Beiträge von Samsara

    Guten Morgen liebe Wegbegleiter,

    als ich mich entschlossen hatte, neben dem Austausch im geschützten Bereich hier wieder mehr von meinem Weg und meinen Erfahrungen zu schreiben, war dies natürlich auch mit dem Wunsch verbunden, hierüber mit Euch in einen Austausch zu treten.

    Dieser Thread soll weder Selbstbeweihräucherung noch Monolog sein, denn beides ist nicht mein Ding.

    Wenn Ihr also eigene Ideen, Erfahrungen, Meinungen und auch Fragen zu dem habt, was Ihr hier lest, dann fühlt Euch ruhig angesprochen, diese hier zu lassen.

    Das Forum lebt vom Austausch und Feedback ist wichtig (auch mir).

    Traut Euch :wink:

    Ich wünsche uns allen einen zufriedenen Tag,
    Samsara

    Hallo Bernd,

    es gibt leider immer wieder solche Tage, an denen es einfach bescheiden läuft :(

    Ich finde es gut, dass Du trotzdem zur Gruppe fährst - und bestimmt bauen die Dich da wieder ein wenig auf.

    Gut zu wissen, dass sich solche Wolkentage auch rasch wieder verziehen.

    Ich wünsche Dir eine gute Gruppenstunde.

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    nun habe ich einige Tage hier nichts geschrieben, denn ich war in der letzten Woche unterwegs und habe Dinge gemacht, die mir guttun.

    Zuerst war ich für einige Tage auf einem Yoga-Seminar und habe mal wieder gemerkt, wie gut mir Yoga hilft, in der Balance zu
    bleiben und die innere Mitte zu spüren. Obwohl die Stunden dort recht anstrengend waren, bin ich mit sehr viel Energie von dort
    zurückgekommen.

    Den Rest der Woche war ich im Zusammenhang mit meinem Ehrenamt auf einem Seminar meiner Gruppenleiterausbildung.

    Immer wieder stelle ich fest, dass ich aus diesen Seminaren sehr viel für mich mitnehmen kann, was mir hilft, mich besser kennenzulernen und
    vielleicht auch mal hinzuleuchten, wo es noch *wunde* Punkte gibt.

    Themen wie der Umgang mit Kränkungen und Kritik bzw. die Projektion
    persönlicher Betroffenheit auf Situationen, die damit überhaupt nichts zu tun haben, begegnen mir im täglichen Leben ja auch sehr häufig.
    Die Arbeit auf diesen Baustellen ist ein lebenslanges Projekt.

    Das Unterwegs-Sein ist ein spannender Prozess, bei dem sich der Blickwinkel auch immer mal wieder ändert. Heute sehe ich vieles aus einer anderen Perspektive, das ich noch nicht sehen/verstehen/ einordnen konnte, als ich mich auf den Weg machte.

    Ich habe immer gedacht, ich sei ein reiner Kopfmensch, doch das stimmt gar nicht in dieser Absolutheit... Ich bin froh, dass ich heute einen Weg
    gefunden habe, der zu einem guten Miteinander von Kopf und Bauch führt - anstatt zu einem ständigen Kampf.

    Im Laufe meines längeren Unterwegs-Seins ist mir zunehmend bewusst geworden, dass es sehr oft nicht ausreicht, die Zusammenhänge *nur* vom Kopf her anzugehen. Dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Alkohol.

    Klar, der Kopf sagt, dass es schädlich ist, Alk als Problemlösung einzusetzen - aber verhilft diese Erkenntnis allein zu dauerhafter Stabilität im Innen?

    Erst als ich nicht mehr meine Kraft und Energie an Gedanken über Beschaffung, Entsorgung von Alk sowie die Bewältigung körperlicher und seelischer Konsequenzen nach dem Einsatz von Alk als *Lösungsmittel* einsetzte und diese Gedanken loslassen konnte, veränderte sich langsam auch etwas im Innen.

    Nachdem ich wirklich aus dem tiefsten Inneren verstehen konnte, welche Chancen und Möglichkeiten inneren Wachstums ein *freier* Geist (im Sinne von geistiger Klarheit und Wachheit) für mich hat, stellte sich bei mir eine wirkliche Zufriedenheit ein. Neben anderen ist dieses Ergebnis meines längerwährenden Entwicklungsprozesses heute für mich ein sehr wichtiger Pfeiler meiner stabilen Abstinenz.

    Allen, die hier noch ganz am Anfang ihres Weges stehen und die glauben, die Schwierigkeiten und Herausforderungen des Lebens nur mit
    Alkohol bewältigen zu können, möchte ich hier Mut machen, den Blickwinkel zu verändern. Es ist viel mehr möglich, als Ihr Euch vorstellen könnt: aber das geht nur OHNE..

    Allen, die hier vorbeilesen, wünsche ich gute 24h.

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo Lito,

    Der Winterspeck verschwindet sich mit zunehmender Wärme.

    Viel wichtiger finde ich, dass Du Projekte, die Dich tragen und in Deiner Entwicklung weiterbringen, mit Kontinuität und Freude verfolgst -
    auch wenn dort einmal Phasen der Stagnation auftreten. Scheinbare *Durststrecken* sind oft sehr wichtig, damit Entwicklung auch wirklich
    in die Tiefe gehen kann. Hier scheinst Du Deinen Weg gefunden zu haben, auf dem Du achtsam unterwegs bist.

    Das Bild des Tellers ist mir bei Dir schon öfter begegnet und da ich gerne mit Bildern arbeite, lege ich noch etwas Geduld und eine Portion Selbstakzeptanz dazu. Davon sollte neben der Lebensenergie immer genug auf dem Abstinenzteller liegen.
    :D

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Lieber zerfreila,

    schön, dass die Selbstheilungskräfte so gut funktionieren bei Dir!

    Ich denke, es war ein guter Entschluss, das Treffen zu verschieben - die Rückfahrt bei Eisregen auf gefrorener Fahrbahn war alles andere als lustig. Wir holen es sicher bald nach :D

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Guten Morgen, liebe Wegbegleiter,

    Danke Doro - Deinen Beitrag kann ich mit jedem Wort unterschreiben!

    Gerade dieser Punkt

    Zitat

    aber auch wenn es mir so richtig gut geht, einfach um sicher zu gehen nicht auf dumme gedanken zu kommen.

    ist mir sehr wichtig. Deshalb schreib ich hier auch so oft über die Gefahren der Euphorie, denn ich hatte früher oft das Bedürfnis, schöne Erlebnisse mit Alk noch zu *toppen* (als ob das ginge :x:roll: ) Das Erwachen hinterher war jedesmal alles andere als schön...

    Heute freu ich mich über schöne Erlebnisse und bin dankbar, das hilft mir, die Bodenhaftung nicht zu verlieren.

    Gestern habe ich mir einen Wellnesstag in einer Therme in der Nähe gegönnt. Verschiedene Saunen und Aufgüsse genossen, dazwischen immer wieder längere Ruhezeiten mit Lesen oder einfach nur *dösen*.

    Ich genoss das Bei-mir-Sein ohne das Bedürfnis nach Gesellschaft - kenne ich auch nicht unbedingt von früher, da hielt ich es eher selten in der Gesellschaft mit mir selbst aus.

    Gesellschaftlich gesehen habe ich gestern nichts getan (zumindest nichts Produktives - konnte kein messbares Ergebnis vorweisen :) )

    Als Mensch, der sich früher über Leistungen definiert hat, fiel es mir gerade zu Beginn meines Weges schwer, einfach mal nichts zu tun und dabei zu erkennen, dass im Nichtstun ein großes Potenzial steckt: Kräfte sammeln, im Außen zur Ruhe kommen (während im Innen durchaus sehr viel Bewegung sein kann, die später wieder Auswirkungen auf Handlungen im Außen hat).

    Heute werde ich für drei Tage in ein Yoga-Zentrum fahren - Körper, Geist und Seele profitieren sicher davon :)

    Ich wünsche uns eine zufriedene und trockene Woche,
    Samsara

    Hallo lieber zerfreila,

    nach unserem Gespräch habe ich mir den Film auch angeschaut und teile Deine Einschätzung uneingeschränkt. Obwohl es schon spät war, hat es sich gelohnt - kann ich Jedem nur empfehlen.

    Ich wünsche Dir einen guten Wochenstart,

    Samsara

    Hallo Tyler,

    wie die Anderen bereits geschrieben haben, würde ich mein Augenmerk eher auf eine Rückfallprophylaxe richten.

    Mir hilft es, genau hinzuschauen (wenn sich das Gedankenkarussell zu drehen beginnt, ist oft schon Alarmstufe *rot*)

    Beobachte Deine Stimmungen aufmerksam, nimm Dich ernst und frage Dich, ob das, was Du denkst wirklich wahr ist. Rede mit Anderen, um eine andere Sicht auf die Dinge zu bekommen, die oft durch einen gewissen Tunnelblick verwehrt ist.

    Hier heißt es oft *achte auf Deine Gedanken, denn sie sind der Beginn Deiner Taten* - für mich eine gute und hilfreiche Rückfallprophylaxe.

    Liebe Grüße,
    Samsara

    Lieber kommal,

    danke für Dein Feedback - ich empfinde das auch so.

    Manch einer schaut ja lieber nicht zurück auf das, was war. Mir hilft aber ab und zu ein Rückblick, um mir der vielen Veränderungen in Dankbarkeit bewusst zu sein.

    Es ist ein Rückblick in dem Bewusstsein, dass diese Veränderungen nur auf der Basis der Trockenheit möglich sind.

    Liebe Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    Heute habe ich wieder einmal gemerkt, wie schön ungeplante oder unverplante Tage sein können..

    Nach einem Streifzug über den Wochenmarkt, durch Bioläden und eine Buchhandlung wurde ich von Freunden zum Frühstück in ein gemütliches Café eingeladen.

    Da das Wetter zwar frostig-kalt aber sonnig war, beschloss ich spontan und mit meiner Kamera bewaffnet, in unseren Stadtwald mit seinen wunderbaren alten Bäumen zu fahren. Wie ich hatten sich bei dem tollen Wetter viele Leute in warme Wintersachen gehüllt und bevölkerten den Park.

    Als ich am z.T. zugefrorenen See stand und das Glitzern des sich spiegelnden Wassers betrachtete, kam mir der Gedanke, dass ich nicht mehr wie früher am Wochenende beduselt im Bett liegen und den verpassten Chancen nachtrauern möchte.

    Ich fühlte in diesem Moment eine unheimliche Dankbarkeit und ein Gefühl des Glücks, ohne die Bodenhaftung zu verlieren. Ich wollte in diesem Augenblick an keinem anderen Ort sein und fühlte mich sehr lebendig....

    Ich habe mich darüber gefreut, dass ich in diesem Moment Stift und Papier dabei hatte, um meine Gedanken als Momentaufnahme als kleines Gedicht festhalten zu können.
    Die stimmungsvollen Fotos, die heute auf meinem Spaziergang im Park und an einem kleinen See entstanden sind, werden die Erinnerung an das Heute und das damit verbundene Gefühl der Dankbarkeit bewahren.

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    Mal wieder ein kurzes Update zum Ende der Woche.....

    Nachdem ich das letzte Jahr -trotz diverser Turbulenzen- mit einer positiven Bilanz abschließen durfte, ging es mit Schwung und viel Energie in die ersten beiden Wochen.

    Gestern bot sich mir beruflich eine Chance, die mit einer ziemlichen Herausforderung verbunden ist. Da ich Spaß an der Sache habe, sprang ich über meinen Schatten und sagte zu. Zwar muss ich meine diesbezügliche Eignung erst in einem mehrstündigen Test unter Beweis stellen, aber ich trau mich.....

    Mich trauen beinhaltet u.a., dass ich mich von alten Vorstellungen wie *das schaffe ich nicht* oder *Der Schuh ist mir ne Nummer zu groß* freimache und mich immer wieder aufs Neue frage "Stimmt das überhaupt (noch)" ?

    Entsprechen bestimmte Einschätzungen, die ich vielleicht aufgrund negativer Erfahrungen oder durch eine negativ beeinflusste Selbstwahrnehmung habe/hatte der Wahrheit? Ich weiß es erst, wenn ich es probiert habe. So gesehen ist das Risiko auch immer mit dem Gewinn neuer Erfahrungen verbunden.

    Ich habe festgestellt, dass es sich durchaus lohnt, sich öfter zu trauen und nicht an festgefahrenen Vorstellungen zu kleben, wie bestimmte Dinge zu sein haben. So öffnen sich in vielen Bereichen des Lebens neue Türen und leiten Entwicklungen ein, die ich nicht für möglich gehalten habe. Meine stabile Abstinenz, die ich dabei stets achtsam im Auge behalte, sorgt dafür, dass ich nicht die Bodenhaftung verliere.

    Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und den Mut, Euch öfter mal zu trauen - im Kleinen fängt es an :)

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Moin lieber Lito,

    ....hast Du es gestern Abend geschafft, Deinen Vorsatz umzusetzen?

    Zu Anfang meiner Reise waren bei mir extreme Vorsätze in Richtung Veränderungen (positiv wie negativ) eher schädlich. Schaffte ich es nicht, war das mit Frust verbunden, denn ein *nie wieder* oder *nie mehr* kann einen ziemlichen Druck erzeugen.

    Im Gegensatz zu großen Schritten (bei denen man leicht aus dem Takt geraten und stolpern kann), lässt sich bei kleinen Schritten eher das Gleichgewicht halten - zumindest ist dies meine Erfahrung.

    Also: ruhig mal zu Salzigem oder Gummibärlis greifen - es muss ja nicht jeden Tag und gleich die ganze Tüte sein :wink:

    Ich wünsche Dir ein zufriedenes Unterwegs-Sein auf dem Weg der Mitte :)

    Best wishes,
    Samsara

    Guten Morgen, lieber Frank,

    ich habe Dir mal die Gedanken rüberkopiert, die ich an Sternenhimmel geschrieben hatte und freu mich, dass Du mit diesem Bild etwas anfangen kannst.

    Zitat

    Vielleicht stellst Du Dir Deine Trockenheit wie eine kleine zarte Pflanze in Deinem Lebensgarten vor. Wenn Du sie vor Ungeduld zuviel gießt, geht sie ein - kümmerst Du Dich zuwenig, verdorrt sie und geht ebenfalls ein.

    Umsorgst Du sie aber mit Achtsamkeit, Wertschätzung und unterstützt sie liebevoll in ihrem Wachstumstempo, so wirst Du an einer starken, stabilen
    und kraftvollen Trockenheitspflanze Deine Freude haben. Lass sie wachsen und habe Geduld mit Dir und den Entwicklungen.

    Ich hoffe, dass es Dir gesundheitlich schon wieder etwas besser geht und wünsche Dir einen achtsamen Tag - nimm Dir nicht zuviel vor :)

    Beste Grüße,
    Samsara

    Guten Morgen, lieber Frank

    auch wenn ich mit diesem Bild an Sternenhimmel gerichtet habe, freu ich mich, dass Du etwas damit anfangen kannst.

    Ich kopiere es mal bei Dir in den Thread, dann musst Du nicht suchen :wink:

    Ich wünsche Dir einen zufriedenen und achtsamen Tag!

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo Cora,

    Zitat

    Aber ich weiß, dass ich an mir arbeiten muss

    Hast Du schon eine Vorstellung, wie diese Arbeit an Dir aussehen kann?

    Was willst Du verändern, wie die mit dem Wegfall des Alks, dessen Konsum und Beschaffung verbundenen freie Zeit nutzen?

    Hast Du schon etwas für den Ernstfall in Deinen Notfallkoffer gepackt?

    Herzliche Grüße,
    samsara

    Hallo Cora,

    erst einmal gute Besserung für Deine Erkältung und ein herzliches Willkommen hier im Forum!

    Schön, dass Du Dich hier mit uns austauschen möchtest - Du bekommst hier viele Impulse, die auf unseren eigenen Erfahrungen auf dem Weg der Trockenheit beruhen. Nimm Dir davon mit, was Du selbst gerade benötigst.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch, begleitet von Geduld und Achtsamkeit mit Dir selbst.

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    Lieber Correns, danke für Deine Gedanken zum Buddhismus!

    Zitat

    Immer wieder stoße ich auf Aussagen,
    die bei mir etwas zum "schwingen" bringen.

    In den 4 Jahren, die ich jetzt nach Eisenbuch fahre (und das bisher immer *nur* zum Neujahrsretreat) merke ich, dass ich manche Aussage erst jetzt verstehe.
    D.h. : mit dem Herzen verstehe, denn manches ist nicht nur mit dem Kopf verstehbar :) Nicht so ganz einfache Lektion für einen Kopfmenschen wie mich, doch ich kann mich mittlerweile gut darauf einlassen.

    Wichtig ist für mich vor allem, den buddhistischen Weg der Weisheit und des Mitgefühls tatsächlich im Alltag zu leben. Dies wurde auch nochmal klar bei einem Vortrag unseres Zen-Meisters, der meinte, es reiche nicht aus, sich zu hause isoliert auf sein Kissen zu setzen und zu meditieren.....Als ich mich zum Eintritt in die Saddharma Sangha entschied, habe ich ihm im Vorgespräch auch von meiner ehrenamtlichen Tätigkeit im Bereich der Suchtselbsthilfe erzählt.

    Ich mache normalerweise nicht viel Aufhebens - ich tue (lebe) es einfach und merke, dass dieser Weg und ich immer mehr zusammenwachsen. Ein heilsamer Prozess und eine gute Basis für meine eigene Stabilität.

    @Sternenhimmel

    Zitat

    Denke daran das Visionen oder deine Träume auch realisierbar sind,

    Ich habe nochmal Deine Wünsche zum Jahreswechsel zitiert..... Ja, es ist mir wichtig, Träume und Visionen zu leben, zu realisieren. :D

    Allerdings musste ich erst einmal wieder realisieren, dass ich überhaupt welche habe, denn die waren so tief im Inneren verschüttet und zubetoniert, dass ich weder Zugang zu ihnen hatte, noch überhaupt wusste, dass es sie gab.

    Es war sehr interessant und berührend, was da so zum Vorschein kam, nachdem ich Mauern und Schuttberge im Laufe der Jahre langsam abbaute.

    Es war sicher nicht alles Gold, was glänzte, aber ich habe eine Menge an kreativen Fähigkeiten und Ressourcen entdeckt -besser: wiederentdeckt- (denn ich erinnerte mich allmählich wieder daran, was ich früher mit diesen Talenten alles gemacht hatte, bevor ich sie auf Eis legte...) auf die ich heute tatsächlich wieder Träume und Visionen aufbauen kann. Und dies nicht mehr nur auf brüchigem Eis, sondern auf einem stabilen Fundament.

    Ich habe das Gefühl, dass dieses Jahr der Weiterentwicklung meiner kreativen Fähigkeiten sehr förderlich sein wird. Ich habe den Mut, einiges zu probieren, woran ich mich bisher nicht getraut habe.
    Mein grundsätzliches Problem war dabei immer, dass ich ein fertiges Produkt (Bild o.ä.) im Kopf hatte, das von Beginn an so perfekt war, dass ich gar nicht mit dem Projekt anfing.
    So habe ich nicht zugelassen, dass sich ein Projekt langsam ent-wickeln kann (vielleicht auch in eine Richtung, die ich nicht geplant hatte), wenn ich damit anfange.

    Mit dem *Anfangen* fange ich also jetzt an und bin gespannt, was sich daraus so für mich in diesem Jahr entwickelt. Was auch immer das sein wird, es wird für mich ein persönlicher Gewinn und eine Bereicherung an Erfahrung, die mich weiterbringen wird.

    Ich wünsche uns allen einen zufriedenen Tag und den Mut, mit etwas zu beginnen, das er/sie sich bisher nicht (zu)getraut hat :D

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo steilbergauf,

    wenn Du dies liest, hast Du sicher schon einen konstruktiven und weiterführenden Beratungstermin wahrgenommen.

    Schön, dass Du Dich getraut hast, denn der erste Schritt ist der Schwerste.

    Auch von mir ein herzliches Willkommen - ich freue mich, dass Du hier im Forum den Austausch mit anderen Betroffenen suchst. Wir können uns gegenseitig mit unseren Erfahrungen unterstützen.

    Bei Deinem Nick musste ich ans Wandern denken :) Ich bevorzuge ein Gelände, das auf Dauer weder zu steil bergauf noch zu steil bergab geht -beides ist anstrengend, wenn es nicht ab und an auch weniger extreme Regionen gibt.

    Geh in Deinem Tempo, dann ist der Berg auch zu erklimmen.

    Beste Grüße,
    Samsara