Beiträge von sunmoon

    Hallo Jürgen,

    gerade dieses dran bleiben an mir muss ich erst lernen.Denn ich habe mich schon immer lieber mit anderen beschäftigt,als mit mir selbst.War einfacher und aus heutiger Sicht auch bequemer.Es klingt blöd,aber erst seit diesem Forum hier,sehe ich das alles auch als Krankheit.Vorher wars für mich einfach Schwäche.

    LG sunmoon

    Hallo Andreas,

    ich danke dir für deine Worte,die so wahr sind.
    Heute sehe ich es so,dass ich diesen Tiefpunkt wirklich brauchte.
    Und auch wenn ich doch noch ganz am Anfang stehe,sehe ich schon jetzt jeden Tag kleine Veränderungen an mir.
    Ich habe viel hier im Forum gelesen,auch Dinge,die mir schon von Ärzten bekannt waren,aber ich kann es erst jetzt für mich annehmen und umsetzen.
    Auch dir wünsche ich weiterhin alles Gute,LG sunmoon

    Hallo Biene,

    in letzter Zeit habe ich sehr viel aus dem Forum für mich mitgenommen.Ansonsten halt Suchtberatung und Psychologin,wobei ich das oft schleifen liess,sobald es mir besser ging(altes Verhaltensmuster-das schaffst du auch allein).Ich habe auch schon überlegt,in den geschlossenen Bereich zu wechseln.Ansonsten plane ich für mich eine LZT.Von meinem AG habe ich die Zusicherung,dass mein Job bleibt.
    Wie geht es dir im Moment?
    LG sunmoon

    Hallo,
    seit einer ganzen Weile verfolge ich nun schon dieses Forum.Nachdem ich lange im Internet gestöbert habe,bin ich endlich darauf gestossen und total froh darüber.
    Bis jetzt hab ich mich sehr schwer getan,mich hier vorzustellen.Zum einen,weil ich nicht wusste,wie ich anfangen sollte und zum anderen,weil ich mir erst sicher sein wollte,dass ich diese Art der Hilfe für mich auch wirklich möchte und annehmen kann.
    Im Moment sind meine Gedanken noch sehr durcheinander und ich möchte mich jetzt schon dafür entschuldigen.
    Vor genau einem Jahr habe ich eine stationäre Entgiftung gemacht.Ich bin damals allein in die Klinik gegangen,weil ich nicht mehr weiter wusste.Ich muss dazu sagen,dass ich schon ein ganzes Jahr lang psychologische Hilfe in Anspruch genommen habe,die mich aber nicht weiter gebracht hat.Aus heutiger Sicht denke ich,dass ich mich nie richtig darauf eingelassen habe.
    Nach der Klinik ging alles wieder seinen normalen Gang,Arbeit,Haushalt,Kinder.Ich war echt so blauäugig,zu glauben,es reicht,wenn ich mal eben nix trinke und gewisse Feierlichkeiten meide.Wollte,wie immer alles allein schaffen und mit mir ausmachen.
    Anfang des Jahres fing dann alles wieder von vorne an,mal ein Glas...aus dem sind dann viele geworden....
    Anfang Juli merkte ich,dass es nicht mehr ohne geht.Ein Wunder,dass ich meine Arbeit noch geschafft habe,denn eigentlich drehte sich alles nur noch um diesen sch... Alk.
    Ich hab am gleichen Abend mit meinem Freund geredet und ihn wohl auch ziemlich geschockt,als ich ihm sagte,dass ich nicht mal nur n Problem mit Alkohol hab,sondern abhängig bin.Wir haben meinen Entzug dann irgendwie richtig geplant.Ich wusste ja,dass ich ohne nicht arbeiten kann,also musste ich warten,bis ich frei habe.
    Es war die Hölle mit allem was man so hört,ohne ihn hätte ich das nicht durchgestanden.Aber ich glaube auch,dass ich einen unheimlichen Willen entwickelt habe,das durchzustehen.
    Das ist jetzt genau 26 Tage her,also noch ganz am Anfang.Ich weiss,dass jetzt die eigentliche Arbeit beginnt.Eigentlich schlimm für mich,dass erst ein Jahr vergehen musste,bis ich das verstanden habe.Vorher hätte ich aber warscheinlich auch gar keine Hilfe angenommen.
    Das Schreiben hat mich jetzt doch sehr aufgewühlt,deshalb solls das erst mal gewesen sein.

    Hallo Live,

    so blöd es klingt,aber ich habe sie gelassen,obwohl ich nervlich am Ende war.Ich weiss selber,wie es ist,wenn die Mutter trinkt.Da entsteht viel Hass,aber vor allem Ohnmacht.Da braucht es verdammt viel Zeit,wieder Vertrauen aufzubauen.Und ich denke,dass du euch diese Zeit geben solltest.
    Dein Sohn ist jetzt 17,er könnte also eh in einem Jahr ausziehen.Er musste doch auch reif genug sein,dein trinken zu ertragen.
    Ich hoffe,du verstehst,wie ich das meine.

    LG sunmoon

    Hallo Live,

    ich hoffe,du verstehst mich nicht falsch und auch ich möchte dir nicht zu nahe treten oder mich rein hängen.Aber hast du mal versucht,das alles aus der Sicht deines Sohnes zu sehen?Kinder gehen durch die Hölle,wenn Eltern trinken.Dein Sohn hat erst jetzt,wo er dich nüchtern erlebt die Chance,an dich ran zu kommen und seine Wut raus zu lassen.
    Ein Auszug seinerseits in eine Wohngruppe könnte auch eine Chance für euch sein,euch wieder aufeinander zu zu bewegen.
    Ich selbst bin Alkoholikerin und wie ich inzwischen weiss auch Co.

    Ich wünsch dir einen weiteren trockenen Tag und das du genug Kraft aufbringen kannst für die nächste Zeit.

    LG sunmoon