Hallo liebe Wegbegleiter,
Bevor mein Thread endgültig auf Seite 2 verschwindet, nach längerer Schreibpause mal wieder ein kurzes Update von mir ![]()
Mir geht es gut, weil ich gelernt habe, mit meinen Kräften zu haushalten und bei sich abzeichnender Überforderung einen Gang zurückzuschalten.
Aus diesem Grunde habe ich es bislang bei den Plänen belassen, noch ein zusätzliches Fernstudium zur psychologischen Beraterin zu meiner Vollzeitarbeit zu absolvieren. Ich halte es nach wie vor für eine interessante Alternative, die ich gerne zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff nehmen möchte. Momentan ist die Zeit dafür noch nicht *reif*.
Einiges hat sich in der letzten Zeit bei mir getan. Mit dem Wechsel des Aufgabengebiets Anfang September ging - für mich ziemlich überraschend - Anfang November eine ( lang ersehnte ) Beförderung einher.
Die neuen Aufgaben sind mit wesentlich mehr Verantwortung und mit mehr Außenkontakten verbunden, was ebenfalls Einfluss auf die Arbeitszeiten hat. Es gibt Tage, da kann es schon mal bis 21.30 Uhr dauern, bis ein von uns zu erstellendes Produkt fertig ist. An solchen Tagen -oder besser gesagt: den darauf folgenden Abenden- tut sich bei mir naturgemäß nicht mehr viel.
Ich zwinge mich nicht mehr, bis Mitternacht im Forum zu lesen und zu schreiben, sondern gehe dann zeitig zu Bett und merke, dass mir das guttut. Nach einem solchen Tag finde ich zunehmend Entspannung durch Zen-Meditation und lasse so den Tag ausklingen. Die regelmäßige Meditationsübung lässt mich insgesamt ruhiger und gelassener in Stresssituationen reagieren.
Im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit habe ich inzwischen die Moderation einer Gesprächsgruppe für Angehörige übernommen, die schon länger in unsere Selbsthilfegruppe kommen.Hier geht es um Themen, die schon weiter entfernt von der Problematik des trinkenden Betroffenen entfernt sind.
Ich habe gemerkt, dass es mich zunehmend belastete, in der bisherigen Gruppe immer wieder darauf hinzuweisen, dass Angehörige, die zu uns kamen, um Hilfe für den Betroffenen zu bekommen, nur etwas für sich selbst tun können, solange der Betroffene keine Krankheitseinsicht hat. Leider zeigten die Angehörigen hierfür häufig kein Verständnis und kamen nicht wieder, so dass mitunter die Fluktuation groß war und es das nächste Mal mit anderen Personen wieder um das gleiche Thema ging. Die neu gegründetre Gesprächsgruppe soll langfristig aus Personen gebildet werden, die regelmäßig kommen und sich mit den unterschiedlichsten Lebensfragen beschäftigen. Ich bin mir sicher, dass ich hier auch für mich vieles mitnehmen kann.
Ich genieße die Adventszeit und nehme auch hier die Hektik raus, indem ich mich nicht in den *Weihnachtsgeschenkekaufrummel*stürze. Ich halte das ganze Jahr über die Augen auf und habe daher bereits die Geschenke für Menschen zusammen, die mir am Herzen liegen.
Die Zeit *zwischen den Jahren* werde ich wieder mit meinem Partner in einem Zen-Kloster in Bayern verbringen und freue mich schon sehr auf die Zeit der Stille.
Einen besinnlichen 2 Advent wünscht
Schattenspringer