe, auch noch einmal zu zu einer Rückschau in meiner eigenen Lebensgeschichte veranlasst und ich erinnerte mich daran, dass ich vor meiner Trennung von meinem Ex-Mann damals der irrigen Ansicht war, er brauchte nur aus meinem Leben verschwinden und dann seien alle Probleme gelöst.

    Da der unberechenbare Ehemann für lange Zeit komplett meinen Alltag, meine Denke und mein ganzes Verhalten beherrschte, fiel ich erstmal
    in ein tiefes Loch, als dieser *Dreh - und Angelpunkt* plötzlich weg war....

    Meine damalige Therapeutin hat es mir lange vorher prognostiziert und natürlich habe ich ihr nicht geglaubt..

    Auch wenn viele Menschen sich das gerne wünschen: sowas gibt es nur im Märchen, dass sich Probleme wie durch Zauberhand und -vor allem ohne eigenes Zutun durch Aufarbeitung und genaues Erkennen der eigenen Anteile- einfach so in Luft auflösen.

    Dennoch lassen sich unsere Probleme Schritt für Schritt auf der Basis unserer Trockenheit lösen. Diese Erkenntnis gibt mir immer wieder Kraft.

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo Katja,

    herzlich Willkommen und Glückwunsch zu Deinem Entschluss, Dich hier mit uns austauschen zu wollen.

    Schön, dass Du nun schon seit 4 Monaten trocken unterwegs bist. Auf dieser Basis kannst Du gut aufbauen.

    Ich wünsche Dir weiterhin ein zufrieden-trockenes Unterwegs-Sein.

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo avenly,

    Ob mit 30 oder in welchem Alter auch immer: es ist jederzeit möglich, neue Wege zu gehen und etwas zu verändern!

    Schön, dass Du Dich jetzt hier mit uns über Deine Krankheit und die Dinge, die Dich bewegen/belasten austauschen möchtest.

    Gerade am Anfang ist es eine große Unterstützung, dass Dein Mann ebenfalls nicht trinkt und kein Alkohol im Hause ist.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier im Forum!

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Moin Steilbergauf,

    Du hast einen guten Weg für Dich eingeschlagen!


    Zitat

    Man kann auch lernen , ihn einfach mal so stehen zu lassen und besser darauf zu achten SELBST fest auf dem Boden zu stehen...

    Noch schreibst Du von *man* - wenn Du es selbst für Dich verinnerlichst und diese Erkenntnis als Basis für Dein trockenes Unterwegssein umsetzt, stehst Du nicht auf tönernen Füßen.

    Weiterhin alles Gute wünscht
    Samsara

    Guten Morgen liebe Wegbegleiter,

    Gestern habe ich mir die Wartezeit beim Friseur verkürzt und bin dabei auf einen Artikel einer bekannten Buchautorin gestoßen, den diese in einem Magazin zum Thema *ich fange nochmal von vorne an* (die Überschrift heißt anders!) verfasst hat.
    Sie macht darin mit der Illusion Schluss, dass man wirklich als quasi *neuer Mensch* nochmal komplett anfangen und alles abstreifen kann, was einmal war (besonders natürlich das Unangenehme)

    Ich sehe das ähnlich wie in dem Artikel: ich kann an den Nordpol auswandern, wenn mir danach ist - doch ich nehme immer mich selbst mit, mit allem, was mich ausmacht. Auch wenn Phönix aus der Asche steigt, bleibt er doch immer wieder Phönix....

    Ich finde das auch nicht schlimm. Meine Vergangenheit gehört zu mir, auch wenn ich auf vieles nicht wirklich stolz bin. Es ist aber wichtig, wie ich damit umgehe, denn das birgt ja die Möglichkeit, daraus zu lernen und sich zu entwickeln. Erst so wird aus Vergangenheit und JETZT ein heilsames Ganzes - und das macht mich als Menschen aus.

    Jetzt werde ich meine Wanderschuhe schnüren und mich auf den Weg in den Frühling machen. Mal sehen, ob ich ihn treffe 8)

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    Danke, lieber Correns! Mit Deinem Feedback hast Du mir quasi das *Stichwort* geliefert!

    Zitat

    Früher hatte ich immer wieder
    viel zu viele Bälle gleichzeitig in der Luft.
    Heute versuche ich (und oft gelingt es auch),
    die für mich wichtigen Dinge zu erkennen
    und meine Kraft dorthin zu lenken.

    Ich war jetzt einige Tage hier nicht präsent, denn ich habe einige Tage hinter mir, die mich in vielerlei Hinsicht ziemlich gefordert haben. Ich habe daher für mich Prioritäten gesetzt und mich ausschließlich auf die zu regelnden Angelegenheiten konzentriert.

    Am Ende der Woche freue mich nun, dass ich bei den Dingen, die mir zurzeit wichtig sind, einen Schritt weiter gekommen bin.

    Es zeichnet sich für mich jetzt eine Lösung ab, die zunächst einmal von meinen bisherigen Vorstellungen abweicht. Vielleicht liegt gerade darin die Herausforderung, denn die eigenen Erwartungen können einem ja auch ein Bein stellen, wenn ich zu festgelegt bin.

    Ich habe daher beschlossen, erst einmal die Entwicklungen abzuwarten und den Dingen ihren Lauf zu lassen. Mittlerweile habe ich kapiert, dass sich durch diese offene Haltung die Chancen auch erhöhen können.

    In einer wichtigen Aussprache war es in dieser Woche zunächst unumgänglich, alle Störungen, die in den letzten Monaten für weniger heilsame Gefühle bei mir gesorgt hatten, auf den Tisch zu legen. Obwohl dies zu Beginn bei den Beteiligten zu einer sehr explosiven Atmosphäre führte, war diese offene Auseinandersetzung aber als Basis für ein gemeinsames Weiter unbedingt not-wendig.

    Auch solche -die Not abwendende- Situationen wollen ausgehalten werden. Mit klarem Kopf geht das erheblich besser, als wenn einen die eigenen Schuldgefühle zusätzlich kleinmachen.

    Nach der mental sehr anstrengenden Woche freue ich mich jetzt darauf, am Wochenende mal wieder meine Wanderschuhe zu schnüren........

    Ich wünsche Allen ein zufriedenes und heiteres Wochenende !

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo Lütze,

    Dein letzter Beitrag liest sich gut :)

    Zitat

    Und trotzdem kann es mir damit gut gehen....Mmh.

    Vielleicht geht es Dir gerade deshalb gute, weil Du Dir erlaubst, mal egoistisch zu sein und die *Zähne* zu zeigen - denn das steckt ja auch in Dir drin...

    Kann es sein, dass Du bisher diese Anteile viel zu oft unterdrückt hast?

    Ich wünsche Dir weiterhin eine gute Zeit - toll, dass alles so prima läuft. Hast Du Dir doch auch verdient, oder :?:

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    die Ostertage sind vorbei und brachten auch hier in meiner Region nochmal Schnee am Karfreitag.

    Ich hatte keine konkreten Pläne für die freien Tage und konnte so flexibel auf einige nette Einladungen aus meinem Freundeskreis reagieren. Habe mich sehr darüber gefreut, dass ich über ein gutes soziales Netzwerk im realen Leben verfüge. Bei keiner der Aktivitäten hat Alkohol eine Rolle gespielt.

    Jeder kennt das: es gibt Situationen im täglichen Leben, da ist es einfacher und bequemer, die Scheuklappen zu benutzen und nicht hinzuschauen, um sich nicht aktiv einmischen zu müssen.
    Nach dem Motto *Ich nicht - sollen doch die anderen machen! Die haben schließlich auch Augen im Kopf....*

    Ich habe wieder einmal gemerkt, je klarer ich unterwegs bin, umso weniger Angst habe ich, mich einzumischen und Dinge anzusprechen, wenn ich selbst Handlungsbedarf sehe. Dann rede ich nicht lange um den heißen Brei herum und verlasse mich auf andere, sondern handle (und tue, was ich in der jeweiligen Situation für erforderlich halte).

    Die Frage, ob ich mich einmischen darf, kann ich mir heute besser beantworten als früher, als ich eher die Tendenz hatte, das Feld lieber anderen zu überlassen und mich bedeckt zu halten.

    Und ich darf auch in anders gelagerten Fällen still im Hintergrund sein und signalisieren, dass ich da bin und meine Hilfe in Anspruch genommen werden kann. Hilfe anbieten, ohne zu erwarten, dass sie angenommen wird ....

    Das ist nochmal eine Stufe schwieriger und ich habe es erst im Laufe meiner ehrenamtlichen Ausbildung gelernt. Hilfe anbieten, ohne mich aufzudrängen und nicht aus einer *um ....zu* - Erwartungshaltung.
    Ich glaube, dass ich da auch im Verhältnis zu meinem Kind gute Erfahrungen gemacht habe, als ich damit angefangen habe, aus dieser Haltung heraus zu handeln.

    Ich kann nur jeden ermuntern, sich öfter mal zu trauen: sich zu trauen, die eigene Meinung zu vertreten; sich zu trauen, schwierige Dinge in der Gruppe anzusprechen....

    Traut Euch, Dinge in Angriff zu nehmen, die Euch wichtig sind :D

    Herzliche Grüße,

    Samsara

    Day by day....a good day :idea:

    Moin Poster,

    *Jeder Jeck ist anders* wie es in Köln so schön heißt :wink:

    Daher gibt es für Zufriedenheit sicher kein allgemeingültiges *Patentrezept* - nach dem Motto: *wenn Du Knopf A drückst, dann.....kommt Zufriedenheit heraus*. Schön, dass es bei Dir so einfach klappt :)

    Ich bin ebenfalls auf der Weg der zufriedenen Trockenheit unterwegs und das tägliche Lächeln in den Spiegel gehört auch bei mir dazu.

    Zusätzlich untermauere ich mein Fundament mit Achtsamkeit und Selbstreflexion - damit bin ich gut unterwegs.

    Beste Grüße,
    Samsara

    Lieber Lütze,

    danke für Deinen Besuch in meinem Thread - Deine Frage habe ich Dir dort beantwortet :)

    Ich finde es super, dass Du Dich auf das Expriment einlassen konntest um festzustellen, dass *weniger* fast nicht auffällt und schon gar nicht zum Stiistand der Welt führt :lol:

    Vielleicht verhilft Dir diese positive Erfahrung zu etwas mehr Mut, auch in Zukunft mal ein wenig kürzer zu treten. Nur für Dich selbst...

    Dir und Deiner Familie ein fröhlich-buntes und zufriedenes Osterfest!

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    Lieber Lütze, danke für Dein Feedback! Ich hatte gestern überlegt, was ich Dir antworten soll :)

    Obwohl sich mein Leben hier so spuverän gemeistert liest, wirft das ein etwas schiefes Bild auf die Realität. Das liegt natürlich vor allem daran, dass ich hier aus Datenschutzgründen nur sehr *gefiltert* schreibe und meine Problemlösungswege zu dem hier im offenen Bereich lesbaren Resultaten im Tagebuchbereich zu finden sind.

    Auch ich bin mitunter mit Problemen und Hindernissen konfrontiert, vor denen ich früher schreiend davongelaufen wäre, mich betäubt und als armes Opfer widriger Umstände gesehen hätte.... :roll:

    Die Probleme und die äußeren Umstände kann ich nicht verändern - was ich aber wohl verändern kann, ist meine persönliche Haltung dazu. Ich kann viele Dinge als Katastrophe sehen oder als Herausforderung, an der ich wachsen kann.

    Ich darf heute von der selbst erlebten Erfahrung profitieren, dass mit klarer Sicht auf die Dinge vieles gar nicht so schrecklich ist, wie meine Gedanken und meine Vorstellung davon.
    Dies hat mich dazu gebracht, mich in ähnlichen Situationen zu fragen, ob meine mir Angst machenden Gedanken wirklich wahr sind. Wenn ich mir bewusst mache, dass ich das letztlich gar nicht weiß, lähmen mich solche Gedanken nicht mehr so in meiner Handlungsmöglichkeit.

    Um jetzt auf Deine Frage

    Zitat

    Wenn dem so ist,weißt Du das auch zu schätzen?

    zu antworten:
    Ja, ich weiß es zu schätzen! Ich beobachte meine Gedanken, bevor sie mein Tun negativ beeinflussen und mich lähmen. Ich arbeite daran, auch mal bewusst eine andere Perspektive einzunehmen, um mich zu hinterfragen.

    Ich bin dankbar für die Erkenntnis, dass ich Handlungsfreiheit habe und es in meiner Hand liegt zu entscheiden, ob ich hilfloses Opfer widriger Umstände bin....

    Das heißt nicht, dass damit automatisch keine Probleme mehr vorhanden sind- aber ich habe gutes Werkzeug, anders damit umzugehen:

    Meine Trockenheit

    Ich wünsche Euch ein zufriedenes und fröhlich-buntes Osterfest!

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo Tabitha,

    am Anfang meiner Zeit fiel es mir ziemlich schwer, offen mit meiner Krankheit umzugehen und diese auch beim Namen zu nennen.

    Mit zunehmender Klarheit stellte ich fest, dass das Rumgeeiere mich unnötig viel Kraft und Energie kostete, die ich für meinen eigenen Weg besser einsetzen konnte.

    Heute kann ich offen und ehrlich zu meiner Krankheit stehen - und habe da bisher aus meinem Umfeld noch nie Ausgrenzung oder ähnliches erfahren...

    Am Anfang meiner Zeit habe ich auf einer Veranstaltung mal einen Politiker erlebt, der offen daüber berichtete, dass er seit vielen Jahren trockener Alkoholiker ist. Der Mann hat mich mit seiner Offenheit damals stark beeindruckt.

    Herzliche Ostergrüße und gute Besserung für Deine Erkältung,

    Samsara