Beiträge von Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    Seit einiger Zeit bin ich mit derr Situation in meinem Ehrenamt nicht mehr zufrieden. Zwar bin ich weiterhin davon überzeugt, dass diese Tätigkeit richtig und sinnvoll ist, aber die Begleitumstände finde ich ziemlich demotivierend.

    Zum Glück ist mein Meditationskissen ein heilsamer Ort, mich mit diesen Gedanken auseinander zu setzen.

    Ich akzeptiere diese Tatsache für' s Erste und lasse sie wertfrei stehen. Seit einigen Tagen schon habe ich das Gefühl, wieder mal in einer Aufbruch - und Umbruchsituation zu sein. Als Nordlicht weiß ich ja, dass ich nur dann zu neuen Ufern aufbrechen kann, wenn ich erst einmal die mir vertrauten und bekannten Küsten hinter mir lasse.

    Vielleicht muss ich erstmal all das Bekannte, Vertraute (zumindest aber das, was jetzt nicht mehr passt) loslassen, um beide Hände frei zu haben, neue Chancen und Möglichkeiten zu ergreifen?

    Es liegt sicher ein Sinn in diesen Ent-Wicklungen, auch wenn er sich mir momentan nicht erschließt. Ich vertraue und gehe meinen Weg weiter.

    Ich habe mich verändert. Zwar weiß ich nicht, ob mit dem Alter nun auch die Weisheit zu meinen Wegbegleitern gehört?

    Zumindest aber ist die Klarheit mir eine wertgeschätzte Vertraute geworden, denn ich sehe immer klarer, was heilsam für mich ist und was mich unnötig belastet. Von diesen Dingen (und manchmal auch von Menschen) kann ich mich schneller und konsequenter trennen, ohne dass mir ein pseudo-schlechtes Gewissen einflüstert *das kannst Du doch jetzt nicht machen*? Warum nicht? Ich bleib ja bei allem freundlich, sachlich, akzeptiere die andere Seite - und vor allem: ich bleib bei MIR.

    Vielleicht geben mir die kommenden arbeitsfreien Feiertage neue Impulse? Ich lasse sie auf mich zu kommen...

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Das Beste geschieht JETZT :)

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    danke Triiine, Frank und Zotti für Euer Feedback!

    Mitten im Krisentornado zu stehen, zieht einem mitunter ganz schön den Boden unter den Füßen weg. In dieser Situation habe ich mir natürlich auch ganz oft die Frage nach dem Sinn gestellt.......

    Seit ich mich mit klarem und nüchternen Blick und weniger Selbstmitleid mit solchen Krisensituationen auseinandersetzen kann, habe ich häufig in der Rückschau festgestellt, dass gerade darin wichtige Wendepunkte in meinem Leben waren. Hier wurden nämlich die Weichen für weitergehende Entwicklungen umgelegt, auch wenn mir das nicht immer sofort klar war.

    Manchmal liegt die Chance auch darin, dass die Krise uns weg von sicheren ausgetretenen Pfaden führt und Möglichkeiten eröffnet, die wir bisher nicht gesehen haben - Wege, vor denen ich aus den unterschiedlichsten Gründen Angst hatte, sie zu gehen.

    In einer Notsituation treten diese Bedenken in den Hintergrund und es öffnen sich neue Türen.

    Lieber Frank, ich habe Deine letzten Beiträge gelesen und finde es sehr wichtig, dass Du jetzt im realen Leben erst einmal für Deine Tochter da bist. Schreiben kannst Du später...

    Heute habe ich in der Mittagszeit kurz die Gelegenheit genutzt, einen tiefen Atemzug in der frischen Luft zu machen. Tapfer versucht die Sonne, gegen die Kälte anzustrahlen - jedoch leider noch ohne die nötige Wärmekraft.

    Wenn ich mir die Bäume anschaue, so sind die Knospen kurz davor, aufzubrechen - es fehlt nicht mehr viel, dann explodiert die Natur.

    Aufbruchstimmung - die spüre ich auch in mir drinnen. Momentan noch ohne konkrete Aufbruchrichtung, ist es nur ein Gefühl, dass sich bald etwas tut. Was auch immer bei mir da *aufbricht*, es wird mich sicher weiterbringen.....

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Lieber zerfreila,

    1750 achtsame Schritte auf Deinem Weg....

    Gratulation!

    Alles Gute für ein achtsames und kontinierlich -zufriedenes Unterwegssein wünscht Dir

    Deine Wegbegleiterin
    Samsara

    Hallo Steilbergauf,

    keine Ursache :)

    Das Gute an unserem Austausch hier ist, dass es oft die Kleinigkeiten sind, die die Blickrichtung verändern.

    So kann ein kleines Wort, das mir als Außenstehender auffällt, schon viel in der Bedeutung verändern. *Müssen* müssen wir nämlich fast gar nichts :wink:

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo Steilbergauf,

    Zitat

    Ich muß mir wieder mehr Zeit geben

    Zuviel *muss* erzeugt unnötig Druck....

    Du könntest öfter mal innehalten, bei dem was Du gerade tust - nicht nur am Morgen.

    Beginne mit der kleinsten Pause, die Du Dir überall gönnen kannst: der ATEMpause.

    Meinen Glückwunsch zu den ersten 100 Schritten :) auf Deinem Weg.

    Schritt für Schritt geht es weiter :)

    Alles Gute Dir,
    Samsara

    Lieber Frank,

    ich wünsche Dir ebenfalls Stärke in Deinem momentanen Sturm!

    Das Schreiben hier hat jetzt erstmal nicht Prio 1, denn Du brauchst Deine Energie für die aktuelle Situation mit Deiner Tochter - und es ist genauso wichtig, dass wir alle hier auch lernen, mit unseren eigenen Kräften sorgsam umgehen.

    Nur, wenn wir selbst stabil sind, können wir auch für andere da sein.

    Du gehst die Sache mit klarem Kopf und nüchtern an, das ist eine gute Basis. Die innere Stärke kommt aus Deiner Trockenheit.

    Da Du ja auch bei mir im TB mitliest, kannst Du vielleicht etwas mit meinem gestrigen Beitrag zur Krise anfangen.

    Ich habe selbst erfahren, dass aus tiefsten Krisen (das auch mit meinem eigenen Kind) wirklich gute Chancen für Neues erwachsen sind. Und Du hast ja schon angedeutet, dass sich in der jetzigen Situation das Verhältnis zwischen Deinem Kind und Dir intensiviert.

    Schön, dass Du jetzt für sie DA bist....

    Viel Kraft und alles Gute,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    Lieben Dank an Correns und Matthias für Eure Geburtstagswünsche!

    Wenn Zufriedenheit ansteckend ist, dann verteile ich doch gerne noch mehr dieser netten Tierchen....!

    ***********

    In den letzten Tagen habe mal wieder einen Blick auf meine persönlichen Krisen in der Vergangenheit geworfen - und da gab es viele. Große und kleine.....

    Aus heutiger Sicht haben sich einige der größten Katastrophen als sehr heilsam erwiesen, denn sie waren für mich auch ein Wendepunkt. Ohne diese Krisen hätte es für mich keine Veränderung gegegeben.

    Vor langer Zeit bin ich mal auf einen Ausspruch einer bekannten Persönlichkeit gestoßen, war zu dieser Zeit aber weit entfernt davon zu verstehen, was er auch für mich und mein Leben bedeutet. In dem Satz hieß es, dass die Krise ein produktiver Zustand sei - man müsse ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. Hätte ich ihn früher verstanden, so hätte mir diese Sicht auf die Dinge wohl Mut gemacht.

    Ich interessiere mich sehr für Sprachen und in diesem Zusammenhang auch für die Hintergründe von Begrifflichkeiten.
    Es wundert mich daher nicht, dass im Griechischen und im Chinesischen die Begriffe für *Krise* und*Chance* identisch sind.

    Das griechische Wort Krisis bedeutet *Wendepunkt* und beinhaltet somit nicht nur den momentanen Zustand, in dem ich mich befinde, sondern gibt einen Ausblick auf zukünftige Möglichkeiten. Wichtig ist dabei weniger der Auslöser für die Krise, als mein eigener Umgang mit den Ereignissen.

    Ich kann mich also als armes Opfer der bösen und widrigen Umstände ansehen und allen Anderen die Schuld geben, oder ich kann die Krise als Wendepunkt und als Chance ansehen und etwas verändern.

    Als ich damit begonnen habe, hatte ich noch keine Ahnung, welche Chancen der Weiterentwicklung für mich bis heute in meinen kleineren und größeren Krisen entstehen :)

    Mit klaren Blick kann ich heute das Potenzial eher erkennen, das in diesen -zunächst nicht immer als angenehm erlebten - Wendepunkten im Leben steckt.

    Ich wünsche Euch ein zufriedenes Wochenende - entdeckt Eure Möglichkeiten :D

    Samsara

    Liebe Sundra,

    Danke für Deine guten Wünsche und Dein Feedback :)

    Rückmeldungen wie Deine sind für mich sehr wertvoll, denn sie zeigen in Verbindung mit der Anzahl der Aufrufe, dass es hier Menschen gibt, die aus meinen Gedanken, Überlegungen und Erfahrungen Impulse für ihren eigenen Weg mitnehmen und auch umsetzen.

    Genau so funktioniert Hilfe zur Selbsthilfe..... :)

    Wir können uns jeden Tag wieder entscheiden, etwas zu verändern und neue Wege zu gehen. Und jeden Tag JA zu unserem trockenen Leben sagen....

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo Johannes,

    Du warst einer der ersten, bei denen ich hier im Forum am Anfang meines eigenen Unterwegs-Seins gelesen habe.

    Schon damals hat es mich beeindruckt, wie konsequent Du Deinen Weg gegangen bist, da habe ich mir vieles *abgeguckt* :wink:

    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute!

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo Lütze,

    super, das klingt gut!

    Ab und an das Handy ausschalten und nicht erreichbar sein - diese Freiheit nehme auch ich mir. Sie schafft FREI-Räume :)

    Planen kannst Du sowieso nur das JETZT alles andere entzieht sich meist unserer Planungskontrolle und läuft oft sowieso ganz anders ab, als wir es planen...

    Ich finde es wichtig, dass ich mein Ziel nicht aus den Augen verliere, aber trotzdem offen und flexibel für die Wege dorthin bleibe. So setze ich mich auch nicht unter Druck.

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    als ich vor 2 Tagen hier hereinschaute, zeigte mein Thread die Zahl 88888 :D

    Soo viele Aufrufe lassen mich hoffen, dass der Eine oder die Andere hier doch ein paar hilfreiche Anregungen für den eigenen Weg zur stabilen und zufriedenen Trockenheit findet.


    Heute hat sich auch eine andere Zahl in meinem Leben geändert, denn nun hat sich neben die selbstwusste 5 die freche 2 gestellt und diese richtet sich in dieser Konstellation gerade ihr Plätzchen für die Dauer eines weiteren Lebensjahres ein :lol:

    Ich hab da jetzt schon so ein Gefühl, dass es mit dieser Zahlenkombination nicht langweilig wird.....

    Mir ist heute nicht nach Party, aber ich habe mir eine kleine *Auszeit* von der Arbeit genommen und genieße die Zeit mit mir alleine.

    Gefreut habe ich mich über die zahlreichen lieben Rückmeldungen von Menschen in meinem Umfeld, die mir zeigen, dass viele Menschen mich wertschätzen und mir eine Freude machen, weil ich DA bin.

    Ich muss nicht mal groß etwas *machen*, sondern einfach nur DA sein - offen sein, zuhören, mein Gegenüber annehmen wie er/sie ist.

    Mich nicht verstellen, die Leute schätzen mich, weil ich so bin wie ich bin. Ich finde, dass das ein sehr wertvolles und unbezahlbares Geschenk ist, für das ich sehr dankbar bin.

    Solche Gelegenheiten sind für mich immer mal wieder ein Anlass, einen Blick zurück zu werfen, obwohl mein Leben im JETZT stattfindet.

    Was sagt mir der Blick zurück? Er zeigt mir deutlich, wie sehr alles in meinem Leben im Wandel ist. Werte verändern sich ebenso wie Prioritäten. Was mir einmal sehr wichtig erschien, hat vielleicht heute überhaupt keine Bedeutung mehr.

    Mir fällt in diesem Zusammenhang ein, dass ich heute vor 12 Jahren an meinem 40. Geburtstag meinen nagelneuen Sportwagen beim Autohändler abholte (damals noch die Flasche Schampus gratis vom Händler als Geschenk dazu....)

    Zu dieser Zeit dachte ich, dass ich mir mit diesem Auto einen großen Wunsch erfüllt hätte, weil mir damals Prestige und materielle Werte noch sehr wichtig waren.
    Ich stellte fest, dass mir diese Wunscherfüllung nicht die erhoffte Zufriedenheit brachte, sondern eher ein Gefühl der Leere bewirkte. War das wirklich mein ureigenster Wunsch oder hat mich das Umfeld beeinflusst?

    Egal, heute sind mir andere Dinge wichtig, die ich mir nicht für Geld kaufen kann: Achtsamkeit, Wertschätzung, ein intaktes soziales Wurzelgeflecht....

    Dazu habe ich mich von den Dingen getrennt, die mir nicht gut getan haben, die mich belastet und in meiner Entwicklung behindert haben.

    Dieses Loslassen bezieht sich nicht nur auf Dinge sondern auch auf zwischenmenschliche Beziehungen - mit manchen Mitmenschen war ich nur ein ganz kleines Stück unterwegs, ehe sich die Wege wieder trennten.

    Mit manchen Menschen bin ich schon ganz lange gemeinsam unterwegs und wir unterstützen uns gegenseitig mit unseren Erfahrungen auf diesem Weg. Manchmal kreuzen sich auch Wege zu einem späteren
    Zeitpunkt erneut - es ist alles im Fluss und unterliegt ständiger Veränderung.

    Ich kann weder lieb Gewonnenes noch Verhasstes dauerhaft festhalten - diese Vorstellung hat für mich auch etwas Tröstliches...

    Heute und an jedem Tag beschenke ich mich selbst mit zufriedener Tockenheit in dem Bewusstsein, dass das Beste JETZT geschieht :)

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    danke Enya und Zotti für Eure Rückmeldungen :)

    Enya
    Ich freue mich, dass Du inzwischen in Deinem Thread wieder schreibst und auch erkannt hast, wo Deine Baustellen angesiedelt sind.

    Manchmal sortieren sich im Schreiben auch die Gedanken - und dann fühlt es sich wirklich ganz anders an. Kann eine wichtige Hilfe in schwierigen Situationen sein, finde ich.

    Dabei kommt es ja gar nicht drauf an, dass jeder hier druckreife Beiträge verfasst - jeder hat seine ganz eigene Art, sich auszudrücken und das ist ok so :!:

    Zitat

    bin nicht achtsam gewesen und habe nach wie vor große Probleme meine Bedürfnisse zu verbalisieren. Oft brodelt es nur in mir.

    Der wichtigste Schritt ist doch, dass Du das erkannt hast. Was Dir BEWUSST ist, kannst Du verändern. In kleinen Schritten und indem Du Dich aufmerksam beobachtest und Deine Bedürfnisse ernst nimmst.

    Erst wenn Du selbst stabil bist und es Dir gutgeht, kannst Du auch für Deine Kinder da sein.

    Zotti

    Zitat

    Zufriedenheit und Gelassenheit sind für mich der Schlüssel zu einem alkoholfreien Leben.

    Das finde ich auch sehr wichtig :)

    Liebe Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    heute mal ganz ohne *Geschichten* und sonstige Lebensweisheiten :)

    Ich möchte hier einfach nochmal festhalten, wie wichtig für mich der regelmäßige Austausch mit anderen Betroffenen im Forum ist.

    Auch wenn ich schon länger unterwegs bin, gibt es immer wieder Punkte, an denen ich (z.T. weil ich aus eigener Betroffenheit) ein wenig *betriebsblind* bin und daher manchmal nicht die nötige Distanz zu einer Angelegenheit habe, bei deren Klärung ich gerne die Hilfe meiner Wegbegleiter in Anspruch nehme.

    So es sich um die Klärung persönlicher Angelegenheiten handelt, mache ich dies überwiegend im geschützten Bereich, wo ich gerade wieder sehr viel Hilfe durch eine andere Sicht auf die Dinge erhalten habe.

    Für diese Unterstützung bin ich sehr dankbar. Es ist ein Geben und Nehmen - ein Austausch, der beiden Seiten hilft und vielleicht auch manchmal Sichtweisen verändert. Auf beiden Seiten.

    Damit dieser Austauch jedoch funktioniert, muss ich mich hier einbringen. Am besten regelmäßig, damit es keine Einbahnstraße wird.

    Ich erlebe es häufig, dass Menschen sich erst wieder melden, wenn *das Kind in den Brunnen gefallen* ist und das finde ich sehr schade.

    Die Probleme kündigen sich ja in der Regel schon lange vorher an.....

    Nur wer schreibt, dem kann geholfen werden :wink:

    Schönen Sonntag und herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo Lütze,

    bei mir war Überforderung früher immer sehr gefährlich - Alarmstufe 1.

    Daher habe ich heute gelernt, auf Anzeichen von Überforderung zu achten und -schon aus Gründen des Selbstschutzes-entsprechend gegenzusteuern.

    Natürlich gibt es auch bei mir *Arbeitsspitzen* - wenn ich Dinge nicht delegieren kann, setze ich Prioritäten. Mache das Wichtigste zuerst und gehe die anderen Dinge Schritt für Schritt an.

    Dabei gönne ich mir immer wieder Atempausen. Tief durchatmen und auf den Atem konzentrieren - das erdet mich und gibt mir Kraft.

    Die kleine Pause ist die Atempause, die solltest Du Dir auch gönnen.

    Pass gut auf Dich auf!

    Ich hoffe, Du kannst am Wochenende mal etwas ausspannen - Deine Familie freut sich sicher auch!

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    da ich Freude an der Sprache habe, habe ich mal das Wort *Selbstbewusstsein* auseinander gepflückt.

    Was genau bedeutet *das Bewusstsein von mir selbst*?

    Je genauer ich mich kennen lerne und mir meiner selbst und meiner Gefühle und Gedanken bewusst bin, je höher ist mein Selbstbewusstsein. Ich reagiere deshalb nicht mehr überraschend und unvorhersehbar, denn ich kenne mich gut und nehme mich deutlich wahr. So kann ich mir jederzeit bewusst machen, was ich denke und fühle, was mein Körper empfindet, wie ich die Außenwelt wahrnehme und welche Reaktionen sie bei mir aufgrund meiner Vorstellungen und Erwartungen auslöst.

    Ich bin so *Herrin* in meinem eigenen Haus und reagiere selbstbestimmt und selbstverantwortlich. Aus diesem Selbstbewusstsein entsteht Selbst-Vertrauen, die Verantwortung für uns (mich) selbst und unser (mein) Leben und die Akzeptanz unserer (meiner) selbst - mit allen Stärken und Schwächen.

    2 mangelhafte Backsteine

    In einem Kloster bekam ein Mönch die Aufgabe, eine Mauer zu errichten und gab sich alle Mühe, die 1000 Steine, die er dafür benötigte, gerade und gleichmäßig aufeinander zu setzen. Als sein Werk beendet war, trat er voller Stolz einen Schritt zurück, um es zu begutachten. Dabei entging seinem achtsamen Auge nicht, dass 2 Backsteine in der Mauer schief waren und er ärgerte sich.

    Etwas später bemerkte ein Klosterbesucher die Mauer und lobte sie. Der überraschte Mönch fragte den Gast, ob er einen Sehfehler habe, da ihm die beiden schiefen Backsteine nicht auffgefallen seien.....

    Daraufhin der Besucher *Natürlich sehe ich die beiden schiefen Backsteine - aber ich sehe auch 998 akkurat gesetzte Steine....*

    Diese Worte veränderten die Einstellung des Mönchs nicht nur zu seiner Mauer, sondern auch zu sich selbst und zu vielen anderen Aspekten seines Lebens. Zum ersten Mal sah er nämlich neben den beiden mangelhaften Backsteinen auch die vielen anderen perfekt eingesetzten Steine.

    Er hatte sich bis dato nur auf seine Fehler konzentriert und war allem anderen gegenüber blind gewesen.

    Wir können heute und an diesem Wochenende damit anfangen, uns so anzunehmen, wie wir sind und Ja zu unseren mangelhaften Backsteinen zu sagen.

    So lernen wir immer wieder, unsere Fehler zu akzeptieren, aber auch unsere positiven Seiten und unsere Leistungen anzuerkennen und wertzuschätzen.

    Dieses Selbstbewusstsein führt zu innerer Stärke und ist eine gute Basis für (m)eine zufriedene Trockenheit.

    Ein schönes und sonniges Wochenende im Innen und Außen!

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Das Beste geschieht JETZT :)

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    draußen hat der Winter nochmal den gerade zaghaft erwachten Frühling mit seinem dicken weißen Wintermantel zugedeckt.......

    Während draußen die Flocken tanzen, geht mir mal wieder so einiges durch den Kopf - ich bin dabei immer noch bei den Gedanken, die bestimmte Gefühle nach sich ziehen.

    Beim Thema Gedanken und damit einhergehende Gefühle werfe ich auch gerne mal einen Blick zurück und denke an die unrühmliche Zeit, als ich noch getrunken habe. Gefühle von Scham, Kleinheit und Minderwertigkeit waren mir treue Begleiter. In dieser Zeit habe ich mich als Individuum in meiner ganzen Jämmerlichkeit kontinuierlich abgewertet und hinab gedacht in das Gefühl der Unwürdigkeit und Scham. Kein Gedanke daran, dass ich ein Unikat der Schöpfung bin....und dass ich, wie ein Maler, meine Lebensleinwand zu einem großen Teil selbst gestalten kann - in den Farbtönen, ich mische.

    Ich war sicher nicht die Einzige, die in der Kindheit Worte hörte wie *Schäm dich*“ oder *Du solltest Dich schämen*. Dabei brannte sich der unheilsame Gedanke in mein Gehirn, dass Scham etwas Schmutziges sein müsse.

    Es war gleichzeitig eine Anleitung zu Gedanken, mit denen ich mir später selbst die Würde genommen, mich selbst entehrt und scharf verurteilt habe. Diese Scham ist eine der subtilsten Energien, die uns einschränken und lähmen. In einem unseligen Kreislauf erzeugte alles, was uns peinlich war, noch mehr *Schamenergie*....

    Nur wenige Menschen machen sich ihre Schamgefühle bewusst, sondern verdrängen sie lieber. Verdrängte Scham jedoch erzeugt sehr oft Aggression in uns. Wenn wir uns heute diese Gefühle von Scham und Minderwertigkeit eingestehen und sie bejahend (z. B. in einer Meditation) fühlen, können wir sie loslassen und uns davon befreien.

    Wir können unseren Weg der zufriedenen Trockenheit unbelastet von diesen alten Gedanken und den daraus resultierenden Schamgefühlen fortsetzen - mit einer gerade aufrechten Körperhaltung und einem offenen Blick.

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    ich habe mich über Eure zahlreichen Rückmeldungen zu meinem letzten Beitrag mit der kleinen Geschichte über den Tempel der 10.000 Spiegel gefreut.

    Am Wochenende habe ich mal eine Schreibpause eingelegt und gehe daher erst heute auf Eure Gedanken ein:

    Zotti

    Zitat

    Irgendwo hab ich neulich erst etwas gelesen, wie sehr unsere Gedanken unser Empfinden beeinflussen. Denn es sind nicht einmal die äußeren Umstande, sondern lediglich unsere Gedanken über die äußeren Umstände!

    Ich kopiere mal den Text rein, den ich eben bei Correns geschrieben habe:

    In letzter Zeit habe ich mich intensiver damit beschäftigt, wie meine Gedanken Einfluss auf meine Gefühle haben - sowohl in negativer als in positiver Hinsicht. Wenn ich an etwas Schönes denke, zaubert es mir u.U. ein Lächeln ins Gesicht und ich habe ein positives Gefühl.

    Wenn ich daran denke, was mir alles an schlimmen Dingen passieren kann und die Zukunft in dunklen Farben male, lassen negative Gefühle wie Angst und Beklemmung nicht lange auf sich warten. Dies kann dann, wie von Dir beschrieben, zu einer *Lähmung* führen.

    In solchen Situationen ist es mir wichtig geworden, mich von den Gefühlen nicht fortreißen und zu unüberlegten Handlungen bewegen zu lassen. Dazu ist es (für mich) hilfreich, zunächst die Gefühle, die ich gerade habe, einfach nur zu beobachten und wahrzunehmen, was sich im Körper gerade abspielt.

    Der schwerste Teil der Übung liegt darin, diese Gefühle -gleich welcher Art sie sind- nur wahrzunehmen ohne sie zu be-oder verurteilen oder loswerden zu wollen. Wenn ich meine Gefühle achtsam wahrnehme und sie sein lassen kann, was sie sind : nämlich momentane Gefühle, die auch wieder vergehen, kann ich verhindern, dass sie mich (und daraus resultierende Handlungen) beherrschen oder aus dem Ruder laufen.

    Eine veränderte Haltung gegenüber den Gefühlen lässt sich trainieren, wenn mir dieser usammenhang zwischen Gedanken und Gefühlen bewusst ist. Das geht aber -wie alle Veränderungen- nur in kleinen Schritten mit ganz vielen Wiederholungen in den unterschiedlichsten Lebenssituationen.


    Lütze

    Zitat

    oder ich mich selbst durch selbstauferlegte Zwänge(klingt mir auch sehr nach deinem Zensor...);versuche ich mich zu zwingen,gutes von der Situation abzugewinnen

    Wie Du richtig schreibst, sind *selbstauferlegte Zwänge* eben die Zwänge, die Du Dir selbst auferlegt hast und über deren Einhaltung Dein *innerer Zensor* wie ein treuer Wachhund auf seinem Posten herrscht. Wenn uns dieser Zusammenhang bewusst ist, können wir uns aber von den Zwängen, mit denen wir selbst uns das Leben schwermachen, auch wieder lösen.

    Ich sag an keiner Stelle, dass dies so einfach ist, wie es sich hier flott liest. Doch ich merke täglich bei mir, dass dies mit viel Übung und konstanter Wiederholung möglich ist - bin ja selbst auf diesem langwierigen aber letztlich lebensfreudebringenden Weg unterwegs.


    garcia

    Zitat

    Vergiß nicht daß deine Gedanken und Einstellungen nur die Spiegel sind, real ist der Frühlingsgeruch in der Luft, die (noch) matten Farben, der angekündigte fiese Wintereinbruch, der Regen in der Luft...

    Zitat

    Deine Geschichte lädt ja dazu ein hinter die Spiegel zu gucken --- da ist der Schatz, den wir in unsrer Tradition Leere nennen.

    Trotz aller *Innenschau* bin ich auch weiterhin im Außen achtsam unterwegs und mir all der von Dir beschriebenen Dinge bewusst. Gerade in der Natur und in den dort stattfindenen vielen Beispielen für stetigen Wandel finde ich immer sehr viel, was ich auch auf mein eigenes Leben anwenden kann. Dies gibt mir Kraft.

    Ich schau nicht nur gerne hinter Spiegel, sondern auch mal hinters Licht - dort herrscht Klarheit, wenn alles wegfällt, was mich vorher geblendet hat...Manchmal ist diese Erkenntnis auch mit Schmerzen verbunden, doch sind diese heilsam und bringen mich voran, weil ich an solchen Erfahrungen wachse.

    Aus der Leere entsteht Fülle in einem nicht endenden Kreislauf.

    Ich wünsche Euch eine zufriedene und erfüllte Woche,

    Samsara