Moin liebe Wegbegleiter,
heute bin ich ausnahmsweise mal nicht so früh dran, denn ich habe einen freien Tag - geschenkte Zeit für eine kulturelle Veranstaltung. Nicht alle Geschenke tragen eine rote Schleife 
In einigen Threads habe ich inzwischen gelesen, dass Meditation für viele praktiziert wird bzw. Interesse daran vorhanden ist. Ich bin keine Freundin von Rat*schlägen*, denn jeder Mensch tickt anders. Da gibt es keine Pauschallösungen wie *du musst/du sollst XY praktizieren, dann passiert Z*.
Ich werde daher einfach mal hierlassen, wie ich den Tag beginne und jeder darf sich davon etwas in eigene Überlegungen transformieren.
Im Gegensatz zu meinen Nebelzeiten, in denen ich oft frustriert und lustlos in die Tagesroutine stolperte, ist es mir heute sehr wichtig, mir jeden Tag vor Augen zu führen (und dafür dankbar zu sein), dass ich jeden Tag 24 brandneue Stunden habe, die ich gestalten kann.
Ich selbst habe es morgens in der Hand, wie ich am Ende des Tages mit meinen Gedanken und Gefühlen auf den Tag zurückschaue. Ich kann keine Tatsachen verändern, doch ich kann mich entscheiden, ob ich mein Bild des Tages in ganz düsteren, gedeckten oder vielleicht sogar bunten Farben male (auch dann, wenn die äußeren Umstände manchmal nicht so toll erscheinen, kann ich meine Einstellung dazu verändern).
Ich kann jeden Tag etwas tun, für das ich vielleicht am Tag zuvor nicht den Mut hatte, ich kann jeden Tag einen anderen Weg gehen, wenn ich merkte, dass der gestrige ein Holzweg war. Für mich ist es eine sehr schöne Vorstellung, dass ich wie eine Künstlerin jeden Tag meine Leinwand wieder mit anderen Farben bemalen (oder übermalen) kann.
So bin ich die Gestalterin und bin nicht irgendwelchen düsteren Kräften ausgeliefert. Für mich ist diese Vorstellung eine Kraftquelle, wenn es mal nicht gut läuft - was auch bei mir oft genug der Fall ist. Seit ich gelernt habe, die Haltung zu Dingen zu ändern, die gerade nicht nach meinen Vorstellungen laufen, geht es mir besser.
GEDULD ist eine meiner härtesten Übungen, seit ich auf meinem Weg bin...
Ich mache jeden Morgen die meditativen Übungen des Sonnengebets - eine kurze Abfolge von Übungen, die ich z.T. aus dem Yoga kenne. Die jeweilige Haltung habe ich mit einer stummen inneren Assoziation verknüpft, die meiner Person entspricht.
Obwohl mein Tag ziemlich früh beginnt, nehme ich mir Zeit für diese meditative Übung - im Sommer vor der geöffneten Balkontüre, nun wird es leider dafür etwas zu kalt
Eine schöne Stelle im Wohnzimmer -ich habe dort ein Fell liegen- ist genauso effektiv.
Seit ich diese Übungen mache, gehe ich bewusster in den Tag und gestalte ihn auch achtsamer. Bereits nach wenigen Wochen konnte ich eine positive Veränderung bei meiner Haltung auch in Beziehungen zu anderen Menschen feststellen. Dankbarkeit spielt hier eine wichtige Rolle.
So, nun habe ich genug geschrieben 
Einen achtsamen Tag,
Samsara