Beiträge von Blaubaerchen

    Danke lieber fliegende Stern,

    es ist wirklich schwer, sich fallen zu lassen. Diese Angst davor, zu versagen - ich meine auch mein eigenes Versagen, dass ich evtl doch nicht fest halte an meinen Vorsätzen wie sooft vorher - bedrückt mich und ich kann das schöne am Alltag nicht wirklich genießen.

    Wir haben die letzten Abend sehr ruhig mit einander verbracht und ich kann sagen, dass ich mich wohl und geliebt gefühlt habe. Heute ist aber schon Mittwoch... Das Wochenende rückt immer näher und damit Konfrontation unweigerlich.

    Schon alleine die Tatsache, dass ich ihm wahrscheinlich erklären muss, wo ich Freitag abend hin gehe... Aber er wird mich nicht davon abhalten können...

    Ja, es ist nicht einfach und wahrscheinlich auch nicht die Endlösung, aber ein Zwischenstand. Ein anderer Weg, als den ich bis jetzt eingeschlagen habe.

    Von ihm muss ja noch nicht mal direkt die Frage kommen, wann wir denn wieder zusammenziehen oder ähnliches. Allein die Tatsache, dass er mir Wohnungen zeigt und erwähnt, dass es nur was für uns beide wäre und sie mir gefallen würde, setzt mich schon wieder so unter druck. Ich bestehe und bleibe dabei, dass wir erstmal getrennte Wohnungen haben, auch wenn ich es gerade so genieße, dass er bei mir ist.

    Ich wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag, hoffe bei dir schaut auch heute die Sonne mal raus :)

    Dein Blaubärchen

    Liebe Nicole,

    witzig! Ich hab an Dich gedacht, als ich mich auf den Weg gemacht habe! :)

    Es tat wirklich gut dorthin zu gehen und ich kann es nur empfehlen.
    Wie läuft es bei Dir und Deinem Freund? Ward ihr schon zusammen in einer Therapiestunde?

    Ich mache einen kleinen Schritt nach dem nächsten, und bin mir sicher, irgendwann bin ich wieder 100% glücklich!

    Danke für deine tollen Worte! Du hast soooo Recht!

    Dicke Umarmung zurück!

    Dein Blaubärchen

    Liebe Tina,

    ich weiß nach so vielen vergeblichen Trennungen, dass ich einfach noch nicht bereit bin für diesen Schritt. Ganz verstehen tue ich mich selbst nicht, aber dieses ewige Hin- und Her hat mir gezeigt, dass ich nicht hinter der Trennung stehe. Jedenfalls noch nicht...

    Diese "Bedingungen", die ich mir und ihm jetzt stelle, sollen mir helfen, mich von dieser ganzen Problematik zu distanzieren und Ruhe zu finden. Damit meine Gedanken nicht immer um die gleichen Themen kreisen - trinkt er wieder zu viel? Wo ist er? Wann und wie kommt er nach Hause? Da kann man doch nicht ruhig schlafen!

    Ich weiß, dass es schwer wird diese Bedingungen einzuhalten, denn er wird das nächste Mal wieder in meiner Wohnung stehen und ich MUSS dann hart sein und ihm den Schlüssel weg nehmen - Für mich! Aber ich hoffe, dass mir das einfacher fallen wird als sofort die absolute Trennung.

    Dass ich auf Dauer diese Beziehung so nicht weiter führen kann, ist mir klar. Ich hoffe, dass er dadurch, dass ich diesen ersten Schritt mache, an einem Punkt kommt, an dem auch er eine andere Richtung einschlagen muss. Zwangsläufig wird das wohl passieren. Und dann kommt es darauf an...
    Entweder wir werden dann doch getrennte Wege gehen, oder ... ich weiß nicht. Ich will nicht zu weit in die Zukunft schauen und hoffen.

    ICh sehe nur noch bis zum nächsten Tag und so weiter. Das hilft mir und es bringt Ruhe in die Beziehung.

    Was deine Situation angeht - versuche dich wieder zu finden. Bleib am besten stark und bei Dir! Ich weiß, das ist leichter gesagt als getan. Aber dieses Hin- und Her tut nach einiger Zeit mehr weh und verursacht richtige Schäden in Dir (wie ich schmerzlich erfahren musste) und zerstört womöglich alle Hoffnung auf eine eventuelle zukünftige Beziehung mit deinem Partner. Erst muss er sich helfen.

    Danke für Deine Wünsche und ich sende Dir ganz viel Kraft zurück1!

    Dein Blaubaerchen

    Liebe Lolli,

    um auf deine Frage zu antworten:

    Wir lassen sie nicht fallen. Wir können ihnen nicht professionell helfen, dafür gibt es die richtigen Menschen, die erfahren darin sind. Wenn er sich helfen lassen will, dann sag ihm, er soll in eine Therapie gehen.

    DU kannst ihm nur helfen, indem Du nichts für ihn machst. Er muss seinen persönlichen Tiefpunkt erfahren. Ich habe in meiner ersten SHG-Stunde, die ein offenes Treffen war, von den trockenen Alkoholikern gehört, dass ihre Lebenspartner genau das richtige getan haben, indem sie nichts getan haben!

    Sei stark und lass ihn nicht wieder bei dir einziehen! Nutze diese Distanz für Dich, damit es dir besser geht und du ruhe finden kannst.

    Es wird immer deine Entscheidung sein, aber nutze hier das Forum und die Erfahrungen der anderen.

    Und laß Dir helfen! Das hilft auch deinen Kindern!

    Blaubärchen

    Liebe Martigro,

    um ganz ehrlich zu sein, ja, du bist krank. Das ist nicht böse gemeint. Alle hier haben das erlebt, was du erlebst. Auch ich kenne diese Gefühle, die Du jetzt empfindest!

    Ich habe mich mehrere Male von meinem Freund getrennt, bin wieder mit ihm zusammen - das erste Mal unter den gleichen Umständen wie Du - hab mir eingeredet, ich könne ihn nicht ändern und es aber hinnehmen, dass er so ist wie er ist. Dass er trinkt. Es hat nicht geklappt, weil er aggressiv und kriminell wurde. Wieder die Trennung. Die neue Beziehung unter einer neuen Voraussetzung. Kein Trinken mehr - hat nicht lange angehalten... So geht das nun schon 1 1/2 Jahre. Ja, wir sind krank.

    Erst wenn WIR das realisiert haben, können wir uns helfen lassen. Bei diesem Schritt bin ich gerade.

    Es bleibt deine Entscheidung, was du machst, aber überlege es dir gut. Verinnerliche noch einmal die schlimmen Momente, weswegen Du diese räumliche Trennung wolltest!! Kannst du wirklich damit leben? Können deine Kinder damit leben?

    Er hat sich für den Alkohol entschieden. Knall hart gesagt: Das ist ihm wichtiger als Eure Liebe und die Familie.

    Auch eine Erkenntnis, die mir gerade hilft: Alkoholiker brauchen ihren persönlichen Tiefpunkt, damit sie gesunden. Wir co-abhängige Partner zögern diesen Punkt immer weiter hinaus. Wir helfen ihnen, weiter abhängig zu sein, dadurch, dass wir weiter da sind.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Selbstfindung!

    Lies die Beiträge hier und du kannst viel lernen. Laß Dir helfen, wenn du soweit bist, und geh in eine Selbsthilfegruppe! Kann ich nur empfehlen. Du wirst mit offenen Armen empfangen und kannst Freunde finden, die dich verstehen und dir helfen.

    Blaubärchen

    Ich hatte schon ganz vergessen, wie gut es tut, einmal mit einer guten Freundin über alles zu sprechen, den Kopf vom Winter frei zu kriegen und den Anblick der verschneiten Landschaft zu genießen. Wahnsinn :)

    Das was ich mir vorgenommen habe ist nicht unmöglich. Ich denke es läßt sich leichter einhalten als die absolute Trennung und der Gedanke, den Menschen, für den man so viel empfindet, komplett zu verlieren. Seine Entscheidungen und meine Entscheidungen. Keine Zwänge mehr, die aus dem Verhalten des anderen resultieren. Das nenn ich Freiheit!

    Ich hoffe, dass mich die frische Luft jetzt nicht zu sehr benebelt hat und ich einen Höhenflug habe, bei dem ich nicht mehr realistisch denke.

    Ich hoffe es ist ein neuer Weg, der sich für mich öffnet. Nicht mehr direkt konfrontiert werden. Abstand von dem betrunkenen Menschen!

    Meine Träume, mein Leben. Ich arbeite darauf hin.

    Danke, dass es euch alle gibt. Ich fühle mich manchmal so stark mit euch verbunden, leide mit, wenn Ihr einen Tiefpunkt habt. Fühle mich verstanden und getröstet, wenn ich eure Antworten lese. Als wenn wir uns schon ewig kennen... Ziemlich verrückt :)

    Ich wünsche euch einen ruhigen, emotional friedlichen Sonntag!

    Euer Blaubärchen

    Liebe Sinnesrausch,

    wie war das nochmal mit dem narzistischen Menschen?

    Ich kann dich sehr gut verstehen. Dieses Spiel - mal dich ranlassen an sein Herz, dann wieder plötzlich weg stoßen. Eine lockere Beziehung haben wollen, keine Verpflichtungen - immer nur nehmen! Das kann nicht funktionieren!

    Du hast das richtige gemacht und mach dir keine Sorgen um ihn. Es sind seine Entscheidungen. Wenn er ohne Alkohol leben will und es wirklich verstanden hat, dann ist das zwar eine schwere Probe für ihn, aber er kann es meistern. UNd wenn nicht, dann sei froh, dass Du es nicht erfährst. Das er dir nicht mehr schreibt, denn dann beginnt dein Leiden von neuem.

    Es ist schwer, still zu halten, keinen Kontakt zu haben. Das habe ich nie geschafft, aber ich nehm mir ein Beispiel an Frauen wie Dir!!! Du hast es so richtig gemacht in den letzten Wochen!

    Bleib stark, schreib dir die Gedanken von der Seele, lieber hier als wenn Du ihm schreibst. Wir werden nie genug von deinen Gedanken haben oder genervt sein!!! Dafür kenne wir dieses Gefühlsauf- und ab zu gut selbst!

    Ich wünsche dir Stärke und Kraft, dieses "Sonntagstief" gut zu überstehen!

    Dein Blaubärchen

    Hallo Ihr Lieben,

    erstmal danke für eure Worte! Sie sind wahnsinnig hilfreich.

    Ich bewege mich gerade auf dünnem Eis, aber auf einem neuen Weg. Das Treffen bei der SHG und den Flyer, den ich mitgenommen habe, haben mir schon in meiner Wahrnehmung richtig geholfen. Die 3 Akte des Alkoholikerkarussels und die drei Person - vereinigt bei mir in einer: die Hilfreiche, der Leidtragende und der Herausforderer. Ja, ich sehe, was ich alles falsch gemacht habe und wie typisch das alles war.

    Ich will aus diesem Karussel raus und ich habe Entscheidungen getroffen. Die Kraft mich zu trennen habe ich noch nicht, und die Worte, dass in Liebe los lassen nicht gleich Trennung bedeuten, haben in mir Zweifel gehegt, dass es vielleicht noch einen anderen Ausweg gibt. Aber meine Entscheidungen waren, dass ich ihm gesagt habe, ich will nicht, dass er betrunken in meine Wohnung kommt. Dann soll er irgendwo anderhin gehen. Wenn er trotzdessen macht, nehme ich ihm die Schlüssel ab. Die Klingel wird in der Nacht abgestellt, so dass ich Ruhe finden kann. Die großte Entscheidung für mich war, dass ich akzeptieren werde, dass er wieder trinkt. Keine Diskussionen und Szenen mehr was das betrifft. Dürfte ja dazu auch nicht mehr kommen, wenn er sich an die erste Regel hält. Außerdem werde ich ihn in seinem Tun nicht mehr unterstützen indem ich ihm Geld leihe, dass er dann doch nur fürs Trinken ausgibt. Das habe ich ihm gestern gesagt. Mal sehen, wohin es führt.

    Ich fühle mich beruhigter. Es liegt jetzt in meiner Hand, wie nah ich das alles an mich ran lasse. Und ich werde weiterhin zu der Gruppe gehen. Ja, ich bin mir sicher das hilft mir!

    Danke an alle und einen wunderschönen verschneiten Sonntag! Geh jetzt erstmal mit meiner Freundin einen Winterspaziergang machen :)

    Hab euch alle lieb und umarme euch ganz doll!

    Auf dass die Träume wahr werden - wie auch immer!

    Euer Blaubärchen

    Lieber fliegende Stern,

    ich freue mich sehr darüber, von dir zu lesen wie gut es dir geht. Es tut mir leid mit deinem Vater.

    Du gibst mir Hoffnung, dass auch ich irgendwann einmal das Licht am Ende des so dunklen Tunnels sehen werde.

    Wenn ich dir durch meine geschriebenen Worte helfen konnte, freue ich mich noch mehr! Ich bin auch gerne weiterhin da und verfolge dein Leben, wenn Du es möchtest :)

    Einen wunderschönen Abend weiterhin.

    Dein Blaubärchen

    Ich zweifle an allem was ich tue. Ich weiß nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Ich habe Angst, mich im Spiegel zu betrachten und mich nicht mehr wieder zu erkennen.

    "Nicht dieses Mal. Das musst du nicht tun. Es wird kein nächstes Mal geben".

    Nein? Warum soll ich das glauben, nachdem es schon so häufig passiert ist? Was muss noch alles geschehen, damit ich das Recht habe, diesen Schritt zu machen? Was, damit ich ihn endlich los lassen kann?

    "In Liebe fallen lassen" bedeutet nicht gleich Trennung. Aber was dann? Nichts mehr für den anderen zu tun, ihn nicht mehr unterstützen. Was ist, wenn er es sich einfach nimmt, was er braucht von mir. Zum Beispiel Geld? Ohne meine Erlaubnis? Wie kann ich das denn noch verhindern? Ich verstehe diese Worte dann nicht mehr. Wenn ich weiterhin bei ihm bleibe, wird er es nie verstehen. Er wird nie seinen "Tiefpunkt" erreichen, um eine Wende einzuleiten. Um endlich auf den richtigen Weg zu kommen. Weil er sich immer bei mir verstecken kann. Und wenn ich ihn nicht mehr unterstütze, kommt es zum Streit. Das hilft der Beziehung auch nicht weiter.

    Ich sehe einfach keinen anderen Ausweg mehr. Ich liebe ihn, von ganzem Herzen, aber mit dieser Seite von ihm kann ich nicht umgehen, Ist er alkoholisiert, ekelt er mich an. Sein gelalltes Reden, seine aggressive Artikulierung.

    Und am nächsten Tag bzw. nach dem Aufwachen soll alles wieder so sein wie vorher? Ich soll ihn nicht so ernst nehmen, es ist ja nichts schlimmes passiert. Was machen wir heute schönes zusammen? Das kann ich nicht. Ich habe kein einziges Wort vergessen, das er in den letzten drei Jahren zu mir gesagt hat. Und trotzdem glaube ich ihm, wenn er mir sagt er liebt mich... will es einfach glauben. Als Rechtfertigung vielleicht, dass ich solange bei ihm war?

    Ich kann einfach nicht mehr und alleine schaffe ich es nicht.

    Liebe Grüße an alle da draußen!

    Blaubärchen

    Lieber fliegender Stern,

    ja, es tut gut wieder hier zu sein. Mit einem neuen Tiefpunkt für mich - wieder einmal. Aber auch mit der neuen Chance, einen anderen Weg einzuschlagen.

    Ich bin sogar etwas stolz auf mich. Ich war heute das erste Mal bei einer SHG. Die Herzlichkeit dort, wie man einfach so aufgenommen wird und offen über alles geredet wird... man muss nur zuhören können. Ich habe mich noch nicht getraut etwas zu sagen, aber mir wurde die Angst genommen, es zu tun.

    Schön, dass ihr noch hier seid!

    Euer Blaubärchen

    Hallo Ihr Lieben,

    ich bin heute mal wieder zu der Erkenntnis gekommen, dass sich alles wiederholt. Die gleichen Versprechen, die gleichen Kompromisse und Abschwächungen der Versprechen und schlußendlich das Brechen der Versprechen. Vertrauen kann sich so nicht wieder aufbauen, wenn man sieht, dass sich eigentlich nichts ändert...

    Ein ewiger Kreislauf, das ist mir bewußt. Nur wohin soll ich gehen? Ich muss diesen Kreislauf durchbrechen, muss mal das typische Verhalten von mir ändern, wenn er es denn schon nicht macht!

    Aber heißt das dann nicht "aufgeben"? Ich bin kein Typ Mensch, der einfach so aufgibt. Einfach so... naja, das ist es natürlich auch nicht. Drei Jahre Kampf sind eigentlich schon viel... Und ich bin einfach nur schwach im Moment. Schwach und krank... hab ich jetzt die Kraft, auszubrechen und es auch durchzuhalten? Mache ich das richtige, wenn ich ihn aufgebe?

    Ich weiß, ihr seid da draußen irgendwo und könnt mich verstehen. Das tröstet mich. Jetzt muss ich Kraft sammeln um den Vorwürfen widerstehen zu können, die er mir machen wird. Vorwürfe wie ich hätte aufgehört, ihn zu lieben. ICh würde alles weg schmeißen, dabei ist ja nichts passiert. Und ich muss versuchen, ihn einfach reden zu lassen. Nicht an meine Gefühle für ihn denken und den Drang ihm zu widersprechen und ihm zeigen zu wollen, wie sehr ich ihn liebe... Das will er damit nur erreichen. ICh muss lernen, dass ich nicht immer das bekomme, was ich mir wünsche, denn in Beziehungen spielt auch der Partner mit und trägt Verantwortung, wie die Beziehung abläuft.

    Ich will nicht daran kaputt gehen!!! Es tut mir jetzt schon weh, ihn wegschicken zu müssen, aber ich will nicht, dass es wieder so schlimm wird wie vorher. Dass wieder furchtbare Sachen geschehen, ich mir noch schlimmere Worte von ihm anhören muss...

    Drückt mir die Daumen!

    Euer Blaubärchen

    Liebe Nicole,

    es ist mir total unangenehm, aber nein, ich war gestern nicht in der Gruppe. Es sieht wie eine Ausrede aus, aber es ist leider so, dass mich eine dicke Erkältung erwischt hat und ich krank geschrieben bin. Trotzdem ist es nicht vergessen!!! :cry:

    Was mich an meinen Freund bindet? Gute Frage und letzte Woche wär mir gar nichts eingefallen. Es schwankt von Tag zu Tag, Woche zu Woche... Ich habe noch Gefühle für ihn, aber das stärkste was mich hält ist wohl die Angst, einen Fehler zu machen. Etwas zu überstürzen, etwas zu übersehen und es dann doch irgendwann zu bereuen.
    Er hat seine guten Seiten, wir nähern uns langsam wieder aneinander an, er zeigt mir durch kleine Gesten, dass er mich liebt. Ich glaube ihm. Und vielleicht ist es auch diese Angst - nie wieder jemanden zu finden, der einen wirklich liebt.

    Ist auch quatsch, weiß ich. Die Frage ist einfach nicht einfach zu beantworten. :roll:

    Wie geht es dir denn? Wart ihr zu zweit jetzt schon bei einem Gespräch? Interessiert mich auch sehr!!!

    Ganz liebe Grüße,

    Blaubärchen

    Lieber fliegende Stern,

    denk immer daran: Das ist eine Masche! Sie versuchen, den Spieß um zu drehen, es so aussehen zu lassen als wenn Du die gemeinsame Zukunft aufgibst. Als ob du diejenige warst, die nicht genug gekämpft hat und das gemeinsame einfach wegschmeißen würde.

    Das warst aber nicht DU! Er hat es indem er sein Ding durchgezogen hat ohne Gedanken an Euch zu verschwenden. Er hat es einfach weggeworfen!!! Er hat nichts dafür getan!!!

    Das machen sie, weil sie genau wissen wie weh es uns tut! Und weil sie in dem Moment wo sie es schreiben, ihre eigenen Fehler verleugnen wollen. Die Schuld bei uns suchen, weil wir sie aufgegeben haben! Aber Dir blieb nichts anderes übrig als zu gehen, um dich selbst zu retten!

    Antworte nicht, lösch diese SMS - ich weiß, es ist schwer, aber warum ist es leichter, die schlimmen SMS zu löschen? Die sollte man zur Erinnerung immer abspeichern!

    Quäl dich nicht mit irgendwelchen gedanken an diese Worte, die so emotional und schwermütig wie auch hintergründig klingen... so sind sie nicht gemeint. Er will dir WEHTUN! Gib ihm nicht dieses Recht dazu und die Befriedigung, dass er es geschafft hat!

    Drück dich ganz doll!

    Dein Blaubärchen

    Lieber Fliegende Stern,

    das gleiche sehe ich auch an mir. Es ist überhaupt nicht verrückt und auch nicht ungewöhnlich. Nur... man muss sich nicht verbiegen und wenn man es tut, dann kommt irgendwann die Zeit, in der man sich wieder gerade rücken sollte. Das verpassen wir wohl aber zu häufig.

    Ich muss leider sagen, dass ich nie wirklich lange "Single" war. Hab mein Herz immer gleich jemand anderem geschenkt. Allerdings hatte ich auch noch nicht wirklich viele Beziehungen. Es waren auch immer die falschen, das sehe ich jetzt.

    Aber wenn Du weißt, wie du bist ohne einen Mann an deiner Seite, dann behalte das in deinem Herzen. Jetzt weißt du, nach dieser Beziehung, wie wichtig es für dich ist, Du selbst zu sein. Und ich bin mir sicher, bei dem nächsten Mann wirst du DU bleiben. Vielleicht wird es schwerer, einen Mann wieder an sich ran zu lassen, aber wenn du es schaffst, kannst du dir sicher sein, er will DICH wie du wirklich bist!

    Bleib dir treu und verbieg dich nicht mehr für andere!

    Du bist wunderbar, du musst dich nicht verändern!

    Gute Nacht und träum was schönes!

    Dein Blaubärchen

    Liebe Nicole,

    ich drück dir ganz doll die daumen, dass es bei euch klappt und er auch wirklich mit kommt. Ich finde es schon einmal gut, dass er eingewilligt hat und manchmal reicht es auch schon aus, dass man eine Trennung androht...

    Wie es mir geht? Naja, mal so mal so, aber ich halte daran fest, etwas für mich tun zu wollen und auch zu dieser Gruppe - mein Gott schon morgen! - hinzugehen. Obwohl ich auch etwas angst habe, mich durch das "zusehr damit beschäftigen" in etwas hinein steigere und dadurch einen Weg einschlage zu dem ich entweder noch nicht bereit bin oder den ich gar nicht gehen will. Dann steh ich nämlich wieder da und kann mir selbst sagen: Ich geh zurück, weil ich es ja nicht selbst entschieden habe! Andere haben mich beeinflußt...

    Das werde ich nicht noch einmal zu lassen, denn damit belüge ich mich selbst.

    Wie gesagt, ich wünsch dir alles Glück dieser Welt und dass es positiv für euch läuft. Wirklich!!!

    Ganz liebe Grüße,

    Dein Blaubärchen

    Zitat von kaltblut

    dürfen sich Kerle auch melden?

    Liebes Kaltblut,
    natürlich dürfen sich auch "Kerle" melden. Um so besser, mich interessiert immer, was in den Köpfen des anderen Geschlechts vor sich geht :)

    [qoute="kaltblut"]

    Es gibt Zeiten wo etwas nicht passt, wo etwas nicht funktioniert, wo die Harmonie weg ist, die Kommunikation, die Anfangseuphorie, die Bedürfnisbefriedigung, wo der eine nicht mehr im anderen das sieht, was ihn einmal so intensiv angesprochen hat, wo er sich mehr mit sich beschäftigt oder Kindern, wo die Wonne des Gewöhnlichen den Alltag bestimmt. In einer gesunden Beziehung, wenn zwei Menschen klar im Kopp sind, verändern sich die Menschen losgelöst ohne zu klammern, ohne zu fordern permanent und genauso verändert sich die Beziehung. Ich kann nicht zweimal die gleiche Luft atmen, ich würde ersticken. Unangenehme Schweigemomente sind vielleicht genau das, was eine Beziehung zur Wonne führt. Schweigen, Stille, das Aushalten der Stille in mir, in der Liebe, im Partner, im Umfeld.
    [/quote]

    Du beschreibst das sehr schön. Ich wünschte, ich könnte das auch mal so empfinden und manchmal war es auch so. Wenn wir zusammen spazieren gegangen sind und die Wunder der Natur um uns rum, da mussten wir nicht reden. Da haben wir es einfach genossen. Zuhause hab ich dann leider das Gefühl, es müßte anders sein, wenn man erwartungesvoll sich gegenüber bei einem Kaffee und einer Zigarette sitzt... Ich weiß auch nicht wieso. Ich habe es als unangenehm empfunden, er hat mir am WE gesagt, dass er einfach nur froh war, dass wir zusammen waren. Das sollte ich doch auch!

    Zitat von kaltblut


    Komm mal hoch, geh mal an die frische Luft und sieh Dich um wie schön es draußen ist. Wann denkst Du denn etwas zu tun, für Dich und was?

    Ich möchte wieder mehr Kontakt mit meinen Freunden haben. Die sind mir immer wichtig gewesen und ich weiß auch, dass sie da sind, weil es eben richtige Freunde sind. Und ich möchte Sachen machen, die mir Spaß machen. Ich werde in Urlaub fahren, mit meinen Eltern, das ist schon geplant und ich freu mich drauf. Natürlich würde ich es gern sehen, dass er mit kommt, aber das geht aus verschiedenen Gründen nicht. Das sind Sachen, die ich für mich tun möchte, damit es mir gut geht.

    Vielleicht beginnt jetzt auch bald ein neuer Abschnitt. Wenn alles gut geht hat er bald einen Job, in dem er gut ausgelastet sein wird. Das wird zur Verbesserung seiner Laune beitragen, wird aber natürlich auch die Konsequenz nach sich ziehen, dass wir uns sehr selten sehen. Es stellt unsere Beziehung mal wieder auf die Probe. Der Vorteil, ich habe auch mehr Zeit für mich!

    Danke Kaltblut, dass Du mich an deinen Gedanken teilhaben läßt.

    Einen wunderschönen Tag!

    Blaubärchen

    Hallo Ihr Lieben,

    Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll! Samstag hätte ich gedacht, es ist vorbei. Ich dachte es würde mir besser gehen, aber im Gegenteil!

    Wahrscheinlich hätte ich es auch durchgezogen, wenn bestimmte Pläne uns nicht gezwungen hätten, zu einem Teil seiner Familie zu fahren. Dort sprach mich sein Onkel an, der von dem Problem wußte und selbst einmal drin gesteckt hatte. Seine Worte "Man kann es zwar nie vergessen, aber man muss irgendwann verzeihen können..." bewegten mich sehr. Er weiß natürlich nicht alles, weiß auch nicht, was Freitag passiert ist, wahrscheinlich nur, dass wir uns gestritten haben, aber er hat mich zum nachdenken gebracht. Mir war morgens schon bewußt, dass ich stark überreagiert habe und es auch provoziert habe. Mich wirklich nicht mehr wie seine Freundin verhalten habe. Natürlich entschuldigt das nicht, dass er wieder einmal so viel getrunken hat - und das wußte sein Onkel bestimmt auch nicht. Aber wär ich seine Freundin an dem Abend gewesen, wären wir einfach früh genug nach Hause gegangen und es wäre nicht so weit gekommen. DAS wollte ER! Ich wußte, dass wenn wir nicht gehen, es zum weiteren Streit kommt.

    Samstag morgen hab ich dann das erste Mal wieder um unsere gemeinsame Zukunft getrauert. Diese Gefühle habe ich die letzten Wochen nicht mehr bei mir gefunden, aber sie sind noch da, wie ich fest stellen musste.

    Und irgendwie haben wir uns am Abend wieder "gefunden"... Ich sehe ihn jetzt wieder mit anderen Augen, sehe seine freundlichen und lieben Seiten. Ich weiß, dass ist jedes Mal so, aber ich habe mich einfach geweigert, diese in den letzten Wochen zu sehen. Ich habe das Gefühl, ich hatte mich in eine Ecke gestellt, mit dem Rücken zu ihm, wie ein kleines bockiges Kind.

    Ich will nichts entschuldigen, was er getan hat oder wie er sich verhalten hat. Ich will ehrlich zu mir sein, und ich dachte ich wärs, wenn ich mir sage, da sind keine Gefühle mehr. Aber das ist gelogen.

    Ich wünsche euch einen schönen Tag und hoffe ihr habt den Sonntag gut überstanden. Bei uns ist das auch der Tag, an dem wir uns am nächsten sind, deshalb kann ich das alles sehr gut verstehen!

    Euer Blaubärchen