Beiträge von B.Nyborg

    Hallo Eva,
    wie ist es dir inzwischen ergangen?
    Ich glaube, dass es ein wesentlichen Unterschied macht,
    ob eine Partnerschaft gut funktioniert,
    wenn der Partner ein akut nasser oder langjährig trockner Alkoholiker ist.
    Langjährigkeit schützt nicht automatisch vor einem Rückfall,
    und wenn, dann hast du es wieder mit einem akut nassen Alkoholiker zu tun,
    der ob dieser Krankheit
    oft wenig Rücksicht auf die Bedürfnisse in einer Partnerschaft nehmen kann.
    Ihr habt euch beispielsweise völlige Offenheit versprochen.
    Das kann klappen.
    Ist aber auch ein Versprechen, dass ein nasser Alkoholiker (vermutlich aus Scham) oft gar nicht aufrecht erhalten kann.

    Viele Grüße, B.Nyborg

    Hallo Natascha,
    wie geht es dir denn jetzt damit? Also mit der vermeintlichen Erkenntnis, dass dein Partner wieder trinkt.

    Ich habe noch mal im Vorstellungsbereich bei dir gelesen. In erster Linie soll es beim Austausch im Forum um einen selbst gehen. So ist das auch bei uns Angehörigen, daher wurden dir eingangs ein paar Fragen gestellt. Du bist ganz richtig hier, wenn du über dich und deine Situation reflektieren willst.

    Meine Fragen hast du nun nicht beantwortet, daher stelle ich sie dir hier gern nochmal. Vielleicht hast du ja Lust, mal darüber nachzudenken: Hast du dir denn schon Gedanken gemacht, was du tun möchtest, wenn dein Mann einen Rückfall hatte? Du bist ja auch an dieser Beziehung beteiligt und darfst für dich von Fall zu Fall unterschiedliche Konsequenzen ziehen. Hast du dir diese Frage schon einmal gestellt, ob du mit einem nassen Alkoholiker zusammen sein (bleiben) möchtest, der weiterhin trinken will?

    Viele liebe Grüße, B.Nyborg

    Hallo N.,
    herzlich Willkommen im Forum. Das ist ja wirklich bitter, was du schreibst. Ich nehme an, du wirst begründete Zweifel haben an der Trockenheit deines Partners, sonst hättest du dich ja nicht hier angemeldet. Hast du dir denn schon Gedanken gemacht, was du tun möchtest, wenn dein Mann einen Rückfall hatte? Konntet ihr früher uber das Thema reden?

    Ich wünsche dir einen guten Austausch hier.

    Viele Grüsse, B.Nyborg

    P.S. Schreibst du hier mit deinem Realname? Bitte beachte, du befindest dich im öffentlichen Bereich unseres Forums und da kann jeder, also das ganze www, mitlesen. Vielleicht willst du dir lieber einen richtigen Nicknamen zulegen, falls die Antwort auf die erste Frage ja lautet, um ein Wiedererkennen deiner Person zu erschweren?

    Hallo warrenville,

    Zitat von warrenville1


    Große, nachhaltige Probleme gab es allerdings nicht. Bis halt auf ihren Alkoholismus. Aber da kann ich ja nichts mehr aufarbeiten, die Zeit ist vorbei und es ist nun alles so geschehen, wie es geschehen ist.
    Auch wenn ich natürlich in all den Jahren oder jetzt - postmortem - mit ihr rückblickend gerne mal über die ganze Sache gesprochen hätte. Eine richtig offene, tiefgehende Diskussion war mit ihr ja nie möglich über dieses Thema.

    Meiner Erfahrung nach braucht es für solche Gespräche nicht unbedingt einen Adressaten. Was meinst du denn damit, dass es keine Probleme gab bis auf den Alkoholismus? Dass sie getrunken hat, hatte ja offenbar auch Auswirkungen auf das Zusammenleben. Mit welchen Gefühlen bist du denn da konfrontiert? Was würdest du ihr denn gern sagen in einem Gespräch? Was würdest du sie fragen wollen? Was würdest du dir denn wünschen, dass sie antwortet? Vielleicht verbergen sich hinter solchen Fragen ungestillte Bedürfnisse eines Kindes, die du heute, wenn du dir ihrer bewusst bist, in anderer Form stillen kannst.

    Viele Grüße, B.Nyborg

    Hallo Daniela,

    auch ich würde wie Slowly (nach all den Erfahrungen, die ich mit einem alkoholabhängigen Partner gemacht habe) schnellstmöglich das Feld räumen. Wenn er es wirklich ernst meint und seine Alkoholabhängigkeit bearbeiten will, dann kann man über eine Liebesbeziehung noch mal nachdenken und darüber sprechen, wenn ER seinen Weg gegangen ist.

    Du bist ja vielleicht nicht die erste, die mit erkühltem Verhalten auf sein Problem aufmerksam macht. Jede Situation ist anders, ja, aber ich glaube, wir erfahrenen Schreiber*innen haben genug Lügen erlebt, die in diese Richtung gehen (von wegen, mir ist das jetzt erst bewusst geworden). Wie auch immer, wenn es ihm wirklich ernst ist, dann geht er diesen Weg in die Abstinenz auch ohne dich. Die Frage ist, ob und wie lange du bereit bist, Zweisamkeit mit einem Menschen erleben zu wollen, der ein Suchtproblem hat und da ganz tief drin steckt. Ich bin es heute nicht mehr.

    Viele Grüße, B.Nyborg

    Hallo warrenville,
    wenn du in deinen Träumen das Negative siehst,
    heißt es ja, dass da noch was zu bearbeiten ist.
    Verdrängen hilft leider oft nur kurzfristig
    (meist um etwas zu Überleben),
    langfristig kann es sein,
    dass das Negative dir aufs Dach steigt.
    Spätestens dann würde ich mir Hilfe suchen,
    gern kannst du natürlich dann hier schreiben.
    Vielleicht macht es Sinn, nicht erst bis zum Ausbruch zu warten,
    aber das musst und darfst du für dich entscheiden.
    Vielleicht leidest du auch nicht so stark unter der Vergangenheit
    und wirst es nie.

    Ich wünsche dir alles Gute und würde mich freuen,
    dich bald mal wieder hier zu lesen.

    Viele Grüße, B.Nyborg

    Liebe warrenville,

    toll, dass du wieder hier her gefunden hast.
    Wenn ich deinem Bericht folge,
    ist er zwar auf der einen Seite traurig,
    aber ich lese auch einige positive Aspekte,
    z.B. dass du und deine Schwester euren Abschluss so toll hinbekommen habt.

    Hast du denn Lust,
    dich hier in unserem Forum weiter auszutauschen?
    Das würde uns ForenMitglieder sehr freuen.

    Viele Grüsse, B.Nyborg

    Hallo Sagara,
    Willkommen zurück in unserem Forum.
    Ich hab grad gesehen, dass du das letzte Mal 2013 in deinem alten Thread geschrieben hast. Wenn ich mich irre, korregiere mich gerne. Wie ist es dir denn mittlerweile ergangen? Was hat sich verändert, dass du wieder schreibst? Was möchtest du hier für dich erreichen?

    Viele Grüsse, B.Nyborg

    Zitat von Nonens

    Aber alleine der Umstand, dass ich in der Position bin, ihn prüfen zu können, verleitet mich dazu und das finde ich furchtbar an mir. :( Welche Tricks und Tipps gibt es, dass ich loslassen kann, dass es mir nicht mehr wichtig ist, dass ich einfach mit der Kontrolle aufhöre??? :(

    Liebe Nonens,
    auch dir ein herzliches willkommen in unserem Forum.
    Auch ich hatte seinerzeit eine Kontroll-Störung.
    Wichtig für mich war, dass ich mir bewusst machte,
    dass es MEIN Verhalten ist und ICH so nicht leben will.
    Das ging auch nicht gleich weg,
    sondern war auch ein Prozess,
    des immer wieder gewahr werdens,
    dass ich gerade wieder kontrolliere(n) will,
    des MICH kennen lernens,
    durchzogen von Rückfällen.

    Geendet hat es schlussendlich,
    als es keine Bedeutung mehr hatte,
    weil Xy kein (naher) Teil mehr meines Lebens war.

    Viele Grüsse, B.Nyborg

    Zitat von Grethe

    Abgefahren, das so aufzuschreiben. Da fange ich direkt an zu weinen.

    Liebe Grete,
    weinen ist gut.
    Weinen hat mir sehr geholfen.
    Es ist eine Möglichkeit des Körpers,
    Gefühl auszudrücken
    und Druck rauszulassen.
    Viel von der Arbeit,
    die uns Angehörigen bevorsteht,
    oder unseren Weg säumt,
    ist tatsächlich
    Trauerarbeit.

    Viele Grüsse, B.Nyborg

    Hallo fr,
    Puhh, da wird einem (mir) ja beim Lesen schwindelig,
    kann mir vorstellen, dass dein Darm da durchdreht.
    Du hast ja schon wesentliche Erkenntnisse gemacht,
    wie jeder kann leben und sterben, wie er will.
    Wir können niemanden anderes zwangsretten.
    Nur uns selbst in eine Position bringen,
    die vielleicht schlimmstenfalls aushaltbar
    und bestenfalls ein gutes Leben ermöglicht.

    Hast du mal darüber nachgedacht,
    in den geschützten Bereich zu wechseln?
    Das ist zwar nicht ganz kostenlos, aber der Austausch ist intensiver (hier verirre ich mich z. B. mal eher her, wenn ich VIEL Zeit habe. Schätze es geht vielen von uns Foristen so) und man kann offener schreiben, da nicht das ganze www mit liest (lesen kann).

    Jedenfalls wünsche ich dir viel Kraft für dich und deine Familie für die kommende Zeit.
    Und herzlich Willkommen hier im Forum.

    Viele Grüsse, B.Nyborg