Hallo lieber Lütze!
Danke für Deine Rückmeldung - ich merke, wie so ganz langsam bei mir auch eine *innere Ordnung* einkehrt. Früher habe ich immer versucht, das innere Chaos durch eine scheinbare äußere Ordnung (Auftreten, perfektes Outfit) zu kaschieren. Heute bin ich froh, dass ich diese Verkleidung als Ablenkungsmanöver gar nicht mehr brauche. Ich werde immer authentischer und fühle mich wohl in meiner Haut.
Doch der Weg zur inneren Einkehr und Ruhe ist immer wieder gepflastert durch Rückschläge und Turbulenzen, mit denen ich aber inzwischen besser umgehen kann.
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Meine Tasche für die nächsten 4 Tage meines Suchtkrankenhelferseminars ist gepackt. Mit im Gepäck sind u.a. Regenklamotten für den Streifzug durch die Wälder im Siegerland, da der Wetterbericht viel Feuchtigkeit verspricht Naja, uns Wandersleut und die Funktionsklamotten kratzt das nicht die Bohne 
Vorhin habe ich mal meine Seminarunterlagen neu geordnet und nicht schlecht gestaunt, was wir in den vorangegangenen 2 Blöcken schon alles besprochen haben. Auch diesmal sind die Themen wieder nicht ganz *ohne* Dabei geht es u.a. um
**Das Suchtgedächtnis**
**Die besondere Rolle der Kinder in der Suchtfamilie**
**Alkohol am Arbeitsplatz**
Zum Schluss gibt es noch ein biblisches Rollenspiel *Jesus und der sinkende Petrus*
Die biblischen Rollenspiele - oder besser: die später daraus resultierenden Erkenntnisse- finde ich wirklich spannend. Rollenspielen stand ich bislang eher skeptisch gegenüber und war später umso erstaunter, als es um die Auswertung ging. Es ist schon erstaunlich festzustellen, aus welchen Gründen wir uns gerade bestimmte Rollen auswählen.
Ich habe mich dazu entschlossen, Läppi zu Hause zu lassen und die nächsten 3 Tage mal Forenabstinenz zu üben. Erfahrungsgemäß brauchen die Dinge, die wir tagsüber besprechen und die Inhalte der Randgespräche mit anderen Teilnehmern in der Freizeit auch mal Zeit und Raum, um sich zu setzen. Die letzten beiden Male habe ich mich manchmal schon recht früh am Abend zurückgezogen, um mal für mich zu sein.
Im Kurs entsteht auch durch die Arbeit in Kleingruppen sehr viel Nähe - da ist für mich auch Abstand ganz wichtig, um mich nicht zu überfordern.
Herzliche Grüße,
Schattenspringer