Hallo liebe Wegbegleiter,
Zu Beginn der Adventszeit hatte ich mir vorgenommen, in meinem Umfeld -sei es privat oder beruflich und in der Nachbarschaft- ein wenig Freude zu verbreiten, indem ich offen auf andere zuging (was mir früher sehr sehr schwer fiel), ihnen zuhörte und an dem Anteil nahm, was sie bewegte, etc.
Ich tat dies einfach so und ohne eine konkrete Gegenleistung er erwarten (also in einer absichtslosen Haltung). Über dieses Experiment schrieb ich wohl nur in meinem Tagebuch im geschützten Bereich - dachte, ich hätte es auch hier erwähnt.... Jedenfalls wollte ich es ausprobieren und: was konnte ich da verlieren?
Nun sind gerade mal 3 Wochen vergangen und ich bin immer wieder verblüfft, was ich alles an wundervollen und nicht mit Geld aufzuwiegenden Geschenken erhalten habe: Wertschätzung, Respekt, Offenheit, Ehrlichkeit, konstruktive Gespräche mit Personen, von denen ich es nicht erwartet hatte und die Erkenntnis, dass ich so sein darf, wie ich bin.
Ich habe beschlossen, dieses Experiment auch über die Adventszeit weiter fortzuführen und bin mir sicher, dass ich an den Erfahrungen innerlich wachsen kann.
Es macht mich immer wieder betroffen, wenn hier Tagebücher geschlossen werden, weil die Menschen dahinter es (noch) nicht geschafft haben.
Vielleicht liest ja jemand hier und dem/der möchte ich Mut machen, wieder aufzustehen und sich Hilfe zu suchen.
Wir müssen nicht alles alleine schaffen, manchmal geht es am Anfang auch gar nicht.
Niemand fängt ja ganz von vorne wieder an, wenn er/sie sich zuvor mit der Krankheit auseinandergesetzt hat.
Jeder kann auf seinen bisherigen Erfahrungen aufbauen und daraus lernen, Stolpersteine zu vermeiden/ zu umgehen, die zum Rückfall geführt haben. Der wichtigste Schritt dafür ist: wieder aufzustehen und Hilfe anzunehmen.
Hier kann das Forum eine wertvolle Unterstützung sein.
Herzliche Grüße,
Samsara