na hoffentlich wirds jetzt nicht zu lang...
mein erster kontakt überhaupt zu ner gruppe entstand durch meinen ex.
dafür bin ich ihm heute sehr dankbar.
er hat ja sein problem erkannt und ging deshalb zu aa.irgendwann vor 4 jahren bin ich dann mal mitgegangen wenn offenes war.
als erstes hat mich der ganz offene herzliche umgang berührt. die begrüssung mit umarmung, das ist ein gefühl des angenommen sein.
es gibt keine unterschiede zwischen diesen menschen. egal ob anwalt , doktor,angestellter oder arbeitsloser.alle haben das gleiche problem und nur darum geht es.
die ersten meetings war ich nur zuhörer.vieles gesagte hat mich emotional ganz schön berührt und mich manchmal auch ganz schön aus der bahn geworfen.in diese zeit so ca über 1 jahr hat sich die verbindung zu einigen dieser menschen aa und angehörigen sehr intensiviert.sprich ich habe für mich einen ganz lieben und engen freundeskreis aufgebaut.
dann ging ich weiter aber nicht regelmässig in verschiedene gruppen.in dieser zeit konnte ich langsam meinen hass gegen meinen partner abbauen, weil ich ganz viel über alkoholismus gelert habe. ich hatte ja auch die meinung das sich ein alki hinter der krankheit alkoholismus versteckt.
heute kann ich annehmen das es eine krankheit ist.
ich kann es zwar nicht nachempfinden, da ich kein alki bin aber ich kann es jetzt besser verstehen, da ich viele reden gehört habe und weiss wie schwer es ist von der sucht los zu kommen.
in dieser zeit habe ich langsam begonnen mich zu verändern, das kam ganz automatisch, mein lerprozess hatte begonnen.
ich konnte damals meinen partner zwar noch nicht loslassen, aber meine verhaltensweisen haben sich schritt für schritt verändert.wenn er rückfällig wurde habe ich nicht mehr mir die schuld gegeben.
ich habe auch nicht mehr rumgeschrien und getobt weil ich begriffen habe das das alles nur noch schlimmer macht. ich will mal sagen das ich versucht habe gelassener zu werden und das langsam auch funtioniert hat.
trotz allem erleide ich auch rückfälle.da der kontakt zu den freunden nun sehr eng geworden ist, ich kann sagen ich empfinde es wie eine grossfamilie,habe ich viel unterstützung.alleine nur einen zuhörer zu haben der mich versteht da er es selber kennt ist mir sehr hilfreich.
wir unternehmen einiges zusammen und so haben wir uns ganz gut kennen gelernt.da kommt dann am abend mal ein anruf und du wirst nach deinem befinden gefragt weil man einen tag vorher das gefühl hinterlassen hat das es momentan nicht so gut ist.so gut kennt man sich dann schon,
seit ca. einem halben jahr gehe ich nun regelmässig 1x die woche ins meeting und langsam kann ich nun auch schon im meeting sprechen,ich fange an zu wachsen.
mir tut das sehr gut und ich bin noch immer dabei kleine schritte nach vorn zu machen.man lernt immer wieder dazu und das wird auch nicht aufhören.
so, das ist mein weg, hoffe konnte dir damit witer helfen.
g l g pandora