Beiträge von Samsara

    Hallo Legolas,

    Zitat

    Ich war mal Polizeibeamter im höheren Dienst (eines anderen Bundeslandes

    Mensch, wach auf! Du hast Dich ohne Saufdruck zum Trinken "gezwungen"? Gut, das ist/ was Deine Entscheidung. Vielleicht entscheidest Du Dich gleich -statt zum Supermarkt zu gehen, um Dir Nachschub zu holen- zu einem Spazierziergang an der frischen Luft. Der könnte wieder etwas Klarheit in Deine Gedanken bringen.

    Du meinst, wir hier seien alle Sieger? Ich zähle mich nicht dazu. Ich musste mehrfach schmerzhafte Bauchlandungen erleben, ehe ich es endlich kapierte, dass es nur ein Aufhören oder dahinvegetieren gibt.

    Nicht der ist stark, der nie hinfällt, sondern derjenige, der sich wieder aufrafft. Auch Du kannst das - fang damit an und lasse den Sche***-Alk weg :twisted:

    RoteLampe

    Hallo Wasser,

    Zitat

    Mittlerweile hab ich mich an der Kasse schon so geschämt, mit meinen Flaschen, dass ich zwischen den Supermärkten im Umkreis von mind. 10km gewechselt hab um nicht so aufzufallen!

    Stell Dir bloß vor, was Du nun für eine enorme Zeit - und Ernergieersparnis hast, nachdem diese aufwändigen "Beschaffungsaktionen" wegfallen.

    Diese Zeit kannst Du nun zum Brötchenbacken nutzen :wink: Und das Beste: Du musst keine kleinen Brötchen mehr backen....

    LG
    RoteLampe

    Hallo Hoffender,

    Zitat

    Aber meine Startposition konnte ich in dieser Woche verbessern

    Du schriebst, Du *bist Alkoholiker und die Wahrheit tut weh*, aber Du verschließt Deine Augen nicht länger vor dieser Wahrheit. Mit dem Verzicht auf den Alk in den letzten Tagen hast Du in der Tat Deine Startposition erheblich verbessert !

    Nun gilt es, in kleinen Schritten auf diesem noch sehr holprigen Pfad weiterzugehen und dabei stets drauf zu achten, Dich nicht zu überfordern, sondern Dein eigenes Tempo zu finden. Wenn Du wandern gehst, weißt Du sicher, dass Du Deinen Schrittzähler auf Deine individuelle Schrittlänge einstellen musst....

    Setze Dich vor allem nicht unter Druck, indem Du Dir selbst die Garantie abverlangst, nie wieder zu trinken. Natürlich will auch ich nie wieder in damals für mich unerträgliche Situationen kommen und daher nie wieder etwas mit Alk am Hut haben.

    Ich kann aber nicht garantieren, dass ich tatsächlich nie wieder trinke. Ich erneuere daher meinen für mich lebenswichtigen Vorsatz jeden Tag aufs Neue. Lasse jeden Tag das erste Glas stehen, in überschaubaren Schritten von 24 h.

    Ich wünsche Dir zufriedene und trockene 24 Stunden, das ganze Wochenende lang 8)

    Herzliche Grüße,

    RoteLampe

    Guten Morgen Wasser,

    Zitat

    Dann hab ich die Regel auf 3 gelockert usw. Das war so hart, dass ich nach ein paar Tagen jeweils den ultimativen Absturz hatte. Ganz als müsste ich alles Versäumte nachholen.

    Das kenne ich auch zur Genüge. Sobald ich anfing, meine eigenen Vorsätze aufzuweichen nach dem Motto *Ach, ein Gläschen geht doch noch*hatte ich schon die A****karte gezogen und mich ins Aus katapultiert.

    Ich habe es aufgegeben, dem für mich nicht realisierbaren Wunsch des KT nachzujagen. Das kostet zuviel Kraft und unnötige Energie, die ich lieber dazu verwende, auf meinem trockenen und zufriedenen Weg weiter zu gehen. In vielfältiger Weise durfte ich in letzter Zeit erfahren, dass wir damit nur gewinnen können, wenn wir uns für die Trockenheit entscheiden und mit den faulen Kompromissen in Form von KT aufhören.

    Ich wünsche Dir gutes Gelingen beim Brotbacken 8)

    RoteLampe

    Guten Morgen

    heute möchte ich für mich festhalten, dass die ansonsten so "pflichtbewusste" RoteLampe von ihrem guten Vorsatz abgewichen ist, heute früh beim Einsatz ihrer Selbsthilfeorganisation zu helfen...

    Ich hatte in der Dienstagsgruppe meinen heutigen Einsatz bereits davon abhängig gemacht, wie meine körperliche Verfassung nach dem gestrigen Tag aussehen würde. Nachdem ich gestern abend hier noch recht lange geschrieben hatte, um "runterzukommen", bin ich gegen 0.30 Uhr ins Bett und erwachte nach einem angenehmen Schlaf erst gegen 08.00 Uhr.

    Für den geplanten Einsatz der Frühstücksvorbereitung für die Helfer hätte ich um 08.30 Uhr dort sein müssen - meine einzige Bahnlinie fährt an WE nur im 30-Minuten-Takt und ich fahre 30 Minuten dorthin. Schon schlecht! Statt mich abzuhetzen habe ich also dort angerufen und gefragt, ob sie ohne meine Hilfe auskämen, was der Fall ist. Ich habe ganz freundlich darauf hingewiesen, dass mich der Tag gestern wohl doch etwas stärker mitgenommen hätte, als vermutet und ich nun etwas Zeit für meine eigene Regeneration nötig hätte.

    So habe ich -trotz aller Hilfsbereitschaft- auf meine Körpersignale geachtet (Müdigkeit) und Grenzen gesetzt. Obwohl mit schlechtem Gewissen (*du musst doch zu Deinem Wort stehen*) habe ich gemerkt, dass das von den Anderen ohne Wenn und Aber akzeptiert worden ist. Wieder eine tolle neue Erfahrung. Auch wenn ich "NEIN" sage, werde ich geachtet und nicht als Person in Frage gestellt.

    In diesem Sinne hatte der gerade erst angefangene Tag schon eine gute Lektion für mich bereit
    :lol:

    Ich wünsche mir und allen, die hier im Forum aktiv oder passiv mit dabei sind, ein positives und entspanntes Wochenende - auch wenn der Regen ans Fenster prasseln sollte :roll:

    RoteLampe

    Hallo live2008

    Zitat

    Gestärkt in den Gedanken, dass ich mich gut entschieden haben, sich vom Alk zu trennen.
    In dieser Beziehung bin ich als Single besser aufgehoben

    Dem kann ich nur zustimmen. Statt der unfreien Beziehung mit dem Teufel Alkohol ziehe ich das freie unvernebelte Leben als Single vor. In diesem Falle tut Scheiden nicht weh.

    Ein trockenes und zufriedenes Wochenende ohne negative Begleiterscheinungen wünscht

    RoteLampe

    Hallo Ute,

    Du könntest die Liebe, die Du in Dir spürst, dafür einsetzen, Dich wieder aufzurichten und aufzubauen, indem Du so liebevoll mit Dir selbst umgehst, wie Du es mit Deinem besten Freund tun würdest.

    Richte Deinen Fokus auf Dich und tue alles, was Dir guttut. Pflege Dich, verwöhne Dich mit einem wohlriechenden Schaumbad, verpasse Dir eine Frühjahrskur von Kopf bis Fuß, probiere eine neue Haarfarbe aus....

    Wenn Du Dich selbst so annimmst wie Du bist und liebevoll mit Dir umgehst, wirst Du mit einer ganz anderen Ausstrahlung auf andere Menschen zugehen können.

    Ich wünsche Dir ein erholsames Wochenende,

    RoteLampe

    Hallo Espoir, lieber Lütze

    Der Friseur, der mich nur mit langen Haaren kennt, hat sich ganz langsam an die Veränderung "herangeschnippelt" :wink: Erst wollte sie nicht, doch durch mich ermutigt, drehte sie zum Schluss zur Höchstform auf und setzte kräftig ihre Klinge zum Ausdünnen ein.

    Mit dem Ergebnis war ich zufrieden - noch nicht ganz so peppig, wie ich es gerne haben möchte, aber schon ein guter Kompromiss für das Bewerbungsgespräch heute. Hätte ich mich in einem Szeneladen beworben, wäre ich wohl etwas mutiger gewesen :roll::lol:

    Momentan bin ich ziemlich müde und fühle mich wie ein Luftballon, aus dem die Luft rausgelassen wurde, denn nun ist auch die ganze Anspannung wieder verflogen. Der Tag begann heute früh um 05.00 Uhr mit der Fahrt zum Flughafen und ich war so gegen 20.00 Uhr wieder bei mir zu hause.

    Zu dem Gespräch kann ich nur sagen, dass die Verantwortlichen aus einer Vielzahl von Bewerbungen 3 Kandidatinnen (sie wollen ausdrücklich eine Frau) ausgewählt hatten und ich eine davon war.

    Ich hatte eine halbe Stunde vor dem Gespräch so ein leichtes Ziehen in der Magengegend, welches aber bereits bei der sehr freundlichen Begrüßung verflog. Ich saß mit 3 Personen, die mir Fragen zu einigen Bereichen aus meinem beruflichen und persönlichen Bereich stellten, an einem kleinen runden Tisch. Es war recht familiär und unverkrampft.

    Die Fragen habe ich souverän, offen und ausführlich beantwortet. Bei dem Gespräch fühlte ich mich innerlich stark, aber auch irgendwie beschwingt. Ich bin mit dem Wind der Veränderung im Rücken dort aufgetreten und ich bin mir sehr sicher, dass ich mir das vor einigen Monaten noch nicht zugetraut hätte.

    Ich führe die Veränderungen auf die tägliche Arbeit an mir und auf den intensiven Austausch hier im Forum -besonders im geschützten Bereich- zurück. Der Austausch hilft mir, genau hinzusehen, wo ich noch Defizite habe.

    Nun muss ich warten, für wen sich die Verantwortlichen entscheiden und darf dabei gleich etwas üben, welches auch (noch) nicht zu meinen Stärken gehört: das Zauberwort GEDULD

    In kleinen Schritten und mit klarem Kopf geht es weiter - ich freue mich, dass der Tag so gut gelaufen ist!

    Euch wünsche ich ein erholsames und hoffentlich bald sonniges Wochenende (ist an diesem WE nicht Zeitumstellung :?::idea: )

    RoteLampe

    Hallo Espoir,

    auch ich habe mit großer Freude gelesen, dass Du in den letzten Tagen die Früchte Deiner konsequenten Trockenheitsarbeit ernten konntest !

    Dies ist bestimmt auch ein Ansporn für viele, dass es sich lohnt, den Weg der Trockenheit konsequent weiterzugehen, auch wenn es zwischendurch manchmal nicht so "rund" läuft.


    Zitat

    Kennt ihr das: Man durchlebt eine heikle Situation und erst im Nachhinein wird einem bewusst, dass man alles richtig gemacht hat? Im meine das jetzt im Zusammenhang mit Notfallkoffer oder Suchtgedächtnis

    Das ist für mich ein Zeichen, dass Du verinnerlicht hast, worauf es in für Dich kritischen Situationen ankommt. Super!

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Hallo Ute,

    wenn Du seit Februar keinen Alk mehr trinkst, hast Du ja bald die ersten 4 Wochen geschafft. Dies ist doch ein guter Anfang. Du bist auf dem richtigen Weg.

    Wie sieht es sonst aus? Gehst Du in eine reale SHG? Hast Du Dir Unterstützung bei einem Therapeuten gesucht oder gibt es Menschen in Deinem Umfeld, die Dich in dieser für Dich schwierigen Phase begleiten?

    Sicher hast Du Dir ein alkoholfreies Zuhause geschaffen? Gibt es irgendein Hobby, aus dem Du zurzeit Kraft ziehen kannst?

    Viele Fragen....

    RoteLampe

    Hallo Ute,

    auch von mir ein herzlich Willkommen!

    Wenn Du in der Vergangenheit (ich kenne Deine Geschichte nicht) hier schon im Forum geschrieben hast, hast Du sicherlich die Erfahrung gemacht, dass es sehr hilfreich sein kann, hier zu schreiben und Unterstützung zu bekommen.

    Auch für mich wäre es hilfreich zu erfahren, wie lange Du schon trocken bist und wie Du Dir Deinen weiteren Weg vorstellst.

    Schön, dass Du Dir hier weiterhin Unterstützung holen möchtest. Auch wenn es sich momentan alles sehr düster anhört, gibt es Wege aus dem Loch.

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Hallo,

    Heute habe ich mir einen "Wellnesstag" verordnet und hierfür spontan gestern einen Tag Urlaub eingereicht.

    Im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen ich freie Tage ausschließlich zu einem unheilvollen Rendezvous mit meiner Rotweinflasche genutzt und dann den Rest des Tages verpennt hatte, habe ich mir heute früh schon ein leckeres Frühstück mit frischen Erdbeeren und frischer Ananas gegönnt.

    Danach habe ich mich von der unbändigen Energie unseres kleinen Terriers anstecken lassen, der auf unserem Spaziergang neugierig in alle Ecken schnüffelte und vor Energie nur so strotzte. Dieser kleine Kerl ist ein Bündel voller positiver Energie, der ich mich einfach nicht entziehen kann und auch nicht will. Er wirkt wie ein guter Therapeut und Fitnesstrainer auf mich und motiviert mich, wenn ich mal nicht so gut drauf bin.

    Im Moment verändert sich sehr vieles in meinem Leben. Neben der Veränderung in meinem Kopf stehen die Zeichen nun auch auf Veränderung auf meinem Kopfe. Nach längerem Überlegen habe ich mich nun entschlossen, "Haare zu lassen" (Federn hatte ich ja schon vorher genug gelassen). Ich gehe jetzt gleich über "los" und geh`auch nicht zurück 8) , sondern begebe mich direkt in die Hände meines Friseurs.

    Die Idee von live2008, das gesparte "Alk"-Geld auf die Seite zu legen, hatte ich nach meinem Entschluss, die längeren Trinkpausen der Vergangenheit durch eine lebenslange Trockenheit abzulösen, in die Tat umgesetzt. Ich habe täglich 4 EURO auf 2 "Töpfe" verteilt:

    2 EURO in einen Topf, aus dem ich schöne Freizeitaktivitäten mit meiner Tochter bezahle und

    2 EURO in meinen Topf für die Weiterführung meiner Pilgerreise nach Santiago, die ich im September diesen Jahres fortsetzen werde. Mir geht es bewusst darum, diese Reise ausschließlich von dem Geld zu finanzieren, welches ich durch meine Trockenheit gespart habe.

    Heute habe ich mal nachgezählt: 197X2,00 macht 394,--EURO. Damit komme ich dem Ziel meiner Reise ein ganzes Stück näher :)

    Ich wünsche Allen, die noch am Anfang ihres Weges stehen, viel Kraft und Mut. In kleinen Schritten geht es vorwärts

    RoteLampe

    Guten Abend Harald,

    Zitat

    Ich schreibe in einer Chronologie wie wenn ich ich das gerade erlebt hätte.

    Gerade das macht Deine Geschichte so authentisch, die Bilder springen mir geradezu ins Gesicht! Ich musste echt schlucken, als ich den Part mit Deinen Tieren las, denn ich habe selbst einen Hund...

    Heute habe ich in einem Buch gelesen, in dem der Mensch anders als die Tiere, bei seiner Geburt nicht in ein festes Instinktschema eingebunden ist. Dort wurde der neugeborene Mensch mit einem Gefäß verglichen, in das die verschiedenen Sinninhalte "gegossen" werden, die ihn später prägen. Nicht das Gefäß sei schuld, wenn ein Leben gelingt oder nicht, sondern die Inhalte sind es.
    Dies fiel mir ein zu Deinem Satz, dass niemand als Mörder, Krimineller oder Trinker geboren wird.

    Herzliche Grüße,
    RoteLampe

    Guten Abend, Lütze

    Zitat

    Ich höre dann auf mit drüber nachdenken und habe dann 1 bis 2 Tage später dann doch die Lösung ,und meist eine einfache und naheliegende,wo ich früher gar nicht hindachte.

    Das passierte mir auch häufiger, dass ich krampfhaft nach einer Lösung für ein bestimmtes Problem gesucht habe. Erst als ich die Gedankenspirale angehalten und losgelassen habe, fanden sich oft recht simple Lösungswege.

    Ich habe das Gefühl, als ob der eigene Blick manchmal wie mit Brettern vernagelt ist. Dann hilft es mir, durch Denkanstöße von anderen hier aus dem Forum, den Blickwinkel zu verändern und durch die veränderte Sicht neue Wege für mich zu finden.

    Was sagen denn die Leute in der SHG hierzu

    Zitat

    Bei mir gibts keinen.Ich habe einfach nischt da,bin mir aber nicht sicher,ob ich das so durchziehe

    Ich habe vor einer Weile bei mir renoviert: mit Säften, Wasser, Cola und leckeren Snacks für die Helfer. Bier hat niemand vermisst.

    LG
    RoteLampe

    Hallo Bernd,

    derart gedrückt und mit der geballten Kraft des Forums im Rücken kann ich ja gestärkt in die Arena gehen :wink:

    Auf jeden Fall werde ich -mit oder ohne neuen Wirkungskreis- um eine Erfahrung reicher dort wieder rausgehen. Mit dieser Erfahrung kann ich eventuelle Fehler beim nächsten Gespräch vermeiden.

    Ich lasse mich überraschen und bleibe authentisch - das ist der richtige Weg!

    Liebe Grüße,
    RoteLampe

    Hallo Lütze,

    das mit dem Aufschreiben ist eine super Idee. Ich mache es in Form eines Tagebuchs. Hier im geschützten Bereich und in der klassischen Form auf Papier.

    Darüber hinaus habe ich einen Vorschlag eines anderen Forenteilnehmers umgesetzt und habe immer ein kleines Vokabelheft bei mir - in dieses "Schnipselheft" kann ich unterwegs Gedankenfetzen, wichtige Sätze, die mir unterkommen festhalten. So kann ich sie nicht vergessen und kann mich zu einem späteren Zeitpunkt wieder damit beschäftigen.

    Früher ist es mir oft passiert, dass ich eine Äußerung, die ich irgendwo aufgeschnappt hatte toll fand, mich aber später nicht mehr daran erinnern konnte :oops:

    Zitat

    .Da gibts Kleinigkeiten,die ich sonst gar nicht wahrgenommen hätte.

    Lütze, ich denke, dass es oft die Kleinigkeiten sind, die uns den Tag verschönern - ein freundlicher Gruß, ein Lächeln und mein Hund, der mich fast mit einem dreifachen Freudensalto begrüßt, wenn ich heimkomme :lol:

    Schönen Abend wünscht
    RoteLampe

    Hallo Hoffender,

    Du hast Dich hoffnungsvoll auf den Weg aus dem Sumpf gemacht und schon den wichtigsten aller Schritte vollzogen: Du hast den Alk weggelassen und aus Deiner Wohnung verbannt. Dazu herzlichen Glückwunsch! Du bist auf der richtigen Spur :idea:

    Neben den wertvollen Tipps, die andere Dir hier schon gegeben haben, möchte ich Dir zum Thema MPU aus eigener Betroffenheit folgendes sagen:
    Bei mehr als 1,6 Promille ist der Gesetzgeber zwingend verpflichtet, den Führerschein zu entziehen und die Neuerteilung von einer erfolgreich absolvierten MPU abhängig zu machen. Da kannst Du der Fahrerlaubnisbehörde erzählen, was Du willst, denn sie hat in dieser Angelegenheit keinen Ermessensspielraum. Ganz egal, in welchem Bundesland sich die Geschichte abspielt.
    Bei 3 Promille kannst Du davon ausgehen, dass die MPU knüppelhart wird, denn wer bei einer derart hohen Blutalkoholkonzentration noch hinterm Steuer eines Pkw fahrend angetroffen wird, ist "gut trainiert" . Die Behörde geht von einem Normaltrinker aus, der bei unter 1 Promille schon Schwierigkeiten hat, das Zündschloss zu treffen :roll:

    Richte Deinen Fokus zunächst auf eine stabile Trockenheit, die Du hier Schritt für Schritt mit Hilfe des Forums erreichen kannst. Sie hat erstmal höchste Priorität und ist auch später Voraussetzung für eine erfolgreiche MPU.

    Wie Bernd schon in seinem Beitrag geschrieben hat, könntest Du aber schon damit anfangen, Deine Blutwerte in regelmäßigen monatlichen Abständen beim Arzt überprüfen und Dir davon eine Kopie mit Stempel geben lassen. Die Kontrolle kann Dir selbst helfen, eine Verbesserung der Blutwerte als Folge Deiner Abstinenz festzustellen und für die MPU wäre eine kontinuierliche Verbesserung der Werte ebenfalls ein Indiz für Deine Trockenheit.

    Ferner würde ich an Deiner Stelle auch Besuche einer realen SHG und der Gespräche bei Psychologen dokumentieren lassen und später vorlegen. Natürlich solltest Du diese Schritte für Dich -und nicht zur Wiedererlangung des Führerscheins - machen. Dennoch -so meine Erfahrung- kann ein lückenloser Nachweis der von Dir eingeleiteten Schritte später sehr hilfreich sein.

    Vor alledem kommt aber zunächst Deine Trockenheit, da bist Du schon auf dem richtigen Weg.

    Ich wünsche Dir viel Kraft,

    RoteLampe

    Hallo,

    Am Freitag habe ich ein Vorstellungsgespräch im Zusammenhang mit einer für mich sehr interessanten Stelle in unserer Landeshauptstadt.

    Heute habe ich die schriftliche Einladung erhalten, aus der ersichtlich ist, dass sich die Damen und Herren ca. 1 Stunde Zeit für mich nehmen werden. Es geht um die Wurst! Somit habe ich also eine Stunde Zeit, um mich von meiner "besten" Seite zu zeigen :wink: Das dürfte zu schaffen sein, denn ich traue mich inzwischen auch an solche Angelegenheiten wieder mit mehr Selbstvertrauen heran.

    Schaffe ich es nicht, dann weiß ich beim nächsten Mal wenigstens, wie es dort abläuft. Ich kann also nur gewinnen....

    In diesem Sinne,

    RoteLampe (die jetzt die Lichter ausmacht :wink: )

    Hallo Lütze,

    schön, dass Du mich mal besuchen kommst :lol: und lieben Dank für Deine Glückwünsche.

    Ganz so einfach, wie es sich liest, war es für mich aber nicht, die widerrechtliche Mitnahme meiner Reisetasche von der humoristischen Seite zu sehen. Ich war total sauer und hätte am liebsten einen Brüller losgelassen, was aber auch nicht wirklich weiter geholfen hätte :roll:

    Kürzlich hatte ich in einem Buch gelesen, dass durch Humor Stress abgebaut werden kann und wir einer unangenehmen oder uns Angst machenden Situation die Spitze nehmen können, indem wir sie von der "komischen" Seite betrachten. In diesem Falle hatte es tatsächlich gewirkt, denn ich musste bei der Vorstellung schmunzeln, wie der Dieb auf der Suche nach etwas anderem enttäuscht in meiner Unterwäsche wühlt :wink: Danach war ich schon nicht mehr so sauer und habe später die notwendigen Schritte eingeleitet.

    Versuch es doch einmal mal aus, wenn Dich etwas tierisch nervt - kann ja nicht schaden.

    Lieben Gruß,
    RoteLampe

    Hallo Bernd,

    Die tollsten Dinge entwickeln sich oft, wenn wir es am wenigsten erwarten. Nimm es an und freu Dich auf baldige Fahrten "oben ohne" :wink:
    Aber vergiss Dein Käppi nicht.

    Dein Beitrag über Deinen Vater hat mich ebenfalls berührt - vielleicht war es genau der richtige Zeitpunkt, die Vergangenheit loszulassen und zu verzeihen, dass er Dir nicht mehr Liebe zeigen konnte, weil er es selbst nicht gelernt hat.

    Liebe Grüße,
    RoteLampe