ich grüße euch. ich möchte heute noch einige anmerkungen machen. denn ich möchte, dass mein durchaus ziemlich komplexer und vielleicht auch verwirrter gedankengang von gestern mehr positiv als negativ verstanden wird. ich möchte, dass ihr wisst, dass ich mir meinem eigenen selbst bewusst geworden bin.
ich bin traurig! ja! aber das fühlt sich diesmal wirklich richtig ehrlich an. so ehrlich, dass es sich eben fast schon wieder gut anfühlt. es geht mir - so paradox es sich anhört und anfühlt - gut! nicht gut in dem sinne, dass mir die sonne aus dem ar... scheint. aber es fühlt sich zum ersten mal seit längerer zeit wieder wirklich gut an, bei mir zu sein.
gefühle wie traurigkeit und verlassensein müssen auch einen platz in unserem leben finden. sie müssen erlebt werden, damit ein vorwärtsgehen möglich ist. nur so ist auch eine verarbeitung möglich. das erfahre ich jetzt und ich stehe wirklich ziemlich nah bei mir. ich bin mir der frau in mir bewusst und wir schließen frieden.
und ich bin mir dem kind in mir bewusster denn je. es ist ein gesamt-fühlen, was ich so noch niemals in meinem leben erlebt habe. vielleicht wurde ich ja wirklich ein bisschen erleuchtet. ich glaube, dass es für jeden aspekt in unserem leben einen bestimmten zeitpunkt gibt, den wir mit unserem eigenen zutun beeinflussen können.
jede erfahrung im leben ist das, was sie ist - die erfahrung eines jeden individuellen einzelnen, der wir alle hier sind. das was wir hier voneinander lesen sind in sich stets wiederholende worte. und das was wir hier über uns schreiben, lässt immer durch eigene erfahrung erahnen, was wir fühlen oder wer wir sind, in welcher wiederholung wir sind.
es sind unser aller worte, die fragen finden, um anworten zu suchen oder antworten geben, um die richtigen fragen stellen zu können. worte sind eine kraft, die wir stets schätzen sollten. ich glaube, ich habe mir hier durch meine wiederholenden worte viele antworten geschenkt. ihr habt mir viele anworten geschenkt. dafür bin ich unsagbar dankbar.
die worte, die ich hier jetzt schreibe, kann ich fühlen. könnt ihr es auch? ich habe in meinem leben schon viele worte zu papier oder auf den monitor gebracht. in meiner richtig nassen zeit auf meiner droge mensch habe ich nicht ein wort verloren. nicht in der realität aus dem mund, noch auf dem papier. ich gab es irgendwann auf, etwas zu sagen zu haben.
heute habe ich wieder so viel zu sagen und zu schreiben. und zu lesen und zu hören. einige bücher habe ich immer wieder gelesen. lieder laufen im repeat-modus und ich lausche immer und immer wieder, bis ich fühle, was ich höre. alles was ich hier geschrieben habe, habe ich gelesen und abermals gelesen. immer wieder bis ich es fühlen kann.
viele sequenzen, die ich hier offen preis gab, waren bereits einige tage oder wochen her, bis ich ihnen wort verlieh. worte, die ich mehrfach in meinem hirn durchgespielt und betrachtet hatte, bis ich bereit war, ihnen hier einen platz zu geben. jetzt sitze ich fast immer hier und schreibe und fühle gleichzeitig. wundervoll, nicht?!
worte, die von traurigkeit, schmerz, wut, verwirrung und auch glück, liebe, freiheit, lachen erzählen. ich bin an einem für mich guten zeitpunkt angelangt, an dem es mir möglich ist, tiefer in mich zu gehen und mich wirklich zu entdecken. gründe für mein verhalten zu finden aber vor allem den weg dorthin zu genießen, ein mensch voll von innerer freude zu sein.
wo viel licht existiert, gibt es immer auch einen genauso großes potential in form von dunkelheit. das ist das leben. ying und yang. eines kann ohne das andere nicht sein. AllEin. bisher waren licht und dunkelheit bei mir total vermischt. alles eine großes unverständliches chaos. und doch sollte es so sein, dass alles seinen verbundenen platz in losgelöstheit hat.
ich fühle mich nun, als stünde ich vor dieser tür, die licht und dunkelheit voneinander trennen soll und ich bin bereit, die dunkelheit auf die eine seite zu holen und das licht auf die andere seite zu bringen, auf dass sie - wie die natur es vorsieht -, die möglichkeit haben, sich selbst auszugleichen ohne miteinander zu kämpfen und um ausreichend platz zu rangeln.
deswegen habe ich mich entschlossen, meine reise nun vorwiegend im geschlossenen bereich dieses forums weiter zu führen. ich habe den drang viele persönliche dinge auszusprechen, die - wie ich finde - nicht in das frei zugängliche www gehören und möglicherweise hier im offenen bereich mehr schaden als alles andere anrichten.
könnt ihr fühlen, was ich schreibe? dankbarkeit! freundschaft! wünsche! hingabe! traurigkeit! schmerz! einsamkeit! unruhe! ich fühle mich ausgeglichen und bereit meinen geist vor herausforderungen zu stellen, die er meistern kann und will - meinen herausforderungen. ich bin neugierig auf das leben, neugierig auf mich selbst.
je suis prest. eure emilie alias koketterie