Hallo liebe Wegbegleiter,
@Correns
Zitat
Ich bin schon jetzt gespannt, was Du uns zu erzählen hast.
Nun habe ich Dich ein wenig länger als geplant auf meine Erfahrungen warten lassen müssen.......
Die 14 Tage, die ich mit einer Wandergruppe auf Teneriffa unterwegs war, haben mir sehr gut getan.
Die Vegetation dort blüht schon recht üppig und so entstanden viele tolle Naturaufnahmen. Mächtige Bäume und bizarre Felsformationen aus Lavagestein haben mich beeindruckt und mir gezeigt, wie klein ich als Menschin dagegen bin 
Die Bergtouren auf schmalen Pfaden auf Lavageröll waren durchwegs sehr anspruchsvoll und verlangten neben einer guten Kondition auch absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Nach anfänglichem Zögern traute ich mir mehr und mehr zu.
Zu Beginn meiner Trockenheit hatte ich mal eine Phase mit plötzlichen Panikattacken in der Höhe - da hätte ich mir niemals vorstellen können, an solchen Touren teilzunehmen. Zum Glück hat sich diese Angst durch Konfrontation mit Höhe in ungefährlichen Situationen wieder gelegt, denn sie war mir schon sehr hinderlich.
Das Thema Alkohol habe ich gleich am ersten Abend geklärt, da im Hotel die Getränke frei waren. Mal bezahlte einmal Summe X jeden Abend und konnte sich dann nehmen, was gewünscht war. Mein *nein danke, ich trinke keinen Alk* wurde ohne weitere Fragen akzeptiert - außerdem gab es noch einige andere Wandergesellen, die zu Wasser und Säften griffen.
Auf dem Rückflug waren gefühlte 75% der Passagiere erkältet 
Auch ich hatte wohl so ein *Erkältungstierchen* durch den Zoll geschleust, ohne es zu wissen. Jedenfalls zeigte es sich erst nach meinem ersten Arbeitstag am Montag und erweis sich als sehr sehr anhänglich
Der Arzt hat mich bis Freitag aus dem Verkehr gezogen, was natürlich arbeitstechnisch nach 14 Tagen Urlaub mehr als blöd ist...
Langsam lässt der quälende Husten nach und es geht mir wieder besser.
Ich habe die letzten Tage dazu genutzt, mich in die Stille zu begeben, um einige wichtige Dinge für mich zu verarbeiten.
Mit Hilfe meiner längerjährigen Praxis des Zazen und der im Kloster gemachten Erfahrungen gelingt es mir immer besser, mir schwierige und oft auch belastende Prozesse in der Stille anzuschauen, mich mit ihnen auseinanderzusetzen und sie dann loszulassen.
Früher bin ich davongelaufen, habe mich abgelenkt und habe das Leiden dadurch nur hinausgezögert - denn diese Dinge kommen immer wieder zurück. Bis sie verarbeitet sind.
Heute ist es wichtig, diese heilsamen Verarbeitungsprozesse zuzulassen, denn sie gehören zu meinem Weg und führen zu innerem Wachstum.
Der Weg der Klarheit erfordert kritisches Hinsehen und einen klaren Kopf - dann klärt sich vieles, löst sich auf und es entsteht Raum für Neues.
Das Beste geschieht JETZT 
Einen schönen Sonntag,
Samsara