Beiträge von Samsara

    *Kurzer Sachstand*:
    Guten Abend,

    Auch von mir mal wieder ein kuzes *Lebenszeichen* mit Update :wink:

    Heute hatte ich mein Vorstellungsgespräch aufgrund einer internen Stellenausschreibung.

    Das 30minütige Gespräch verlief in einer angenehmen, entspannten Atmosphäre. Ich habe kurz über meinen bisherigen Werdegang im Hause berichtet (der ja auch aus der Personalakte bekannt ist) und alle Fragen offen und ehrlich beantwortet.

    Es werden drei Mitarbeiter für eine recht anspruchsvolle, abwechslungsreiche (nicht stressfreie) Tätigkeit gesucht, die ich mir ohne weiteres zutraue. Fachlich erfülle ich die Voraussetzungen auf jeden Fall - ob ich ins künftige Team passe, werden wohl meine Gesprächspartner aqm besten beurteilen. Entscheidung wird Ende der Woche/spätestens Anfang kommender Woche gefällt. Ein positive Ergebnis würde ich vorab mündlich bekommen.

    Gestern hatten wir in der Angehörigengruppe wieder einen Abend, der es echt *in sich* hatte - das Gehörte (und Erlebte) ist mir noch lange nachgelaufen. Manchmal fällt auch mir die Abgrenzung schwer - vor allem, wenn es um ein Kind geht, das gerade mal 3 Monate alt ist :o
    Gestern waren die Oma und Vater der Kleinen bei uns, um sich Rat zu holen....

    Einen schönen Abend wünscht
    Schattenspringer

    Hallo restless,

    Leider herrscht in den Personalabteilungen oft eine erschreckende Unsicherheit und Unwissenheit im Umgang mit der Krankheit Alkoholismus. Dies zeigt sich oft in Fehlentscheidungen und Überreaktionen auf Arbeitgeberseite.

    Generell besteht keine Auskunftspflicht gegenüber dem Arbeitgeber hinsichtlich der Krankheitsursache. Lediglich bei langer Krankheit können der Betriebsarzt und/oder kann ein unabhängiger Gutachter eingeschaltet werden.

    Ich finde es gut, dass Du Deinem Mann die Entscheidung überlässt. Ich nehme an, dass es in der Klinik Beratungsgespräche gibt – mit dieser Frage könnte sich Dein Mann auch an die dortigen Ansprechpartner wenden, da diese Frage sicherlich öfter auftritt.

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer

    Hallo Pittchen,

    Ich komme erst jetzt dazu, Dir auf Deinen Beitrag zu antworten.

    Mit *Weichspültaktik* meine ich die Verharmlosung eines Rückfalls - so in dem Sinne *XY hatte am Wochenende einen kleinen Ausrutscher. War aber nur Bier* (oder nur ein *Gläschen*).

    Zitat

    Nur fehlt mir (noch?) das Verständnis, dass zwischen ein Glas und ein Vollrausch kein Blatt Papier passt

    Wenn Du alkoholabhängig bist, fängt es mit einem Glas an, steigert sich kontinuierlich, bis Du wieder *voll drauf* bist. Ich selbst habe auch zu lange an das Märchen vom kontrollierten Trinken geglaubt und mir damit selbst etwas vorgemacht.

    Wir können Dir hier ja auch nur Wege aufzeigen, die für uns hilfreich gewesen sind - ob Du sie gehst, ist letztlich Deine Entscheidung!

    Gut, dass Du es in der Gruppe angesprochen hast - und natürlich wird auch bei uns niemandem der Kopf abgerissen, aber wir setzen uns schon kritisch im Sinne von Rückfallprävention mit den Umständen auseinander. Das sollte ja der Sinn einer SHG sein.

    Herzliche Grüße,
    Schattenspringer

    Hallo Pittchen,

    2 Dinge sind mir beim Lesen aufgefallen.

    Du schriebst:

    Zitat

    Mal sehen, werde wohl beim nächsten Gruppenabend meine "Sünde" beichten.
    Ehrlichkeit ist schon wichtig!

    ....etwas später

    Zitat

    gestern hatte ich wieder meinen SHG Abend. War auch wieder nett!

    Hast Du dort darüber gesprochen, dass Du Alkohol getrunken hast? Wie reagiert die Gruppe darauf - nur *nett*? :roll:

    Ich moderiere selbst eine SHG und habe die Erfahrung gemacht, dass den Betroffenen mit der *Weichspültaktik* dauerhaft nicht geholfen werden kann.

    Unsere Gruppe zumindest verbindet der gemeinsame Wunsch, dauerhaft suchtmittelfrei zu leben. Welchen Stellenwert hat die SHG für Dich persönlich?

    Herzliche Grüße,
    Schattenspringer

    Hallo liebe Backmaus,

    da will ich mich doch mal unter die Weihnachtsbackmäuse mischen :lol:

    Das Gedicht kenne ich noch aus der Kindergartenzeit meiner mittlerweile 18jährigen Tochter. Ich musste gerade dran denken, wiiiee aufgeregt diese war, als sie es einmal aufsagen musste. Das waren noch Zeiten :D

    Dann sieh mal zu, dass Du die heutigen Resultate Deiner Backkunst an einem sicheren Ort aufbewahrst...

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin

    Hallo OPA,

    Ich freu mich, dass Du Dich nun hier mit einem eigenen Thread an unserem Austausch beteiligen möchtest - Du hattest ja vor einigen Tagen schon mal bei mir geschrieben.

    Mit der Erkenntnis, dass Du Hilfe brauchst, weil Du alleine aus der Sucht nicht herauskommst, hast Du schon mal eine gute Basis für Deinen weiteren Weg geschaffen.

    Wenn Du es dringend machst, wirst Du ganz sicher bei der Caritas zeitnah einen Termin bekommen. Die werden dann dort mit Dir die weiteren Schritte besprechen. Wichtig ist, dass Du wirklich *dran* bleibst.

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin

    Hallo Sylvie,

    Schade, dass Du Dich seit Deinem letzten Post nicht mehr gemeldet hast :cry:

    Du wolltest einen Rat, ob Du Dich wegen Deines Rückfalls - den Du auch als solchen bezeichnen solltest- in Deiner SHG outen solltest.

    Hast Du es der Gruppe erzählt? Wie war die Reaktion?

    Wir können Dich hier virtuell auf Deinem Weg nur dann effektiv begleiten, wenn Du Dich regelmäßig mit uns austauschst!

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin

    Hallo liebe Backmaus,

    Schön, dass Du hier vorbeigeschaut hast - freu mich immer über lieben Besuch :)

    Deine Daumen könnte ich am kommenden Mittwoch gut gebrauchen - wenn nicht (wieder) etwas dazwischen kommt, habe ich an diesem Tage ein internes Vorstellungsgespräch.

    Wegen diverser Termine auf beiden Seiten musste das Gespräch zweimal verschoben werden - da aller guten Dinge ja bekanntlich *3* sind, sollte es dann kommende Woche klappen :wink:

    Forumsdaumen - so hab ich hier schon öfter gelesen - sollen tatsächlich Wunder wirken....

    Ich wünsche Dir einen entspannten Abend - vielleicht bei einem leckeren Tee und Kerzenschein?

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin

    Hallo Sylvie

    Zitat

    Heute abend ist gruppe,soll ich es ansprechen?schäme mich irgendwie

    .

    Ich moderiere selbst eine SHG und rate Dir, dort mit offenen Karten zu spielen.

    Zum Einen stärkt das das Vertrauensverhältnis zur Gruppe (die Dich sicher verstehen, weil viele vielleicht in einer ähnlichen Situation waren).

    Zum anderen kann Dir dort nur dann wirklich gezielt geholfen werden, wenn Du über die Umstände sprichst, unter denen Du wieder ALK getrunken hast. Gemeinsam könnt Ihr dann überlegen, wie Du ähnlich belastende Situationen künftig ohne ALK schaffst.

    Sei ehrlich. Zu Dir selbst und zur Gruppe .Du kannst nicht Dein Gesicht wahren und gleichzeitig Deinen Hintern retten.

    Wir haben doch lange genug unser Leben auf Lügen aufgebaut. Trau Dich!

    Herzliche Grüße,

    Schattenspringer

    Guten Morgen,

    In den letzten beiden Tagen durfte ich wieder Erfahrungen sammeln, die mir den Rücken gestärkt haben, obwohl ich mich innerlich die letzte Zeit eher schwach gefühlt habe.

    Am Dienstag hatte ich die Aufgabe, im Vorfeld unseres Gruppenabends die Mitglieder aller SHGs zu begrüßen. Mir war total *durchgegangen*, dass ich damit *an der Reihe* war und ich war daher nicht vorbereitet. :oops:
    Ich habe mich aber nicht aus der Ruhe bringen lassen und nach der Begrüßung kurz über die verschiedenen Brüche auf meinem Weg in die Trockenheit, gesprochen, über die ich auch hier zuvor geschrieben hatte.

    Am Anfang stand der Zusammenbruch und die Erkenntnis *Ich bin am Ende und komme ohne Hilfe aus diesem Schlamassel nicht mehr raus*......... bis zur Freude über kleinere und größere Erfolge, die sich im Laufe der Zeit eingestellt haben. :)

    Diese Einstiegsworte richten sich immer auch ein wenig an die Leute, die noch ganz am Anfang ihres Weges stehen und sollen diesen Mut machen.
    Die Reaktion am Ende meiner kurzen Ansage hat mich verblüfft und berührt zugleich: alle haben applaudiert – das habe ich noch nicht erlebt, seit ich dorthin gehe. Echt STARK!

    Gestern habe ich mir einen Tag Urlaub genommen, um an einem *Einkehrtag* einer kirchlichen Einrichtung teilzunehmen. Obwohl mich das Thema zunächst nicht so richtig angesprungen hatte, ist am Ende eine Collage dabei rausgekommen, die thematisiert hat, dass wir, wenn wir über uns hinauswachsen wollen, erst einmal ganz tief in uns hinabsteigen müssen.

    Zu unserem Weg gehört ganz klar die Aufarbeitung unserer Vergangenheit. Wir müssen uns unsere Anteile an bestimmten Entwicklungen anschauen und sie akzeptieren, wenn wir etwas verändern wollen. Die Beschäftigung mit den *Kisten* in unserem ganz persönlichen Keller kostet viel Kraft und ist mitunter sehr schmerzhaft. Wir müssen ja auch nicht alle *Kisten* auf einmal anschauen, sondern wir können uns mit dem beschäftigen, was gerade dran ist.

    Schritt für Schritt, mit Atempausen und immer nur soviel, wie wir selbst auch verkraften können.

    Mir hat das Feedback meiner gestrigen Gruppe sehr geholfen, die wiederum von der Aussagekraft der Collage beeindruckt war. Der Tag war für mich kraftvoll und kräftezehrend zugleich und ich war ziemlich erschöpft, als ich wieder daheim war.

    Jede dieser Begebenheiten hat mir auf ihre Weise wieder den Rücken gestärkt. Solche Erfahrungen sind Kraftquellen für mich, für die ich sehr dankbar bin.

    Einen Tag mit positiven Erlebnissen wünscht

    Schattenspringerin

    Hallo OPA,

    Ich möchte Dich ganz herzlich hier im Forum begrüßen und finde es toll, dass Du Dich an unserem Erfahrungsaustausch beteiligen möchtest. Es ist ein Geben und Nehmen, denn von unseren Erfahrungen können wir untereinander profitieren.

    Da hier nicht alle Teilnehmer Zugang zum Vorstellungsbereich haben, wäre es hilfreich, wenn Du selbst einen Thread eröffnest, in dem Du Dich nochmal kurz vorstellst, damit wir Dich hier gezielt auf Deinem weiteren Weg begleiten können.

    Es freut mich, dass Dir die Beiträge, die Du bereits gelesen hast, Mut und Anregung geben konnten, Dich auf den Weg zu Dir zu machen. Er ist steinig und verläuft nicht immer gerade - aber es lohnt sich.

    Mit Deiner Anmeldung im Forum hast Du schon den ersten wichtigen Schritt getan!

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin

    Hallo

    Mit einigen Gedanken, die mich in den letzten Tagen beschäftigt haben, möchte ich mich hier mal wieder melden.

    *Viele Brüche*.....

    Gestern gingen mir auf dem Weg zur Arbeit so einige Wortspielereien durch den Kopf, die Gedanken wollen momentan einfach nicht zur Ruhe kommen. Unruhe, die keine beschauliche Novemberstimmung -wie ich sie bei Harry 54 gelesen habe – aufkommen lässt.

    Ich erlebte viele Brüche, seit ich mich auf den Weg gemacht habe, mit schwierigen Situationen anders umzugehen.

    Nachdem ich wiederholt eingebrochen war, brach ich auf, um etwas zu verändern und Neuland zu betreten.

    Ich brach mit alten Gewohnheiten und mitunter auch mit Verbindungen, die sich für mich nicht mehr stimmig anfühlten.

    Ich erlebte kleine und größere Umbrüche und auf einigen Gebieten inzwischen auch so etwas wie den Durchbruch. Auch in beruflicher Hinsicht könnte sich nächste Woche etwas Wichtiges entscheiden....

    Dennoch fühle ich mich – gerade in den letzten Tagen auch bedingt durch private Umstände, auf die ich hier nicht näher eingehen werde- ziemlich *brüchig* Ich habe mich gefragt, was ich tun kann, um mich innerlich weiter zu stärken ohne mir nach außen (wieder) einen Schutzpanzer aufzubauen?

    Einen wichtigen Schritt habe ich ja schon getan, indem ich -statt alles mit mir auszumachen - meine Situation thematisiere und mir Hilfe hole, wenn ich mit meinem *Latein* am Ende bin. Ich kann dies mit meinem Partner, einer guten Freundin, schreibend im Forum oder in meiner Selbsthilfegruppe tun. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Blickwinkel, die ich alleine gar nicht sehen kann.

    Einige wertvolle Denkanstöße habe ich gestern schon bekommen – diese werde ich mir genau anschauen und sehen, welche Erkenntnisse ich für mich daraus ziehen kann. Es ist hilfreich, nun mit klarem Blick genau hinschauen zu können, die Dinge zu analysieren und Veränderungen vorzunehmen.

    Auch wenn es manchmal so aussieht, als würde sich äußerlich rein gar nichts bewegen - Stillstand, Stagnation- so kann doch im Inneren sehr viel Bewegung sein, die erst später den Anstoß für sichtbare Veränderungen gibt.....

    Schattenspringerin

    Hallo lieber Lütze,

    Ich hatte bisher versäumt, Dich hier in Deinem neuen Thread wieder zu begrüßen und Dir zu sagen, wie sehr ich mich freue, dass Du uns weiter an Deinen Gedanken und Überlegungen auf Deinem Weg teilhaben lässt – das hole ich jetzt nach... :oops::D

    Tiefs wie das von Dir Beschriebene suchen mich auch von Zeit zu Zeit heim und ich merke, dass ich mich scheinbar grundlos mies fühle. Bei genauerem Hinsehen treten dann aber doch Gründe zutage, die sehr oft im Erwartungsdruck meines Umfelds liegen – noch öfter aber in dem Druck, den ich mir durch meine *inneren Antreiberteufelchen* :twisted: selbst mache.
    In mir selbst ruhen, mich auch mal von mir getragen fühlen, anstatt mich immer zu neuen Leistungen antreiben zu wollen, wird wohl ein lebenslanges Thema bei mir sein. Immer wieder hinschauen und analysieren.

    Du hast Recht: Du bist nicht verantwortlich für die Gefühle von anderen. Oft spielt da ja neben dem Gesagten auch noch einiges aus der Vergangenheit des Gegenübers mit, das dazu beiträgt, warum er so oder so reagiert. Diese Schuhe und damit verbundene Schuldgefühle musst Du Dir nicht anziehen.

    Zu Deinem *Freund* und dem, was er ohne Absprache (und ganz sicher ohne Deine Zustimmung) über Dich verbreitet, würde ich mir überlegen, welche Qualität diese *Freundschaft* heute noch für Dich hat. Ist es noch ein *richtiger* Freund für Dich oder sind Eure Entwicklungen einfach in Richtungen gegangen, die heute nicht mehr passen?
    Manche Freunde begleiten uns eben nur ein kleines Stück auf unserem Weg, bevor sich die Wege wieder trennen. Schau genau hin...

    Liebe Grüße,

    Schattenspringerin

    Lieber Harry,

    Deine Novembergedanken hallten noch lange in meinem Inneren nach. Wie der Klang einer Klangschale, deren Schwingungen noch spürbar sind, wenn der Ton längst nicht mehr hörbar ist.

    Zeit der Besinnung – viele Erinnerungen aus Kindertagen wurden wach......

    Du bist Meister, Stimmungen mit Worten *einzufangen*. Ein ruhiger Pol in der hektischen Zeit, bringst Du durch Deine Zeilen auch in mir eine Saite zum klingen. :D

    Heute ist alles immer und jederzeit verfügbar – das komplette Weihnachtssortiment ist schon im Angebot, noch ehe die Urlaubsbräune verblasst ist.

    Zitat

    Zeichen der Liebe, der Freundschaft der menschlichen Wärme, sie halten ewig auch in schweren Zeiten

    Reichen wir - und das nicht nur in der Vorweihnachtszeit- uns doch gegenseitig wieder öfter die Hand und respektieren den Anderen besonders auch in seiner Andersartigkeit!

    Danke für Deine besinnlichen Gedanken -

    Schattenspringerin

    Hallo liebe Espoir,

    Ich denke immer noch über Deinen Beitrag bei mir nach und freu mich, dass Du die *Dritte im Bunde* warst. Da ist vieles auch bei mir hoch gekommen - ich werde es mal sacken lassen und dann etwas dazu schreiben.

    Ich habe auch Deinen Beitrag bei den EKAs gelesen - gut, dass Du auch diese Seite *beleuchtest*. Da kannst Du betimmt Antworten nauf wichtige Fragen bekommen..


    Llebe Grüße,
    Schattenspringer(in)

    Hallo liebe Backmaus,

    Zitat

    Ich habe mein "Netzwerk" aktiviert und ich werde nicht "schlappmachen".

    Schön, dass Du ein *soziales Wurzelgeflecht* hast, das Dich trägt!

    Was auch immer Dich bedrückt - ich denk ganz fest an Dich (auch wenn ich nicht weiß, ob Dir das momentan hilft.... :roll: )

    Du weißt, dass der geschützte Bereich immer für Dich *offen* ist? Ich kenn das Problem mit *verklausulierten* Problemen hier....

    Alles LieBe,
    Schattenspringerin

    Hallo liebe Backmaus,

    Danke für Dein Feedback!

    Auch bei mir finden sich die Wurzeln für den Umgang mit *Scheitern* im Elternhaus. Nur bei mir waren gute Leistungen selbstverständlich (da blieb selbst das Geldsäckel zu und mit Lob wurde gegeizt :cry: ), aber wenn es dann mal nicht so gut lief, gab es *eisiges Schweigen*.

    Mein Vater hat das Spielchen *Wer schweigt am längsten* zu absoluten Perfektion gebracht und auch mein Ex-Mann äußerte seine Missbilligung in tagelangem Schweigen und behandelte mich als nicht-existente Person :twisted:

    Noch heute gibt es für mich nichts Schlimmeres, als diese non-verbale Form der *Bestrafung* - damit kann ich noch immer nicht umgehen (und möchte es auch gar nicht...) Mit Schweigen straft nur derjenige, der sich einer fairen verbalen Auseinandersetzung nicht gewachsen fühlt :o

    Ich schicke Dir einen Lichtstrahl aus dem trüb-diesigen Kölle am Ring 8)

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin

    Liebe Backmaus,

    Zitat

    Ach ja,@ Schattenspringerin:
    Schreib' mal !

    Dein Wunsch ist mir Befehl :wink:

    Ich freu mich, dass bei Dir nun in Sachen Wiedereinstieg in den Beruf die Weichen gestellt sind - die Urlaubsvertretung ist sicher eine gute Gelegenheit, Dich zu bewähren. Ich hoffe, es wird nicht zu hektisch. Du bist im Gesundheitssektor tätig, oder?

    Nach längerer Pause hab ich auch bei mir mal wieder etwas geschrieben,was mir zurzeit im Kopf herumdüst.

    Ansonsten hat mir der Zahnarzt nach einem Eingriff für heute *Redeverbot* erteilt - aber schreiben kann ich ja :lol:

    Ich habe mich auch nochmal intern beworben, sollte mich *eigentlich* heute dort vorstellen, was wir wegen des Zahnarzttermins verschieben mussten. Wahrscheinlich wird es im Laufe der Woche noch zu einem offiziellen Vorstellungsgespräch kommen - ein erstes *Sondierungsgespräch* hatte ich schon im Vorfeld der Bewerbung.

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag!

    Liebe Grüße,
    Schattenspringerin

    Hallo,

    Ich bin ja nicht ganz von der Bildfläche verschwunden, konzentriere mich aber doch mehr auf den Tagebuchbereich....

    Mal wieder ein kleines *Lebenszeichen* mit Überlegungen, die mir zurzeit im Kopf herumgehen.

    Angeregt durch ein Buch über die *inneren Antreiber* -zum großen Teil basierend auf unserer Kindheit/Erziehung und zum großen Teil unbewusst verinnerlicht- mit denen wir uns oft selbst das Leben schwer machen, hat mich das Kapitel über den Antreiber *Wenn Du scheiterst, bist Du selbst schuld*.
    Das persönliche Scheitern ist oft eines der schwierigsten Kapitel in unserem Leben, da Scheitern mehr bedeutet, als hin und wieder Fehler zu machen.

    Scheitern bedeutet, ein gestecktes Ziel nicht erreicht zu haben bzw. in einem bestimmten Lebensbereich nicht die Erwartungen erfüllt zu haben, die ich an mich selbst gestellt habe – oder die andere an mich stellen (gestellt haben). Ein für die Umwelt sichtbares Scheitern kann sich z.B. im Scheitern einer Beziehung zeigen, wenn es zur Trennung kommt. Es kann das Scheitern eines Unternehmens sein, wenn Konkurs droht oder auch das Scheitern eines Berufswunsches, wenn erforderliche Prüfungen nicht erfolgreich absolviert werden können.

    Durchfallen: fallen-hinfallen-umfallen-vom Sockel stürzen-den Halt verlieren-Hilflosigkeit...

    Der Gescheiterte verliert seine Selbstachtung und fühlt sich vor der Umwelt als Versager.

    Neben dem erkennbaren Scheitern gibt es aber auch das *heimliche* -von unserer Umwelt oft gar nicht wahr genommene - Scheitern, das wir selbst empfinden, wenn wir Ziele, die wir uns gesteckt haben, nicht erreichen. Oft erfährt das niemand, wenn wir nicht über unsere Ziele sprechen, so dass unsere Niederlage niemand mitbekommt. Aber es ist wichtig, wie gravierend wir selbst sie empfinden und wie wir mit unserem eigenen Scheitern umgehen.

    Wenn wir in unserer Kindheit eingetrichtert bekamen, dass man nicht scheitern darf, werden wir uns deswegen verurteilen, verachten und klein machen.

    Wenn wir barmherzig mit unserem Scheitern umgehen, bedeutet das nicht Bagatellisierung im Sinne von *Ist doch nicht so schlimm*. Mit einer solchen Selbttäuschung würden wir auch nicht aus unseren Niederlagen lernen. *Barmherzigkeit* bedeutet, mir die Möglichkeit des Scheiterns zuzugestehen, da ich nicht perfekt bin. Durch Scheitern habe ich die Möglichkeit, aus meinen Fehlern zu lernen, wenn ich die Schuld nicht auf andere abschiebe, sondern mich mit meinen eigenen Anteilen am Scheitern kritisch auseinander setze.

    Da ich selbst sehr hohe Anforderungen an mich stelle, über die ich mein nächstes Umfeld nicht immer in Kenntnis setze , habe auch ich meine Schwierigkeiten mit dem *heimlichen Scheitern.* Ich mache die Sache dann mit mir aus und drehe mich oft mit meinen Selbstvorwürfen im Kreise. Ich werde zumindest versuchen, mich auch hier mehr zu öffnen und wenigstens mit meinem Partner über dabei entstehende negative Gefühle zu sprechen.

    Leider ist es oft ein weiter Weg von der Erkenntnis zur praktischen Umsetzung....aber ich bin auf dem Weg und bleibe dran.

    Vielleicht kann jemand von Euch aus diesen Überlegungen etwas für sich mitnehmen 8)

    Einen schönen Tag wünscht,
    Schattenspringer

    Lieber Harry,

    Schön von Dir zu lesen - ich freue mich, dass es Dir gutgeht!

    Zitat

    ich dachte meine beiträge liest eh fast keiner also habe ich es bleiben lassen.

    Das war wohl eine Fehleinschätzung :? Mich hast Du mit Deinen tiefgründigen Beiträgen sehr oft zum Nachdenken angeregt....

    Zitat

    aber mit dem verspechen zukünftig wieder stoff zum nachdenken zu liefern-

    Ich freue mich auf den Austausch mit Dir :D

    Liebe Grüße,
    Schattenspringer(in)