Hallo liebe Wegbegleiter,
lange musste ich suchen, bevor ich mein sträflich vernachlässigtes Tagebuch endlich wieder fand. 
Seit Correns hier das letzte Mal Staub gewischt hat (ganz lieben Dank dafür!), ist doch tatsächlich mehr als ein Jahr vergangen und so wird es Zeit, die verstaubten Vorhänge zur Seite zu ziehen und dem Tagebuch wieder etwas Lebensenergie einzuhauchen.
Diejenigen, die hier schon länger schreiben, kennen mich noch unter dem Namen Schattenspringer. Auch im zurückliegenden Jahr hat es immer wieder Lebenssituationen gegeben, in denen ich über meinen Schatten springen musste, was nicht immer leicht war und mich Kraft und Energie gekostet hat.
Ich lebe noch: glücklich und zufrieden. Aus den Steinen, die des öfteren auf meinem Weg lagen, konnte ich etwas Sinnvolles bauen. Kreativ bin ich ja. 
Seit mehreren Jahr beschäftige ich mich mit Zen-Buddhismus und bin auf dem Weg der Achtsamkeit und des bewusst einfach Lebens .Zeiten der Stille in verschiedenen Klöstern waren wertvolle Erfahrungen und gleichzeitig Geschenke an mich. Ich denke, dass der jetzige Nick besser zu meinem Weg passt. Kein Werden und kein Vergehen – im Universum geht keine Materie verloren.
Auch wenn Ihr hier im offenen Bereich nichts von mir gelesen habt, habe ich im geschützten Bereich weiter Tagebuch geschrieben und habe vom Feedback lieber Wegbegleiter in Form von neuen Impulsen profitiert.
Manchmal bringt ein kleiner Blick in eine andere Richtung bereits die Veränderung der Perspektive mit sich.
Auf meinem Weg musste ich im letzten Jahr immer wieder Entscheidungen treffen, die radikale Veränderungen meiner persönlichen Situation zur Folge hatten. Die Erkenntnis, dass sich beziehungsmäßig Wege trennen mussten, damit Weiterentwicklung für beide Seiten unabhängig voneinander möglich war, traf mich trotz freundschaftlicher Trennung hart...
Schön, dass ein respektvolles Miteinander und gegenseitige Wertschätzung auch eine Trennung erlaubt, die keinen Scherbenhaufen hinterlässt. So ist es möglich, getrennte Wege zu gehen und trotzdem freundschaftlich miteinander verbunden zu bleiben. Mit manchen Menschen ist dies möglich und dafür bin ich sehr dankbar.
Dankbarkeit und Demut sind mir wichtige Begleiter auf meinem Weg. Ich habe vor einiger Zeit ein *Freudentagebuch* begonnen, in das ich jeden Tag Dinge hineinschreibe, die mir eine Freude bereitet haben. Manchmal sind es wirklich nur ganz kleine Dinge, für die ich meinen Dank ans Universum schicke.
Ich habe gemerkt, dass durch einen so geschärften Blick auf Dinge, die andere vielleicht übersehen, auch scheinbar dunkle Tage ihre Lichtblicke haben. Große Wirkung mit einem ganz einfachen Mittel – kann ich nur empfehlen.
Ich habe den Entschluss gefasst, nun auch hier wieder öfter zu schreiben und jede/r ist dazu eingeladen, sich das mitzunehmen, was er/sie gerade benötigt. Ich habe gerade zu Beginn meiner Reise sehr viel aus dem Forum mitnehmen dürfen und gebe gerne etwas zurück.
Einen Gedanken möchte ich noch hierlassen: ich las öfter, dass *Langeweile* von vielen als negativ eingestuft und als Grund zum Saufen angeführt wird.
Ich lade Euch zu einem anderen Blick auf das Wort ein: zerlegt es in seine Bestandteile – dann habt Ihr eine *lange Weile*. Ich interpretiere es daher als Zeit nur für mich. Zeit, die ich mit schönen Dingen füllen kann, die heilsam für mich und meine Entwicklung sind. Zeit, um zur Ruhe zu kommen, Zeit zum reflektieren. Eine lange Weile….. 
Bis bald und herzliche Grüße,
Samsara