Beiträge von Samsara

    Hallo Lena
    Lass hier ruhig Dampf ab :lol:

    Zitat

    Aber kann mir einer sagen warum die Zigaretten hinter einem Gitter sind und der Alkohol für alle zugänglich ist.

    Du hast schon Recht: Der Alk gehört weggesperrt, genau wie die Zigaretten. Ich glaube, in manchen Läden machen die das sogar mit teureren Spritflaschen. Die werden dann hinter Glas verschlossen aufbewahrt.

    Was ich Karneval mache? Ich ergreife die Flucht, wie jedes Jahr. Hier sind traditionell Weiberfastnacht und Rosenmontag dienstfrei (zumindest in unserem "Verein"), so dass ich mit einem Urlaubstag einige Tage wegfahren kann. Sehr wahrscheinlich werde ich mit meinem Partner auf dem Rothaarsteig wandern gehen. Muss das an diesem Wochenende mal mit ihm besprechen.

    Im Zusammenhang mit meiner Aussage oben "Der Alhohol gehört weggesperrt" fällt mir noch eine Kampagne ein, die unsere Stadt an den Karnevalstagen fährt.
    "Keine Kurzen für Kurze" ist die Antwort auf die steigenden Zahl von Alkoholvergiftungen bei Minderjährigen - gerade auch an den jecken Tagen :twisted::twisted:

    Zitat

    Nach den 4 Wochen hat mein Säuferhirn dann realisiert das es auch Metzger gibt die auch Wurst anbieten. Aber auf das nächstliegende kommt man ja nie.

    Sei doch nicht so streng zu Dir :) Ich finde, dass die "Wursttheke ein gutes Beispiel dafür ist, dass frau manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Das könnte auch mir passiert sein :oops:

    Schön, dass es das Forum gibt: hier werden uns Wege gezeigt. Wir entscheiden, ob wir sie gehen :wink:

    Lieben Gruß

    RoteLampe

    Huhu Yvonne,

    wie geht es Dir? Welche Eindrücke hast Du in den letzten Tagen von unterwegs mitgenommen?

    Ich bin heute ziemlich groggy - komme gerade von einem Spanischkurs zurück, der heute begonnen hat. Der Lehrer war etwas chaotisch. Mal sehen, obs besser wird.
    Ich bin nun schon das 3. Jahr mit meiner Freundin auf dem Camino de Santiago unterwegs - mit Spanischkenntnissen läuft es definitiv besser :lol:

    Dir noch einen schönen Abend...

    LG
    RoteLampe

    Hallo,

    Ich bin eben erst nach Hause gekommen und blicke zurück auf einen für mich positiven Tag. Da ich erst noch ein wenig "runterkommen" muss, bevor ich mich ins Bett begebe, reflektiere ich hier noch kurz.

    Mein Wecker hat wie immer um 05.00 Uhr geklingelt. Ich habe den Tag mit einer Kerzenmeditation eingeleitet. Um 06.00 Uhr bin ich mit der Straßenbahn zur Arbeit gefahren (2x umsteigen, leider mal wieder ne Straßenbahn ausgefallen und 20 Minuten Leerlauf - dies war das einzige Ärgernis heute)

    Der Arbeitstag beinhaltete den "ganz normalen Wahnsinn", wie er sich zuzeit täglich abspielt...

    Da wir hier einen wunderbar sonnigen Tag hatten, habe ich in der Mittagspause einen kleinen Spaziergang gemacht und konnte gut abschalten. In der Luft liegt schon eine Ahnung von Frühling und auch die Vögel machen sich wieder bemerkbar 8)

    Bevor ich das Büro verließ, konnte ich von meinem Fenster einen tollen Sonnenuntergang beobachten, den ich mit meiner "inneren Kamera" aufgenommen habe. Ich liebe die Farben des Sonnenuntergangs und habe mich über den Anblick sehr gefreut.

    Am Abend war ich auf einer Karnevalsveranstaltung, die die Schule meiner Tochter ausgerichtet hat. Sie hatte einen tollen Auftritt mit ihrer Abschlussklasse und wollte mich unbedingt dabeihaben. Da auf der Veranstaltung viele Schüler waren, verlief diese weitgehend alkfrei, sonst wäre ich nicht mitgekommen.

    Trotzdem musste ich mal wieder feststellen, dass mir als Nordlicht auch nach über 20 Jahren in der Domstadt das "närrische Treiben" nichts gibt. Wenn es hier ab Weiberfastnacht mit dem kollektiven Besäufnis wieder losgeht, bin ich dann mal weg :lol:
    Ich mache - wie jedes Jahr - Platz für alle die, die extra hierherströmen, um sich das anzutun.

    Nun werde ich mich in Morpheus Arme flüchten und wünsche den Nachteulen noch eine gute Nacht.

    RoteLampe

    Liebe Lena004

    Zitat

    Letzte Woche hatte ich einige Tage einen Hänger. Das wäre früher für mich ein Grund gewesen erst mal richtig zu saufen und mich mit meiner Flasche ins Bett zu legen. Diesmal habe ich durchgehalten und siehe da am Freitag war es vorbei. Jetzt geht es mir umso besser und ich brauche keine Woche Zeit um mich von der Saufphase zu erholen.

    Schön, dass Du Dein Tief ohne Alk überwinden konntest. Auch wenn es vielleicht etwas abgedroschen klingt "Auf Schatten folgt Licht" - deshalb habe ich auch meinen Thread so genannt. Mir erscheint das Licht nach so einer trüben Phase umso heller. Ich bin davon überzeugt, dass die düsteren Tage mit der Tag auch weniger werden bzw. wir noch besser mit ihnen umgehen können.

    Ich schreib morgen nochmal ausführlicher dazu, ist schon reichlich spät.

    LG

    RoteLampe

    Liebe Yvonne,

    Dies ist besonders wichtig für mich:

    Zitat

    Wenn Du kannst,dann gib Dir Momente der Stille.Die Stille gibt mir unheimlich viel.

    Ich mache Yoga und Meditation. Es gelingt mir mit wechselndem Erfolg, die Gedanken einfach ziehen zu lassen. Es gibt allerdings oft Tage, da kann ich das Gedankenkarussell nicht anhalten.

    Den heutigen Tag habe ich mit einer Kerzenmeditation begonnen: in einem dunklen Raum einige Zeit auf die Kerzenflamme konzentrieren und die Gedanken fließen lassen. Mir hilft es.

    Dir noch einen entspannten Abend mit schöner Musik :D

    Liebe Grüße,

    RoteLampe

    Hallo Rainer,

    auch ich würde mich gerne an Eurem Gedankenaustausch beteiligen. Zunächst interessieren mich ebenfalls diese Fragen, die zerfreila schon gestellt hat:


    Zitat

    Wie sieht dieser Kampf konkret aus?

    Wogegen richtet sich dieser Kampf genau und im Einzelnen?

    "Frieden schließen mit mir" kann ich nur, wenn ich mir selbst verziehen habe. Wenn ich eingesehen habe, dass ich die Dinge in der Vergangenheit, die ich zu verantworten habe, nicht mehr rückgängig machen kann. Nicht mehr kämpfen setzt für mich Kapitulation voraus. Solange ich kämpfe, hänge ich auch noch an einer Sache.

    Ich selbst kann nur Frieden mit mir schließen, wenn ich den Kampf gegen mich aufgegeben habe. An dieser Baustelle arbeite ich gerade.

    LG

    RoteLampe

    Hallo Salome,

    hatte versehentlich in meinem Thread auf Deinen Beitrag geantwortet :oops:

    Ich kopiers nochmal hier rein:

    ..dann wird der Nikolaustag für Dich immer ein Denkwürdiger sein

    Den ersten Schritt in die Abstinenz habe ich am 10.9.08 gemacht - diesmal mit dem Vorsatz, auch meine weiteren Schritte ohne den schwankenden Boden Alkohol zu wagen. Für die ersten Tage habe ich mir jeweils einen gelben Punkt in meinen Kalender gemacht. Mittlerweile markiere ich die beendeten Wochen. Ich registriere dann teilweise mit Erstaunen, wie schnell die Woche wieder rumgegangen ist ....

    Vielleicht vergeht die Zeit auch so schnell, weil sie so ausgefüllt ist. Mit Alkohol war es eine endlose Kette von Angst, Antriebslosigkeit und Abscheu vor mir selbst, wenn ich alleine mit mir und meiner Rotweinflasche an den Abenden zu hause vegetierte.

    Es hat viel Kraft gekostet, die Fassade nach außen aufrecht zu erhalten. Ich war die einzige, die geglaubt hat, dass keiner etwas gemerkt hat.

    Dir auch viel Kraft auf dem weiteren Weg

    Liebe Grüße,

    RoteLampe

    Hallo Yvonne,

    ein herzliches Dankeschön für Deinen Willkommensgruß gestern in meinem Thread. Auch in freue mich auf unseren gemeinsamen Austausch - habe in den vergangenen Wochen beim Lesen bei Dir schon viele Denkanstöße mitnehmen dürfen.

    Du hattest irgendwo geschrieben, dass man sich in sich fallen lassen darf. Der Gedanke beschäftigt mich, da es mir allgemein (noch?) schwerfällt mich fallen zu lassen.

    Über den Ausdruck "Wunderfitz" bei zerfreila musste ich auch schmunzeln :lol: - wieder was dazu gelernt !

    LG
    RoteLampe

    Hallo Salome,

    ..dann wird der Nikolaustag für Dich immer ein Denkwürdiger sein :lol:

    Den ersten Schritt in die Abstinenz habe ich am 10.9.08 gemacht - diesmal mit dem Vorsatz, auch meine weiteren Schritte ohne den schwankenden Boden Alkohol zu wagen. Für die ersten Tage habe ich mir jeweils einen gelben Punkt in meinen Kalender gemacht. Mittlerweile markiere ich die beendeten Wochen. Ich registriere dann teilweise mit Erstaunen, wie schnell die Woche wieder rumgegangen ist ....

    Vielleicht vergeht die Zeit auch so schnell, weil sie so ausgefüllt ist. Mit Alkohol war es eine endlose Kette von Angst, Antriebslosigkeit und Abscheu vor mir selbst, wenn ich alleine mit mir und meiner Rotweinflasche an den Abenden zu hause vegetierte.

    Es hat viel Kraft gekostet, die Fassade nach außen aufrecht zu erhalten. Ich war die einzige, die geglaubt hat, dass keiner etwas gemerkt hat.

    Dir auch viel Kraft auf dem weiteren Weg

    Liebe Grüße,

    RoteLampe

    @ All

    nochmals herzlichen Dank für Eure ermunternden Beiträge :D

    So klar und strukturiert, wie es hier scheinen mag, bin ich nicht immer (zumindest habe ich mitunter Probleme, meinen Gedankensalat im Kopf zu ordnen).

    Der regelmäßige Austausch hier wird mir helfen, meine Baustellen der Reihe nach zu beackern.
    Ich muss noch viel Ballast aus meinem Rucksack entfernen, dann geht es sich leichter :wink:

    Ich werde nach meiner Freischaltung wohl verstärkt im "geschlossenen" Bereich schreiben, schaue aber auch gerne hier rein.

    Für heute werde ich mich erstmal mit einem spannenden Krimi zurückziehen und vor dem Schlafengehen diesen Tag Revue passieren zu lassen. Er war ausgefüllt und stimmig...

    Allen einen ruhigen und entspannten Schlaf,

    RoteLampe

    Hallo Lena004,

    auch Dir lieben Dank für Deine Antwort in meinem Thread.

    Ich denke, dass mir vor allem das Tagebuchschreiben sehr helfen kann. Bisher habe ich immer mein klassisches TB geführt, was auch hilft, die Gedanken zu strukturieren.
    Hier erhoffe ich mir -vor allem durch kritische Beiträge - wo ich bei mir noch genauer hinschauen muss :oops:

    Liebe Grüße,

    RoteLampe

    Hallo Backmaus,

    danke für Deinen Willkommensgruß!

    Ich bin jetzt seit fast 22 Wochen trocken - das ist noch nicht so lange, aber eine gute Basis , weiter auf diesem Weg zu bleiben. Bisher spukte der Alk zwar ab und zu durch meine Gedanken, aber ich konnte diese mit viel Tee "runterspülen". (ein guter Tipp, den ich durch das Lesen in diesem Forum bereits umsetzen konnte)

    Ich habe nicht das Gefühl, auf etwas zu verzichten. Ich wollte so vernebelt nicht mehr weiterleben.

    Heute sagte mir jemand, dass Alkohol (s)ein Lebenselixier sei. Ich antwortete: "für mich ist es ein tödliches" Gift. An diesem Punkt war die Unterhaltung dann beendet - nicht unbedingt ein Verlust :lol::lol:

    Liebe Grüße,

    RoteLampe

    Hallo,

    ich habe mich schon vor einer Weile hier angemeldet und bisher nur gelesen. Aus den Beträgen habe ich in den letzten Monaten viele wichtige Denkanstösse für mich mitgenommen. Dafür herzlichen Dank.

    Ich bin die RoteLampe, 47 Jahre alt, Co-Abhängig und Alkoholikerin, geschieden, ein fast volljähriges Kind. Ich war 16 Jahre lang mit einem gewalttätigen Alkoholiker aus einem anderen Kulturkreis verheiratet und konnte mich im Jahre 2003 endlich trennen. Stetig steigender Alkoholkonsum hat es mir "ermöglicht" so lange in dieser unwürdigen Situation zu verharren.

    Ich habe im Jahre 2005 eine stationäre Entwöhnungsbehandlung (6 Wochen) und eine anschließende ambulante Nachsorge absolviert. Dies weniger aus eigener Einsicht, sondern auf Druck meines Arbeitgebers.

    Bei mir bedurfte es diverser Rückschläge nach längeren Trinkpausen, bis ich mich vom Märchen des "kontrollierten Trinkens" verabschiedet habe. Bei mir zumindest funktioniert es nicht.

    Im Grunde konnte ich das Rüstzeug, das ich schon eine ganze Weile in meinem "Koffer" habe, erst im Jahre 2008 für mich annehmen und auch anwenden.

    Ich bin nun seit 21 Wochen trocken und fühle mich gut dabei. Ich möchte meinen weiteren Weg mit klarem Kopf und klaren Gedanken weitergehen, habe in den letzten Woche schon einige dickere Brocken ohne Alkohol aus dem Weg geräumt.

    Ich gehe in eine SHG, in der ich mich angenommen fühle und offen über das sprechen kann, was mich bewegt. Ich habe seit 2 Jahren einen Partner (Fernbeziehung), der überhaupt keinen Alkohol trinkt - unsere Wohnungen sind alkfrei.

    Ich führe seit Jahren Tagebuch und möchte dies hier im Forum weiterführen, da ich mir Anregungen, Denkanstösse und vor allem Korrekturen erhoffe. Meine "Baustellen" sind:

    -Arbeit am Selbstwertgefühl

    -Bei allem, was ich tue, noch mehr auf mich zu schauen

    -meine Grenzen für mich definieren und dies auch gegenüber Anderen durchsetzen

    Aus Datenschutzgründen möchte ich mich gerne für den geschlossenen Bereich anmelden und dort den Austausch weiterführen.

    _____________________________________________________________
    Den obigen Text habe ich aus dem Vorstellungsbereich kopiert und freue mich auf den Austausch mit Euch.

    Heute hatte ich an einer schönen Wanderung im Bergischen Land teilgenommen. Es hat mir sehr gut getan. Die Sonne hat uns verwöhnt, obwohl der Boden zum Teil noch gefroren war.

    Ich freue mich, dass ich wieder mit allen Sinnen genießen kann, hatte ich doch in meinem "vorherigen" Leben zum Schluss die meisten Wochenenden mit meiner besten Freundin -der Rotweinflasche - im Bett verbracht :twisted:

    Danke fürs Lesen,

    RoteLampe

    Liebe Yvonne,

    ich bin neu hier und habe mich gestern vorgestellt. Allerdings lese ich schon seit längerer Zeit Deinen Thread.

    Deine Beiträge strahlen eine Ruhe, Gelassenheit und Abgeklärtheit aus, die mich schon manches Mal auf meinem Weg begleitet hat.

    Da möchte ich hin - ich weiß, es ist noch ein weiter Weg...

    Vielen Dank, dass ich an Deinen Gedanken teilhaben durfte. :D

    Liebe Grüße,

    RoteLampe