Beiträge von Samsara

    Hallo anonymous,

    Zitat

    Gutes habe ich leider nicht zu berichten.

    vielleicht lässt Du es hier in Deinem Thread - dann hast Du den Kopf wieder frei, für das, was jetzt dran ist....

    Schreiben kann die Gedanken strukturieren und das Gedankenkarussell anhalten.

    LG
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    herzlichen Dank für Eure Beiträge- Georg, Frank und Tocco.

    Ich freue mich, wenn hier wieder ein Austausch in Gang kommt, aus dem möglichst viele etwas für sich mitnehmen können, die noch nicht so lange unterwegs sind.

    @Frank

    Zitat

    Wenn dies auch, meiner Erfahrung nach, viel Übung erfordert, ist doch jeder Schritt auf diesem Weg ein kleiner Schritt in Richtung einer Art "Entkrampfung", die ein gutes Stück Rückfallvorbeugung in sich trägt (aber ihren Wert vor allem in sich selbst hat).

    Ich hatte Dir ja gerade in Deinem Thread geschrieben, dass wir vermutlich in ähnlicher Richtung unterwegs sind - jedenfalls entspricht dies meiner längerjährigen Erfahrung.

    Das, was sich in meinem Beitrag wohl etwas locker-flockig liest, ist in Wirklichkeit üben-üben-üben. Jeden Tag und -je nach Tagesform- auch nicht immer mit den gewünschten *Erfolg* verbunden.

    Inzwischen schaffe ich es immer öfter, diese Achtsamkeitsübungen in der Meditation nicht unter dem Aspekt *um....zu* zu machen (also nicht, um damit ein bestimmtes Ziel zu erreichen), sondern absichtslos.
    Es ist ungemein *entkrampfend", die Dinge um ihrer selbst und nicht zur erreichnung eines bestimmten Ziel anzugehen. Hinter dieser erkenntnis steckt ein hartes Stück Arbeit.....

    Georg

    Zitat

    Ich hab es irgendwann einschlafen lassen, aber vielleicht nehme ich Deine Erwähnung als Motivation für einen neuen Anlauf.

    Zu Deinem *Sonnentagebuch* habe ich Dir beim Hausbesuch etwas in Dein Gästebuch geschrieben :)

    Die *Langeweile* mal in ihre Bestandteile zu zerlegen und aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, hilft mir mich von einer negativen Wertung zu distanzieren.

    Ich liebe die Sprache und spiele gerne mit ihr, das machte mir schon immer Spaß.
    Ent-wicklung ist so ein Wort, das ich immer wieder gerne auseinandernehme und mir die Einzelheiten bildlich vorstelle - da steckt soviel Potenzial in diesem Wort. Wie in jedem von uns, wenn wir uns der Möglichkeiten bewusst werden, die in uns schon vorhanden sind.

    Herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo Frank,

    Danke für Deinen Besuch in meinem sich mittlerweile wieder mit Leben füllenden *alten* Thread - ich freue mich auf einen lebendigen Austausch :)

    Von Dir habe ich den Eindruck, dass Du auf Deinem Weg in eine ähnliche Richtung wie ich eingeschlagen hast. Daher kann ich diesen Tipp

    Zitat

    ein Artikel mit der Überschrift "Akzeptieren was ist", und den find ich sehr gut. (das ganze Heft lohnt).

    voll unterstützen. Die Publikation ist eine Anschaffung, die sich lohnt (keine Bange, bin nicht in der PR-Branche tätig und bekomme keine Prozente..)

    Ich werde mich mal in kleinen Einheiten bei Euch einlesen - wird aber etwas dauern :)

    Beste Grüße,
    Samsara

    Hallo Georg,

    danke, dass Du Dich in meinem Tagebuch bereits umgesehen und Dich zu Wort gemeldet hast !

    Zitat

    Ich hab noch lange nicht alles von Dir gelesen,

    das dürfte ich nicht so ganz leicht sein .....

    Wie ich lese, hast Du Dich bereits häuslich eingerichtet und es schaut ziemlich lebendig aus bei Dir.
    Bevor ich hier zu einem Gegenbesuch an Dein Türchen klopfe, habe ich etwas aus meiner Anfangszeit hier im Forum ausgegraben. Ich habe schon immer gerne mit Bildern und Assoziationen gearbeitet - und dieses Bild hat mir sehr geholfen, die Heimtücke der Sucht nicht aus den Augen zu verlieren.

    Für Deinen weiteren Weg möchte ich Dir daher - sozusagen als Gastgeschenk und statt Blumen - meine damaligen Überlegungen mitbringen:

    Eintrag vom 23.02.2009

    Zitat

    Ich habe vor langer Zeit irgendwo gelesen, dass jemand den Alkohol als kleinen Springteufel in einer Dose beschreibt. Dieser Springteufel an seiner Feder würde jede kleine Lockerung am Deckel der Dose dazu nutzen, wieder mit aller Gewalt herauszuspringen. Ich habe dieses sehr anschauliche Beispiel mit auf meinen Weg genommen. Ich werde den Deckel meiner Dose auf keinen Fall wieder lockern und es auch niemand anderem erlauben

    Die Erkenntnis über den Umgang mit meinem ganz persönlichen Springteufel ist ein wichtiger Bestandteil meines "Notfallkoffers".

    24.02.2009

    Ich möchte nicht mehr mit dem Teufel im Bunde sein. Ich werde den Deckel meiner ganz persönlichen "Springteufeldose" nicht berühren. Er bleibt drin und raus aus meinem Leben. Und das ist gut so...

    Ich möchte Dich ermuntern und ermutigen, Dein *Sonnentagebuch* aus der Reha wieder zu aktivieren.

    Wenn wir Dinge aus den Augen verlieren -einschlafen lassen- die gut für uns sind, lockert sich der Deckel der Dose (um bei dem Bild zu bleiben) mit der Zeit, ohne dass wir uns dessen gleich bewusst sind.

    Alles Gute für Dich,

    Samsara

    Lieber Matthias,

    ich freu mich, noch einen weiteren treuen Wegbegleiter (von dem ich immer wieder sehr viel mitnehmen kann ) hier in meinem langsam wieder mit Leben gefüllten Tagebuch zu begrüßen.

    Schön, dass Du Dich meiner noch so gut erinnerst:

    Zitat

    bist du noch "gruppenmoderatorin"?

    Auch in dieser Richtung habe ich meinen Weg fortgesetzt, denn die Arbeit in der realen Gruppe ist aus meiner Sicht ein zusätzlicher Stabilisator und eine gute Ergänzung zum virtuellen Austausch im Forum.

    Mittlerweile durfte ich auch aus dem Forum einige Wegbegleiter persönlich in der realen Welt kennenlernen und konnte mir so ein tragfähiges Netzwerk aufbauen. Tolle Sache, wenn es solche Schnittstellen zwischen virtueller und realer Welt gibt.


    Zitat

    empfehle ich auch (bei mir hieß das "erfolgstagebuch") es zeigt deutlich, dass viiiiiiiiiiiiiel mehr gut "sachen" passiern als schlechte.

    Es freut mich, dass Du auch diese Erfahrungen gemacht hast!

    Bei mir liegt der Blick weniger auf dem *Erfolg* als auf den vielen kleinen Dingen in meinem Leben, wie dem erfrischenden Gefühl der morgendlichen Dusche, einem gesunden Frühstück, netten Begegnungen mit Menschen, wenn der Pförtner mir mal wieder morgens ein Kompliment macht, ich einen Parkplatz in der Stadt ergattere, mir die Bahn nicht vor der Nase wegfährt....etc.

    Ich bin froh über diese kleinen Glücksmomente, sie bereichern mein Leben seit ich gelernt habe, meinen Blick darauf zu richten und nicht alles für selbstverständlich nehme.

    Mein Glück und mein Frieden hängen nicht davon ab, was der Andere tut oder nicht tut, sondern davon, wie ich selbst auf äußere Umstände reagiere und wie ich diese bewerte. Ich kann dies positiv oder negativ tun, oder die Dinge einfach mal so sein lassen, wie sie gerade sind - entsprechend ändern sich meine Gedanken, Worte und Handlungen.

    Auf die Art, wie ich reagiere und die Welt betrachte, habe ich Einfluß - ich bin handlungsfähig.

    Danke für die Umärmelung.

    Dir einen heiteren Tag,
    Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,
    lange musste ich suchen, bevor ich mein sträflich vernachlässigtes Tagebuch endlich wieder fand. :o

    Seit Correns hier das letzte Mal Staub gewischt hat (ganz lieben Dank dafür!), ist doch tatsächlich mehr als ein Jahr vergangen und so wird es Zeit, die verstaubten Vorhänge zur Seite zu ziehen und dem Tagebuch wieder etwas Lebensenergie einzuhauchen.

    Diejenigen, die hier schon länger schreiben, kennen mich noch unter dem Namen Schattenspringer. Auch im zurückliegenden Jahr hat es immer wieder Lebenssituationen gegeben, in denen ich über meinen Schatten springen musste, was nicht immer leicht war und mich Kraft und Energie gekostet hat.

    Ich lebe noch: glücklich und zufrieden. Aus den Steinen, die des öfteren auf meinem Weg lagen, konnte ich etwas Sinnvolles bauen. Kreativ bin ich ja. :)

    Seit mehreren Jahr beschäftige ich mich mit Zen-Buddhismus und bin auf dem Weg der Achtsamkeit und des bewusst einfach Lebens .Zeiten der Stille in verschiedenen Klöstern waren wertvolle Erfahrungen und gleichzeitig Geschenke an mich. Ich denke, dass der jetzige Nick besser zu meinem Weg passt. Kein Werden und kein Vergehen – im Universum geht keine Materie verloren.

    Auch wenn Ihr hier im offenen Bereich nichts von mir gelesen habt, habe ich im geschützten Bereich weiter Tagebuch geschrieben und habe vom Feedback lieber Wegbegleiter in Form von neuen Impulsen profitiert.

    Manchmal bringt ein kleiner Blick in eine andere Richtung bereits die Veränderung der Perspektive mit sich.
    Auf meinem Weg musste ich im letzten Jahr immer wieder Entscheidungen treffen, die radikale Veränderungen meiner persönlichen Situation zur Folge hatten. Die Erkenntnis, dass sich beziehungsmäßig Wege trennen mussten, damit Weiterentwicklung für beide Seiten unabhängig voneinander möglich war, traf mich trotz freundschaftlicher Trennung hart...
    Schön, dass ein respektvolles Miteinander und gegenseitige Wertschätzung auch eine Trennung erlaubt, die keinen Scherbenhaufen hinterlässt. So ist es möglich, getrennte Wege zu gehen und trotzdem freundschaftlich miteinander verbunden zu bleiben. Mit manchen Menschen ist dies möglich und dafür bin ich sehr dankbar.

    Dankbarkeit und Demut sind mir wichtige Begleiter auf meinem Weg. Ich habe vor einiger Zeit ein *Freudentagebuch* begonnen, in das ich jeden Tag Dinge hineinschreibe, die mir eine Freude bereitet haben. Manchmal sind es wirklich nur ganz kleine Dinge, für die ich meinen Dank ans Universum schicke.
    Ich habe gemerkt, dass durch einen so geschärften Blick auf Dinge, die andere vielleicht übersehen, auch scheinbar dunkle Tage ihre Lichtblicke haben. Große Wirkung mit einem ganz einfachen Mittel – kann ich nur empfehlen.

    Ich habe den Entschluss gefasst, nun auch hier wieder öfter zu schreiben und jede/r ist dazu eingeladen, sich das mitzunehmen, was er/sie gerade benötigt. Ich habe gerade zu Beginn meiner Reise sehr viel aus dem Forum mitnehmen dürfen und gebe gerne etwas zurück.


    Einen Gedanken möchte ich noch hierlassen: ich las öfter, dass *Langeweile* von vielen als negativ eingestuft und als Grund zum Saufen angeführt wird.
    Ich lade Euch zu einem anderen Blick auf das Wort ein: zerlegt es in seine Bestandteile – dann habt Ihr eine *lange Weile*. Ich interpretiere es daher als Zeit nur für mich. Zeit, die ich mit schönen Dingen füllen kann, die heilsam für mich und meine Entwicklung sind. Zeit, um zur Ruhe zu kommen, Zeit zum reflektieren. Eine lange Weile….. :)

    Bis bald und herzliche Grüße,
    Samsara

    Hallo zusammen,

    ich sehe das wie Günter!

    Kürzlich bot mir ein Bekannter eine Flasche Fassbrause mit den Worten *das kannst Du trinken, da ist kein ALK drin* an.

    Das Wort *Fass* hat mich dann animiert, genau auf das Etikett zu schauen und bei *alkoholfreiem Bier* war die Sache klar für mich: nix für mich :!: Ich habe dem Bekannten aber den Zusammenhang erklärt, das alkfreies Bier eben nicht ganz ohne ALK ist und einen Alkoholiker triggern kann. Er hat sich danach sogar entschuldigt, denn vielen Nicht-Abhängigen sind diese Zusammenhänge gar nicht klar.

    LG
    Samsara

    Hallo BC,
    ich hatte erst gerätselt, ob Du diejenige bist, die ich zuletzt unter anderem Namen im geschlossenen Bereich kennengelernt hatte :o

    Aber Du bist es und ich freue mich sehr über die vielen postiven Entwicklungen auf Deinem bisherigen Weg- bis hin zu Adriano, das liest sich sehr gut und heilsam für Dich.

    Alles Liebe weiterhin,

    Samsara (ehemals Schattenspringer(in))

    Lieber Manfred,

    auch ich freue mich, Dich hier mit Deinen klaren und gut reflektierten Gedanken weiterlesen und begleiten zu dürfen.

    Ich kann viel damit anfangen, weil *bewusst einfach leben* für mich nicht nur eine Phrase ist. Ich habe ein ähnliches Lebensmotto, das ich als sehr sinnerfüllend und für mich heilsam erlebe.

    Alles Gute für Deinen Weg,

    Samsara

    Lieber zerfreila,

    auch ich kenne das Gefühl, dass es mir -unabhängig von äußeren (Wetter-) Bedingungen innen drin so richtig gut geht :) Mit Achtsamkeit kann man dieses Gefühl pflegen wie ein kleines Pflänzchen und dafür sorgen, dass es so bleibt. Jeden Tag....

    In letzter Zeit habe ich nicht mehr soviel im offenen Bereich geschrieben, das wird sich aber ändern :)

    Liebe Grüße,

    Samsara

    Lieber zerfreila,

    ich freu mich, dass Du nun hier im offenen Bereich weiter unterwegs bist und uns an Deinen Erfahrungen teilhaben lässt. Gemeinsam wandern ist schön :D

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende mit vielen kleinen Blümchen am Wegesrand...

    Deine "alte" Weggefährtin Samsara

    Hallo Hans,

    Ich nutze ebenfalls die virtuelle SHG dieses Forums, das mir gerade zu Anfang eine große Hilfe war.

    Relativ bald bin ich in den geschützten Bereich des Forums gewechselt, da man sich in den Tagebüchern dort sehr viel intensiver und persönlicher austauschen kann. Im Gegensatz zum klassischen Tagebuch auf Papier bekommst Du nämlich hier ein Feedback, dass bei Deinen jeweiligen Problemen eine andere Sicht auf die Dinge wirft und dadurch ein wichtiger Lösungsansatz sein kann. Im Laufe der Jahre meiner Zugehörigkeit habe ich hier viele Wegbegleiter gefunden, die mir Kraft geben können, wenn es mal nicht so gut läuft.

    Neben der virtuellen SHG bin ich seit längerem in der Mitarbeit einer großen Suchtselbsthilfeorganisation und habe dort eine Gruppe, zu der ich einmal in der Woche gehe. Mein Job lässt mir selbst nicht viel Zeit - aber dieses eine Mal in der Woche ist ein wichtiger Termin, der mir hilft, meinen trockenen Weg weiter zu gehen.

    Ich wünsche Dir hier viel Glück - vor allem Kontinuität ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Trockenheitsarbeit.

    LG
    Schattenspringer

    Lieber Lütze,

    Zitat

    was zu verpassen,als viel mehr deshalb,nicht alles zu schaffen...

    Kein Tag hat genug Zeit, aber jeden Tag solltest Du Dir ein wenig Zeit für Dich nehmen :) . Wenn Du schlapp machst oder schlecht drauf bist, ist damit niemandem geholfen. Den anderen nicht und Dir am wenigsten.

    Vielleicht solltest Du Deiner Frau immer mal signalisieren, dass es bei der Krankheit Alkoholismus kein *ich habs geschafft* gibt. Nichts, auf dem man sich ausruhen kann, sondern ein stetiges dranbleiben und weiterentwickeln. Ich kann mir vorstellen, dass dies für einen nicht Betroffenen nicht leicht zu verstehen ist.Dennnoch finde ich es wichtig, darüber mit dem Partner im Gespräch zu bleiben.

    Einen schönen Urlaub und liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Lieber Matthias,

    Danke für Dein Feedback! Dieser Satz hat mir sehr geholfen

    Zitat

    das ist auch eine meiner größten bauställen. abhängig von der tagesform geilngt es mal relativ schnell und problemloß und manchmal könnt ich drann verzweifeln.

    Wir müssen zwar jeder für sich unseren Weg gehen, aber manchmal ist es hilfreich zu wissen, dass auch andere Wegbegleiter an diesem Punkt bisweilen an ihre Grenzen stoßen.

    Das Warten, wie sich die Dinge entwickeln, nachdem ich sie losgelassen hatte, hat mich an den Rand der Verzweiflung gebracht und ich war froh, dass es in meinem Umfeld Menschen gibt, mit denen ich über meine Nöte reden konnte. Hier kann auch die SHG eine wertvolle Unterstützung sein.

    Inzwischen durfte ich erleben, wie für mich wichtige Dinge sich positiver entwickelten, als ich erwartet hatte. Dadurch haben sich einige Probleme quasi *in Luft aufgelöst* und der *worst case* ist (mal wieder) nicht eingetreten.
    Ich bin nicht unbedingt ein Pessimist, aber auf diesem Gebiet gibt es für mich noch viel zu lernen: einfach darauf vertrauen, dass sich die Dinge positiv entwickeln und nicht gleich das schlimmste Szenario annehmen :!:

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Lieber Lütze,

    Ich finde es ganz klasse, dass Du die Gedanken an ALK, die sich bei Dir eingeschlichen haben, nicht einfach für Dich behalten, sondern sie mit Deiner Frau geteilt hast.

    Nun weiß sie, dass solche Gedanken auch nach längerer Abstinenz gelegentlich auftauchen. Dass Du sie ins Vertrauen gezogen hast, dürfte sich sicher auch positiv auf Eure Beziehung auswirken.

    Für das Verhältnis innerhalb Eurer Gruppe ist es ebenfalls förderlich, dass Ihr vertrauensvoll miteinander umgeht und offen über diese Gedanken sprecht. Dafür ist die Gruppe da.

    Sehr oft liegt das Geheimnis in den kleinen Dingen - es müssen nicht zwingend brachiale Veränderungen sein, die Zufriedenheit bringen. Du machst Deine Sache gut!

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Hallo,

    Danke lieber Lütze für Deinen Beitrag. Ich habe jetzt länger nicht geschrieben und knüpfe einfach mal daran an:

    Zitat

    Es gibt so Tage oder vlt liegts auch an meinen eigenen Launen,da mache ich mir auch um alles und jeden Sorgen.

    In letzter Zeit sind einige Dinge bei mir nicht so gelaufen, wie ich sie gerne hätte und es fällt mir schwer, dass es zurzeit nicht in meiner Macht liegt, daran etwas zu ändern. Auch wenn ich wie ein kleines Kind mit dem Fuß aufstampfen würde und schrie *ich will aber!!*, so ist die Realität, wie sie ist. Da hilft kein schreien und kein Rumtoben. In so einer Situation zu saufen wäre zudem mehr als kontraproduktiv - zum Glück haben sich solche Gedanken bei mir als vermeintlicher Lösungsweg bisher nicht aufgedrängt.

    Loslassen bedeutet, die Realität so zu nehmen, wie sie gerade ist. Ich weiß nicht, wie es anderen damit geht, aber für mich ist es eine der schwersten Lektionen in meinem Leben. Das bedeutet auch, die eigene Machtlosigkeit in diesen Situationen zu akzeptieren und die Unzufriedenheit mit diesem Zustand auszuhalten. Ich bin noch weit davon entfernt, *zu lieben, was ist*, aber ich arbeite daran. Tag für Tag

    Schönen Sonntag,
    Schattenspringer

    Hallo Steff,

    ich war zwar nicht in einer Klinik, weiß aber aus eigener Erfahrung, dass abschreckende Beispiele irgendwann ihren Schrecken verlieren:

    Zitat

    In der klinik hab ich viel erlebt und gesehen.....zum Grossteil war ich geschockt!!!!

    Besonders in kritischen Situationen, aber auch wenn alles perfekt läuft, kann sich der ALK plötzlich und unverhofft wieder als vermeintliche *Lösung* anbieten.

    Ich würde mich gerade in der Anfangszeit nicht wissentlich und willentlich in Situationen begeben, in denen Alk eine Rolle spielt - das ist in meinen Augen nicht mutig, sondern leichtsinnig :roll:

    Es lohnt sich, auf dem trockenen Weg weiterzugehen und dabei achtsam auf die eigenen Bedürfnisse schauen und wo nötig, Grenzen setzen. Mit der Zeit werden sich Dir Möglichkeiten aufzeigen, mit denen Du vielleicht bisher überhaupt nicht gerechnet hast. In jedem Fall bedeutet ein suchtmittelfreies Leben einen Gewinn an Lebensqualität.

    Schöne Grüße,
    Schattenspringer

    Hallo Maya,

    Nun sind wieder einige Tage vergangen..... wie geht es Dir?

    In der SHG raten wir *Bevor Du zur Flasche greifst, greif zum Telefon und rufe jemanden an*. Wenn Du momentan niemanden hast, den Du anrufen kannst, so schreibe hier.
    Beim Schreiben sortieren sich oft die Gedanken und Du bekommst Klarheit für DICH. Vor allem aber greifst Du nicht zur Flasche.

    Du hattest schon mal den Gedanken geäußert, Dich im geschützten Bereich anzumelden, da Du hier nicht öffentlich schreiben möchtest, was ich gut verstehen kann. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass der wesentlich intensivere Austausch im Tagebuchbereich für mich gerade in der ersten Zeit eine wertvolle Stütze auf meinem Weg war.

    Sich für *irgendwann* etwas vornehmen und es dann doch nicht tun, kenne ich sehr gut :x Besser: nimm Dir für HEUTE etwas Konkretes vor, das Du machen möchtest und realisiere es dann. Wenn Du es getan hast (und dem inneren Schweinehund einen Tritt gegeben hast) wird es Dir besser gehen.

    LG
    Schattenspringer

    Hallo Purzelbaum,

    wenn die ambulante Therapie endet, bleibt der Therapeut/Leiter der Therapiegruppe ja weiter Dein Ansprechpartner, wenn Du Probleme hast.

    Wenn Du Dich in Deiner SHG/Deinen SHGs, die Du besuchst, gut aufgehoben fühlst, werden diese nach dem Ende der ambulanten Therapie eine wichtige Stütze für Deinen weiteren trockenen Weg sein. Wichtig ist, dass Du regelmäßig dorthin gehst und die Gruppenstunde einen festen Platz in Deiner Planung einnimmt.

    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute auf Deinem Weg - 7 Monate sind schon eine gute Basis!

    LG
    Schattenspringer