Beiträge von Samsara

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    Bevor mein Thread endgültig auf Seite 2 verschwindet, nach längerer Schreibpause mal wieder ein kurzes Update von mir :)

    Mir geht es gut, weil ich gelernt habe, mit meinen Kräften zu haushalten und bei sich abzeichnender Überforderung einen Gang zurückzuschalten.

    Aus diesem Grunde habe ich es bislang bei den Plänen belassen, noch ein zusätzliches Fernstudium zur psychologischen Beraterin zu meiner Vollzeitarbeit zu absolvieren. Ich halte es nach wie vor für eine interessante Alternative, die ich gerne zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff nehmen möchte. Momentan ist die Zeit dafür noch nicht *reif*.

    Einiges hat sich in der letzten Zeit bei mir getan. Mit dem Wechsel des Aufgabengebiets Anfang September ging - für mich ziemlich überraschend - Anfang November eine ( lang ersehnte ) Beförderung einher.

    Die neuen Aufgaben sind mit wesentlich mehr Verantwortung und mit mehr Außenkontakten verbunden, was ebenfalls Einfluss auf die Arbeitszeiten hat. Es gibt Tage, da kann es schon mal bis 21.30 Uhr dauern, bis ein von uns zu erstellendes Produkt fertig ist. An solchen Tagen -oder besser gesagt: den darauf folgenden Abenden- tut sich bei mir naturgemäß nicht mehr viel.
    Ich zwinge mich nicht mehr, bis Mitternacht im Forum zu lesen und zu schreiben, sondern gehe dann zeitig zu Bett und merke, dass mir das guttut. Nach einem solchen Tag finde ich zunehmend Entspannung durch Zen-Meditation und lasse so den Tag ausklingen. Die regelmäßige Meditationsübung lässt mich insgesamt ruhiger und gelassener in Stresssituationen reagieren.

    Im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit habe ich inzwischen die Moderation einer Gesprächsgruppe für Angehörige übernommen, die schon länger in unsere Selbsthilfegruppe kommen.Hier geht es um Themen, die schon weiter entfernt von der Problematik des trinkenden Betroffenen entfernt sind.

    Ich habe gemerkt, dass es mich zunehmend belastete, in der bisherigen Gruppe immer wieder darauf hinzuweisen, dass Angehörige, die zu uns kamen, um Hilfe für den Betroffenen zu bekommen, nur etwas für sich selbst tun können, solange der Betroffene keine Krankheitseinsicht hat. Leider zeigten die Angehörigen hierfür häufig kein Verständnis und kamen nicht wieder, so dass mitunter die Fluktuation groß war und es das nächste Mal mit anderen Personen wieder um das gleiche Thema ging. Die neu gegründetre Gesprächsgruppe soll langfristig aus Personen gebildet werden, die regelmäßig kommen und sich mit den unterschiedlichsten Lebensfragen beschäftigen. Ich bin mir sicher, dass ich hier auch für mich vieles mitnehmen kann.

    Ich genieße die Adventszeit und nehme auch hier die Hektik raus, indem ich mich nicht in den *Weihnachtsgeschenkekaufrummel*stürze. Ich halte das ganze Jahr über die Augen auf und habe daher bereits die Geschenke für Menschen zusammen, die mir am Herzen liegen.

    Die Zeit *zwischen den Jahren* werde ich wieder mit meinem Partner in einem Zen-Kloster in Bayern verbringen und freue mich schon sehr auf die Zeit der Stille.

    Einen besinnlichen 2 Advent wünscht
    Schattenspringer

    Lieber Matthias,

    Du hast Recht: Krafttankstellen findet derjenige, der sie sucht, überall. Sie kosten oft nichts.... :)

    Manchmal sind es nur ein paar Muscheln, angespült am Strand, die eine Kinderhand träumend an ihr Ohr hält!

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag,

    Schattenspringerin

    Lieber Matthias,

    Du bist für mich immer wieder ein Anreiz, hier ein Lebenszeichen zu hinterlassen :D

    Danke für Dein Feedback! Ich suche nicht unbedingt die Öffentlichkeit - aber wenn diese da ist, kann ich durch aus die richtigen Antworten finden :D

    In meinem Leben passiert viel mehr, als ich hier schreibe...

    Mein Lebensgefährte hat nun zum 3. Mal seinen Geburtstag mit einer völlig alk-freien Fete gefeiert. Unter den Gästen waren wieder viele, die diesen Gedanken aufgreifen wollten... Ich finde es toll, dass wir dadurch zumindet viele Leute mal zum Nachdenken anregen können, ob ALK tatsächlich immer dazu gehören muss...

    Ich habe mir mit einigen netten Leuten ein paar Auszeittage an der Nordesee gegönnt und fühle mich gut erholt!

    Schattenspringer

    Hallo liebe Wegbegleiter!

    Danke lieber Matthias - Du treuer Schreiber :wink:

    *Bewegte Zeit im Gleichgewicht* - die hatte ich in dieser Woche. Es bewegt sich gerade ziemlich viel und ich versuche, dabei im Gleichgewicht zu bleiben.

    Mein Aufgabenwechsel im Beruf bringt zum Teil stressige Tage mit hohem Termindruck mit sich - da ist es wichtig, ruhig zu bleiben und sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen. Für mich ist das nun wieder eine Umstellung, nachdem ich zuvor sehr eigenständig gearbeitet habe und mir die Zeit einteilen konnte.

    Am Wochenende habe ich auf einer Veranstaltung für *Ehrenamtler* mit anderen den Stand unserer Suchthilfeorganisation betreut. Als ich meine Zusage dazu erteilte, habe ich keinen Augenblick daran gedacht, wie es wäre, dort mit Menschen zusammenzutreffen, die mich aus anderen Zusammenhängen kennen.

    Nachdem ich meine Krankheit akzeptiert habe, konnte ich offener damit umgehen. Inzwischen habe ich auch keine Probleme damit, in der Öffentlichkeit aufzutreten - das hätte ich vor Jahren noch nicht gekonnt, da war eher Versteckspiel angesagt....

    Einen schönen Abend und einen guten Start ins Wochenende,
    Schattenspringer

    Liebe Gotti,

    Danke für Deine guten Wünsche :)

    Auch wenn es den Eindruck macht, als sprühte ich geradezu vor Energie, stimmt das nicht.

    Für mich gibt es Tage, da fühle ich mich ganz schlapp und kraftlos und in diesen Zeiten habe ich inzwischen gelernt, auf meine Körpersignale zu achten, auf die Bremse zu treten wenn nötig und einen Gang zurückzufahren. Zwischendurch immer mal wieder eine Auszeit und auf jeden Fall Zeit für Atempausen.

    Anfang Januar - im vorletzten Block meines Suchtkrankenhelferseminars- hatte mich dort jemand als *Konditionswunder* charakterisiert. Inzwischen aber habe ich für mich herausgefunden, dass ich das gar nicht mehr sein will und dass es mir am besten geht, wenn ich in der Balance und innerlich im Gleichgewicht bin. Das schließt natürlich nicht aus, dass ich in Bewegung bleibe. Das richtige Maß zu finden ist mein Wohlfühlrezept.

    Noch ist der Weg zur psychologischen Beraterin nur ein Gedanke und ich weiß nicht, wann ich ihn umsetzen kann. Ich bin dabei, Infomaterial zu sammeln und weiß, dass ich mit dieser Weiterbildung (die überhaupt nichts mit meinem aktuellen Job zu tun hat) in eine für mich *richtige* Richtung gehen werde. In jedem Fall aber werde ich auf diesem Wege für mich und über mich viele wichtige Erkenntnisse gewinnen. Wenn für mich der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist, werde ich es merken :D

    Dir wünsche ich einen guten Wochenstart!

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Lieber Matthias,

    Ein 2. Standbein als Ausgleich zum Job wäre mir ganz lieb - müssen ja nicht 1000 Füße sein :lol:

    Wahrscheinlich muss ich die Ausbildung sogar selbst zahlen - hätte aber so die Chance, durch die Beschäftigung mit den Themen noch mehr über mich selbst zu erfahren. Ich mache es für mich und kann gleichzeitig etwas für die tun, die sich helfen lassen möchten :)

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende 8)

    Schattenspringer

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    Lieben Dank an Matthias, Gotti und Lütze für Feedback und Glückwünsche - habe mich sehr darüber gefreut :D

    Meine Tochter möchte jetzt ihren eigenen Weg gehen und da werde ich sie nicht dran hindern. Immerhin hat sie sich gestern bei mir gemeldet, da sie Probleme mit einem Krankenkassen-Formular hatte. Ich hatte ihr ja auch signalisiert, dass sie sich an mich wenden kann, wenn etwas ist.

    Momentan fällt es mir allerdings sehr schwer, an ihrem halb ausgeräumten Zimmer vorbeizugehen und ich habe daher die Türe geschlossen. Das Zimmer wr früher mal mein Büro - mal sehen, was ich daraus mache...

    Gotti

    Zitat

    Hast du schon was Bestimmtes mit dieser Ausbildung vor?

    Ich denke, dass die Ausbildung schon ganz hilfreich für meine ehrenamtliche Tätigkeit in einer Suchthilfeorganisation und für die Moderation *meiner* Angehörigengruppe ist. Ich überlege, ob ich noch eine Zusatzqualifikation zum psychologischen Berater bzw. zum Lebensberater erwerbe (durch Fernstudium und Seminare).

    Ich habe zwar noch einige Jährchen bis zur Rente, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, später in diesem Bereich weiter tätig zu sein. Zurzeit sammle ich erst einmal Infos und habe mir einiges an Material schicken lassen :)

    Zunächst ist es aber wichtig, mich mit meinem neuen Aufgabenbereich vertraut zu machen und die Arbeitsabläufe dort zu beherrschen. Klappr aber schon besser als ich gedacht hatte!

    Ich wünsche Euch ein entspanntes und trockenes Wochenende!

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    Nachdem sich auf meinem Thread der Staub angesammelt hat, mal wieder ein kurzes Update.

    Die letzten Wochen brachten für mich einige Herausforderungen und schwierige Situationen mit sich, in denen ich früher sicher zur Flasche gegriffen hätte. Innerhalb von kurzer Zeit hat mein Kind seine Lehrstelle verloren und ist von zu Hause ausgezogen.

    Obwohl ich mir gewünscht hätte, dass sie auf eigenen Füßen steht, hat mich diese schnelle Entwicklung doch ziemlich überrascht. Ich habe mich entschlossen, den Dingen ihren Lauf zu lassen, da ich so gut wie keine Einflußmöglichkeiten auf einen jungen Erwachsenen habe. Sie weiß aber, dass sie zu mir kommen kann, wenn sie Hilfe braucht. Mehr kann ich momentan als Mutter nicht tun.

    Ich gehe meinen Weg weiter und versuche in kleinen Schritten meine Ziele zu erreichen. Den langersehnten beruflichen Aufgabenwechsel konnte ich Anfang September realisieren. Außerdem habe ich am Wochenende meine Ausbildung zum Suchtkrankenhelfer erfolgreich abgeschlossen.

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Hallo Flor,

    Willkommen hier im Forum, schön, dass Du hierher gefunden hast und Dich mit uns austauschen möchtest.

    Auch wenn der Alkohol außerhalb Deiner Wohnung leicht zu beschaffen ist, finde auch ich ein alkoholfreies häusliches Umfeld sehr wichtig. So kannst Du Dich zumindest in Deinen eigenen 4 Wänden sicher fühlen.

    Du hast schon erkannt, wie wichtig es ist, die gedankliche Verbindung von Orten und Handlungen zum Alkohol zu kappen (z.B.Garten wässern - Alk)

    Natürlich musst Du Deinen Garten weiterhin bewässern - das kannst Du am Morgen tun und Dir danach noch einen leckeren Tee gönnen. Alte Muster durch neue Rituale ersetzen, dafür gibt es viele individuelle Beispiele.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier im Forum!

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Liebe Gotti,

    Zitat

    Dazu wünsche ich dir, dass diese Gelassenheit noch lange anhält.

    Danke für Deine guten Wünsche, sie haben bis zum heutigen Tage angehalten! Ich fühle mich innerlich ruhig und gelassen, auch wenn in meinem persönlichen Umfeld manchmal ein rauer Wind weht......

    ********************************************

    Einiges, was mir noch vor Wochen Kopfzerbrechen bereitet hat, ist nun zum Positiven geklärt. Nach über 2 Monaten hat jetzt endlich die Versicherung einer der Unfallbeteiligten den Schaden an meinem Fahrzeug beglichen. Mir war jemand in mein ordnungsgemäß am Straßenrand geparktes Auto gefahren, es hatte gerade mal 1200 km auf dem Tacho... Zunächst sah es so aus, als sollte ich sogar noch einen Teil der Kosten selbst tragen, doch das hat sich zum Glück nun letzte Woche aufgeklärt.....

    Meine berufliche Situation wird sich -ebenfalls nach einem sehr langen Vorlauf- zum 01.September verändern. Ich freue mich auf neue Aufgaben in einem neuen Umfeld.

    Zuvor werde ich Ende August zusammen mit meinem Partner den Edersee auf dem Urwaldsteig in 3 Etappen umrunden (ca. 68 km) Ich hatte ihm diese Tour letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt und freue mich, dass wir nun einen gemeinsamen Termin gefunden haben.

    Meine Tochter hat morgen ihren 1. Arbeitstag in ihrem Ausbildungsbetrieb, da dieser Montags Ruhetag hat. Sie hat aber in der letzten Woche dort schon freiwillig gearbeitet und sich über Lob und Trinkgeld gefreut.

    Ich meditiere regelmäßig und sorge dafür, dass es positive Momente in meinem Alltag gibt.

    Mir geht es gut, auch wenn nicht alles in gewünschten Bahnen verläuft.

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Liebe Espoir,

    Ich kann mir gut vorstellen, dass Du jetzt erstmal Zeit für Dich brauchst, um Dich zu sortieren und zu überlegen, wie es weiter geht.

    Ich hoffe, Du bist in dieser Zeit des Umbruchs nicht allein und hast Menschen, die Dich zumindest mental unterstützen.

    Ich schicke Dir Kraft und Mut für die anstehenden Veränderungen und würde mich ebenfalls über ein kurzes Lebenszeichen von Dir freuen.

    Alles Liebe,
    Schattenspringer

    Liebe Gotti,

    Ich lass mich auch msal wieder bei Dir blicken und bedanke mich recht herzlich für Deinen Eintrag in meinem Tagebuch.

    Ja, wenn der Rücken schmerzt und sich die Schultern unter der Last beugen, dann ist es an der Zeit mal zu schauen, ob wir in unserem imaginären Lebensrucksack nicht unnötigen Ballast mit uns durch den Tag schleppen.

    Ich schaffe das nicht immer allein und nehme manchmal auch Hilfe von außen in Anspruch - so ein Seminar wie letztes WE im Kloster kann eine große Hilfe sein. Vor allem die Ruhe und die friedliche Atmosphäre im Kloster haben mir -zusätzlich zu den Seminarinhalten- gut getan. Die Ruhe trug dazu bei, dass das Gesagte und Gehörte den Weg vom Ohr ins Herz gefunden hat :)

    Ich wünsche Dir ein erholsames Wochenende,
    Schattenspringerin

    Hallo Matthias,

    Da komm ich doch auch mal aus dem Schatten in Deinen Thread gesprungen, um Dir einen schönen und vor allem erholsamen Urlaub zu wünschen.

    Du hast Dir eine wirklich schöne Ecke ausgesucht :D - wäre auch mal wieder eine schönes Ziel meiner Träume 8)

    Sicher hast Du einen hohen Lichtschutzfaktor mit im Gepäck - empfindliche Körperteile werdens Dir danken!

    Bis demnächst!

    Mach et jut,
    Schattenspringer

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    Es fasziniert mich immer wieder, wie sich in einer Woche das Blatt wenden kann.

    Ich habe irgendwo mal sinngemäß gelesen, dass wir, wenn wir an eine schwierige Stelle kommen und es uns so erscheint, als würde alles sich gegen uns wenden, nicht aufgeben sollten – denn gerade dies sei der Punkt, wo die Gezeiten wechselten.......

    Bei mir kam dieser Punkt an Dienstag, nachdem mir zuvor die Mitglieder meiner SHG gehörig den Kopf gewaschen hatten wegen der Serviceleistungen, die ich bis dahin für mein Kind durchgeführt hatte. Ich hatte ohnehin für mich beschlossen, dass die Bewerbungen der letzten Woche auch meine letzte aktive Hilfestellung gewesen sein sollte.
    Als ich nach Hause kam, teilte mir mein Kind völlig überraschend mit, dass sie eine Ausbildungsstelle habe. Sie hatte in dem Betrieb bereits ein Probepraktikum gemacht und darf nun kommenden Dienstag den Ausbildungsvertrag unterschreiben. Wieviel Druck auf meinem Sprößling gelastet haben muss, macht sich jetzt erst bemerkbar, denn sie ist wie ausgewechselt. Damit hat sich zum Glück auch das häusliche Klima wieder entspannt, war temporär fast nicht zum aushalten!!

    Das Klosterwochenende mit seinen wertvollen Inhalten hallt noch in mir nach. Ich fühle mich wieder ruhig und gelassen, konzentriere mich auf die Dinge, die mir gut tun. Dazu gehört u.a. bei Kerzenschein den Abendklängen auf dem Balkon lauschen – gestern war auch die Luft wieder sehr angenehm. Durch die Konzentration auf angenehme Dinge gingen mir die weniger angenehmen Verrichtungen ebenfalls gut von der Hand.
    Auf dem Seminar haben wir uns u.a. mit unserem persönlichen (Lebens-)Rucksack beschäftigt und uns mal den Inhalt unter dem Gesichtspunkt betrachtet, ob er zu schwer ist, wie wir ihn durch Weglassen von unnötigem Ballast erleichtern können und was inhaltlich für unser Leben überhaupt (noch) wichtig ist. Vielfach stellte sich heraus, dass einige Dinge, die wir noch aus der Vergangenheit mit uns rumschleppten, überhaupt nicht mehr zum HEUTE passen (dies gilt nicht nur für Dinge, sondern kann sich auch auf Verbindungen und Beziehungen ausweiten, die uns heute nicht mehr guttun)

    Ein weiteres interessantes Thema waren unsere Betrachtungen zur „Wüste“ und Fragen wie diejenige nach unserer ganz *persönlichen Wüste*. Spontan dachte ich zuerst an meine Ehezeit als persönliche Wüste, stellte dann aber fest, dass meine Wüste erst begann, als ich dachte, dass sie schon vorüber sei. Damals war ich der irrigen Ansicht, wenn mein saufender Ex-Mann aus meinem Leben verschwunden sei, würde es mir (automatisch) besser gehen. Doch einen solchen Automatismus gibt es im Leben nicht und so hatte ich noch einige Täler zu durchwandern, bevor ich an meinen persönlichen Tiefpunkt kam und für mich die Wende einleiten konnte. Alleine durch diese Fragestellung ist mir rückblickend noch einiges klarer geworden.

    Schön, dass wieder Bewegung in allem steckt. Wer schwingt, wird beschwingt......

    Ein schönes Wochenende,

    Schattenspringer

    Hallo Abafazi,

    Wenn Du das Treffen mit dem SHG-Mann nicht möchtest und Dich dabei überfordert fühlst, würde ich ihm an Deiner Stelle genau das sagen.

    Du setzt Grenzen und schützt Dich auch davor, dass die Sache weiter aus dem Ruder läuft. Du bist nicht die Anwältin für andere SHG-Mitglieder – da muss jede/r seinen/ihren Weg gehen.

    Sicher kann ein Therapeut ihm bei der Frage nach Alternativen zur LZT besser helfen als Du.

    Herzliche Grüße,
    Schattenspringer

    Hi Matthias!

    Schön, dass Du es schaffst, meine gelegentlichen Zweifel durch Beharrlichkeit auszuräumen :wink:

    Die Klostergeister lasse ich gerne an Ort und Stelle, wenn es welche gibt - aber ich bin sicher, dass es was gibt, dass sich lohnt, nach dem Seminar hier *multipliziert* zu werden :D

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende - möglichst ohne Hitzewallungen :wink:

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin

    Hallo liebe Wegbegleiter,

    @Matthias
    Danke für Deine Einschätzung - dass es alles andere als leicht ist, es für mich *richtig* zu machen, haben die letzten Wochen gezeigt!!

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    Da mein Schwerpunkt im geschützten Bereich liegt, lassen sich seltene LeserInnen auch immer seltener hier blickenund so dümpelt mein Thread träge vor sich hin.......

    *Schatten und Licht* oder von der positiven Seite betrachtet *Licht* und *Schatten* bestimmten auch die vergangenen Wochen mit ups and downs.

    Mit klarem Kopf lässt sich zwar vieles ändern, aber es gibt halt auch Dinge, die ich nicht ändern kann, weil es nicht in meiner Macht liegt. Gelassenheit auch bei Angelegenheiten zu wahren, in denen ich - zumindest momentan- machtlos bin, bleibt auch weiterhin ein aktuelles Thema auf meinem Weg.

    Aber egal, welcher Art die Schwierigkeiten auch sein mögen - ALK ist definitiv KEINE Lösung. Manchmal erledigen sich die Dinge fast von selbst, wenn die Zeit dafür reif ist und dafür bedarf es GEDULD.


    Eines der Dinge, die ich nicht ändern kann, bleibt die Tatsache, dass mein Kind noch immer keinen Ausbildungsplatz hat und ich als alleinerziehende Mutter mit den damit einhergehenden Problemen und ihrem Frust weitestgehend alleine dastehe. Obwohl es ihre Angelegenheit ist, lässt mich die Perspektivlosigkeit bei meinem Kind (die sich zuletzt auch sehr demotivierend auf weitere Bewerbungsversuche ausgewirkt hat) natürlich nicht kalt.

    Hier die notwendige Abgrenzung vorzunehmen und Kraft für meine eigenen Angelegenheiten zu behalten, strengt mich zurzeit sehr an. Innerhalb eines Jahres bekam ich ungewöhnlich oft Magen-Darm- Beschwerden und führe dies auch -vorbehaltlich einer noch anstehenden ärztlichen Untersuchung- auf eine erhöhte psychische Belastung zurück.

    Als ich gemerkt habe, dass ich alleine in diesem Kind-Mutter-Konflikt nicht weiter komme, habe ich mir professionelle Hilfe bei der Familienberatung gesucht. Die Gespräche dort zeigen mir die Möglichkeiten auf, wie ich für mich einen gangbaren Weg aus dem Dilemma finde. In kleinen Schritten.....

    Meditationsübungen und bewusstes Atmen sind mir eine wichtige Basis für das innere Gleichgewicht – vieles davon kann ich mit meinem in einer anderen Stadt lebenden Partner verwirklichen. Das ist schön und verbindet trotz räumlicher Distanz.

    Ich freu mich, heute mal wieder auf ein dreitägiges Seminar in einem Kloster – es kommt zeitlich gerade richtig (auch angesichts der Temperaturen :wink: )

    Ein erholsames Wochenende wünscht

    Schattenspringer

    Hallo Ute,

    Momentan leiden Mensch und Tier unter der Hitzewelle, aber man kann ja auch viele schöne Dinge in einer hoffentlich kühlen Wohnung machen :)

    Das wichtigste ist, dass es Dir gut geht und das ist sehr schön aus Deinen letzten Beiträgen ersichtlich. Sicherlich tragen auch Deine neuen sozialen Kontakte zu Deinem Wohlbefinden bei 8)

    Alles Gute weiterhin und liebe Grüße,

    Schattenspringer

    Liebe Wegbegleiter,

    Für diese Woche hatte ich mir vorgenommen, mir nicht so viele Gedanken zu machen, mich auf mich zu besinnen und den Dingen ihren Lauf zu lassen.

    Ich bin sehr erstaunt darüber, wie viel danach in Bewegung gekommen ist. Zum einen hat sich das positiv auf meine Grundstimmung ausgewirkt. Ich fühle mich innerlich ruhig, kann wieder gelassen auf nicht so angenehme Dinge reagieren. Gleichzeitig fühle ich, wie die innere Lähmung neuer Energie gewichen ist und ich Dinge wieder gezielt angehen kann.

    In der Angelegenheit mit meinem spätpubertierenden Nachwuchs habe ich in dieser Woche ein weiteres Gespräch mit einer Beratungsstelle geführt. Dieses Gespräch und entsprechende Fachliteratur über die *finale Trotzphase* in der Entwicklung hin zum Erwachsenen haben mir geholfen, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und nicht alles persönlich zu nehmen bzw. als Versagen in Erziehungsfragen zu werten.

    Ich muss aber gestehen, dass der Spagat, einerseits Distanz zu wahren (wenn ich nicht an sie rankomme), ihr die notwendige Freiheit zu geben, ihre Grenzen zu testen, aber weiter für sie da zu sein und zu sorgen – also gleichzeitig loslassen und Halt zu geben, mir als alleinerziehendem Elternteil doppelt schwerfällt. Da komme ich sehr oft an meine eigenen Grenzen.

    Trotz aller Konflikte habe ich aber oft das Gefühl, dass es Momente gibt, in denen meine Meinung gefragt ist und auch ankommt – dass sie sich an meinen Werten orientiert, obwohl sie es nach außen hin zunächst nicht zeigt. Als Mutter Profil zu zeigen, meine Position zu vertreten, eine bestimmte Haltung einzunehmen und klar zu sein, setzt aber unbedingt auch einen klaren Kopf . Ich bin unendlich dankbar für meine stabile Trockenheit, denn ALK wäre hier absolut kontraproduktiv.

    Euch allen ein sonniges und trockenes Wochenende,

    Schattenspringerin

    Hallo Lütze,

    Über Deinen Besuch bei mir habe ich mich sehr gefreut!

    Schön, dass Du mit meinen Gedanken etwas anfangen kannst! Bei mir geht es aktuell nicht unbedingt darum, dass ich mir selbst zuviel zumute. Ich bin gerade dabei zu erkennen, wo meine Grenzen bei einer nahen Familienangehörigen liegen, wenn diese sämtliche Hilfsangebote meinerseits ausschlägt.

    Mich gegen ihre Grenze in Form von Totalverweigerung selbst abzugrenzen und zu schützen, fällt mir momentan sehr schwer – zumal es sich um mein einziges Kind handelt und ich alleinerziehend bin..

    Wenn sie sich nicht helfen lassen will, gehen sämtliche Hilfsangebote ins Leere. Ist ja auch ein Dauerthema in meiner Angehörigengruppe, doch wenn frau selbst betroffen ist, ist es noch schwerer, die Theorie in die Praxis umzusetzen.

    Mir bleibt derzeit nichts anderes zu tun, als ihr zu signalisieren, dass ich für sie da bin, sie nicht fallen lasse – die Verantwortung für sich und ihr Leben liegt aber in ihrer Hand und nicht mehr in meiner, seit sie volljährig ist.

    Gönn Dir öfter mal was Schönes! Ich habe mir gerade dicke süße Kirschen und Wildpfirsiche gekauft :D

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin