Hallo,
Das war eben schon ein merkwürdiges Gefühl, als ich bei Bernd im Thread und hier die Abschiedsworte formulierte.
Jeder geht seiner Wege ... und manchmal treffen Wege auch wieder zusammen.
Ich erinnere mich noch daran, wie ich 2005 zum Schluss meiner 6 wöchigen Therapie von meinen Mitstreitern dort verabschiedet wurde. Es wurden Adressen ausgetauscht, sogar Tränen sind geflossen. Wieder zurück im Alltag, verändern sich die Schwerpunkte, neue Kontakte werden geknüpft und jeder geht seinen Weg weiter. Heute habe ich zu niemandem dort mehr Kontakt, aber die Zeit, die wir zusammen verbracht haben, war sehr wertvoll für mich.
Anscheinend war der heutige Tag für mich ein Tag des "Loslassens", denn ich habe mich heute von persönlichen Unterlagen getrennt, die Sachverhalte dokumentieren, die 7 und 8 Jahre zurückliegen und mir sehr weh getan haben. Ich habe sie bis heute in einem Umschlag verschlossen im Tresor auf der Arbeit verwahrt.
Heute nun nahm ich sie ein letztes Mal zur Hand, um sie Blatt für Blatt dem Reißwolf zu überantworten. Was ich die letzten Jahre nicht geschafft hatte, ging mir nun sehr leicht von der Hand, denn ich spürte, dass jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist, mich von diesen Dingen zu trennen. Ich brauche sie nicht mehr..... und fühlte mich hinterher wie von einer schweren Last befret.
Es tut gut, sich von Dingen zu trennen, die nicht mehr zu uns und zu unserem Leben passen. Unsere innere Stimme signalisiert uns, wann dieser Zeitpunkt gekommen ist.
Ich gehe erleichtert in ein nicht verplantes Wochenende und lasse die Dinge auf mich zukommen.
RoteLampe